Wordpress-Spielereien
Naja, ich bastele nur zur Zeit an einem Wordpress-Blog auf diesem Webspace hier. RadpidWeaver (für Nichteingeweihte: Ein lokales CMS unter Mac OS X) wird mir bei ca. 700 Einträgen doch ein wenig lahm. Ausserdem bin ich an ein bestimmtes Gerät gebunden (da wo eben die jeweilige RapidWeaver-Datendatei liegt) und kann nichts servergesteuert erledigen (z.B. einen Eintrag automatisiert später veröffentlichen), was ja in der Natur der Sache liegt.
RapidWeaver ist immer noch ein wunderbar einfaches CMS, was sein Geld wirklich wert ist. Für ein recht aktives Blog sind wohl dynamische Seiten besser geeignet.
Aber keine Panik: Bevor sich hier grundlegend etwas ändert, melde ich mich!
Sonntag Nachmittag
Knipsen hat bei einem so beschissenen Licht nicht viel Sinn - zumal ich ja nur eine Pocketkamera habe.
Egal! Jetzt sitze ich entspannt trotz des kühlen Wetters auf dem Balkon und gucke mir die Welt durch ein Display an.
Müsste eigentlich wieder Schreiben, was mir wegen der Umstände tüchtig schwer fällt. Selbst das wird einem vergällt.
Sonntägliches Frühbloggen
Kaffee und Ei sind auf einen Besuch vorbei gekommen, mussten aber bald den Weg allen Essbarens gehen.
Gleich muss ich noch die Fritteuse reinigen.
Fritteuse
Es gibt ja einige Leute, die das Auspacken eines neuen Rechners oder anderem hochtechnischem Spielgerät filmisch oder fotografisch begleiten.
Da dachte ich mir:
Warum nicht auch bei der Fritteuse?
Heute: Bloggertreffen Duisburg
Ich kann krankheitsbedingt leider nicht kommen. Trotzdem allen viel Spaß und berichtet darüber! Fotos!!
Nachmittag
Aqua-Power
Die Kursleiterin war jung, fröhlich und jovial. Ausserdem scheint dieses Aqua-Power gut für die Silhouette zu sein. Wenn ich das jetzt bis an mein Lebensende jeden Tag mache, sehe ich vielleicht auch irgendwann so aus (also als Mann jetzt). Die Frau (falls sie hier mitliest: Hallo Nicole!) hatte schon mindestens eine Kurseinheit hinter sich und schien es gar nicht erwarten zu können, wieder im Wasser zu sein.
Es ging dann gleich los mit Strampeln. Klappte ganz gut und wenn man sich einmal vom Konzept der persönlichen Würde verabschiedet hat, dann kommt man sich auch nicht mehr so dämlich vor. Um das mal deutlichen zu machen:
Setzt mal einen Orang Otan unter Drogen und schmeisst ihn dann ins Wasser*. Dann die Musik aufdrehen. So ungefähr muss ich ausgesehen haben.
Die größten Schwierigkeiten hatte ich erstaunlicherweise nicht mit der Kondition, sondern mit der Koordination. Und mit den Krämpfen in den Oberschenkeln.
Heute Morgen komme ich mir vor wie ein altern Mann und die Schulkinder in der Bahn bieten mir einen Sitzplatz an.
Ich freue mich schon auf nächsten Mittwoch!
Seltsamer Tag
Bukarest
Seltsamer Werbebrief
Das Teil hier habe ich heute als Brief (!!!) auf den Schreibtisch bekommen (Unterschlängelung von mir).
Leider scheint die Blinkschrift irgendwie kaputt zu sein ... ob ich mir mal die neueste Brillensoftware installieren sollte?
Ein bisschen leiser
* Das Projekt steht erst ganz am Anfang. Danke der Nachfrage.
Wieder da
Herbst
"Ruh Dich aus! Ruh Dich aus!" flüstern dienstbare Geister. Ein Dunkelbier wollen sie mir aber nicht bringen.
Halskrätze
Draussen prügelt wieder ein Mann seinen Rasenmäher. Er denkt, es sei ein Moped. Das Gerät schreit und mit einem gewaltigen Furz dröhnt es los.
Ich hocke auf dem Sofa, gucke Russland im Fernsehen und trinke Tee.
Spruch des Tages
Kürbis
Der Herbst ist da
Höhere Strafen oder mehr Kontrollen?
Stimmungen
Morgenkaffee
Mischwetter
Morgen geht es heim - wie schnell doch eine Woche vergeht!
Sonnenwetter
Heute Deich und Wasser und Hafen und Matjes und Eis.
Jetzt Mittagsschlaf.
Regenwetter
Die Hauptsache ist wohl, dass man sich die Laune nicht vermiesen lassen sollte. Trotzdem ist dieser Dauerregen schon ein bisschen frustrierend. Wengistens habe ich mein iBook mit und kann ein bisschen Bloggen. Was gibt es bereits jetzt zu berichten?
- In der Fischhandlung/Fischbraterei Albrecht in Carolinensiel gibt es hervorragende Matjes und besonders lecker war der Streml-Lachs. Tipp: Am besten den ohne Pfeffer usw. nehmen. Er schmeckt herrlich mild und ist auch nicht so ölig wie sonst so häufig.
- "Penny" heisst hier oben "Netto". Ist wirklich günstiger als "Brutto".
- Bei "Netto" gibt es auch sogenannten "Nomadenkäse" zu kaufen. Der steht aber jeden Tag in einem anderen Regal.
