KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2021 KW 17

Montag

Vor Aufregung wegen des ersten Arbeitstages nach ungefähr drei Monaten sensationell schlecht geschlafen. Gefühlschaos aus Vorfreude und (eigentlich komplett unbegründeter) Angst.

Schlaf dann in den frühen Morgenstunden. Vollkommen zerknittert um sechs Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück wieder hingelegt. Schlaf nachgeholt. Gegen halb elf kam der erlösende Anruf: Die Spedition war dran und meldete, in ca. 30 Minuten da zu sein. Das hat auch geklappt und so konnte ich dann einigermaßen zeitig nach Düsseldorf zur Arbeit fahren.

Ich wurde nach meinen drei Monaten Abwesenheit herzlich begrüßt und das hat sehr, sehr gut getan.

Nachdem die IT mir Anmeldepasswort zurückgesetzt hatte (hüstel), konnte ich mit dem Durcharbeiten meiner fast 400 E-Mails beginnen.

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Für den ÖPNV trage ich jetzt eine FFP-2-Maske und -- holla! -- da bekomme ich ganz schön schlecht Luft mit. Immerhin ein Zeichen dafür, dass sie trotz meines Bartes doch einigermaßen abdichtet, oder?

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Abends daheim in die Wanne gestiegen und ein wenig Youtube geguckt. Dann ging es zeitig zu Bett.

Dienstag

Gut geschlafen. Den Wecker von sechs auf sieben Uhr weitergestellt. Den Morgen ruhig mit Müsli, Kaffee und Feeds begonnen, doch schnell war da wieder die Unruhe in mir. Mir fehlen noch immer tragfähige Strukturen für den Alltag. Vielleicht hätte ich ja doch lieber früher aufstehen und erst einmal einen Morgenspaziergang machen sollen?

Immerhin bin ich nun wesentlich achtsamer als früher.

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Den kurzen Arbeitstag mit Telefonieren und Videokonferenzen verbracht (Dienstag ist immer Besprechungstag). Eigentlich lief das ganz gut und ich konnte mich ein wenig zurücklehnen.

Jedoch fällt mir auf, dass ich im Homeoffice zu wenige und auch zu anstrengende Pause mache. Damit meine ich nicht die ,,große'' Mittagspause, sondern die kleinen Erholungspausen zwischendurch. Im Büro wird meine Zeit vor dem Monitor immer wieder durch kurze Gespräche (dienstlicher und nichtdienstlicher Natur) unterbrochen, aber daheim starre ich nur auf den Bildschirm und muss mich förmlich davon loseisen, um mal aus dem Fenster usw. zu schauen. Auch wenn Videokonferenzen schaue ich nicht umher, sondern starre in die Kamera, weil mir alles andere unhöflich vorkommt. Vielleicht sollte ich mir mal einen Wecker stellen und in den kleinen Pausen einfach aufstehen.

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Am Nachmittag kam der Thronfolger vorbei und wir haben meinen kleinen Schreibtisch in die Wohnung von ihm und seiner Mutter gebracht. Ich arbeite nämlich an meinem Projekt ,,Wohnung gemütlich machen'' und dazu möchte ich diesen Tisch durch eine Leseecke ersetzen. Die Möbel aus einer aufstrebenden, schwedischen Möbelmanufaktur (hust) sind schon geliefert und müssen nur noch zusammengeschraubt werden.

Nach der Arbeit briet ich uns Burger. Der Thronfolger bekam zwei (große) Burger und einer war für mich übrig. Es gab sie als Cheeseburger mit Bacon und waren echt lecker. Die Wohnung roch noch den ganzen Abend köstlich.

Da noch so schön die Sonne schien, habe ich die Leseecke hintangestellt und den Balkon vorgezogen (im Projekt, nicht baulich!): Leerräumen, Putzen und diese komische Kunstrasenmatte, die ich von meinem Vormieter ,,geerbt'' habe, ausrollen und zuschneiden. Ganz passt die Sache nicht, aber für warme Füße reicht es. Dann schraubte ich den Bakonstuhl zusammen, dessen schwedischer Name ein bisschen wie ,,Klöten'' klingt. Das klappte prima und ich konnte in der Dämmerung nach Fledermäusen Ausschau halten. Leider waren heute keine zu sehen.

Gegen 23 Uhr eigentlich zu spät ins Bett. War aber schön gewesen!

