May 2007
Erinnerungen an die Jugend
31.05.2007 22:02 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Ich lehnte mich in den Sessel zurück und sah nach
oben, das Bücherregal hinauf. Mein Bier hatte ich
neben mir hingestellt. Langsam ging die Sonne unter.
Ein Tonbandgerät spielte alte Schlager. Die anderen
saßen am Tisch und wir alle redeten über Flieger und
Ruhm und Ehre. An der Decke hing die Skelettbraut und
schaute uns an. Ihr weißes Kleid umschmeichelte ihre
Knochen. Zwei dunkle Höhlen über einer Krone aus Eis
musterten uns.
Wir hatten keine Angst. Wir waren jung und unsterblich.
Wir hatten keine Angst. Wir waren jung und unsterblich.
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Erklärungen zu wirren Wanzenträumen
30.05.2007 21:49 Abgelegt in: Über dieses
Blog
Vielleicht sind ja mal ein paar erklärende Worte
notwendig, zumal ja auch ab und an Fremde hier
vorbeischauen.In der letzten Zeit häufen sich hier
Texte der Kategorie "Wirre Träume einer Wanze". In
diese Kategorie schiebe ich Texte, die zum Teil auf
meine Träume, zum Teil auf Dinge zurückgehen, die ich
irgendwo gesehen, gehört oder gefühlt habe.
Die Texte schreibe ich fast immer auf meinem AlphaSmart und meist unterwegs. Die Texte werden von mir kaum redigiert, ich korrigiere höchsten grobe Rechtschreib- oder Grammatikschnitzer, wenn mir diese denn auffallen. Deswegen sind die Texte auch häufig ein wenig sperrig, wie ich mal bei späterem Drüberlesen selber festgestellt habe.
Falls zu den Geschichtchen Fragen oder Anmerkungen in Euch Hochsprudeln, schreibte einfach eine E-Mail mich (mb3@gmx.de) oder setzt einen Kommentar ab.
Die Texte schreibe ich fast immer auf meinem AlphaSmart und meist unterwegs. Die Texte werden von mir kaum redigiert, ich korrigiere höchsten grobe Rechtschreib- oder Grammatikschnitzer, wenn mir diese denn auffallen. Deswegen sind die Texte auch häufig ein wenig sperrig, wie ich mal bei späterem Drüberlesen selber festgestellt habe.
Falls zu den Geschichtchen Fragen oder Anmerkungen in Euch Hochsprudeln, schreibte einfach eine E-Mail mich (mb3@gmx.de) oder setzt einen Kommentar ab.
Wahrheit
30.05.2007 21:48 Abgelegt in: Fundstücke
aus Omas Kiste
Lichteteufel
29.05.2007 20:41 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Mein alter Freund Fritz war ein Lichteteufel.
Lichteteufel waren eine sehr aussergewöhnliche
Unterart der Teufel, da sie viel Zeit an der
Oberfläche der Erde verbrachten und im Licht der
Sonne wandelten. Das Sonnenlicht war ihnen nicht nur
nicht unangehm, sie benötigten es sogar, um sich voll
und ganz aufzuladen. Nur ihre Augen litten immer ein
wenig und so trugen sie meist dunkle Brillen. Sie
waren unbeholfen und tapsig im Tageslicht, fast blind
und von unförmigen Körperbau. Doch kamen sie ins
Dunkel, wie zum Beispiel in einen Bergwerksschacht,
dann begannen sie zu Leuchten und glitten als
vegetarische Lichtwesen durch die ewige Nacht.
Mancher Lichteteufel war schon wochenlang im Bauch
der Erde verschwunden und hatte die Hallen und Gänge
dort unten erkundet - eine einsame Gurke im sanften
Licht vergangener Tage.
Fritz und ich saßen mit ein paar anderen Taugenichtsen beim Italiener auf der Terrasse. Fritz war still und beugte sich tief über einen Salat. Ich selbst aß nur eine Kleinigkeit, da mein Magen noch voller Grillfleisch war.
Fritz hatte schlechte Laune, war nervös. Er hatte nämlich gehört, dass seine Ex-Freundin in der Nähe sei. Sie, ebenfalls eine Lichteteufelin, hatte ihn in letzter Zeit ganz schön genervt. Er blickte sich ständig um - natürlich konnte er mitten am Tage fast überhaupt nichts sehen. Ich versuchte, meinen alten Freund vorsichtig zu beruhigen, doch das brachte nicht viel.
Als wir Zahlen wollten (das letzte große Bier war bestellt), brachte der Kellner neben der Rechnung auch einen mit Wachsmalstiften auf Pappe geschriebenen Brief. Die Buchstaben waren sehr groß, wie von jemandem, der nicht richtig sehen kann. "Liebster! Bin ganz in Deiner Nähe! Sitze am Eingang links!" Fritz stöhnte auf und warf die Pappe auf den Tisch. Sofort schnappte ich mir das Ding - musste ja nicht gleich jeder mitkriegen. "Wie hat sie rausgefunden, dass ich hier bin? Was mache ich jetzt?" jammerte Fritz. "Schon gut," ich tätschelte seine Schulter "wir bringen Dich hier schon raus. Wir müssen ja nicht den Vordereingang nehmen!"
Wir kletterten dann unter großem Hallo über den Zaun der Sonnenterasse. War nicht so einfach, meinen Kumpel heile da rüber zu kriegen, aber mit vereinten Kräften schafften wir das.
Als wir auf der Straße standen, hörten wir die Klingel das Ende der Pause ausrufen. Die Tore des Italieners öffneten sich und ein Strom von Wesen ergoß sich Richtung Schule. Mitten darunter ein blonder Lockenkopf - die Ex von Fritz! "Ab! Ab!" rief ich und schob Fritz Richtung Bushaltestelle. Eigentlich dürfte sie uns nicht sehen können, aber man weiss ja nie.
Kurz darauf klingelte das Handy von Fritz: Einsatz! In einer Kohlegrube waren Bergleute verschüttet und die Dienste eines Lichteteufels wurden benötigt.
Praktisch, dass bald unser Bus kam.
Fritz und ich saßen mit ein paar anderen Taugenichtsen beim Italiener auf der Terrasse. Fritz war still und beugte sich tief über einen Salat. Ich selbst aß nur eine Kleinigkeit, da mein Magen noch voller Grillfleisch war.
Fritz hatte schlechte Laune, war nervös. Er hatte nämlich gehört, dass seine Ex-Freundin in der Nähe sei. Sie, ebenfalls eine Lichteteufelin, hatte ihn in letzter Zeit ganz schön genervt. Er blickte sich ständig um - natürlich konnte er mitten am Tage fast überhaupt nichts sehen. Ich versuchte, meinen alten Freund vorsichtig zu beruhigen, doch das brachte nicht viel.
Als wir Zahlen wollten (das letzte große Bier war bestellt), brachte der Kellner neben der Rechnung auch einen mit Wachsmalstiften auf Pappe geschriebenen Brief. Die Buchstaben waren sehr groß, wie von jemandem, der nicht richtig sehen kann. "Liebster! Bin ganz in Deiner Nähe! Sitze am Eingang links!" Fritz stöhnte auf und warf die Pappe auf den Tisch. Sofort schnappte ich mir das Ding - musste ja nicht gleich jeder mitkriegen. "Wie hat sie rausgefunden, dass ich hier bin? Was mache ich jetzt?" jammerte Fritz. "Schon gut," ich tätschelte seine Schulter "wir bringen Dich hier schon raus. Wir müssen ja nicht den Vordereingang nehmen!"
Wir kletterten dann unter großem Hallo über den Zaun der Sonnenterasse. War nicht so einfach, meinen Kumpel heile da rüber zu kriegen, aber mit vereinten Kräften schafften wir das.
Als wir auf der Straße standen, hörten wir die Klingel das Ende der Pause ausrufen. Die Tore des Italieners öffneten sich und ein Strom von Wesen ergoß sich Richtung Schule. Mitten darunter ein blonder Lockenkopf - die Ex von Fritz! "Ab! Ab!" rief ich und schob Fritz Richtung Bushaltestelle. Eigentlich dürfte sie uns nicht sehen können, aber man weiss ja nie.
Kurz darauf klingelte das Handy von Fritz: Einsatz! In einer Kohlegrube waren Bergleute verschüttet und die Dienste eines Lichteteufels wurden benötigt.
Praktisch, dass bald unser Bus kam.
Ein merkwürdiger Tag
25.05.2007 19:06 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Meine Frau stand am Fenster und sah auf die Straße.
Unser Kind spielte im Flur mit einem kleinen Ball.
Eigentlich musste ich bald los zur Arbeit, aber es
herrschte so ein merkwürdiges Licht da draussen. Also
blieb ich noch ein wenig. Ich ging zu meiner Frau und
sah ebenfalls nach draussen. Wir hörten ein leises
"Flap-Flap" und die Schatten der untergehenden Sonne
begannen zu Zittern auf dem Asphalt.
Einer dieser neuen Kampfhubschrauber sank herab. Er war sehr groß und sehr, sehr leise. Der Hubschrauber streckte seinen Kameradom in die Schlucht unserer Straße und sah sich um. Horchfühler zuckten hin und her. Als er wieder aufstieg, sah ich, dass seine Waffen nach unten, auf die Straße gerichtet waren.
Warum?
War ein Anschlag angekündigt? Nun hörten wir auch die konventionellen, älteren Polizeihubschrauber über der Stadt. Sicher was Großes. Ich spielte mit dem Gedanken, heute doch lieber bei meiner Familie zu Hause zu bleiben.
