Schöner Podcast zum Jahreswechsel

Wenn Böllern, dann richtig: Das Hirschkäferintermezzo von Dr. Flause. Happy
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Über den Wassern

Ich schwebe im dunklen Wasser. Luftbläschen kullern an mir hoch. Unter mir der riesige Mantarochen. Unendlich schwarz ist er von oben. Die Majestät der Meere. Ich bin ganz ruhig, ganz still. Schwebe regungslos im Meer wie eine Medusa. Oder Plankton.

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Mediahafen Düsseldorf: Der Lack ist ab

Im Guppy-, äh Yuppie-Hafen ist auch nicht mehr alles Lack, was goldet. Die Gerry-Bauten setzen Schmand an.

Mediahafen Düsseldorf - der Lack ist ab
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Wir richten uns häuslich ein

Der Westflügel des Palais stand schon lange leer, gesperrt von der Baupolizei. "Schäden wie 45!" stand auf den Schildern drum herum. Da kamen wir gerade richtig. Wir kauften den Gebäudeteil und beauftragten ein gutes Architekturbüro. Geld war ja kein Problem.

Für den unteren Bereich hatten wir so etwas wie einen Begegnungsraum vorstellt. Mit einem kleinen Museum, einer Bibliothek und Einkaufsmöglichkeiten. Weiter oben dann unsere Räume. Streng abgeschirmt, schon alleine wegen der Sicherheit.

Es lief eigentlich ganz gut für uns. Auch der Papst hatte bestätigt, dass wir Fremden eine Seele hätten.

Da konnte ja nichts mehr schief gehen.

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Nachtkalt

Grausman beißt die Kälte mir in das Gebein. In der Dunkelheit macht irgend etwas "Plitsch". Sonst hört man nichts. Ich fühle Mutter Erde Schlafen. Alles liegt im Winterschlaf. Es wäre schön, wäre es nicht so frostig.

Ich würde mich gerne umdrehen, aber mein Sarg ist so eng.

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Flucht

Ich rannte durch die Gasse, einen Teufel im Nacken. Nicht Ausrutschen! Bei Gott! Nicht Ausrutschen! Der Teufel schwingt eine Spitzhacke und hämmert ohne Gnade auf meinen Schädelknochen. Es ist der Teufel der alten Zeit. Er will an mein Gehirn, die harte Schale stört ihn dabei. Ich renne und renne. Wenn ich doch bloß nicht Ausrutsche!

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Madenfest

Da war diese Stelle an meinem Zeigefinger. Ein Riss, ein schmerzhafter Riss. Ständig ein bisschen blutig. Seit dem Niedergang waren schon ein paar Tage vergangen, aber der Riss war noch immer da. Genau an der Stelle, wo sich die Haut beim Greifen krümmt.

Fliegen kamen und saugten an der kleinen Wunde. Sie kitzelten mich. Zum Dank für mein Blut ließen sie ihren Segen zurück. Mir ist so lebendig.


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Kurztrip

Jetzt saßen wir hier in dieser englischen Kneipe und tranken Ale. Der langhaarige Peter hatte sich extra einen Bausatz für ein 3D-Bild gekauft und klebte jetzt die Folien auf den Hintergrund. Stefan half ihm beim Ausschneiden.
Ich bekam noch ein Bier.
Die Frauen waren schon auf dem Hinweg ausgestiegen und nahmen am Marathon teil, der über die deutschen Deiche ging. Ich selbst hatte mein rotes Shirt vergessen und bin dann mit den Jungs einfach im Zug geblieben.
Ein Tagesausflug nach England. Die Zugfahrt, die Fähre, das ganze Bier kosteten eine Menge Geld, aber wozu fährt man sonst in den Urlaub?
Die Kneipe mit ihren Bistro-Tischen und den Emaillebildern an den Wänden hätte so auch in Dortmund stehen können, nur das Bier schwappte rotgolden-dunkel auf die Bierdeckel.
Ich dachte an die Frauen. Schön und sportlich liefen sie jetzt durch die Sonnenflut. Der frische Wind käme übers Wattenmeer und zerzauste ihre langen Haare.
Stefan war mit dem Ausschneiden fertig, Peter klebte die 3D-Folie eines Autos auf sein Bild und schwatzte von einem Ausflug nach Belgien, den wir alle bald machen sollten. Das Bild sah Scheisse aus.
Irgendwo her kam noch eine Runde Bier.
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Die Buden schlafen noch

Düsseldorf Altstadt. Morgens früh, halb sieben. Die Weihnachtsbuden schlafen noch. Lasst sie schlafen!

Düsseldorf-Altstadt: Die Buden schlafen
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Unaufällig bleiben!

Bastet durchschritt die S-Bahn. Schön, wunderschön war sie mit dem langen, schwarzen Haar, den Glutaugen und einem Körper, für den ein Heiliger gemordet hätte. Augenbrauen und Mund waren gezeichnet wie bei einer ägyptischen Statue, ihre Haut war dunkel und glänzte im Licht der Neonröhren. Ihr Blick glitt über mich hinweg und mein Herz kam schmerzhaft aus dem Takt. Doch gleich überschwemmte mich ein Gefühl der Erleichterung: Nicht mich suchte die Schöne. Sie suchte das Nordgesicht. Nordgesicht versteckte sich im hinteren Teil der S-Bahn. Er sah nicht sehr gut aus, eingefallen und alt. Sein vormals so schönes, braunes Haar war nun durchzogen von Eis, wässrig war sein Auge. Nur noch seine Nase stand ihm willenstark im Gesicht.

