03.01.2019: Schlafhygiene 2, Überweisungsfrust, Stimmung, Trubel, Dunkel

Schlafhygiene 2

Meine Bemühungen um Schlafhygiene haben gestern erste Früchte gezeigt: Ich bin gut zur Ruhe gekommen und habe ich zeitig und gemütlich ins Bett gelegt. Ich muss zu meiner Schlafhygieneliste jedoch noch einen Punkt hinzufügen:
ABENDS KEINE BOHNEN ESSEN!!!!
Das Chili, von dem ich zum Abendbrot zuviel zu hektisch aß (ich war sehr hungrig), rumorte in meinem Magen herum und ich konnte nicht einschlafen. Als ich dann doch einschlief, hatte ich einen schlimmen Traum, den ich vielleicht in einem separaten Blogeintrag verarbeiten werde.

Überweisungsfrust

Für meinen neuen Laptop habe ich mir ein zusätzliches Netzteil bestellt und wollte die Rechnung heute morgen noch ,,mal eben schnell” bezahlen.
Dummerweise ist Evernote (wo die Rechnung drin ist) beim Start immer sofort abgestürzt. Nachdem ich es neu installiert und die Rechnung endlich vor mir hatte, versagte das Onlinebanking – wahrscheinlich, weil sich an meinem Konto im Dezember etwas geändert hat.
Also muss ich heute Mittag mal zur Sparkasse und die Überweisung in den Automaten eintippen.
Willkommen im 21. Jahrhundert!

Stimmung

Ich bin müde, gehetzt und gereizt im Büro angekommen. Was macht man, wenn man in der Anrufliste im Telefon Anrufe vom frühen Abend findet? Man ruft natürlich morgens um halb sieben zurück!

Trubel

Zu allem Überfluss herrscht auf der Arbeit ein gewisser Trubel, ich habe mir in der letzten Woche mal erlaubt, eine lange überfällig Entscheidung anzustoßen – allerdings auf einem direkten, unorthodoxen Weg. Nun bin ich nervös, dass mir das alle auf die Füße fällt, obwohl sich eine gute Lösung anbahnt.

Dunkel

Feierabendzeit. Es wird dunkel draußen. Es ist Donnerstag, es fühlt sich aber an wie ein Freitag.


02.01.2018: Pillenschlaf, Arbeit, VIVA, plärrende Webseiten, Überschriften, Kellerkind, Schlafhygiene

Pillenschlaf

Wegen meiner Stimmungsschwankungen hat mir mein Psychiater ein leichtes Neuroleptikum verschrieben, dass ich zum Einschlafen nach eigenem Bedarf nehme. Es handelt sich nicht um ein Schlafmittel, sondern das Medikament beruhigt einfach.
Gestern Abend war es mal wieder so weit und ich habe in der Nacht relativ ruhig und fest geschlafen. Dummerweise bin ich nach der Einnahme immer auch am nächsten Tag ziemlich durcheinander, aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. Ab und an bekomme ich von dem Mittel auch leichte Kopfschmerzen.

Arbeit

Es geht wieder nach Düsseldorf zur Arbeit. Straßen, Züge und Bahnsteige sind relativ leer. Ich hoffe auf eine recht ruhige Zeit im Büro. Leider war es ,,zwischen den Jahren” ziemlich stressig.

VIVA

Carsten nimmt auf seine Art Abschied von VIVA – ein Verbleichen, das von mir vollkommen unbemerkt geblieben ist. Das macht aber nix, da auch in meinem Leben VIVA keine Rolle gespielt hat. MTV war da wirklich wichtiger.

Losplärrende Webseiten

Beim Lesen eines ZEIT-Artikels über Computerspiele und die Stasi muss ich feststellen, dass inzwischen selbst in Pocket geöffnete Webseiten mit Sound losplärren können.

Überschriften

Die einzelnen Einträge hier bekommen jetzt ,,richtige” Überschriften (technisch gesehen sind das WordPress-Blöcke).

Kellerkind

Ich nutze die relativ ruhige Zeit im Büro für eine kleine Exepedition: Mit aufgesetzter Anstoßkappe erforsche ich die umfangreichen Kellergewölbe unseres Dienstgebäudes. Habe ich mich nach dem Umzug hierhin bisher nur an wenige bekannte Wege gehalten und mich trotzdem häufig verirrt, konnte ich nun mit der Zeit eine gewisse Vorstellung von der Struktur des Kellers entwickeln und sogar einen geheimen Weg in die Kantine finden.
Nun sitze ich hier und trinke einen Kaffee.
Diesen Text schreibe ich übrigens in mein Notizbuch und tippe ihn später ab.
Das Leben ist schön!

Schlafhygiene

Da ich ja relativ schlecht schlafen, nehme ich mir jetzt vor, besser auf die Schlafhygiene zu achten. Das bedeutet: Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen Bildschirme und andere elektronische Spaßmacher ausschalten (wird mir schwerfallen), Etablierung eines Schlafrituals (Hinweise werden gerne angenommen) und vielleicht mal wieder Meditieren oder einfach was Lesen.


01.01.2019: Verkatert, täglich Bloggen, revisionistischer Pappdrachentöter, Treppenwisch, Gutacher, Abendbrot

Verkatert.
Bin ein bisschen verkatert aufgewacht. Nach Silvester für mich nichts ungewöhnliches. Bin ganz gut und ruhig ins neue Jahr gerutscht – das erste Mal ganz für mich alleine. Die ersten drei Indiana-Jones-Filme haben mir Gesellschaft geleistet und ich war via Messenger und Telefon mit der Familie verbunden.

