Raddtour von Duisburg ins Sauerland Teil: 1

Am Pfingstsamstag sind die Allerliebste und ich ein großes Wagnis eingegangen und losgezogen, mit unseren Hollandrädern (mein Spartacus mit 7 Gängen und die Gazelle der Allerliebsten mit der guten, alten Torpedo-3-Gang-Schaltung) von Duisburg aus zu meinen Eltern ins Sauerland zu fahren.

Hier unser Bericht:

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Vor der Abfahrt noch schnell mit einem alkoholfreiem, isotonischem Getränk gestärkt!

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Das treue Spartacus scharrt schon mit den … äh … Pedalen.

In Duisburg-Duissern ging es dann los. Die erste Etappe zwischen Duisburg und Mühlheim sind wir meist auf der Straße gefahren, dafür ging es aber ziemlich flott die Mülheimer Straße entlang.

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In Mülheim angekommen!

In Mülheim sind wir auf den Radweg “Rheinische Bahn” gewechselt (wir nennen die Strecke nur “Die Trasse”). Hier fährt man extrem bequem auf einer breiten Fahrradautobahn parallel zur Bahnstrecke Mülheim-Essen-Wattenscheid-Bochum.
Gut asphaltiert, schön flach.

Irgendwo in Essen sind wir auf den Gruga-Radweg gewechselt:
Radfahren im Grünen.

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Keine Ahnung, warum ich angefangen habe, Wegweiser zu fotografieren …

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Ein kurzer Eindruck vom Gruga-Radweg  in Essen.

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Es ging bis Essen-Steele und von dort aus bis nach Bochum-Dahlhausen:

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Dahlhausen ist ein beschaulicher Stadtteil von Bochum und hier finden sich Eisenbahnfreunde von nah und fern ein, um das Eisenbahnmuseum zu besuchen. Als Petit noch sehr klein war, hatte er einen ziemlichen Eisenbahnfimmel und wir waren auch mehrmals dort.

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In der kleinen Bäckerei gab es einen Mittagsnack und dann ging es weiter über den Springorum-Radweg. So langsam wurde die Strecke für uns ungeübte Fahrer doch ganz schön anstrengend. Ein paar Steigungen haben wir beide die Räder geschoben, weil es nicht mehr anders ging. Zum Glück konnten wir nach den Steigungen aber auch wieder die Berge hinuntersausen.

Irgendwann kamen wir dann in Witten an, dem anvisierten Tagesziel. In der Radstation am Hauptbahnhof haben wir den Tipp bekommen, es doch einmal im Park-Hotel zu versuchen. Hier haben wir dann als “Radler” statt eines Standardzimmers für 92,- Euro ein Comfort-Zimmer für 82,- Euro bekommen. Das Zimmer ist sehr nett (ich liege gerade auf dem Bett, während ich diesen Eintrag schreibe).

Wir sind dann mit schmerzenden Muskeln “inne Stadt”, um uns etwas zu Essen zu suchen. Entscheidungsarm, wie wir waren, haben wir uns für ein Restaurant einer Kette (Cafe del Sol) entschieden – das war aber sehr angenehm, zumal wir wie zwei Kolonialisten mit unseren alten Knochen auf einer weißen Veranda sitzen konnten.

Danach haben wir noch “Bennos Brauhaus” (Achtung! Facebook-Link!) entdeckt – ein Minibrauhaus eines Bier-Enthusiasten, der im Wittener Wiesenviertel selbst gebraute Bierspezialitäten anbietet. Mein Tipp: Das “Pilsken” ist sehr erfrischend und klug gehopft:

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Im Bild: Das “Dunkle”.

Witten ist eine typische kleinere Ruhrgebietsstadt mit einer sehr präsenten (noch aktiven!) Stahlindustrie. Die unprätentiöse Art (wie im Pott üblich) hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit und hier gibt es übrigens auch einen verdammt guten Irish Pub (Achtung! Facebook-Link!).

Witten hat auch schöne Ecken.
Also, genauer gesagt: Nur eine.
Diese hier.

Morgen geht es weiter in Richtung meiner alten Heimat.

Mal schauen, ob wir die letzten 38 Kilometer schaffen …

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