Epidemie

Der Virus verbreitete sich rasend schnell. Er sprang über von Mensch zu Mensch. Pendler steckten sich als erste an und brachten den Erreger nach Hause zu ihre Familien. Innerhalb von zwei Wochen waren alle infiziert.
Seitdem trägt fast jeder ein Kirschkernkissen mit Bärchen drauf mit sich herum. Im Fernsehen kommt höchstens mal "Die Sendung mit der Maus" oder "Löwenzahn". Politik und Wirtschaft sind vergessen. Die Menschen sind fröhlich, sie essen Eis und Kirschlutscher. Abends wird gekuschelt.
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Veränderungen beim Podcast

Ich habe ein paar Dinge verändert. Die Podcastseite wird ab sofort dynamisch erzeugt, sodass ich die Shownotes nicht doppelt - bei Podhost.de und eben hier - eintragen muss.

Ausserdem habe ich eine Suchfunktion eingebaut.
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Ach, immer diese Bahn!

Ich saß gemeinsam mit C. im Zug nach Düsseldorf. C. füllte gerade seine Reisekostenabrechnung aus. Die Reise nach Ghana war teuer gewesen - aber irgendwer musste ja schließlich die Zeitschriften von dort besorgen.

Nach der Unterschrift malte C. noch rote Kringel auf die Abrechnung, damit sie schneller bearbeitet wird.

Plötzlich schreckte ich hoch. Düsseldorf! Ich musste raus! Schnell Rucksack und Reisetasche gepackt und nichts wie raus! Die ältere Dame machte noch gerade rechtzeitig Platz und schon stand ich auf dem Bahnsteig. Der Zug fuhr ab und ich sah ihm hinterher.

Ich stand am falschen Bahnhof. Ich war zu früh ausgestiegen. Statt am Hauptbahnhof war nun in Düsseldorf-Krummer Baum.

Bis der nächste Zug kam, hatte ich noch etwas Zeit. Ich sah mich um. Auf der einen Seite des kleinen Bahnhofs standen junge Birken. Die Mauer einer Ruine - vielleicht stand dort mal ein Gehöft - versperrte den Blick auf die Wälder dahinter.

Auf der anderen Seite sausten Autos hin und her. Ein Stück weiter floss der Rhein.

Ein Bote auf einem Motorrad kam angeknattert. Sein goldener Mantel flatterte hinter ihm her, seine goldene Maske war ohne Ausdruck. Er wendete auf dem Bahnhofsvorplatz. Der Kies spritzte. Dann donnerte er quer über die Fahrbahn und fuhr einen kleinen Pfad zum Fluß hinunter.

Ich wandelte unter den Birken. Oberhalb der Ruine war ein kleines Werk und eine japanische Pommesbude. Asiaten mit dem Haarschnitt der Samurai saßen dort und aßen Fleischwurst und Burger.

Vielleicht sollte ich mal in der Mittagspause einen Ausflug hier hin machen.

Doch jetzt musste ich meinen Zug kriegen. Ich hatte Mathe in der ersten Stunde.
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Jugendkultur

Ich höre in der letzten Zeit immer über so eine komische neue Jugendsubkultur. Die nennen sich Emus oder so. Komisch - ich find den Vogel ja auch ganz nett, aber eine ganze Jugendkultur darauf aufbauen?

Disclaimer:
Ja, ich weiss ...
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Zooomr wieder ganz da

Übrigens sind wohl alle Bilder wieder da. Zooomr hat wohl wieder alle Server beisammen.
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Spannung!

Heiner stieg mit großen Schritten ein in die Bahn. Zum Glück war die fast leer. Jacke auf, hingesetzt. Den Rucksack auf den Schoß legen und den Reißverschluß aufziehen waren eins.

Der dicke Schinken flog fast von alleine in Heiners Hand. Fiebrig fingerte er sich zum Lesezeichen vor.

