KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-04-20: Wiedersehensfeier

Mir träumte, ich würde nach meiner langen Zeit in der Klinik zum ersten Mal wieder zur Arbeit gehen. Da ich direkt über der Bibliothek wohnte, fuhr ich eines abends einfach die Rolltreppe runter und wunderte mich nicht schlecht, dass meine Kolleginnen eine Überraschungsparty für mich organisiert hatten: Alles war schön geschmückt und es gab Häppchen und sogar ein Fass Bier war angestochen. Meine Eltern waren da und auch X. aus meiner Zeit in der Max-Planck-Projektgruppe. Y. hingegen saß auf dem Boden und machte Gymnastik. Dann begrüßte sie mich und gab mir eine Art Glückwunschkarte in einem Umschlag. Ich solle die Karte aber auf jeden Fall erst zu Hause lesen, schäfte sie mir ein. Ich nickte und steckte die Karte in meine Jackentasche. Meine Angst war riesig, die Karte zu verlieren. Ebenso groß war meine Neugierde: Was wohl in dem Brief stand? Etwas Gutes? Etwas Schlechtes? Am liebsten wäre ich sofort nach oben gegangen, aber es waren ja noch Gäste da!

X. kam auf mich zu und hüllte mich in eine riesige, weiche Decke mit einem Perserteppichmuster. Dabei küsste sie mich auf den Mund und ich spürte ihre Seiten. Ich hatte ein bisschen Angst, dass Y. uns so sehen könnte, blieb aber mit wohligem Schauer passiv stehen.

Den Rest des Abends fühlte ich nach der Karte in der Jackentasche.

Traumtagebuch 2021-04-20: Umschläge im Himmel

Mir träumte, ich würde gemeinsam mit anderen in eine Halle einrücken. Ein alter Mann schob einen Wagen mit kleinen Bierfässern dazu. Es sollte Bier für alle geben und einige der Jugendspieler bekamen leuchtende Augen. Ich stieg eine Leiter nach ob und dort waren Leute. B. hielt sich an meinem Rücken fest und ließ sich von mir ein wenig herumtragen. Dabei erzählte sie mir davon, dass die Knoten in ihrer Brust bald entfernt werden würden. Nach unserer Runde wunderte sich ein uns unbekannter Mann, warum denn ihr Ehegatte nichts dagegen habe, dass seine Frau sich von einem anderen Typen durch die Gegen tragen ließe. Britta meinte, wir hätten uns schon so lange nicht mehr gesehen. Danach stiegen alle in den Himmel auf. Ich verlor kurz das Bewusstsein und als ich wieder zu mir kam, ritt ich auf einer tätowierten Frau. Sie beschwerte sich darüber, dass ich auf ihr saß und ich entschuldigte mich vielfach. Damit schien sie zufrieden zu sein und trug mich noch bis in den Himmel hinauf. Dort angekommen, reichten mir Leute kleine und große Umschläge. Sie waren laut Absender von einer ,,Liebesstiftung'' und enthielten kleine Textbücher, Herzchen und Weihnachtsschmuck. Eine Frau kam und wollte die Umschläge einsammeln. Man dürfe sie hier oben nicht öffnen, denn dadurch würden ,,die schlechten Seiten der Religiösität'' hier oben einschleppen, wie sie meinte. Sie ging mit einem Arm voller Umschläge vor und ich folgte mit dem Rest (nur die tätowierte Frau hatte sich einen oder zwei Umschläge gesichert). Sie stieg eine Treppe hoch und dort oben verschwand sie. Hier saßen überall Männer herum. Ich fragte, wo ich denn die Umschläge entsorgen können und einer deutete auf einen geöffneten Koffer. Dort warf ich die Teile nach und nach hinein und Auszubildende riefen ,,Schuschuschu!!''. Dann verschwanden die Umschläge im Nichts.

Traumtagebuch 2021-04-19: Wieder in der Klinik

Mir träumte, ich wäre im Anschluss an die Rhein-Klinik in Bad Honnef noch in eine zweite Klinik gegangen. Hier war alles ganz anders und es gab ein Durcheinander, denn man hatte wohl zwei Betten in unterschiedlichen Gebäudeteilen für mich reserviert. Die ganze Zeit schleppte ich nun meine Sachen von einem Bett zu dem anderen und zurück und sie wurden immer weniger.

Im Speisesaal fragte mich der Essensausgabetyp, ob ich denn schon etwas gesagt bekommen habe, wieviele Makronährstoffe ich bekommen solle. Ich verneinte und schaufelte mir den Teller voll. Er fügte noch hinzu, er habe mitbekommen, dass ich wohl in die Curling-Gruppe kommen würde, um mich mehr zu bewegen. Ich saß mit Leuten am Tisch, die mich über die Behandlung von Essstörungen ausfragten und dabei ständig das Essen auf meinem Teller kommentierten.

Später wollte ich zu meinem Bett, doch über der Treppe war eine Plexiglasplatte angebracht. Man musste unter dem Glas hindurchkriechen, um die Treppe runter oder rauf zu können. Ich jedoch war für die Lücke zu dick.