Das Klingeln der Haustür ließ uns zusammenzucken. Wir drückten den Türöffner und standen an der Wohnungstür. Hastige Schritte nach oben. Ich schob das Kind in sein Zimmer.
Es waren meine Schwiegereltern. Sie brachten Kuchen, der von der letzten Familienfeier übrig geblieben war.
Ich aß Bienenstich.
Einer dieser neuen Kampfhubschrauber sank herab. Er war sehr groß und sehr, sehr leise. Der Hubschrauber streckte seinen Kameradom in die Schlucht unserer Straße und sah sich um. Horchfühler zuckten hin und her. Als er wieder aufstieg, sah ich, dass seine Waffen nach unten, auf die Straße gerichtet waren.
Warum?
War ein Anschlag angekündigt? Nun hörten wir auch die konventionellen, älteren Polizeihubschrauber über der Stadt. Sicher was Großes. Ich spielte mit dem Gedanken, heute doch lieber bei meiner Familie zu Hause zu bleiben.
Das Klingeln der Haustür ließ uns zusammenzucken. Wir drückten den Türöffner und standen an der Wohnungstür. Hastige Schritte nach oben. Ich schob das Kind in sein Zimmer.
Es waren meine Schwiegereltern. Sie brachten Kuchen, der von der letzten Familienfeier übrig geblieben war.
Ich aß Bienenstich.
Zorn
24.05.2007 21:37 Abgelegt in: Flausen im
Kopf
Mein lieber guter Dr. Flause,
wie immer suche ich Ihren Rat in einer Angelegenheit, die mein Gemüt bewegt.
Gestern kaufte ich mir ein elektronisches Gerät, welches man an den Heimcomputer anschliesst, um analoge Video- und Audiosignale in MPEG-1 oder MPEG-2 Datein in variabler Datenkompression und 48kbit-Stereotonsignal umzuwandeln - und das alles bei vollem Lohnausgleich!
Doch leider funktionierte die Sache nicht, nach dem Anschließen gestern Abend erfüllt nur ein blaues Rauschen die Bildschirmanzeige meines Heimcomputers. Zorn stieg in mir auf. Ein Hass auf die Technik, die Menschen, welche die Technik schufen und ein Hass auf die Welt, die diesen Menschen doch so gastlich ist! Nun wollte ich diese heissen Gefühle unterdrücken, doch allerortens riet man mir, ich solle meine Wut doch einfach herauslassen, sie nicht in mir begraben. Sie nicht unterdrücken.
Einfach rauslassen, lieber Dr. Flause? Erinnert sich die Menschheit denn nicht mehr was geschah, als ich das letzte Mal alles "rausließ"? Ist das "Halinger Blutgericht" schon vergessen?
Wie habe ich da allen Gefühlen freien Lauf gelassen! Wie haben sie alle gezittert und gejammert! Um Gnade haben sie alle gebettelt - und "Gnade" habe ich ihnen gegeben. Tanzen habe ich sie sie lassen, die dummen Menschen! Lustig pfiffen die Kugeln um die Ohren der braven Bürger, fröhlich war mein Lachen, ein "Weltzerstörer mit Witz" sollte meine Werbung sein!
Doch dann kam ich ja in Therapie und danach in Ihre herrliche, strenge Lebensschule. Leider finden Sie, verehrter Dr. Flause, mich jetzt wieder einmal völlig ratlos.
Soll ich meinen Zorn eindämmen wie einen unbotmässig plätschernden Bach? Oder soll ich mich frei machen, öffnen und auf die Folgen pfeifen?
Ihr ergebenster Diener,
Wanze Wirrkopf
wie immer suche ich Ihren Rat in einer Angelegenheit, die mein Gemüt bewegt.
Gestern kaufte ich mir ein elektronisches Gerät, welches man an den Heimcomputer anschliesst, um analoge Video- und Audiosignale in MPEG-1 oder MPEG-2 Datein in variabler Datenkompression und 48kbit-Stereotonsignal umzuwandeln - und das alles bei vollem Lohnausgleich!
Doch leider funktionierte die Sache nicht, nach dem Anschließen gestern Abend erfüllt nur ein blaues Rauschen die Bildschirmanzeige meines Heimcomputers. Zorn stieg in mir auf. Ein Hass auf die Technik, die Menschen, welche die Technik schufen und ein Hass auf die Welt, die diesen Menschen doch so gastlich ist! Nun wollte ich diese heissen Gefühle unterdrücken, doch allerortens riet man mir, ich solle meine Wut doch einfach herauslassen, sie nicht in mir begraben. Sie nicht unterdrücken.
Einfach rauslassen, lieber Dr. Flause? Erinnert sich die Menschheit denn nicht mehr was geschah, als ich das letzte Mal alles "rausließ"? Ist das "Halinger Blutgericht" schon vergessen?
Wie habe ich da allen Gefühlen freien Lauf gelassen! Wie haben sie alle gezittert und gejammert! Um Gnade haben sie alle gebettelt - und "Gnade" habe ich ihnen gegeben. Tanzen habe ich sie sie lassen, die dummen Menschen! Lustig pfiffen die Kugeln um die Ohren der braven Bürger, fröhlich war mein Lachen, ein "Weltzerstörer mit Witz" sollte meine Werbung sein!
Doch dann kam ich ja in Therapie und danach in Ihre herrliche, strenge Lebensschule. Leider finden Sie, verehrter Dr. Flause, mich jetzt wieder einmal völlig ratlos.
Soll ich meinen Zorn eindämmen wie einen unbotmässig plätschernden Bach? Oder soll ich mich frei machen, öffnen und auf die Folgen pfeifen?
Ihr ergebenster Diener,
Wanze Wirrkopf
Die Fäden dieser Welt
23.05.2007 18:06 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Die dicke Frau Melkschemel saß in der S-Bahn und
spielte mit den Fäden der Welt. Ihr gegenüber saß
Elektrobombe, ihr Mann, und trank Dosenbier. Sie zog
an einem Faden und die Wolken zogen sich zusammen.
Sie ließ einen anderen Faden fahren und fernab ließ
während einer Ehrung ein Geehrter einen fahren.
Elektrobombe saß da und trank sein Bier. Ab und zu murmelte er etwas von "Durchbrechen!" oder "Zangenbewegung". Frau Melkschemel beachtete das nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Einst hatte sie ihrem Gatten mit den Fäden der Welt einen schönen Krieg gesponnen. Doch der hatte ihm nicht gefallen. Zu wenig Bewegung, zuviel Stellungskampf.
Frau Melkschemel nahm die Fäden der Welt in eine Hand und kramte in den Taschen ihres Kleides nach einem Apfel.
Irgendwo, weit weg tat sich die Erde auf.
Elektrobombe saß da und trank sein Bier. Ab und zu murmelte er etwas von "Durchbrechen!" oder "Zangenbewegung". Frau Melkschemel beachtete das nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Einst hatte sie ihrem Gatten mit den Fäden der Welt einen schönen Krieg gesponnen. Doch der hatte ihm nicht gefallen. Zu wenig Bewegung, zuviel Stellungskampf.
Frau Melkschemel nahm die Fäden der Welt in eine Hand und kramte in den Taschen ihres Kleides nach einem Apfel.
Irgendwo, weit weg tat sich die Erde auf.
My Generation
22.05.2007 19:31 Abgelegt in: Fundstücke
aus Omas Kiste
"My Generation" von The Who in einer ungewöhnlichen, wunderschönen
Coverversion.
Link per E-Mail von Dr. Flause.
Link per E-Mail von Dr. Flause.
Kafka lebt
22.05.2007 19:15 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Versorgungsamt Düsseldorf. Vier Räume. Zwei
"Erziehungsgeld", zwei "Schwerbehinderung". Nummern
ziehen. In Raum Axxx wird alles geklärt. Eine junge
Frau vermittelt Kompetenz durch Händewedeln. Aus Bxxx
("Schwerbehinderung") dringt lautes Palaver.
Verkehrsverbund, Hausarzt, Behindertenausweis.
Befundunterlagen. Ausfüllen. Können wir Beiziehen.
Dauert im Schnitt zwei bis zweieinhalb Monate.
Die Tür steht offen.
Der Mann geht wieder. Eine Frau wird aufgerufen. Sie macht die Tür zu.
Die Kinderspielzeuge in der Ecke sehen so traurig aus.
Die Tür steht offen.
Der Mann geht wieder. Eine Frau wird aufgerufen. Sie macht die Tür zu.
Die Kinderspielzeuge in der Ecke sehen so traurig aus.
Phantastik
21.05.2007 19:58 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Wasserfall am frühen Morgen. Der Wecker piept,
verstummt nach dem Aufschlag meiner Hand. Ich torkele
aus dem Schlafzimmer, vorsichtig am Wohnzimmer
vorbei. Dort schläft das Mondkind. Sein heller,
weisser Schein strahlt durch das Milchglas der
Wohnzimmertür.
Ins Bad. Leise. Doch das ist nicht nötig: Der Eroberer Jerusalems ist schon wach. Er sitzt wie immer in seiner Badewanne und lacht mich an. Sein Kettenhemd liegt ausgezogen auf der Waschmaschine. Sein knotiger Körper ist übersäht mit Narben. Wenn er wüsste wie, er würde eine Zigarre rauchen. Schnell Zähne putzen. Der Eroberer Jerusalems kündigt an, gleich seinen Mund ausspülen zu wollen. Spül Du nur!
