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Eine Spionage der ruhigen Hand

26. Januar 2023 um 13:52
Eine Spionage der ruhigen Hand

Wie sinnig alles eingerichtet ist

26. Januar 2023 um 14:19

Mittwoch. Auch mal wieder ins echte Office, wie früher. Von meinem Bürofenster in Hammerbrook aus sehe ich auf eine hohe, graue Wand. Ein fensterloses Gebäude, ein Lagerhaus ist das, sechs- oder siebenstöckig. Waren aus Südosteuropa sind darin, Weine aus Kroatien und dergleichen, unten fahren die Laster zum Be- und Entladen vor. Vor dem Gebäude noch als Querstreifen im Bild und in einem etwas anderen, etwas dunkleren Grau, der Beton-Viadukt der S-Bahn nach Harburg. Ein ausgesprochen großstädtischer Ausblick ist das, nur nicht von der netten Art. In einer Erzählung hätte ich diese graue Wand vielleicht erfunden, um die momentane Gefängnisempfindung im Alltag zu unterstreichen. Sie ist aber einfach so da. Wie auch die S-Bahnen, die alle paar Minuten vorbeifahren, signalrote Wagen, die mir immer wieder eine Möglichkeit der flotten Bewegung vorführen, an der ich aber nicht teilnehme. Wie sinnig das alles eingerichtet ist, wie erfunden das wirkt.

In den Nachrichten Warnungen vor Eisregen am Donnerstag, da dann mal lieber nicht rausgehen. Als ob man sonst wahnsinnig unternehmungslustig wäre. Nach dem Eisregen soll es wenigstens wärmer werden, immer das Positive in allem sehen. Nächste Woche sogar irgendwas mit sieben Grad, da auch mal wieder die Jacke aufmachen und etwas vom Aufwärtstrend reden. Wir sind dann schon einen Monat weiter, es geht doch.

Ich treffe am Nachmittag eine Freundin, wir gehen in einen Coffee-Shop. Einer der anderen Gäste steht zwischendurch plötzlich auf, kommt zu uns und fasst den Kaffeebaum an, bzw. das Kaffeebaumimitat, das neben unserem Tisch steht: „Entschuldigung, ich musste mal eben fühlen, ob der echt ist. Ich bin in der Stadt aufgewachsen, ich erkenne so etwas nicht. Dafür muss man vom Land kommen.“ Er klopft auf das Holz, bzw. eben nicht, auf den Kunststoffstamm. Noch so ein Drehbuchmoment. Das eindeutig hohle Geräusch, aber er guckt weiter fragend, er traut dem Klang nicht. Wie klingt echtes Holz? An dem Baum hängen rote Plastikkaffeebohnen.

Vor dem Fenster gehen frierende Menschen vorbei, es ist ein Wintertag, an dem sich niemand recht gegen die Kälte wehren kann. Die ganze Stadt wirkt verfroren, zusammengezogen, eingekrümmt und die Menschen, die in den Coffee-Shop kommen, atmen stöhnend auf, es ist so herrlich warm hier drin.

Meine Freundin und ich reden über die Corona-Jahre und darüber, wie unwirklich und fern vieles aus dieser Zeit jetzt schon wirkt. Wir zählen uns Szenen und Maßnahmen aus dem ersten Jahr auf, es klingt alles schon nach Geschichtsbuch oder nach Doku im Nachtprogramm. Weißt du noch? Als die Läden alle geschlossen waren, als die Restaurants Essen nur noch durchs Fenster rausgereicht haben, als man nicht mehr im Park sitzen durfte, als auch der Spielplatz mit rotweißem Flatterband abgesperrt war, als es all diese Regeln für die Besuche anderer Haushalte gab, als man sich Impfmöglichkeiten unter der Hand weitergegeben hat, als es kein Mehl mehr gab und keine Nudeln, als wir alle an der Home-School irre geworden sind und es dann leider blieben, wie viele Jahre ist das her und war das alles wirklich so, kann es eigentlich sein.

Am 1. Februar fällt hier die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen weg, dann wird man – zumindest vorerst – von der Pandemie nur noch wenig sehen. Auch die Teststation vor dem Hauptbahnhof haben sie jetzt abgebaut, das war die letzte, die ich noch jeden Tag wahrgenommen habe. Teststationscontainer. Ein paar davon könnte man jetzt schon zur Seite stellen, als Filmkulisse für spätere Produktionen, die es zweifellos geben wird, die vermutlich jetzt schon in Arbeit sind.

Die Filme werden alle seltsam übertrieben wirken, glaube ich.

***

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Planung für Ukraine-Leos: Deutschland liefert Kampf- und Bergepanzer, 6 Wochen Ausbildung, Gefechtsverband mit Marder (Neufassung)

26. Januar 2023 um 16:34
Von: T.Wiegold

Deutschland wird der Ukraine neben den zugesagten 14 Leopard-Kampfpanzern auch zwei Bergepanzer liefern. Vorgesehen ist eine sechswöchige Ausbildung ukrainischer Soldaten an diesen Gefechtsfahrzeugen, die mit der parallelen Ausbildung an den ebenfalls zugesagten Marder-Schützenpanzern synchronisiert wird. Die geplanten zwei Leopard-Bataillone, die Deutschland gemeinsam mit Verbündeten zur Verfügung stellen will, orientieren sich an der ukrainischen Gliederung und sind damit kleiner als Panzerbataillone der Bundeswehr.

Bundeskanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden hatten am (gestrigen) Mittwoch in einer Abkehr von der bisherigen Politik die geplante Lieferung der Kampfpanzer an die Ukraine bekanntgegeben. Die Bundesregierung kündigte an, aus Bundeswehrbeständen 14 Leopard des Modells 2A6 zu liefern und anderen europäischen Nationen den Re-Export der in Deutschland hergestellten Kampfpanzer zu genehmigen. Insgesamt sollen nach deutschen Angaben so zwei Panzerbataillone für die Ukraine zusammenkommen. Die USA wiederum kündigten die Lieferung von 31 Kampfpanzern des Typs M1 Abrams an.