- Beim "Friesenbuffet" gibt es mitnichten Einheimische zu essen!
So, es schlafen alle und ich werde jetzt ein bisschen iPod hören. Bis die Tage!
Buchempfehlung: "Nato-Geheimarmeen in Europa"
Nato-Geheimarmeen in Europa
Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung
ISBN: 978-3-280-06106-0
29,80 Euro
Das Standardwerk zum Thema "Gladio" ist endlich auf deutsch erschienen. Das Buch hat mich sehr erschüttert. Der Gladio-Skandal hat mir nämlich gezeigt, wie zynisch die Mächtigen (egal von welcher Partei) mit uns umgehen. Beispiele dafür sind das Massaker von Brabant oder der Anschlag auf das Oktoberfest in München.
Wenn es gegen "links" geht, dürfen halt auch gerne mal ein paar unschuldige Bürger dran glauben, nach dem Motto "Lieber tot als rot!" - wobei sich das "tot" natürlich nicht auf die Regierenden, sondern auf irgendwelche Zivilisten im eigenen Land bezieht.
Wer weiß - falls die Linkspartei weiterhin erfolgreich ist - gibt es dann wieder neue Anschläge?
Bloggertreffen Duisburg am 05. Juli 2008 - Rückschau
Gestern war das Siebte Duisburger Bloggertreffen im Ostende.
Anwesend waren Frau Sprunghaft, Frau Midori, Fenrir, Kueperpunk, Prospero, der olle Osel und meine Wenigkeit.
Auch wenn Herr Prospero ein bisschen enttäuscht scheint ob der geringen Resonanz, war der Abend sehr schön (Inhaltsangabe siehe das Posting von Prospero).
Eine freundliche Athmosphäre, konstruktive Diskussionen ... ich wundere mich immer wieder, wie wohl ich mich in der Gesellschaft von Leuten fühle, die ich eigentlich kaum kenne. Große Entspanntheit herrschte vor.
Das Essen war übrigens auch ganz gut. Ich hatte mich für einen Hamburger mit Pommes entschieden. Der "Burger" hatte dabei ein Dach und einen Fußboden aus Fladenbrot - eine gute Idee. Das nächste Mal lasse ich die Pommes aber weg, denn der Burger war schon sehr sättigend. Allerdings waren die Pommes wirklich nach meinem Geschmack (stark) gewürzt.
Wann treffen wir uns das nächste Mal?
Phrasisch
Kalte Fahne
Hobby
Grün
Die Grünen schienen vernünftig, was den verrückten atomaren Rüstungswettlauf und dem Erhalt der Schöpfung anging. Ich weiss, ich klinge jetzt wie ein alter Mann aber: Erinnert Ihr noch an die 80er Jahre? Wo Tiefflieger über die Landschaft donnerten, im Herbst Panzer in den Feldern standen? Wo man Witze in der Art machte wie:
Für das Entwickeln der Filme brauche ich nichts zu bezahlen - ich tunke die einfach in den Rhein!
Wenn es damals nämlich im Rhein Fische gab, schwammen die mit dem Bauch nach oben ...
Als Tschernobyl geschah, hatten wir wirklich alle Angst vor der Radioaktivität (wie man gerüchteweise hört, galt das auch für die Regierung) und mein Physiklehrer verteidigte mit Schaum vor dem Mund die segensreiche Atomkraft.
Irgendwie waren mir da diese lockeren, lässigen Grünen sympathischer. Nun sind die Grünen an der "Regierung" gewesen, haben sich von Schröder an der Nase herumführen lassen und - vor allen Dingen - hat die Partei der Pazifisten Krieg führen lassen.
Alles ändert sich.
Zukunft!
Unsere Truppen waren Istbaschkan einmarschiert und hatten über fünfhundert Terroristen erwischt. Ihre Leichen wurden überall im Fernsehen gezeigt. Einige Zeitungen schrieben, es habe sich um unschuldige Zivilisten gehandelt und unsere Soldaten hätten sich Trophäen aus den Köpfen der toten Kinder gemacht. Aber Zeitungen laß eh kein Mensch mehr. Wir guckten alle Bild.tv und freuten uns über den Sieg unserer Armee.
Die Werber hatten guten Zulauf und wir standen fest Seit an Seit mit unseren treuen Verbündeten. Soldatenwitwen gingen voll Trauer, aber auch voller Stolz auf den Markt und baten sich an.
Es ging wieder aufwärts.
Der Tag
Dann bekam ich über einen von mir sehr geschätzten Menschen eine sehr, sehr schlechte Nachricht. Eine regelrecht beschissene Nachricht.
Dazu scheint die ganze Zeit die Sonne.
Medien
Zischke
Blogblogblog
Jugendkultur
Disclaimer:
Ja, ich weiss ...
Jabber
flusskiesel@jabjab.de
Für Macuser:
Man kann sehr einfach iChat für Jabber einrichten. Das ganze (inklusive Account-Anlegen) dauert höchstens 5 Minuten.
Ein Gruß nach Bremen
Einen schönen Gruß nach Bremen!
Sonntagsromantik
Jetzt sehen wir uns Züge in Japan an.
Sonntagsruhe.
Notizen während einer Besprechung
Deutscher Gedankengang des 21. Jahrhunderts
Was soll ich jetzt tun? Setze ich mich dort hin? Bin ich dann nicht verdächtig? Ein Sympatisant des Terrors? Werde ich dann ausspioniert, überwacht, gefilmt, verhaftet und durchsucht?