Bastet glitt an mir vorbei. „Vater“ laß ich auf ihren Rücken tätowiert „Mutter“, „Krieg“ und „Dunkelheit“. Dazu Symbole des Finsteren.

Nordgesicht tat mir leid.

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Dschungelbahn

In der S-Bahn ist der Dschungel ausgebrochen. Durch die Zoolinie hüpfen wir, nackt und tätowiert. Naturkinder, die Heizung voll aufgedreht. Unsere Tatoos sind geschrieben in Sütterlin.


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Betrachtungen zur Sprache

Wie schön unsere Sprache doch ist. Sie hat das Wort "Erbschaft". Das klingt so nach "Kundschaft" oder "Komplizenschaft" - ein Wort der Aktendeckel und Gesetzbücher. Erbschaft ist ein Vorgang.
Dann gibt es noch das "Erbe". Einmal natürlich das ganz profan pekuniäre Erbe: Geld, Häuser, Briefmarkensammlungen. Erbe ist aber auch etwas Altes, etwas, das aus dem Blute singt. Die Nazis glaubten ja sogar, die Ahnen hätten uns etwas vererbt. Deswegen gruben die Nazis alles Mögliche aus und meinten, dass wären die Ahnen. Hätten sie statt Krieg und Mord nur nach den Ahnen gesucht, uns allen wäre viel erspart geblieben.
Erben tut man, indem eine kalte Stimme aus der Gruft zu einem spricht.
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Vater Winter

Der Schnee kommt und deckt alles zu. Die Filzkappen, die Bierflaschen. Den Mann mit dem lustigen T-Shirt. Der Glühwein ist kalt und die Kompakt-Anlage eingefroren. Von den Lichterketten sieht man auch nichts mehr in dem Weiß, dem ganzen Weiß.
Vater Winter kommt und breitet sein Laken aus. Das Laken ist dick - es ist eine Winterdecke. Endlich ist Ruhe und alle sind still, meterhoch türmt sich der Schnee. Zärtlich schweben die dicken Flocken zur Erde hinab, zärtlich und unaufhaltsam. Uns erreicht die frohe Kunde: Den Kröterich hat eine Lawine fortgerissen! Der hat sich seinen Winterschlaf wohl anders vorgestellt!
Mit starken Armen schieben wir den Schnee. Schaufeln Wege frei, türmen Wälle auf. Doch Vater Winter gewinnt. Wir kapitulieren und begrüßen den Sieger mit den Fähnchen, die aus unseren Mündern steigen.
Dann gehen wir rein ins Warme.
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Düsseldorf Medienhafen: Parkbucht belegt!

Düsseldorf-Medienhafen: Freie Parkbucht

Enten haben einen freien Liegeplatz besetzt. Sie wirken ganz souverän neben den verlassenen Kähnen.
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Lepragott

Lepragott sonnte sich. Um ihn herum faulte die Welt. Auch Lepragott faulte vor sich hin, seit Urzeiten. Die Fliegen flogen zur Chorprobe. Ein Millionenchor. Schöne Musik!

Die Interviewerin rutschte hin und her. War wohl etwas nervös. Lepragott neigte leicht den Kopf, lächelte sie an. Der Stolz tat ihm gut - sie war wegen ihm hier! Nur wegen ihm! So eine schöne Frau! Diese Augen! Diese frische, weiche Haut!

"Wie war noch gleich ihre Frage?" seine Stimme war sanft.
"Äh, ja." sie fing sich langsam "Sie als Lepragott faulen nun schon seit tausend Jahren - aber verfaulen Sie auch?"
"Eine gute Frage!" antwortete er und breitete seine Arme aus "Ich bin bin die personifizierte Fäulnis! Alles, was sich auf dieser Welt zersetzt, mehrt mein Wesen. Alles reift ihn mir heran, wird fett und platzt auf. Alles gibt dem Gewimmel Nahrung."

Dann schloss er die Arme um die Reporterin und beugte sich vor, um sie zu küssen.

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Hancock

Selten gibt es hier Filmtrailer oder Ähnliches zu sehen.

Auf diesen Trailer bei den Filmfreunden sei aber mal hier hingewiesen. Es geht um den wahrscheinlich tödlich lustigen Film "Hancock".

Der Trailer bei DuRöhre ist verschwunden. Hier eine andere Version.
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Eigeninitiative!

Eigeninitiative!

Eigeninitiative! Nicht warten - machen! Selber tun!
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Promi-Schicksal

Irgendwann tanzten sogar die Knackis zu seiner Musik. Nach dieser hässlichen Geschichte vor Gericht und dem Verkauf seines Wunderlandes zog sich Michael Jackson, der polnische Bauarbeiter, aus der Öffentlichkeit zurück und eröffnete unterhalb der großen Brücke eine Brot-Boutique.
Dort stand er nun zwischen Hefezöpfen und Paderborner Landbrot. Die Kunden kamen und gingen. Nur manchmal, wenn der Laden leer und still dalag, wenn die Brötchen leise lauschten, dann sang Michael Jackson.
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Der Höhepunkt des Jahres (Weihnachten!)

