KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2021 KW 22

Montag

Sehr montagsmüde aufgestanden und nach Düsseldorf gefahren. In der Bibliothek habe ich mich aber über die Gesellschaft meiner Kolleginnen gefreut. Ich habe damit begonnen, während meiner Präsenztage mir das Mittagessen in der Kantine zu holen (momentan nur ,,To Go''). Das ist eine für mich bessere Struktur und mir tut ein warmes Mittagessen gut. Das werde ich wohl auch weiterhin so machen.

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Als es mir einen Moment nervlich sehr schlecht ging, habe ich mal nach jemandem im Netz geguckt, was ich jahrelang vermieden habe. Jedoch ging es mir nicht mehr wie früher danach noch schlechter, sondern ich scrollte durch eine Timeline, die mich nicht sonderlich berührte. Wut, Ärger und Trauer sind verflogen und das ist ganz gut so.

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Große Aufregung, weil ich einen Termin habe, über den ich hier aber leider nicht berichten kann.

Es ist ein potentiell schöner Termin.

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Am Abend besuchte mich spontan ein Freund und er zeigte mir den Proberaum seiner Band. Danach saßen wir noch schön auf meinem Balkon.

Dienstag

Unruhige Nacht gehabt, trotzdem früh wach. Ich habe mich aber bis sieben Uhr ausgeruht und war einigermaßen fit.

Im Büro eine kurze Fika mit der Lieblingskollegin. Die Besprechungen danach zogen sich ein wenig, aber immerhin steht mein Sommerurlaub jetzt fest.

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Am Nachmittag stieg die Unruhe in mir. Sie stieg und stieg. Die Ursache war eine eigentlich komplett harmlose soziale Interaktion, die sich in meinem Inneren zu einer Katastrophe aufschaukelte. Das Monster in mir begann zu toben und zu schreien und ich wurde fast verrückt vor Angst. Meine Hände haben gezittert. Zum Glück haben mich die Kolleginnen vor Ort irgendwie abgelenkt. Als die Sache sich dann in Wohlgefallen aufgelöst hatte, war ich vollkommen fertig, aber die Unruhe floss in Wellen aus mir heraus.

Mittwoch

Der potentiell schöne Termin fand tatsächlich statt: Die Lieblingskollegin und ich sind nach der Arbeit auf ein bis drei Biere in die Düsseldorfer Altstadt gegangen! Wir haben uns auf der Arbeit auf Corona testen lassen und sind am Rhein entlang im schönsten Sonnenschein zum Uerige gelaufen. Dort bekamen wir einen kleinen Stehtisch und probierten das ,,Hosen Helle''. Die Lieblingskollegin ist nämlich Fan der Hosen und ich mag Helles grundsätzlich gerne. :-)

Der Feierabend war wirklich wundervoll und wir haben gute zwei Stunden gequatscht. Dann fuhren wir zum Bahnhof und ein Stück gemeinsam mit dem Zug.

Wenn mir meine Lesefröschlein ganz feste die Daumen drücken, erfährt dieser Nachmittag vielleicht auch eine Wiederholung!

Donnerstag

Den Tag über aufgedreht. Viel gelaufen, obwohl es ziemlich drückend warm war.

Am Nachmittag brieten der Thronfolger und ich gemeinsam selbstgemachte Burger. Da der Thronfolger eine kleine Raupe Nimmersatt ist (,,Wo steckt der das nur hin?'' braucht man jedoch nicht zu fragen, denn er ist mit 17 Jahren deutlich größer als ich), habe ich genügend Material für zwei große Burger mit je einem 250-Gramm-Patty besorgt. Allerdings waren wir beide bereits nach dem ersten Burger pappsatt, was mich bei mir nicht, bei ihm jedoch ein wenig wunderte.

Wir stellten die zwei übrigens Patties in den Kühlschrank und schauten gemeinsam die erste Staffel ,,Daredevel'' -- eine Serie, die mir jemand mit profunden Marvel-Kenntnissen empfohlen hat und wir wurden nicht enttäuscht.

Freitag

Freitag ist Home-Office-Tag (eigentlich mein regulärer Tag für die ,,Telearbeit'')! Ich beschäftigte mich hauptsächlich mit dem Intranet, denn ich werde jetzt nach und nach wieder mehr in die Routineaufgaben eingebunden. Die Fika mit der Lieblingskollegin fiel wegen viel Arbeit leider aus, bzw. sie war nur sehr kurz. Immerhin habe ich mich gut bei einer (regulär ausgelosten) Fika mit einem anderen Kollegen aus dem Haupthaus nett unterhalten.

Abends dann wieder Burger. Die Patties haben die Nacht im Kühlschrank gut überstanden und waren angenehm fest. Vielleicht sollte ich demnächst die Patties einen Tag vorher formen (ich füge für die Festigkeit auch immer ein Ei hinzu) und in Klarsichtfolie gehüllt kalt lagern.

Beim Burger gab es noch eine weitere Folge ,,Daredevil''. Später schaute ich noch alleine die Verfilmung von ,,Ghost in the Shell'' von 2017 und war von der Bildgewalt und natürlich von Scarlett Johansson beeindruckt. Hinter der schönen Fassade des Filmes verbarg sich zwar (wie zu Recht kritisiert wurde) nicht viel, ich fühlte mich aber gut unterhalten.

Samstag

Nach einem (negativen) Corona-Selbsttest daheim fuhr ich zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr zu meinen Eltern ins Sauerland. Ich freute mich selbst auf die Zugfahrt, die diesmal wegen Bauarbeiten über Bochum und Hagen verlief. Aber alles klappte wie am Schnürchen und ich saß schon mittags mit meiner Mutter und meinem Vater bei Weinbeertörtchen Kaffee im Garten. Es hatte sich daheim so einiges verändert (inklusive eines Fußbodens) und nach und nach plapperten wir meine innere Unruhe fort. Das viele Grün und die Ruhe von Wald und Feld taten ihr übriges.

Am Abend wurde ich jedoch früh sehr müde (lag es gar am Grillgut?) und ich ging gegen 22 Uhr ins Bett.

Sonntag

Die Nacht im ungewohnten Jugendbett war einigermaßen unruhig -- ich habe aber trotzdem genügend Schlaf abbgekommen.

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Auf dem iMac meines Vaters habe ich endlich, endlich Anydesk installiert und kann ihn nun remote bei Problemen helfen. Da ich selber keinen Mac mehr zu Hause habe, musste ich mir immer von meinem Vater die jeweiligen Fenster erklären lassen, selber vorstellen, wie das wohl aussehen könnte und ihm dann den Mauszeiger an die richtigen Stellen labern.

Nun kann ich mich endlich einfach aufschalten, Updates machen usw.

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Zu Mittag hat mein Vater Hähnchen von Korte in Wickede geholt. Die waren wie immer sehr lecker. Danach sind wir durch das Nachbarstädtchen Fröndenberg gelaufen und dann bin ich mit dem Zug zurück ins Ruhrgebiet gefahren.

Beim Abendspaziergang bekam dann mein Krafttier (das Bison) ganz plötzlich ganz furchtbaren Durst. Also suchte schnellstmöglich den nächsten Kraftort auf. Es handelte sich rein zufällig dabei um meinen geliebten Finkenkrug. Dort stärkte ich mich und das Bison mit Löwenbräu Helles und mit einem Trieple Karmeliet und war darob sehr, sehr glücklich.

Als ich gegen 21 Uhr wieder daheim war, fielen mir allerdings ein paar Dinge ein, die ich noch dringend erledigen musste. Deswegen kam ich erst gegen halb elf ins Bett.