KieselBlog

Flusskiesels Notizen

2021 KW 18

Montag

Sehr unruhig geschlafen, aber trotzdem einigermaßen gut gegen sechs Uhr aufgestanden. Nach dem Frühstück einen Morgenspaziergang gemacht, um gute Chancen auf Erreichung meiner Tagesschritte (12.000) zu haben. Der Morgen war klar und frisch und es war viel los auf den Straßen: Müllwagen und LKWs umkurvten zarte SUVs mit großäugigen Müttern darin.

Auf der Arbeit habe ich mich mit dem Lesen von Protokollen (ich war ja lange nicht da) und mit CSS beschäftigt. CSS ist nicht direkt meine Stärke, aber ich bin halt der Einzige bei uns mit Erfahrung darin und eigentlich bin ich immer froh, wenn ich auf der Arbeit technische Dinge tun kann.

Im Laufe des Vormittages hatte ich meine erste Fika per Videocall mit einer lieben Kollegin und das war eindeutig das Highlight des Tages. Am Nachmittag war ich Einkaufen und habe ein paar Dinge im Haushalt erledigt. Später kam Freund M. vorbei und wir machten einen ordentlichen Spaziergang im Kaiserberg danach saßen wir noch gemütlich in meiner Küche.

Abends gab es für mich Salat und eine leichte Gemüsepfanne mit Paprika, Zuccini und Spitzkohl. Dazu Hähnchen. Die Hälfte ließ ich für den nächsten Tag übrig. Nach dem Duschen saß ich noch auf meinem neuen Poäng und erfreute mich bloggenderweise meines Lebens.

Dienstag

Auch diese Nacht eher bescheiden geschlafen, aber es ging dann doch ganz gut. Ich hatte sehr ausschweifende und sehr verrückte Träume über Vampire und ich hoffe, dass ich heute Zeit dazu finde, die Träume auch aufzuschreiben.

Aufgestanden bin ich um sechs Uhr und habe erst einmal die Morgenrunde gedacht. Es läuft gerade dann doch nicht ganz so schlecht mit den Strukturen!

Das Homeoffice ist dienstags häufig von Besprechungen geprägt und heute ist es besonders gedrängt. Der (noch immer verkürzte) Arbeitstag ist so schnell gefüllt.

Ab dem Nachmittag aufgekratzt und aufgedreht gewesen. Ich habe versucht, die Aufregung mit Aktivitäten zu übertünchen aber alles mündete in eine komplett schlaflose Nacht. Am Abend noch eine Fressattacke.

Mittwoch

Irgendwann etwas Schlaf in den frühen Morgendstunden. Ich war komplett arbeitsunfähig und habe mich krank gemeldet. Schlaf nachgeholt. Dann beim Kaffee Manöverkritik: Wenn ich ehrlich zu mir selber bin, so habe ich die seit Tagen ansteigende Unruhe ignoriert und ich von ihr abgelenkt, anstatt etwas für mich selber zu tun. Spätestens am Dienstagabend hätte ich meine Tropfen nehmen sollen.

Den Rest des Tages habe ich mit einem Fußmarsch durch Sonnenschein, Regen und Hagel verbracht. Das hat gut getan. Danach ein warmes Bad, ,,Star Trek Beyond'', 25 ml Atosil-Tropfen und dem festen Vorsatz, mehr zur Eigenberuhigung zu tun.

Donnerstag

Die Nacht war dank der Tropfen relativ schlafreich. Aufgestanden mit seltsamen Gefühlen, aber doch recht ausgeruht. Nach dem Müsli zu Frühstück habe ich die erst 3.800 Schritte des Tages gemacht. Das Wetter war trüb und kühl, aber die immer grüner werdenden Bäume taten der Seele gut. Danach ging es ins Homeoffice. Ich war recht motiviert bei der Sache.

***

Gegen Nachmittag stieg die Unruhe wieder, aber ich konnte mit Bewegung (Einkäufe, Umwege), Meditation und angenehmen Beschäftigungen wie Bloggen ein bisschen etwas dagegen tun. Ich begann einzusehen, dass ich diese Unruhezustände nun mal zur Zeit eben akzeptieren muss, denn für einen recht ordentlichen Teil meines ,,Unruhepakets'' gibt es Ursache, die so schnell nicht weggehen wird. Diesen Grund kann ich hier natürlich nicht nennen. Also: Akzeptanz und Weitermachen!

