Geier
27.06.2007 19:59 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
"DIE WAGEN VERKEHREN HEUTE IN UMGEKEHRTER
ZUGREIHENFOLGE!!" Donnerte der Ausrufer durch die
engen Gassen der kleinen Stadt. Wir hörten den Mann
mit der feuchten Aussprache und den gelben Zähnen
kaum noch. Wir hatten genug damit zu tun, die ganzen
Leichen aus den Kellern zu holen. Einige davon
stanken schon ziemlich. Aber es musste sein. Wir
taten das dem Geier zuliebe. Der war nämlich vom
Aussterben bedroht, weil es zu wenig Aas in der
Landschaft gab. Nun hatte das Land verfügt, es
sollten mehr Kadaver in der Gegend herumliegen. Also
zerrten wir die Toten hervor. Alle lagen
übereinander: Dicke, Dünne, Mann oder Frau. Auch
Tiere wie Hunde, Katzen, Kühe und abgelaufene
Schweine.
Tausende von Ratten bevölkern nun die Stadt. Sie dringen in die Wohnungen ein. Mütter lassen ihre Babies nicht mehr in der Krippe liegen, aus Angst vor den gierigen Zähnen. Gestern, so sagt man, haben die Ratten eine alte Frau überwältigt und gefressen.
Aber was tut man nicht alles für die Natur!?
Inspiriert durch einen SPON-Artikel, in dem über das Aussterben diverser Geier in Europa berichtet wird. Die Geier müssen Hungern, weil zuwenig Kadaver in der Gegend herumliegen.
Tausende von Ratten bevölkern nun die Stadt. Sie dringen in die Wohnungen ein. Mütter lassen ihre Babies nicht mehr in der Krippe liegen, aus Angst vor den gierigen Zähnen. Gestern, so sagt man, haben die Ratten eine alte Frau überwältigt und gefressen.
Aber was tut man nicht alles für die Natur!?
Inspiriert durch einen SPON-Artikel, in dem über das Aussterben diverser Geier in Europa berichtet wird. Die Geier müssen Hungern, weil zuwenig Kadaver in der Gegend herumliegen.
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