Meidericher Kleinkunstbühne

Eine schlechte Nachricht:

Die Meidericher Kleinkunstbühne wird aufhören! Das wurde anlässlich des Besuchs von Wilfried Schmickler bekannt gegeben. Gründe sind bisher noch nicht bekannt.
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Wir sind Weltmeisterin!

Liebe Damen Fußballspielerinnen!

Herzlichen Glückwunsch zur gewonnen WMin!

Update:
War eigentlich klar, dass ich weder der Erste noch der Einzige mit so einer Überschrift war.
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Wieder wirr von früher

Noch keine Sonne. Im Vorbeifenster kocht ein Mann sich Tee. Meine Träume werden aus dem Internet heruntergeladen. Als MP3 ohne Komprimierung. Flatrate macht es möglich! Darauf trinken die jungen Leute ihren zwanzigsten Tequila, danach legen sie sich zum Sterben unter den Tisch. Da wird der Wirt aber fluchen!
Im Schweinsgalopp gehe ich die Termine durch, fresse mich durchs Papier. "Tarzan-Textarbeit" nannte man das früher. Alte Zeit war das damals! Die Muse und ihre Schwester Muße küssten mich abwechselnd gleichzeitig. In bed with Langeweile. Damals fing das mit den Nerven an.
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Die Frau von Checkpoint Charlie

Guten Tag! Mein Name ist Checkpoint, Charlie Checkpoint. Ja, genau - das ist meine Frau, die so aussieht wie Veronica Ferres mit Topfschnitt. Naja, hübsch ist sie schon, aber wissen Sie, die ganze Sache wird langsam peinlich. Ich bitte Sie - jeden Tag in der BILD-Zeitung!
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass bald Gras über die Angelegenheit wächst.
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Der Fall Schäuble

In Zeiten von Sicherheitswahn und Stasi 2.0 vielleicht mal ganz interessant, dieser Beitrag von hr2 "Der Tag":
Der Fall Schäuble - eine deutsche Politkarriere (mp3, Direktlink)
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Verehrung

Die Eisenbacken schlossen sich fast zärtlich um ihre Handgelenke. Sie hatte solche Angst. Ein Mann im dunklen Mantel kam und strich ihr die Haare aus dem Gesicht. "Fürchte Dich nicht!" sprach er langsam, schleppend "Wir wollen nur zu Dir beten, kleine Bastard-Fee!" Um sie beide herum wuselten kleine Männer in Anzügen. Sie trugen Aktentaschen und Regenschirme. Immer wieder zuckten ihre Mobiltelefone, immer wieder warfen sie sich vor ihr auf den Boden. Beteten. "Du hast Feenblut in den Adern. Du kannst uns erlösen!" sagte der Mann. Er trat einen Schritt zurück und sank vor ihr auf die Knie. "Erlöse uns! Erlöse uns!" Die kleinen Anzugmännchen stimmten ihn seinen Singsang ein, ihre Oberkörper hoben und senkten sich im Takt. In ihr stieg Verzweifelung hoch. "Lasst mich frei!" rief sie, konnte die Männlein und den Mann aber nicht erreichen. "Lasst mich frei oder ich muss Sterben!" Sie schluchzte, Tränen rannen ihre Wangen hinab. Der Mann im dunklen Mantel starrte sie an, sagte nichts mehr. Er hatte nur noch dieses irre Glitzern in Augen.
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Servergedöns

Update:
Es geht wieder! 1und1 hat ein bisschen gebraucht, um den Webspace einzurichten. Jetzt scheint alles zu klappen.

Wegen Servergeschichten kann es sein, dass die Flusskiesel-Seite für eine gewisse Zeit nicht erreichbar sein wird. Die E-Mail-Adressen auf flusskiesel.de sind ebenfalls betroffen.
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Schnauze voll!

