22.-25.02.2019

Fahrt nach Leuven in Belgien!

Im Zug nach Köln sitzen. Aufregung und Vorfreude teilen sich mein Flatterherz. Als Folge einer SMS von A. Idee für eine Krimiserie gehabt: ,,Scharia 110 – die Sittenpolizei’’. Bärtige Männer stürmen einen Puff und schreien ,,Auf den Boden! Auf den Boden! Alle auf den Boden! Richtung Mekka, Ihr Hunde!’’

Treffen im Brauhaus Gaffel. Bin als erster da. Sehr nett hier, aber viel zu laut. Viele Leute sind verkleidet und das verleidet. A. kommt dann dazu, M. etwas später und C. reist eh mit dem Flugzeug direkt nach Leuven. Damit es nicht langweilig wurde, überrascht uns der in Köln lebende B. Lustig ist es und das Kölsch fließt in Strömen!

Später dann Zugchaos in Köln und Umgebung. Unser IC hat mehr als 100 Minuten Verspätung. Frusttrinken im ,,Dezernat 90’’ hinter dem Kölner Hauptbahnhof und diese Kneipe ist nur halb so kaschemmig wie sie von außen gewirkt hat.

Nächtens bekamen wir noch glücklicherweise den letzten Anschlusszug von Lüttich nach Löwen. Der Bahnhof in Lüttich ist das Montabaur Belgiens und wurde mit viel Aufwand als Raumstation in ein relatives Nirgendwo geklöppelt:

Gegen halb eins im Bett gewesen und wider Erwarten gut geschlafen.

23.02.2019, 14:00

Der Belgier kennt kein Bauordnungsrecht und genau so sehen seine Städte auch aus. In Leuven steht jedoch trotz gegenteiliger Bemühungen gleich zweier deutscher Armeen noch eine Menge alter Bausubstanz herum und der Belgier muss seinen Quatsch umständlich drumherum bauen.
Man verbringt einen herrlichen Tag im Sonnenschein und wandert durch Kopfsteinpflastergässchen. Die Freunde decken sich mit Unmengen belgischer Süßigkeiten ein.

Man beachte die Taube:

Der Belgier hat seltsame Hobbies:

Die Universitätsbibliothek ist in beiden Weltkriegen unter Beteiligung deutscher Truppen komplett abgebrannt, was mich als Bibliothekar sehr traurig macht.

Die Uni Leuven ist übrigens im gesamten Innenstadtbereich überall präsent.

Das Rathaus besteht komplett aus Zucker:

Lecker Bier:

Für den Genießer-Biertrinker ist Belgien ein Paradies ob der Vielfalt an Sorten und Geschmäckern.

Abendstimmung:

Am Abend haben wir auf einem unserer Zimmer noch weiter Biere verköstigt – diesmal Beispiele aus dem erstaunlich reichhaltigem Angebot des örtlichen ALDI-Marktes. Bis auf das viel zu süße Kriek waren alle erstaunlich gut.
Nachts störte meinen Schlaf Fickgestöhn aus dem Nebenzimmer, gefolgt von sehr, sehr langem Reden.
Das Gestöhne hat mir besser gefallen.

,,Sorry – ich weiß nicht, wo das Rotlichtviertel ist!’’:

,,Der Zeus entführt Europa – aber wer entführt hier eigentlich wen?’’:

Am zweiten Tag Besuch des Beginenhofes. Lauschig! Lauschig! Lauschig! Die kleinen Nischen oberhalb der Türen dienten wohl der Orientierung für Leute, die nicht Lesen und Schreiben konnten.

So etwas wäre in unserem Lande wohl sehr umstritten:

Der große Marktplatz, wo sich die feierfreudige Jugend trifft:

Tripel Karmeliet. Mein Favorit des Wochenendes:

Die von mir so geschätzten Abteibiere sind allerdings auch ganz schön stark, weswegen man als vielleicht etwas unbedarfter Deutscher ein wenig aufpassen muss, dass man sich nicht die Glocke zu schnell vollhaut.

Gegessen haben wir Frittiertes, weil der Belgier eigentlich so alles frittiert, was er kriegen kann – bis auf Pommes.

Die frittiert er doppelt

Geschmeckt hat es uns sehr, nur mag ich jetzt die nächsten Wochen lang nichts mehr essen, was aus der Fritteuse kommt.

Die Einwohner waren im Großen und Ganzen sehr freundlich, der Service war durchwachsen, da meist studentisch.

Am dritten Tage sind wir fröhlich wieder heim gefahren.

Auf jeden Fall möchte ich noch mehr Städte in Flandern besuchen.

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