Der Pilot bekam den Befehl und schwenkte den Jet auf das Ziel ein. Das Ziel erschien vor ihm im Monitor. Ruhig lagen seine Hände auf den Kontrollen. Alles im grünen Bereich. Flugdaten rasselten seine Netzhaut herunter. Die Übertragung des TV-Bildes an die angeschlossenen Funkhäuser stand.
Die Optik der Maschine vergrößerte das Ziel, so dass der Pilot - und mit ihm die Millionen von Fernsehzuschauern vor ihren Empfangsgeräten - das Weihnachtsdorf gut erkennen konnte.
Die Bombardierung des Weihnachtsdorfes war schon seit fünf Jahren der Renner auf allen Kanälen. Die Einschaltquoten lagen bei knapp 80 Prozent. Von den 20 Prozent, die das TV-Event nicht sahen, waren 18 Prozent krank und die restlichen 2 Prozent standen und strenger Beobachtung.
Oder sie lebten im Weihnachtsdorf.
Man hatte nahmhafte Konzerne als Sponsoren gewinnen können. Der Kampfjet, sogar die Bomben waren mit Logs lackiert. Es würde wieder ein großer Spaß werden!
Der Pilot kontrollierte die Entfernung zum Ziel. Man konnte schon Details ausmachen: Die Häuschen, ringförmig um den Dorfplatz gebaut, Weihnachtsbäume, kleine Lichter. Ein paar zarte Rauchfahnen kringelten sich in den Himmel.
Der Pilot korrigierte den Kurs des Bombers und kontrollierte schon zum hundertsten Mal heute die Waffensysteme. Reine Routine. Die erste Freigabe kam. Er machte die Waffen scharf und die kleine Plexiglasscheibe über dem Auslöser hoch. Dann sah er etwas. Mitten im Ziel. Etwas Kleines.
Zwerge?
Kinder?
Es waren zwei, dicht nebeneinander. Mitten auf dem Dorfplatz. Sie hielten sich an der Hand.
Der Jet glitt weiter durch die Nacht, näher und näher kam das Ziel. Die Hände des Piloten schwebten über dem Auslöser. Die zweite Freigabe hörte er nicht. Er sah nur die zwei Gestalten, verloren und doch nicht alleine in dieser heiligen Nacht. Ihm wurde warm.
Die zweite Freigabe kam noch einmal und es war, als sei er aus einem langen Traum aufgewacht. Er schüttelte den Kopf, schwer von seinem Helm. Dann seufzte er und fuhr die Waffen runter. Und drehte er bei.
Dieses Jahr nicht.
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Namensvettereien

Hihi! Ich trage ja einen regelrechten Allerweltsnamen und ich trage ihn ganz gerne. Nun bringt so ein Name ja auch Namensvetter mit sich.
Einer zum Beispiel schreibt für Spiegel online, ein anderer macht so Ballermann-Musik.

Des letzteren Eintrag (?) beim Last.fm-Dienst fand ich heute zufällig (zum Vergrößern Klicken):

Screenshot Last.fm 1

Naja, ist ja nichts besonderes. Der Mann macht "Partymusik" und sicher gibt es Leute, die solche Musik gerne hören.

Lustig aber, was ich in einer der Titellisten ("Top Tracks, Last Six Months") fand:

Screenshot Last.fm 2

Eine Ohrentalg-Folge! Hihi!
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Was uns blüht

Ein Deutschland-Radio-Beitrag über den Kinderhandel in China (MP3-Direktlink). Lässt man ein Kleinkind in bestimmten Gegenden Chinas einen kleinen Moment unbeaufsichtigt, werden sie gestohlen und verkauft. Als Arbeits- und Sexsklaven, als Kindersatz.

Selbsthilfegruppen betroffener Eltern geben Kartenspiele mit den Bildern der vermissten Kleinkinder heraus.

Die Polizei? Die tut nichts, denn (ab Minute 6:30):


Dass die lokalen Polizeibeamten ihnen dabei helfen, glauben die Eltern aber nicht:
"Die lokalen Polizisten haben ja keinen wirtschaftlichen Nutzen, wenn sie uns helfen. Warum sollten sie es also tun? China ist so eine geldorientierte Gesellschaft. Alles wird hier doch an der wirtschaftlichen Entwicklung gemessen."


"Keinen wirtschaftlichen Nutzen." Wird das bei uns demnächst auch so werden? Ich meine, wer in Deutschland keinen wirtschaftlichen Nutzen hat, der ist doch auch schon nichts mehr wert ...
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Nervige Nachbarn

Bei Computerbetrug.de gibt es einen Artikel zu den Seltsamkeiten eines Dienstes mit Namen "nachbarschaft24.de". Also nicht wundern, wenn man von denen eine Rechnung bekommt, obwohl man sich dort überhaupt nicht angemeldet hat.

Via netbib.
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Kleines Gedicht, gewidmet den Online-Auftritten deutscher, überregionaler Zeitungen

Kleine, feuchte Nacktbildschnecke
schleimt sich durch die Fotostrecke.

Geisteslahm Tucholsky Enkel
Nur Paris Hilton, Titten, Schenkel.