Irgendwann hatte der Erzbischof die Schnauze voll und redete mal richtig "Tacheles".
Irgendwann hatte der BILD-Redakteur die Schnauze voll und erfand die "Beweise" einfach.
Irgendwann hatte der Sachbearbeiter die Schnauze voll und strich der alten Frau die Medikamente.
Irgendwann hatte der Bereitschaftspolizist die Schnauze voll und schlug zu.
Irgendwann hatte der Innenminister die Schnauze voll und ließ die Inhaftierten bis zum Geständnis foltern.
Irgendwann hatte der Verteidigungsminister die Schnauze voll und ließ den Luftraum "freimachen".

Irgendwann hatten dann all die anderen Menschen die Schnauze voll.
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Feldpost

Mein lieber guter Doktor Flause,

bitte entschuldigen Sie, dass ich mich schon länger nicht bei Ihnen gemeldet habe! Verzeihen Sie auch, verehrter Doktor, dass ich auch gleich mit einer kleinen Bitte ins Haus falle! Doch lassen Sie mich
bitte erklären:
Der Grund für meine Nachlässigkeit in Sachen Briefe besteht darin, dass ich zur Zeit im Krieg bin.
Ich kann Ihnen sagen: Krieg ist eine tolle Sache! Man kann seine Männlichkeit beweisen, die Zähne zusammenbeissen und - das ist das Beste - Leute totschiessen!
Erst gestern lagen wir im Graben und der Feind kam heran. Erst einer. Gezielt, abgedrückt - "Peng!". Er fiel hintenrum, das Gesicht zerfetzt. Dem nächsten - "Paff!" - in den Bauch geschossen! Herrlich!
Später haben wir dann mit unseren Bajonetten die verwundeten Feinde abgestochen.
Währenddessen sitzt meine treue Eva zu Hause und kümmert sich um die Kinder. Sie ist ja so gut und fein, meine schöne blonde Eva!
Und nun zu meiner Bitte:
Könnten Sie, guter lieber Doktor, mal ab und an bei meiner Eva und den Kindern nach dem Rechten sehen? Sie haben sich mit ihr doch immer gut verstanden - ich erinnere mich noch an unsere Verlobungszeit, wo Sie ihr immer Privatunterricht gegeben haben, während ich nächtens meine
Studien betrieb. Sie, mein lieber Doktor und Lehrvater, würden mich auf das Höchste beruhigen, würden Sie mir diesen kleinsten aller Dienste erweisen!
Doch nun muss ich meinen Brief schliessen - im Sperrgebiet sind ein paar Zivilisten aufgegriffen worden und um die müssen wir uns jetzt "kümmern".

Im herzlichem Dank im voraus,
Ihr Wanze Wirrkopf
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Fast vergessen: Bloggertreffen

Das - tadaaaa - fünfte Duisburger Bloggertreffen tut stattfinden 02.11.07. Und zwar in der Paulaner Botschaft zu Duisburg.
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Er nimmt es heiter und gelassen ...

... und ich bin so müde ...

Dalai Lama
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Schule

Die Schule wurde von Mal zu Mal komplizierter. Die Treppen, Fluren und Türen verschachtelten sich weiter und weiter. Ich war schon spät dran. Meine Schultasche aus schwarzem Leder unter den Arm geklemmt hetzte ich hin und her. In welchem Raum war noch mal der Unterricht? Welches Stockwerk?
Einen Mann in meinem Alter noch in die Schule zu schicken war eine bodenlose Gemeinheit!
Ich traf zwei Leidensgenossen: Mein alter Lehrer B. und den guten D. Mit dem alten B. hatte ich zeit meines Lebens im Clinch gelegen, doch ein gegenseitiger Blick in die verzeweifelten Augen schweisste uns augenblicklich zusammen. Die Herren waren zu Gast auf einem Kongress und suchten "einen ovalen Raum mit einem großen Tisch drin". Ich konnte ihnen nicht weiterhelfen und suchte selber weiter.
Unmengen von Schülerinnen und Schülern verdeckten die Sicht. Vielleicht Raum 116? Oder 216? Stockwerk rauf und Stockwerk runter. Langsam kam mir die Gegend hier bekannt vor. Wie? Raum anderweitig belegt? Alte Frauen diskutieren hier über Tee?
Doch da entdeckte ich in der Ecke einen kleinen Tisch, um ihn herum saßen meine Leidensgenossinnen und Leidensgenossen. Der Lehrer stand genervt daneben. Ich entschuldigte meine Verspätung. Ein kurzes Nicken. Schnell einen Platz gesucht und die Schultasche darunter versteckt.
Meine Schulbücher hatte ich eh vergessen.
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Interview