Fertig, ab in die Küche. Leise, leise - das Mondkind schläft! In der Küche steht der alte Schamane am Fenster. Er ist stolz auf seinen Regenzauber. Regenzauber! Sowas kriegt er hin - aber einen simplen Regenschirm? Fehlanzeige!
Während ich meine Brote schmiere, erzählt mir der Schamane etwas von Pilzen. Ich höre ihm nicht zu. Nun die Tasche gepackt, leise am Wohnzimmer vorbei und raus aus der Wohnung. Ist ja eigentlich eine tolle Sache, so im Zauberreich der Phantasie zu leben - doch im Alltag ist das meist sehr nervig. Hoffentlich hat das Einhorn nicht wieder in den Hausflur gekackt!
Ins Bad. Leise. Doch das ist nicht nötig: Der Eroberer Jerusalems ist schon wach. Er sitzt wie immer in seiner Badewanne und lacht mich an. Sein Kettenhemd liegt ausgezogen auf der Waschmaschine. Sein knotiger Körper ist übersäht mit Narben. Wenn er wüsste wie, er würde eine Zigarre rauchen. Schnell Zähne putzen. Der Eroberer Jerusalems kündigt an, gleich seinen Mund ausspülen zu wollen. Spül Du nur!
Fertig, ab in die Küche. Leise, leise - das Mondkind schläft! In der Küche steht der alte Schamane am Fenster. Er ist stolz auf seinen Regenzauber. Regenzauber! Sowas kriegt er hin - aber einen simplen Regenschirm? Fehlanzeige!
Während ich meine Brote schmiere, erzählt mir der Schamane etwas von Pilzen. Ich höre ihm nicht zu. Nun die Tasche gepackt, leise am Wohnzimmer vorbei und raus aus der Wohnung. Ist ja eigentlich eine tolle Sache, so im Zauberreich der Phantasie zu leben - doch im Alltag ist das meist sehr nervig. Hoffentlich hat das Einhorn nicht wieder in den Hausflur gekackt!
Bloggertreffen Duisburg
21.05.2007 19:56 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Bloggertreffen
Am letzten Freitag war ich beim Bloggertreffen in der Paulaner Botschaft in Duisburg Stadtmitte. War ein schöner Abend. Wieder hat man interessante Menschen kennen gelernt und lustig viel Bier getrunken ("Helles"). Also ich zumindest. Gegessen habe ich nichts, aber die anderen haben sich einen Ratsherren geteilt, zerschnitten und in gusseisernen Pfannen gebraten. Zu einem späteren Zeitpunkt haben wir dann Kriegsgeschichten erzählt. Jaja, so sind wir alten Männer!
So! Mehr blogge ich darüber nicht. Ich bin heute zwei Stunden durch sonnenbeballerte Düsseldorf gemetert und das Wetter ist zu schön, um den Abend vor dem Computer zu verbringen! Zum Trost gibt es weiter oben gleich noch eine kleine Geschichte.
Am letzten Freitag war ich beim Bloggertreffen in der Paulaner Botschaft in Duisburg Stadtmitte. War ein schöner Abend. Wieder hat man interessante Menschen kennen gelernt und lustig viel Bier getrunken ("Helles"). Also ich zumindest. Gegessen habe ich nichts, aber die anderen haben sich einen Ratsherren geteilt, zerschnitten und in gusseisernen Pfannen gebraten. Zu einem späteren Zeitpunkt haben wir dann Kriegsgeschichten erzählt. Jaja, so sind wir alten Männer!
So! Mehr blogge ich darüber nicht. Ich bin heute zwei Stunden durch sonnenbeballerte Düsseldorf gemetert und das Wetter ist zu schön, um den Abend vor dem Computer zu verbringen! Zum Trost gibt es weiter oben gleich noch eine kleine Geschichte.
Kunstfigur
18.05.2007 09:54 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Hubertus stand auf, um sich noch eine Plastikflasche
Bier aus dem Kühlschrank zu holen. Sein Kreuz tat
weh. Er ächzte. Noch eines. Mehr aber nicht. Er
musste noch auskommen mit dem Bier. "Für 350 Euro im
Monat kann man nicht viel Kaufen!" sagte er laut zu
sich selbst. Er wankte ein wenig. Früher hatten ihn
seine Freunde immer "Hubi" gerufen, doch jetzt konnte
er es nicht mehr leiden, so genannt zu werden. Gab
aber auch keinen mehr, der ihn so nennen könnte. Es
gab niemanden mehr. Sein Bruder Hans war schon lange
tot. Hans! Der große Hans Albers! Hubertus lachte
bitter auf. Mit seiner Schauspielerei und dem
bisschen Singen war Hans ganz schön schnell an ihm
vorbeigezogen. Erfolg! Filme!
Hubertus hingegen hatte sich der großen, echten Kunst verschrieben. Eine Zeit lang ging das noch gut, der große Name seines großen Bruders hatte ihm sogar ein bisschen Ruhmesglanz gebracht. "Hubertus Albers - Bruder des großen Hans Albers stellt aus!"
Doch dann kam der Niedergang. Die Nazis stuften ihn als "entartet" sein. Seine Großskulptur "Menschenlaib, in Molkepulver nachempfunden" wurde beschlagnahmt und zerstört, ebenso "Katze in Aspik". Hans machte weiter Karrieres, kümmerte sich nicht um seinen entarteten Bruder. Nach dem Krieg, Ostfront und Gefangenschaft, hatte Hubertus nie wieder Fuß fassen können in dieser Republik. Der Name Albers zog nicht mehr und Hubertus arbeitete als Verkäufer in einem Hodengeschäft. Immerhin kam er über die Runden und den Schmerz betäubte Hubertus mit Cognac. Der Absturz kam dann in den Neunziger Jahren. Ein komischer Typ mit Namen Axel Schneider trat unter dem Namen "Hubi Albers" auf und machte schlechte Witze über moderne Kunst. Hubertus wurde zu einer Kunstfigur, das heisst zu einer Witzfigur. Schneider tingelte durch die Fernsehshows und hatte einen Riesenerfolg mit seiner Nummer. Er machte Geld und Geld und Geld. Hubertus sah davon keinen Cent. Schlimmer noch: Wenn er irgendwo seinen Namen angeben musste, grinsten die Leute unverschähmt. "Der ist gut, ne!? Der ist gut! Guter Mann - haha!"
Das Hodengeschäft hatte schon lange dicht gemacht und Hubertus war alt. Er drehte am Schraubverschluss der Bierflasche. Das Zischen lenkte ihn für einen Moment ab.
Hubertus hingegen hatte sich der großen, echten Kunst verschrieben. Eine Zeit lang ging das noch gut, der große Name seines großen Bruders hatte ihm sogar ein bisschen Ruhmesglanz gebracht. "Hubertus Albers - Bruder des großen Hans Albers stellt aus!"
Doch dann kam der Niedergang. Die Nazis stuften ihn als "entartet" sein. Seine Großskulptur "Menschenlaib, in Molkepulver nachempfunden" wurde beschlagnahmt und zerstört, ebenso "Katze in Aspik". Hans machte weiter Karrieres, kümmerte sich nicht um seinen entarteten Bruder. Nach dem Krieg, Ostfront und Gefangenschaft, hatte Hubertus nie wieder Fuß fassen können in dieser Republik. Der Name Albers zog nicht mehr und Hubertus arbeitete als Verkäufer in einem Hodengeschäft. Immerhin kam er über die Runden und den Schmerz betäubte Hubertus mit Cognac. Der Absturz kam dann in den Neunziger Jahren. Ein komischer Typ mit Namen Axel Schneider trat unter dem Namen "Hubi Albers" auf und machte schlechte Witze über moderne Kunst. Hubertus wurde zu einer Kunstfigur, das heisst zu einer Witzfigur. Schneider tingelte durch die Fernsehshows und hatte einen Riesenerfolg mit seiner Nummer. Er machte Geld und Geld und Geld. Hubertus sah davon keinen Cent. Schlimmer noch: Wenn er irgendwo seinen Namen angeben musste, grinsten die Leute unverschähmt. "Der ist gut, ne!? Der ist gut! Guter Mann - haha!"
Das Hodengeschäft hatte schon lange dicht gemacht und Hubertus war alt. Er drehte am Schraubverschluss der Bierflasche. Das Zischen lenkte ihn für einen Moment ab.
Trinkhalle Haltestelle
17.05.2007 07:55 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Die Trinkhalle mit dem lustigsten Namen der Welt
steht in Düsseldorf und heisst "Trinkhalle
Haltestelle". Da hat sich einer echt Mühe gegeben!
Die Trinkhalle hat auch eine eigene Website!
Die Trinkhalle hat auch eine eigene Website!
Endlich Regen
15.05.2007 17:37 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Als der Wind die ersten schwarzen Wolken über den
Himmel schob, ging ich nach draussen.Ich sah vom
Balkon hinunter. Die Straße war eng und heiss. Autos
brausten, als hätten sie es eilig, vor dem Guss nach
Hause zu kommen. Da spürte ich ein paar Tropfen. Der
Regen malte Striche auf die Fenster meiner Wohnung.