Aber was, wenn ich mich nicht dort hinsetze? Bin ich dann nicht erst recht vedächtig? Subsersiv und konspirativ? "Aha" denken die dann von mir "er weiss, dass sich dort PKKs hinsetzen und er setzt sich absichtlich nicht dort hin! Warum hat er Angst davor, in der Nähe eines PKK-Schriftzuges gesehen zu werden? Was hat er zu verbergen? Versucht da einer, sich unaufällig zu verhalten?" Und dann werde ich ausspioniert, überwacht, gefilmt, verhaftet und durchsucht.
Frei und fröhlich sind wir in unserem Käfig. Wir nutzen den Freiraum, den die enge Angst uns lässt. Die uns der Schnüffler lässt.
U79 stecken geblieben
Schnee
Intelligenz
Freudscher Verschreiber?
Vorgeschichte:
Auf meinem Schreibtisch landen eine Menge Zeitschriften, Heftchen, Verkündungsblätter und Werbung, welche von Verbänden, Firmen und anderen Institutionen mehr oder weniger blind an das Ministerium geschickt werden, in dem ich arbeite. Im Laufe der Jahre hat das Ministerium allerdings des öfteren seinen Namen gewechselt und ist auch schon einmal umgezogen. Nun kommen auch noch Sendungen an ein "Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales", es gibt zwar inzwischen wieder ein Ministerium mit diesem Namen - allerdings ist es nicht Rechtsnachfolger und hat auch eine andere Anschrift.
Ich vermute, das Erzbistum Paderborn hatte das frühere "MAGS" im Blick, als sie uns ihr "Magazin der kirchlichen Jugendarbeit im Erzbistum Paderborn" zuschickte. Das sieht man daran, dass ein Exemplar an "Hermann Heinemann" adressiert ist. Hermann Heinemann war mal Arbeitsminister von Nordrhein-Westfalen. Das ist aber schon eine Ecke her.
Preisfrage:
Was hatte der freundliche Mitarbeiter des Erbistums Paderborn wohl im Sinn, als er die Adresse in seinen Verteiler vertippte?
PS: Natürlich habe ich den Absender über die fehlerhaften Anschriften informiert.
Helden
Doch wenn man größer ist, sieht man, dass diese Helden nur aus Plastik sind. Sie werden angestrahlt von buntem Licht und ihre Lieder kommen aus der Dose.
Schade um Robin Hood, the hooded man.
Ein frohes neues Jahr
Dafür dann Randale auf der Straße so zwischen 4 und 5 Uhr.
Egal!
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, Kommentatorinnen und Kommentatoren, aber auch allen anderen ein gesundes, erfolgreiches und frohes Jahr 2008!
Betrachtungen zur Sprache
Dann gibt es noch das "Erbe". Einmal natürlich das ganz profan pekuniäre Erbe: Geld, Häuser, Briefmarkensammlungen. Erbe ist aber auch etwas Altes, etwas, das aus dem Blute singt. Die Nazis glaubten ja sogar, die Ahnen hätten uns etwas vererbt. Deswegen gruben die Nazis alles Mögliche aus und meinten, dass wären die Ahnen. Hätten sie statt Krieg und Mord nur nach den Ahnen gesucht, uns allen wäre viel erspart geblieben.
Erben tut man, indem eine kalte Stimme aus der Gruft zu einem spricht.
Bauchweh
Kamillentee und Wärmeschäfchen helfen.
Ich verdaue, also bin ich
Unfreiwillige Blogpause
Mich hat nämlich eine dumme Krankheit flach gelegt. Erst hatte ich ja die Befürchtung, mein Untermieter wäre daran schuld - es handelt sich aber "nur" um eine Magen-Darm-Grippe. Allerdings habe ich es tagelang nur an den Rechner geschafft, um meine Krankmeldungen zu schreiben. Bloggen war absolut nicht drin.
Jetzt bin ich ganz, ganz leer.
Fühlt sich komisch an.
Ich leg mich wohl besser wieder hin.
Offizielle Inbetriebnahme der Kläranlage Menden-Bösperde
Tierpark Hamm
Es handelt sich um einen recht kleinen, familiär-gemütlichen Tierkpark der etwas altertümlichen Art. Leider sind die Gehege z.T. erschreckend klein. Besonders für die Großkatzen muss das Leben eine Qual sein, so wie sie durch die Käfige (!) tigern.
Ich habe einen Haufen Bilder gemacht, die ich jetzt nach und nach hier veröffentlichen werde. Leider kam meine Kamera nicht so gut mit den vielen Gitterstäben zurecht und das neue Gerät hat sich mir noch nicht ganz so erschlossen. Ausserdem hatte ich zum Knipsen nicht viel Muße, da ich ja nicht alleine im Tierpark war.
Trotzdem ist da vielleicht das eine oder andere nette Bildchen dabei.
Morgens
Der Mann mir gegenüber nickt im Schlaf. Ein anderer Mann, gewandet in beflecktes Weiss, beisst in eine Papiertüte. Draussen zieht ein Villenviertel vorbei. Wo will es wohl hin
Im Hotel haben sie die Tische wohlig gedeckt für das Frühstückskaffee. Der Regen malt Striche an die Scheiben.
Wenn Johnny Cash singt, dann sind alle anderen still.
Belgier! Immer diese Belgier!
Der Belgier will sich trennen. Trennen will er sich, der Belgier. Ob sich der Belgier trennt? Er mag sich nicht mehr, der Belgier. Mag sich nicht mehr sehen.
Pommes und Rotwein passen doch nicht zusammen! Ruft der Belgier. Deswegen will er sich trennen. Trennung ist es Belgiers neues Hobby.