"Die Verschwörung der dunklen Mönche und ihr dunkles Geheimnis, das seid Jahrhunderten in den Archiven des Vatikans bewahrt wird" von John Smithjohnsmith.

Das letzte Kapitel.
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Aktienkultur

Todesmutig stand der Prinz von Mammon-Raffersbach im feindlichen Feuer. Rings um ihn schlugen Bad News ein. "BMW auf 70,03!" Zischte ein Halbpfünder nur knapp an ihm vorbei, nicht viel weiter ein "Bayer auf 93,09!" ins Parkett.

Der Prinz hielt stand. In seinem Herzen schlug laut die Liebe zu seinem Vaterland. "Wir dürfen nicht weichen!" rief er seine Kameraden zur Geschlossenheit auf "Wir müssen investieren! Es ist unsere patriotische Pflicht, die Kurse hoch zu halten! Seid tapfer! Verliert nicht den Mut!"

Und alle kamen. Alle Deutschen sammelten Ihr Geld und brachten es in die Börse. Männer lösten ihr Sparbuch auf, Frauen plünderten die Haushaltskasse. Selbst Kinder zerbrachen ihre Sparschweinchen. Sie kamen alle und die Kurse, eben noch im freien Fall, fingen sich. Sie zitterten noch leise, dann begann sich das Blatt zu wenden. Die Kurve stieg an, zeigte wieder gen Himmel.

Jubel brach aus. Die Menschen ließen ihren Freudentränen freien Lauf.

Der Prinz von Mammon-Raffersbach sah sich um, schaute diese lieben Leute an und ein Gefühl von Dankbarkeit durchströmte ihn. Lächelnd legte er die eine Hand in die andere.

Und verkaufte.
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Panik

Wir mussten irgendwie von diesem verdammten Schrottplatz runter. Henriette gab Gas und donnerte um einen Haufen rostiger Astras herum. Mist! Der Eingang war versperrt. Henriette trat auf die Bremse. Die beiden Phillipinos hinten im Wagen schrien laut auf und wir hingen alle in den Gurten. Ein offener LKW kippte seine Ladung direkt in die Einfahrt. Fässer polterten zu Boden, einige platzten auf. Der Wagen wollte nicht mehr anspringen, also stiegen wir aus. Ein scharfer Geruch lag in der Luft. Mein komisches Gefühl wurde Gewissheit, als ich sah, dass der LKW-Fahrer eine Gasmaske trug. "Weg!" brüllte ich "Ab ins Gebäude!"

Wir rannten in das kleine Haus, in dem das Büro des Schrottplatzes untergebracht war. Tür auf! Rein!

Ich schob meine Leute in den hinteren Teil des Hauses. Hoffentlich kam das Gas nicht bis hier hin. Einer der Phillipinos rannte durch die Hintertür wieder nach draussen und starb am Zaun. Wir versteckten uns im Bad. Henriette hatte etwas an der Hand abbekommen und ich wusch sie mit einer Reinigungspaste, die beim Waschbecken lag.

Vielleicht reichte es ja.

Wir hatten uns alle etwas beruhigt, da riss jemand die Badezimmertür von aussesn auf. Ich erkannte den LKW-Fahrer, beziehungsweise, das, was noch von ihm übrig war. Die Gasmaske klebte wie zerlaufenes Wachs in seinem Gesicht, Haut und Hemd hingen in Fetzen. Sein rechter Arm endete in einem grün schimmernden, schleimbedeckten Stumpf. Henriette schrie, der Philipino schrie und der Mann wankte zu in den Raum. Der Senfgeruch war überwältigend. Ich spuckte in meine rechte Hand. Die Spucke begann natürlich sofort zu brennen. Lustig züngelten die Flämmchen in meiner Hand. Ich warf die Feuerkugel dem Fahrer direkt ins Gesicht. Sein Kopf loderte auf und er taumelte zurück in den Flur. Wir schlossen die Tür und verrammelten sie mit allem, was wir fanden. Sogar mit Frauenzeitschriften.

