Rüdiger!

Warme Sonne und Gemütlichkeit. Im weichen Gras unter dem Apfelbaum hatte ich meinen kleinen Eis-Stand aufgebaut. Ein Stand im Garten meiner Eltern. Ein Wassereis für 10 Pfennig. Das Meiste aß ich selber.
Gestern noch war ich mit Rüdiger Seilbahn gefahren. Langsam pendelten wir über die Weltenschlucht, die bis ins Innerste der Erde reichte. Unter uns Wolken und ewige Nacht. Mein Brandzeichen auf dem Handrücken schmerzte noch immer. Danach trennten wir uns an der guten, alten Raststätte. Noch ein, zwei billige Biere und noch eine Flasche Cola und dann Abschied. Rüdiger hieß garnicht Rüdiger. Er hieß ganz anders, aber Albertine, unsere Amme nannte ihn immer Rüdiger, und zwar so unbeirrt, dass wir seinen echten Namen längst vergessen hatten.
Da fuhr nun der Gute auf die Autobahn. Ich winkte ihm zu und machte mich auf den Weg zur Bushalte.
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