Mittwoch

Gut geschlafen. Träume reich und wirr. Um sieben Uhr aufgestanden. Notiz an mich: Früher schlafen gehen!

Die Laune war gut und die Freude über den schönen Balkon gab noch einen zusätzlichen Schuss Euphorie in die Morgensuppe.

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Die Welle der Leidenschaft hat Dich umspült.
Nun ist sie fort.
Zurückgewichen ins Meer der Möglichkeiten.

Du bleibst allein zurück.
Im Sand der Traurigkeit.

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Abends mit einem alten Freund via Skype geredet und dabei einige Biere geleert. Es war ein schöner Abend.

Donnerstag

Ab Mittag besuchte mich ein Freund aus der Klinik und wir haben gemeinsam gekocht und danach noch auf WDR 4 eine Wiederholung von ,,Discothek'' im Radio gehört. Der Freund kam gerade noch rechtzeitig vor der Ausgangssperre nach Hause.

Freitag

Ein bisschen durch den Arbeitstag gequält, weil ich noch unbedingt etwas fertig machen wollte. Allerdings darf ich ja in der ersten Woche nicht länger als 4 Stunden arbeiten. Habe es aber noch hingekriegt.

Abends Homekneiping unter dem Motto ,,Bad Taste'': Jeder steuerte schlechte Musik für die Playlist bei und wir haben Tränen gelacht.

Samstag

Lange geschlafen. Am Nachmittag noch den letzten Stuhl zusammengeschraubt und aufgeräumt. Mit dem Thronfolger Pizza gebacken und ,,Zeitalter der Samurai'' geguckt.

Sonntag

Wanderung durch Neudorf, Hochfeld, Kaßlerfeld, Ruhrort (dort ein To-Go-Bier beim Hübi), Beeckerwerth und Laar. Von dort aus mit der Straßenbahn wieder nach Hause. Sehr schön, aber auch sehr anstrengend! Abends dann einen Burger und es ging früh zu Bett.

Aus dem Netz KW 17/2021

Es gibt Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Malaria

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Ganz Deutschland hasst diese Meinung.

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Hat hier jemand Digitalisierung gesagt?

Über den guten, alten Overheadprojektor!

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Liefers' Dienste

Schlechtes Wortspiel im Titel, aber inhaltlich stimme ich Stefan Rose durchaus zu.

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Den Lügen der Boulevardpresse müssen Grenzen gesetzt werden

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„Es gibt niemanden, der unter Druck am besten arbeitet“

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Gedruckter Gameboy

Ein paar dieser ,,Einsamer Wolf''-Bücher hatte ich auch. :-)

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Von wegen Leistung: Es ist vor allem der Zufall, der unseren Erfolg bestimmt

(Zitat) Die Realität ist indes profaner: Leistung und Erfolg sind oft entkoppelt, selbst in vermeintlich objektiven Disziplinen wie der Wissenschaft. So zeigen etwa Studien, dass Ökonomen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Job an einer Spitzenuniversität ergattern, wenn der Anfangsbuchstabe ihres Namens näher bei A liegt als bei Z. (/Zitat)

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Ein Imbiss und seine Geschichte: Hochpolitisches Hühnchen

Da kriege ich aber direkt mal Hunger ...

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Soziologe Hartmut Rosa im Gespräch: „Die Umwege fehlen jetzt“

(Zitat) Ich habe mich neulich sogar bei Katzenvideos erwischt, da dachte ich, jetzt reichts aber. (/Zitat)

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Coronakrise: Von Depressiven lernen

2021 KW 16

Montag

Gut, aber viel zu lange geschlafen. Für einen Moment hatte ich die Sorge, dass ich wieder in meine unguten und letztendlichen depressiven Verhaltensweisen zurückfalle, aber es lag wohl doch nur am Whiskey-Tasting am Samstag. Man ist einfach nichts mehr gewohnt ...

Aufgestanden um kurz vor zehn und erst mal das von mir sehr geschätzte Müsli aus Haferflocken, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Rosinen, Magerquark und Milch gefrühstückt. Dann erst einmal das Blog aktualisert und ein wenig die RSS-Feeds gelesen.