In einem gemeinsamen Tagesbefehl zum Kampf um Frieden und Freiheit in Europa und der Welt nannten Verteidigungsminister Boris Pistorius und Generalinspekteur Eberhard Zorn am (heutigen) Donnerstag weitere Details:

Deutschland wird 14 Kampfpanzer Leopard 2 A6 und zwei Bergepanzer an die Ukraine liefern. Zudem stellen wir der Ukraine hierfür ein Munitionspaket bereit. Zur logistischen Unterstützung der Waffensysteme erhält die Ukraine außerdem ein umfassendes Ersatzteil- und Austauschteilpaket (ET/AT). Die sechswöchige Ausbildung der ukrainischen Besatzungen kann, in Ergänzung unserer mittlerweile bewährten Ausbildungsunterstützung für die ukrainischen Soldaten Anfang Februar am Standort Munster beginnen und gemeinsam mit Vertretern der Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) und der Industrie durchgeführt werden.
Unser Ziel ist, die Ausbildung zeitlich mit der Instandsetzung der abzugebenden Kampfpanzer und der Ausbildung am Schützenpanzer Marder zu synchronisieren, so dass die ukrainischen Besatzungen und die Gefechtsfahrzeuge zum Ende des I. Quartals 2023 in der gefechtsbereit an der Front stehen.

Die USA hatten die vorgesehene Zahl von 31 Abrams-Kampfpanzern mit der Zusammensetzung und Größe ukrainischer Panzerbataillone begründet, an denen sich die US-Lieferung orientiere. Auch die deutsche Ankündigung, rasch zwei Panzer-Bataillone mit Leopard-2-Panzern
für die Ukraine zusammenzustellen, orientiere sich im Umfang zunächst an der ukrainischen Gliederung, erklärte das Verteidigungsministerium auf Nachfrage von Augen geradeaus! Ein Panzerbataillon der Bundeswehr hat dagegen ein Soll von 44 Kampfpanzern.
Das bedeutet vorerst ein Paket von rund 60 Kampfpanzern in den verschiedenen Varianten des Leopard 2. Nach Angaben des polnischen und des deutschen Verteidigungsministeriums übernimmt Polen die Führung bei der Absprache für die Lieferung von Leopard 2A4, Deutschland für die Lieferung von Leopard 2A6. Dafür sollen von deutscher Seite sechs Nutzernationen dieser Variante – neben Deutschland selbst die Niederlande, Portugal, Spanien, Finnland  und Kanada – zusammengeführt werden.

Die Beiträge können dabei sehr unterschiedlich sein und von der direkten Lieferung der Gefechtsfahrzeuge bis zur Unterstützung mit Ausbildung, Ersatzteilen oder auch nur Finanzierung reichen. So haben die Niederlande bereits finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt und wollen bei der Ausbildung mitmachen. Eigene Kampfpanzer will das Land jedoch nicht liefern – die Einsatzfähigkeit der ohnehin nur 18 von der Bundeswehr geleasten Leopard in einem gemischten deutsch-niederländischen Bataillon dürfte nicht gefährdet werden, erklärte Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren in einem Brief an das Parlament. Unter anderem ist das deutsch-niederländische Bataillon für einen Einsatz in der NATO-Battlegroup in Litauen vorgesehen.

Die von Pistorius und dem Generalinspekteur in ihrem Tagesbefehl genannte zeitliche Synchronisierung der Ausbildung am Leopard und den bis zu 40 Mardern für die Ukraine bedeutet offensichtlich auch die Vorbereitung auf das gemeinsame Vorgehen von Kampf- und Schützenpanzern. Der überwiegende Anteil des deutschen Materials für die ukrainischen Panzerbataillone, deren erste Teile bereits in zwei bis drei Monaten einsatzbereit sein sollen, wird nach Informationen von Augen geradeaus! vom Panzerbataillon 203 in Augustdorf kommen. Offiziell hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Vortag mitgeteilt, die Übersicht über die verschiedenen Leopard-Varianten und die Kompabilität mit den Kampfpanzern der Verbündeten werde voraussichtlich in dieser Woche vorliegen.

(Archivbild: Ein Leopard 2A6 der Bundeswehr bei der ‚Strong Europe Tank Challenge‘ im Mai 2016 auf dem Übungsplatz Grafenwöhr – (U.S. Army photo by Visual Information Specialist Markus Rauchenberger)

 

Immer dieser Udo!

26. Januar 2023 um 17:48

Immer dieser Udo… Da hat er doch tatsächlich angeschickt, die Wissenschaft aufzumischen und teilweise ist es ihm auch gelungen.

Wie? Wer Udo ist? Nun, Udo ist heute ein Skelett. Noch nicht mal mehr ein komplettes Skelett. Genauer gesagt ist Udo ein Fragment aus 21 erhaltenen Knochen, die 11,62 Millionen Jahre (plus/minus ein paar zehntausend Jahre…) alt sind. Als er noch gelebt hat, war Udo ein Menschenaffe, der etwa einen Meter groß und um die 30kg schwer war. Um ihn herum wurden auch Fragmente von Weibchen und Jungtieren seiner Gattung mit dem schönen Namen Danuvius und dem Artnamen guggenmosi (nach Siegulf Guggenmos, einem engagierten Allgäuer Hobbyforscher) gefunden. Also Danuvius guggenmos, genannt Udo. Warum Udo? Weil die ersten Funde am 17. Mai 2016, dem 70. Geburtstag von Udo Lindenberg gemacht wurden. Entdeckt wurde das Skelett in der Tongrube „Hammerschmiede“ bei Pforzen durch Grabungen der Universität Tübingen, die von Frau Prof. Dr. Madelaine Böhme geleitet wurden.

Seit die Studie zu Udos Entdeckung, die am 6. November 2019 in der Fachzeitschrift Nature erschien, wird nun in der Fachwelt diskutiert. Was übrigens ein ganz normaler Vorgang ist und ja eine evidente Voraussetzung für den Erkenntnisfortschritt bildet. Der Diskurs wäre ohne den Vergleich unterschiedlicher Meinungen oder Theorien sinnlos. Das ist dann auch kein Streit, wie man ihm vom Stammtisch her kennt, auch wenn die Presse das immer wieder gerne suggeriert (so auch in diesem Fall).

Aber gut, worin liegt nun der Gegenstand der Diskussion?

