KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Aus dem Netz

Wo bleibt denn eigentlich die Häme der Medien?

(Zitat) Wobei ich ja auch sagen muss, das ich 1500€ jetzt für eher peinlich halte. Dafür macht die CDU doch nicht mal den Umschlag auf! Was für Anfänger sind denn die Grünen bitte?! (/Zitat)

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Woanders ganz anders

(Zitat) Wir halten also fest: Fast überall können Rechtsbehelfe nur noch elektronisch eingelegt werden. Nur beim Bundesverfassungsgericht ist es – genau umgekehrt. Keine Ahnung, wer sich so was ausdenkt. (/Zitat)

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Wie man in Schulen keinen Fortschritt hin bekommt

Via hmbl

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Afghanistan unter den Taliban

2022-01-20 Donnerstag

Es ist Donnerstagabend und ich sitze erschöpft im sizilianischen Restaurant und lasse den Tag Revue passieren. Viel ist nicht passiert, aber ich fange trotzdem von vorne an...

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In der Nacht schlief ich wie ein Stein. Mir träumte, ich würde mit einer Pumpgun über Hügel und Wiesen laufen. Zombies kamen auf mich zu und ich schoss ihnen in den Kopf.

Irgendwann kam ich in eine Siedlung, in der lebende Menschen lebten. Ich fragte nach, wie sie sich gegen die Untoten behaupten würden und sie zeigten mir, dass sie mit den Zombies in friedlicher Nachbarschaft lebten. Ein Gruppe Zombies traf ein und wurde freundlich begrüßt. Ich schämte mich ein wenig für mein Gewehr, bekam es aber mit der Angst zu tun, als eine ältere Zombie-Dame auf mich zustakste und ganz begeistert von meinem dicken Bauch schwärmte. Andere Zombies bemerkten meine Panik und hielten ihre Kameradin zurück.

Ein großer, dicker schwarzer Zombie brachte Speck mit und berichtete von einem leerstehenden Haus, dass man gut plündern könne. Ich nahm an dieser Besprechung teil und versuchte, immer einen möglichst großen Abstand zum Zombie zu halten. Dies gelang nicht immer und ich kam nicht umhin zu bemerken, dass die Zombies überhaupt nicht nach Verwesung stanken, sondern vielmehr einen zarten Lavendelduft verströmten.

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Die Verhandlung am Mittwoch hatte mich dann doch ganz schön geschafft, weswegen ich erst nach 8 Uhr aufstand und im Homeoffice einritt.

In einer ad-hoc-Videoschalte besprachen wir den aktuellen Wunsch der Teppichetage. Ich denke, unsere Vorgesetzte hat einen Vorschlag dazu nach oben gegeben, mit dem alle gut leben können.

Freund Th. half mir beim Nachdenken über ein HTML-Problem: Mein Programm erzeugt absichtlich puren HTML-Code, der dann in unterschiedliche Content- Management- Systeme kopiert werden kann. Dummerweise läuft bei einem Intranet-Auftritt meine Tabelle aus dem Design heraus.

Es dauerte ein wenig, bin ich diejenige CSS-Klasse gefunden habe, welche das Layout der Tabelle so dermaßen verbiegt, dass sie nicht mehr in den Inhaltsbereich der Seite passt.

Ich habe die Eigenschaften der CSS-Klasse (die ich selber nicht verändern kann) dann lokal überschrieben. Jetzt passt alles.

Feierabend gegen 16 Uhr. Ziemlich schlapp. Großeinkauf beim Discounter, hauptsächlich um morgen mit dem Thronfolger Wirsingrouladen kochen zu können.

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Nach dem Wegräumen der Einkäufe ein wenig verschnauft und dann spontan zum Lieblingsitaliener (der eigentlich eine Lieblingsitalienerin ist) gelaufen und gebratene Pilze und eine leckere Pizza gegessen.

Das Restaurant war recht leer und ich konnte an einem kleinen Tisch sitzen und im Ruhe bloggen.

Ich glaube, so etwas nennt man „Callback"!