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Ein kleiner großer Schreck, als ich ins Wohnzimmer kam: Durch die offene Balkontür ist ein kleiner Vogel (ich nehme an, es war ein Spatz) hereingeflogen und hatte den Weg hinaus nicht mehr gefunden. Er flatterte nun panisch zwischen den Fenstern nach draußen und dem Vorhang dahinter herum. Da die Fenster wie eine Art Erker nach außen sind, schaffte es der Vogel natürlich nicht zurück (dazu hätte er auch durch den Vorhang gemusst). Ich habe schnell die Tür zu- und die Fenster aufgemacht und der Spatz ist raus.

Uff!

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Nach und nach fast die gesamte Wohnung geputzt (nur die Fenster fehlen noch) und das fühlte sich sehr gut an. Nach einem schönen Abendspaziergang gebadet und danach noch ein bisschen Tagebuch geführt.

Gegen zehn ins Bett.

Dienstag

In der Nacht kaum geschlafen. Ich habe keine Ahnung, warum! Steigt die Nervosität, weil ich nächste Woche wieder die Arbeit aufnehme? Bin ich am Montagmorgen zu spät aufgestanden?

Auf jeden wälzte ich mich herum und bin erst in den frühen Morgenstunden des Dienstag eingeschlafen. Träume waren wirr uns beunruhigend.

Aufgestanden um sechs Uhr, da ich unbedingt eine feste Tagesstruktur brauche. Das Müsli schmeckt gut und der Kaffee ist auch ok. Nach dem Aufschreiben der Traume ab auf zum Morgenspaziergang!

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Der Tag war sehr arbeitsreich. Da ich ja so furchtbar müde war, bin ich einfach in Bewegung geblieben. In der Folge waren sogar meine Fenster geputzt!

Abends dann komischerweise viel zu lange aufgeblieben -- trotz der großen Müdigkeit.

Mittwoch

Um sechs Uhr den Wecker ausgestellt und weiter geschlafen. Irgendwie hatte ich einen Sofatag eingeplant, bin ich aber wieder spontan zu einem ,,Spaziergang'' aufgebrochen, der dann zu einer Wanderung mutierte.

Über den Duisburger Stadtwald ging es zum Entenfang. Dort habe ich mir wieder eine Frikadelle und ein Bier gegönnt (fast schon eine kleine Tradition). Danach bin ich am südlichen Ende der Sechs-Seen-Platte gelaufen, am Duisburger ,,Urwald'' entlang und um den Golfplatz herum. In Duisburg Buchholz bin ich in einen kleinen, gemütlichen Edeka-Markt ,,eingekehrt'' und habe mir dort Wasser und ein Brötchen gekauft. Rast dann im Schatten von Christoph 9. Am Böllertsee und dem Wambachsee entlang. Durch den Wedauer Wald bis zum Schlenk. Von dort aus ging es dann durch die Stadt wieder heim.

Gesamtdauer: 7-8 Stunden
Schritte: 37.153 Schritte
Länge: ca. 25 Kilometer (geschätzt!)

Nach der sehr späten Ankunft habe ich nur noch etwas gegessen und nach einer ausgiebigen Dusche ging es direkt ins Bett.

Donnerstag

Erst gegen acht Uhr aufgestanden, denn die Muskeln waren durch die lange Wanderung am Mittwoch arg strapaziert. Immerhin gut geschlafen!

Der Tag war noch nicht verplant und der Ausblick auf ihn hat mich sofort Angstzustände verpasst. Es ist schon irre: Anstatt mich zu freuen (,,Einen Tag zur freien Verfügung!'') macht mir das die Brust eng und ich beginne, schnell etwas zu planen (,,Einkaufen!'', ,,Küche putzen!'').

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Zum Frühstück wieder Müsli, diesmal mit Butter- statt fettarmer Milch. War auch ganz gut.

Dann in Ruhe beim Kaffee die Feeds durchgegangen und gebloggt.

Die Aufregung vom Aufstehen hat sich gelegt, mir wird aber mit jedem Tag zu Hause mehr und mehr klar, wie sehr ich doch voller Ängste und Aufgeregheiten (eine Folge der Ängste) bin. Dummerweise gibt es wegen Corona momentan keinerlei ambulante Gruppentherapie, was sehr blöd ist.

Allerdings weiß ich die Ursache(n) dieser Ängste (die nichts in einem öffentlichen Blog zu suchen haben) und werde weiter daran arbeiten.

Das ,,Planen'' ist eben eine meiner bewährten Strategien gegen die Angst -- und eine Erklärung für meinen Fimmel für Todo-Listen und entsprechende Tools.