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Ich habe einen Impftermin Ende Mai! Ich hatte meinen Arzt angerufen und gefragt, welche Prioritätsgruppe ich denn mit meinen Vorerkrankungen hätte und ich bin (für mich ein bisschen überraschend) Prioritätsgruppe 2. Über das Impfzentrum habe ich mir dann die Termine gemacht und abends war ich in Feierlaune.

Freitag

Der Freitag wäre recht unspektakulär gewesen: Nach Feierabend habe ich ein Brathähnchen gekauft und in den Ofen geschoben. Als es dann fertig war, haben es der Thronfolger und ich gemeinsam verzehrt. Es war recht gelungen, aber ich überlege, ob ich demnächst nicht lieber zum Hähnchenbrater am Bahnhof gehen sollte. Der hat immerhin einen Grillautomat.

Highlight des Tages: Wir haben Dunkirk geguckt, nachdem mich Armidas mit seiner Rezension angefixt hatte. Ich war begeistert ob der Spannung, der Kameraführung und der Detailfreude der Ausstattung. Nur der Score von Hans Zimmer ging mir irgendwann auf den Keks.

Nachdem der Thronfolger wieder zu Hause war, bin ich ein bisschen im Homekneiping versackt.

Samstag

Schluffisofasamstag als Homekneipingversackungsspätfolge. Ein kleiner Spaziergang, ein Telefongespräch. Eigentlich wollte ich mich mit der Serie ,,Shadow and Bone'' auf Netflix vergnügen (ich mag die Fantasywelt, in der die Serie spielt und auch die Ausstattung), aber dann hat mich ein Freund doch zu einer kleinen Runde Homekneiping überredet. ,,Ach, so eine oder zwei Stunden bin ich dabei!'' habe ich gesagt und es wurde sehr ziemlich spät.

Sonntag

Ebenfalls ein ruhiger Tag mit Spaziergang und diesmal doch ,,Shadow an Bones''. Ich ging zeitig zu Bett.

Aus dem Netz KW 18/2021

Kraftfahrer: "Fahren Sie mal mit einem Müllwagen vor den Kindergarten"

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Verliebter Professor inszeniert Entführung seiner Angebeteten

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Facebook, Netflix, Twitter – die Suchtmaschinen

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Gaffen tötet

Eine tolle Aktion der Johanniter. Via Christian

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100. Geburtstag Sophie Scholl: Eine deutsche Geschichte

Via hmbl

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Vorsicht vor Impfeuphorie: Der erste Piks hat Tücken

Viele Erstgeimpfte (was für ein Wort ...) werden schnell unvorsichtig.

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Weil wir uns erregen wollen, muss unsere Aufmerksamkeit erregt werden

Die Strahlenschäden von Tschernobyl wurden nicht vererbt. In der ersten Coronawelle wurden vielerorts weniger Suizide verübt.

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Das Haus in der Steingasse

Der Anfang einer Gruselgeschichte?

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Fünf gute Nachrichten, die im April untergegangen sind

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Krank durch Kapitalismus

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"Der Kaiser reist inkognito"

Über Joseph II. und wie er als falscher Graf sein Land bereiste, um es sich mal von nahem anzusehen.

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Zwischen Waterloo, Code civil und Franzbrötchen

Über Napoleon und die Deutschen.

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Dieses Buch hat mir gezeigt, warum wir Menschen im Westen so seltsam sind

Ein wirklich faszinierender Artikel, über den ich in den letzten Tagen viel nachgedacht habe. Ob an der Sache wirklich etwas dran ist?

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Operation Ten-Go - War die letzte Schlacht der Yamato wirklich ein Selbstmordkommando?

Eine mögliche Erklärung, warum die Amerikaner im zweiten Weltkrieg die Atombomben eingesetzt haben. Die Frage ist historisch natürlich sehr umstritten, aber meiner Meinung nach nachdenkenswert.

2021 KW 17

Montag

Vor Aufregung wegen des ersten Arbeitstages nach ungefähr drei Monaten sensationell schlecht geschlafen. Gefühlschaos aus Vorfreude und (eigentlich komplett unbegründeter) Angst.

Schlaf dann in den frühen Morgenstunden. Vollkommen zerknittert um sechs Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück wieder hingelegt. Schlaf nachgeholt. Gegen halb elf kam der erlösende Anruf: Die Spedition war dran und meldete, in ca. 30 Minuten da zu sein. Das hat auch geklappt und so konnte ich dann einigermaßen zeitig nach Düsseldorf zur Arbeit fahren.