Unter Fachleuten war und ist es Konsensus, dass im Zeitraum von ca. 15 Mio. bis 7 Mio. Jahren vor unserer Zeit die Menschenaffen überall in Afrika, Asien und Europa verbreitet und weitaus artenreicher als heute waren. Danach verschwanden sie (vor allem durch Klimaveränderungen bedingt) vollständig aus Europa und bis auf die Vorfahren der Orang-Utans auch aus Asien. Es blieben die Populationen in Afrika, von deren Nachkommenschaft letztendlich die Gorillas, die Schimpansen (inklusive Bonobos) und die Menschen bis heute fortbestehen. Nach der endgültigen Trennung der menschlichen Vorfahren von den Schimpansen vor vermutlich rund 6 Mio. Jahren gab es mindestens zwei Ausbreitungsbewegungen der Gattung Homo von Afrika nach Eurasien. Zunächst war es der Homo erectus vor rund 2 Mio. Jahren, später der Homo sapiens, welcher vor rund 300.000 Jahren in Afrika evolvierte. Vor ca. 200.000 Jahren begann dessen Ausbreitung nach Eurasien, welche in großem Umfang aber erst viel später (vor etwa 70.000-50.000 Jahren) stattfand. (1)

Dies bezeichnet man als die „Out of Africa-Hypothese“, was bereits von Charles Darwin 1871 in seinem Buch „The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex vertreten wurde.

Als nun Madeleine Böhm und ihre Mitautor*innen Udo in einem umfangreichen Artikel in der Zeitschrift „Nature“ erstmalig beschrieben, gingen sie davon aus, dass der kleine, possierliche Udo aufrecht gehen konnte. Dies begründeten sie aus den Knochenfragmenten, die auf eine S-förmige Wirbelsäule, eine senkrechte Schienbeinstellung hinwiesen, genauso wie die Beschaffenheit von Knie, Lendenwirbeln, Kreuzbändern oder dem Brustkorb.

Damit wäre Udo der erste aufrecht gehende Hominide und das gut sechs Millionen Jahre früher als bisher angenommen! Und das tausende von Kilometern nördlich der bisher angenommenen „Wiege der Menschheit“. Nein, nicht in einer afrikanischen Savanne, sondern im europäischen Allgäu sollte sich Udo erstmals als „Frühaufsteher“ betätigt haben.

„Sensation! Sensation!“ riefen die Medien und alle Bürgermeister*innen und Fremdenverkehrsamtsleiter*innen nahmen erst ihre Beruhigungspillen und bestellten dann den Champagner.

Das war etwas voreilig. Also die Champagner-Bestellung, die Beruhigungspillen waren sicher angebracht. Jedenfalls ab dem Moment, als sich der Anthropologe Scott Williams von der New York University gemeinsam mit anderen Forscher*innen zu Wort meldete: Böhme habe keinerlei Beweise für den aufrechten Gang eines Hominiden vor 11,6 Millionen Jahren präsentiert. Dass aus der Zunft Gegenstimmen laut würden, war zu erwarten. Schließlich passte Böhmes Interpretation hinten und vorne nicht zur Lehrmeinung: In der Fachwelt galt der Zweibeinergang von Hominiden als ein Merkmal, das erst vor drei bis sieben Millionen Jahren von Exemplaren der Spezies Graecopithecus, Sahelanthropus oder Australopithecus entwickelt worden war. Böhmes Udo passte da nicht rein. Er war zu früh auf der Welt, um in den Club der Aufrechten aufgenommen zu werden.
Genauso widersprach der Fundort der Vorgeschichte des Menschen, wie sie jahrzehntelang erzählt worden war. Das Allgäu liegt zu weit nördlich. Die etablierte Theorie „Out of Africa“ besagt, dass erst vor rund zwei Millionen Jahren menschenartige Zweibeiner die Wiege der Menschheit verließen und als Homo erectus eurasische Gefilde eroberten.
Böhmes Interpretation von Udos Knochen hält der Kritiker Williams daher für abenteuerlich. Die Behauptung, Danuvius guggenmosi sei mit S-förmiger Wirbelsäule umhermarschiert, sei schlichtweg haltlos – zumal die Forscherin weder mit mittleren Brustwirbeln noch einer Lendenwirbelsäule aufwarten könne. Böhme hatte gerade mal einen Brustwirbel gefunden. Als „derzeit unbegründet“ kritisiert Williams auch die Versuche, Udos Hüftmechanik, die Beschaffenheit des Knies und die Lage des Schienbeins als Indiz für den aufrechten Gang zu interpretieren.
(2)

Ob Udo sich nun dauerhaft sicher auf zwei Beinen, eher auf vier Beinen und nur gelegentlich auf zweien oder mal so, mal so fortbewegt haben wird, das kann man anhand der Knochenfunde nicht wirklich nachvollziehen. Die Anlagen für den aufrechten Gang, die hatte er auf jeden Fall und das ist schon eine interessante Sache. Die Bezeichnung des „Missing Link“, die ihm angeheftet wurde, hat sich Udo damit aber eher nicht verdient.

Die Metapher vom missing link ist im Übrigen generell unsinnig. Sie zeichnet ein falsches Bild von den komplexen Abläufen der Evolution, die kaum je linear abläuft, sondern wie ein Geflecht ineinander verwobener Fäden aussieht. In der heißen Phase der Menschwerdung verwandelten sich Millionen Quadratkilometer Regenwald Afrikas über Millionen Jahre hinweg in Savanne. Neue körperliche Merkmale wurden für die zuvor auf Bäumen lebenden Primaten nützlich.
Es kam allerorten zu massenhafter Evolution, Co-Evolution und Parallelentwicklung. Menschenaffen, Halbaffen, Australopithecinen, Hominine und Hominide lebten miteinander, nebeneinander und nacheinander. Irgendwann wurde ein leistungsfähiges Hirn zum Vorteil. Die Wesen, die davon profitierten, machten Feuer, bauten Speere, besiedelten Höhlen, bekämpften sich gegenseitig und erfanden schließlich das Smartphone.
Doch der genaue Weg dorthin, so ehrlich sollten Paläontologen sein, ist noch längst nicht geklärt. Das liegt auch an der insgesamt spärlichen Menge an Fundstücken, aus denen man das riesige Puzzle zusammensetzen könnte.
(3)

Von einem können wir damit aber endgültig Abschied nehmen, nämlich von der Vorstellung einer geradlinigen Evolution.

