Insel

Das Boot legte an der verlassenen Insel an. Blauer Himmel, blaues Meer, leichtes Rauschen. Ich ging mit den anderen an Land, die Kinder schwammen in der Nähe des Bootes. Ich schaute mit die Gegend an. Die Terasse, die Garage, das Haus - alles lag verlassen da. Überall Pokale und Medallien mit deutschen Worten drauf. Waren also Deutsche gewesen, die hier gewohnt hatten. Die Steine der Terasse waren heiß.
Ich dachte immer wieder an den Riesenwal, den wir gesehen hatten. Wie eine Masse von zweitausend Tonnen Fleisch die Wasseroberflöche durchbrochen hatten. Zuerst hatte ich an die schrecklichen Riesenkalmare gedacht, die seit einigen Jahre ab und an nach oben kamen und ganze Schiffe in den Abgrund zogen. Doch dies hier war ein Riesenwal, das größte Tier aller Zeiten. Friedlich und doch schrecklich wie ein Gott.
Die Kinder planschten im warmen Wasser, auch das Baby schwamm und gluckste vor Freude. Nicht weit zogen Haie ihre ruhigen Bahnen. Keine Angst. Es wird nichts passieren. Es ist ja eine Fernsehkamera dabei.
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