Derweil nervös die Mäuse klicken
im Büro gibt es halt nicht genug zu tun.
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Afrika

Der Lastwagen hielt an. Emilé blieb sitzen und sah hinaus. Einer der Söldner, ein Pole, stieg aus und lief geduckt zur Brücke hinüber, die Waffe im Anschlag. Kurz bevor, er die Brücke betreten konnte, plärrte ein Warnlautsprecher los. „Achtung! Gefahr! Umgebung der Brücke ist vermint! Auf der Straße bleiben! Nichts in den Fluß werfen!“ quakte er in mehreren Sprachen. Der Pole zuckte kurz zusammen, ging dann weiter. Auf der anderen Seite blieb er stehen und winkte. Der Konvoi setzte sich wieder in Bewegung. Drüben passierten Sie zwei Wiesel der Europäischen Fremdenmission. Wieder hielten sie an und sprachen mit dem kommandierenden Offizier, einem Franzosen. Der sicherte ihnen zu, dass einer der Panzer sie zum Camp begleiten könne. Er würde mit dem anderen die Brücke sichern. „Wenn die Feinde zum Lager durchbrechen verrecken wir eh alle. Da können mein Fahrer und ich auch gleich im Kampf sterben.“

Emilé bedankte sich. Aufsitzen, weiter fahren. Das zweite Wiesel bildete die Nachhut. Emilé schaute in den Rückspiegel ihres Lastwagens. Am Horizont waren Rauchsäulen zu sehen. Die Truppen der FLAP kamen näher. Ein kleiner, leichter Panzer rollte ihnen entgegen.

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Medienhafen Düsseldorf: Affenbrache

Düsseldorf Medienhafen: Affenbrache

Links ein moderner Schnöselbau aus Glas, rechts die Brache, wo mal das "Monkey's Island" (also die "Affeninsel") war. So eine Strandbar im Medienhafen. Ich selbst war da nie drin, fand aber die Idee grundsätzlich gut.

Diese Strandbar ist Geschichte. Dort soll ein Hotel entstehen. Die Homepage des "Monkey's" (Achtung! Flash!) hat das aber noch nicht mitbekommen.
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Bauchweh

Aua! Bauchkrämpfe! War der Kaffee zu stark? Waren es die frischen Weihnachtsplätzchen? Oder das Doxycyclin?
Kamillentee und Wärmeschäfchen helfen.
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ROKO!!

Das war wohl das Ende. Das Ende einer schlimmen Geschichte. Paschtunen-Harry rückte seinen Turban zurecht und strich mit der Hand über den Lauf seiner Kalaschnikow. Vor ihm stand ein durchsiebter Geländewagen, darin die Leichen von Mücke und seiner blonden Lektorin. Paschtunen-Harry seufzte und dachte daran zurück, wie alles begann, damals in Deutschland.

"Sie haben kein Recht dazu, mich hier festzuhalten!" regte Mücke sich künstlich auf. Die Polizeibeamten ließen sich jedoch nicht von diesem schwitzenden, dünnen Mann beeindrucken. Sie hatten Mücke, seinen kleinen Bruder und diese Prostituierte gerade auf frischer "Tat" ertappt und darüber hinaus noch eine repräsentative Tüte mit Liebesperlen sichergestellt. Nun nahmen sie die Bude der Schlampe auseinander, auch wenn es in diesem kahlen Loch nicht viel auseinanderzunehmen gab. Der Kleine Bruder saß aschfahl in einem Korbstuhl in der Ecke und hatte wohl Angst um sein zweites Staatsexamen. Die Hure schien das alles nicht zu interessieren: Sie kochte mit einem Tauchsieder Instant-Kaffee und rauchte. Für die Polizisten war das alles eh Routine. Nur Mücke machte einen Terz. "Welches Recht haben Sie, hier einfach einzudringen! Das ist alles für den Eigenbedarf!" zeterte er weiter, obwohl er genau wusste, warum man hier die Tür eingetreten hatte, warum man ihn schnappen wollte. Dahinter konnte nur einer stecken: ROKO, der Führer der "freien" Republik (die Anführungszeichen waren amtlich!). SUPER-ROKO, der Mann mit dem Wackelpetergesicht! Der Schwampf des 21. Jahrhunderts!

Später dann transportierten sie die Hure und Mückes kleinen Bruder ab. Nach dem Kaffee. Er selbst blieb da, nun selbst im Korbsessel zusammengesunken, ein paar Bullen leisteten ihm Gesellschaft. Ein besonders altes Exemplar setzte sich ihm gegenüber und sprach leise auf ihn ein. "Hör mal, mein Junge" fing er an und ließ die Tüte mit den Liebesperlen vor Mückes Nase hin- und herpendeln "Du kannst gerne in den Knast wandern für die kleinen Freudenspender hier. Dein Bruder kann sich seine berufliche Zukunft an die Backe schmieren. Vielleicht ist für Dich auch ein Lager in Brandenburg drin." Der Bulle machte eine dumme rhetorische Pause. Die Prostituierte hatte er erst gar nicht erwähnt.

Mücke vergrub sein Gesicht in den Händen. Alles war schweissnass.

"Du kannst Dich entscheiden, Bürschen:" rau und sanft war die Stimme, die in Mückes Ohr kroch "Entweder machen Dich das Lager und Deine Familie entgültig zur Schnecke - oder Du tust Deinem Onkel ROKO einen kleinen Gefallen …"

Einen Tag später hatte Mücke seine Lektorin überredet, mit ihm nach Kabul zu fliegen. "Vertragsverhandlungen!" hatte er auf ihre verwunderten Fragen geantwortet, "Wichtige Vertragsverhandlungen!". Sein Handgepäck behielt er während des ganzen Fluges auf dem Schoß, schwer darin das Gewicht des Schießeisens. Tagelang irrten sie durch die Stadt, schluckten Staub, schwitzten und froren, Mückes Hand immer in der Tasche, die Waffe fühlend. Zielobjekt: Paschtunen-Harry.