Was ist das bisherige Fazit? Udo ist ein interessantes Fundstück, so wie einige andere vor ihm, er ist aber weder unser ehrwürdiger Ur-ur-ur-Großvater noch der Grund dafür, die bisherige wissenschaftliche Erkenntnis komplett umzuschmeißen oder die Geschichte der Menschheit neu schreiben zu müssen. Oder wie Patrick Illinger 2019 in der Süddeutschen Zeitung schrieb: Das Getrommel des Paläo-Pop nervt. (3)

(1) Hopp, Dominic: Der Fall Danuvius guggenmosi. https://www.ag-evolutionsbiologie.net/print/Danuvius-guggenmosi.html

(2) Willmann, Urs: Ein neuer Forscherstreit über den aufrechten Gang. https://www.zeit.de/2020/41/menschenaffe-udo-aufrechter-gang-forschung-streit

(3) Illinger, Patrick: Menschenaffe Udo ist nicht Ur-Opa. www.sz.de/1.4673554

Beitragsbild von M. Garde – Self work (Original by: José-Manuel Benitos), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2165296

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onkelmichael

26.1.2023 – die unperfekte Welle

26. Januar 2023 um 19:01
Von: jawl

Vorgestern schrieb ich ja von verhaltener Zuversicht und gestern war dann direkt alles schon ziemlich super. Viel gearbeitet, danach nicht gleich umgefallen, sondern sogar noch zu Ikea gefahren und dort eine gute Zeit gehabt – obwohl mir dann vor den Bilderrahmen auffiel, dass der Ablauf „Wand messen – losfahren“ durchaus sinnvoller gewesen wäre als „Vor den Rahmen stehen und keine Ahnung von vorhandenden Wand-Platz haben“. Der Tag war echt schön, er war hoffungsvoll, er tat gut.

Heute war ich dann um elf für ein Kennenlern- und Briefing-Telefonat verabredet und bin danach nass-geschwitzt auf die Couch geglitten. Es scheint also in Wellen zu gehen – aber mit Wellen kenne ich mich aus, die kann ich reiten.

Vermutlich erzähle ich es jedes Jahr, aber der 26.1. ist immer ein Tag mit ein wenig besonderer, inzwischen vollkommen bedeutungsloser aber anekdotisch schon lustiger Erinnerung. Also gehen meine Gedanken auch heute wieder kurz raus an S., die mir heute vor 35 Jahren abends um zehn den ersten echten Korb meines Lebens gab. An H. die heute vor 33 Jahren abends um zehn das erste Mal mit mir knutschte und an B., die heute vor 32 Jahren abends um zehn das erste Mal mit mir knutschte.
Neben der Tatsache, dass ich das spätestens beim dritten Ereignis selbst etwas seltsam fand, bedeutet das vor allem, dass Ende Januar jemand Geburtstag hatte, die immer große Parties feierte. Ich habe in einem anderen Zusammenhang schon einmal über sie geschrieben und aus den im diesem Artikel ersichtlichen Gründen war die dritte Party dann auch nicht mehr in ihrem Keller.

(vollkommen zusammenhangsloses Sehnsuchtsbild)

Anekdotisch noch weiter am Rande: Vor 35 Jahren, nach Erhalt dieses Korbs tat ich das, was echte Männer mit 16 so tun müssen. Ich verbrachte den Rest der Party im Treppenhaus und als ich nach Hause kam warf in den Fernseher an um mich abzulenken. Dort lief Rocky III und seitdem höre ich „Eye Of The Tiger“ nicht mehr heroisch oder siegessicher, sondern nur tief traurig. Gehirn, Du geiles Ding.

Angesichts der Eintönigkeit des aktuellen Alltags möchte ich übrigens nochmal auf mein Blog-Themen-Wunsch-Dokument hinweisen, das Ihnen die Möglichkeit gibt, hier die Themen entscheidend mitzgestalten! Nur keine falsche Scheu – Sie würden einen einfachen Tagebuchblogger sehr froh machen!

Denn ich habe schon wieder nur noch ein bisschen thematisch vollkommen unzusammenhängendes …

Zeugs

Nochmal zum ökologischen Fußabdruck, diesem Fleißsternchen unserer Zeit über den ich vor ein paar Tagen schon leicht skeptisch schrieb. Corsa hatte diesen Link kommentiert und den finde ich sehr interessant (Danke sehr dafür!):

Mathis Wackernagel hat sich ganz in die Ecke des Frühstücksraums gesetzt. Dass heute jeder der Menschen hier im Raum seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck berechnen kann, dafür ist auch der Wissenschaftler Wackernagel verantwortlich. „Ich würde den Rechner am liebsten abschaffen!“, sagt er heute.
[…]
Die Werbeagentur Ogilvy & Mather, die sich die Kampagne ausgedacht hat, gewinnt dafür den goldenen Effie Award der Werbebranche. Der Fußabdruck, die Idee aus Wackernagels Doktorarbeit, wird weltbekannt. Und Wackernagel ahnt, dass er damit auch die Kontrolle über seine Idee verliert.

Kersten Augustin auf taz.de: Wir haben uns verrechnet

Kiki (Haben Sie gesehen? Kiki bloggt wieder – wie toll ist das denn?!), Kiki also hatte dieses Video von Mary Spender, einer Musikerin, der man übrigens eh gut folgen kann, weil sie gutes und kluges Zeug in dieses YouTube hineinwirft. Ein Video – Sie merken, ich verhaspele mich in jedem Satz? – ein Video in dem Mary erklärt, wie und was YouTube so auszahlt.

Dazu passt ganz hübsch dieser ein paar Tage älterer Artikel von Enno Park bei t3n: Hört auf, es Social Media zu nennen und auch ein fast anachronistisch wirkender Artikel von Amy Hoy: How the blog broke the web. Jaja Opa, da geht es um 1995 und das war ja nun wirklich nicht mal im, sondern vor dem Krieg.
Aber die Gedanken dahinter sind klug und sie erklären einiges, was uns heute zum einen ganz selbstverständlich erscheint und was wir andererseits aber beklagen – die ständige Aktualitäts-Sucht im Web zum Beispiel. Ich glaube, mit ein bisschen Nachdenken kann ich da auch für meine Arbeit eine Menge raus ziehen.