Als Kiesel, der etwas auf sich hält, hüpfe ich normalerweise keinen Stöckchen hinterher. Der Lars vom Spitblog wirft aber (auf Wunsch) mit individuellen Interviewstöckcken um sich.
Mich hat es zum Glück auch getroffen und das Ergebnis kann man lesen, wenn man "Lesen Sie mehr ..." klickt! Lesen Sie mehr...
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Hans im Unglück

Hans bemerkte sie zu spät. Sie waren zu dritt und natürlich betrunken. Zu planlos, zu abgelenkt war er durch die Stadt gelaufen und nun drängten ihn diese stinkenden Typen in eine schmale Gasse. Angst kroch hoch. "Brüderlein, wach auf!" flüsterten drängend die Stimmen, sie strichen über seinen Leib, krausten sein Fell "Brüderlin, so wach doch auf!" Hans aber wollte das nicht. Er wich zurück, so weit es ging. Kalte, feuchte Mauer im Rücken. Engverschnürte Kehle. "Wach auf, Brüderlein! Die Angst wird zuende sein!" die Stimmen wurden flehend.
Der erste der Männer schlug zu. Hans Kopf schlug nach hinten auf den Stein.
Hans wachte auf.
Der Mann, der ihn geschlagen hatte, kam nicht mehr zu seinem letzten Atemzug. Sein Gesicht, seine Brust zerspritzten in einem Schwall aus Blut und Gewebe. Hans ließ ihn sinken. Er sprang am zweiten vorbei ("Du musst auch an später denken! Iss nicht immer alles sofort auf! Bewahr Dir was auf!") und warf sich vor dem Dritten auf die Knie, ganz so, als wollte er ihm zu Gefallen sein. Doch statt dem Mann die Hosen zu öffnen, riss der Bär ihm den Bauch auf und leerte ihn aus. Das Schreien war mehr ein Keuchen.
Der zweite Mann stand bleich und angewurzelt. Hans ging zu ihm hin und nahm ihn in den Arm. Dann tanzten sie einen wundervollen Tanz inmitten von Blut und Gedärm. Hans nahm den Kopf des Mannes in beide Hände und küsste ihn auf den Mund. Ein fester, leidenschaftlicher Kuss. Hans saugte. Fester. Unerbittlich. Die Seele des Mannes wehrte sich. Wenn der Körper eines Menschen noch lebte, mag die Seele ihn nicht gerne verlassen. Doch Hans war stärker und trank die Seele des Mannes aus. Bleich und dumpf blieb seine Hülle stehen. Der Körper lebte noch, aber der Geist war fort. Er war jetzt ein Gemüse. Das Innerste von Hans war trunken von der Seelenkraft und er nutzte dies, um das Brüderchen wieder Schlafen zu schicken.
Hans verließ die Gasse. Die drei Toten blieben dort.
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Schlaflos

Das Summen der toten Fliegen war unerträglich laut. Spinnen leerten ihre Netz und wurde fett. "Nicht so laut!" flüsterten die Stimmen. Was eine Unordnung! Alte Spinnweben, Wäsche, Ringe getrockneten Orangensafts.
Das Bett war durcheinander. Hier trauten sich die Spinnen noch nicht hin. Ein Knacken harter Gelenke, harte Beine klackern auf den Fliesen. Die letzten müden Flügelschläge, nachdem das Gift wirkt. Manchmal ist so ein Gehör auch ein Fluch.
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Putzdienst

Den Keller gewischt. Dabei Massen von Asseln mit dem Aufnehmer aufgenommen und im Putzeimer losgewaschen. Ziemlich eklig. Das Wischwasser mit den Asseln dann ins Klo gekippt.