Jetzt trennt er sich, der Belgier.
In Dings und Bumms.
Rindfleischsuppe
Der kleine Park
Der kleine Park liegt still und friedlich da. Bewacht wird er vom Ulanen.
In seinem Schutz räkelt sich die Schönheit aus den fernen Landen. Bitte nicht zu nahe treten! Sie ist ein bisschen in die Jahre gekommen und auch Vögel haben auf sie drauf gekackt. Irgend etwas fehlt ihr. Die Heimat?
Der kleine Park macht sich bettfertig für den Winter. Seine Beete liegen wie Gräber.
Fernsehgucken 2: Neo-Liberal-Sendungen
Fernsehgucken 1: Kochsendungen
Seitdem wir einen DVBT-Stick am großen Rechner haben, gucken wir auch ab und an in die Glotze. Jetzt gucken wir "Unter Volldampf". Da kochen ein paar Amateure in der "Olive" in Erkrath-Hochdahl für die Stammgäste des Restaurants.
Für uns lustig, dass wir ja mal in Erkrath gewohnt haben und bei einer Veranstaltung im Lockschuppen auch an der Olive vorbeigestapft sind.
Die Sendung finde ich übrigens langweilig.
Klimper-Klamper zwischendurch
Der Prospero ist übrigens kränkel-krank. Gute Besserung auch auf diesem Wege!
Was täten die Kranken nur ohne Internet ...
Erleuchtung am Morgen
Das ist der Buddismus der Müdigkeit.
Vorzeichen!
Ein komischer Automat
DVB-T
Bahnhof
Heimweg-Gedicht aus der vollen Bahn
Im Dunkeln
Die alte Mutter Beimer gefiel mir besser. Die taugte nicht zwar nicht für den Spind, aber im alten Deutschland blieb der Mann zu Hause.
PIN
Ich schwimme in meiner eigenen PIN-Pampe. Zahlen über
Zahlen gleiten an mir vorbei. Alles vierstellig,
natürliche Zahlen. Was machen die eigentlich, wenn
denen die PINs ausgehen? Brüche?
“PIN eingeben!“
“3815/239“
Unser Zeitalter ist doch total verPINt.
Passwörter, Geheimzahlen, Zugangskennungen. Natürlich
würden wir niemals das selbe Passwort mehrmals
verwenden! Aufschreiben? Nie im Leben!! Wir haben ja
zum Glück alle ein Männlein im Kopf, dass mit
kratzendem Federkiel solch wichtige Dinge notiert.
Vergesslich
Die PIN meines Mobiltelefons ist weg aus meinem Kopf. Zum zweiten Mal. Ich weiss noch, wie sie aus meinem Kopf verschwand, als ich aufstand, um den Kleinen zu trösten.
Andere Nummern vergesse ich nicht. Nur die PIN vom Handy.
Warum?
Ab dann konnte ich nicht mehr Weiterschlafen.
Der Herbst kommt. Aber sowas von wie
Wochenendmelancholie
Übermüdet?
Die Menschen nehmen die Herausforderungen ernst und an, bald kommt die bedingungslose Grundabgabe - Gerechtigkeit für alle! Einige Leistungsträger kriegen sogar noch mehr Gerechtigkeit ab! Leistung lohnt sich wieder!
Einheit!
Ich weiss noch, wie wir im muffigen Wohnzimmer von P. saßen und darauf warteten, dass Deutschland wieder eins sei. Wir tranken Bier. Es war schon irgendwie aufregend, allerdings kam bei uns im stillen Sauerland nur durch die Plapperkiste etwas davon an.
Ständig sah man Helmut Kohl und den Genscher. Aufgekratzte TV-Hampel zerrten irgendwelche Leute vor die Kamera und befragten sie. Wie man sich denn fühle an diesem besonderen Tag?
Schlimm war es, wenn sie einen Ausländer, gerne Franzosen oder Amerikaner, erwischten. Die stammelten dann eingeschüchtert etwas davon, wie sehr sie sich für die Deutschen freuen würden etc.
Keine Ahnung, wie wir den Abend rumgebracht haben. Als es dann zwölf Uhr war, musste ich aufs Klo. Meine Blase interessierte sich nicht für die deutsche Einheit.
Kommt doch! Kommt doch!
Wir sind Weltmeisterin!
Herzlichen Glückwunsch zur gewonnen WMin!
Update:
War eigentlich klar, dass ich weder der Erste noch der Einzige mit so einer Überschrift war.
Schnauze voll!
Irgendwann hatte der BILD-Redakteur die Schnauze voll und erfand die "Beweise" einfach.
Irgendwann hatte der Sachbearbeiter die Schnauze voll und strich der alten Frau die Medikamente.
Irgendwann hatte der Bereitschaftspolizist die Schnauze voll und schlug zu.
Irgendwann hatte der Innenminister die Schnauze voll und ließ die Inhaftierten bis zum Geständnis foltern.
Irgendwann hatte der Verteidigungsminister die Schnauze voll und ließ den Luftraum "freimachen".
Irgendwann hatten dann all die anderen Menschen die Schnauze voll.
Interview
Mich hat es zum Glück auch getroffen und das Ergebnis kann man lesen, wenn man "Lesen Sie mehr ..." klickt! Lesen Sie mehr...
Verstörende Kosmetik
Konvertiten! Alles voller Konvertiten! (oder: Schäubles feuchter Traum)
300.000.000 Millionen Konvertiten! Wie soll man die alle überwachen?
PS: Wenigstens hat sich Osama den Bart dunkel gefärbt - und nicht Wasserstoffblond!