Ich wurde nach meinen drei Monaten Abwesenheit herzlich begrüßt und das hat sehr, sehr gut getan.

Nachdem die IT mir Anmeldepasswort zurückgesetzt hatte (hüstel), konnte ich mit dem Durcharbeiten meiner fast 400 E-Mails beginnen.

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Für den ÖPNV trage ich jetzt eine FFP-2-Maske und -- holla! -- da bekomme ich ganz schön schlecht Luft mit. Immerhin ein Zeichen dafür, dass sie trotz meines Bartes doch einigermaßen abdichtet, oder?

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Abends daheim in die Wanne gestiegen und ein wenig Youtube geguckt. Dann ging es zeitig zu Bett.

Dienstag

Gut geschlafen. Den Wecker von sechs auf sieben Uhr weitergestellt. Den Morgen ruhig mit Müsli, Kaffee und Feeds begonnen, doch schnell war da wieder die Unruhe in mir. Mir fehlen noch immer tragfähige Strukturen für den Alltag. Vielleicht hätte ich ja doch lieber früher aufstehen und erst einmal einen Morgenspaziergang machen sollen?

Immerhin bin ich nun wesentlich achtsamer als früher.

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Den kurzen Arbeitstag mit Telefonieren und Videokonferenzen verbracht (Dienstag ist immer Besprechungstag). Eigentlich lief das ganz gut und ich konnte mich ein wenig zurücklehnen.

Jedoch fällt mir auf, dass ich im Homeoffice zu wenige und auch zu anstrengende Pause mache. Damit meine ich nicht die ,,große'' Mittagspause, sondern die kleinen Erholungspausen zwischendurch. Im Büro wird meine Zeit vor dem Monitor immer wieder durch kurze Gespräche (dienstlicher und nichtdienstlicher Natur) unterbrochen, aber daheim starre ich nur auf den Bildschirm und muss mich förmlich davon loseisen, um mal aus dem Fenster usw. zu schauen. Auch wenn Videokonferenzen schaue ich nicht umher, sondern starre in die Kamera, weil mir alles andere unhöflich vorkommt. Vielleicht sollte ich mir mal einen Wecker stellen und in den kleinen Pausen einfach aufstehen.

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Am Nachmittag kam der Thronfolger vorbei und wir haben meinen kleinen Schreibtisch in die Wohnung von ihm und seiner Mutter gebracht. Ich arbeite nämlich an meinem Projekt ,,Wohnung gemütlich machen'' und dazu möchte ich diesen Tisch durch eine Leseecke ersetzen. Die Möbel aus einer aufstrebenden, schwedischen Möbelmanufaktur (hust) sind schon geliefert und müssen nur noch zusammengeschraubt werden.

Nach der Arbeit briet ich uns Burger. Der Thronfolger bekam zwei (große) Burger und einer war für mich übrig. Es gab sie als Cheeseburger mit Bacon und waren echt lecker. Die Wohnung roch noch den ganzen Abend köstlich.

Da noch so schön die Sonne schien, habe ich die Leseecke hintangestellt und den Balkon vorgezogen (im Projekt, nicht baulich!): Leerräumen, Putzen und diese komische Kunstrasenmatte, die ich von meinem Vormieter ,,geerbt'' habe, ausrollen und zuschneiden. Ganz passt die Sache nicht, aber für warme Füße reicht es. Dann schraubte ich den Bakonstuhl zusammen, dessen schwedischer Name ein bisschen wie ,,Klöten'' klingt. Das klappte prima und ich konnte in der Dämmerung nach Fledermäusen Ausschau halten. Leider waren heute keine zu sehen.

Gegen 23 Uhr eigentlich zu spät ins Bett. War aber schön gewesen!

Mittwoch

Gut geschlafen. Träume reich und wirr. Um sieben Uhr aufgestanden. Notiz an mich: Früher schlafen gehen!

Die Laune war gut und die Freude über den schönen Balkon gab noch einen zusätzlichen Schuss Euphorie in die Morgensuppe.

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Die Welle der Leidenschaft hat Dich umspült.
Nun ist sie fort.
Zurückgewichen ins Meer der Möglichkeiten.

Du bleibst allein zurück.
Im Sand der Traurigkeit.

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Abends mit einem alten Freund via Skype geredet und dabei einige Biere geleert. Es war ein schöner Abend.