Zum Abschluss noch ein Themensprung: Wir alle wissen, dass ein Tempolimit eine kluge Sache wäre und jetzt gibt es neue Berechnungen die zeigen, dass ein Tempolimit sogar eine gut zweieinhalbmal so kluge Sache wäre – alleine beim Thema CO2-Einsparung:

Das Umweltbundesamt ging bisher davon aus, dass ein Tempolimit auf Autobahnen von 120 Stundenkilometern etwa 2,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (sowohl Kohlendioxid als auch andere Treibhausgase wie beispielsweise Methan) jährlich einsparen würde, neuere Berechnungen kommen aber auf einen möglichen Effekt von 6,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten weniger.

Christian Fahrenbach in der Krautreporter-Morgenpost; im Artikel auch mit weiteren Quellen (Punkt 1 der Liste)

Sie haben Fragen? Sie wünschen sich ein Thema, über das ich mal bloggen soll?
Schreiben Sie’s auf!

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Vielleicht auch interessant?

Pistorius‘ erster Truppenbesuch: Da geht’s lang

26. Januar 2023 um 20:34
Von: T.Wiegold

Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius hat am (heutigen) Donnerstag seinen ersten Truppenbesuch absolviert. Auf dem Übungsplatz Altengrabow informierte er sich über die Schiessausbildung der Soldat*innen des Logistikbataillons 171 und des Panzergrenadierbataillons 122, bevor ihm der Schützenpanzer Puma vorgeführt wurde.

Zur Dokumentation sein Statement zu diesem Besuch und zu den anstehenden Aufgaben in seinem neuen Amt:

Pistorius Altengrabow 26jan2023

     

 

(Foto: Florian Gärtner/photothek.de)

Ukraine/Russland/NATO – der Sammler am 26. Januar 2023

26. Januar 2023 um 20:34
Von: T.Wiegold

Zum andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine der Sammler am 26. Januar 2023:

• Erneut hat Russland mit zahlreichen Luftangriffen Städte in der Ukraine angegriffen (s. dazu auch das Abendbriefing des ukrainischen Generalstabs unten). Aus der Übersicht der New York Times:

Russia launched several volleys of missiles at Ukraine on Thursday, with strikes reported across the country killing at least 11 people, the authorities said.
The wave of strikes came a day after Germany and the United States pledged to send dozens of battle tanks to Ukraine, a significant step up in Western military support. Large booms shook the capital, Kyiv, at about 10 a.m. local time. Russia fired 55 missiles at targets across the country, with 47 shot down, Ukraine’s Air Force command said.
Ukraine’s State Emergency Service said that 11 people were killed in strikes across 11 regions of the country. Another 11 people were wounded in the attacks, which damaged 35 buildings, it said.

• Das britische Intel Update:

Russia has likely completed training of the 2nd Guards Motor Rifle Division (GMRD) in Belarus, which had been carrying out training since autumn 2022.
The majority of the 2nd GMRD has now transferred back to Russia, before almost certainly being recommitted to operations in Ukraine.
The 2nd GMRD is an element of the 1st Guards Tank Army and suffered major losses in the opening phases of the conflict.
It is now primarily made up of mobilised personnel operating older equipment taken from storage. Its combat effectiveness will likely be limited despite several weeks of training.
There is a realistic possibility that other Russian units are being rotated into Belarus for similar training, and that Russia will continue this model to regenerate and prepare units to maintain its force in Ukraine.

• Das Morgenbriefing des ukrainischen Generalstabs:

Situation update of General Staff of UAF regarding russian invasion as of 6 a.m., January 26, 2023
Day 337 of the russian full-scale invasion has begun.
During the day of January 26, the adversary launched 37x air and 10x missile strikes, including, on the civilian infrastructure of the cities of Dnipro and Zaporizhzhia.
The occupant forces launched 97x MLRS attacks targeting residential buildings in Kherson. According to preliminary information, the enemy used 24x Iranian Shahed-136 loitering munitions at night. All of them were intercepted by the Ukrainian Defense Forces.
The threat of further russian air and missile strikes remains high across Ukraine.
Amid heavy losses, the enemy does not stop its offensive on Bakhmut and Novopavlivka axes. The adversary continued unsuccessful offensive operations on Lyman and Avdiivka axis. However, the invaders stay on the defensive on Kup’yans’k, Zaporizhzhia, and Kherson axes.
The Ukrainian Defense Forces repelled occupants’ attacks in the vicinities of Chervonopopivka (Luhansk oblast), Verkhn’okam’yans’ke, Spirne, Rozdolivka, Blahodatne, Bakhmut, Klishchiivka, Mar’inka, Vuhledar, and Pavlivka (Donetsk oblast).
Volyn, Polissya, Sivershchyna, and Slobozhanshchyna axes: no significant changes, no offensive groups of the adversary were detected.
Sivershchyna axis: the adversary shelled the vicinities of Leonivka, Yasna Polyana, Mykhal’chyna Sloboda (Chernihiv oblast), Budivel’ne, Volfyne, and Tymofiivka (Sumy oblast).
Slobozhanshchyna axis: vicinities of 20x settlements suffered enemy attacks, including, Budarky, Vovchans’ki Khutory, Lyptsi, Vovchans’k, Krasne, and Neskuchne (Kharkiv oblast).
Kup’yans’k axis: Syn’kivka, Ivanivka, Kotlyarivka, Tabaivka (Kharkiv oblast), and Stel’makhivka (Luhansk oblast) came under fire.
Lyman axis: the enemy shelled Ukrainian positions in the vicinities of Makiivka, Ploshchanka, Chervonopopivka, Nevs’ke (Luhansk oblast), Veryhins’ke forestry, and Yampolivka (Donetsk oblast).
Bakhmut axis: 22x settlements came under fire, including Ivanivs’ke, Krasnopolivka, Spirne, Bakhmut, Ozaryanivka, New York, Klishchiivka, and Kurdyumivka (Donetsk oblast).
Avdiivka axis: Avdiivka, Vodyane, Pervomais’ke, Berdychi, Nevel’s’ke, Mar’inka, and Novomykhailivka (Donetsk oblast) suffered enemy attacks.
Novopavlivka axis: the adversary shelled Bohoyavlenka, Prechystivka, and Zolota Nyva (Donetsk oblast).
Zaporizhzhia axis: tank and artillery fire hit 25x settlements, including Vremivka, Vil’ne Pole, Novopil’ (Donetsk oblast), Mala Tokmachka, Novodanylivka, and Orikhiv (Zaporizhzhia oblast).
Kherson axis: the occupant forces continue to shell civilian towns and villages. 20x settlements sustained damage, including Beryslav, Antonivka, Dudchany, Kachkarivka, Bilozerka, Novokairy, Respublikanets’, and Kherson. russian attacks caused casualties among civilian population.
In the temporarily occupied territory of the Autonomous Republic of Crimea, the enemy is preparing for the next wave of mobilization. Thus, by January 29, 2023, all so-called public and private institutions must submit lists of persons to be exempted from conscription to military commissariats. The next massive wave of mobilization is scheduled for late February. At the same time, starting from February 1, 2023, all repair and construction works at the state-owned enterprises and institutions will be suspended, and all budgeted funds will be redirected to support the armed aggression against Ukraine.
During the day of January 25, the Ukrainian Air Force launched 14x air strikes on the concentrations of enemy troops and 2x air strikes on the positions of russian anti-aircraft missile systems.
In addition, 2x russian Su-25 jets, 1x Ka-52 attack helicopter, 4x “Orlan-10” UAVs, and 1x “Superkam” UAV of the enemy were destroyed.
During the day of January 25, 2023, Ukrainian missile and artillery troops engaged 1x command post, 12x concentrations of troops, and 4x ammunition depots of the russian occupiers.

• Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums:

Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine (26 January 2023)
The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation.
In Kupyansk direction, the ‚Zapad‘ Group of Forces inflicted a fire damage on concentration of manpower of 14th and 92nd mechanised brigades of the Armed Forces of Ukraine (AFU) close to Sinkovka, Timkovka (Kharkov region), and Novoselovskoye (Lugansk People’s Republic).
More than 20 Ukrainian troops, 1 armored combat vehicle, 1 pickup truck, and 1 D-20 howitzer were eliminated.
In Krasny Liman direction, units of the 25th Airborne and 95th Airborne Assault Brigades of the AFU close to Yampolovka (Donetsk People’s Republic), as well as Serebryansky forest area, were hit by strikes of Operational-Tactical and Army Aviation of the ‚Tsentr‘ Group of Forces.
The enemy’s losses during the day in this area amounted to up to 70 troops killed and wounded, two armoured fighting vehicles, and four US-made M-777 artillery systems.
In Donetsk direction, units of the ‚Yug‘ Group of Forces took better ground and positions during the offensive. An artillery ammunition depot of the Ukrainian Armed Forces has been destroyed near Konstantinovka (Donetsk People’s Republic).
More than 40 Ukrainian servicemen, an infantry fighting vehicle, two Grad MLRS systems, a US-made M109 Paladin self-propelled artillery unit, two D-20 and Giatsint-B howitzers, and a US-made AN/TPQ-50 counter-battery radiation station have been neutralised.
In South Donetsk and Zaporozhye directions, units of the ‚Vostok‘ Group of Forces, continuing their offensive, inflicted fire on the enemy in the areas of Ugledar (Donetsk People’s Republic), Pavlovka and Levadnoye (Zaporozhye region).
Total enemy losses in this direction amounted to 60 Ukrainian servicemen, three armoured fighting vehicles, and two pick-up trucks. Moreover, two fuel storage facilities for military equipment and three ammunition depots belonging to the AFU were destroyed near Ugledar (Donetsk People’s Republic) and Chervonoye and Kantserovka (Zaporozhye region).
In Kherson direction, three D-20 howitzers, a Gvozdika self-propelled howitzer, and two US-made AN/TPQ-37 and AN/TPQ-50 counter-battery radar stations were annihilated as part of counter-battery countermeasures.
Also, four ammunition depots of the Armed Forces of Ukraine were hit in the areas of Dudchany, Tokarevka (Kherson region), and Chervonogrygovka, Dnepropetrovsk Region. Operational-Tactical Aviation, Missile Troops and Artillery of the Russian Armed Forces‘ grouping of troops (forces) engaged 83 artillery units at firing positions, as well as manpower, and military hardware in 119 areas. One radar of Ukrainian S-300 air defence system was destroyed near Ochakov (Nikolayev region).
Fighter aviation of Russian Aerospace Forces has shot down one Su-25 aircraft of Ukrainian Air Force near Andreevka (Donetsk People’s Republic).
Russian air defence facilities have shot down one Su-25 airplane of Ukrainian Air Force near Ugledar (Donetsk People’s Republic). Also, eight Ukrainian unmanned aerial vehicles were obliterated in the areas of Kreminna, Zhytlovka, Novokrasnyanka (Lugansk People’s Republic), Nikolskoye (Donetsk People’s Republic), Novoprokopovka, and Dorozhnyanka of the Zaporozhye region. Seven Olkha, Uragan, and HIMARS multiple-launch rocket shells were intercepted near Kreminna (Lugansk People’s Republic), Kuybyshevo, Valerianovka (Donetsk People’s Republic), Novouspenovka (Zaporozhye region) and Chaplynka (Kherson region). In addition, a US-made HARM anti-radar missile was shot down near the village of Kostogryzovo (Kherson region).
In total, 379 airplanes and 204 helicopters, 2,956 unmanned aerial vehicles, 402 anti-aircraft missile systems, 7,634 tanks and other armoured fighting vehicles, 990 combat vehicles equipped with multiple-launch rocket systems, 3,921 field artillery cannons and mortars, as well as 8,180 pieces of special military hardware have been destroyed during the special military operation.