Heimfahrt
Zäune
Im Moment kommen ja so viele Zombiefilme im Kino. Ein Ausdruck der Ängste in unserer Gesellschaft? Die Angst vor dem sozialen Abstieg? Vor dem "Überlebenskampf" der modernen Wirtschaftswelt? Gated Communities?
Piraten (aus den Chroniken der Regenzeit)
Kugeln unterm Rumpf. Die Piraten sind klein und sehen aus wie geklont:
Rotes Kopftuch, Augenklappe. Ab und zu wird die Klappe gelüftet.
Zum Gucken.
Bäume
Anklicken zum Vergrößern.
Dieser Apfelbaum im Garten meiner Eltern ist ungefähr 70 Jahre alt. Leider ist er schon sehr krank und hat kaum noch Blätter. In einem oder zwei Jahren wird er sterben.
Anklicken zum Vergrößern.
Dieser Birnbaum ist fast genau so alt. Er ist einmal im Sturm umgeknickt und seinen Innenraum ist hohl. Trotzdem ist er stark und trägt jedes Jahr viele Früchte.
Ein Tag im niederländischen Indoor-Spielplatz (aus den Chroniken der Regenzeit)
einem niederländischen Indoor-Spielplatz)
Die Fritten werden hier einzeln ausgerufen, durchnummeriert wie in
einem deutschen Amt.
Die Lautsprecherfrau ist zu leise und hat einen leicht hysterischen
Klang. Sicher hasst sie Kinder.
Warum hatte niemand schon dieses Idee:
Die langen Haare der Kinder werden zu Zöpfen geflochten. Diese hakt
man in die Krananlage unter dem Hallendach. Sie kreiseln wie ein
Mobilé, ihr Lachen erschallt wie das der Möwen draussen.
"Kidfingers"? Essen die hier Kinder? Ach, Nein: "Kipfingers"!
Längliche frittierte Hähnchenfleichrollen.
Polo?
Erste Klasse
Kopfknochen, fleischlos
Tschühüss!
Frauenzeitschriften international
Neuer Friedhof
Hirn heute
Badezimmerset
Synchrones Arbeiten
Gerade sitze ich am iMac und überlege, welches neue Dashboard-Widget ich mir denn vor ungefähr einer Stunde auf dem iBook installiert habe. Müsste ich hier ja auch machen.
Ach, nein!
Einen Batteriemonitor braucht der iMac nicht wirklich.
Ich gehe jetzt Schlafen.
Links und Rechts
Balkonbloggin'
Heute ist es passiert:
Ich habe mir einen iPod Shuffle gekauft! Ja, der Falko Löffler hatte doch recht!
Er gefällt mir sehr gut: Er ist schön blau (der Shuffle ...), die Klammer ist super praktisch und der Klang doch wesentlich besser als der meiner bisherigen Player.
Zusätzlich habe ich mir noch so ein paar Silikon-Überzieher zum Schutz und ein Lade-Adapter für die Steckdose gekauft.
Ein paar Dosen Grolsch sind auch noch im Kühlschrank - da fällt mir ein, dass mal wieder ein Bierpodcast fällig wäre.
Frikandeln
Frikandeln sind ja nichts für Leute mit schwachen Nerven, tun doch die Niederländer so ziemlich alles da rein, was nicht schnell genug wegläuft. Die Frikandel ist eine echte Verwertungsspeise.
Andererseits verwerten auch andere Völker so ziemlich alles, was es an tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln so gibt. Bei sogenannten "Naturvölkern" ist das immer sehr positiv besetzt. Was ist also schlimmer: Das Separatorenfleisch selber essen oder es nach Afrika verschicken?
Urlaub! : Der sechste (und letzte) Tag
Später dann ein Besuch eines Indoor-Spielplatzes. Kronprinz hüpft herum.
Abends lecker Fisch essen im Fischrestaurant. Wieder einmal bemerkt, dass Scholle ein langweiliger Fisch ist.
Urlaub! : Der fünfte Tag
Die Strandbar half mit Speis und Trank.
Leider ist das andere Kind unserer Gruppe sehr krank. Möglicherweise sind wir ab Morgen nur noch die Kernfamilie.
Urlaub! : Der vierte Tag
Abends klarte es sich auf und die Kernfamilie hat noch einen längeren Spaziergang am Naturschutzgebiet "Zwanenwater" entlang gemacht.
Urlaub! : Der dritte Tag!
Heute haben wir es sogar schon bis nach zehn Uhr geschafft: Draussen der Regen, oben die Kinder in den Betten, unten wir mit alten Geschichten und ein bis fünf Dosen Bier. Der Kindergottesdienst in Meiderich muss damals sehr lustig gewesen sein: "Ivo! Komm sofort von der Kanzel runter!"
Am Morgen sind wir flugs nach Schadern zum Discounter mit dem großen A gefahren. Ich konnte gleich zwei meiner geliebten Bohnen in Tomatensauce ergattern. 500 gr. für 55 Cent, während in Deutschland eine "Heinz"-Dose mit ca. 250 gr. 99 Cent kostet.
Nachmittag dann Ausflug zum Strand. Mit den Kindern gesandgeburgt und Kanäle ausgehoben. Leider trieb uns ein fieses Regenwetter zurück in die Ferienwohnung. Beim Abendessen kam mir dann noch der folgende Gedanke:
Was tun die Niederländer eigentlich in ihr Brot - ausser Luft?
