17.02.2019

Heute das erste Eis des Jahres. Sehr lecker und im Sonnenschein genossen.

Leider verleidet mir der Heuschnupfen das schöne Wetter

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Am Nachmittag rüber zu meinen Lieben. Die Allerliebste war unterwegs und hatte Gulasch gekocht. Dem Thronfolger und mir hat es sehr gut geschmeckt. Nach dem Essen dann ein Spaziergang durch die Sonne. Gespräche über Faschismus.

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Abends dann das wöchentliche Telefongespräch mit meinem alten Freund O. Es ging um Hunde aus Rumänien und über Hypersenibilität. Letzteres Thema ist mir ja mal im Zusammenhang mit Narzissmus vor die Füße gefallen und ich werde mich damit wohl mehr beschäftigen, denn es sieht danach aus, dass ich wohl auch zu den Hochsensiblen gehöre.

16.02.2019

Gestern war der Fliesenleger da und hat die Wand im Badezimmer gefliest. Jetzt muss er nur noch einmal kommen und die unteren Fugen mit Silikon versiegeln. Dann ist es vollbracht.

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Gerade auf dem Weg in die alte Heimat wegen einer dringenden familiären Angelegenheit (hat was mit Krankenhaus zu tun). Am Telefon meinte man zwar, ich bräuchte nicht unbedingt zu kommen, denn ,,es besteht ja keine Lebensgefahr’’ und da mich heute der B. besuchen wollte, habe ich das mal so stehen lassen. Nächtens bin ich dann aber aufgewacht (hat was mit dem Klo zu tun) und als ich wieder im Bettchen lag, wurde mir klar, dass ich heute auf jeden Fall nach Menden fahren muss. Um 7 Uhr morgens dann flugs dem B. eine SMS geschickt und abgesagt und nun sitze ich im Zug nach Dortmund (08:30 Uhr).

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Ich bin unter die Erfinder gegangen und habe ein tolles, neues Gerät für den Haushalt entwickelt: Die Fusselbimse!
Leider habe ich noch keine Idee, was man mit einer Fusselbimse so alles machen könnte – obwohl der Name schon mal toll ist! Ich stelle mir vor, dass man damit so allerlei Fusseln ordentlich verbimsen kann. Aber was soll das sein?

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Mit den einzelnen Blöcken (=Absätzen) und den großen Initialen am Anfang jedes Blocks im Tagebuch bin ich unzufrieden. Vielleicht werde ich dann doch lieber mit einem einzigen klassischen Block (WordPress) arbeiten und einfach immer drei Sternchen zum Trennen nehmen.

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In Dortmund hat eine Regionalbahn mit technischen Problemen erst einmal zwei Gleise zum Erliegen gebracht. Der Anschluss in Fröndenberg ist gleich schon weg und ich hoffe jetzt auf den Bus. Der Phoenixsee mit seinen hellen, modernen Wohnhäusern zieht an mir vorbei. Einerseits ist das ein Fremdkörper hier und andererseits ist es trotzdem ganz schön dort – besonders, wenn die Sonne scheint.

Mit im Zug eine Gruppe Polen mit weiss-roten Schals, die polnischen Schnaps trinken und ständig ,,Kurwa’’ brüllen. Sie benehmen sich wie eine Horde Elefantenbullen auf großer Stechertour.

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Letztens las ich beim Glumm, ihm sei mal vorgeworfen worden, er würde ja keine Semikolons benutzen. Siehe da: Ich tue das auch nicht! Wenn ich mich richtig daran erinnere, wurde mir mal in der Schule davon abgeraten und danach wusste ich nicht, wofür das Semikolon gut ist; nun will ich es aber häufiger verwenden.

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Ich nehme mir vor, hier mal wieder mehr Fotos zu posten. Mal sehen, ob ich das auch wirklich hinkriege.

