Müllhaufen

In unserer Straße haben wir für zwei Häuser der insgesamt vier unterirdische Müllcontainer – zwei für Verpackungs- und zwei für Restmüll. Geleert wird donnerstags, aber leider ignorieren immer wieder Autofahrer das Parkverbot von insgesamt zwei Stunden pro Woche und so kann der Müllwagen die Container nicht erreichen.

Strafzettel bekommen die PKWs nicht und wir Anwohner wissen nicht mehr, wohin mit dem Müll.

Ich werde dann wohl mal eine Mail an die Stadtverwaltung schicken.

Waschsalon

Im Moment trocknet die Wäsche im Trockenkeller nicht besonders gut und muss länger auf dem Ständer hängen. Konnte man im Sommer die Wäsche jeden Tag ab- und wieder aufhängen, so muss sie jetzt mindestens zwei Tage trocknen. Deswegen staut sich die Wäsche und ich bin heute mal nach Feierabend mit zwei großen Reisetaschen in den Waschsalon gegangen.

Es ist doch ziemlich praktisch mehrere Waschmaschinen und auch mehrere Trockner parallel befüllen zu können (zu Hause haben wir aus Platzgründen nicht einmal einen Trockner!).

Hier im Salon sitzt ein bunt gemischtes Häufchen Leute rum:
Offensichtliche Studenten mit Dutt, ein blasses Pärchen. Ein Mann mit dunklem Teint und starkem Akzent erklärt einem jungen Mann mit Brille, dass man in den Trocknern auch mal das Flusensieb reinigen muss, da sonst die Wäsche zu heiß wird. Eine Mutter mit ihrer sehr hübschen jungen Tochter kommt fröhlich hereingestürmt und sie räumen die durchgelaufene Waschmaschine aus. Eine schüchterne Frau trocknet große Kissen.

Draußen ist es derweil dunkel, die Straßenlaternen kämpfen gegen die Nacht an und die Autos rasen hin und her.

Die Menschen hier sitzen im grellen Neonlicht herum und schauen zu, wie ihre Unterhosen und Handtücher herumgewirbelt werden. Überall stehen Körbe auf fahrbaren Gestellen herum (so einen hätte ich gerne zum Wäscheaufhängen, denke ich bei mir).

Der Brillenmann ist eingepennt.

Es ist friedlich hier und ein dicker Mann mit Pferdeschwanz tippt in seinen Laptop und wundert sich, warum ihm das so gut gefällt.

Ein Jahr geht zu Ende

„Mögest du in interessanten Zeiten leben!“

(Angeblich ein chinesischer Fluch.)

 

Nun geht ein ziemlich aufregendes Jahr zuende. Ich will jetzt nicht auf die ganzen gestorbenen Prominenten eingehen, sondern eine kurze persönliche Rückschau halten.

Ich hatte in diesem Jahr persönliche Höhepunkte, schöne und wunderschöne Momente, aber auch Zeiten des reinen Entsetzens, des Kummer und des Schmerzes, der Angst und und der Hoffnung.
Ich habe sehr liebe Menschen verletzt und habe Trost gefunden.

Wir sind nach Duissern umgezogen, haben dabei manches Abenteuer erlebt (ich musste einen Transporter fahren!!!!11elf) und fühlen uns dort sehr wohl.

Das Studium neben dem Beruf frisst meine Kraft auf und ich fühle mich so, als habe man mich in der Mitte durchgebrochen und wieder zusammengesteckt – was ich deutlich im Rücken spüren kann. 3 Wochen war Ibuprofen mein bester Freund.

Die Luft ist jetzt ganz schön raus und es ist ganz gut, wenn dieses „interessante“ Jahr endlich vorüber ist.


(Symbolbild)

Aber die Sonne scheint auch und ich sehe etwas Licht. Der Rücken schmerzt nicht mehr so:
Ich bekomme Physiotherapie, mein Arbeitsplatz wurde angepasst und ich mache jetzt immer so lustige Übungen auf dem Bürostuhl, bei denen ich so aussehe, als wollte ich meinen Schreibtisch begatten

Außerdem habe ich mal gelernt, dass es irgendwann doch wieder aufwärts geht und ich habe wieder mit dem Schreiben begonnen.

Also bin ich hoffnungsvoll.
Wird schon.
Da bin ich ganz sicher.


(Noch ein Symbolbild)

Tschüss, 2016!

Auf geht’s, 2017!

Euch allen einen guten Übergang!

Büroblues

Ich sitze „zwischen den Jahren“ im Büro. Früher hatten die Menschen um diese Zeit ja Angst vor der wilden Jagd, dass Wotan mit seinem Herr durch die Lüfte flog und in der Wäsche hängen blieb.

Unheimlich war den Leuten diese Zeit nach den heiligen Tagen und bis das nächste Jahr begann.

Die Welt hat sich gewandelt seitdem. Entweder liegt man komatös vor dem Fernseher oder man vergammelt den Rest des Jahres auf der Arbeit.

Ruhig ist es hier. Das Telefon klingelt nur selten, man räumt Stapel von Altpapier weg. Bis auf den Rücken jammert keiner, der Bürokaffee ist mies wie immer.

Aber immer noch besser als Angst haben.

Ein Humidor ist kein Knecht bei Game of Thrones

Nein, ein Humidor ist jetzt kein Riese aus der erfolgreichen Serie („Humidor! Humidor! Humidooooor!“), sondern so eine Art Klimakiste für Zigarren.

Der Kueperpunk hat so ein Ding und lässt uns mal reinschauen. Ich selber inhaliere ja nichts Verbranntes, aber das Bild von Thorsten in einem Ohrensessel mit einem Buch auf dem Schoß und genüßlich an einer „Domaine de Lavalette Classic Robusto“ (was immer das auch ist) saugend ist ein sehr schönes Bild!