Wind kam auf und trieb den Rauch vor sich her. Paschtunen-Harry schulterte die AK-47 und winkte seinen Kriegern zu. Aufbruch. Mitleid mit den Toten durchströmte den bärtigen, drahtigen Mann. Mücke und seine Lektorin konnten nichts für diese Intrige. Aber bald hätte das alles ein Ende, dachte Harry. Bald ist ROKO dran.!

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Noch ein Backshop in Meiderich

Auf der Basarstraße macht bald der dritte Backshop auf:

Duisburg-Meiderich: Noch ein Backshop

Es handelt sich um die Kette "Billy Back".
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Tierpark Hamm: Foto-Dump

Die letzten Fotos aus dem Hammer Tierpark kommen jetzt gesammelt.
Einfach unten auf den Link klicken. Lesen Sie mehr...
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Weihnacht!

Im Einkaufszentraum hängen Luftballons. Viele, bunte Luftballons. Schwinging Weihnacht in the Shopping Mall. Der Weihnachtsmann ist noch in der Garderobe, die Glühweinbottiche werden angeheizt. Das Christkind ist leider verhindert, es hat den Noro.

Die Obdachlosen nehmen einen ordentlichen Schluck aus der Pulle und die Omas, die extra mit dem Bus aus dem Sauerland kommen, wälzen sich in Zuckerwatte: "Vier Glühwein mit Schuss und einen Lumumba - hihi!"

Dabei wissen die Damen überhaupt nicht, dass man einen echten Lumumba nur mit einem Schuss Batteriesäure trinkt.Annegret ist das egal - sie möchte am liebsten ein Schnäpsken.

Kunsthandwerkserzeugnisse ranken sich um die Shopping-Mall, umschließen sie wie Dornenranken ein Schloß. Nur ganz ohne Schlaf.

Jetzt aber alles auf Weihnacht - hopp-hopp!


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Mondtrost

Hans, der Bär, war tot. Er lag im See unter dem Mond. Sein Pelz trank gierig das Mondwasser, saugte sich voll. Das getrocknete Blut löste sich langsam. Eine klare Frauenstimme sang, eine weisse, zarte Hand machte Zeichen in die Luft. Eine andere Hand, ebenso fein, strich Hans über die gebrochenen Augen.

Hänschen war in der Höhle. Seine Mutter hatte Essen gemacht, es roch so lecker. Vater war draussen und und holte Holz. Hänschen lag in einem Haufen auf Fellen und spielte mit seinem Holzschaf. Ab und zu Kam Mutter zu ihm und strich im über den Kopf.

Die Stimme sang jetzt lauter, sie forderte und rief.

Hans stand am Ende der Welt. Nebel umspielte den Brückenpfeiler auf die andere Seite. Undeutlich sah Hans die Seelen der Toten an sich vorüberziehen, große und kleine. Sie klagten in einem langen, traurigen Ton. Ein Wind, der nicht wehte, trug die Klage hinweg. Hans sah die Seelen ziehen zur Brücke auf die andere Seite. Aber ihn ließ man nicht durch.

Die Frau sang jetzt laut, sie schrie. Eine Macht tropfte vom Mond herab und ergoß sich in den See.

Hans schlug die Augen auf.

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Schlachtfeld Teekiste

Mit großen Hallo griffen wir an. Die Schlacht um das kleine Baby, dem Abkömmling begann und wir ballerten tüchtig in der Gegend herum. Henry schoß tapfer mit seinem Stutzen, ich donnerte eine Ladung "Todesschrot spezial" nach der anderen aus meiner Flinte.
Unsere Feindin, die Königin der Nacht hielt sich aber auch wacker. Der Kampf wogte hin und her, die Treppen hinauf und wieder hinab. Einmal erwischte ich sie aus nächster Nähe mit einem wunderbar breitem Schuss ins Gesicht, ein andernmal ging mir die Munition aus und ich schlug mit dem Kolben meines Gewehres auf die Königin ein.
Besonders dramatisch wurde es, als der Abkömmling vom Geländer das Treppenhaus hinunter fiel. Doch zum Glück für uns alle landete der Kleine auf einer prall gefüllten Eierpalette. Neben einem verglibberten Strampler waren keine Verluste zu beklagen.
In den Kampfpausen gingen wir im Garten spazieren. Ich bewunderte von dort unsere Nachbarn - Italiener, die einen alten Bauernhof bewohnten. Die Jungs vom Mittelmeer verbreiteten einen ganz schönen Flair hier bei uns! Auch gefiel mir ihr Biergeschmack: Täglich stachen sie ein Faß kühles Pils an und tranken es im anbrechenden Abendrot fröhlich aus.
Nur ihre Bierkrüge ließen sie gerne achtlos im Gras ihrer Weide liegen. Überall sah man es im Licht der untergehenden Sonne glitzern. Es waren schöne, schwere Glaskrüge und fast wäre ich über den Zaun geklettert, um einen oder zwei davon einfach einzusammeln.
Die Italiener kamen mir aber zuvor und zapften ein besonders feines Exemplar randvoll mit herrlichem Bier.
Doch ich musste dankend ablehnen, habe ich doch die Pest im Blut.
Dann warfen Henry und ich uns wieder in den Kampf.
Kurz nach dem Waffenstillstand gegen zehn erscholl ein böses Getöse. Der Dicke und der Dünne stritten sich um die Eierpalette mit den restlichen Eiern darauf. Jeder hatte eine Ecke der durchweichten Pappe gepackt und zog daran. Lautes Gezeter untermalte die unwürdige Szene. Ich kam hinzu und schrie beide aus Leibeskräften an. Wütend warf ich den beiden vor, sie würde auch noch die letzten Eier zerdeppern, würde sie sich nicht bald besser benehmen. Besonders der Dicke machte mich rasend mit seinem dämlichen Gesicht. Ich wollte ihn mal tüchtig zur Schnecke machen, aber wie geht das, wenn so einer auf einmal eine Schachel mit verschiedenen Teesorten ist?
In erkaltendem Zorn brachte ich ein paar Sorten in ihm durcheinander. Aus dem Earl Grey formte sich ein Gesicht und bat um Entschuldigung. Ich entschuldigte mich ebenfalls für mein aufbrausendes Wesen.
Rückblickend muss ich zugegeben, dass ich mich auch ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt habe mit meiner Schimpferei. Ich meine, nach der Schiesserei und allem.
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Verflixte Brut!

