KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 001

Seit dem letzten Update steht in meiner Taskleiste plötzlich das aktuelle Wetter. Wenn ich nach rechts unten schaue, weiß ich also, wie das Wetter ist. Wenn ich nach links durch die Balkontür schaue, übrigens auch.

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Manchmal kommt eine gewisse Zickigkeit gerade im rechten Moment.

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Die Firma, für die ein Freund arbeitet, wird bald Geschichte sein. Dann ist er entweder arbeitslos oder die Firma wird noch verkauft. Er schreibt mir, dass viele seiner Kolleginnen und Kollegen nicht wahr haben wollen, dass es wohl bald vorbei ist. Irgendwie macht mich das traurig.

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Es soll auch etwas Positives berichtet werden: Ich habe mir einen Gasgrill bestellt. Da mein Elektrogrill gerne mal meine einzige Sicherung raushüpfen lässt, will ich Feuer und Gas umsteigen und habe mich für ein möglichst kleines Gerät entschieden. Mein Balkon ist nämlich sehr klein und ich möchte den Grill gerne komplett wegräumen und verstauen können. Betrieben wird der Grill mit Gaskartuschen. Das ist zwar nicht so wirtschaftlich wie eine Gasflasche, ich möchte aber letztere nicht gerne in meiner Wohnung oder im Keller lagern. Es gibt aber auch Adaptersets für den Betrieb mit einer großen Gasflasche.

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Tjaaa: Da machste mal ein bisschen Blogpause und schon fließen die Wörter und Sätze nur so in die Tastatur!

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Plastik wird zu Erdölersatz

Tagebuchblog

Ich denke, ich werde in der nächsten Zeit mein regelmäßiges Tagebuchbloggen reduzieren. Mir geht es gerade nicht sonderlich gut und ich muss mich (mal wieder) neu aufstellen. Da mag ich nicht jeden Tag Bericht erstatten, zumal ich über die meisten Dinge hier eh nicht öffentlich schreiben kann und will.

Vielleicht schrebe ich ab und mal einzelne Beiträge.

Bis die Tage!

2021 KW 24 (Anfang)

Montag

Nach einer durchschwitzten Nacht mit massiven Kreislaufproblemen aufgestanden und mich dann gleich krank gemeldet. Es war vollkommen unmöglich, in einem solchen Zustand nach Düsseldorf zu fahren.

Wieder hingelegt und erst am späten Vormittag aufgestanden. Den Tag über immer wieder auf den bequemen Sessel gesetzt und ausgeruht. Dabei immer wieder eingeschlafen. Zwischendurch nervöse Zustände.

Zum Abendbrot kamen der Thronfolger und seine Mutter vorbei und wir haben über des Thronfolgers Ferienpläne geredet.

Vor dem Schlafengehen noch Sockentee und Atosil.

Dienstag

Dank Tee und Tropfen einigermaße zur Ruhe gekommen. Der Nachtschlaf war häufig unterbrochen, aber ich habe mich nicht darüber geärgert und bin jedes Mal wieder eingeschlafen.

Auf der Arbeit ging es mir dann mit einem Mal wieder ziemlich schlecht: Zum einen macht mir der Kreislauf zu schaffen, zum anderen drückt mich mein seelisches Problem. Es fiel mir teilweise schwer, im Büro die Fassung zu bewahren. Zwischenzeitlich war ich sehr entmutigt, da ich langsam meine Kraft verliere, gegen meine inneren Dämonen anzukämpfen. Zwar nehme ich jetzt ein leichtes Antidepressivum, aber es dauert noch ein paar Wochen, bis das wirkt. Die mögliche Nebenwirkung ,,Depressionen'' (haha!) macht mir natürlich auch ein wenig Angst.

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Dienstliche Videokonferenzen werden erträglicher, wenn man sie auf dem kleinen Videotelefon verfolgt. Da das Display ziemlich klein ist, kann man die Gesichter besser ignorieren.

Während aus anderen Lagen berichtet wird, flieht mein Geist überall hin -- nur nicht, wo er hin soll. Eigentlicht müsste ich jetzt los und mehrere Stunden am Stück durch die Gegend laufen. Aber das geht leider nicht.