Urlaub! : Der zweite Tag!
Angefangen hat alles mir Regen, Regen, Regen. Angesichts der Aussichten, nun eine Woche lang eine Ferienwohnung mit zwei hyperaktiven Kleinkindern teilen zu müssen, sank meine Laune schnell auf ein ungesundes Maß. Dazu kam noch, dass unser Kronprinz plötzlich seine Kronprinzenlaune bekam. Irgendwann saßen die zwei erwachsenen Urlauber verkrampft locker lesend auf dem Sofa, während ein kleiner Mann zeternd auf der Treppe saß.
Glücklicherweise verkomplettierte sich unsere Reisegruppe plötzlich und es gab jetzt zwei Kleinkinder, die sich gegenseitig angreinen konnten.
Am Strand war ein bisschen zu kalt, der Kronprinz ließ es sich aber trotzdem nicht nehmen, durch die Brandung zu springen.
Nach dem Strandbesuch dann Einkauf bei "Albert Heijn" - der örtlichen Lebensmittelapotheke. Die Preisschilder hier lassen Sehnsucht nach der Supermarktkette mit dem großen "A" aufkommen. Naja, um ehrlich zu sein: In Deutschland hätten wir heute in der Tankstelle einkaufen müssen.
Der Rest des Tages verlief dann eigentlich recht glatt: Abendbrot, Spielen, Blagen ins Bett bringen. Dann noch schön im Minigarten sitzen, Bier trinken und Zwiebelringe und Käsewürfel vertilgen. Letztere sind übrigens ganz anders als die in Deutschland. Die hier schmecken nämlich.
Urlaub! : Der erste Tag
Heute Morgen verkatert aus dem Bett geschält (gestern Geburtstag gefeiert) und nach einigem Theater (Auto vollpacken, Kind einfangen) dann über die E35 (vulgo: A3) gen Holland gebrettert. Naja, eher ganz normal gefahren - ich habe es ja nicht so mit dem Rasen.
Kurz nach der Grenze haben wir eine kleine Rast auf einem Parkplatz gemacht. Dort lagen auf einem Tisch gut plaziert ein paar (noch eingepackte) Kondome und eine Tube mit farbloser Füllung. Ich habe die Tube jetzt nicht näher untersucht. Es hätte Haargel sein können, wenn eine andere Deutung nicht näher liegen würde.
Ganz schön romantisch, so ein Parkplatz ...
Nach einem kleinen Rundgekurve bei Alkmaar (später stellte sich heraus, dass wir uns überhaupt nicht verfahren hatten - auch wenn es sich so anfühlte) sahen wir es dann: Das Meer!
Ich fahre ja nicht gerne weg, kriege schnell Heimweh, mache mir unterwegs ständig wegen irgend etwas Sorgen und habe auch keinen Bock auf den ganzen Stress. Aber das Meer ist schon eine geile Sache.
Jetzt ist es halb neun und wir liegen völlig erschossen im Bett. Morgen kommt noch der zweite Teil unserer "Reisegruppe" und ich muss mal gucken, wo wir hier einen Grill besorgen können.
Fenrier stellt aus
Hoffentlich wird die Ausstellung ein Erfolg!
Jetzt müsste man nur noch wissen, wo und wann die Ausstellung stattfindet ...
[Update:]
Es gibt jetzt auch einen Flyer!
Dank an Prospero.
Flugschein!
"Nur mit Flugschein"? Welchen Zug darf man nur mit einem Flugschein betreten? Ein Flugzug? Gibt es auch welche nur mit Segelschein?
Ein Ausflug in den Archäologiepark in Xanten
Dort am Bahnhof die erste Überraschung: In Xanten fahren keine normalen Busse, sondern welche, die man per Telefon anfordert. Zum Glück stand gerade ein Bus am Bahnhof bereit und der brachte uns dann zum Park.
Kurze Zusammenfassung des Besuches: Das Gelände ist relativ leer, da die römische Siedlung natürlich nicht mehr existiert. Der Imbiss ist so lala. Das Fladenbrot ist prima, die einzige Verkäuferin dort ist aber leider von den Kinderscharen überfordert, die dort zahlreich einfallen und nach Pommes schreien. Da könnte noch eine zusätzliche Kraft Wunder wirken.
Die Pommes (die wohl aus dem daneben gelegenen Restaurant kommen) waren nicht besonders lecker.
Aber wir waren ja nicht zum Essen dort ... Lesen Sie mehr...
Café
Erscheinung
In Düsseldorf ausserplanmässiger Endhalt der S-Bahn. Türstörung. Umsteigen. Ich drehe mich um. Da sitzt sie! Schön. Unschuldig. Leidend. Durch das Linnen ihrer Gewänder leuchtet rot ihr Herz, durchbohrt von den Dornen des Leids.
Madonna Dolorosa der S-Bahn, bitte für uns!
Sofageschichten
Hey! Die Welt ist schön!
Und jetzt trinke ich noch ein Beck's auf den besten Nikolaus der Welt (und der weiss auch, warum!).
Internetstörung?
Eine Wanderung durch Düsseldorf
Cafete
In den Sitzbänken draussen sind Einkerbungen aus der alten Zeit. Sie sind tief und sehen aus, als seien sie mit klarem Lack konserviert. Junge Studentinnen sitzen nicht weit und reden miteinander. Sie sind hübsch: Langes, schwarzes Haar, Mandelaugen. Sie trinken aus kleinen PET-Flaschen Wasser und drücken Ihre bunten Schnellhefter mit den Kopien ganz fest.