Wir haben die Vorkommnisse rekonstruieren können. Die Kleinkriminellen Klaus, Hassan und Pepe hatten den Stein und ein paar andere Dinge aus der Krypta gestohlen und sich mit ihrer Beute in das leer stehende Pfarrhaus zurück gezogen.
Die Polizei würde sie dort bestimmt nicht suchen.
Mit den Mächten der Finsternis hatten sie wohl nicht gerechnet.
Nun stand ich vor dem alten, dunklen Gebäude. Es roch nach frisch aufgeworfener Erde und das gefiel mir überhaupt nicht. Durch eines der zerbrochenen Fenster sprang ich hinein.
Ein Windstoß ließ die zerschlissenen Gardinen tanzen. Hier im Erdgeschoss war alles ruhig. Ich ging in den Flur. Was dort lag, mussten die Überreste von Pepe sein. Er hatte versucht, sich mit dem heiligen Kelch vor den Angreifern zu schützen. Wo kein Blut an den Wänden klebte, da war Weihwasser. Eigentlich keine schlechte Idee - jegliches Wasser, mit dem man den Kelch füllte, verwandelte sich automatisch in wirkungsvolles, heiliges Wasser.
Man sollte aber auch immer genügend Nachschub in der Nähe haben.
Pepe hatte das wohl nicht gehabt.
Die Tür ins Obergeschoß war vom Flur aus verschlossen, der Schlüssel steckte. Also würde ich mir erst den Keller vornehmen. Wie zur Bestätigung hörte ich etwas von unten Rumpeln. Also hinab in die Dunkelheit.
Die muffige Luft hatte einen süßlichen Beigeschmack. O nein!
Die schmale Holztreppe kam mir eine Gestalt wankend entgegen und bstätigte meine Befürchtungen. Ich erkannte Hassan. Beziehungsweise Hassans Leiche. Hassans toter Körper. Dieser versuchte nun, zu mir nach oben zu kommen.
Ich hasse Untote!
Alles ging jetzt ziemlich schnell. Ich warf dem Hassan-Kompost einen Schwall Feuer entgegen und stieß durch ihn hindurch.
Der Keller des Pfarrhauses war ein einziger, großer Raum mit erstaunlich hohen Decken und einem Haufen Untoter darunter. Also sammelte ich meine Gedanken und sprang an die Decke. Mit ausgebreiteten Armen heftete ich mich dort an und begann zu singen:

Bist schon tot und doch nicht tot,
Zombieliebe im Abendrot!
Wenn es in Dir beginnt zu Gären,
Deine Braut so tot wie Du,
drückt sich ihre Augen zu
und niemals wird sie sich beschweren.

Ich gebe zu, dieses Lied ist ziemlich bescheuert. Aber der fürchterliche Reim am Ende reichte aus, um allen Untoten die Köpfe platzen zu lassen. Man traut es ihnen ja eigentlich nicht zu, aber Zombies haben ein sehr feines Gespür für Sprache.
Ausserdem singe ich lieber ein schlechtes Lied, als dass ich ich zwanzig wandelnde Leichen in unterschiedlichen Stadien der Verwesung einzeln anzünde oder in Stücke reisse.
Hatte ich schon erwähnt, dass ich Untote hasse?
Zwei von ihnen schienen aber entweder keinen Kunstverstand zu besitzen oder schwerhörig zu sein. Einer davon war unverkennbar Klaus (bzw. er war es gewesen). Sein Gesicht zerfiel wie ein Schokoladenpudding im Sommerwind, trotzdem erkannte man ein irres Grinsen darin. Der Stein - das verdammte Ding - leuchtete rot in seiner Krallenhand.
Der andere Untote war eine Blondine (natürlich!). Sie stakste auf mich zu, war schnell und nah an mir dran. Irgendwie musste ich auf den Boden gefallen sein! Mir fiel nichts besseres ein, als ihren Hals zu packen.
Sie biss mir in die linke Hand. Genau zwischen Daumen und Zeigefinger.
Das bekam ihr nicht sonderlich gut.
Ich trage nämlich Handschuhe aus der Haut eines Puszta-Dämons. Pustza-Dämonen sind eher untergeordnete Teufel, die jedoch aus dem dritten Kreis der Hölle kommen. Ihre Haut ist praktisch unzerstörbar und brutal rauh. Ich will sie mal so beschreiben:
Wenn mal Ihre Babyfeuchttücher alle sind und sie die Wahl haben zwischen einem Fetzen Puszta-Haut und einem Stück Schmiergelpapier - nehmen Sie bitte das Schmiergelpapier!
Des blonden Zombies ehemals schöne Zähne splitterten aus ihrem toten Gesicht. Blondie schaffte es sogar noch, verwundert zu gucken, dann schickte ich die unheilige Kraft in meine Hände und drückte zu. Sehr feste. Die Puszta-Haut meiner Handschuhe rieb sich förmlich in ihren Hals, dann kippte ihr Kopf nach hinten weg und der Körper gleich hinterher.
Dann stand nur noch Klaus' Leiche vor mir.
Er grinste jetzt nicht mehr.
Ich wollte nicht das ganze Pfarrhaus in Brand stecken, also begnügte ich mich mit dem "Schlag des Teufels", einem Kampfzauber mit guter Wirkung gegen, nun ja, leicht angefaulte Körper. Den Stein musste ich dann nur noch aus den Resten klauben.
Die anderen Artefakte fand ich dann noch im Keller verstreut. Den Kelch steckte ich mit spitzen Fingern einen nimmervollen Beutel. Warum schickten die für sowas eigentlich keinen Kleriker?
Draussen. Frische Luft.
Ich hatte meinen Auftrag ohne größeres Aufsehen erledigt und für den Zombie-Scheiß hatte ich eigentlich eine Zulage verdient.
Still und leise ritt ich auf den Schatten zurück.
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Hagel!!

