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Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-08-03: Draußen schlafen

Meine Eltern gingen auf Reisen und mein Vater (der ein König war), befahl, dass wir alle während der Gewittersaison draußen schlafen sollten, denn die Gefahr, dass wir im Haus nach einem Blitzeinschlag verbrennen würden, sei zu groß. Also versammelten sich viele Menschen im elterlichen Garten und man rollte Matratzen und andere Matten aus. Erst war es noch ganz lustig: Es wurde gegrillt, Bier getrunken und Fußball gespielt. Doch als es zum Schlafen ging, fing der Ärger an: Nicht nur hatte ich die saubere Wäsche zusammen mit Bohnen und Speck in den Trockner getan und es war eine Art Eintopf daraus geworden, so dass ich am nächsten Morgen die Kleidung dort herausfischen und ganz neu waschen müsste, es war auch furchtbar eng im Garten und ich wurde auf meiner Matte ständig von irgendwelchen Füßen getreten. Auch haben mich ein paar Leute geärgert und am Einschlafen gehindert. Mehrmals suchte ich einen neuen Schlafplatz und trat dabei aus Versehen einer Frau auf das Bein. Auf das Feld hinter dem Garten konnte ich auch nicht ausweichen, denn dort lebten die großen Waldameisen, deren Krieger faustgroß waren. Der Biss dieser Tiere war so dermaßen schmerzhaft, dass sich kein Räuber an sie heranwagte und deswegen wirkten die Ameisenkrieger ziemlich gelangweilt, wenn sie nicht gerade Formaldienst hatten.

Irgendwann hatte ich genug und ich ging ins Haus, um in meinem Bett zu schlafen. Es gab ein großes Theater und die Leute schrien mich an, ich solle das nicht tun, ich würde verbrennen usw.

Ich ging trotzdem. Als ich endlich in meinem Bett lag, fing es an zu Regnen und ich wurde gewahr, dass das Dachfenster offen stand. Ich wollte es zumachen, doch der Mechanismus war unglaublich kompliziert. Irgendwann hatte ich das gesamte Fenster in der Hand und versuchte, es wieder in die Halterungen zu stecken. Mehrere Männer kamen mir zu Hilfe und zeitweise flatterte das Fenster im nun aufkommenden Sturm nur noch an wenigen Gummibändern herum.

An Schlaf war nicht zu denken!