2021 KW 15

Montag

Der erste Wochenanfang daheim nach der Klinik war einigermaßen in Ordnung. Die Nacht verlief zwar nicht ganz so gut, aber immerhin hinreichend. Ich merke jetzt erst nach und nach, in welchem Zustand ich eigentlich in der Gegend herumlaufe: Beim Einkauf bei Albrechts Discount bin ich fast verrückt geworden, weil da so viele Leute und alle so hektisch trubelig waren. Zwar konnte ich mich recht gut wieder selber beruhigen (ohne mir Süßes oder Fettes zu kaufen und zu essen), aber ich muss unbedingt weiter an meinen ,,Skills'' zur Eigenberuhigung arbeiten!

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Ich arbeite gerne mit dem Todo-Listenmanager Nirvana und er hat sich für mich als wirklich stressreduzierendes Helferlein herausgestellt, denn ich bin ich viel zu schnell viel zu aufgeregt und nervös, wenn mehrere ,,Aufgaben'' (das können auch Kleinigkeiten im Haushalt sein) gleichzeitig anstehen. Mit Nirvana kann ich die dann erfassen, sortieren und mir immer nur die nächsten anstehenden Aufgaben anzeigen lassen. Die arbeite ich dann nach und nach ab.

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Den Editor ,,iA Writer'' kenne ich schon aus Mac-Tagen und habe ihn mal als Testversion für 14 Tage auf dem PC installiert. Diese Blogeinträge schreibe ich nämlich in Markdown und iA Writer unterstützt dies und bietet vor allen Dingen eine extrem aufgeräumte Oberfläche. Da es diesen Writer auch für Android gibt, wäre das vielleicht auch etwas für das Smartphone und vor allen Dingen die Chromebooks. Mit 29,99 $ ist die App zwar nicht gerade billig, aber ich benutze sie ja nun fast täglich.

Am Ende des Tages habe ich schon mal ein vorläufiges Ergebnis:

  • Die App läuft auf dem Windows-PC ganz wunderbar und ist für meine Bloggerei mehr als praktisch. Wird gekauft!
  • Auf dem Chromebook ist die Bedienung der Android-Version wie leider sehr häufig ein starker Schmerz im After und dadurch komplett (auf einem ChromeOS-Laptop!) unbrauchbar. Dort benutze ich weiterhin die wunderbare App ,,Text''.
  • Auf dem Smartphone funktioniert die App prima und jetzt kann ich damit auch meine Blogeinträge (deren Dateien im Google Drive liegen) direkt bearbeiten. Ich probiere erst einmal mit der eingeschränkten Testversion herum und entscheide später, ob ich die Vollversion kaufe.

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Da es am heutigen Montag auch gegen Mittag nicht regnen wollte, habe ich mal flugs alle mit ,,unterwegs'' getaggten Aufgaben (s.o.) hochgezogen und will möglichst viel mit Fußarbeit erledigen. Die Bude aufräumen kann ich auch, wenn es regnet.

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Falschen bitte lagernd stellen!!

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Alles hat wie am Schnürchen geklappt, bis auf den Trockner, der nicht mehr so recht trocknen will. Abends habe ich mir dann eine Flasche Bier aufgemacht und der Stadt beim dunkelwerden zugeschaut.

Ein schöner Tag, auch wenn ich mal wieder viel zu hektisch war.

Dienstag

Die Nacht war unruhig, weswegen ich ein bisschen länger im Bett geblieben und erst gegen acht anstatt gegen sechs Uhr aufgestanden bin. Der Blick auf die Todo-Liste zeigt mir, dass nichts wirklich Wichtiges oder Dringendes ansteht und deswegen überlege ich, eine kleine Wanderung zu machen.

Leider kommen mir ein paar Ideen für Linux-Programme auf dem Chromebook und eine ziemlich dunkle Regenwolke dazwischen.

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Das Aufschreiben des Traumes und das Bloggen hier mit dem iA Writer klappt wirklich sehr gut und es ist ziemlich schade, dass es ein solches Programm nicht so für das Chromebook (es gibt zwar Writer, aber das kann bei deutschem Tastaturlayout kein Fragezeichen ...).

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Ein Spaziergang zur Ruhr verwandelte sich in eine spontane Wanderung durch die Styrumer Ruhraue. Am Nachmittag war ich dann ganz schön erschöpft.

Abends kam der Thronfolger zu Besuch und ich briet die ersten Hüftsteaks meines Lebens. Sie sind ganz gut gelungen und schmeckten uns gut.

Mittwoch

Lange geschlafen. Eigentlich wollte ich einen Schluffisofatag einlegen, aber dann bin ich doch losgelaufen. Diesmal ging es durch den Duisburger Stadtwald bis zum Entenfang (auf Mülheimer Gebiet). An der Futterkrippe gönnte ich mir eine Frikadelle und das erste KöPi seit vielen, vielen Wochen. Der Rückweg an der Regattabahn entlang war ziemlich anstrengend.

