29.03.2019

Oje Marie, die Birken blühn!Oje Marie, die Birken blüh’n!

Vor einem wichtige Telefongespräch heute entspanne ich mich mit einem Tee auf dem Balkon

Ich denke, ich werde bei WordPress wieder auf den klassischen Editor umsteigen. Gutenberg ist ja eine gute Idee, nur ist das Handling der Blöcke einfach unter aller Kanone: Will ich einen Block verschieben, dann komme ich nicht mit der Maus bis zu der passenden Schaltfläche, weil sich ständig entweder eine andere Schaltfläche vor sie schiebt (und dort bleibt!) oder die Schaltfläche verschwindet einfach zugunsten einer anderen.
Meiner Meinung nach ist Gutenberg ein Schnellschuss.

Wer den klassischen Editor weiter benutzen möchte, dem sei das offizielle Plugin von WordPress dafür benutzen: Classic Editor

Auch deswegen praktisch, weil ich dann auch weiter den Offline-Editor BlogJet benutzen kann. Auch die


 

 Das Projekt “Auf dem Gaskocher Sardellen fritttieren” war ein Erfolg! Die Dinger haben geschmeckt und hoffentlich vertragen wir sie auch gut. Der Miniwok ist ein bisschen zu groß und aus Sicherheitsgründen würde ich stattdessen doch lieber die Fritteuse benutzen, auch wenn das aufwändiger ist.


Abends dann Doku-Gucken (,,Hitler und Ludendorff”).

 

28.03.2019

Heute mal wieder viel Angst wegen der Masterarbeit. Die Panik kriecht mir über die Schultern kalt in den Kopf und dort wird sie dann ganz heiß. Eine Art Paranoia macht sich in mir breit; es ist, als wären dunkle Mächte im Hintergrund am Werk und keine Erlösung in Sicht.
Ich werde heute Abend wohl besser wieder mein Mittelchen nehmen, um Schlafen zu können.

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So gegen 11 Uhr: Ich habe mir eine Art Ablaufplan für die Arbeit gemacht und das hat mich ein wenig beruhig. Außerdem habe ich den Gatekeeper der Shivering Isles erschlagen und das hebt natürlich auch die Stimmung.
Nun schreibe ich erst einmal weiter und die vielen Todos für Masterarbeit sind einem Evernote-Dokument gut aufgehoben. Ich habe ja noch genügend Zeit (bis Juli!!) und muss nicht alles auf einmal machen.

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Hustenarbeitsrythmus

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Google-Konto gesperrt

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Abends Husten, Husten, Husten, Husten, Husten und wunder Hals und wunde Brust und wunde Seele und alleine in der Küche sitzen und Tee trinken und sich wünschen, dass alles bald vorbei ist und dann kommt dieses schöne Lied daher:

27.03.2019

Hust! Hust! Schnief! Schnief! Aua Kopf!
Eine Erkältung baut sich drohend vor mir auf und ich überlege um 7 Uhr morgens, ob ich mich nicht besser wieder ins Bett legen sollte.

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Udo Vetter berichtet über einen geplanten Schniedelvergleich der ganz besonderen Art und darüber muss ich trotz Kopfweh lachen.

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Elisabeth Bauer spielt schon mal ein Kundengespräch zum Thema Uploadfilter durch.

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Im Laufe des Vormittags öffne ich die Balkontür und werde zweier Jugendlicher gewahr, die unauffällig hinter ein paar Büschen stehen, unauffällig und leise Rapmusik hören und dabei ganz unauffällig einen Joint rauchen.
Ich habe die Jungs gerochen, bevor ich sie überhaupt gehört, geschweige denn gesehen habe!

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Abends dann die Doku ,,Die Subway-Falle”.

25.03.2019

Es ist gleich 8 Uhr morgens und ich sitze wie gelähmt vor dem Laptop, denn ich warte auf die Nachricht, dass die Allerliebste gut an ihrem sehr fernen Reiseziel angekommen ist. Bisher kommt nichts an und das macht mir Angst.Die Angst kommt angekrochen und raunt mir Schreckliches zu.
Es sind Lügen, das weiß ich.

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Ich muss als Notarzt nachts um 2 raus, weil ein Teenie sich an Wodka-O übersoffen hat und jetzt besinnungslos in der Ecke liegt. Ich muss morgens um 4 raus, weil ein randalierender Spritti im Suff erst seine Lebensgefährtin und dann das was man Wohnung nennen möchte kaputt geschlagen hat. Inklusive einer Glasscheibe welche für ein mittelschweres Blutbad gesorgt hat.