Ich ging auf das Dach. Der Wind trieb seine dunklen
Schafe zusammen. Sie drückten sich aneinander und
regneten sich aus. Der Regen prasselte auf die Welt
und alles sog gierige das Wasser auf. Ich breitete
die Arme aus. Das Moos auf meinen Armen jauchzte
glückselig, als es das Regenwasser trank. Meine Zehen
bohrten sich in den Kies der das Flachdach des Hauses
bedeckte. Meine Haare richteten sich auf - bald
würden sie blühen.
Nach einer halben Stunde war der Schauer vorbei und ich ging wieder in meine Wohnung.
Abendbrot: Kunstdünger.
Nach einer halben Stunde war der Schauer vorbei und ich ging wieder in meine Wohnung.
Abendbrot: Kunstdünger.
Fleischsalat
14.05.2007 19:50 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Vor Anbeginn der Zeit. Im Saal unter dem großen
Nichts saßen die Weisen. Selbst vor der Zeit waren
sie schon uralt, ewige Entitäten des Mulitversums.
Sie saßen im Kreise und berieten. Nickten, in graue
Kutten gehüllt, sprachen leise. Archont Demiurg stand
auf und leitete den nächsten Tagesordnungspunkt ein:
"Liebe Brüder! Auf Wunsch unseres verehrten
Mitbruders Archont Melt wird unser nächstes Thema
sein: Toast mit Fleischsalat belegt,
herunterfallend!" Damit setzte er sich. Ein leichtes
Stöhnen ging durch das Rund. Fleischsalat! Gerade
erst hatten sie die Reihenfolge der Elemente
festgelegt - und nun Fleischsalat!
Archont Melt stand auf und ergriff das Wort: "Liebe Brüder! Fleischsalattoast ist eine wundervolle Delikatesse, die in keinem Universum fehlen darf. Das wissen wir alle. Doch zu oft geschehen Unglücke, Missgeschicke, die auch ein professioneller Weltenschöpfer nicht im vornherein ausschließen kann! Deswegen plädiere ich dafür, dass Fleischsalattoasts im neu zu erschaffenden Universum immer auf der Toastseite landen!" Damit setzte er sich wieder hin. Die anderen verdrehten die Augen zur Saaldecke hin. Archont Heckmal erbarmte sich und widersprach. "Liebe Brüder! Verehrter Mitbruder Melt! Ich möchte an dieser Stelle nur bescheiden darauf hinweisen, dass wir noch viele, entscheidene Fragen zu klären haben. Wird es eine Zeit geben? Wird sie regelmässig verlaufen oder relativ sein? Ich beantrage, das - zweifellos wichtige - Thema der Fleischsalate später zu behandelen. Bis es erst einmal überhaupt Fleischsalat gibt, dauert es ja noch eine Weile." Dieser Vorschlag wurde dankend angenommen und man debattierte weiter über die Grundfesten unseres Universums. Die Fleischsalatfrage wurde übrigens von den Weisen entschieden, als Archont Melt mal kurz auf dem Klo war.
Was für Arschlöcher.
Archont Melt stand auf und ergriff das Wort: "Liebe Brüder! Fleischsalattoast ist eine wundervolle Delikatesse, die in keinem Universum fehlen darf. Das wissen wir alle. Doch zu oft geschehen Unglücke, Missgeschicke, die auch ein professioneller Weltenschöpfer nicht im vornherein ausschließen kann! Deswegen plädiere ich dafür, dass Fleischsalattoasts im neu zu erschaffenden Universum immer auf der Toastseite landen!" Damit setzte er sich wieder hin. Die anderen verdrehten die Augen zur Saaldecke hin. Archont Heckmal erbarmte sich und widersprach. "Liebe Brüder! Verehrter Mitbruder Melt! Ich möchte an dieser Stelle nur bescheiden darauf hinweisen, dass wir noch viele, entscheidene Fragen zu klären haben. Wird es eine Zeit geben? Wird sie regelmässig verlaufen oder relativ sein? Ich beantrage, das - zweifellos wichtige - Thema der Fleischsalate später zu behandelen. Bis es erst einmal überhaupt Fleischsalat gibt, dauert es ja noch eine Weile." Dieser Vorschlag wurde dankend angenommen und man debattierte weiter über die Grundfesten unseres Universums. Die Fleischsalatfrage wurde übrigens von den Weisen entschieden, als Archont Melt mal kurz auf dem Klo war.
Was für Arschlöcher.
Büchermangel in Bibliotheken!
11.05.2007 15:59 Abgelegt in: Fundstücke
aus Omas Kiste
Dies ist ein Screenshot aus dem Bericht 2006 der Robert-Bosch-Stiftung. Welch Armut in den Bibliotheken: Zwei Leute müssen sich ein Buch teilen und es gemeinsam lesen!
Doch zum Glück handelt es sich um junge, frische Menschen, die sich offensichtlich sympathisch sind! Bahnt sich da vielleicht was an? Romanze zwischen den Seiten? Den Kapiteln? Zärtlichkeiten über Buchdeckeln?
Ein letztes Mal
10.05.2007 20:43 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Hans, der Bär, stolperte über den Saum eines dicken
Teppiches und wäre beinahe in eine Gruppe von
aufrecht gehenden Windhunden gestürzt, doch er fing
sich noch gerade rechtzeitig. Die Windhunde nahmen
keine Notiz von ihm und plauderten weiter leise und
nippten an ihren Kelchen mit Sekt.
Hans tapste weiter durch die Säle und hatte so gar keinen Blick für die schönen, hohen Decken und die herrlichen Gemälde, die ganze Wände bedeckten. Hans suchte jemanden. Livrierte Wölfe trugen Tabletts mit Spezereien und teuren Getränken durch die Menge der Affen, Katzen und Hunde.
Die Ausgzeichneten unter ihnen waren umringt von Bewunderern, stolz hielten sie ihre Urkunden in Händen oder Pfoten.
Hans lief. Viel Zeit würde ihm nicht mehr bleiben. Irgendwo hier musste sie doch sein! Sicher würde er sich noch im dicksten Gedränge erkennen. Ein letztes Mal. Ein allerletztes Mal. An der Ecke stand eine Gruppe Braunbären. Einer von Ihnen entdeckte Hans und winkte ihm zu. Hans winkte abwesend zurück und erstarrte. Dort stand sie, in ein Gespräch vertieft mit einem elegant gekleideten Fuchs. Ihre Urkunde hielt sie lässig in der rechten Hand, ihr weisses, langes Haar glänzte wie Silber. Ihre weisse Haut war wie Elfenbein.
Hans schien wie festgewachsen. Er konnte nicht anders, als sie anzustarren. Wie immer konnte er nicht anders. Nur, dass es heute das letzte Mal sein würde. Sie lachte und es klang wie das Geplätscher einer klaren Quelle im Gebirge. Sie strich sich mit der rechten Hand das Haar hinter das Ohr und Hans war, als müsste er Sterben bei diesem schönen Anblick. Dann geschah ein Wunder: Sie blickte sich um und sah Hans. Ihren Kopf ein wenig zur Seite neigend bewegten sich ihre Lippen. Sie sagten "Hans". Plötzlich stand Hans direkt vor ihr und sie beugte sich ein bisschen zu ihm hinunter. Zu ihm! Sie lächelte und er war ganz aus Eis. Aus brennendem Eis. Ein Lächeln. Nichts war mehr da auf der Welt. Nicht mehr wichtig. Hans verwandelte sich in eine Fackel. Eine Fackel, die verbrennt, deren Wachs zerfliesst und die dabei lacht vor heller Freude.
Du musst etwas sagen, Hans! Sagte eine Stimme in seinem Kopf. Sag was, Du Dummkopf. "Hans" sagte sie noch einmal. Sie schien sich zu freuen, ihn zu sehen. "Gratuliere zu Deiner Auszeihnung." stammelte er und hielt ihr seine Pfote hin. Mit einem Mal streckte sie sich gerade, lachte und ergriff seine Pfote mit ihrer schmalen, feinen Hand. Ihre Hand! Sofort schämte sich Hans: Eine so schöne Hand in einer so schäbigen, knubbeligen Teddybärenpfote! Aber sie hatte ihn berührt - wenigstens dies eine Mal.
Dann redete sie weiter mit dem Fuchs. Hans stand noch eine Weile da, voller Sehnen und Schmerz. Irgendwann nahm in sein alter Freund Hans-Heinerich mit. Sie gingen in die "Philosophen-Klause" hintern Marktplatz. Dort trafen sie die anderen ihrer Abschlussklasse, zumindest diejenigen, die keine Auszeichnung erhalten hatten. Sie tranken noch ganz viel und Hans musste wohl mit der letzten Tram nach Hause gefahren sein. Er konnte ich sich allerdings nicht mehr daran erinnern.
Hans tapste weiter durch die Säle und hatte so gar keinen Blick für die schönen, hohen Decken und die herrlichen Gemälde, die ganze Wände bedeckten. Hans suchte jemanden. Livrierte Wölfe trugen Tabletts mit Spezereien und teuren Getränken durch die Menge der Affen, Katzen und Hunde.
Die Ausgzeichneten unter ihnen waren umringt von Bewunderern, stolz hielten sie ihre Urkunden in Händen oder Pfoten.
Hans lief. Viel Zeit würde ihm nicht mehr bleiben. Irgendwo hier musste sie doch sein! Sicher würde er sich noch im dicksten Gedränge erkennen. Ein letztes Mal. Ein allerletztes Mal. An der Ecke stand eine Gruppe Braunbären. Einer von Ihnen entdeckte Hans und winkte ihm zu. Hans winkte abwesend zurück und erstarrte. Dort stand sie, in ein Gespräch vertieft mit einem elegant gekleideten Fuchs. Ihre Urkunde hielt sie lässig in der rechten Hand, ihr weisses, langes Haar glänzte wie Silber. Ihre weisse Haut war wie Elfenbein.