Traumtagebuch 2021-06-15: Kampf im Schnee

Mir träumte, ich wäre mit anderen Leuten in einer Schneelandschaft und wir schauten hinaus auf den Horizont, als plötzlich von unserer rechten Seite her der Angriff lief. Soldaten griffen an und links von uns gingen unsere Verteidiger in Stellung. Eine schöne Frau mit langen, braunen Haaren und ich rannten hinter die Stellungen der Verteidiger. Die Frau hatte einen weißen Schneeanzug an und war gut getarnt, ich hingegen wollte hinter einen der Sandsackhaufen in Deckung gehen. Irgendwann wurde klar, dass die Verteidiger auf verlorenem Posten standen. Auf unserer linken Flanke würden sie bald durchbrechen und Leuchtspurmunition zuckte über den dunklen Himmel. Wir liefen nach rechts. Wir waren gerade am Ende der Stellungen angekommen, da umfassten die Angreifer unsere linke Flanke. Es wurde wild geschossen. Einige unserer Soldaten stiegen auf die Ladefläche eines offenen LKWs. Wir fragte, ob wir mitfahren durften und als alle nickten, stiegen wir dazu. Es ging los über einen eisigen Höhenzug, doch dann waren die Soldaten plötzlich alle tot und der LKW fuhr über eine Klippe. Wir sprangen ab und landeten in einem Schwimmbecken. Die schöne Frau hielt sich an mir fest und ich schwamm verzweifelt, denn die Welt hinter uns war ein verschwommener Vorhang. Dort wollten wir nicht hindurch! Irgendwann hielten wir uns am Beckenrand fest und schnauften durch. Doch da sah ich große, grüne Füße unter dem Vorhang hervorlugen!

2021 KW 23

Montag

Da ich am Abend zuvor dann doch später im Bett war als gedacht, bin ich einfach mal wieder später aufgestanden. Gleitzeit macht es möglich! Die Biere im Finkenkrug habe ich dann doch gemerkt, aber das war nicht allzu schlimm.

Vormittags Fika mit der Lieblingskollegin und Vorfreude darauf, sie am Folgetag auch wieder ,,in echt'' zu sehen.

Ein wenig unmotiviert Aufgaben herumgeschoben -- Montag halt.

Mittags wollte ich eigentlich die ,,hausgemachte'' (die von der Kantine schreiben das immer in Anführungsstrichen!) Frikadelle nehmen, aber statt der im Speiseplan angepriesenen Stampfkartoffeln gab es nur ,,normale'' Salzkartoffeln und weil ich bei denen ein wenig heikel bin, bin ich auf das halbe Hähnchen mit Pommes ausgewichen. Ich aß also an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Hähnchen mit Pommes. Schmeckte trotzdem gut.

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Auf der Heimfahrt trotz extremer Müdigkeit ein bisschen am Roman geschrieben. Es knirscht und knarzt, aber ich hoffe, wieder in das Thema und das Schreiben überhaupt reinzukommen.

Daheim Einkäufe erledigt und Spazieren gegangen. Abends habe ich dann den Rat von Freunden befolgt und habe mal wieder in ,,The Witcher 3'' reingeschnuppert um mich abzulenken. Dann noch via Videocall einem Freund zum Geburtstag gratuliert. Wegen der seit Tagen wieder ansteigenden Unruhe vor dem Schlafengehen Atosil genommen.

Dienstag

Durch die Müdigkeit, die Bewegung und das Atosil recht gut geschlafen. Vom Beruhigungsmittel einen leichten Hangover gehabt, aber trotzdem um sechs Uhr aufgestanden. Der Schrank spuckte mein letztes T-Shirt aus und ich setzte ,,Buntwäsche'' auf die Todo-Liste. Das Herzeleid hatte ich zumindest am Morgen einigermaßen im Griff. Die Sonne schien zart und es war noch angenehm frisch (wenn auch nicht kalt) und so zog ich über das T-Shirt ein offenes, kurzärmeliges Hemd.

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Im Zug den gestern geschriebenen Absatz erst mal ins Archiv verschoben und neu angefangen. Immerhin weiß ich jetzt einigermaßen, wie die Szene (der Protagonist wird durch den Vogt und seine Mannen seiner Mutter entrissen) ungefähr ablaufen soll.

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Auf der Arbeit eigentlich ganz gute Laune, aber dann erwischte mich wegen einer eigentlich winzigkleinen Kleinigkeit wieder das Herzeleid. Immerhin war ich heute wegen des besseren Schlafes und wegen meiner immer besser funktionierenden Imaginationsübungen ganz gut aufgestellt und konnte einigermaßen bei mir selber bleiben.