Am Ende des Tages hatte sich das Gas verflüchtigt und wir verflüchtigten uns auch. Erst zwei Städte weiter hielten wir an und gingen in ein Brauhaus. Wir tranken schweigend auf unseren toten Kameraden und wir aßen eine Kleinigkeit.

Frikadellen.

Ohne Senf.
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Countdown

13. Er lief im gestreckten Galopp durch den engen Gang, der zum Hangar führte. 12. Die dünne Tür mit dem kleinen Glasfenster rannte er einfach über den Haufen. 11. Die klare Nachtluft, das kalte Licht der Scheinwerfer im Hangar. 10. Er sah das Aufblitzen der Waffe, noch bevor er den Knall hörte. 9. Mit einem Hechtsprung suchte er Deckung hinter einem dieser Elektrofahrzeuge, auf denen normalerweise Material zu den Fliegern geschafft wurde. Noch im Fallen zog er seine Hundertwasser aus dem Holster am Oberschenkel. 9. Noch bevor er hinter dem Fahrzeug verschwand, feuerte er eine Salve auf den Wachmann ab. Die Hundertwasser ruckelte kurz auf und der Wachmann mit dem Gewehr wurde von einer Handvoll Flechette-Geschossen getroffen. Sie zerfetzten seinen Oberkörper. 8. Kurz aufgeblickt, dann schnell weiter. 7. Die Waffe jetzt im Anschlag. Dort war die vordere Hangaröffnung. 6. Mit seinen langen, starken Beinen holte er weit aus, lief ganz an der Seitenwand des Hangars entlang. 5. Auf dem Rollfeld wirbelten Staub und Papierblätter auf. 4. 3. Zwei Rücken tauchten auf. Die Wachmänner schossen in die Dunkelheit. Er rotzte den Rest seines Magazins in die Soldaten. 2. Er warf sich hin. 1. Hände in den Nacken. Augen zu. 0. Der Blitz drang ihm trotz der geschlossenen Augen bis ins Hirn. Er widerstand dem Reflex, jetzt aufzuspringen, denn kurz nach dem Licht kam die Druckwelle und der Hammer des Lärms.

Er lag noch immer da. Unverletzt. Dann sprang er auf, schob ein neues Magazin in die Hundertwasser und lief, jetzt etwas langsamer, ins Freie.

Der Kopter setzte gerade zur Landung an.
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Macht

Torquemada rutschte unruhig auf seinem Thron hin und her. Von allen Seiten kamen schlechte Nachrichten aus dem Reich: Hier fehlten Facharbeiter und Ingenieuere, dort war Titti Klatschis Leben im Dschungelcamp bedroht. Ständig trampelten Boten in seinen roten Saal. Börsencrash! Tote Eisbärbabies!

Torquemada wedelte mit den Händen, als wolle er Fliegen verscheuchen.

So viele Probleme! Das hatte er sich anders vorgestellt, als er die Weltherrschaft übernahm!
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Die Situation

Wir saßen im Garten, die Liebste, J. und ich. J. hatte köstlichen Blätterteigkuchen gebacken. Wir aßen und überlegten, wie es weiter gehen solle. Die Liebste hatte an Engagement in New York und ich sollte mich bei der Armee zum Einsatz in Ägypten melden. Wir schwiegen ratlos.

Die Sonne schien, der Kuchen schwand dahin.
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Pornoguckers Heimweg

Da gehst Du dahin, Pornogucker! Gehst gar nicht wie Deine Väter, die sich einst mit hochgeschlagenen Mantelkrägen Atemwolken vors Gesicht pusteten. Du gehst selbstbewusst und forsch über den Gehweg. Ein bisschen zu forsch allerdings. Federnder Tritt.

Was hast Du da in der Hand, Pornogucker? Eine Videokamera? Mitschnitt für daheim?