Hans schien wie festgewachsen. Er konnte nicht anders, als sie anzustarren. Wie immer konnte er nicht anders. Nur, dass es heute das letzte Mal sein würde. Sie lachte und es klang wie das Geplätscher einer klaren Quelle im Gebirge. Sie strich sich mit der rechten Hand das Haar hinter das Ohr und Hans war, als müsste er Sterben bei diesem schönen Anblick. Dann geschah ein Wunder: Sie blickte sich um und sah Hans. Ihren Kopf ein wenig zur Seite neigend bewegten sich ihre Lippen. Sie sagten "Hans". Plötzlich stand Hans direkt vor ihr und sie beugte sich ein bisschen zu ihm hinunter. Zu ihm! Sie lächelte und er war ganz aus Eis. Aus brennendem Eis. Ein Lächeln. Nichts war mehr da auf der Welt. Nicht mehr wichtig. Hans verwandelte sich in eine Fackel. Eine Fackel, die verbrennt, deren Wachs zerfliesst und die dabei lacht vor heller Freude.
Du musst etwas sagen, Hans! Sagte eine Stimme in seinem Kopf. Sag was, Du Dummkopf. "Hans" sagte sie noch einmal. Sie schien sich zu freuen, ihn zu sehen. "Gratuliere zu Deiner Auszeihnung." stammelte er und hielt ihr seine Pfote hin. Mit einem Mal streckte sie sich gerade, lachte und ergriff seine Pfote mit ihrer schmalen, feinen Hand. Ihre Hand! Sofort schämte sich Hans: Eine so schöne Hand in einer so schäbigen, knubbeligen Teddybärenpfote! Aber sie hatte ihn berührt - wenigstens dies eine Mal.
Dann redete sie weiter mit dem Fuchs. Hans stand noch eine Weile da, voller Sehnen und Schmerz. Irgendwann nahm in sein alter Freund Hans-Heinerich mit. Sie gingen in die "Philosophen-Klause" hintern Marktplatz. Dort trafen sie die anderen ihrer Abschlussklasse, zumindest diejenigen, die keine Auszeichnung erhalten hatten. Sie tranken noch ganz viel und Hans musste wohl mit der letzten Tram nach Hause gefahren sein. Er konnte ich sich allerdings nicht mehr daran erinnern.
Warnehmung! Endlich wieder Warnehmung!
09.05.2007 20:37 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Mein MP3-Player ist kaputt. Nein, nicht die alte
128-MB-Möhre. Auch nicht der neuere, der mit 1 GB von
Creative. Der ist ja auch kaputt und deswegen habe
ich mir einen von Teac gekauft. Der geht jetzt auch
nicht mehr. Was mache ich falsch?
Jetzt habe ich die Schnauze voll von MP3-Playern und höre meine Podcasts nur noch via iTunes. Im Zug lese ich oder schreibe Texte. Es ist kein Zufall, dass in letzter Zeit regelmässig etwas längere Texte hier im Blog erscheinen.
Die MP3-Abstinenz hat merkwürdige Folgen: Ich schreibe mehr. Ich lese mehr. Ich nehme mehr von meiner Umwelt wahr. Es ist, als ob ich unter einer Art iPod-Autismus gelitten hätte und nun wieder mit allen Sinnen durch die Welt gehen würde.
Was ich alles sehe! Die Frau, die so komisch zitternd an der Haltestelle saß, den Kaffeebecher in beiden Händen. Der Kaffee zitterte mit ihr, so wie in "Jurassic Park" die Pfütze zittert und so das Nahen des Tyrannosaurus Rex ankündigt. Oder der glatzköpfige, ältere Mann, mit dem knallbunten T-Shirt, der mir heute entgegen kam. Gibt es für ältere Herren eigentlich noch etwas zwischen Pläte und Mähne?
Oder die Drogensüchtige, die sich heute Morgen im Eingang eines Geschäftes einen Schuss gesetzt hat. Nicht schön, aber wirklich. Noch zwei Wochen vorher hätte ich die Frau nicht einmal bemerkt, wäre vorbeigehastet, umlullt von meiner Podcast-Welt.
Ich werde mir erst einmal keinen neuen MP3-Player kaufen. Der Teac-Player dient jetzt als 2GB-Netzlaufwerk im heimischen WLAN.
Jetzt habe ich die Schnauze voll von MP3-Playern und höre meine Podcasts nur noch via iTunes. Im Zug lese ich oder schreibe Texte. Es ist kein Zufall, dass in letzter Zeit regelmässig etwas längere Texte hier im Blog erscheinen.
Die MP3-Abstinenz hat merkwürdige Folgen: Ich schreibe mehr. Ich lese mehr. Ich nehme mehr von meiner Umwelt wahr. Es ist, als ob ich unter einer Art iPod-Autismus gelitten hätte und nun wieder mit allen Sinnen durch die Welt gehen würde.
Was ich alles sehe! Die Frau, die so komisch zitternd an der Haltestelle saß, den Kaffeebecher in beiden Händen. Der Kaffee zitterte mit ihr, so wie in "Jurassic Park" die Pfütze zittert und so das Nahen des Tyrannosaurus Rex ankündigt. Oder der glatzköpfige, ältere Mann, mit dem knallbunten T-Shirt, der mir heute entgegen kam. Gibt es für ältere Herren eigentlich noch etwas zwischen Pläte und Mähne?
Oder die Drogensüchtige, die sich heute Morgen im Eingang eines Geschäftes einen Schuss gesetzt hat. Nicht schön, aber wirklich. Noch zwei Wochen vorher hätte ich die Frau nicht einmal bemerkt, wäre vorbeigehastet, umlullt von meiner Podcast-Welt.
Ich werde mir erst einmal keinen neuen MP3-Player kaufen. Der Teac-Player dient jetzt als 2GB-Netzlaufwerk im heimischen WLAN.
Caesar!
09.05.2007 20:36 Abgelegt in: Fundstücke
aus Omas Kiste
Ich geb's zu: Ich habe in der S-Bahn eine BILD gefunden und lese da jetzt drin rum. Folgender Satz lässt mich Stocken:
Sein Nachfolger im Bundestag: Cajus Julius Caesar (CDU) aus NRW.
Ich höre schon die Geschmackspolizei: "Keine Namenswitze! Keine Namenswitze!" - aber bitte: Redet der noch mit seinen Eltern? Und wie kommt so ein Name zustande? Und warum um Himmels Willen "Cajus" und nicht "Gaius"? War der Vater Altphilologe und "Cajus" ist die wirklich ganz korrekt echte (tm) Schreibweise von "Gaius"?
Notiz an mich: Unbedingt mal Google anwerfen!
Verspätung!
08.05.2007 19:18 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Heute Morgen war die Bahnstrecke Duisburg-Mülheim
wegen eines Leichenfundes gesperrt.
Die Menschen am Duisburger Hauptbahnhof haben sich sehr darüber geärgert. Der oder die Tote war ihnen natürlich egal.
Ich bin schnell runter in die U-Bahn und habe die U79 genommen. Die fährt nämlich eine andere Strecke. In der Bahn hatte ich Zeit genug, an die vielen Menschen zu denken, die sich jetzt schwarz ärgern:
"Warum Mitleid haben, wenn ich doch zu spät zur Arbeit komme?"
So eine Leiche weit weg ist doch nur etwas Abstraktes. Ein toter Körper, blass und bleich in einer Böschung, vielleicht unter einem Busch. Vielleicht lag er auch direkt auf den Gleisen?
Ein Mensch? Ein Schicksal? Eine Familie, die um ihn weint? "Mama kommt nich mehr nach Hause. Die Mama ist jetzt im Himmel!"
Aber nicht doch! Es gibt Wichtigeres im Leben als Mitleid! Zum Beispiel, dass ich pünktlich zur Arbeit komme! Das Projekt "Klopapierlager" muss fertig werden und ich möchte doch so gern den Posten als Zwischenoberaufseher der Bleistiftkontrolle bekommen - den kriegt aber nur, wer immer schön pünktlich ist!
Verspätung! Streckensperrung! Denkt denn keiner an meine Karriere? Kennen die Toten denn keine Rücksicht?
Haben die denn keine Gefühle?
Die Menschen am Duisburger Hauptbahnhof haben sich sehr darüber geärgert. Der oder die Tote war ihnen natürlich egal.
Ich bin schnell runter in die U-Bahn und habe die U79 genommen. Die fährt nämlich eine andere Strecke. In der Bahn hatte ich Zeit genug, an die vielen Menschen zu denken, die sich jetzt schwarz ärgern:
"Warum Mitleid haben, wenn ich doch zu spät zur Arbeit komme?"
So eine Leiche weit weg ist doch nur etwas Abstraktes. Ein toter Körper, blass und bleich in einer Böschung, vielleicht unter einem Busch. Vielleicht lag er auch direkt auf den Gleisen?
Ein Mensch? Ein Schicksal? Eine Familie, die um ihn weint? "Mama kommt nich mehr nach Hause. Die Mama ist jetzt im Himmel!"