Die Asseln wirbeln durch die Abflussrohre hinab in die Kanalisation. Aus vielen Öffnungen an der Decke kommen weitere Sturzbäche aus Kot, Urin, Wasser - und Asseln.
Durch die Gullideckel scheint etwas Sonne. Das schwarze Meer glitzert, bewegt sich ölig-langsam, die Feuchtigkeit an den Wänden glänzt.
Die harten Körper der Asseln schwimmen rücklings wie kleine Boote. Mehr und mehr von ihnen kommen zusammen. Eine Armada von Asselschiffen sammelt sich, nimmt Kurs auf die Küste. Die Flotte nimmt die Formation eines Stierkopfes an, mit den Hörnern nach vorne.
Die Küste kommt in Sicht! Volle Kraft voraus! Aufblitzen der Küstenbatterien. Schwere Geschosse beschreiben ihre Bahn durch die Luft und platschen wirkungslos ins Wasser. Zu kurz gezielt. Die Kanoniere haben die Entfernung falsch eingeschätzt, dachten, die Angreifer würden eine gerade Linie bilden. Der Stierkopf nimmt Fahrt auf, die Granaten regnen weiter auf die Flotte herab. Je näher die Schiffe dem Strand kommen, desto mehr Geschützmündung blitzen auf. Man kommt in die Reichweite der leichteren Waffen. Die Hörnerspitzen der Stierkopfes verdicken sich. Dann bricht ein Feuersturm aus sie los. Der erste Treffer wirbelt ein Boot in die Luft, ein zweites verdampft mit einem knackenden Geräusch. Die vordersten Schiffe haben einen hohen Blutzoll zu entrichten, das Abwehrfeuer liegt immer genauer. Doch es konzentriert sich zu sehr auf die äusseren Flanken, auf die Verdickungen der Hörner. Als die Kanoniere ihren Irrtum bemerken, ist es schon zu spät und die Hauptmasse der angreifenden Armada ist schon fast am Ufer. Verzweifelt feuern die Verteidiger mit allen verfügbaren Waffen auf die Schiffe. Hier und dort geht eines in Flammen auf, doch die erste Welle wird unversehrt an Land gespült. Sofort drehen sich die Asseln um und krabbeln unter dem Schutz ihres Rückenpanzers über die Dünen. Dann die zweite Welle, dann die dritte, die vierte, fünfte.
Nach und nach verstummt das Abwehrfeuer.
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Endlager

Hauptbahnhof. Die Snackautomaten sind aus Stahl und vergittert. Das Glas ist dick und sicher. Panzerkäfige, die wie geduckte Saurier am Bahnsteig warten.
Im Inneren der Automaten wabern die Geister der Toten. Blass und dünn schauen sie mich an. Trauernde, dunkel Augen. Sie scheinen zu sprechen. "Wo bist Du?" fragt einer "Ist Heiner nicht da?" fragt eine andere. Ein kleiner Geist flüstert nur: "Ich will zu Mama!" Sie sind nur noch Schatten, haben die meisten Erinnerungen verloren. Ihre Seelen sind gefangen in einem Kasten aus Stahl. Dünne Schwaden. Mitleid blitzt in mir auf.
Dann entscheide ich mich für die Zwiebelringe.
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Disziplin!

Die Angestellten waren unbotmässig. Sie machten Gegenvorschläge und zweifelten die Weisheit des Generaldirektors an. Während der langen, langen Meetings schlichen dumpfe Begierden durch die dahindämmernden Hirne. Brünstig wurden rot die Köpfe, zittrig hielt die Hand den Stift. Der Generaldirektor tobte.
Zur Strafe mussten alle in einem Klassenzimmer sitzen und der Direktor war der Lehrer. Wie die Kinder saßen sie da und lasen seine Ego-Broschüre Korrektur. Die Ego-Broschüre sah aus wie eine Prisma und es ging darin nur um den Generaldirektor und über die oberste Führung.
Alles war still, die Luft war pupsig. Ab und an raschelte Papier. Zum Lesen war es eigentlich viel zu dunkel, die Holzvertäfelung schluckte das ganze Licht. Der Generaldirektor blickte streng.

