Interview
22.09.2007 13:33 Abgelegt in: Aus dem
Leben
Als Kiesel, der etwas auf sich hält, hüpfe ich
normalerweise keinen Stöckchen hinterher. Der Lars
vom Spitblog wirft aber (auf Wunsch) mit
individuellen Interviewstöckcken um sich.
Mich hat es zum Glück auch getroffen und das Ergebnis kann man lesen, wenn man "Lesen Sie mehr ..." klickt!
Mich hat es zum Glück auch getroffen und das Ergebnis kann man lesen, wenn man "Lesen Sie mehr ..." klickt!
1. Bist Du ehrgeizig?
Nein, überhaupt nicht. Da, wo andere Leute den Ehrgeiz haben, ist bei mir ein dunkles, rundes Ding. Es ist weich an den Rändern und ab und an streiche ich gedankenverloren mit den Fingern darüber.
Ich erinnere mich noch daran, wie ein Lehrer damals zu Gymnasialzeiten zu uns in einem Nebensatz sagte: „… wenn ich dann mal Karriere macht …“
Er meinte das nicht etwa ironisch, sondern war fest davon überzeugt, dass wir popelige Schulhäschen mal irgendwie die Spitze der Republik und so weiter.
Ich dachte nur: „Was denkt der sich denn?“
2. Veröffentlichst Du Deine Texte auch woanders? Z.B. Poetry Slam,
Lesungen, etc.
Nein. Es gab mal halb angedacht die Idee, gemeinsam mit Dr. Flause Texte im kleinen Theater unserer Heimat zu lesen. Aber ich glaube nicht, dass meine Texte sich zum Vorlesen eignen. Dazu sind sie zu kurz, zu kompliziert und oft zu schräg und düster.
Ich hatte mal vor, die Texte zu podcasten, aber mir ist es komischerweise peinlich, meine eigenen Texte (vor-) zu lesen.
3. Wie wichtig ist Bloggen für Dich?
Bloggen ist mit den Jahren immer wichtiger für mich geworden. Früher war das mehr ein „Sau-durchs-Dorf-Mittreiben“- und „Guck mal, wie witzig - hihi“-Bloggen, jetzt sind es meine Traumtexte, die ich ja eh schreibe (schreiben muss), um mein Hirn wieder leer zu kriegen.
Lesen tut das wohl kaum jemand, aber das ist mir nicht wichtig.
Zugegeben: Ich habe mal diese komischen Logfiles runtergeladen, wo die Zugriffe drinstehen und so. Ich habe aber nicht verstanden, was da drin war. Ist aber auch egal. Wem es gefällt, dem gefällt es eben. Wem nicht, der soll halt woanders lesen.
4. Hast Du beim Bloggen ein Vorbild? Und sonst?
Beim Bloggen? Vielleicht 500beine. Ein bisschen. Auch wenn der ganz anders bloggt als ich.
Im echten Leben - auch wenn sich das jetzt echt abgeschmackt anhört - sind meine Eltern für mich ein Vorbild. Nicht, dass ich alles so machen wollte wie sie, aber sie haben mir gezeigt, wo es langgeht im Leben (s. Frage 1).
5. Glaubst Du, dass Dein Blog die Welt verändern kann?
Wie kann ein Blog die Welt verändern? Wie kann ein Blog nicht die Welt verändern? Selbst, wenn ich einen Fuß vor den anderen setze, verändere ich die Welt. Wir leben in einem Strudel der Möglichkeiten, in einem sich ständig entfaltenden Multiversum. Alles, was wir tun, verändert wieder alles.
Wenn Du aber meinst, ob irgendwann alle Leute mein Blog lesen, darauf die Regierung stürzen, Dieter Bohlen erschießen und es Freibier für alle gibt:
Ich glaube eher nicht. Zumindest nicht dieses Jahr.
Nein, überhaupt nicht. Da, wo andere Leute den Ehrgeiz haben, ist bei mir ein dunkles, rundes Ding. Es ist weich an den Rändern und ab und an streiche ich gedankenverloren mit den Fingern darüber.
Ich erinnere mich noch daran, wie ein Lehrer damals zu Gymnasialzeiten zu uns in einem Nebensatz sagte: „… wenn ich dann mal Karriere macht …“
Er meinte das nicht etwa ironisch, sondern war fest davon überzeugt, dass wir popelige Schulhäschen mal irgendwie die Spitze der Republik und so weiter.
Ich dachte nur: „Was denkt der sich denn?“
2. Veröffentlichst Du Deine Texte auch woanders? Z.B. Poetry Slam,
Lesungen, etc.
Nein. Es gab mal halb angedacht die Idee, gemeinsam mit Dr. Flause Texte im kleinen Theater unserer Heimat zu lesen. Aber ich glaube nicht, dass meine Texte sich zum Vorlesen eignen. Dazu sind sie zu kurz, zu kompliziert und oft zu schräg und düster.
Ich hatte mal vor, die Texte zu podcasten, aber mir ist es komischerweise peinlich, meine eigenen Texte (vor-) zu lesen.
3. Wie wichtig ist Bloggen für Dich?
Bloggen ist mit den Jahren immer wichtiger für mich geworden. Früher war das mehr ein „Sau-durchs-Dorf-Mittreiben“- und „Guck mal, wie witzig - hihi“-Bloggen, jetzt sind es meine Traumtexte, die ich ja eh schreibe (schreiben muss), um mein Hirn wieder leer zu kriegen.
Lesen tut das wohl kaum jemand, aber das ist mir nicht wichtig.
Zugegeben: Ich habe mal diese komischen Logfiles runtergeladen, wo die Zugriffe drinstehen und so. Ich habe aber nicht verstanden, was da drin war. Ist aber auch egal. Wem es gefällt, dem gefällt es eben. Wem nicht, der soll halt woanders lesen.
4. Hast Du beim Bloggen ein Vorbild? Und sonst?
Beim Bloggen? Vielleicht 500beine. Ein bisschen. Auch wenn der ganz anders bloggt als ich.
Im echten Leben - auch wenn sich das jetzt echt abgeschmackt anhört - sind meine Eltern für mich ein Vorbild. Nicht, dass ich alles so machen wollte wie sie, aber sie haben mir gezeigt, wo es langgeht im Leben (s. Frage 1).
5. Glaubst Du, dass Dein Blog die Welt verändern kann?
Wie kann ein Blog die Welt verändern? Wie kann ein Blog nicht die Welt verändern? Selbst, wenn ich einen Fuß vor den anderen setze, verändere ich die Welt. Wir leben in einem Strudel der Möglichkeiten, in einem sich ständig entfaltenden Multiversum. Alles, was wir tun, verändert wieder alles.
Wenn Du aber meinst, ob irgendwann alle Leute mein Blog lesen, darauf die Regierung stürzen, Dieter Bohlen erschießen und es Freibier für alle gibt:
Ich glaube eher nicht. Zumindest nicht dieses Jahr.
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