21.03.2019

Gestern Abend Panik wegen der Masterarbeit gehabt. Bier getrunken.
Aufgehört damit, als ich merkte, dass ich mich besaufen würden. Dann
selbstgemachten Kartoffelsalat gegessen. Lecker, aber zu spät und zu
viel. Die Nacht herumgewälzt, schwarze, dunkle Träume.

Nun scheint die Sonne und lacht mich fröhlich an.
Ich lächle schüchtern zurück.

Kaffee.

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Auf Empfehlung von Christian habe ich hier mal die Plugins WordFence und UpDraftPlus installiert für zum Sichern und zum Backuppen. Wenn irgendwas in Folge hier nicht funktionieren sollte, so erbitte ich einen Kommentar oder (falls das auch nicht geht) eine Mail an mb3@gmx.de!
Aber bisher schaut alles gut aus.

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caasn hat ein schönes Foto vom Rhein verbloggt. Bitte mal angucken gehen.

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Was ich damit sagen will: Macht eine Website mit Standard-Infos. Lasst Eure Kunden per Mail mit Euch kommunizieren. Alles andere nervt. 

Vanessa spricht mir aus der Seele.

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Oh. KNV ist pleite.

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Nun habe ich den Feedreader leergelesen, Kaffee getrunken und ein Brot gebacken und nun geht es an die Masterarbeit!
Dazu mache ich es mir auf dem Balkon gemütlich, auf dem es netterweise mal nicht mehr so kalt ist. Die frische Luft, das Vogelgezwitscher und das helle Licht tun mir gut und ich schaffe ein paar weitere Absätze.
Vielleicht ist doch nicht alles so furchtbar wie befürchtet!

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(Eine Stunde später)
Es ging dann doch gut voran. Wenn das Wetter so schön frühlingshaft bleibt, werde ich den Balkon häufiger zum Schreiben nutzen!
Bei schlechtem Wetter will ich vielleicht auch mal zum Schreiben in die Unibibliothek gehen.

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Im Laufe des Tages bessert sich die Stimmung. Nachdem ich mir die
Augen ausgewaschen habe, lässt mich der Heuschnupfen eine Weile in
Frieden.

London im Jahr 800

Mir träumte, ich müsste nach einer durchzechten Nacht in der großen Wohnanlage, in der ich wohnte, die Kellerräume putzen. Dabei hatte ich ständig Angst, dass jemand plötzlich im Keller das Licht ausdreht (ein beliebter Scherz unter den Nachbarn) und ich im Dunkeln stehe. Aber alles ging gut und ich wischte Türen und Klos. Aus daffke pinkelte ich noch in die Abstellkammer im Nebenhaus.

Nach dem Putzdienst öffnete ich eine Tür und stand in einem Hauptbahnhof. Er war groß und licht und viele Menschen liefen hier herum und ich beschloss, eine gemütliche Runde durch den Bahnhof zu gehen; sozusagen einen kleinen Sonntagsspaziergang zu machen.

Ich war noch nicht weit gekommen, da kam ein Betrunkener auf mich zu. Er war noch recht jung, trug ein Karnevalskostüm und hielt eine Flasche Kölsch in der Hand. Er entschuldigte sich bei mir. Es täte ihm leid: Dass mit den Konzerten hätte er nicht zu sagen sollen und er habe mich nicht verletzten wollen.
Konzert? Verletzen?
Ach – der Typ verwechselte mich mit jemand anderem! Da der junge Jeck wohl ordentlich getankt hatte, versuchte ich erst gar nicht, das Missverständnis aufzuklären; ich befürchtete, er würde mir eh nicht glauben. Also nickte ich nur sagte Dinge wie: ,,Alles gut.’’ und ,,Bin nicht sauer.’’

In der Folge hatte ich den Typen an der Backe und er folgte mir sogar, als ich den Bahnhof in Richtung des Viertels ,,London im Jahr 800’’ verließ.

Dieses Viertel hatte ich mir schon immer anschauen wollen: Häuser, Leute und alles drumherum war genau wie – nun, ja – das London aus dem Jahr 800 aufgebaut. Angeblich würde hier sogar Merlin, der Zauberer wohnen.

Ich trat also nach draußen und ein großes Hinweisschild (,,London im Jahr 800’’) später standen wir auf einem Marktplatz und ich wunderte mich, dass das hier überhaupt nicht wie ein Mittelaltermarkt aussah. Zwar schienen Menschen, Marktstände und Gebäude aus dem Mittelalter zu stammen, aber irgendetwas stimmte nicht.
Nur was?
Dann fiel es mir auf:
Alles wirkte so echt.