Was bedeutet ein kleiner Punkt neben der Zeile?
Der Korrektor hat die Zeile gelesen!
Was bedeutet ein Strich neben der Zeile?
Der Korrektor ist eingepennt!

Ich ging die schmale Wendeltreppe nach oben. Dort sortierte ich CDs und las ein Buch.
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"Die Gedanken sind frei ..."


Die gedanken sind frei
hab nichts zu verbergen
was ist auch schon dabei
zu helfen den schergen
denn nur terorristen
stehn auf deren listen
was ist also dabei?
die gedanken sind frei.


Großartig ... weiterlesen bei Prospero!
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Spaß mit Symbolbildern

Die armen schwedischen Beamten! Kurzsichtig, altmodische Brillen und jetzt keine Pornos mehr (gesehen bei Web.de, glaube ich):

Symbolbild
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Kinderfragen

Kind: Mutter? Mutter?
Mutter: Ja, mein liebes Kind! Was ist? Komm doch her!
Das Kind kommt zur Mutter gelaufen, die Mutter streichelt seinen Kopf.
Mutter: Was bist Du für ein lieber Schatz! Sag, was hast Du auf dem Herzen?
Kind: Mutter, wenn wir alle die Dummschwätzer, Lügner und schlimmen Kerle zusammentreiben würden …
Mutter: Ja?
Kind: All diese lauten Leute, die Kreischeweiber, die Fernsehmucken, die Labertaschen, die Schänder, die Schläger, die Rechner, die Mahner und Warner …
Mutter: Ja, mein Kind?
Kind: All diese scheusslichen Menschen! Was, wenn wir all die zusammentreiben würden, sie in die Ecken trieben und mit Knüppeln auf ihre Köpfe schlügen, ihnen die Mäuler zermalmten, die Knochen brächen; wenn wir mit Haken ihre Eingeweide aus den Bäuchen zerrten und mit Hämmern ihre Körper zermatschten?
Was, wenn wir ihre Adern öffneten, ihre Schädel leeren würden auf das all das Blut und das Hirn auf die Straße platzen würde?
Mutter: Ja, das gäb eine Riesensauerei! Gib der Mutti einen Kuss!
(Das Kind freut sich, gibt er Mutter einen Kuss und rennt wieder spielen)
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Verstörende Kosmetik

Ich lief durch die Stadt, einen Rucksack im Ohr. Im Vorübergehen sah ich im Schaufenster eines Kosmetikfriseurstudios ein großes Plaket mit seiner Männern drauf. Die beiden waren offensichtlich ein Paar. Zärtlich gut gestylt. Einer hatte einen etwas verstörenden Schmiss auf der Wange. Schwule Burschenschaftler? Gibt es so etwas?
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Hitler!

"Nächster Halt: Hitler - Bedarfshaltestelle" sagte der Lautsprecher. Wie fast immer glitt die Bahn an ihm vorbei. Er stand da ganz einsam. Konnte einem fast leid tun. Aber nur fast. Tauben kackten auf seinen Kopf. Nur einmal im Jahr, im April, kamen der Stadtnazi und die Nachrichtentante und brachten ihm ein Rattenopfer dar.
Wir anderen gingen derweil in den Biergarten.
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Natur und Technik

Elfen streifen durch den Wald. Schön sind sie, dunkle, lange Haare, schwarze Augen. Sie berühren kaum die Blätter der Bäume. Dann kommen sie an den Zaun.
Ein hohes Summen und die Elfen sind verschwunden. Elektrozaun.
Wir sitzen derweil auf der Wiese, die Waffen locker auf den Knien. Ein Feuer wäre jetzt nicht schlecht, aber das geht natürlich nicht.
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Konvertiten! Alles voller Konvertiten! (oder: Schäubles feuchter Traum)

Osama bin Laden hat die US-Amerikaner dazu aufgefordert, zum Islam zu konvertieren! Welch schreckliche Vorstellung:
300.000.000 Millionen Konvertiten! Wie soll man die alle überwachen?