Huch! Da ist ja schon eins (Ort steht dran):

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Hier noch ein Schnappschuss von meinem Ausflug nach Kleve letztens, der einem ein wenig Kopfschmerzen bereitet:

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Jobs für Paarhufer bei der Deutschen Bahn:

10.02.2019

Habe mir am heutigen Sonntag ein NRW-Ticket gekauft und fahre im Land herum. Die erste Station war Krefeld und ich kam hier gegen 11 Uhr an. ,,Samt- und Seidenstadt”. Leider eine Stadt im Dauerregen, trotzdem nett. Das Brauhaus hatte leider noch zu. Krefeld beherbergt an seinem Hauptbahnhof eine sehr ausdifferenzierte Trinkerszene. Ein öffentliches Klo gibt es sonntags aber nicht. Wegen Blasendrucks suchte ich deshalb am Ausgang zur Südstadt die ,,Caféterie im Seidencarré” auf.
Kleiner Kaffee, Toilettengang. Viele alte Frauen sitzen hier und unterhalten sich (,,Komm ich neulich vom Friedhof. Fragt mich der Nachbar: Wo kommen Sie denn hier? Sag ich: Vom Friedhof! Sagt er: Warum sind se da nich geblieben?”). Erst beim Rausgehen sehe ich, dass das Seidencarré eine Anlage zum betreuten Wohnen ist, schön mit eigener Caféteria.
Im Zug nach Kleve trocknen meine Sachen.

Der Niederrhein hat viele Vorteile: Zum Beispiel ist er sehr flach und man kann hier sehr weit gucken.

Mittags quere ich Kevelar, die kleine Wallfahrtsstadt. Beinahe wäre ich hier spontan ausgestiegen, aber Kleve lockt mich zur Zeit mehr. Kleve hat eine Burg und als ehemalige Residenzstadt Parkanlagen. Hoffentlich ist nur Petrus gnädig und schenkt mir ein paar trockene Stunden!

Weeze! Hier war ich schon mal! Erinnere mich noch an den Flughafen.
Muss ich nicht mehr hin.

Goch. Hier war ich mal mit dem Fahrrad, als wir meine Schwägerin und ihren ersten Mann auf dem Campingplatz besucht haben. Sonst keine weiteren Erinnerungen. Der Wind pustet dicke, dunkle Wolken in Fahrtrichtung. Das sieht nicht gut aus!

Kleve. Während der Niederrhein ja eigentlich (wie bereits erwähnt) angenehm flach ist, macht Kleve (,,Kliff”) seinem Namen alle Ehre: Hier geht es über weite Strecken auf und ab. Oben auf dem Berg thront die Schwanenburg mit dem wahrscheinlich schönsten Dienstsitz eines Amts- und Landgerichts in Nordrhein-Westfalen. Petrus drückt ein Auge zu und die Regenwolken ziehen vorbei.
Kleve hat auch eine leicht heruntergekommene Altstadt, die schon genannte Burg sowie einen barocken Garten, von dem man aus bis nach Hoch-Elten gucken kann. Mittags bin ich erschöpft und hungrig und kehre im ,,Restaurant Altes Landhaus im Fortgarten Kleve” ein. Wie in einem feinen italienischen Restaurant gibt es zur Begrüßung Weißbrot, doch statt Kräuterbutter bekommt man hier Griebenschalz. Das gefällt mir!
Gierig schlinge ich die Portion hinunter.

Nachmittags sitze ich im Zug Richtung Krefeld und warte auf die Abfahrt. Der Regen prasselt auf das Zugdach. Campingstimmung.
Auf dem Weg zum Bahnhof hat mich ein geistig verwirrter und betrunkener Rumäne angesprochen. Er redete wie ein Wasserfall auf englisch auf mich ein, bis ich ihm einen Euro gab.
Bin froh, jetzt im Trockenen zu sitzen.

Nach dem Umstieg in Krefeld meine Notizen für den nächsten Ausflug:

  • Wanderrucksack statt Stadtrucksack mitnehmen!
  • ggfs. Extrakleidung (Hoodie?) einpacken.
  • Taschentücher nicht vergessen!
  • Hut mitnehmen!

