08.01.2019: Rücken, Ibuprofen, ,,was drauf”, Abend

Gestern Nachmittag habe ich noch fleißig im Haushalt gewerkelt, bin zum Getränkemarkt gewackelt und habe im Keller herum geräumt. Die Quittung: Des Nachts schmerzen Schulter, oberer Rücken und Nacken so sehr, dass ich kaum ein Auge zugemacht habe. Heute morgen habe ich mich dann krank gemeldet und dank Schmerzmittel konnte ich mich etwas ausruhen.
Das Alter scheint sich langsam einzustellen.

Den Tag ist dann so dahin geplätschert. Ich konnte mich doch noch aufraffen, mal einkaufen zu gehen und haben neue Briefmarken für die Postkarten gekauft, mit denen ich mehr oder weniger regelmäßig Freunde von mir zu pflastere. Dank Ibuprofen waren die Schmerzen erträglich und am Abend ging es schon besser.
Mir hat mal jemand in einem sozialen Netzwerk ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich Ibuprofen einnehme. Das Zeug würde die Umwelt schädigen. Auf meine Entgegnung, andere Schmerzmittel würden meine Leber schädigen, meinte er, ich müsse mich zwischen meiner Leber und der Umwelt entscheiden. Vielen Dank!

Mittags war ich zum Essen in einer Pommesbude um die Ecke. Die Frage des Tages für mich: Wenn man in einer Pommesbude irgendwas mit Pommes bestellt und ,,was drauf’’ möchte (Ketchup, Mayo, Jägersoße, Currysoße, Joppiesoße, Jungfernblut, was weiß ich), warum schreiben die sich die Bestellung nicht auf? Warum muss man mindestens (!) einmal zusätzlich sagen, was man ,,drauf’’ haben will? Kann man sich das nicht einfach bei der Bestellung aufschreiben? So in der Art: ,,1x CW + PM’’ (,,Einmal Currywurst mit Pommes und Mayo’’)? Handelt es sich dabei um eine Art Tradition? Oder entscheiden sich die Kunden in der Regel so häufig um, dass man besser nachfragt?
Auf jeden Fall gibt es diese Frage schon länger, wenn man Helge Schneider Glauben schenken darf (,,mit Mayonnaise war datt, ne??’’).

Den Abend habe ich dann noch fein in meiner Küche verbracht und habe die Lichterkette angeschaut, die noch mein Vormieter am Fenster angebracht hat. Die muss er wohl zu Weihnachten 2017 dort angebracht haben und ich habe die einfach übernommen und hängen gelassen, da Lichterketten prinzipiell eine schöne Lichtquelle sind.

07.01.2019: RRX, Tagebuch, Tablette, 2-Faktor-Authentifizierung, trüb

Auf der Strecke durch das Ruhrgebiet fährt ja jetzt der Rhein-Ruhr-Express (RRX) der Firma abellio. Das ist sehr fein: Die Wagen sind brandneu und sauber und groß und die erste Klasse (ein Upgrade, welches ich mir schon seit Jahren gönne) ist sogar noch ein bisschen brandneuer, sauberer und größer. Hier gibt es sogar freies WLAN!

Ich denke, ich werde meine Einträge hier zusätzlich noch in mein eigentliches, privates Tagebuch übernehmen. Dann sind die gesichert, falls dieses Blog mal gelöscht wird.

Die Tablette gestern Abend hat mich mal wieder ganz gut durcheinander gebracht. Inzwischen kann ich mich auf die Verwirrtheit ganz gut einstellen. Geschlafen habe ich einigermaßen – ohne Tablette hätte ich wahrscheinlich wieder wach gelegen.

Ich muss gerade an einen ,,lustigen’’ Photoshop-Ausdruck denken, der mal in meinem Büro am Schrank hing: Dort war ein Kätzchen zu sehen, dass extrem vergrößerte Augen hatte. Darunter stand geschrieben:
ICH DARF NICHT SO VIEL KAFFEE TRINKEN!

Daran muss ich jetzt gerade denken, weil ich wirklich auf meinen Kaffeekonsum achten muss. Mit meiner momentanen Strategie fahre ich ganz gut: Kaffee nur noch vormittags, höchstens direkt nach dem Mittagessen noch eine Tasse. Der Nachmittag bleibt koffeinfrei.

Ich probiere für mein Google-Konto (ja, ich habe noch eines) mal die 2-Faktor-Authentifizierung aus. Da dort eine Menge Daten liegen (z.B. welche vom Studium), ist das sicher besser. Mal schauen, wie sich das auf den Nutzungskomfort auswirkt.