Solche Anwandlungen wünscht man sich doch, wenn man gerade mit Kolleginnen ein Tässchen Kaffee trinkt ... nicht!

Mittwoch

Homeofficetag -- und was für einer! Die Wohnungen unter mir werden gerade saniert. Den ganzen Tag dröhnte Bohrlärm durch meine Bude. Irgendwann habe ich dann Kopfhörer aufgesetzt und laut Musik gehört. Recht gute Ergebnisse beim Übertönen von Baulärm erzielt man mit Metalcore. Ich empfehle im Besonderen das Lied Chrushed von Parkway Drive.

Irgendwann ging dann plötzlich der Monitor aus. Erst dachte ich, es hätte ihn erwischt, aber dann fiel mir auf, dass der Strom in der ganzen Wohnung ausgefallen. Im Hausflur standen auch die chinesischen Nachbarn vor dem Sicherungskasten. Die Sicherungen waren aber alle noch drin und das Licht im Hausflur ging nicht.

Da ich eigentlich die Lieblingskollegin bei einer Aufgabe mit Termin unterstützen wollte, wurde ich doch ein wenig hektisch. Schnell lief ich zu den Bauarbeitern runter. Wie sich nach einigem Hin und Her herausstellte, hatten die beim Bohren die Hauptleitung erwischt. Ein Elektriker sei aber unterwegs.

Ich habe die Nachbarn noch informiert und bin dann mit dem Dienst-iPhone via Tethering wieder online gegangen und habe weiter an der Aufgabe auf dem kleinen Monitor und der doofen Laptop-Tastatur gearbeitet (ideal sind dafür eigentlich zwei große Monitore). Währenddessen ging der Lärm weiter, denn die Bauarbeiter holten den Strom für ihre akustischen Folterinstrumente von einer anderen Phase ...

Irgendwann (bevor noch der Laptop-Akku schlapp machte) ging der Strom plötzlich wieder.

Donnerstag

Präsenztag in Düsseldorf. Der Tag selber war unspektakulär, bis auf die Impfung meiner Lieblingskollegin. Ich bin froh, dass nun auch bald geschützt ist, da sie fast jeden Tag sehr viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

Daheim festgestellt, dass der Plasterouter rot blinkte, auch nach einem Neustart. Sollten die Bauarbeiter etwa nun auch noch das Datenkabel erwischt haben? Immerhin hat die Absetzung der Störungsmeldung gut funktioniert.

Ich konnte kaum durchatmen, da bekam ich eine Nachricht von meinem Vater: Er lag mit einer Entzündung und hohem Fieber im Krankenhaus. Am Telefon hörte er sich sehr schwach an. Angst schoss mir in den Kopf.

Abends kam der Thronfolger zu Besuch. Da ich so fertig war, haben wir uns einfach eine Pizza bestellt. Netflix fiel naturgemäß aus, also guckten wir auf Wunsch des Thronfolgers ,,The Big Lebowski''. Das hat gut getan: Ich liebe diesen Film und kann ihn fast schon mitsprechen und der Thronfolger hat sich ausgeschüttet vor Lachen.

Freitag

Da ohne Internet kein Homeoffice möglich ist, bin ich wieder nach Düsseldorf gefahren. Bis auf eine Sache, über die ich hier nicht berichten kann, war es ein normaler Tag. Diese eine Sache hat mich aber doch sehr besorgt (aus Gründen der Persönlichkeitsrechte möchte ich nicht näher beschreiben, worum es ging.).

Daheim hat sich diese Sache mit der Sorge um meinen Vater zu einer regelrechten Angstattacke verbunden. Ich habe daraufhin erst mit einem Freund und dann mit meiner Mutter telefoniert. Das hat geholfen.

Abends kam dann eine erlösende Nachricht und ich war sehr glücklich darüber. Einerseits, weil die Nachricht beruhigend war und andererseits, dass sie überhaupt an mich verschickt wurde.

Samstag

Lange geschlafen. Am Nachmittag Burgerbraten mit Freund M. Dazu viel zu viel Bier. Nach einem gemeinsamen Abstecher in den Finkenkrug noch lange auf meinem Balkon gesessen und geredet. Es waren gute Gespräche.

Sonntag

Verkatert. Viel geschlafen und ausgeruht.