Wir trugen Regenschirme aus Eisen, als die Flieger kamen. Vergoldeter Kot regnete auf die Stadt herab. Fensterscheiben zerbarsten, Sportwagen wurden zerschlagen. Ein Mann im Anzug versuchte, sich mit einer Laptoptasche zu schützen, doch eine Salve kleiner Goldkugeln trieb ihn zu Boden.

Die Arschbomber kümmerte das nicht. Sie glitten elegant durch den Luftraum der und Stadt und warfen ihre stinkende, glänzende Fracht ab.

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Dark Star!

Unter dem dunklen Stern wanderten wir dahin. Die Welt liegt im Schlaf, starr von Eis. Die Waffen trugen wir geschultert. Kalt war das Metall, kalt waren auch wir. Zielstrebig, ohne Emotionen.

Eigentlich hätte da Vorfreude sein sollen auf unseren Freund. Wie wir ihn umzingeln würden, wie er zuerst Schimpfen und Fluchen würde, dann das Aufblitzen einer Klinge und das warme Blut im Schnee. Ob das wohl dampft?

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Düsseldorf Altstadt: Da weiss man, was man hat!

Düsseldorf Altstadt: Da weiss man, was man hat!

Morgens früh in der Altstadt.
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Unwichtiger Bahnhof, morgens

Kalter Morgen, die Sonne geht auf. Vor der Kneipe am Bahnhof stehen noch die kunstvoll gepolsterten Stühle. Zwischen Schaufensterscheibe und Flachdach das angegilbte Schild "Zum Lilo".

Die alte Frau tritt in die Pedalen für die letzten Meter. Dann bleibt sie vor der Änderungsschneiderei stehen, die gleich neben der Kneipe auf Kunden wartet. "Na, Sabrina? Lust auf ein frühes Pils?" ruft die alte Frau in den Laden. Die junge Änderungsschneiderin lacht, nickt aber.

Die alte Frau kramt in ihrer Tasche nach dem Schlüssel.

Der Atem macht so lustige Wolken in der Morgenluft.

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Tierpark Hamm: Lama im Gegenlicht

Tierpark Hamm: Lama im Gegenlicht

Stolz, edel und aus Südamerika.
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Tierpark Hamm: Bistro Bunter Vogel und Elefanten-Grill

Tierpark Hamm: Bistro bunter Vogel oder zum Elefantengrill

Die Schnitzel im Elefanten-Grill sollen ja besonders groß sein. Winking
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Der törichte Streit mit der Priesterschaft

Hans, der Bär, verstand nicht, warum die Magier unbedingt Streit mit den Priestern anfangen wollten, aber er war Novize und musste gehorchen. Die Priester saßen auf ihren Stühlen im Kreis mitten in der Kirche, die Magier standen im großen Torbogen, ihre Novizen an jeder Flanke.

"Warum stört Ihr unsere Meditatinen?" fragte voller Würde der Oberpriester. Seine goldene Sonnenscheibe klapperte vor seine dünne Brust, als er aufstand. Leise glitt Hans seitwärts auf seinen Tatzen. Der oberste Magus hob seinen Stab. "Ihr wisst, weswegen wir hier sind. Hebt Euch hinweg, oder wir müssen Gewalt ausüben!"

Ein junger Priester stieß sich wütend in die Höhe, wollte dem Zauberer etwas entgegnen, da legte der Oberpriester ihm beruhigend und sanft die Hand auf den Arm. Er bedeutete ihm, sich umzudrehen. Der zuckte zusammen, als er den großen Bären im Gewand der Zauberernovizen sah, der mit seinen großen Tatzen und den langen Fängen hinter ihm stand. Der junge Priester blieb still.

Einen Moment verharrten alle so, dann standen die Priester einer nach dem anderen auf und gingen nach draußen, durch eine Gasse, gebildetet von ihren Feinden. Als der letzte Graukittel fort war, kicherten die alten Zauberer und feixten. Sie befahlen den Novizen, den Eingang zu bewachen und hier in der Kirche nichts anzufassen. Dann stürmten sie kichernd ins Nebengebäude. Von dort hörten die Novizen ab und an ein Rumpeln und immer wieder das Gelächter alter Männer.