Aber nicht doch! Es gibt Wichtigeres im Leben als Mitleid! Zum Beispiel, dass ich pünktlich zur Arbeit komme! Das Projekt "Klopapierlager" muss fertig werden und ich möchte doch so gern den Posten als Zwischenoberaufseher der Bleistiftkontrolle bekommen - den kriegt aber nur, wer immer schön pünktlich ist!
Verspätung! Streckensperrung! Denkt denn keiner an meine Karriere? Kennen die Toten denn keine Rücksicht?
Haben die denn keine Gefühle?
Pause
08.05.2007 18:55 Abgelegt in: Flausen im
Kopf
Mein lieber guter Dr. Flause,
heute ging ich in der Mittagspause mit meinen Kollegen Flanieren. Als Angstellter in der modernen Welt bin ich dazu gezwungen, mich mit den anderen Menschen in meiner Umgebung gemein zu machen.
Schön war das Wetter, die Sonne beschien den Asphalt der Straßen und Plätze. Ich sah viele Leute auf Bänken sitzen und die Wärme geniessen. Auch verschiedene Sorten Kaffee wurden genossen, manch einer aß sogar ein Eis.
Bei diesem Anblick musste ich an meine Ausbildung unter Ihnen denken. Wie Sie damals alles taten, um uns vor der geistlosen Zerstreuung zu schützen. Sie aßen unsere dünne Suppe zur Hälfte auf und durchsuchten sogar unser Gepäck nach von daheim mitgebrachten Würsten. Bekamen wir Ungesundes Essen mit der Post geschickt, erschnüffelten Sie, werter Doktor, jede Spezerei! Die haben Sie dann sofort verspeist, um uns vor der Versuchung der Völlerei zu bewahren.
Wir Schüler schliefen selbst im Winter ohne Heizung und mit dünner Decke, während Sie - um ein Einfrieren der Heizung zu vermeiden - alle Wärme in ihre Kammer leiteten. So wurde wir hart und gesund. So haben Sie sich für uns aufgeopfert, aber um welchen Preis?
Wie oft haben wir Sie, lieber Doktor, dabei beobachtet, wie Sie in Ihrem Ohrensessel weich bepelzt am Kamin saßen, den Bierkrug in der einen, die Pralinenschachtel in der anderen Hand. Wie traurig Sie manchmal schauten! Wir spürten die schweren Lasten, die Sie von uns nahmen, als würden sie doppelt unsere Schultern beschweren!
Dadurch reiften wir weiter zum sittlichen Menschen.
Dafür möchte ich Ihnen Danken, lieber Doktor Flause!
Doch was ist mit den Menschen, die dort draussen ihr "Leben" leben, mit "Freuden" und die manchmal sogar "Lachen"? Haben wir nicht eine Verpflichtung, diese Menschen zu retten, sie von dieser selbstzerstörerischen "Lebensfreude" fern zu halten?
Einer Antwort harrend mit herzlichem Gruß,
Wanze Wirrkopf
heute ging ich in der Mittagspause mit meinen Kollegen Flanieren. Als Angstellter in der modernen Welt bin ich dazu gezwungen, mich mit den anderen Menschen in meiner Umgebung gemein zu machen.
Schön war das Wetter, die Sonne beschien den Asphalt der Straßen und Plätze. Ich sah viele Leute auf Bänken sitzen und die Wärme geniessen. Auch verschiedene Sorten Kaffee wurden genossen, manch einer aß sogar ein Eis.
Bei diesem Anblick musste ich an meine Ausbildung unter Ihnen denken. Wie Sie damals alles taten, um uns vor der geistlosen Zerstreuung zu schützen. Sie aßen unsere dünne Suppe zur Hälfte auf und durchsuchten sogar unser Gepäck nach von daheim mitgebrachten Würsten. Bekamen wir Ungesundes Essen mit der Post geschickt, erschnüffelten Sie, werter Doktor, jede Spezerei! Die haben Sie dann sofort verspeist, um uns vor der Versuchung der Völlerei zu bewahren.
Wir Schüler schliefen selbst im Winter ohne Heizung und mit dünner Decke, während Sie - um ein Einfrieren der Heizung zu vermeiden - alle Wärme in ihre Kammer leiteten. So wurde wir hart und gesund. So haben Sie sich für uns aufgeopfert, aber um welchen Preis?
Wie oft haben wir Sie, lieber Doktor, dabei beobachtet, wie Sie in Ihrem Ohrensessel weich bepelzt am Kamin saßen, den Bierkrug in der einen, die Pralinenschachtel in der anderen Hand. Wie traurig Sie manchmal schauten! Wir spürten die schweren Lasten, die Sie von uns nahmen, als würden sie doppelt unsere Schultern beschweren!
Dadurch reiften wir weiter zum sittlichen Menschen.
Dafür möchte ich Ihnen Danken, lieber Doktor Flause!
Doch was ist mit den Menschen, die dort draussen ihr "Leben" leben, mit "Freuden" und die manchmal sogar "Lachen"? Haben wir nicht eine Verpflichtung, diese Menschen zu retten, sie von dieser selbstzerstörerischen "Lebensfreude" fern zu halten?
Einer Antwort harrend mit herzlichem Gruß,
Wanze Wirrkopf
Ritter Zuppel
07.05.2007 19:15 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Dieser Krieg war köstlich. Ritter Zuppel stemmte
seine Hände in die Hüften und stellte sich mit
sicherem breitem Bein in die Rüstkammer. Sein Knappe
Herzogin, ein Zwerg in knielangem Kettenhemd, lief
eilig hin und her und schnallte Rüstungsteile an den
großen Mann. Kampfgeräusche hallten heran.
"Schneller, Herzogin! Schneller!" spornte Zuppel
seinen Knappen an. Draussen stand der Feind und
wollte hinein. Schulterpanzer, Brustpanzer,
Beinschienen, Helm. Fertig. Schwertgehänge,
Streitkolben, Dolch, Schild. Fertig. Herzogin griff
sich seine Axt und hastete hinter Ritter Zuppel her.
Der rannte bereits den ganz entlang zum Ausgang des Lagers. Noch hielten die Männer das Tor. Sie hatten einen alten Gabelstapler quer gestellt und schossen mit Pfeilen und Speeren auf die Feinde. Diese standen dicht gedrängt Schild an Schild. Ihre platten Gesichter hatten sie nach oben gereckt, die Münder mit den Reisszähnen weit geöffnet. In den Klauen hielten sie krumme Säbel und mit Eisen gespickte Knüppel.
Ritter Zuppel ließ seinen Kampfschrei donnern und rannte an der Torwache vorbei auf den Feind zu. "Folgt mir! Folgt mir! Zum Angriff! Für das Banner! Für das Banner!" Er rannte - und sprang. Mitten in den Pulk der Feinde sprang er und der Schildwall brach. Der Streitkolben kreiste und ein Feind um den anderen sank mit zerschmettertem Schädel zu Boden. Noch weiter taumelte der Ritter und dann war er plötzlich durch. Schnell drehte er sich um die eigene Achse und hieb noch in dieser Bewegung zwei neben ihm stehende Feinde nieder. Durch die Lücke im Schildwall drängten sich seine Krieger, Knappe Herzogin vorne weg. Die Formation der Feinde löste sich auf. Zuppel ließ den Kolben fallen und zog sein Schwert. "Mir nach! Mir nach!"
Er rannte den Bohlenweg entlang, erschlug drei weitere Feinde im Vorübergehen. Vor ihm tauchte die helle, gläserene Lobby des Hotels auf. Er konnte fein gekleidete Damen hinter dem Counter erkennen. Doch sie waren nicht sein Ziel. Er bog vom Weg ab und lief auf einen dunklen Mund in der Fassade des Hotels zu. Die Tiefgarage!
Hinab! Hinab! Die Rolltreppe hinab! Feuerschein erhellte die Nacht hier im Untergeschoß. Herzogin trat neben ihn und reichte ihm eine Fackel. Feuchtigkeit glitzerte. Autos stande aufgereiht und schienen zu Schlafen. Ritter Zuppel ging nun langsamer, damit sich seine Männer sammeln konnten.
Keine Feinde hier unten. Sie trauten sich wohl nicht hier hin. Zu schrecklich war das unheilvolle Wesen, dass hier wartete.
Der rannte bereits den ganz entlang zum Ausgang des Lagers. Noch hielten die Männer das Tor. Sie hatten einen alten Gabelstapler quer gestellt und schossen mit Pfeilen und Speeren auf die Feinde. Diese standen dicht gedrängt Schild an Schild. Ihre platten Gesichter hatten sie nach oben gereckt, die Münder mit den Reisszähnen weit geöffnet. In den Klauen hielten sie krumme Säbel und mit Eisen gespickte Knüppel.
Ritter Zuppel ließ seinen Kampfschrei donnern und rannte an der Torwache vorbei auf den Feind zu. "Folgt mir! Folgt mir! Zum Angriff! Für das Banner! Für das Banner!" Er rannte - und sprang. Mitten in den Pulk der Feinde sprang er und der Schildwall brach. Der Streitkolben kreiste und ein Feind um den anderen sank mit zerschmettertem Schädel zu Boden. Noch weiter taumelte der Ritter und dann war er plötzlich durch. Schnell drehte er sich um die eigene Achse und hieb noch in dieser Bewegung zwei neben ihm stehende Feinde nieder. Durch die Lücke im Schildwall drängten sich seine Krieger, Knappe Herzogin vorne weg. Die Formation der Feinde löste sich auf. Zuppel ließ den Kolben fallen und zog sein Schwert. "Mir nach! Mir nach!"