Narkosearzt unterwegs

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Angebaggert

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Nun doch endlich ein Lebenszeichen der Allerliebsten! Sie lebt! Sie ist angekommen! Mehr weiß ich nicht!

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Stell Dir vor, Du kommst vom Land und magst sehr gerne grobe Leberwurst mit Rübenkraut drauf und Du denkst Dir: ,,Naja, Tiere und Klima und die gehärteten Fette … muss das sein mit der Leberwurst?” und Dir fällt ein, dass es ja zur Leberwurst eine leckere vegetarische Alternative gibt, nämlich Zwiebelschmalz.
Stell Dir also auch vor, Du kaufst ein Glas Zwiebelschmalz (Glas! Kein Plastik!) und als Du vor der bebutterten Schnitte Brot sitzt und Dir nochmal schnell die Inhaltsstoffe durchliest (Du bekommst nämlich demnächst veganen Besuch und könntest ihm das Zeug ja vielleicht auch anbieten), da springt Dir das böse, gemeine Wort ins Auge:
PALMÖL!!!
… irgendwas ist ja immer …

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Read on my Dear weisst auf dieses wundervolle Geschenk hin: 5 Romanideen mit Erfolgsgarantie!Ich sitze hier und gackere vor Freude!

22.03.2017

Es ist warm. Frühlingswarm. Ich schwitze in meiner schwarzen Jacke. Das Wort “Übergangsjacke” kommt mir in den Sinn.Das Alter haucht mich an.Es hat den Geschmack von Beige.

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Der Tag fängt trübe an, trüber als der Sonnenfrohtag gestern. Ich bin
halbwegs zeitig wach. Frühstück: 1 Scheibe Brot mit etwas Fleischsalat,
darüber zwei gekochte Eier.
Kaffee.
Ich gehe auf den Balkon. Zum Arbeiten ist es hier zu kalt. Die
Hinterhöfe liegen still.

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21.03.2019

Gestern Abend Panik wegen der Masterarbeit gehabt. Bier getrunken.
Aufgehört damit, als ich merkte, dass ich mich besaufen würden. Dann
selbstgemachten Kartoffelsalat gegessen. Lecker, aber zu spät und zu
viel. Die Nacht herumgewälzt, schwarze, dunkle Träume.Nun scheint die Sonne und lacht mich fröhlich an.
Ich lächle schüchtern zurück. Kaffee.

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Auf Empfehlung von Christian habe ich hier mal die Plugins WordFence und UpDraftPlus installiert für zum Sichern und zum Backuppen. Wenn irgendwas in Folge hier nicht funktionieren sollte, so erbitte ich einen Kommentar oder (falls das auch nicht geht) eine Mail an mb3@gmx.de!
Aber bisher schaut alles gut aus.

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caasn hat ein schönes Foto vom Rhein verbloggt. Bitte mal angucken gehen.

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Was ich damit sagen will: Macht eine Website mit Standard-Infos. Lasst Eure Kunden per Mail mit Euch kommunizieren. Alles andere nervt. 

Vanessa spricht mir aus der Seele.

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Oh. KNV ist pleite.

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Nun habe ich den Feedreader leergelesen, Kaffee getrunken und ein Brot gebacken und nun geht es an die Masterarbeit!
Dazu mache ich es mir auf dem Balkon gemütlich, auf dem es netterweise mal nicht mehr so kalt ist. Die frische Luft, das Vogelgezwitscher und das helle Licht tun mir gut und ich schaffe ein paar weitere Absätze.
Vielleicht ist doch nicht alles so furchtbar wie befürchtet!

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(Eine Stunde später)
Es ging dann doch gut voran. Wenn das Wetter so schön frühlingshaft bleibt, werde ich den Balkon häufiger zum Schreiben nutzen!
Bei schlechtem Wetter will ich vielleicht auch mal zum Schreiben in die Unibibliothek gehen.

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Im Laufe des Tages bessert sich die Stimmung. Nachdem ich mir die
Augen ausgewaschen habe, lässt mich der Heuschnupfen eine Weile in
Frieden.

London im Jahr 800

Mir träumte, ich müsste nach einer durchzechten Nacht in der großen Wohnanlage, in der ich wohnte, die Kellerräume putzen. Dabei hatte ich ständig Angst, dass jemand plötzlich im Keller das Licht ausdreht (ein beliebter Scherz unter den Nachbarn) und ich im Dunkeln stehe. Aber alles ging gut und ich wischte Türen und Klos. Aus daffke pinkelte ich noch in die Abstellkammer im Nebenhaus.