Donnerstag

Ab Mittag besuchte mich ein Freund aus der Klinik und wir haben gemeinsam gekocht und danach noch auf WDR 4 eine Wiederholung von ,,Discothek'' im Radio gehört. Der Freund kam gerade noch rechtzeitig vor der Ausgangssperre nach Hause.

Freitag

Ein bisschen durch den Arbeitstag gequält, weil ich noch unbedingt etwas fertig machen wollte. Allerdings darf ich ja in der ersten Woche nicht länger als 4 Stunden arbeiten. Habe es aber noch hingekriegt.

Abends Homekneiping unter dem Motto ,,Bad Taste'': Jeder steuerte schlechte Musik für die Playlist bei und wir haben Tränen gelacht.

Samstag

Lange geschlafen. Am Nachmittag noch den letzten Stuhl zusammengeschraubt und aufgeräumt. Mit dem Thronfolger Pizza gebacken und ,,Zeitalter der Samurai'' geguckt.

Sonntag

Wanderung durch Neudorf, Hochfeld, Kaßlerfeld, Ruhrort (dort ein To-Go-Bier beim Hübi), Beeckerwerth und Laar. Von dort aus mit der Straßenbahn wieder nach Hause. Sehr schön, aber auch sehr anstrengend! Abends dann einen Burger und es ging früh zu Bett.

Aus dem Netz KW 17/2021

Es gibt Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Malaria

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Ganz Deutschland hasst diese Meinung.

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Hat hier jemand Digitalisierung gesagt?

Über den guten, alten Overheadprojektor!

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Liefers' Dienste

Schlechtes Wortspiel im Titel, aber inhaltlich stimme ich Stefan Rose durchaus zu.

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Den Lügen der Boulevardpresse müssen Grenzen gesetzt werden

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„Es gibt niemanden, der unter Druck am besten arbeitet“

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Gedruckter Gameboy

Ein paar dieser ,,Einsamer Wolf''-Bücher hatte ich auch. :-)

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Von wegen Leistung: Es ist vor allem der Zufall, der unseren Erfolg bestimmt

(Zitat) Die Realität ist indes profaner: Leistung und Erfolg sind oft entkoppelt, selbst in vermeintlich objektiven Disziplinen wie der Wissenschaft. So zeigen etwa Studien, dass Ökonomen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Job an einer Spitzenuniversität ergattern, wenn der Anfangsbuchstabe ihres Namens näher bei A liegt als bei Z. (/Zitat)

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Ein Imbiss und seine Geschichte: Hochpolitisches Hühnchen

Da kriege ich aber direkt mal Hunger ...

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Soziologe Hartmut Rosa im Gespräch: „Die Umwege fehlen jetzt“

(Zitat) Ich habe mich neulich sogar bei Katzenvideos erwischt, da dachte ich, jetzt reichts aber. (/Zitat)

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Coronakrise: Von Depressiven lernen

2021 KW 16

Montag

Gut, aber viel zu lange geschlafen. Für einen Moment hatte ich die Sorge, dass ich wieder in meine unguten und letztendlichen depressiven Verhaltensweisen zurückfalle, aber es lag wohl doch nur am Whiskey-Tasting am Samstag. Man ist einfach nichts mehr gewohnt ...

Aufgestanden um kurz vor zehn und erst mal das von mir sehr geschätzte Müsli aus Haferflocken, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Rosinen, Magerquark und Milch gefrühstückt. Dann erst einmal das Blog aktualisert und ein wenig die RSS-Feeds gelesen.

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Ein kleiner großer Schreck, als ich ins Wohnzimmer kam: Durch die offene Balkontür ist ein kleiner Vogel (ich nehme an, es war ein Spatz) hereingeflogen und hatte den Weg hinaus nicht mehr gefunden. Er flatterte nun panisch zwischen den Fenstern nach draußen und dem Vorhang dahinter herum. Da die Fenster wie eine Art Erker nach außen sind, schaffte es der Vogel natürlich nicht zurück (dazu hätte er auch durch den Vorhang gemusst). Ich habe schnell die Tür zu- und die Fenster aufgemacht und der Spatz ist raus.

Uff!

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Nach und nach fast die gesamte Wohnung geputzt (nur die Fenster fehlen noch) und das fühlte sich sehr gut an. Nach einem schönen Abendspaziergang gebadet und danach noch ein bisschen Tagebuch geführt.