Manchmal möchte man einfach nur bleiben.
Ein Ausflug nach Köln - Teil 2
Heute Morgen dann zum Bahnhof in Ehrenfeld gegangen. Das Veedel war schon wach. Vor dem Krankenhaus standen Krückenmänner und tranken Bier, aus den Kneipen dröhnte fröhliche Musik. Ich atmete noch einmal tief den Geruch der Stadt ein. Hier, an diese Ecke! Ich erinnere ich mich gut: Hier nämlich standen wir damals als knackjunge Landeier und bestaunten diese große, grooße Stadt, die für uns so unglaubliche Dimensionen hatte. Melancholie.
Doch dann denke ich daran, dass ich ja jetzt gleich nach Hause fahre. Zu meiner Familie.
Nein, die Uhr möchte ich nicht mehr zurückdrehen.
Ein Ausflug nach Köln - Teil 1
Ein anderer Mann ist schon alt, sein Bart ist weiss. Doch er trägt ein buntes T-Shirt und brabbelt lächelnd vor sich hin. Er redet davon, dass alle Türen geschlossen sein müssen. Der Gedanke scheint ihm Freude zu bereiten.
Ein dicker Mann will gleich aussteigen. Er trägt seine Sonnenbrille auf der Stirn und redet gestikulierend mit seiner Frau. Wäre er betrunken, würde er genau so gestikulieren. Warum also ist er nüchtern?
Wenn ich den ICE entworfen hätte, wäre er jetzt pink und würde sich wie eine Raupe fortbewegen. Wir haben also alle Glück gehabt. Zumindest die, welche kein Auto haben.
Vorbei an Düsseldorf. Izmir-Kebab. Udo Jürgens singt "Tausend Jahre sind ein Tag". Wie lange ist das schon her? Das mit dem Menschen? Bestimmt mehr als Tausend Jahre.
Numminen! Mach mich wieder fröhlich! Klavier, Fiedel, Akkordeon und M.A. Numminen. So macht man die Erde wieder rund! Die alte Kartoffel, die!
Gleich müssten wir in Mülheim sein. So schrottig, wie es draussen aussieht. Kommt aber nicht erst Leverkusen?
Ah, doch Leverkusen-Mitte. Ein junger Mann furzt noch beim Aussteigen den ganzen Zug voll. Neben mir ein Gangsta-Rapper. So richtig mit schwarz und Bart und Tatoos. Und mit Wasser in der Plastikflasche - sauerstoffangereichert.
Der Schwarze Mann hält sich ein Handtuch vor die Nase. Kurze Zeit später tue ich es ihm mit meinem Taschentuch gleich. Wie kann man nur so einen ganze Waggon vollfurzen? Warum hat der Typ nicht draussen gebläht? Ich meine: Hey, das ist Leverkusen! Die sind das gewöhnt!
Naja, jetzt kommt gleich Köln-Mülheim. Ich packe schon mal den Alpha weg. Im Schnelldurchlauf, was gleich noch kommt: Deutz, Rheinbrücke, Hauptbahnhof, blablabla.
Kafka lebt
Die Tür steht offen.
Der Mann geht wieder. Eine Frau wird aufgerufen. Sie macht die Tür zu.
Die Kinderspielzeuge in der Ecke sehen so traurig aus.
Bloggertreffen Duisburg
Am letzten Freitag war ich beim Bloggertreffen in der Paulaner Botschaft in Duisburg Stadtmitte. War ein schöner Abend. Wieder hat man interessante Menschen kennen gelernt und lustig viel Bier getrunken ("Helles"). Also ich zumindest. Gegessen habe ich nichts, aber die anderen haben sich einen Ratsherren geteilt, zerschnitten und in gusseisernen Pfannen gebraten. Zu einem späteren Zeitpunkt haben wir dann Kriegsgeschichten erzählt. Jaja, so sind wir alten Männer!
So! Mehr blogge ich darüber nicht. Ich bin heute zwei Stunden durch sonnenbeballerte Düsseldorf gemetert und das Wetter ist zu schön, um den Abend vor dem Computer zu verbringen! Zum Trost gibt es weiter oben gleich noch eine kleine Geschichte.
Trinkhalle Haltestelle
Die Trinkhalle hat auch eine eigene Website!
Warnehmung! Endlich wieder Warnehmung!
Jetzt habe ich die Schnauze voll von MP3-Playern und höre meine Podcasts nur noch via iTunes. Im Zug lese ich oder schreibe Texte. Es ist kein Zufall, dass in letzter Zeit regelmässig etwas längere Texte hier im Blog erscheinen.
Die MP3-Abstinenz hat merkwürdige Folgen: Ich schreibe mehr. Ich lese mehr. Ich nehme mehr von meiner Umwelt wahr. Es ist, als ob ich unter einer Art iPod-Autismus gelitten hätte und nun wieder mit allen Sinnen durch die Welt gehen würde.
Was ich alles sehe! Die Frau, die so komisch zitternd an der Haltestelle saß, den Kaffeebecher in beiden Händen. Der Kaffee zitterte mit ihr, so wie in "Jurassic Park" die Pfütze zittert und so das Nahen des Tyrannosaurus Rex ankündigt. Oder der glatzköpfige, ältere Mann, mit dem knallbunten T-Shirt, der mir heute entgegen kam. Gibt es für ältere Herren eigentlich noch etwas zwischen Pläte und Mähne?