Deswegen hast Du es also zu eilig!
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Jabber

So! Nun habe ich mir auch einen Jabber-Account zugelegt. Meine Adresse lautet:

flusskiesel@jabjab.de

Für Macuser:
Man kann sehr einfach iChat für Jabber einrichten. Das ganze (inklusive Account-Anlegen) dauert höchstens 5 Minuten.
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Aussichten

Sie war schön, sie war blond und sie war irgendwie berühmt - und sie zog die linke Augenbraue hoch.

Ein Kleriker! Was sollte sie jetzt mit einem Kleriker? Der junge Mann vor ihr trug die schlichte Rüstung eines Novizen, an seiner Seite ein leichtes Schwert. Nur das Ankh-Symbol auf seiner Brust war aus Gold.

"Nun," sprach sie leise "warum hat man Dich zu mir geschickt?"

Der Mönch sah ihr in die Augen und sie blickte in einen Schlund. Schattenarme umwirbelten ihren Geist, ein Dämon, ein lästerlicher Fluch.

Gowannhinn zuckte zurück. Sie seufzte. Das konnte ja heiter werden!
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Nervspam

Momentan läuft wieder einen Spamwelle mit einer meiner Adressen als Absender. Im entsprechenden Account schlagen zur Zeit so 250-300 Replies auf die Spams auf.

Könnte jemand diese Spammer bitte für mich erschießen?

Danke!
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Geile Bilderserie

Ganz heiss! Ganz scharf! Ganz geil, diese Bilderserie!!
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Geschäfte

Hagebutte ergaunerte sich sein Geld mit gefälschten Göring-Zitaten. Im Moment saß er in der Küche auf der Bank und versucht, mir eine Art Kindergedicht anzudrehen:

Erbsenkönig, Erbsenkönig,
pupst so viel und isst so wenig.

Ich tippe mir laut an die Stirn und goss weiter Kaffee auf.
Hagebutte stand auf und ging auf den Balkon. Eine Rauchen.


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Ein Ausflug zum Schloss Broich in Mülheim

Es war ein regnerischer Tag im Januar. Wir wollten eigentlich ins SeaLife nach Oberhausen, aber da war es so voll, dass wir eine Stunde auf den Eintritt hätten warten müssen.

Also sind wir ein bisschen mit dem ÖPNV durch die Gegend gefahren (der Kleine liebt das ja) und dann bei Schloss Broich gelandet.

Wenn es nicht so fieselig gewesen wäre ... wäre es noch richtig schön geworden. Der Kleine hat auf dem Spielplatz in der MüGa gespielt, wir haben uns den Ringlokschuppen angesehen und das Schloss bewundert.

Vielleicht im Sommer noch einmal ... Lesen Sie mehr...
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Fund-Pferd / Pferde-Fund

Fundpferd

Gesehen in Düsseldorf-Bilk.
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Behütet

Behütet

Gesehen in Düsseldorf-Bilk.
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Visier

Das Verhängnis steckt im Lauf. Ich nehme die Waffe hoch. Es ist so einfach. Das Zielen geht schnell, das Auge stellt sich scharf und fast automatisch bringen die Arme Kimme, Korn und das Ziel in Einklang. Der grüne Lack des Gewehres erinnert einen an einen Spielzeuglaster, daheim in der Kiste. Der Geruch des Waffenöls steigt in die Nase. Den Abzug reisst man nicht durch, man zieht ihn. Kraftvoll, aber ohne Gewalt. Dann macht es "Rammpamm". Natürlich sehr laut. Die Waffe rappelt im Arm und drückt sich in die Schulter. Anders kann man es nicht beschreiben.
Kaum Rauch. Das Ziel liegt jetzt im Gras.
Es ist so einfach.
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Safari

