Separatorenfleisch

Ein bisschen tun sie mir schon leid. Aber so läuft es nun einmal. Nachdem wir die Stadt erobert hatten, trieben wir sie zusammen und separierten die Guten von den Schlechten. Die schlechten (wir nannten sie "Separatorenfleisch") kamen erst einmal hinter Stacheldraht. Nach und nach holten wir sie grüppchenweise heraus.
Der eine, der vor mir liegt, war mal ein Schläger. Ein notorischer Schläger. Mehrere Verurteilungen. Weiss und kalt ist jetzt sein dicker Leib. Seine toten Augen blicken irgendwie ungläubig.
Natürlich wissen wir, dass das alles nicht richtig ist. Aber wir müssen es ja machen. Es ist unsere heilige Pflicht.
Das Wichtigste ist, dass wir dabei anständig bleiben!
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