Oder die Drogensüchtige, die sich heute Morgen im Eingang eines Geschäftes einen Schuss gesetzt hat. Nicht schön, aber wirklich. Noch zwei Wochen vorher hätte ich die Frau nicht einmal bemerkt, wäre vorbeigehastet, umlullt von meiner Podcast-Welt.
Ich werde mir erst einmal keinen neuen MP3-Player kaufen. Der Teac-Player dient jetzt als 2GB-Netzlaufwerk im heimischen WLAN.
Verspätung!
Die Menschen am Duisburger Hauptbahnhof haben sich sehr darüber geärgert. Der oder die Tote war ihnen natürlich egal.
Ich bin schnell runter in die U-Bahn und habe die U79 genommen. Die fährt nämlich eine andere Strecke. In der Bahn hatte ich Zeit genug, an die vielen Menschen zu denken, die sich jetzt schwarz ärgern:
"Warum Mitleid haben, wenn ich doch zu spät zur Arbeit komme?"
So eine Leiche weit weg ist doch nur etwas Abstraktes. Ein toter Körper, blass und bleich in einer Böschung, vielleicht unter einem Busch. Vielleicht lag er auch direkt auf den Gleisen?
Ein Mensch? Ein Schicksal? Eine Familie, die um ihn weint? "Mama kommt nich mehr nach Hause. Die Mama ist jetzt im Himmel!"
Aber nicht doch! Es gibt Wichtigeres im Leben als Mitleid! Zum Beispiel, dass ich pünktlich zur Arbeit komme! Das Projekt "Klopapierlager" muss fertig werden und ich möchte doch so gern den Posten als Zwischenoberaufseher der Bleistiftkontrolle bekommen - den kriegt aber nur, wer immer schön pünktlich ist!
Verspätung! Streckensperrung! Denkt denn keiner an meine Karriere? Kennen die Toten denn keine Rücksicht?
Haben die denn keine Gefühle?
Sonne! Frühling! Arbeit

Baustelle in Düsseldorf-Holthausen
Spielplatzsonntag
Das Kind schaukelt auf dem Kleinen Elefanten. "Ein Zitronenfalter! Ein Zitronenfalter!" ruft es.
Ich putze mir die Nase. In meiner Nasenhöhle muss es zugehen wie in einem Splatterfilm. Das Papiertaschentuch riecht nach Freibad.
Ein Ausflug in den Wildpark
Whistleblower
Erkältung
Frau Doktor hat mich zur Ruhe gemahnt. Bei den Viren hilft nur Ruhe. Das Bett soll ich hüten. Bin jetzt ein Schäfer. Ein Bettschäfer. Schäfchen zählen?
Müde
Der Kleine hat uns seit drei Uhr Morgens auf Trab gehalten. Wir sind beide erkältet. Um Viertel vor Fünf bin ich dann aufgestanden. Kaffee gekocht, Eier gebraten. Plötzlich stand der Kleine in der Küche, wollte MÜsli. Großer Appetit, dann wieder ab ins Bett. Ich zur Arbeit.
Am Duisburger Hauptbahnhof haben sie so ein großes Netz unter das Dach gespannt. Warum wohl? Fallen so viele Tauben runter? Hat es was mit dem CO2 zu tun? Mit diesem Eisbären?
Vor ein paar Tagen sah ich auf der Titelseite der Tageszeitung das Foto eines kleinen Eisbären. Die Überschrift lautete: "Eisbär Knut darf leben!". Ich war richtig froh, dass ich von dem ganzen Quark nichts mitbekommen haben.
Kaffee? Gibt es hier irgendwo Kaffee?
Ich glaube, ich habe mein Moleskine verloren.
Nachtrag:
Doch nicht verloren! Das Moleskine lag auf dem Schreibtisch!
Bibliothekskongress 2007 in Leipzig - dritter und (für uns) letzter Tag
Bibliothekskongress 2007 in Leipzig - zweiter Tag
Bibliothekskongress 2007 in Leipzig - erster Tag
Ein Abend für mich!
Die leichte Hand
Spaß mit Normdaten
Büromelancholie
Ich sitze im Büro. Draussen wird es dunkel, Regen und Hagel platschen auf den Innenhof. iTunes erzählt mir etwas von den Tornados in Afghanistan. Hier sind keine Tornados, hier ist es ruhig.
Kaffee.
Peter Struck findet Tornados toll. Man hat allerdings Angst davor, dass die Tornados bei Angriffen helfen. Lustige Vorstellungen haben unsere Politiker vom Krieg: Man schickt Soldaten dahin, aber die sollen nicht Kämpfen. Zu Hause lassen wollen die Politiker unsere Soldaten aber auch nicht.
Der Krieg ist angenehm weit weg von meinem Büro. Von mir aus kann es auch ruhig Regnen.
Schöner Tag, schöner Spaziergang
Wie immer habe ich vergessen, die Kamera einzustecken, sonst gäbe es hier ein paar schöne Impressionen.
Zischke Kellerbier

Mmmh. Lecker! Diese 3-Liter-Flasche "Zischke-Kellerbier" wartet darauf, dass sie gemeinsam von meinen Schwiegereltern und mir verköstigt wird. Das Bier habe ich mal im "Finkenkrug" kennen gelernt. Sehr lecker!
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Termine
Morgengedanken
Ich stelle mir kurz vor, ich müsste Klopapierrollen mit Texten füllen. In Farbe. Mit Titten. Bin froh, doch nur hier in der Bahn sitzen zu müssen. Die Menschen schweigen sich an. Besser als wenn sie auch Rumschreien.