Gegen zehn ins Bett.

Dienstag

In der Nacht kaum geschlafen. Ich habe keine Ahnung, warum! Steigt die Nervosität, weil ich nächste Woche wieder die Arbeit aufnehme? Bin ich am Montagmorgen zu spät aufgestanden?

Auf jeden wälzte ich mich herum und bin erst in den frühen Morgenstunden des Dienstag eingeschlafen. Träume waren wirr uns beunruhigend.

Aufgestanden um sechs Uhr, da ich unbedingt eine feste Tagesstruktur brauche. Das Müsli schmeckt gut und der Kaffee ist auch ok. Nach dem Aufschreiben der Traume ab auf zum Morgenspaziergang!

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Der Tag war sehr arbeitsreich. Da ich ja so furchtbar müde war, bin ich einfach in Bewegung geblieben. In der Folge waren sogar meine Fenster geputzt!

Abends dann komischerweise viel zu lange aufgeblieben -- trotz der großen Müdigkeit.

Mittwoch

Um sechs Uhr den Wecker ausgestellt und weiter geschlafen. Irgendwie hatte ich einen Sofatag eingeplant, bin ich aber wieder spontan zu einem ,,Spaziergang'' aufgebrochen, der dann zu einer Wanderung mutierte.

Über den Duisburger Stadtwald ging es zum Entenfang. Dort habe ich mir wieder eine Frikadelle und ein Bier gegönnt (fast schon eine kleine Tradition). Danach bin ich am südlichen Ende der Sechs-Seen-Platte gelaufen, am Duisburger ,,Urwald'' entlang und um den Golfplatz herum. In Duisburg Buchholz bin ich in einen kleinen, gemütlichen Edeka-Markt ,,eingekehrt'' und habe mir dort Wasser und ein Brötchen gekauft. Rast dann im Schatten von Christoph 9. Am Böllertsee und dem Wambachsee entlang. Durch den Wedauer Wald bis zum Schlenk. Von dort aus ging es dann durch die Stadt wieder heim.

Gesamtdauer: 7-8 Stunden
Schritte: 37.153 Schritte
Länge: ca. 25 Kilometer (geschätzt!)

Nach der sehr späten Ankunft habe ich nur noch etwas gegessen und nach einer ausgiebigen Dusche ging es direkt ins Bett.

Donnerstag

Erst gegen acht Uhr aufgestanden, denn die Muskeln waren durch die lange Wanderung am Mittwoch arg strapaziert. Immerhin gut geschlafen!

Der Tag war noch nicht verplant und der Ausblick auf ihn hat mich sofort Angstzustände verpasst. Es ist schon irre: Anstatt mich zu freuen (,,Einen Tag zur freien Verfügung!'') macht mir das die Brust eng und ich beginne, schnell etwas zu planen (,,Einkaufen!'', ,,Küche putzen!'').

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Zum Frühstück wieder Müsli, diesmal mit Butter- statt fettarmer Milch. War auch ganz gut.

Dann in Ruhe beim Kaffee die Feeds durchgegangen und gebloggt.

Die Aufregung vom Aufstehen hat sich gelegt, mir wird aber mit jedem Tag zu Hause mehr und mehr klar, wie sehr ich doch voller Ängste und Aufgeregheiten (eine Folge der Ängste) bin. Dummerweise gibt es wegen Corona momentan keinerlei ambulante Gruppentherapie, was sehr blöd ist.

Allerdings weiß ich die Ursache(n) dieser Ängste (die nichts in einem öffentlichen Blog zu suchen haben) und werde weiter daran arbeiten.

Das ,,Planen'' ist eben eine meiner bewährten Strategien gegen die Angst -- und eine Erklärung für meinen Fimmel für Todo-Listen und entsprechende Tools.

Inzwischen ,,plane'' ich sogar Dinge in meine Listen ein, die eher weniger ein ,,Todo'' als vielmehr erholsam sind, wie z.B. Lesen.

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Gerade im Radio gehört: Die Grippewelle ist dieses Jahr ausgefallen.

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Der Lacher des Tages kommt von Fefe:

(Zitat) Der Scholz will auch nicht Kanzler werden. Die SPD musste halt jemanden aufstellen und er war als einziger noch im Raum, als das Licht wieder anging. (/Zitat)

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In den Tagesablauf immer wieder achtsame Ruhepausen eingebaut. Sobald die Erregung ein wenig nachließ, wurde ich sofort müde und schläfrig.