Er rannte den Bohlenweg entlang, erschlug drei weitere Feinde im Vorübergehen. Vor ihm tauchte die helle, gläserene Lobby des Hotels auf. Er konnte fein gekleidete Damen hinter dem Counter erkennen. Doch sie waren nicht sein Ziel. Er bog vom Weg ab und lief auf einen dunklen Mund in der Fassade des Hotels zu. Die Tiefgarage!
Hinab! Hinab! Die Rolltreppe hinab! Feuerschein erhellte die Nacht hier im Untergeschoß. Herzogin trat neben ihn und reichte ihm eine Fackel. Feuchtigkeit glitzerte. Autos stande aufgereiht und schienen zu Schlafen. Ritter Zuppel ging nun langsamer, damit sich seine Männer sammeln konnten.
Keine Feinde hier unten. Sie trauten sich wohl nicht hier hin. Zu schrecklich war das unheilvolle Wesen, dass hier wartete.
Irrtum
06.05.2007 19:03 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Hinab! Hinab! Die Rolltreppe hinab! Es ist 19:53 Uhr
und um 20:00 Uhr schließt der befreundete
Getränkemarkt!
Gerade noch rechtzeitig stürze ich in die Gänge. Man winkt mich herein.
Später, am Ende der Nacht, bringe ich den Kasten Bier ins Schloss. Dort stehe ich im gepflasterten Hof und werde dem Besuch vorgestellt. Ein Schwarzer mit weitem Mantel und braunem Hut. Er ist wortkarg und sieht mich eigenartig an. Wir kommen leider nicht dazu, uns gegenseitig vorzustellen, da dreht er sich herum und steigt die Treppe in den Keller hinab. Von dort aus geht es wieder hinauf zu den Gästezimmern. Ich rufe ihm meinen Namen hinterher, da bleibt er stehen und dreht sich zu mir um. Er nennt den seinen, mit Angst im Blick. "Frankenstein" sagt er "Dr. Frankenstein!" Verwundert ziehe ich meinen Zylinder. "Dr. Frankenstein! Welch eine Ehre! Ich habe schon viel von Ihnen gehört!"
Er sieht beunruhigt aus. "Sie kennen mich?" fragt er "Das macht mir Angst, müssen Sie wissen. Doch jetzt bleibt uns keine Zeit zum Plaudern und Sorgen: Die Sonne geht auf und Sie müssen sich sicher vor Ihr Schützen."
Nun ist es an mir, mich umzudrehen. Tatsächlich: Die Sonne schickt ihre Strahlen in den Burghof. Doch warum soll sie einen Gefahr für mich darstellen? Dann fällt bei mir der Groschen. Dr. Frankenstein hält mich für einen Vampir!
Ich ziehe noch einmal meinen Zylinder und verbeuge mich. "Bester Doktor!" beruhige ich ihn "Sie irren sich! Ich kann zwar Vieles und bin noch mehr - doch ein Untoter bin ich nicht." Dabei lächle ich - wie ich hoffe - freundlich.
Dr. Frankenstein scheint verwirrt. Dann grüsst er abwesend und verschwindet im Keller. Achselzuckend wende ich mich um und trage den Kasten Bier in den Turm. Ein Vampir!
Gerade noch rechtzeitig stürze ich in die Gänge. Man winkt mich herein.
Später, am Ende der Nacht, bringe ich den Kasten Bier ins Schloss. Dort stehe ich im gepflasterten Hof und werde dem Besuch vorgestellt. Ein Schwarzer mit weitem Mantel und braunem Hut. Er ist wortkarg und sieht mich eigenartig an. Wir kommen leider nicht dazu, uns gegenseitig vorzustellen, da dreht er sich herum und steigt die Treppe in den Keller hinab. Von dort aus geht es wieder hinauf zu den Gästezimmern. Ich rufe ihm meinen Namen hinterher, da bleibt er stehen und dreht sich zu mir um. Er nennt den seinen, mit Angst im Blick. "Frankenstein" sagt er "Dr. Frankenstein!" Verwundert ziehe ich meinen Zylinder. "Dr. Frankenstein! Welch eine Ehre! Ich habe schon viel von Ihnen gehört!"
Er sieht beunruhigt aus. "Sie kennen mich?" fragt er "Das macht mir Angst, müssen Sie wissen. Doch jetzt bleibt uns keine Zeit zum Plaudern und Sorgen: Die Sonne geht auf und Sie müssen sich sicher vor Ihr Schützen."
Nun ist es an mir, mich umzudrehen. Tatsächlich: Die Sonne schickt ihre Strahlen in den Burghof. Doch warum soll sie einen Gefahr für mich darstellen? Dann fällt bei mir der Groschen. Dr. Frankenstein hält mich für einen Vampir!
Ich ziehe noch einmal meinen Zylinder und verbeuge mich. "Bester Doktor!" beruhige ich ihn "Sie irren sich! Ich kann zwar Vieles und bin noch mehr - doch ein Untoter bin ich nicht." Dabei lächle ich - wie ich hoffe - freundlich.
Dr. Frankenstein scheint verwirrt. Dann grüsst er abwesend und verschwindet im Keller. Achselzuckend wende ich mich um und trage den Kasten Bier in den Turm. Ein Vampir!
Manchmal ist del.icio.us echt taktlos
04.05.2007 20:56 Abgelegt in: Fundstücke
aus Omas Kiste
Luftratten
03.05.2007 21:33 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Ich ging zum nächsten Lüftungsrohr, öffnete die
Abdeckung und zog die Ratte vorsichtig am Schwanz aus
der Röhre. Sie war trocken und mumifiziert. Ich
steckte sie zu den anderen in den Sack. Die Ratten
hatte ich selbst vor ein paar Wochen zum Trocknen in
die Röhren gehängt und würde sie nun als
Trockenratten an die Mühle verkaufen. Dort würden sie
gemahlen und als Zusatz in die Cremes der Reichen und
Schönen wandern.
Damit verdiente ich mir das, was ich zum Leben brauchte.
Zur nächsten Röhre. Abdeckung hoch, den Rattenschwanz gezogen - Verdammt! Dicke, lange Spinnenbeine zogen an der Ratte. Ich ließ los und die Ratte verschwand wieder in der Dunkelheit. Vorsichtig lugte ich in die Röhre. Dort unten hockte sie, die Fettspinne. Hell und fleischig, groß wie eine Katze und mit wenigen, harten Haaren auf dem Unterleib.
Fettspinnen waren sehr gefährlich. Ihr Gift betäubte das Opfer schnell und dann zog sie es hinab in ihr feuchtes Nachtreich, um es über Wochen hinweg zu verdauen. Es gab Drogensüchtige, die sich absichtlich von Fettspinnen beissen liessen, denn das Gift brachte auch schöne Träume. Die Junkies gingen so vor: Man sucht sich ein Lüftungsrohr mit einer Fettspinne darin. Man entfernt die Abdeckung und hält die Hand in die Röhre. Wenn die Spinne dann angreift und zubeisst, zieht man die Hand blitzschnell nach oben und schlägt mit einem Knüppel in der anderen Hand die Spinne ab. Man muss allerdings sehr, sehr schnell sein, schneller als das Gift. Denn wenn einem erst einmal das Spinnengift durch die Adern pulst, kann einen das Tier problemlos hinunterziehen.
Hat man alles richtig gemacht, kann man sich neben die Röhre legen und den Rausch geniessen. Ans Licht kommen die Fettspinnen nämlich nie.
Es gab nur wenige Süchtige, die sich auf diese Weise regelmässig mit Stoff versorgten. Der Grund dafür dürfte klar sein.
In der nächsten Röhre war die tote Ratte wieder alleine. Ein Glück. Nach der übernächsten Ratte machte ich eine Pause und zündete mir eine Papyrossi an. Der Park lag grün und hügelig vor mir. Der gepflasterte Weg mäanderte zwischen Müllkübeln entlang. Da sah ich meinen alten Freund Ersatzauge. Er winkte mir und gesellte sich zu mir. Sein dicker, nackter Kopf wackelte beim Laufen hin und her. Sein einziges, großes und wässriges Auge mitten im Gesicht sah mich an. Seitdem sie ihm den Kopf operierte hatten, sprach er nicht mehr viel.
Von dem Rattengeld wollte ich Brot, Käse und Schnaps kaufen. Ich lud Ersatzauge ein.
Damit verdiente ich mir das, was ich zum Leben brauchte.
Zur nächsten Röhre. Abdeckung hoch, den Rattenschwanz gezogen - Verdammt! Dicke, lange Spinnenbeine zogen an der Ratte. Ich ließ los und die Ratte verschwand wieder in der Dunkelheit. Vorsichtig lugte ich in die Röhre. Dort unten hockte sie, die Fettspinne. Hell und fleischig, groß wie eine Katze und mit wenigen, harten Haaren auf dem Unterleib.
Fettspinnen waren sehr gefährlich. Ihr Gift betäubte das Opfer schnell und dann zog sie es hinab in ihr feuchtes Nachtreich, um es über Wochen hinweg zu verdauen. Es gab Drogensüchtige, die sich absichtlich von Fettspinnen beissen liessen, denn das Gift brachte auch schöne Träume. Die Junkies gingen so vor: Man sucht sich ein Lüftungsrohr mit einer Fettspinne darin. Man entfernt die Abdeckung und hält die Hand in die Röhre. Wenn die Spinne dann angreift und zubeisst, zieht man die Hand blitzschnell nach oben und schlägt mit einem Knüppel in der anderen Hand die Spinne ab. Man muss allerdings sehr, sehr schnell sein, schneller als das Gift. Denn wenn einem erst einmal das Spinnengift durch die Adern pulst, kann einen das Tier problemlos hinunterziehen.