Vor allen Dingen wirkten die Menschen, als ob sie aus ihrer Zeit gefallen wären. Die meisten waren in einfache alte Kleider gewandet (zwischendurch jedoch blitzte immer wieder ein modernes Kleidungsstück durch) und wirkten fremd in der Moderne. Ihnen schien durchaus bewusst zu sein, dass sie sich in der Zukunft befanden und sie benutzten auch manch moderne Gegenstände wie Kugelschreiber. Ich sah auch mindestens ein Transistorradio, aber kein Handy oder ein anderes Gerät mit Bildschirm.

An einem halboffenen Gebäude zog eine kleine Prozession von Männern, Frauen und Kindern vorbei. Hinter einem Vorhang schlief nämlich der große Merlin. Man sah in ihm hier allerdings weniger einen Zauberer, sondern eher eine Art Prophet.

Wir mischten uns unter das Volk.

Eine junge Frau kam auf uns zu und sprach uns an. Wir verstanden kaum etwas, denn sie sprach eine Art seltsamen Dialekt. Sie hielt uns mehrere bunt bedruckte Werbeflyer vor die Nase. Sie schien ein Problem zu haben, einen von ihnen zu lesen. Auf ihm Stand in Schreibschrift: ,,Verkaufsoffener Sonntag’’ und nach einigem hin und her und Reden mit Händen und Füßen wurde schnell klar, dass sich die Leute hier zwar an die moderne Druckschrift gewöhnt hatten, aber wohl noch nie Schreibschrift gesehen hatten. Wir versuchten, ihr klarzumachen, dass die Schreibschrift durch das Tippen auf Tastaturen und Smartphones unüblich geworden sei, sie jedoch verstand, die Schreibschrift sei offiziell abgeschafft, ja verboten und sie warf den Flyer auf die Erde.

Bevor wir sie aufklären konnten, ertönte eine Fanfare und die Menschen drängten von der Mitte des Marktplatzes weg an den Rand. Eine Gruppe Männer in Talaren betrat die Szene. Einige trugen zeremoniell geschmückte Schirme mit Glöckchen daran. Andere gingen auf das Haus des Merlin zu, traten durch den Vorhang hinein und trugen den weisen Mann heraus. Merlin trug eine schmucklose Toga, war weißhaarig, alt und dünn und trotzdem schauten seine Augen intelligent und wach.

Der Zauberer wurde um den Platz getragen. Er schaute sich die Menschen alle nacheinander an. Als er ganz nahe bei uns war, sah er mir ganz fest in die Augen und sagte laut:

,,Du bist besoffen!’’

Besoffen? Ich? Vielleicht meinte er meinen betrunkenen Begleiter – aber ich selber war komplett nüchtern!Ich traute mich nicht zu widersprechen, schüttelte aber immerhin entschieden den Kopf.

Er wiederholte sich jedoch:
,,Du bist besoffen!’’ und er fügte hinzu:
,,Du bist besoffen von Deiner Seele!’’
Dann nahm er sich den nächsten vor.

Ich war wie vom Donner gerührt und murmelte immer wieder vor mich hin:
,,Du bist besoffen. Du bist besoffen von Deiner Seele!’

Drachentraum

Mir träumte, ich wäre ein Drache. Kein plumper Wyvern wie die aus Game of Thrones, sondern ein wandelbarer, schneller, schlanker Drache wie die gottähnlichen Wesen aus Asien. 

Ich lebte in einem tiefen Wald in relativem Frieden, doch die Menschen fällten die Bäume und zerstörten den Forst, der schon seit zehntausend Jahren meine Heimat gewesen war. Ich wusste: Es wäre zwecklos zu versuchen, die Menschen zu vertreiben, denn es würden mehr und mehr von Ihnen kommen und sie würden bewaffnet sein und letztendlich würde ich jeden Kampf mit ihnen verlieren.

Also floh ich aus meiner Heimstatt, auch wenn mich die Menschen dabei sahen. Ich flog über ihre Straßen und Häuser und ihre kleinen Blechkisten, in denen sie durch eine Landschaft fuhren, welche von grauen Bändern zerschnitten war, damit die Blechkisten auch ja genügend Platz haben. Die Menschen verfolgten mich in Kisten mit leuchtenden Lichtern und auch mit ihren Luftkisten, die ich schon mal am Himmel beobachtet hatte.

Es wurden immer mehr und je weiter ich flog, desto enger schloss sich ihr Kreis um mich. Sicher hätte ich den Kreis durchbrechen können, denn die Luftkisten sahen nicht besonders stabil aus – doch ich wollte keine Menschen töten.