07.01.2019

Hauptbahnhof.
Trinker liegen auf der Wiese,
im matschigen Gras.
Tauben landen,
Gurren nach Fleisch.

Endlich wurde mein Zugang zum Zeiterfassungssystem freigeschaltet und ich konnte einen Tag Urlaub beantragen.
Einen ganzen Tag!
Nur für mich!

In der Bankenkrise war die Sicherung der Einlagen besonders wichtig. So eine Erbsensuppe schmeckt auch nicht wirklich ohne Wurst.

06.01.2019

Momentan viel Arbeit. Die Freizeit verdampft. Gleichzeitig kann ich wegen der neu gültigen Arbeitszeitvereinbarung nicht so früh anfangen wie sonst. Dumm ist: Fahre ich später zur Arbeit, sind die Züge und Bahnen immer so voll, dass ich das fast nicht ertragen kann.
Also probiere ich etwas Neues aus: Ich fahre so früh zur Arbeit wie sonst und nutze die halbe Stunde bis zum Arbeitsbeginn für mich. Zum Beispiel kann ich jetzt meine Aufzeichnungen im Notizbuch durchgehen und bloggen.
Es ist eigentlich ganz schön, hier in der ruhigen Bibliothek zu sitzen und zu Schreiben, während noch keiner da ist.

,,Pferdedecke” ist nicht gerade das, was ich denken möchte, wenn ich ein Bier trinke – trotzdem sind Sauerbiere sehr fein und zufällig an dem Tag, an dem ich in der Mittagspause einen Spaziergang zum ,,Holy Craft” in Düsseldorf machte, spült mir mein Feedreader diesen Blogartikel über die gute, alte Brettanomyces vor die Augen.
Gekauft habe ich übrigens ein ,,Original Ritterguts Gose”, ein Bier, welches ich mal (wenn mich mein rieseliges Hirn nicht trügt) im Turm auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen getrunken habe.

Ich vermisse die Abende, an denen die untergehende Sonne die Straßenschluchten heizt.

05.02.2019

Ich freue mich schon wie Bolle auf die Netflix-Verseriellung (klingt ein bisschen wie Sellerie … was soll’s …) von ,,The Witcher”. Thilo Nemitz erklärt in einem Blogeintrag sehr gut die Faszination, welche Geralt von Riva ausüben kann – und welche Bedenken man als Fan angesichts der Serie verspüren kann.

Doris Anselm macht sich in ihrer Kolumne über die Weinerlichkeit der AfD lustig. Ich habe im persönlichen Umfeld auch schon bei eher mals als Rechtskonsevatien einen gewissen Hang zur Larmoyanz entdeckt. Eigentlich seltsam, wo doch klassisch eher ,,linke” oder ,,liberale” Menschen als überempfindlich gelten.
Sind wohl doch alle gleich.

In der Bahn gegenüber ein Mann. Er erinnert mich an einen alten Bekannten und für einen Moment denke ich, er ist es wirklich. Doch dann fällt mir ein, dass er sein Dorf ja niemals verlassen würde. Außerdem soll er auch schwer krank sein. Vielleicht ist er auch schon tot. Getrunken hat er immer zu viel und wenn er dann so richtig voll war, fing er an, Geschichten zu erzählen: Erfundene Geschichten von unheilbaren Krankheiten und wie er als Unteroffizier der Bundeswehr seine halbe Einheit in den sicheren Tod geschickt hatte. Auch hatte er in Afghanistan als Scharfschütze seinen eigenen Sohn erschießen müssen. Später hatte er dann geglaubt, seine große Liebe gefunden zu haben. Museumsdirektorin war sie gewesen: Intelligent, schön und reich.
Doch sie hatte ihn nur ausgenutzt, sich über ihn einfachen Mann auf Vernissagen und Empfängen lustig gemacht. Dann hatte sie ihn verlassen.
Wie gesagt: Die Geschichten von ihm waren alle erlogen.
Trotzdem waren sie sicher ein guter Grund zum Saufen.