• Das Abendbriefing des ukrainischen Generalstabs:

Situation update of General Staff of UAF regarding russian invasion as of 18.00, 26th January 2023
Day 337 of the full-scale russian military aggression continues.
The enemy does not abandon his intentions to destroy the critical infrastructure of our state, strikes at civilian objects and homes of the civilian population.
The threat of air and missile strikes throughout the territory of Ukraine remains.
During this day, the enemy carried out 37x air strikes. 17 of them – with the use of Shahed-136 UAVs. All these drones were shot down.
In addition, the russian invaders launched 59x missiles, 47x of which were destroyed. Unfortunately, there are hits on civilian objects, there are casualties among civilians. Moreover, the invaders launched 53x attacks from MLRS.
Bakhmut and Novopavliv axes: in order to achieve the previously stated goals, despite significant losses, the enemy continues its offensive.
Lyman and Avdiiv axes: the enemy conducted unsuccessful actions with the aim of improving the tactical position. In the rest of the axis, it is on defensive.
Volyn, Polissya, Sivershchyna, and Slobozhanshchyna axes: no changes were made, and no offensive groups of the enemy were detected. Joint training of the aviation component of the regional grouping of the armed forces of the russian federation and the republic of belarus continues. At the same time, areas of Tymonovychi settlements of Chernihiv Oblast were shelled by mortars and artillery; Pavlivka and Timofiivka – Sumy Oblast, as well as Strelecha, Ternova, Staritsa, Vovchanski Khutory, Kolodyazne and Novomlynsk in Kharkiv Oblast.
Kupyansk axis, the enemy shelled the areas of Dvorichne, Orlyanka, Pishchane, Berestov and Lozova settlements of the Kharkiv Oblast; Stelmakhivka – Luhansk Oblast, as well as Ivanivka in Donetsk Oblast.
Lymanskyi axis, Makiyivka, Nevske, Chervonpopivka, Dibrova and Kuzmine in the Luhansk Oblast, as well as Yampolivka in the Donetsk Oblast, came under fire from tanks and artillery.
Bakhmut axis: in particular, Spirne, Bilogorivka, Krasna Gora, Bakhmut, Klishchiivka, Bila Gora, Severnye and New York in Donetsk Oblast were hit by fire.
Avdiiv axis: Avdiivka, Vodyane, Georgiivka and Maryinka were shelled.
Novopavliv axis: Vugledar, Velyka Novosilka and Vremivka of the Donetsk Oblast were affected by fire.
Zaporizhzhia axis: more than 20 settlements were affected by artillery fire, in particular, Novopil in Donnechyna, as well as Chervone, Gulyaipole, Zaliznychne, Mala Tokmachka, Novodanilivka, Orihiv, and Stepove in the Zaporizhzhia Oblast.
Kherson axis: the occupiers again shelled the suburbs and Kherson itself with artillery.
Counter-intelligence measures are ongoing in some temporarily captured settlements of the Kherson Oblast. russian occupiers are actively looking for Ukrainian patriots. In the building of the former Gornostaivsky Regional Department of the Ministry of Internal Affairs of Ukraine in the Kherson Oblast, the russian invaders set up a torture chamber. Some can get into it simply because of a speculated suspicion of cooperation with the Armed Forces of Ukraine.
In the temporarily occupied Ukrainian Simferopol, all budget institutions, under the pretext of reform, received an instruction to reduce staff by 10 percent. It is also known that lists of persons subject to „optimization“ must be drawn up by February 1 of this year.
During the day, the Air Force of the Defense Forces carried out 8x strikes on areas where the enemy’s personnel, weapons and military equipment were concentrated, as well as a strike on the position of the enemy’s anti-aircraft missile complex. In addition, during the day, our defenders shot down 3x reconnaissance UAVs of the occupiers.
Units of missile and artillery of the Defense Forces of Ukraine hit 3x control points, the enemy’s manpower concentration area, the artillery concentration area, and 2x other important military objects of the invaders during the day.

 

Heute — 27. Januar 2023Haupt-Feeds

Anwälte haben die Hosen gestrichen voll, dass eie ...

27. Januar 2023 um 04:00
Anwälte haben die Hosen gestrichen voll, dass eie von KI ersetzt werden könnten.

Es gibt da ein Startup, das per KI Verkehrstickets abwenden will. So viele Argumente um Umstände gibt es da ja nicht, da kann man den Text ja auch von einer KI generieren lassen, ist deren Geschäftsmodell.

In den USA wie bei uns gibt es bei Anwälten noch ein mittelalterliches Zunft-Protektorat. Bei uns heißt das Rechtsanwaltskammer, bei denen heißt es Bar Association.

Als ie Bar Association davon Wind bekommen hat, setzte es so viele Drohungen, dass das Startup die Segel gestrichen hat.

Ich hätte ja cool gefunden, wenn der denen KI-generierte Argumente geschickt hätte. Das hätte vielleicht sein Problem nicht gelöst, aber es hätte den Zunftlern Opportunitätskosten erzeugt.

Hey, wobei. Die Idee kann man ja auch ausweiten. KI als Waffe des kleinen Mannes gegen Bürokratie. KIs betreiben, die die Bürokratur mit Eingaben lahmlegt. Will da nicht mal jemand einen aufmunternden Scifi-Roman über die Idee schreiben?

Merkposten: Zunächst nur Twitter – Angriffe auf Bundeswehr-Accounts

26. Januar 2023 um 23:08
Von: T.Wiegold

Erstmal nur als Merkposten: Am (heutigen) Donnerstagabend meldete die Bundeswehr vorübergehend einen Hacker-Angriff auf den Twitter-Account der Luftwaffe. Zu sehen war dort allerdings nichts Ungewöhnliches. Bereits in der vorangegangenen Nacht hatte es einen unerklärlichen Post auf dem Twitter-Account des Marineinspekteurs gegeben.

Den Angriff meldete die Bundeswehr ebenfalls via Twitter:

Auf dem Twitter-Account der Luftwaffe gab es am späten Abend die Entwarnung

… die vom Bundeswehr-Account bestätigt wurde.

In der Nacht zum Donnerstag war vom Twitter-Konto von Marineinspekteur Jan Kaack ein Re-Tweet von Verschwörungstheorien veröffentlicht worden. Nach Angaben eines Marinesprechers war zunächst unklar, ob sich auch in diesem Fall Hacker Zugriff auf den Account verschafft hatten.

