Der Sohn
02.11.2008 06:48 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Sie hatten mir nichts von meinem Sohn gesagt. Wie
hätte ich von ihm wissen sollen?
Irgendwann stand ich dann vor dem Tor der inneren Festung. Ich weiss noch, daß es Herbst war, die Blätter an den Bäumen im Innenhof wundervolle Farben hatten.
Ich stand da vor dem Tor. Ein Sohn. Niemand hatte mir etwas gesagt.
Dann öffnete jemand die schweren Türflügel. Ich blickte in einen weiteren Hof. Dem Hof der inneren Festung. Ein großer, schlanker Gewappneter stand da, neben ihm ein kleiner Junge mit strohblonden Haaren. Er war vielleicht drei Jahre alt. Der Mann hielt den Jungen an der Hand und bedeutete mir, näher zu kommen.
Langsam ging ich durch den Torbogen, auf meinen Sohn zu. Er war ganz still und ruhig und sah mich an. Ich kniete vor ihm nieder und schloß ihn in die Augen. Er ließ es geschehen.
Mein Sohn war dünn, seine Haut blaß und kränklich. Doch sein Blick aus den hellen blauen Augen war klar und fest. Ein ernstes Kind.
Er hatte so viel von seiner Mutter. Für einen kurzen Augenblick gönnte ich mir eine Erinnerung an sie, dann sah ich zu dem Gewappneten auf. Ich kannte ihn. Er war der stumme Diener. Auch in seinem Blick war ein Erkennen. Er war der einzige Erzieher und Leibwächter meines Sohnes. Die beiden würden die innere Festung nie verlassen, zu groß war die Gefahr eines Attentats. Der stumme Diener war eine gute Wahl:
Wer konnte mein Kind besser vor dem Bösen schützen als der Teufel selbst?
Irgendwann stand ich dann vor dem Tor der inneren Festung. Ich weiss noch, daß es Herbst war, die Blätter an den Bäumen im Innenhof wundervolle Farben hatten.
Ich stand da vor dem Tor. Ein Sohn. Niemand hatte mir etwas gesagt.
Dann öffnete jemand die schweren Türflügel. Ich blickte in einen weiteren Hof. Dem Hof der inneren Festung. Ein großer, schlanker Gewappneter stand da, neben ihm ein kleiner Junge mit strohblonden Haaren. Er war vielleicht drei Jahre alt. Der Mann hielt den Jungen an der Hand und bedeutete mir, näher zu kommen.
Langsam ging ich durch den Torbogen, auf meinen Sohn zu. Er war ganz still und ruhig und sah mich an. Ich kniete vor ihm nieder und schloß ihn in die Augen. Er ließ es geschehen.
Mein Sohn war dünn, seine Haut blaß und kränklich. Doch sein Blick aus den hellen blauen Augen war klar und fest. Ein ernstes Kind.
Er hatte so viel von seiner Mutter. Für einen kurzen Augenblick gönnte ich mir eine Erinnerung an sie, dann sah ich zu dem Gewappneten auf. Ich kannte ihn. Er war der stumme Diener. Auch in seinem Blick war ein Erkennen. Er war der einzige Erzieher und Leibwächter meines Sohnes. Die beiden würden die innere Festung nie verlassen, zu groß war die Gefahr eines Attentats. Der stumme Diener war eine gute Wahl:
Wer konnte mein Kind besser vor dem Bösen schützen als der Teufel selbst?
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