Lied-Idee für einen Schlager:
Sänger in der Art von Freddy Quinn trällig launig und rau:

Beim schmierigen Griechen ums Eck,

da sitzen die Nutten und Saufen.

Denn beim schmierigen Griechen ums Eck,

raucht man nicht

da raucht man nicht

Quelle: Gehirn

04.02.2019

Morgens müde. Letztes Wochenende mit dem besten Freund verbracht. Wir hatten uns unglaublich lange nicht gesehen und nun haben wir Zeit füreinander gehabt.Wir haben zusammen getrunken, geweint und gelacht. Gelacht haben wir am meisten – so sehr, dass ich Bauchweh bekam. Ein schönes Gefühl: Bauchweh vor Lachen, obwohl es ganz schön weh tut.

Gegenüber dem Hauptbahnhof in Düsseldorf hängt ein gewaltiges Werbebanner mit einem Foto von Bastian Schweinsteiger, dazu ein Spruch von wegen ,,sauber spielen” oder so. Das Banner ist von der ,,Deutschen Automatenwirtschaft” und deren Logo erinnert mich an die der Bundesministerien.

Verspüre einen großen Drang nach schlechtem Essen. Schlimm sind in einem solchen Zustand die vielen Garküchen am Wegesrand.

Die neuen KOH-I-NOOR-Versatil-Fallminenstifte (dieses Wort schnell und häufig sprechen!) sind so prima wie ich es in Erinnerung habe. Damit schreibe ich diese und andere Zeilen in mein kleines Notizbuch und ab und an tippe ich sie ins Internet.

Im alten Ägypten legte man Verstorbenen kleine Tonfiguren mit ins Grab. Diese sollten den Toten im Jenseits versorgen. Unter ihnen waren Köche, Bäcker und Gärtner.
Heute: Steuerberater, Personal-Coaches, Influencer.

Schon seltsam: WordPress verordnet jedem User den neuen Editor Gutenberg mehr oder weniger zwangsweise – aber die eigene Android-App hat den noch nicht.

01.02.2019

Ganz Duisburg liegt morgendlich im Schnee. Mein erster Tag in der neuen Behörde. Ich stehe an der Haltestelle und schaue einer Straßenbahn beim Vorbeifahren zu.
Ich kann den Moment fühlen – ohne, dass er zu sehr schmerzt.
Besserung ist in Sicht.

31.01.2019

Morgens früh öffne ich das Badezimmerfenster, um frische Luft hereinzulassen. Mit hinein dringt das Geräusch vom Autoscheibenkratzen. Ich bin froh, heute morgen nicht raus zu müssen. Stattdessen setze ich mich im Schlafanzug an den PC und logge mich ein. Bei der ersten Tasse Tee des Tages erledige ich die ersten kleinen Tasks.

30.01.2019

Der Tag fängt ja gut an: Ich komme ins Büro und meine Kaffeetasse ist weg!

Der Tag fängt noch viel besser an: Ich suche die Tasse und stelle fest, dass ich sie selber gestern in den Schrank geräumt habe!

Anna ruft an. Ganz plötzlich. Mich gruselt. Ich bin fassungslos. Wütend und unsagbar traurig.

Ich sitze im Büro und organisiere Dinge. Wir alle hier sitzen in unseren Büros und organisieren Dinge. Dann sitzen wir zusammen und organisieren uns selber.
Manchmal weiß ich überhaupt nicht, was ich hier soll.

Fallminenstifte von Koh-i-Noor kaufen und sich gut fühlen.

Feierabend im Schnee. Schöne, große Flocken fallen vom Himmel und verwandeln sich am Boden in dreckigen Matsch. Immerhin kein Eis hier im Rheinland. Man möchte ja heil nach Hause kommen.