Täglich Bloggen.
Mal schauen, ob ich es wirklich durchhalte, jeden Tag einen Tagebucheintrag zu schreiben. Ist mir aber auch nicht wirklich wichtig und ich möchte mich selber nicht unter Druck setzen.

Auf der Klugscheißerplattform Quora.de bin ich einem revisionistischem Pappdrachentöter begegnet. Dieser rhetorische Trick ist wirklich uralt und scheint noch immer zu ziehen.
Ich frage mich: Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Sie müsste doch selber wissen, dass sie Lügner sind.

Treppenhaus gewischt.
Eine der lästigen Pflichten, jedoch schnell erledigt. Ich habe in meine Todo-Liste eine alle zwei Wochen wiederkehrende Aufgabe und die erinnert mich dann daran, den Aufnehmer zu schwingen. Als ich hier eingezogen bin, habe ich die Treppe monatelang nicht gewischt und mich dann doch gewundert, dass die so schmutzig war. Ein Anruf beim Vormieter brachte Klarheit: Die Mieter mit der Wohnungstür gegenüber und ich sind für unseren Treppenabsatz zuständig. Da die anderen es mit dem Treppenputzen nicht so haben, solle ich die doch mal ermahnen, riet er mir. Da ich keine Lust habe, mit den Nachbarn über das Thema zu streiten, mache ich einfach meinen Teil alle zwei Wochen und das reicht eigentlich.

Gutachterin.
Das Jahr damit beginnen, eine Mail an eine Dozentin zu schreiben und sie zu bitten, die Begutachtung meiner Masterarbeit zu übernehmen. Ich bin gespannt und hoffe auf eine positive Rückmeldung. Ich möchte die Arbeit so bald wie möglich anmelden, damit ich einen Schlussstrich unter mein Studium ziehen kann.

Abendbrot.
Ich mache mir den restlichen Filetbraten und ein paar Restpommes. Danach werde ich meine Tablette zur Nacht nehmen und mich mit einem Buch ins Bett verziehen.

31.12.2018: Morgens, schwarze Flocke, Grausamkeiten

Morgen!
Das Essen lag mir in der Nacht schwer im Magen. Bin auch zu spät zu Bett und heute ganz schön müde. Der Kaffee schmeckt auch bitterer als sonst. Was will ich heute tun? Vielleicht einen schönen Jahresendspaziergang?
Erst einmal das Internet durchlesen. Das Radio plärrt und in Samoa rufen sie schon: Frohes neues Jahr!

Schwarze Flocke.
Ich lese einen Text von Glumm und die Tränen laufen wie verrückt die Wangen herunter. Solange man noch Tränen hat, ist man nicht verloren.

Grausamkeiten.
Ich muss immer wieder an die Grausamkeiten denken, die mir jemand angetan hat. Gerne würde ich die Opferrolle ablegen, bin aber wohl noch nicht so weit.

30.12.2018: Tagebuch, Putzen, Pause, Podcast, Filetbraten

Tagebuch!
Nun will ich auch mal das Tagebuchbloggen ausprobieren, obwohl Tagebuchbloggen ja eigentlich das ursprüngliche, reine Bloggen ist.
Ursprünglich.
Rein.
So ist das fein.

Vor dem Jahreswechsel Bude putzen!
Aus Silvester mache ich mir im Allgemeinen nicht viel. Es ist eigentlich nur ein Datumswechsel und Geböller hasse ich wie die Pest. Trotzdem möchte ich die freie Zeit bis dahin nutzen, meine kleine Bude auf Vordermann zu bringen. Erhaltungsbedingung bin ich allerdings unmotiviert und zerlege das Projekt in mikroskopisch kleine Tasks.

Pause machen!
So wichtig! Gerade wenn die Todo-Liste so voll ist, muss ich verstärkt aufpassen, nicht in den ,,Ichmussjetztallesganzschnellsoforterledigen”-Modus zu verfallen. Küche und Wohnzimmer sind jetzt gewischt, es fehlen noch Schlafzimmer und der (Mini-)Flur.
Ich mache mir jetzt ein Bier auf.

Podcasten!
Während ich auf den Anruf eines meiner besten Freunde warte (wir telefonieren einmal in der Woche, sehen tun wir uns ungefähr zweimal im Jahr), fällt mir ein, dass ich die Zeit gut mit der Aufnahme einer reinquaken!-Episode zubringen kann. Habe ich einen Kreativitätsflash?

Filetbraten!
Nach dem Putzen und Telefonieren dann gekocht: Filetbraten mit Möhrchensalat und Kroketten. Leider ist der Möhrchensalat bitter geworden (lag es an der Zwiebel?), der Rest wurde aber von der Allerliebsten und dem Thronfolger mit Genuss verspeist. Die beiden sind nun auf dem Heimweg und ich habe noch schnell die Küche aufgeräumt. Die Ruhe wird nur noch von der gluckernden Spülmaschine gestört. Ich mache mir noch ein Bier auf und höre noch etwas von ,,Molwanien – Land des schadhaften Lächelns” – ein Buch, welches ich sowohl in Print- als auch in Audioform sehr schätze.