Es ist heute noch trüber als gestern. Erstaunlich, wie trüb so ein Tag sein kann. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass der Niederschlag dabei hilft, die Wasserspeicher der Natur wieder aufzufüllen.

06.01.2019: Grimberg, Mein Riechtwieich, Spaziergang und Abend, Überschriften

Grimbergen

Gestern Abend war ich dann noch in meiner Lieblingskneipe, dem Finkenkrug. Der hat irgendwas zwischen 200 und 300 Biersorten im Angebot und davon über 20 am Fass. Ich habe verschiedene Biere probiert, aber irgendwie wollte mir nichts schmecken – selbst die Biere, ich kenne und die eigentlich lecker sind.

Irgendwann habe ich dann das Grimberg Blonde für mich entdeckt und das ist unglaublich köstlich: Starke Malznoten, perliger Hopfen, frisch und fruchtig.

Mein Riechtwieich

Heute viel zu lange im Bett gelegen. Eigentlich war ich schon längst aufstehwach, aber das Bett war so kuschelig und weich und warm, da wollte einfach nicht raus in die kalte Welt. Stattdessen habe ich mich in Phantasien ergeben, was ich vor ein paar Jahren hätte anders machen sollen und wie mein Leben dann verlaufen wäre.

Das war keine gute Idee.

Den Rest des Vormittags habe ich dann vor dem ChromeBook gesessen, geschrieben, gelesen und Kaffee getrunken. Zum (späten) Frühstück dann gekochte Eier und die zwei letzten Scheiben Schinken auf Brot. Später dann Übelkeit und Traurigkeit. Immerhin habe ich die Tickets für die Reise nach Leuven gebucht.

Spaziergang und Abend

Konnte mich dann doch noch aufraffen, die Bude zu verlassen. Ich bin durch den Nieselregen spaziert. Später dann ein Wannenbad und viel gelesen (Rumo von Walter Moers). Tablette zur Nacht.

Überschriften

Die Überschriften nerven mich. Wenn ich für jeden Absatz eine Überschrift mache, kommen dabei so staatstragende Sachen wie ,,Abendbrot’’ zustande. Vielleicht lasse ich die Weg und markiere stattdessen ein wichtiges Wort im Absatz fett. Dieses oder ein ähnliches kommt dann auch in den Titel des Beitrags.

05.12.2019: Echt, Tischtennis, Menschenwert

Echt

Heute Vormittag habe ich im Radio das Lied ,,Du hast keine Liebe in Dir’’ der Gruppe Echt gehört. Das Lied gibt es wohl schon länger, ich habe es aber erst heute so richtig wahrgenommen. Es hat mich ganz schön getriggert, weil ich genau so einen Menschen kenne, der keine Liebe in sich hat. Daran erinnert zu werden, hat alte Wunden wieder aufgerissen und das tut sehr weh.
Auf der anderen Seite ist es ein Lied, welches ich diesem Menschen gerne ins Gesicht singen würde – auch wenn er es aufgrund seiner Störung nicht verstehen kann.

Tischtennis

Den Thronfolger zum Tischtenniswochenende in Düsseldorf gebracht. Das Tischtenniszentrum dort ist sehr schön und neu und hat sogar ein eigenes Hotel. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof ist mir mal wieder aufgefallen, wie sehr sich der düsseldorfer Stadtteil Flingern doch in den letzten Jahren gewandelt hat mit seinen vielen schönen Restaurants und Cafés – wobei er noch viel von seinem quirligen und leicht kaputten Charme behalten hat.
Allerdings wohne ich da nicht und sehe das nur von außen.

Menschenwert

Letztens habe ich mit meinem guten Freund O. telefoniert und ich erzählte ihm von meinem Ehreamt als Hilfsschöffe. Er meinte darauf, dass etwas mit unserem Rechtssystem nicht stimme, wenn man die Perspektive der Opfer nicht in die Urteilsfindung mit einbezieht. Da ich ein langsamer Denker bin, habe ich das erst einmal aufgenommen und heute kam mir dazu ein Gedanke:
Wenn man die Opferperspektive wirklich mit einfließen lassen will – wie soll das vonstatten gehen? Wie misst man den Schmerz eines Opfers?
Meines Erachtens nach würde bei einer solchen Praxis am Ende doch nur die Person des Opfers wichtig: Das Leiden eines kleinen Kindes oder einer lieben Oma wäre dann mehr wert als das eines unfreundlichen alten Mannes und wenn man schon einmal in diese Richtung denkt, ist das grundsätzliche Bewerten von Menschen nicht mehr weit. Wer ist schützenswerter? Wer ist wichtiger?
Ich musste an den Film iRobot denken, in dem Will Smith einen Polizeibeamten spielt, der in einen schweren Unfall verwickelt wird und ein Roboter rettet ihm anstatt einem kleinen Mädchen das Leben, weil der Polizist eine höhere Überlebenschance hat. Der Roboter entscheidet ohne Ansehen, Alter oder Geschlecht der Person. Ein bisschen so ist (bzw. sollte) unser Rechtsstaat sein, nämlich jedes Menschenleben und jedes Leid gleich bewerten.