Noch nicht.

Irgendwann sah ich eine künstliche Höhle, die wie ein Mund in der Erde gähnte. Hier führte kein graues Band hinein, sondern Eisenstränge. Das waren Schienen, wusste ich. Ich flog hinein in die Höhle, die von gelben Licht erleuchtet war. Von Seilen unter der Decke zuckten plötzlich Blitze auf mich nieder, aber das machte mir nichts aus. Dann wurde es dunkel.

Ich änderte meine Gestalt und huschte nun schlank wie eine Schlange über die Schienen hinweg. Nach einer Weile gelangte ich in einen Raum, auch er vollkommen dunkel. Die Blitze mussten sämtliche Lichter in der Höhle ausgelöscht haben. Gläserne Schächte führten nach oben, kein Mensch war zu sehen.

Alles sah wie eine Falle aus.

Das Glas brach mühelos, als ich in einen der Schächte eindrang, um wieder an die Oberfläche zu gelangen. Eine graue Treppe hinaufgleitend geriet ich direkt in einen Hinterhalt. Zum Glück war dieser recht stümperhaft organisiert und ich stieg über die Blechkisten mit ihren blinkenden Lichtern hinweg. Die Menschen trugen alle blaue Kleidung. Schüsse peitschten, doch die Kugeln waren zu schwach, um meinen Panzer zu durchdringen. Ich breitete meine Flügel aus und erhob mich in den Himmel.

Zu meinem Glück traf ich bald wieder auf einen etwas größeren Wald und dort versteckte ich mich, bis es dunkel wurde. Ich wusste, die Menschen würden eine Weile brauchen, um den Wald zu durchkämmen und eingehüllt in den Mantel der Nacht bin ich ihnen entwischt. Danach tauchte ich durch einen tiefen, breiten Strom, der mir wage bekannt vorkam.

Nun habe ich mich an einem großen, grauen Gebäude versteckt. An seinem Dach sind viele Drachen und andere Geschöpfe angebracht. Hier sitze ich nun genau so grau wie alles andere hier und schaue hinab auf die Stadt und die Menschen. 

Das beste Versteck ist direkt unter ihren Augen.

19.03.2019

Theresa May im Unterhaus

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Menschen, die nach Marburg fahren und dort verzweifelt das
Literaturarchiv suchen.

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Wenn man mal gerafft hat, wie man in LaTeX den Zeilenabstand so
einstellt, wie das für die Masterarbeit eigentlich gefordert wird, dann 
staunt man darüber, dass man schon 41 Seiten netto fertig hat.

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Rachezuchthund

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Lars macht eine Social-Media-Diät und ich drücke ihm die Daumen dafür!

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Die Sonne scheint, die Pollen fliegen und ich bin total fertig: Heuschnupfen!

Die Nase kribbelt und läuft, ich niese wie ein Untier. Dazu juckende Augen.

17.03.2019

Einen schönen St. Patrick’s Day Euch allen!
Wie wäre es mit ein bisschen flotter Musik?

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Kalbfront

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Talsperrentrost

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Bin ein bisschen kopfschmerzig. Müsste an der Masterarbeit schreiben, aber schiebe die Aufgabe vor mich her.
Vielleicht erst noch den Evernote-Eingang durchgucken? Fingernägel schneiden? Kram in den Keller bringen.
Ach!
Ach!

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Nebenbei höre ich eine ältere Zeitsprung-Folge und zwar über
Hugo Blotius, dem ersten Bibliothekar der heutigen österreichischen Nationalbibliothek
. Sehr lustig, wie die beiden Erzähler über die Medizinstudenten ablästern, welche häufig die Lesesäle blockieren. 😉

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Kurz bevor ich erfolgreich das Schreiben mit dem Herunterbringen von Müll prokrastinieren kann, beginnt es zu Hageln.
Dann öffne ich also doch TexWorks…

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Ein paar Hochkommas in einem Zitat haben mir mein Literaturverzeichnis zerschossen. Es dauerte eine halbe Stunde voller ängstlichem Herzklopfen, bis ich den Fehler gefunden hatte. Nun ist alles wieder in Butter.
Uff!

15.03.2019

Morgens um 05:53 Uhr ist der Zug nach Düsseldorf schon gut gefüllt.
Ich staune immer wieder.

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Bei Symbolbildern wie diesem hier kommt in mir die Frage hoch: Wie würde ein Mensch von vor 30 oder 40 Jahren reagieren, wenn man ihn mal durch unsere modernen Straßen schickte?
Wenn er all die Smartphons mit ihren Menschen dran sähe?