Hat man alles richtig gemacht, kann man sich neben die Röhre legen und den Rausch geniessen. Ans Licht kommen die Fettspinnen nämlich nie.
Es gab nur wenige Süchtige, die sich auf diese Weise regelmässig mit Stoff versorgten. Der Grund dafür dürfte klar sein.
In der nächsten Röhre war die tote Ratte wieder alleine. Ein Glück. Nach der übernächsten Ratte machte ich eine Pause und zündete mir eine Papyrossi an. Der Park lag grün und hügelig vor mir. Der gepflasterte Weg mäanderte zwischen Müllkübeln entlang. Da sah ich meinen alten Freund Ersatzauge. Er winkte mir und gesellte sich zu mir. Sein dicker, nackter Kopf wackelte beim Laufen hin und her. Sein einziges, großes und wässriges Auge mitten im Gesicht sah mich an. Seitdem sie ihm den Kopf operierte hatten, sprach er nicht mehr viel.
Von dem Rattengeld wollte ich Brot, Käse und Schnaps kaufen. Ich lud Ersatzauge ein.
Begegnung
02.05.2007 20:45 Abgelegt in: Flausen im
Kopf
Mein lieber guter Dr. Flause,
vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte. Die Eisenstange in meinem Kopf ist abgesägt und ich konnte bei Horst, dem Altmetallhändler, einen guten Preis dafür herausschlagen.
Nun ist meine Stimmung momentan sehr gehoben, was durch das folgende Ereignis bedingt ist. Neulich ging ich nämlich in der Universität von meinem Büro hinunter zur Bibliothek. Auf halbem Wege befindet sich eine Teeküche mit Kopiergelegenheit. Normalerweise betrete ich diesen Raum nie, denn dort schwatzen immer die Weiber und ich möchte mich nicht beschmutzen mit dem geistigen Unrat des Tratsches.
Nun ging ich die Treppe hinunter und verspürte plötzlich einen fürchterlichen Durst. Ich hielt inne und fasste mir an die Kehle. Wie staubbedeckt war mein Mund, ein trockener Husten zeriss mir fast die Schleimhäute. Der Weg zurück zur rettenden Mineralwasserflasche in meinem Büro erschien mir viel zu weit - und unten in der Bibliothek sind Getränke ja verboten.
Da entsann ich mich der Teeküche mit Kopiergelegenheit und ging dort hinein, um meinen Durst am dortigen Wasserkran zu stillen.
Kurz darauf hing ich auch über dem Becken und trank den klaren, kühlen Trunk. Als die Steppe meines Mundes wieder blühte, richtete ich mich auf und da gewahr ich, dass jemand neben mir stand.
Verwundert blickte ich mich um, sah in ihr Gesicht und mein Atem stockte. Roten waren ihre Haare, lang und rot und fielen weit und wirr auf ihre Schultern. Ein zartes Antlitz war von Marmor, für ihre feine Nase müsste ein Bildhauermeister jahrzehntelang sein ganzes Können aufbieten. Ihre Gestalt war schlank, ihre Glieder zart. Gekleidet war die Frau in Seide, die halb durchsichtig den Blick erlaubte auf … auf … ich kann es nicht schreiben. Selbst jetzt noch an meinen Arbeitsplatzrechner steigt die Röte der Scham in mir hoch, wenn ich daran denke.
Ich sagte nichts, konnte nichts mehr sagen, konnte niemals wieder auch nur ein einziges Wort sprechen. Der Engel sah mich an aus grünen Augen, groß und glänzend wie reine Bergseen. Ihre vollendeten Lippen spitzten sich. Sie tat einen Schritt auf mich zu, dann noch einen. O Himmel! O Herrlichkeit! Ihr Lippen! Ihre Lippen! Fast ganz nah war sie mir nun. Ich war wie gelähmt. Ein Lächeln umspielte ihren Mund.
Dann sprach sie. "Darf ich mal vorbei?" sagte sie und drängte sich an mir vorbei, zur Kopiergelegenheit.
Für einen Moment war ich wie vom Donner gerührt. Dann ging ich, ohne mich noch einmal umzusehen, hinaus und rannte zurück in mein Büro.
Seitdem, mein lieber guter Dr. Flause, fühle ich mich sehr seltsam. Ich sehe aus dem Fenster meines Büros und sehe die Blumen, sehe die Blüten an den Bäumen und die Vögel bauen ihre Nester. Nachts wälze ich mich in durchschwitzten Laken und denke an sie, an sie, meinen Engel aus der Teeküche. Ausserdem noch an meine Nachbarin, die immer so kurze Röcke trägt.
In frühreren Zeiten hätte ich ja Rat im Beichtstuhl und Trost im Gebet in kühler Umgebung gesucht. Kalte Güsse und harte, körperliche Arbeit hätten mich wieder auf den rechten Weg gebracht.
Aber gelten diese alten Rezepte auch noch jetzt in dieser modernen, aufgeklärten Welt?
Ihrer Antwort sehnlichst harrend,
Wanze Wirrkopf
vielen Dank für Ihre aufmunternden Worte. Die Eisenstange in meinem Kopf ist abgesägt und ich konnte bei Horst, dem Altmetallhändler, einen guten Preis dafür herausschlagen.
Nun ist meine Stimmung momentan sehr gehoben, was durch das folgende Ereignis bedingt ist. Neulich ging ich nämlich in der Universität von meinem Büro hinunter zur Bibliothek. Auf halbem Wege befindet sich eine Teeküche mit Kopiergelegenheit. Normalerweise betrete ich diesen Raum nie, denn dort schwatzen immer die Weiber und ich möchte mich nicht beschmutzen mit dem geistigen Unrat des Tratsches.
Nun ging ich die Treppe hinunter und verspürte plötzlich einen fürchterlichen Durst. Ich hielt inne und fasste mir an die Kehle. Wie staubbedeckt war mein Mund, ein trockener Husten zeriss mir fast die Schleimhäute. Der Weg zurück zur rettenden Mineralwasserflasche in meinem Büro erschien mir viel zu weit - und unten in der Bibliothek sind Getränke ja verboten.
Da entsann ich mich der Teeküche mit Kopiergelegenheit und ging dort hinein, um meinen Durst am dortigen Wasserkran zu stillen.
Kurz darauf hing ich auch über dem Becken und trank den klaren, kühlen Trunk. Als die Steppe meines Mundes wieder blühte, richtete ich mich auf und da gewahr ich, dass jemand neben mir stand.
Verwundert blickte ich mich um, sah in ihr Gesicht und mein Atem stockte. Roten waren ihre Haare, lang und rot und fielen weit und wirr auf ihre Schultern. Ein zartes Antlitz war von Marmor, für ihre feine Nase müsste ein Bildhauermeister jahrzehntelang sein ganzes Können aufbieten. Ihre Gestalt war schlank, ihre Glieder zart. Gekleidet war die Frau in Seide, die halb durchsichtig den Blick erlaubte auf … auf … ich kann es nicht schreiben. Selbst jetzt noch an meinen Arbeitsplatzrechner steigt die Röte der Scham in mir hoch, wenn ich daran denke.
Ich sagte nichts, konnte nichts mehr sagen, konnte niemals wieder auch nur ein einziges Wort sprechen. Der Engel sah mich an aus grünen Augen, groß und glänzend wie reine Bergseen. Ihre vollendeten Lippen spitzten sich. Sie tat einen Schritt auf mich zu, dann noch einen. O Himmel! O Herrlichkeit! Ihr Lippen! Ihre Lippen! Fast ganz nah war sie mir nun. Ich war wie gelähmt. Ein Lächeln umspielte ihren Mund.
Dann sprach sie. "Darf ich mal vorbei?" sagte sie und drängte sich an mir vorbei, zur Kopiergelegenheit.
Für einen Moment war ich wie vom Donner gerührt. Dann ging ich, ohne mich noch einmal umzusehen, hinaus und rannte zurück in mein Büro.
Seitdem, mein lieber guter Dr. Flause, fühle ich mich sehr seltsam. Ich sehe aus dem Fenster meines Büros und sehe die Blumen, sehe die Blüten an den Bäumen und die Vögel bauen ihre Nester. Nachts wälze ich mich in durchschwitzten Laken und denke an sie, an sie, meinen Engel aus der Teeküche. Ausserdem noch an meine Nachbarin, die immer so kurze Röcke trägt.
In frühreren Zeiten hätte ich ja Rat im Beichtstuhl und Trost im Gebet in kühler Umgebung gesucht. Kalte Güsse und harte, körperliche Arbeit hätten mich wieder auf den rechten Weg gebracht.
Aber gelten diese alten Rezepte auch noch jetzt in dieser modernen, aufgeklärten Welt?
Ihrer Antwort sehnlichst harrend,
Wanze Wirrkopf
DGB-Veranstaltung zum 1. Mai Landschaftspark Duisburg-Nord
01.05.2007 16:44 Abgelegt in: Vater
Rhein und Mutter Ruhr | Geknipst!
Dieses Jahr haben wir einen Ausflug in den
Landschaftspark gemacht und dort das bunte Treiben
auf dem DGB-Fest bestaunt. Lesen Sie
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