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Im Bett habe ich noch eine Folge "Drinnies" gehört und danach gelesen.

21 Uhr schloss ich die Äuglein.

2022-01-19 Mittwoch

Die Nacht war irgendwie zu kurz. Aufgestanden um 8 Uhr.

Nach einer Katzenwäsche ging es eilig zum Landgericht. Die Pflicht ruft!

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Im Freundeskreis sind schon zwei Kinder an (OVID-19 erkrankt, eines liegt sogar im Krankenhaus.

Wir machen uns natürlich alle große Sorgen.

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Richter (männliche Form mit Absicht gewählt) sind schon interessante Wesen.

Der Fall ist kompliziert und zum Glück geht es nicht um Mord und Totschlag, sondern um ein Eigentumsdelikte. Ein Indizienprozess . Die Zeugenvernehmungen sind wie immer langwierig und anstrengend .

In der Pause unterhalte ich mich gut mit dem Mitschöffen über Dinge, die nichts mit dem Gericht zu tun haben.

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Zum Glück waren alle Zeugen da. Montag soll die Beweisaufnahme abgeschlossen werden. Nach der Verhandlung lief ich durch Sprühregen nach Hause. Ich war doch ganz schön erschöpft .

Mit knurrendem Magen bseuchte ich Sawadi zwecks Heilung von Leib und Seele.

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Pontius Pilates

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Der Abend. Schwanken zwischen Erschöpfung und Geborgenheit. Auf dem Küchentisch leuchten Kerzen. Im Radio wächst die Sorge vor einem Krieg.

"Krieg" - ein solches Wort will nur niemand in den Mund nehmen.

Doch der falbe Geselle erhebt seine hässliche Fratze am Horizont und die Politiker gießen Öl ins Feuer. Trost finde ich beim Podcast „Erzähl mir was Gutes!

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Ein kleines Update zum Remarkable 2: Ich benutze das Gerät inzwischen sehr häufig zum Bloggen, für Besprechungsmitschriften und für Verhandlungsnotizen.

Übrigens war die Benutzung des RM 2 im Gerichtssaal überhaupt kein Problem. Ich habe den Vorsitzenden Richter deswegen gefragt und er meinte, ich könne Notizen machen, womit ich wolle -- nur dürfe ich während der Verhandlung nicht über das Internet kommunizieren und weder Ton- noch Bildaufzeichnungen anfertigen.

Ich finde es gut, dass sich die Justiz mehr und mehr dem Digitalen öffnet. Noch vor ein paar Jahren hatten Rechtsanwälte ihre liebe Not damit, im Gerichtssaal einen Laptop zu nutzen.

Ich glaube, bald muss ich die erste Stiftspitze austauschen.

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Gegen 22 Uhr zu Bett.

Aus dem Netz

Spatzen rasieren

(Zitat) Im Ernst. Die meisten, die heute Maßnahmen des Staates "kritisch hinterfragen" und sich auf der Straße zusammenrotten, hat es jahrzehntelang einen Dreck interessiert, was der Staat so alles macht oder nicht macht. Vorratsdatenspeicherung, NSA, DSVGO, Staatstrojaner, Organspende Opt-Out, NSU-Affäre, Online-Durchsuchung... alles egal, alles fein, wer wird denn gleich? Pfff, mich betrifft's ja nicht. Wer nichts zu verbergen hat... Klar, Demos hat es hier und da gegeben, aber kein Vergleich mit der Spaziergeisterbahn, die momentan abgeht. Jetzt, wo es um einen kostenlos bereitgestellten Impfstoff zur Eindämmung einer Pandemie geht und wo ausnahmsweise der Einzelne mal gefordert ist, was zu tun, werden plötzlich alle zu scharfen Kritikern, die aber sowas von genau hinschauen und sich zu Opfern eines von ihnen herbeihalluzinierten faschistischen Staates aufspielen. (/Zitat)

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Verschlusssache Wiederbewaffnung

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Komplett neben der Zeitspur

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Das passiert, wenn in Deutschland Krieg ist

Tolles, informatives Video!