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Backfisch

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Am Job des Triebwagenführers hätte Sigmund Freud seine helle Freude gehabt.

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Nachts, wenn die Determinanten kommen.
Die Nacht der reitenden Determinanten.
Determinanten im Kaufhaus.

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Ich wollte gerade schreiben ,,ich bin erledigt” und daraus geworden ist: ,,ich bin erleidigt”.
Passt auch.

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Der Abend ist da und der Urlaub (fast) auch. Ich war mit dem Thronfolger niederrheinisch Essen (er: Holzfällersteak, ich: Panhas mit Schmandkartoffeln) und dabei haben wir wie üblich über Geschichte und Politik diskutiert.
Nun bin ich müde, rund und träge.
Trotzdem will die Küche geputzt werden, denn morgen kommt Besuch.

14.03.2019

Die Frage des Tages: Benutzt man Büroklammern heutzutage eigentlich noch für etwas anderes als dazu, sie aufzubiegen und irgendwelche elektronischen Geräte zurückzusetzen?

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Der Fernsehturm steht heute im Regen, lässt sich aber nichts anmerken.

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Der hintere Zugteil verendet in Wesel.

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Die Erschöpfung hat einen Höchststand erreicht. Kann man das so ausdrücken?
,,Die Erschöpfung hat einen neuen Höchststand erreicht”?
Oder ist es vielleicht mehr ein Tiefststand?Jetzt habe ich es:
Die Erschöpfung erreicht den Höchststand, wenn die Energie den Tiefststand erreicht hat.
Nur noch morgen und den Rest von heute und dann kann ich mich endlich ausruhen.

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Randy Newman singt ,,I Think It’s Going to Rain Today”.
Ich schaue aus dem Zugfenster und schaue den Regentropfen zu.

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Markttag

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Frischfickerdelle

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Wenn im Krieg ein Kanonier durch eine Artilleriegranate stirbt, dann nennt man das einen einschlägigen Einschlag.

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Interessante Erfahrung:Seitdem ich wieder regelmäßig blogge, kommen auch langsam wieder Ideen für Texte und auch die Energie, sie aufzuschreiben.
Trotz der vielen Arbeit und dem ganzen sonstigen Stress.

13.03.2019

Nicht alles gut? Na, macht jemand mit beim Trinkspiel: Für jeden Bullshit-Satz einen heben?

caasn, Multichannelaktivgedanken

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Der Fernsehturm steht heute da, überarbeitet und zu dick.

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Mittags drangvolle Enge beim Libanesen. Momentan weiß ich jeden Tag schon gegen 10 Uhr, dass der Arbeitstag schon wieder lang werden wird – aber ich muss nur noch zwei Tage und den Rest von heute durchhalten und ich kann zwei Wochen lang durchatmen und an der Masterarbeit schreiben.

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Schon interessant:
Durch das Tagebuchbloggen kommen mir immer mehr spontan Ideen, die ich
eigentlich gerne niederschreiben würde; dies aber nicht kann, weil ich
gerade unterwegs bin.
Nun überlege ich, ob ich die Ideen nicht einfach in mein Smartphone
diktieren und entweder
a) Später abtippen oder
b) direkt ins Blog oder in den vor sich hindümpelnden Podcast
,,reinquaken” einbinden sollte.

Für die Abtipplösung würde ich Evernote nutzen, da ich die Audionotiz
dann auch gleich auf allen Devices habe. Dagegen spricht, dass ich
mich wieder ,,hinsetzen” und abends was tun muss – und das bekomme
ich momentan nicht mit meinem RL koordiniert.

Das mobile Aufnehmen hingegen ist mit dem Smartphone und die
Weiterverarbeitung ist ja dank Auphonic und deren App recht einfach
geworden. Ich könnte die Schnipsel einfach in den Feed des Podcasts
werfen (der Podlove Publisher sei an dieser Stelle gepriesen!) und die
Episode dann im Tagebucheintrag verlinken. Wer nur die Schnipsel hören
will, kann dann sogar auch den Podcast-Feed abonnieren.

Vielleicht probiere ich beides ja mal aus.

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Das neue Blog von caasn wird ja mit FlatPress betrieben, einer einfachen Blogsoftware, die ganz ohne Datenbank auskommt. Würde ich auch mal gerne ausprobieren, weil das Teil so einfach und schnell ist.
Kommt auf die Liste für nach der Masterarbeit …

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Ein neuer Versuch