Die Dummheit der Primitiven

Gerade las ich einen Artikel über die rätselhaften Nazca-Linien in Peru. Wissenschaftler vermuten nun, dass es einen Zusammenhang dieser gewaltigen „Zeichnungen“ in der Erdoberfläche und Bewässerungsanlagen gibt:
Bewässerungsanlagen waren für die Menschen damals überlebenswichtig und was liegt da näher, als den „Göttern“ mit eben solchen Gräben zu danken?

Diese Erklärung überzeugt jedoch nicht jeden. Einige Hobbyarchäologen glauben lieber weiter an eine Kontaktaufnahme mit Aliens oder daran, dass die Nazca antike Heißluftballons entwickelten, um ihre Kunstwerke zu bestaunen.

Dieser Absatz erinnert mich an eine Kritik an den Theorien von Erich von Däniken, die ich vor langer Zeit gelesen habe. Ein wichtiger Punkt darin war der mehr oder weniger unverholene Rassismus, der in den Überlegungen steckt, dass Außerirdische hinter solchen rätselhaften Monumenten stecken:

Die Haltung, dass diese „Primitiven“ doch eh viel zu blöd gewesen sein, um so etwas alleine zu schaffen.

Warum sollten die Menschen in Peru nicht auch abstrakt gedacht und die Zeichungen geplant und mit ihren einfachen Hilfsmitteln selbst gegaben haben?

Sie haben es doch auch geschafft, mit einem Bewässerungssystem einen ganzen Landstrich zu versorgen – und wenn ich auch kein Ingenieur bin, so kann ich mir vorstellen, dass ein solches Projekt wegen des Gefälles usw. noch viel aufwändiger ist als eine – wenn auch überdimensionale – Zeichnung.

Natürlich sind die Vorstellungen von Alien-Göttern oder wenigstens prähistorischen Heißluftballons nicht so spannend wie die profane Erklärung, die Leute hätten einfach gut geplant und fleißig gearbeitet – aber so ist da Leben nun mal …

„peel and play“

Das erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Buch in den Elektroschrott werfen muss!
Was soll das, Bertelsmann-Stiftung?

Elfen

Ich habe gestern die aktuellen Bände der Comciserie „Elfen“ (www.comic.de/2015/02/fantasy-bestseller-elfen-wird-fortgesetzt/) aus der Stadtbibliothek ausgeliehen und gelesen. Darin wird die Fantasywelt von einer Flut von finsteren Lebewesen überrannt und jeder, der von ihnen gebissen wird, verwandelt sich in kurzer Zeit in einen von Ihnen. Das ist alles sehr spannend und auch brutal und das Lesen hat mir in der letzten Nacht glatt mal wieder einen Zombie-Alptraum beschert:
Ich hockte eingeschlossen im Gästebadezimmer in meinem Elternhaus und hatte nicht einmal einen Knüppel, um mich zu verteidigen. Draußen hörte ich das Grunzen und Schmatzen der Untoten – oder waren es meine Freunde, die mich retten wollten?
Eine nette Bekannte hatte ich eigentlich erschlagen und die Treppe hinunter geworfen, nachdem sie sich in eines der Monster verwandelt hatte.
Ab jetzt lese ich lieber wieder sanftere Sachen.