2022-01-18 Dienstag

Ich glaube, die letzte Nacht war komplett schlaflos. Die Gedanken rasten wie verrückt und ich machte mir große Sorgen, dass die Schnapsidee aus der Teppichetage weiter eskaliert und uns Probleme bereitet. Dazu die Erinnerungen an die vielen Zurücksetzungen und Demütigungen in der Vergangenheit.

Aufgestanden um fünf Uhr und herumgeeumelt. Aufgeregt und total müde zugleich. Dazu Durchfall.

Ein Telefonat mit einer Kollegin in der Sorgensache brachte Beruhigung und Klarheit. Da haben mich wohl meine schlechten Erfahrungen mit vorauseilendem Gehorsam gefoppt. Ich glaube, noch vor fünf Jahren wegen dieser Sache vollkommen ausgeflippt.

Nach und nach beruhigten sich die Innereien. Hätte ich nicht einen wichtigen Besprechungtermin am Nachmittag, ich hätte mich krank gemeldet.

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Change Management. Aber mehr so für Kleingeld.

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In der Lagebesprechung geriet die Diskussion über die Wünsche der Teppichetage für unsere Verhältnisse recht hitzig. Nach der Videokonferenz hatte ich Sorge, dass ich wegen der totalen Übermüdung ein wenig zu grantelig gewesen sein könnte, ein späteres Telefonat mit der Chefin hat mich dann aber wieder beruhigt.

Kurz vor Feierabend noch eine Videokonferenz mit externen Dienstleistern. Es ging um unsere neue Aufgabe. Als Stellvertreter konnte ich mich auf das Zuhören konzentrieren, während der eigentlich federführende Kollege ziemlich präsent war, was ich sehr beeindruckend fand.

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Nach der Besprechung war bei mir die Luft raus und die Nacht forderte ihren Tribut. Ich machte noch einen Spaziergang an der frischen Luft und machte es mir in meinem Sessel gemütlich.

Träume, Gedanken und seltsame Worte stellen sich in meinem Kopf in einer ordentlichen Reihe auf.

Leichtes Fieber.

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Mein lieber alter Vater war nur ein schwuler Pater. Die weiche, runde Mutter war ganz schön gut im Futter.

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Das Gedächtnis wird äußerst lückenhaft: Hatte ich bereits davon berichtet, wie unglaublich gut sich das Remarkable für Situationen eignet, bei denen ein Laptop vollkommen unangemessen wäre? Ich bin mir sicher, dass ein Chromebook im "Wilden Wiener" mindestens ein paar Sprüche, evtl. sogar einen Rausschmiss provozieren könnte. Ein Remarkable hingegen ist so unaufgeregt unauffällig (und trotzdem edel verarbeitet), dass man damit eigentlich überall Schreiben kann.

Fürs Protokoll: Inzwischen nutze ich als "Stift" den mittleren Fineliner.

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Wer über Ochsenbäckchen seine Schweinenase rümpft, der sollte lieber Grützwurst essen!

2022-01-17 Montag

Die Nacht war sehr unruhig, trotz einer prophylaktischen Einnahme von Atosil. Immer wieder mit großen Durst wach geworden und Unmengen Wasser getrunken. Ich habe da das asiatische Essen von Bringdienst im Verdacht.

Mir träumte, ich müsste alleine einen Radiosketch mit verstellter Stimme aufnehmen und wunderte mich über meine gelungene Imitation einer unangenehmen Frau.

Kurz vor acht stand ich auf und frühstückte zwei sogenannte „Rosenbrötchen". Dazu Kaffee.

Das Gefühl der Erschöpfung wurde wieder stärker, dazu kam ein unerklärlicher Muskelkater in den Waden. Ich war zwar tags zuvor ein paar Mal in den Keller hinunter- und wieder hinauf gelaufen, aber davon sollte man eigentlich keinen Muskelkater bekommen, oder?

Ich freute mich sehr über die nun endlich wieder saubere Küche. Als nächstes kommt das Badezimmer dran!

