30.12.2018: Tagebuch, Putzen, Pause, Podcast, Filetbraten

Tagebuch!
Nun will ich auch mal das Tagebuchbloggen ausprobieren, obwohl Tagebuchbloggen ja eigentlich das ursprüngliche, reine Bloggen ist.
Ursprünglich.
Rein.
So ist das fein.

Vor dem Jahreswechsel Bude putzen!
Aus Silvester mache ich mir im Allgemeinen nicht viel. Es ist eigentlich nur ein Datumswechsel und Geböller hasse ich wie die Pest. Trotzdem möchte ich die freie Zeit bis dahin nutzen, meine kleine Bude auf Vordermann zu bringen. Erhaltungsbedingung bin ich allerdings unmotiviert und zerlege das Projekt in mikroskopisch kleine Tasks.

Pause machen!
So wichtig! Gerade wenn die Todo-Liste so voll ist, muss ich verstärkt aufpassen, nicht in den ,,Ichmussjetztallesganzschnellsoforterledigen”-Modus zu verfallen. Küche und Wohnzimmer sind jetzt gewischt, es fehlen noch Schlafzimmer und der (Mini-)Flur.
Ich mache mir jetzt ein Bier auf.

Podcasten!
Während ich auf den Anruf eines meiner besten Freunde warte (wir telefonieren einmal in der Woche, sehen tun wir uns ungefähr zweimal im Jahr), fällt mir ein, dass ich die Zeit gut mit der Aufnahme einer reinquaken!-Episode zubringen kann. Habe ich einen Kreativitätsflash?

Filetbraten!
Nach dem Putzen und Telefonieren dann gekocht: Filetbraten mit Möhrchensalat und Kroketten. Leider ist der Möhrchensalat bitter geworden (lag es an der Zwiebel?), der Rest wurde aber von der Allerliebsten und dem Thronfolger mit Genuss verspeist. Die beiden sind nun auf dem Heimweg und ich habe noch schnell die Küche aufgeräumt. Die Ruhe wird nur noch von der gluckernden Spülmaschine gestört. Ich mache mir noch ein Bier auf und höre noch etwas von ,,Molwanien – Land des schadhaften Lächelns” – ein Buch, welches ich sowohl in Print- als auch in Audioform sehr schätze.

Tagebuchbloggen

Über Verlinkungen bin ich auf des Christians Tagebuchblog gestoßen (Grüße an die alte Heimat!) und ich fühle mich motiviert, so etwas auch zu versuchen. Zwar wird das Projekt sicher in der nächsten dunklen Phase versanden, aber deswegen sollte ich man sich ja nicht abschrecken lassen.

Der neue Gutenberg-Editor bei WordPress macht die Sache ja auch noch ein bisschen leichter.

In Wellen bloggen

Nein – es geht hier nicht um den Weihnachtsurlaub am Meer, sondern darum, dass ich ja immer wieder in Wellen blogge und es zwischen den Wellen immer wieder Zeiten der Ebbe gibt (um im Bild zu bleiben).

Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich zwischendurch immer psychische Durchhänger habe, während der ich nichts auf die Reihe kriege. Dazu kommen noch die ,,Viel-um-die-Ohren-Phasen”, die ja jeder kennt.

Momentan macht mir das Bloggen wieder mehr Spaß, woraus man auf eine halbwegs stabile Phase bei mir schließen kann.

Mirinda

Mir träumte, wir hätten eine Hündin namens Mirinda. Sie sah aus wie eine Mischung aus Bulldogge und Mops und trug immer ein gelbes Kleidchen.
Sie hatte die unangenehme Angewohnheit, allen Leuten nach den Unterarmen zu schnappen, wobei sie jedoch nie jemanden verletzte, denn sie hatte nur noch Fang- und Schneidezähne und achtete immer darauf, lediglich mit der Felge zuzubeißen.
Ekelig war die Angelegenheit trotzdem.
Mirindas Hauptaufgabe war das Verbellen der nackten Rattenplage und die war zugegebenermaßen noch nerviger, als wenn sich Mirinda mal wieder an einem festbiss und man sich hinterher den Sabber abwaschen musste.
An einem Sommertag ärgerte ich mich mal wieder besonders über eine von Mirindas Klammeraktionen, aber weil ich sie trotzdem mochte und die Tage so angenehm rattenfrei waren, nahm ich sie kurzerhand hoch und warf sie in die Luft.
,,Wer ist die Schönste? Mirinda!”
rief ich laut.
,,Wer ist die Tollste? Mirinda!”
Mirinda gluckste vor Vergnügen.
,,Wen haben alle lieb? Mirinda!”
Mirinda lachte und man sah ihre Zähne blitzen.
,,Wer ist unser aller Schatz? Mirinda!”
Mirinda jauchzte.
Nun hielt ich sie und dreht mich um die eigene Achse.
,,Mirindamirindamirindamirindamirindamirinda…”

Das mochte sie am meisten.

Lügner

Der Lügner hat kein Gedächtnis und auch kein Gewissen, für ihn gelten keine Grenzen, er schnüffelt und stöbert, er fragt nicht, er platzt hinein, er macht auch wohlmeinend und ist doch bösartig, er ist süßlich und klebrig aber niemals offen. Der Lügner ist hochmütig, sieht sich der Kritik enthoben und klopft sich noch auf die Schultern, der Lügner zweifelt nicht, er liebt Gerüchte und hat sich eingeschlossen in einem Zimmer, in dem nur er selbst sich Antworten auf falsche Fragen gibt.

Read on, my Dear, read on.

Weihnachtsmärkte

Es ist wieder Weihnachtsmarkt-Zeit und wie jedes Jahr bin ich hin- und hergerissen, wie ich die sich in die Innenstädte der Republik ergießenden Buden finden soll.
Einerseits ist das ein furchtbares Kommerzding: Fahrende Händler frittieren Abfälle und verkaufen sie zu überteuerten Preisen an die von ekligem Glühwein willenlos gemachten Leute.
Alles macht Lärm und ein Gemisch aus ,,Last Christmas” und ,,Rudolph, the Red Nosed Reindeer” schwappt in die Ohren.
Von diesen Märkten bleibt nichts Gutes, außer dem eigenen Namen auf einem Reiskorn.

Andererseits ist der Dezember eine so trübsinnige Jahreszeit. Das Tageslicht ist trüb und grau und schnell wird es dunkel. Es ist kalt und häufig regnet es.
Das drückt auf die Stimmung und ist es da nicht schön, wenn man einfach in die Stadt gehen und die vielen bunten Lichter sehen kann?
Wenn man einfach mal unter fröhliche Leute kommt?

Ich bin jedes Jahr unschlüssig: Mal nerven mich die Weihnachtsmärkte, mal bin ich froh, dass es sie gibt.