PS: Wenigstens hat sich Osama den Bart dunkel gefärbt - und nicht Wasserstoffblond!
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Eine Fahrt durch die Welt

Es ist schwierig, den Wagen bei der Geschwindigkeit in der Spur zu halten. Ich fahre viel zu schnell. Direkt neben der Fahrbahn befindet sich ein Hang, den will ich nicht erwischen. Langsamer! Langsamer! Ach, hier ist schon 30! Runter vom Gas! Die Karre will aber keine Geschwindigkeit verlieren, sie rollt und rollt.
Schneeflocken trudeln aus dicken Wolken und bedecken die Landschaft. Weisse Decke.
Später kurze Rast auf einem Parkplatz. Das Autoradio ist seltsam. Die Sender kann man nur von aussen mit einem großen Rad an der Windschutzscheibe verstellen. Nach ein bisschen Suchen habe ich den richtigen Sender erwischt. "Scheisse!" brüllt der Bob im Radio. Den Rest der Fahrt geniesse ich sein Fluchen und Schimpfen.
Nach der Ankunft beim weissen Haus von der Tante muss ich ohne Schuhe, dafür mit offener Hose und einem Schlafsack um die Beine durch den Schnee stapfen.
Die Tante lässt mich herein ins Haus und erzählt mir, der Kleine würde von einem "Herrn Doktor" eine Eisenbahn und einen Fernseher geschenkt bekommen. Von dem Fernseher sollten wir dem Kleinen aber noch nichts erzählen, da Fernsehen schlecht für die Sprachentwicklung von Kleinkindern sei. Das ist mein Thema! Ich wirbele herum und rufe der jungen Frau zu, die hinter der Tür hockt: "Entweder Sprechen lernen oder Fernseh gucken! TV macht dumm!" Die junge Frau zuckt zusammen, nickt aber.
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Das Prinzip Verantwortung

Korsettheini schwebte durch das All. Der Raumanzug war eng, doch das störte ihn nicht. Ohne Seil, ohne Kabel, die Arme ausgestreckt, sank er langsam auf die schwarze Sonne zu. Die Sterne verblassten. Langsam, langsam, immer schneller. Neben ihm der Kadaver einer Katze. Näher, näher zur schwarzen Sonne!
Korsettheini hatte einst Karriere gemacht in der industriellen Bildung. Nach dem Ende der Schulen und Kindergärten hatten seine Busse die Kinder zu den zentralen Bildungseinrichtungen gebracht. Dort hatte sein Logistikunternehmen sich um die Bildung der Kleinen gekümmert. In den Essensälen holten sich tausende von Kindern auf ihren Plastiktabletts nahrhaftes Essen, gesponsert von McDonalds und Burger King. Mit Tasern bewaffnete Erzieher passten auf, dass alles in seinen Bahnen lief. Irgendwann hatte eine Aushilfskraft die Medikamente im Trinkwasser falsch berechnet. Hunderte Kinder starben und Korsettheini war pleite.
Jetzt ließ er das alles hinter sich und fiel in die schwarze Sonne. "Deine Seele! Deine Seele!" flüsterte eine Stimme in seinem Kopf.
Die tote Katze fiel zurück.
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Ein seltsames Museum

Sie trugen Wäschekörbe durch das Museum. Es war das seltsamste Museum der Welt. Zum Beispiel konnte man sich in eine der Wannen ins flache Wasser legen und plötzlich schossen Tentakel aus der Brühe hervor und kitzelten einen am Bauch. Die Tentakel waren natürlich aus Gummi und immer wenn eine junge Frau sich in so eine Wanne legte, gab es einen Menschenauflauf.
Von mehreren Stockwerken aus konnte man in die große Opferhalle sehen. Dort saß eine gigantische Göttin aus Stein und schien auf Gaben zu warten.
Ich wandelte Lust und ging in die Modellbauausstellung. Besonders interessierten mich die Kriegsschiffe, aber um die hatten sich schon Trauben von Kindern gebildet.
Also doch besser die Gummitentakel?
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Durch die Gänge