 

2023-01-20

27. Januar 2023 um 04:53

Freitag, 20.01.2023 – Von Übergrößen und Wolldecken

Die Nacht

Der Schlaf hat sich weiter verbessert. Die Träume meist komplett assoziativ-wirr, den einen Traum mit einer etwas stringenteren Handlung habe ich leider vergessen.

Der Tag

Tastatur

Die neue Tastatur macht Freude, aber auch ein wenig Kummer. Da es sich um eine kompakte Tastatur handelt und Logitech unbedingt supertolle Spezialfunktionen in sie einbauen wollte, fehlt die eine oder andere gewohnte Taste von der klassischen Mac-Tastatur. Allerdings kann man einige Tasten mit einer Konfigurations-Software selber einrichten und nun kann ich z.B. mit einem Druck auf F10 (Lupentaste) einen neuen Eintrag in der Todo-Liste erstellen (das wollte ich schon immer)! Ganz oben rechts auf der Tastatur angesiedelte ,,Nicht Stören‘’-Funktion habe ich in ,,Mission Control‘’ (eine Übersicht über alle geöffneten Fenster und Apps) geändert.

Diese ,,Nicht Stören‘’-Funktion ist übrigens gruselig, weil sie auch automatisch für das iPhone und das iPad gilt.

Das Herumtippen auf der mechanischen Tastatur macht aber echt Freude!

Hüstelig

Seit ein paar Tagen huste ich immer wieder mal herum. Dagegen trinke ich Thymian-Tee.

Wolldecke

Die Merino-Wolldecke, die ich mir irgendwann im Spätherbst (?) gekauft habe, riecht ja sehr (!) stark nach Schaf – so stark, dass ich sie nicht benutzen mag. Nun habe ich endlich die Energie gefunden, sie zu waschen (20°, Wollwaschmittel, minimales Schleudern). Sie hängt nun seit gestern zum trocknen im Bad und ich meine, der Geruch habe sich ein wenig verringert. Vielleicht wasche ich sie heute noch einmal. Viel kann ich an ihr nicht kaputtmachen, denn bei diesem Gestank kann ich sie definitiv nicht nutzen.

Eine Frage bei Mastodon brachte einige hilfreiche Hinweise, aber auch echten Quatsch zutage (Wodka!).

Plan für heute

Während draußen die Welt sich erhellt, mache ich mir gleich ein paar Kniften und fahre dann (so Gott will) erst nach Düsseldorf zu Horsch, um Schuhe zu kaufen. In meiner Größe gibbet in Duisburch nämlich nix. Danach zu Braun in Moers, die eine gute Übergrößenabteilung und auch entsprechende Beratung haben. Ich benötige ja etwas Gedecktes (sagt man das so?) für die Beerdigung von Schwiegermami.

Überschriften

Finde ich eigentlich toll und sollte sie häufiger nutzen.

Düsseldorf und Moers

In der S-Bahn nach Düsseldorf. Baustellenbedingt mittleres Chaos.

Das WLAN der Deutschen Bahn will, dass ich die Nutzungsbedingungen akzeptiere. Was da wohl drin steht? Dass ich über diesen Zugang keine bahnkritischen Artikel hochlade? Dass ich keinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg darüber plane? Keine Alien-DNA weitergebe? Nicht den Bundestag hacke? Oder dass ich vor dem Ausdruck dieser E-Mail an die Natur denke?


Der Schuhkauf war höchst erfolgreich: Die neuen, schwarzen Schuhe sind sehr bequem. Ich lasse sie gleich an.

Nun geht es weiter nach Moers. Auf dem Weg liegt der Halt „Trompet“ und diesen Namen mag ich sehr, weil ich dann immer an eine Ukulele denken muss.

Die Beratung bei Braun ist mal wieder gut. Recht schnell entscheide ich mich für ein schwarzes Hemd und ein anthrazitfarbenes (ist Anthrazit überhaupt eine Farbe?) Jackett. Die Ärmel des Jacketts müssen noch gekürzt werden. Nächste Woche kann ich es abholen.

Zurück nach Duisburg nehme ich den Schnellbus. Die Fahrt über die Autobahn (?) bietet mir neue Einblicke in meine Wahlheimat Duisburg.

Daheim bin ich völlig platt und da es 16 Uhr ist beschließe ich den Feierabend (halte mir aber noch die Möglichkeit für einen kleinen Spaziergang offen).

Der Abend

Die verfluchte Wolldecke

Die Maschine wäscht die stinkende Wolldecke zum zweiten Mal. Ich bin voller Hoffnung, dass es dadurch besser wird.

Während die Maschine läuft, mache mich mir eine Kanne Thymian-Tee. Komisch: Die Kanne ist da, der Einsatz dafür und auch der Deckel – aber wo ist das Stövchen? Eigentlich verlässt dieses massive Teil aus Glas die Küche doch nicht. Es kommt auf die Liste der zu suchenden Dinge.

Während der Tee zieht, läuft Wasser aus der Waschmaschine. Ein Zipfel der Decke hat sich wohl in den Türspalt geklemmt. Da habe ich nicht richtig aufgepasst! Fluchend wische ich das Wasser auf und entferne das überschüssige Wasser aus der Trommel, indem ich eine flache Blechschüssel unterhalte, während ich die Tür öffne. Nach mehreren Versuchen kann ich den Zipfel der Decke ins Innere der Waschmaschine stopfen.

Beim erneuten Waschversuch sitze ich mit einer dampfenden Tasse Tee in der Küche, schreibe diese Zeilen und beobachte die Waschmaschine misstrauisch.

Morgen gibt es viel zu tun!

Unterhaltung

Die Ameisen erreichen das nächste Level. Ich bin stolz auf meine kleinen Insekten!

Zwischendurch schaue ich das Programm Next Level von Maxi Gstettenbauer (Video verfügbar bis bis 19.11.2023). Besonders muss ich über die Geschichte mit dem Spermiogramm lachen – ich habe ja auch einen recht einfachen Humor.

Gegen 22 Uhr zu Bett.

Bilder

Neue Schuhe!
Düsseldorf, Little Tokyo
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