Der Stern am Horizont ist aus Neon. Wir setzen die Zähler zurück auf Null und warten ab. Die Maschine zieht leicht an. Die grüne Landschaft draussen sieht so friedlich aus, doch wir sind in den Außenbereichen. Wild ist hier die Welt, die Natur ungezähmt. Doch in der Maschine sind wir sicher. Uns kann nichts passieren. Die Maschine ist gepanzert, hat Waffen. Ausserdem beschützen uns unsere Bots.
Wir nehmen die Schneisen, welche die Patroullien in den Boden gefahren haben. Nicht mehr auffallen als nötig.
Ich gehe nach hinten, zur Toilette. Als ich fertig bin, sehe ich noch durch ein Bullauge am Heck. Die Stadt liegt hinter uns. Sie wird unmerklich kleiner. Immer kleiner.
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Wünsche

Gerne würde ich mein Gehirn auswringen können. Den ganzen Mist rausdrücken, das Gelaber, das Geschrei. In einen alten Putzeimer. Dann ab in die Waschmaschine mit dem grauen Ding.
Aber bitte nur 40 Grad.
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Gerhartplatz

Gerhartplatz: Spielgerüst 2
Der Spielplatz am Gerhartplatz in Duisburg-Meiderich ist sehr schön. Relativ ruhig, relativ groß. Lesen Sie mehr...
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Der kleine Mann

Die Klappe im Asphalt geht auf. Der Mann ohne Gesicht kam aus dem Loch gekrochen und er ging von Mensch zu Mensch. Er nahm den Leuten die Worte aus dem Mund. Sie sagten danach nur noch "Bababababa" oder garnichts. Das war gut.
Der Mann ohne Gesicht nahm all die Worte mit in seine Welt unterhalb der Welt. Er ging auf der Rückseite der Straße, wanderte zum eisernen Hammer. Über Kabel und Röhren sprang er leicht, die U-Bahntunnel mied er.
In der Ebene am Ende der Welt ließ er die Kleinen frei. Sie tollten im Staub herum.
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Ein Gruß nach Bremen

Bis Duisburg hat es ein Kalender des Shopbloggers immerhin schon geschafft!

Shopblogger Kalender

Einen schönen Gruß nach Bremen! Happy
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Wir sind nicht auf der Flucht

Ich will doch nur meine Arbeit machen! Jeder von uns hat doch seine Aufgabe, sein Päckchen zu tragen.
Aber immer, wenn ich durch die Gänge meiner Behörde laufe, hockt sie irgendwo im Schatten, versteckt sich in einem leeren Büro, steht hinter eine Tür. Gerade, wenn ich am Kopierer stehe, springt sie mich an, die Freiheit. Diese Freiheit! Kann die nicht mal ruhig bleiben? Immer muss sie stören! Ich habe doch schon genug zu tun!
Hoffentlich hat das bald ein Ende!
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Sie ham' da nen Platten!

Platten

Gesehen in Düsseldorf-Bilk.
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Kategorie umbenannt!

Weil mir so danach war, habe ich die Rhein-Ruhr-Kategorie mal wieder umbenannt. Sie heisst jetzt "Vater Rhein und Mutter Ruhrgebiet".
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Hoffnung

Lange kann es jetzt nicht mehr dauern. Ich kann es kaum erwarten. Am Horizont wird es langsam hell.
Die ganze Nacht hat der Schatten auf meiner Schulter gehockt und mir böse Dinge eingeflüstert. Still und starr habe ich gelegen und gelauscht. Es knackte, es knarrte. Ständige Angst. War das ein Türenklappen? War da etwa jemand? Kalter Schweiss auf der Stirn, der Mund trocknete aus. Der Alp setzte sich auf meine Brust.
Doch jetzt kommt der lichte Tag. Endlich kommt die Sonne und vertreibt die Nacht.
Endlich.
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Zooomr rumpelt

Zooomr stellt sich immer noch um. Dazu müssen die Server um die halbe Welt geschickt werden. Neue Bilder kann ich einbinden, ältere Bilder sind derzeit noch in der Post.
Ich wappne mich in Geduld. Wappnet Euch bitte auch.
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Spam

Ärgerlich! Da benutzt jemand eine meine E-Mail-Adressen als Absender für seinen Spam-Müll.
Der Spam-Ordner läuft über und über voll mit irgendwelchen Mailserver-Meldungen.
Kann das jemand bitte mal abstellen? Danke!
Den Kueperpunk nervt das auch schon.
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Morgenduft

