Kafkas Affe stampft den Blues

Um dem geschundenen Geist etwas Ruhe zu gönnen, lese ich im Zug „Kafkas Affe stampft den Blues“ von Wiglaf Droste.

Selbst die von mir meist nicht sonderlich geschätzten Konzertkritiken erheitern mich diesmal:

Wenn Wolfgang Niedecken während eines Konzerts von Bruce Springsteen auf der Bühne mit „seinem Mümmelkölsch dazwischengrunzt“, wundern sich die Pendler in der Regionalbahn morgens, warum da einer plötzlich lacht.

Nur der Reclam-Verlag hätte beim Klappentext besser aufpassen sollen:

„Seine Worte sind so treffsicher wie eine Kalaschnikow. Schonungslos polemisch und von politisch unkorrekter Vollkommenheit.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Dieses Lob kann nicht ernst gemeint sein, ist die AK47 doch eher dafür bekannt, sehr zuverlässig aber doch relativ ungenau zu sein.

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  • Sandsturm der Liebe – Im Feuermeer der Leidenschaft (Teil 1)
    Vor ihr ein junger Mann Mitte 20, einnehmendes Lächeln, androgyner Körperbau und mittellanges braunes Haar. Sein Gesicht sah aus wie eine Mischung aus David Bowie, Pablo Escobar und der jungen Britney Spears. Er trug einen grauen Wollkragenpullover, Fair Trade Sneakers und eine Schnellfickerhose von Adidas. An seiner regenbogenfarbenen Propellermütze war ein Button mit der Aufschrift „Gegen Tierversuche und Nazis!“.