Unaufällig bleiben!
Bastet durchschritt die S-Bahn. Schön, wunderschön war sie mit dem langen, schwarzen Haar, den Glutaugen und einem Körper, für den ein Heiliger gemordet hätte. Augenbrauen und Mund waren gezeichnet wie bei einer ägyptischen Statue, ihre Haut war dunkel und glänzte im Licht der Neonröhren. Ihr Blick glitt über mich hinweg und mein Herz kam schmerzhaft aus dem Takt. Doch gleich überschwemmte mich ein Gefühl der Erleichterung: Nicht mich suchte die Schöne. Sie suchte das Nordgesicht. Nordgesicht versteckte sich im hinteren Teil der S-Bahn. Er sah nicht sehr gut aus, eingefallen und alt. Sein vormals so schönes, braunes Haar war nun durchzogen von Eis, wässrig war sein Auge. Nur noch seine Nase stand ihm willenstark im Gesicht.
Bastet glitt an mir vorbei. „Vater“ laß ich auf ihren Rücken tätowiert „Mutter“, „Krieg“ und „Dunkelheit“. Dazu Symbole des Finsteren.
Nordgesicht tat mir leid.