04.01.2019: Klamottenkauf, Kantinenfreuden, Trübe Freude

Klamottenkauf

Gestern nach der Arbeit noch ,,inne Stadt” gewesen und Klamotten eingekauft.
Da ich ja schon immer zu dick gewesen bin, war früher der Kauf von neuer Kleidung eine ziemliche Qual in Goold Ol’ Menden: Mit meiner Mutter zog ich von Geschäft zu Geschäft und probierte Hosen an und immer, immer waren die zu klein (bzw. ich zu dick). Die Verkäuferinnen schauten mitleidig und sagten so Sachen wie: ,,Ich schau mal im Lager nach – da haben wir noch welche, die größer geschnitten sind!” und Mutter sagte so Sachen wie: ,,Mein Sohn hat ja eine sitzende Tätigkeit!” und ich sagte so Sachen wie: ,,Mutter!!!” und habe mich fürchterlich geniert.
Irgendwann dann gab es mal eine Werbung, in der zwei Mädels auf einem Sofa saßen und die eine fragte die andere: ,,Was ist das denn für ein Krach da oben?” und die andere sagte zur einen: ,,Ach, der Dicke da oben hat sich wieder neue Hemden gekauft!” und dann sah man Rainer Hunold glücklich im Hemd auf seinem Sofa herumhüpfen.
Es handelte sich um Werbung für die Übergrößen-Kollektion von C&A. Von da an war das ,,Einkaufserlebnis” für mich anders! Ich konnte Hosen anprobieren und wieder zurückhängen, weil sie zu klein waren!
Gestern dann also ein neues Hemd, einen Pullover sowie ein schwarzes T-Shirt gekauft. Danach noch im ,,Café Museum” einen Pfannkuchen zu Abend gegessen.

Kantinenfreuden

Mit den Kollegen in der Kantine gefrühstückt und viel gelacht. Jedem fiel eine Geschichte über einen verrückten Opa oder Onkel ein, die er zum Besten gegeben hat.
Eigentlich hätten wir auch dort den ganzen Tag verbringen können …

Trübe Freude

Den ganzen Tag ist es neblig, trüb und grau und ein feiner Nieselregen fällt. Trotzdem bin ich sehr gut gelaunt, denn in der letzten Nacht habe ich fröhliche Träume gehabt und außerdem ist Freitag und ich freue mich darauf, heute wieder mit dem Thronfolger Pizza zu backen und was Schönes zu gucken.


03.01.2019: Schlafhygiene 2, Überweisungsfrust, Stimmung, Trubel, Dunkel

Schlafhygiene 2

Meine Bemühungen um Schlafhygiene haben gestern erste Früchte gezeigt: Ich bin gut zur Ruhe gekommen und habe ich zeitig und gemütlich ins Bett gelegt. Ich muss zu meiner Schlafhygieneliste jedoch noch einen Punkt hinzufügen:
ABENDS KEINE BOHNEN ESSEN!!!!
Das Chili, von dem ich zum Abendbrot zuviel zu hektisch aß (ich war sehr hungrig), rumorte in meinem Magen herum und ich konnte nicht einschlafen. Als ich dann doch einschlief, hatte ich einen schlimmen Traum, den ich vielleicht in einem separaten Blogeintrag verarbeiten werde.

Überweisungsfrust

Für meinen neuen Laptop habe ich mir ein zusätzliches Netzteil bestellt und wollte die Rechnung heute morgen noch ,,mal eben schnell” bezahlen.
Dummerweise ist Evernote (wo die Rechnung drin ist) beim Start immer sofort abgestürzt. Nachdem ich es neu installiert und die Rechnung endlich vor mir hatte, versagte das Onlinebanking – wahrscheinlich, weil sich an meinem Konto im Dezember etwas geändert hat.
Also muss ich heute Mittag mal zur Sparkasse und die Überweisung in den Automaten eintippen.
Willkommen im 21. Jahrhundert!