Ich bin selten im Tageslicht unterwegs. Jetzt geht die Sonne auf. Sehr hübsch. Ich sitze in der Bahn und sehe hinaus. Die Nacht steckt mir noch in den Knochen, aber das macht mir nichts. Ich brauche ja keinen Schlaf.
Die Menschen hier sind warm und sehen so rosig aus.
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Nachgegeben

Heiner Kahput lief den Grünstreifen entlang und versuchte, die leere Bierflasche in den Manteltaschen verschwinden zu lassen. Gleich würde sein alter Herr mit dem Auto neben ihm halten und ihn abholen. Verdammt! Es war erst zehn Uhr morgens! Heiner hatte irgendwie an diesem Stand gestanden und dann hatte es Bier gegeben. Alles ging ziemlich schnell und nun war er wieder fast voll. Heiner schämte sich - obwohl er sich auch leicht und beschwingt fühlte. Die Flasche passte nicht in die Taschen hinein und so ließ er sie ins Gras fallen. Wenn nur der Vater nichts bemerkte! Ärger stieg ihn ihm hoch. Ärger über sich selbst, über den alten Herrn und über die Frau in dem Kiosk eben. Sechs Euro Zwanzig für eine Flasche Mineralwasser!
Heiner blieb aprupt stehen und sah sich um. Die kleine Straße mit den Marktständen sah so verlockend aus. Er zuckte mit den Schultern und machte sich auf den Weg.
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Klassen

Wir zogen die Vorhänge vor, denn draussen war der Pöbel. Schmutzig und dumm standen sie da, die Mäuler schlaff geöffnet. Der Pöbel!
Die Limousine fuhr langsam an. Gleich würden die Gardisten kommen und die Leute wieder an die Arbeit treiben. Diese Unterschichtler brauchten einfach eine harte Hand, eine kurze Leine! Sonst hängen die doch nur herum, Saufen und stopfen Chips in ihre Münder. Ohne Zahl ist ihr Nachwuchs, schlecht von Geist und Blut.
Es hatte viele Jahrzehnte gebraucht, bis wir die Wahrheit erkannt hatten und man den Proleten endlich den Zugang zu den Eliteuniversitäten verbot. Was muss ein Prolet schon können? Etwas Lesen, etwas Schreiben und Rechnen bis ungefähr hundert - das reicht!
Auch begann man, in der Schule das gute vom schlechten Blute zu trennen. Auch kürzte die Regierung den Unterschichtlern ihre Alimente. Da kam das ganze Elend zutage.
Ich kann Euch nur sagen: Die Prekarier sind so! Faul, dumm und ungezogen.
Es hängt eben doch nur davon ab, ob man aus einem guten Stall kommt!
Die Limousine fuhr den breiten Weg zur Villa hinauf. Die Wachmänner schulterten die Gewehre.
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Fundamentalkritik

Wir drängelten uns in die Landungsboote wie schwarze Ameisen. Die Rüstungen glänzten matt, die Waffen trugen wir eng an den Körper gepresst. Unsere Implantate pumpten den Blutkreislauf voll mit Drogen. Wir schwebten auf einem Kissen aus Adrenalin runter zur Oberfläche. Es war, als würde das Landungsboot uns auskotzen. Wir stürmten vor und wurden sofort eingewiesen. Dann begann der Sturm auf die Stadt. Das Abwehrfeuer war gering, wir rannten einfach hindurch. Wir feuerten im Laufen und sangen unsere Lieder. Wir brachten den Bürgern dieser Stadt Gnade. Die Gnade Gottes.
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Sonntagsromantik

Sonniger Sonntag. Beim Spaziergang kamen und Jecken auf dem Weg nach Hamborn entgegen. Der Kleine ist auf dem Roller gerollert.
Jetzt sehen wir uns Züge in Japan an.
Sonntagsruhe.
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Wir waren jung