Nach dem Putzdienst öffnete ich eine Tür und stand in einem Hauptbahnhof. Er war groß und licht und viele Menschen liefen hier herum und ich beschloss, eine gemütliche Runde durch den Bahnhof zu gehen; sozusagen einen kleinen Sonntagsspaziergang zu machen.

Ich war noch nicht weit gekommen, da kam ein Betrunkener auf mich zu. Er war noch recht jung, trug ein Karnevalskostüm und hielt eine Flasche Kölsch in der Hand. Er entschuldigte sich bei mir. Es täte ihm leid: Dass mit den Konzerten hätte er nicht zu sagen sollen und er habe mich nicht verletzten wollen.
Konzert? Verletzen?
Ach – der Typ verwechselte mich mit jemand anderem! Da der junge Jeck wohl ordentlich getankt hatte, versuchte ich erst gar nicht, das Missverständnis aufzuklären; ich befürchtete, er würde mir eh nicht glauben. Also nickte ich nur sagte Dinge wie: ,,Alles gut.’’ und ,,Bin nicht sauer.’’

In der Folge hatte ich den Typen an der Backe und er folgte mir sogar, als ich den Bahnhof in Richtung des Viertels ,,London im Jahr 800’’ verließ.

Dieses Viertel hatte ich mir schon immer anschauen wollen: Häuser, Leute und alles drumherum war genau wie – nun, ja – das London aus dem Jahr 800 aufgebaut. Angeblich würde hier sogar Merlin, der Zauberer wohnen.

Ich trat also nach draußen und ein großes Hinweisschild (,,London im Jahr 800’’) später standen wir auf einem Marktplatz und ich wunderte mich, dass das hier überhaupt nicht wie ein Mittelaltermarkt aussah. Zwar schienen Menschen, Marktstände und Gebäude aus dem Mittelalter zu stammen, aber irgendetwas stimmte nicht.
Nur was?
Dann fiel es mir auf:
Alles wirkte so echt.

Vor allen Dingen wirkten die Menschen, als ob sie aus ihrer Zeit gefallen wären. Die meisten waren in einfache alte Kleider gewandet (zwischendurch jedoch blitzte immer wieder ein modernes Kleidungsstück durch) und wirkten fremd in der Moderne. Ihnen schien durchaus bewusst zu sein, dass sie sich in der Zukunft befanden und sie benutzten auch manch moderne Gegenstände wie Kugelschreiber. Ich sah auch mindestens ein Transistorradio, aber kein Handy oder ein anderes Gerät mit Bildschirm.

An einem halboffenen Gebäude zog eine kleine Prozession von Männern, Frauen und Kindern vorbei. Hinter einem Vorhang schlief nämlich der große Merlin. Man sah in ihm hier allerdings weniger einen Zauberer, sondern eher eine Art Prophet.

Wir mischten uns unter das Volk.

Eine junge Frau kam auf uns zu und sprach uns an. Wir verstanden kaum etwas, denn sie sprach eine Art seltsamen Dialekt. Sie hielt uns mehrere bunt bedruckte Werbeflyer vor die Nase. Sie schien ein Problem zu haben, einen von ihnen zu lesen. Auf ihm Stand in Schreibschrift: ,,Verkaufsoffener Sonntag’’ und nach einigem hin und her und Reden mit Händen und Füßen wurde schnell klar, dass sich die Leute hier zwar an die moderne Druckschrift gewöhnt hatten, aber wohl noch nie Schreibschrift gesehen hatten. Wir versuchten, ihr klarzumachen, dass die Schreibschrift durch das Tippen auf Tastaturen und Smartphones unüblich geworden sei, sie jedoch verstand, die Schreibschrift sei offiziell abgeschafft, ja verboten und sie warf den Flyer auf die Erde.

Bevor wir sie aufklären konnten, ertönte eine Fanfare und die Menschen drängten von der Mitte des Marktplatzes weg an den Rand. Eine Gruppe Männer in Talaren betrat die Szene. Einige trugen zeremoniell geschmückte Schirme mit Glöckchen daran. Andere gingen auf das Haus des Merlin zu, traten durch den Vorhang hinein und trugen den weisen Mann heraus. Merlin trug eine schmucklose Toga, war weißhaarig, alt und dünn und trotzdem schauten seine Augen intelligent und wach.