Stimmung

Ich bin müde, gehetzt und gereizt im Büro angekommen. Was macht man, wenn man in der Anrufliste im Telefon Anrufe vom frühen Abend findet? Man ruft natürlich morgens um halb sieben zurück!

Trubel

Zu allem Überfluss herrscht auf der Arbeit ein gewisser Trubel, ich habe mir in der letzten Woche mal erlaubt, eine lange überfällig Entscheidung anzustoßen – allerdings auf einem direkten, unorthodoxen Weg. Nun bin ich nervös, dass mir das alle auf die Füße fällt, obwohl sich eine gute Lösung anbahnt.

Dunkel

Feierabendzeit. Es wird dunkel draußen. Es ist Donnerstag, es fühlt sich aber an wie ein Freitag.


02.01.2018: Pillenschlaf, Arbeit, VIVA, plärrende Webseiten, Überschriften, Kellerkind, Schlafhygiene

Pillenschlaf

Wegen meiner Stimmungsschwankungen hat mir mein Psychiater ein leichtes Neuroleptikum verschrieben, dass ich zum Einschlafen nach eigenem Bedarf nehme. Es handelt sich nicht um ein Schlafmittel, sondern das Medikament beruhigt einfach.
Gestern Abend war es mal wieder so weit und ich habe in der Nacht relativ ruhig und fest geschlafen. Dummerweise bin ich nach der Einnahme immer auch am nächsten Tag ziemlich durcheinander, aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. Ab und an bekomme ich von dem Mittel auch leichte Kopfschmerzen.

Arbeit

Es geht wieder nach Düsseldorf zur Arbeit. Straßen, Züge und Bahnsteige sind relativ leer. Ich hoffe auf eine recht ruhige Zeit im Büro. Leider war es ,,zwischen den Jahren” ziemlich stressig.

VIVA

Carsten nimmt auf seine Art Abschied von VIVA – ein Verbleichen, das von mir vollkommen unbemerkt geblieben ist. Das macht aber nix, da auch in meinem Leben VIVA keine Rolle gespielt hat. MTV war da wirklich wichtiger.

Losplärrende Webseiten

Beim Lesen eines ZEIT-Artikels über Computerspiele und die Stasi muss ich feststellen, dass inzwischen selbst in Pocket geöffnete Webseiten mit Sound losplärren können.

Überschriften

Die einzelnen Einträge hier bekommen jetzt ,,richtige” Überschriften (technisch gesehen sind das WordPress-Blöcke).

Kellerkind

Ich nutze die relativ ruhige Zeit im Büro für eine kleine Exepedition: Mit aufgesetzter Anstoßkappe erforsche ich die umfangreichen Kellergewölbe unseres Dienstgebäudes. Habe ich mich nach dem Umzug hierhin bisher nur an wenige bekannte Wege gehalten und mich trotzdem häufig verirrt, konnte ich nun mit der Zeit eine gewisse Vorstellung von der Struktur des Kellers entwickeln und sogar einen geheimen Weg in die Kantine finden.
Nun sitze ich hier und trinke einen Kaffee.
Diesen Text schreibe ich übrigens in mein Notizbuch und tippe ihn später ab.
Das Leben ist schön!

Schlafhygiene

Da ich ja relativ schlecht schlafen, nehme ich mir jetzt vor, besser auf die Schlafhygiene zu achten. Das bedeutet: Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Bildschirme und andere elektronische Spaßmacher ausschalten (wird mir schwerfallen), Etablierung eines Schlafrituals (Hinweise werden gerne angenommen) und vielleicht mal wieder Meditieren oder einfach was Lesen.


01.01.2019: Verkatert, täglich Bloggen, revisionistischer Pappdrachentöter, Treppenwisch, Gutacher, Abendbrot

Verkatert.
Bin ein bisschen verkatert aufgewacht. Nach Silvester für mich nichts ungewöhnliches. Bin ganz gut und ruhig ins neue Jahr gerutscht – das erste Mal ganz für mich alleine. Die ersten drei Indiana-Jones-Filme haben mir Gesellschaft geleistet und ich war via Messenger und Telefon mit der Familie verbunden.

Täglich Bloggen.
Mal schauen, ob ich es wirklich durchhalte, jeden Tag einen Tagebucheintrag zu schreiben. Ist mir aber auch nicht wirklich wichtig und ich möchte mich selber nicht unter Druck setzen.

Auf der Klugscheißerplattform Quora.de bin ich einem revisionistischem Pappdrachentöter begegnet. Dieser rhetorische Trick ist wirklich uralt und scheint noch immer zu ziehen.
Ich frage mich: Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Sie müsste doch selber wissen, dass sie Lügner sind.