Inzwischen ,,plane'' ich sogar Dinge in meine Listen ein, die eher weniger ein ,,Todo'' als vielmehr erholsam sind, wie z.B. Lesen.

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Gerade im Radio gehört: Die Grippewelle ist dieses Jahr ausgefallen.

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Der Lacher des Tages kommt von Fefe:

(Zitat) Der Scholz will auch nicht Kanzler werden. Die SPD musste halt jemanden aufstellen und er war als einziger noch im Raum, als das Licht wieder anging. (/Zitat)

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In den Tagesablauf immer wieder achtsame Ruhepausen eingebaut. Sobald die Erregung ein wenig nachließ, wurde ich sofort müde und schläfrig.

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Braunbären sind doch auch nur Teddies mit Zähnen!
Und Klauen.
Und in groß.

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Auf der Todo-Liste stand nach diversen Einkäufen und anderen Dingen der Punkt ,,Spaziergang''. Auch wenn ich nach der gestrigen Wanderung nicht unbedingt mein Tagesziel von 15.000 Schritten erreichen muss, habe ich eine schöne Runde gedreht und mich in den Botanischen Garten Duissern gesetzt. Auf den einzelnen Stühlen mit Blick auf die Wiese saßen einige Leute (mit genügend Sicherheitsabstand) und lauschten einem Klarinettenspieler. Ich suchte mir eine Bank etwas weiter weg und wurde ein wenig traurig bei dem Gedanken, dass solche Darbietungen höchstwahrscheinlich streng verboten sind, obwohl im konkreten Fall doch einfach nur jemand den Menschen eine Freude macht und dabei vielleicht ein paar Euro verdient.

Ein Kleinkind winkt mir fröhlich mit einem Stück Holz zu. Das Kind scheint mich zu mögen und lacht mich immer wieder an, was seiner Mutter irgendwie unangenehm zu sein scheint. Sie packt das lachende Knödelchen ein und geht weg.

Ein Mädchen und ein Junge im Alter von vielleicht zehen Jahren üben Jonglieren und Springseil. An diesem Donnerstagnachmittag scheint die Welt ganz plötzlich in Ordnung zu sein.

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Abends starke Unruhe und eine Fress-Attacke. Nicht gut. Überhaupt nicht gut.

Freitag

Halb depressiv den Vormittag im Bett verbracht. Dann konnte ich mich aber wieder fangen und positive Gedanken aufbringen. Ich muss mir etwas Gutes tun!

Ein Wannenbad und ein wenig Lesen wirkten Wunder (obwohl ich mich für das Bad überwinden musste, denn eigentlich ist für mich Baden eine ,,Abendsache''). Danach saß ich auf dem Balkon und erledigte freundliche Korrespondenz. Eine freundliche Einladung nach Hamm musste ich ausschlagen, da ich morgen einem Freund helfen wollte.

Abends Homekneiping bis in die Puppen.

Samstag

Hätte nicht Freund J. vormittags bei mir geklingelt, um mich auf einen spontanen Spaziergang einzuladen, hätte ich glatt verpennt. So aber konnte ich jedoch rechtzeitig in die Klamotten springen und zu meinem Freund fahren. Wir konnten sein Projekt mit einiger Mühe gemeinsam wuppen.

Ich kam gerade noch rechtzeitig vor der Ausgangssperre nach Hause und aß einen späten Salat. Danach noch Homekneiping bis kurz nach zwölf Uhr und dann diszipliniert zu Bett.

Sonntag

Eigentlich hätte ich bereits bequem um sieben Uhr nach tiefem Schlaf aufstehen können, aber ich war noch vom Vortag derart erschöpft, dass ich meine inneren Antreiber zu einem Nachschläfchen bis zehn Uhr überreden konnte.

Der Tag tröpfelte dahin. Ich räumte auf und ging Spazieren. Telefonierte und hörte Musik. Das von mir bereits verbloggte Lied ,,Keep the Streets empty for me'' berührt mich sehr.

Zum Abendbrot Brokkoli mit Pelmeni, gewürzt mit Sambal Olek (das ist mal ein Crossover, was?). Das scharfe Gewürz vertrug ich jedoch nicht so gut. Details auf Anfrage.

Aus dem Netz KW 16/2021

Fotos aus Bad Honnef

Blick auf den Rhein

So einen schönen Ausblick hatte ich häufiger während meiner Abendspaziergänge.

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Baumstumpf Elfenfestung

Ein Freund nannte dieses Foto ,,Elfenfestung'' und das fand ich doch sehr passend.