Donnerstag

Den Vormittag über Dinge erledigt und am Nachmittag mich mit meinem ehemaligen Mitpatienten M. zu einem schönen Spaziergang über die Rheinbrücke Rheinhausen auf die andere Rheinseite. Von dort aus ging es über Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke wieder zurück. Im Rheinpark haben wir uns dann beim Ziegenpeter ein Bierchen gegönnt.

Ein sehr schöner Ausflug!

Freitag

Wieder lange geschlafen (das ,,Bierchen'' hüstel hatte durchaus seine Wirkung ...). Gegen Mittag das Buch ,,Geplant war Ewigkeit bei meiner Lieblingsbuchhandlung abgeholt und danach im Botanischen Garten ein bisschen gebloggt. Dabei ist mir erst jetzt aufgefallen, dass mein Texteditor ,,Text'' Syntext-Highlighting für Markdown anbietet! Wie praktisch!

Abends kam der Thronfolger vorbei. Wir aßen Burger und schauten die Doku-Serie Hitlers Kreis des Bösen zu Ende.

Samstag

Lange geschlafen. Abends Whiskey-Tasting via Videokonferenz. Das war sehr schön und interessant, aber ich vertrage Spirituosen einfach nicht: Gegen Ende des Tastings war ich ganz schön knülle.

Sonntag

Den Whiskey-Rausch ausgeschlafen. Eigentlich hatte es ein träger Tag werden sollen, doch ich bin dann doch zu Fuß nach Meiderich gelaufen und habe den dortigen Stadtpark besucht. Viele Erinnerungen hängen hier. Dann ging es weiter nach Duisburg-Ruhrort und von dort mit der Straßenbahn zurück nach Neudorf. Den späten Nachmittag habe mich mit den Filmen ,,Dracula untold'' und ,,Love and Monsters'' verbracht.

Zeitig zu Bett gegangen.

Traumtagebuch 2021-04-16: Flachs

Mir träumte, ich ginge über eine lange Brücke. Plötzlich ertönte das russische Lied ,,Посеяли девки лён''. Ich erblickte ein russisches Dorf neben der Brücke, von wo die Musik herüberklang. Es begann zu schneien. Vorsichtig schlich ich näher an die Häuser heran. Die Bewohner hatten sich auf dem Dorfplatz in der Mitte der Siedlung versammelt und dort spielten alte Männer und junge Frauen das schöne Lied. Die Frauen hatten moderne, sexy geschnittene Kleidung an und ich konnte mich kaum satt sehen.

Traumtagebuch 2021-04-13: Strenge Kontrolle

Mir träumte, ich wäre bei meinen Eltern in der Waschküche. Mein Vater kam von draußen herein und bat mich, meinen Vetter M. (der aber aussah wie Vetter F.) rüber zum Nachbarn zu begleiten. Ich solle aber sicherheitshalber eine Nachricht hier hinterlassen. Das ordentliche Schreiben fiel mir sehr schwer und immer wieder verlor ich im Notizblock die Orientierung. Als wir dann doch endlich nach draußen gegangen waren, kam die Polizei mit mehreren Streifenwagen und Blaulicht vorgefahren. Wir wurden streng kontrolliert. Ein Polizeibeamter nahm mich bei den Händen und schätzte, ich hätte ich bestimmt drei Flaschen Bier getrunken -- das stimmte sogar! Dann wurde ich an eine Kollegin von ihm weitergereicht und sie schätzte ebenfalls eine Dosis Atosil richtig ein.

Später dann planten Kumpel J. und ich eine tolle, phantastische Geschichte mit einer Menge Charaktere. Als er dann nach Hause gegangen war, fand ich auf unserem großen Notizenpapier einen neben den Charakternamen der Geschichte einen wunderschön gezeichneten Weihnachtsbaum für mich und war sehr gerührt.

Traumtagebuch 2021-04-24: Pressekonferenz

Es war eine ganz besondere Nacht: Der Ministerpräsident sollte in unserer Bibliothek eine Pressekonferenz geben! Meine Bibliotheksleiterin und ich waren extra dageblieben. Um fit für eventuelle Rechercheaufträge zu sein, wollte ich noch ein paar Stunden schlafen. Also zog ich mir meinen Schlafanzug an und legte mich in mein Bett in einem der Bibliotheksräume. Ich schlief ein und wurde durch Lärm wach: Ein Hubschrauber landete! Der Ministerpräsident kam herein und lief an meinem Bett vorbei in den Konferenzraum, gefolgt von einer Meute Journalisten. Die Presseleute mussten jedoch noch eine gewisse Zeit warten, bis sie in den Raum gelassen wurden und währenddessen fotografierten sie die Bibliothek und mich. Ich versteckte mich unter meiner Bettdecke und schimpfte laut: Was für eine Frechheit!

Als alle weg waren, stand ich auf und zog mich an. Die Nacht verging ohne besondere Vorkommnisse wie im Flug. Am nächsten Morgen ärgerten wir uns über ein doofes Zeitschriftenabonnement. Diese Zeitschrift hatte nämlich unzählige Nebentitel und Beilagen und niemand konnte die korrekt verbuchen -- trotzdem wollte das Abo aber korrekt bezahlt werden!