Die Fäden dieser Welt
23.05.2007 18:06 Abgelegt in: Wirre
Träume einer Wanze
Die dicke Frau Melkschemel saß in der S-Bahn und
spielte mit den Fäden der Welt. Ihr gegenüber saß
Elektrobombe, ihr Mann, und trank Dosenbier. Sie zog
an einem Faden und die Wolken zogen sich zusammen.
Sie ließ einen anderen Faden fahren und fernab ließ
während einer Ehrung ein Geehrter einen fahren.
Elektrobombe saß da und trank sein Bier. Ab und zu murmelte er etwas von "Durchbrechen!" oder "Zangenbewegung". Frau Melkschemel beachtete das nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Einst hatte sie ihrem Gatten mit den Fäden der Welt einen schönen Krieg gesponnen. Doch der hatte ihm nicht gefallen. Zu wenig Bewegung, zuviel Stellungskampf.
Frau Melkschemel nahm die Fäden der Welt in eine Hand und kramte in den Taschen ihres Kleides nach einem Apfel.
Irgendwo, weit weg tat sich die Erde auf.
Elektrobombe saß da und trank sein Bier. Ab und zu murmelte er etwas von "Durchbrechen!" oder "Zangenbewegung". Frau Melkschemel beachtete das nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Einst hatte sie ihrem Gatten mit den Fäden der Welt einen schönen Krieg gesponnen. Doch der hatte ihm nicht gefallen. Zu wenig Bewegung, zuviel Stellungskampf.
Frau Melkschemel nahm die Fäden der Welt in eine Hand und kramte in den Taschen ihres Kleides nach einem Apfel.
Irgendwo, weit weg tat sich die Erde auf.
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