Der Zauberer wurde um den Platz getragen. Er schaute sich die Menschen alle nacheinander an. Als er ganz nahe bei uns war, sah er mir ganz fest in die Augen und sagte laut:

,,Du bist besoffen!’’

Besoffen? Ich? Vielleicht meinte er meinen betrunkenen Begleiter – aber ich selber war komplett nüchtern!Ich traute mich nicht zu widersprechen, schüttelte aber immerhin entschieden den Kopf.

Er wiederholte sich jedoch:
,,Du bist besoffen!’’ und er fügte hinzu:
,,Du bist besoffen von Deiner Seele!’’
Dann nahm er sich den nächsten vor.

Ich war wie vom Donner gerührt und murmelte immer wieder vor mich hin:
,,Du bist besoffen. Du bist besoffen von Deiner Seele!’

Drachentraum

Mir träumte, ich wäre ein Drache. Kein plumper Wyvern wie die aus Game of Thrones, sondern ein wandelbarer, schneller, schlanker Drache wie die gottähnlichen Wesen aus Asien. 

Ich lebte in einem tiefen Wald in relativem Frieden, doch die Menschen fällten die Bäume und zerstörten den Forst, der schon seit zehntausend Jahren meine Heimat gewesen war. Ich wusste: Es wäre zwecklos zu versuchen, die Menschen zu vertreiben, denn es würden mehr und mehr von Ihnen kommen und sie würden bewaffnet sein und letztendlich würde ich jeden Kampf mit ihnen verlieren.

Also floh ich aus meiner Heimstatt, auch wenn mich die Menschen dabei sahen. Ich flog über ihre Straßen und Häuser und ihre kleinen Blechkisten, in denen sie durch eine Landschaft fuhren, welche von grauen Bändern zerschnitten war, damit die Blechkisten auch ja genügend Platz haben. Die Menschen verfolgten mich in Kisten mit leuchtenden Lichtern und auch mit ihren Luftkisten, die ich schon mal am Himmel beobachtet hatte.

Es wurden immer mehr und je weiter ich flog, desto enger schloss sich ihr Kreis um mich. Sicher hätte ich den Kreis durchbrechen können, denn die Luftkisten sahen nicht besonders stabil aus – doch ich wollte keine Menschen töten.

Noch nicht.

Irgendwann sah ich eine künstliche Höhle, die wie ein Mund in der Erde gähnte. Hier führte kein graues Band hinein, sondern Eisenstränge. Das waren Schienen, wusste ich. Ich flog hinein in die Höhle, die von gelben Licht erleuchtet war. Von Seilen unter der Decke zuckten plötzlich Blitze auf mich nieder, aber das machte mir nichts aus. Dann wurde es dunkel.

Ich änderte meine Gestalt und huschte nun schlank wie eine Schlange über die Schienen hinweg. Nach einer Weile gelangte ich in einen Raum, auch er vollkommen dunkel. Die Blitze mussten sämtliche Lichter in der Höhle ausgelöscht haben. Gläserne Schächte führten nach oben, kein Mensch war zu sehen.

Alles sah wie eine Falle aus.

Das Glas brach mühelos, als ich in einen der Schächte eindrang, um wieder an die Oberfläche zu gelangen. Eine graue Treppe hinaufgleitend geriet ich direkt in einen Hinterhalt. Zum Glück war dieser recht stümperhaft organisiert und ich stieg über die Blechkisten mit ihren blinkenden Lichtern hinweg. Die Menschen trugen alle blaue Kleidung. Schüsse peitschten, doch die Kugeln waren zu schwach, um meinen Panzer zu durchdringen. Ich breitete meine Flügel aus und erhob mich in den Himmel.

Zu meinem Glück traf ich bald wieder auf einen etwas größeren Wald und dort versteckte ich mich, bis es dunkel wurde. Ich wusste, die Menschen würden eine Weile brauchen, um den Wald zu durchkämmen und eingehüllt in den Mantel der Nacht bin ich ihnen entwischt. Danach tauchte ich durch einen tiefen, breiten Strom, der mir wage bekannt vorkam.

Nun habe ich mich an einem großen, grauen Gebäude versteckt. An seinem Dach sind viele Drachen und andere Geschöpfe angebracht. Hier sitze ich nun genau so grau wie alles andere hier und schaue hinab auf die Stadt und die Menschen. 

Das beste Versteck ist direkt unter ihren Augen.