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Braunbären sind doch auch nur Teddies mit Zähnen!
Und Klauen.
Und in groß.

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Auf der Todo-Liste stand nach diversen Einkäufen und anderen Dingen der Punkt ,,Spaziergang''. Auch wenn ich nach der gestrigen Wanderung nicht unbedingt mein Tagesziel von 15.000 Schritten erreichen muss, habe ich eine schöne Runde gedreht und mich in den Botanischen Garten Duissern gesetzt. Auf den einzelnen Stühlen mit Blick auf die Wiese saßen einige Leute (mit genügend Sicherheitsabstand) und lauschten einem Klarinettenspieler. Ich suchte mir eine Bank etwas weiter weg und wurde ein wenig traurig bei dem Gedanken, dass solche Darbietungen höchstwahrscheinlich streng verboten sind, obwohl im konkreten Fall doch einfach nur jemand den Menschen eine Freude macht und dabei vielleicht ein paar Euro verdient.

Ein Kleinkind winkt mir fröhlich mit einem Stück Holz zu. Das Kind scheint mich zu mögen und lacht mich immer wieder an, was seiner Mutter irgendwie unangenehm zu sein scheint. Sie packt das lachende Knödelchen ein und geht weg.

Ein Mädchen und ein Junge im Alter von vielleicht zehen Jahren üben Jonglieren und Springseil. An diesem Donnerstagnachmittag scheint die Welt ganz plötzlich in Ordnung zu sein.

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Abends starke Unruhe und eine Fress-Attacke. Nicht gut. Überhaupt nicht gut.

Freitag

Halb depressiv den Vormittag im Bett verbracht. Dann konnte ich mich aber wieder fangen und positive Gedanken aufbringen. Ich muss mir etwas Gutes tun!

Ein Wannenbad und ein wenig Lesen wirkten Wunder (obwohl ich mich für das Bad überwinden musste, denn eigentlich ist für mich Baden eine ,,Abendsache''). Danach saß ich auf dem Balkon und erledigte freundliche Korrespondenz. Eine freundliche Einladung nach Hamm musste ich ausschlagen, da ich morgen einem Freund helfen wollte.

Abends Homekneiping bis in die Puppen.

Samstag

Hätte nicht Freund J. vormittags bei mir geklingelt, um mich auf einen spontanen Spaziergang einzuladen, hätte ich glatt verpennt. So aber konnte ich jedoch rechtzeitig in die Klamotten springen und zu meinem Freund fahren. Wir konnten sein Projekt mit einiger Mühe gemeinsam wuppen.

Ich kam gerade noch rechtzeitig vor der Ausgangssperre nach Hause und aß einen späten Salat. Danach noch Homekneiping bis kurz nach zwölf Uhr und dann diszipliniert zu Bett.

Sonntag

Eigentlich hätte ich bereits bequem um sieben Uhr nach tiefem Schlaf aufstehen können, aber ich war noch vom Vortag derart erschöpft, dass ich meine inneren Antreiber zu einem Nachschläfchen bis zehn Uhr überreden konnte.

Der Tag tröpfelte dahin. Ich räumte auf und ging Spazieren. Telefonierte und hörte Musik. Das von mir bereits verbloggte Lied ,,Keep the Streets empty for me'' berührt mich sehr.

Zum Abendbrot Brokkoli mit Pelmeni, gewürzt mit Sambal Olek (das ist mal ein Crossover, was?). Das scharfe Gewürz vertrug ich jedoch nicht so gut. Details auf Anfrage.

Aus dem Netz KW 16/2021

Fotos aus Bad Honnef

Blick auf den Rhein

So einen schönen Ausblick hatte ich häufiger während meiner Abendspaziergänge.

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Baumstumpf Elfenfestung

Ein Freund nannte dieses Foto ,,Elfenfestung'' und das fand ich doch sehr passend.

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Geheime Gärten Rolandswerth

Aus den ,,Geheimen Gärten'' in Rolandswerth.

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Rolandsbogen

Blick durch den Rolandsbogen

Der Rolandsbogen.

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Blick vom Rolandsbogen Richtung Oberwinter

Blick vom Rolandsbogen Richtung Oberwinter.

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Muscheln am Rheinufer

Muscheln am Rheinufer

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Abendstimmung am Rhein

Abendstimmung am Rhein 2

Abendstimmung am Rhein