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Geheime Gärten Rolandswerth

Aus den ,,Geheimen Gärten'' in Rolandswerth.

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Rolandsbogen

Blick durch den Rolandsbogen

Der Rolandsbogen.

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Blick vom Rolandsbogen Richtung Oberwinter

Blick vom Rolandsbogen Richtung Oberwinter.

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Muscheln am Rheinufer

Muscheln am Rheinufer

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Abendstimmung am Rhein

Abendstimmung am Rhein 2

Abendstimmung am Rhein

Traumtagebuch 2021-04-20: Wiedersehensfeier

Mir träumte, ich würde nach meiner langen Zeit in der Klinik zum ersten Mal wieder zur Arbeit gehen. Da ich direkt über der Bibliothek wohnte, fuhr ich eines abends einfach die Rolltreppe runter und wunderte mich nicht schlecht, dass meine Kolleginnen eine Überraschungsparty für mich organisiert hatten: Alles war schön geschmückt und es gab Häppchen und sogar ein Fass Bier war angestochen. Meine Eltern waren da und auch X. aus meiner Zeit in der Max-Planck-Projektgruppe. Y. hingegen saß auf dem Boden und machte Gymnastik. Dann begrüßte sie mich und gab mir eine Art Glückwunschkarte in einem Umschlag. Ich solle die Karte aber auf jeden Fall erst zu Hause lesen, schäfte sie mir ein. Ich nickte und steckte die Karte in meine Jackentasche. Meine Angst war riesig, die Karte zu verlieren. Ebenso groß war meine Neugierde: Was wohl in dem Brief stand? Etwas Gutes? Etwas Schlechtes? Am liebsten wäre ich sofort nach oben gegangen, aber es waren ja noch Gäste da!

X. kam auf mich zu und hüllte mich in eine riesige, weiche Decke mit einem Perserteppichmuster. Dabei küsste sie mich auf den Mund und ich spürte ihre Seiten. Ich hatte ein bisschen Angst, dass Y. uns so sehen könnte, blieb aber mit wohligem Schauer passiv stehen.

Den Rest des Abends fühlte ich nach der Karte in der Jackentasche.

Traumtagebuch 2021-04-20: Umschläge im Himmel

Mir träumte, ich würde gemeinsam mit anderen in eine Halle einrücken. Ein alter Mann schob einen Wagen mit kleinen Bierfässern dazu. Es sollte Bier für alle geben und einige der Jugendspieler bekamen leuchtende Augen. Ich stieg eine Leiter nach ob und dort waren Leute. B. hielt sich an meinem Rücken fest und ließ sich von mir ein wenig herumtragen. Dabei erzählte sie mir davon, dass die Knoten in ihrer Brust bald entfernt werden würden. Nach unserer Runde wunderte sich ein uns unbekannter Mann, warum denn ihr Ehegatte nichts dagegen habe, dass seine Frau sich von einem anderen Typen durch die Gegen tragen ließe. Britta meinte, wir hätten uns schon so lange nicht mehr gesehen. Danach stiegen alle in den Himmel auf. Ich verlor kurz das Bewusstsein und als ich wieder zu mir kam, ritt ich auf einer tätowierten Frau. Sie beschwerte sich darüber, dass ich auf ihr saß und ich entschuldigte mich vielfach. Damit schien sie zufrieden zu sein und trug mich noch bis in den Himmel hinauf. Dort angekommen, reichten mir Leute kleine und große Umschläge. Sie waren laut Absender von einer ,,Liebesstiftung'' und enthielten kleine Textbücher, Herzchen und Weihnachtsschmuck. Eine Frau kam und wollte die Umschläge einsammeln. Man dürfe sie hier oben nicht öffnen, denn dadurch würden ,,die schlechten Seiten der Religiösität'' hier oben einschleppen, wie sie meinte. Sie ging mit einem Arm voller Umschläge vor und ich folgte mit dem Rest (nur die tätowierte Frau hatte sich einen oder zwei Umschläge gesichert). Sie stieg eine Treppe hoch und dort oben verschwand sie. Hier saßen überall Männer herum. Ich fragte, wo ich denn die Umschläge entsorgen können und einer deutete auf einen geöffneten Koffer. Dort warf ich die Teile nach und nach hinein und Auszubildende riefen ,,Schuschuschu!!''. Dann verschwanden die Umschläge im Nichts.