Treppenhaus gewischt.
Eine der lästigen Pflichten, jedoch schnell erledigt. Ich habe in meine Todo-Liste eine alle zwei Wochen wiederkehrende Aufgabe und die erinnert mich dann daran, den Aufnehmer zu schwingen. Als ich hier eingezogen bin, habe ich die Treppe monatelang nicht gewischt und mich dann doch gewundert, dass die so schmutzig war. Ein Anruf beim Vormieter brachte Klarheit: Die Mieter mit der Wohnungstür gegenüber und ich sind für unseren Treppenabsatz zuständig. Da die anderen es mit dem Treppenputzen nicht so haben, solle ich die doch mal ermahnen, riet er mir. Da ich keine Lust habe, mit den Nachbarn über das Thema zu streiten, mache ich einfach meinen Teil alle zwei Wochen und das reicht eigentlich.

Gutachterin.
Das Jahr damit beginnen, eine Mail an eine Dozentin zu schreiben und sie zu bitten, die Begutachtung meiner Masterarbeit zu übernehmen. Ich bin gespannt und hoffe auf eine positive Rückmeldung. Ich möchte die Arbeit so bald wie möglich anmelden, damit ich einen Schlussstrich unter mein Studium ziehen kann.

Abendbrot.
Ich mache mir den restlichen Filetbraten und ein paar Restpommes. Danach werde ich meine Tablette zur Nacht nehmen und mich mit einem Buch ins Bett verziehen.

31.12.2018: Morgens, schwarze Flocke, Grausamkeiten

Morgen!
Das Essen lag mir in der Nacht schwer im Magen. Bin auch zu spät zu Bett und heute ganz schön müde. Der Kaffee schmeckt auch bitterer als sonst. Was will ich heute tun? Vielleicht einen schönen Jahresendspaziergang?
Erst einmal das Internet durchlesen. Das Radio plärrt und in Samoa rufen sie schon: Frohes neues Jahr!

Schwarze Flocke.
Ich lese einen Text von Glumm und die Tränen laufen wie verrückt die Wangen herunter. Solange man noch Tränen hat, ist man nicht verloren.

Grausamkeiten.
Ich muss immer wieder an die Grausamkeiten denken, die mir jemand angetan hat. Gerne würde ich die Opferrolle ablegen, bin aber wohl noch nicht so weit.

30.12.2018: Tagebuch, Putzen, Pause, Podcast, Filetbraten

Tagebuch!
Nun will ich auch mal das Tagebuchbloggen ausprobieren, obwohl Tagebuchbloggen ja eigentlich das ursprüngliche, reine Bloggen ist.
Ursprünglich.
Rein.
So ist das fein.

Vor dem Jahreswechsel Bude putzen!
Aus Silvester mache ich mir im Allgemeinen nicht viel. Es ist eigentlich nur ein Datumswechsel und Geböller hasse ich wie die Pest. Trotzdem möchte ich die freie Zeit bis dahin nutzen, meine kleine Bude auf Vordermann zu bringen. Erhaltungsbedingung bin ich allerdings unmotiviert und zerlege das Projekt in mikroskopisch kleine Tasks.

Pause machen!
So wichtig! Gerade wenn die Todo-Liste so voll ist, muss ich verstärkt aufpassen, nicht in den ,,Ichmussjetztallesganzschnellsoforterledigen”-Modus zu verfallen. Küche und Wohnzimmer sind jetzt gewischt, es fehlen noch Schlafzimmer und der (Mini-)Flur.
Ich mache mir jetzt ein Bier auf.

Podcasten!
Während ich auf den Anruf eines meiner besten Freunde warte (wir telefonieren einmal in der Woche, sehen tun wir uns ungefähr zweimal im Jahr), fällt mir ein, dass ich die Zeit gut mit der Aufnahme einer reinquaken!-Episode zubringen kann. Habe ich einen Kreativitätsflash?

Filetbraten!
Nach dem Putzen und Telefonieren dann gekocht: Filetbraten mit Möhrchensalat und Kroketten. Leider ist der Möhrchensalat bitter geworden (lag es an der Zwiebel?), der Rest wurde aber von der Allerliebsten und dem Thronfolger mit Genuss verspeist. Die beiden sind nun auf dem Heimweg und ich habe noch schnell die Küche aufgeräumt. Die Ruhe wird nur noch von der gluckernden Spülmaschine gestört. Ich mache mir noch ein Bier auf und höre noch etwas von ,,Molwanien – Land des schadhaften Lächelns” – ein Buch, welches ich sowohl in Print- als auch in Audioform sehr schätze.