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Ein Blick in den Kalender verrät mir, dass am Mittwoch mein nächster Schöffeneinsatz startet. Ich überlege, ob ich meine Verhandlungsnotizen nicht auch auf dem Remarkable machen könnte, bin mir aber unsicher, ob so etwas erlaubt ist.

Zur Sicherheit werde ich auch noch Block und Stift einpacken und den/die Vorsitzenden fragen.

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Gegen Mittag verfiel ich in tiefste Müdigkeit. Sicher kam die von der durch wälzten Nacht. Die Pause ruhend im Sessel verbracht.

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Der Feierabend wurde festlich und zeitig eingeläutet. Durch eine regennasse Innenstadt lief ich zur Gruppentherapie. Um den Kopf frei zu bekommen, trank ich einen leckeren Cappuccino Grande beim Barista. Neben mir wurden unter der häufigen Wiederholung des Wortes "Jalta" Geschäftsideen ausgetauscht.

Betrunkene schieben ihre Fahrräder durch die Gassen, halten ihre Bierdosen wie Kinder in den Armen.

Das Licht über dem Laden mit den Original-Parfüms zu günstigen Preisen flackert und niemand interessiert sich dafür.

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Die Gruppe heute war wieder intensiv, aber erkenntnisreich. Ich habe mir einige Merksätze notiert und war erschüttert über gewisse Muster, die sich quer durch unsere Gesellschaft ziehen. Mit ungefähr der Hälfte der Truppe bin ich später in Richtung Bahnhof gelaufen. Wir quatschten wie Teenager.

In Neudorf angekommen, bog ich ins „Ostende" ab, genoss ein Bier sowie Pide mit Feta und Zwiebeln.

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Nach der Gruppentherapie brauche ich immer einen Sack voll Ruhe -- und davon jede Menge!

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Später noch lange mit einem Freund telefoniert, der sich endlich dazu durch gerungen hat, seinen unfähigen Chefdarsteller um ein Zwischenzeugnis zu bitten. Das weckte lange zurückliegende Erinnerungen und Demütigungen aus meiner Zeit im Ministerium.

In Summe hat mich dann alles doch sehr aufgeregt.

2022-01-16 Sonntag

Lange und gut geschlafen. In den Träumen fuhr ich viel mit einem Auto herum.

Gegen 10 Uhr aufgestanden. Zum Frühstück Kaffee sowie Toast mit gekochtem Ei.

Heute soll die Küche aufgeräumt und geputzt werden und endlich habe ich genügend Kraft dazu.

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Ich erlaube mir , mir beim Putzen und Aufräumen Zeit zu lassen. Nach und nach lichtet sich der Dschungel . Wasch- und Spülmaschine laufen.

Life- Hack: Wenn die Spülmaschine durch ist, einfach pro Ebene ein Trockentuch ausbreiten und die Klappe wieder schließen. Bald darauf haben die Tücher einen großen Teil der restlichen Flüssigkeit aufgesaugt.

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Später haben Freund J. und ich noch die letzten zwei Episoden der zweiten Staffel von „The Witcher" geguckt. Die zweite Staffel macht mehr richtig als die erste, es gibt jedoch weiterhin große Schwächen in den Dialogen.

Danach aß ich noch vietnamesisch- thailändisch-chinesisches Essen von Lieferdienst. Nach einigen gelesenen Buchseiten ging es gegen 21 Uhr ins Bett.

2022-01-15 Samstag

Serienbedingt lange geschlafen. Am Nachmittag eine ordentliche Runde durch die Kälte gedreht und dann im hervorragenden Restaurant „Wilder Wiener" . eingekehrt.

Ich genoss Wiener Zwiebelrostbraten, Palatschinken, Ottakringer Helles und einen Marillenbrand.

Bei 2G+ fühle ich mich nämlich recht sicher und nach einer kompletten Woche Homeoffice musste ich mal Menschen sehen.

Mit guter Laune und vollem Bauch kullerte ich fröhlich nach Hause. Dort noch ein wenig gute Lektüre und dann ging es ins Bett.