Im Untergeschoß des Kaufhauses wiesen uns die Schilder zum Wickelraum den Weg. Hier unten war noch einiges los. Mit ein paar Büchern unterm Arm eilte ich durch den schmalen Gang, Versehrte und Kranke, Verstümmelte und Verzweifelte saßen hier auf Stühlen und sahen mich an. Sicherlich hielten Sie mich für einen der Ärzte. Die Bücher waren jedoch keine medizinische Fachliteratur, es handelte sich um Sammlungen der neuesten Putschistenwitze.
Ich sah Mütterchen Russland. Sie hatte einen Wäschekorb voller Köpfe dabei. Lächelnd bot sie mir daraus an. Ich ging schnell weiter. Dann kam ich ins Büro der obersten Führung. Eine hohe Beamtin führte der obersten Führung (steif, schwarzer Anzug) ein Brett vor, mit der man die Wirtschaft zu unterstützen gedenke. Auf dem Brett stand mit Kreide "Ritter - 5,- €" geschrieben. Dahinter waren noch Felder für Namen und E-Mail-Adressen. Die oberste Führung war verwirrt und ich musste mir das Lachen verkneifen.
Danach war ich noch Beisitzer in einem viel zu kleinen Untersuchungsraum. Dabei sehnte ich mich zurück in die Hütte am See.
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Hallenträume

Das Hotelzimmer, in dem Flöte, Elefantenklo und ich übernachteten, war aussergewöhnlich: Es war mitten in einer Sporthalle. Der eine Ausgang ging auf den Turnschuhgang, der andere zur Sportfläche. Mir gefiel besonders, dass man vom Klo aus alle Lichter einschalten konnte. Ausserdem gab es einen sehr große Kühlschrank. Zu dem ging ich hin und holte mir aus Versehen eine Flasche Cola heraus. Sie schmeckte muffig. "Wo ist Elefantenklo hin?" fragte ich Flöte. Letzterer hockte vor seine Laptop und tippte hastig. "Keine Ahnung" bekam ich zur Antwort "ich müsste schon längst wieder in Leipzig sein. Ausserdem hat er mir mein Taschenbuch gemopst - bestimmt versteckt er sich irgendwo und liest es heimlich durch!"
Leipzig? Wieso Leipzig? Dachte ich und trank noch einen Schluck von der Muffcola. Ich ging raus in die Sporthalle. Mein Handy nahm ich mit. Potzblitz! 46 neue SMS! Alle von Elefantenklo! Alle miteinander verbunden! Während ich versuchte, die Nachrichten in meinem Handy in die richtige Reihenfolge zu bringen, kam fröhlich pfeifend Elefantenklo um die Ecke. Er begann sofort, die Liegestühle neu zu arrangieren. Dann fing es jedoch an, in der Sporthalle zu regnen. Hastig brachten wir die Polster der Liegestühle in Sicherheit und tranken dann hastig die letzten Biere aus dem Kühlschrank.
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Der Krieg und das Sauerland / Militärpolitik

Kaum gibt es hier noch Links auf irgendwelche gefundenen Seiten.

Diesen Telepolis-Artikel hier möchte ich der geneigten Leserschaft aber doch ans Herz legen. Es geht um die ganz persönliche Sicht auf Verlust von Familienangehörigen durch den Krieg, aber auch um unsere neue Militärmacht, wo Hartz-IV-Empfänger sich lieber zum Kriegsdienst nach Afghanistan melden als arm in Deutschland zu bleiben. Immerhin "möchte ich ja heiraten".
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Untote Prinzessin?

Ich weiss schon, warum ich eigentlich kein SpOn lese. So was finde ich unter aller Dingsbums:

Screenshot Spiegel Online
Anklicken zum Vergrößern.

"Night of the Living Princess" oder wie?
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Heimfahrt

Es ist nicht schlimm, wenn es so schummrig in der Bahn ist. Es ist nicht schlimm, daß die ganze Zeit diese Klingel geht. Es ist nicht schlimm, wenn wir lange in Duissern stehen während der Fahrer versucht, die Tür zu reparieren. Das ist alles nicht schlimm, wenn einem dabei Joe Strummer in die Ohren singt.
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