Langweilig wurde es den jungen Zauberern nicht: Der wütende Priester von vorhin hatte ein paar andere seines Standes um sich geschart und versuchte, das große Kirchentor aufzudrücken. Hans webte mit den anderen einen Zauber um das Tor und es hielt. Dann nahmen die Priester Anlauf und warfen sich mit aller Kraft gegen das beschlagene Eichenholz. Das Tor bog sich und Hans schloß seine Augen. Er nahm seine Macht zusammen und schickte schwere Gedanken aus Wurzel, Stein und Eisen zum Tor. Es krachte, als die Männer von der anderen Seite wie gegen eine Wand liefen. Man hörte Schmerzensschreie.

Hans ließ die anderen Novizen alleine und ging zu den Magiern im Nebengebäude. Er traute seinen Augen nicht: Die ehrwürdigen Magier führten sich hier wie kleine Kinder auf! Sie beschmierten die Wände, verknoteten Schnüre und der Erzmagus streute sogar Kakerlakenpulver aus und giggelte dabei wie ein junges Mädchen!

Hans sah sich das Treiben eine Weile an, dann zuckte er mit den Schultern und ging wieder zu seinen Kameraden in die Kirche zurück.
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Wiglaf Droste hat einen Podcast

Man glaubt es kaum: Wiglaf Droste als Podcast!

Und zwar beim MDR (Flash-Player - weiter unten der RSS-Feed).
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Tierpark Hamm: Stachelschweine 2

Tierpark Hamm: Stachelschweine 2
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Da schleppe ich mich ab!

Ein ganz leichter Matsch im Kopf. Die Menschen lesen heute bunt bedruckte Hieroglyphenblätter. Es ist ihnen egal, was sie lesen - hauptsache, es ist bunt bedruckt.

Mein Rucksack ist schwer von einer Packung Moltkepulver. Moltkepulver - getrennt verrühren, vereint einnehmen!

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Tierpark Hamm: Junges Nutria

Tierpark Hamm: Junges Nutria

Schnuffelschnuffel-platschplatsch.
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Weihnachtsleute

Sie kamen über die Hügel und gingen in die Stadt. Überall machten sie sich breit, standen im Weg herum. Ihr Motto war: "Öl, grob".

In Massen versammelten sie sich an den alten, weisse Buden, in denen Reibekuchen gebacken wurden. Laut lobten sie diese fettige Kartoffelspeise. Sicher - sie gingen den Bürgern schon ziemlich auf die Nerven. Aber dafür hielten diese Leute zuverlässig jeden Weihnachtsmarkt fern.

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Mitleid mit Zweckbau

Da liegst Du nun, kleines Parkhaus. Neonröhren erleuchten Dein Gerippe. Keiner parkt in Dir in dieser Nacht. Kalt weht der Wind durch Deine Gänge.

Komm her, kleines Parkhaus! Ich habe ein Feuer entzündet und eine Decke dabei! Roll Dich neben mich zusammen, ich will Dich wärmen.

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Tierpark Hamm: Trampeltier

Tierpark Hamm: Trampeltier

Die Tiere heissen wirklich so!
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Dürre!

Ich hatte nun schon seit Tagen nichts mehr getrunken. Meine Nerven waren längst zu Asche verbrannt. Ein leichter Wind ging, meine Haut war aus Sand. Um meinen Mund herum hatte sich eine feste Kruste gebildet. Saatkrähen sahen mich neugierig an.

Abends dann Kakao.

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Fräulein Angst

Ich fahre mal wieder. Neben mir sitzt die Angst. Sie ist ein dünnes, blondes Mädchen im zerissenen Hemde. Sie legt ein dürres Ärmchen um mich und flüstert mir ins Ohr:

"Sie verbrennen! Sie verbrennen gerade und Du sitzt im Zug! Das Auto überschlägt sich, sie liegen in ihren Blut! Männer treten die Türen und vergewaltigen Deine Liebste. Das Kind nehmen sie an den Füßen und zerschmettern seinen Kopf am Laternenpfahl!"

Ich nehme noch einen Schluck, dann noch einen. Ich stelle die Musik lauter.

Angst legt die Hände in den Schoß und schaut mich an.

Angst braucht nicht viel zu tun. Sie braucht mich nur anzuschaun.

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Wie "Frontal 21", "Panorama" und andere öffentlich-rechtliche Sendungen mit der Wahrheit umgehen

Da geht einem ja die Hutschnur hoch!

Ein junger Mann hat mal in einem Video zusammengetragen, welche Fehler und offensichtlichen Lügen die Sendungen Panorama, Hart aber Fair, Kontraste und Frontal 21 in ihrer "Berichterstattung" über sogenannte "Ego-Shooter" verbreiten.

Hier ein Interview mit dem Mann.

Via Spreeblick.
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Hölderlin? Nicht im meinem Haus!

Yeah. Hölder-Lesung im Treppenhaus, im Badezimmer, im Wandschrank. Was tut man nicht alles für die Kunst! Extra früh aus dem Urlaub zurück gekommen sind wir. War eigentlich cool gewesen, da unten oder oben wo wir urlaubten. Man musste eine Leiter hochsteigen, oben roch es muffig und feucht. Handtellergroße Spinnen jagten Gewürm und Gekreuch vor sich her. Unten parkte das Auto im Kiesbett.

Jetzt also Kunst. Yeah, Baby!

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Tierpark Hamm: Mandrill

Mandrill
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Ich verdaue, also bin ich

Puuh. Scheint ausgestanden, der Durchfall. Alle Systeme wieder auf normal.
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