Wir waren unruhig. Würde die Polizei bald kommen? Die Party dauerte nun schon drei lange Wochen und jetzt hatte Heini den Rockerkönig angeschossen. Der Rocker lag jetzt sterbend auf dem Wohnzimmertisch. Wir räumten eilig auf. Wenn nur die Eltern nichts merkten!
Irgendwann ging ich nach draussen, um dort nach dem rechten zu schauen. Ich traf das Brunnenmädchen und sie umgarnte mich mit ihrem sanften Wesen. Schlank war sie, mit rabenschwarzem Haar und dunklen Augen, tief wie die Seen des Mondes. Sie bot mir an, Wasser zu suchen. Mit dem Bohren des Brunnens würde das alles nicht mehr als vier Euro kosten.
Wir fingen an, doch die Bagger kamen und zuvor und stapelten Betonklötze im Garten. Ich ging wieder hinein, gefolgt vom Brunnenmädchen.
Der Rockerkönig lag jetzt auf dem Sofa und konnte sich schon wieder unterhalten.
Die Polizei kam dann doch nicht.
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Was man so alles im Garten findet

Die Nachbarsjungen ließen Papierflieger zu uns rübersegeln. Ich sammelte sie auf und warf sie zurück. Später dann Fussball. Dann fanden wir die Baugrube. Sie war nicht groß, aber tief. An ihrem Grund sahen wir Mauern und Möbel. Wir gingen und rutschten hinunter - und staunten nicht schlecht: Eine Küche im Stil der 50er Jahre war hier unten. Sogar eine dieser seltenen Sofa-Herd-Kombinationen stand hier herum! Ein altes Radio, Schränke - alles da!
Durch Milchglasscheiben konnte man sehen, dass es noch weitere Räume gab. Wer hatte diese unterirdische Wohnung vor Jahrzehnten angelegt? Warum? Geheimversteck? Angst vor dem Weltkrieg?
Plötzlich fing ein Schrank an, herumzuwanden. Panisch kletterten wir wieder nach oben, ins Sonnenlicht.
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Schlacht

Wie lange dauerte das schon? Zwei, drei Stunden? Die Sonne brannte auf die Ebene, Staub und Schweiss waren überall. Und sie waren so viele. Immer mehr, schien es, strömten auf uns ein. Meine Linie hielt sich noch ganz gut, andere konnten kaum noch aufgefüllt werden. Ab und an konnten wir nach hinten, etwas Luft holen. Irgend jemand gab mir einen Becker Wasser. Ich hatte ihn kaum gelernt, da schlug mir der Feldwebel auf die Schulter. Ab nach vorn! Dort eingereiht. Linker Mann, rechter Mann. Auf dem Staub vor uns kommen die ersten Gestalten. Wie Maschinen arbeiten wir, wie gut geölte Maschinen. Der jahrelange Drill zahlt sich aus. Immer die selben Bewegungen. Schild, Schwert. Schnell muss man sein. Heisses Blut spritzt auf meinen rechten Arm. Es ist nicht meins. Wieder sinkt einer von denen zu Boden. Doch es sind so viele. So viele. Es kommen immer mehr und ich bin schn so müde. Ich mache einen Fehler und beinahe hätte mich ein Feind aufgespiesst, doch ein Kamerad schlägt ihm die Waffe aus der Hand. Ich zittere überall.
Dann höre ich etwas. Posaunen? Die nächste Welle des Feindes bleibt aus. Zeit, den Hals zu recken. Alle reckten die Hälse. Dann sehen wir die Banner auf den Hügel. Die grüne Legion! Die müssen ein Portal direkt an der Flanke des feindlichen Heeres geöffnet haben und nun kommen schon die ersten grün-goldenen Krieger herab. Die Feinde lassen in ihrer Verwirrung die Waffen fallen und fliehen. Wir heben die unseren und rufen laut: "Die grüne Legion! Die grüne Legion!"
Die Schlacht geht zu Ende.
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