KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sonntag, 06.09.2020

Die Nacht war recht unruhig, weil die Jungs in der Wohnung über mir Party gefeiert haben. Sie haben so eine Art Karaoke gemacht und man hörte beide mitsingen, ohne das jeweilige Lied zu hören. Der Basketballdribbler des Todes war auch wieder im Einsatz. Allerdings habe ich mir gedacht: ,,Was soll's? Es ist Samstag und die Burschen sind noch jung.'' Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Gespräche über mir gingen bis 4 Uhr.

Mir träumte unter anderen, dass die Bibliothek noch im alten Dienstgebäude wär und es wäre ein großer Tag: Im schneebedeckten Innenhof paradierte eine Ehrenformation der Feuerwehr. Leider schmolz der Schnee und das Schmelzwasser schwappte durch die großen Flügeltüren in die Bibliothek im Sockelgeschoss. Schnell schloss ich die Türen und erklärte meiner Chefin lang und breit den Sinn der Maßnahme, denn eigentlich wollten alle unbedingt die Parade sehen. Viele Gäste kamen, darunter auch meine Eltern, die mit dem Fahrrad angereist waren. Ich bot Bier an, obwohl in den beiden Hotelkühlschränken hinter meinem Schreibtisch nicht viel davon gebunkert war.

Später dann wurde ich in einen Action-Sex-Komödienfilm im Stil der 70er Jahre gebeamt. So eine Mischung aus ,,Rambo'' und ,,Lass jucken, Kumpel!''. Ein fast nackter Mann schoß mit einer Art Mitrailleuse aus der Hüfte auf eine Holzhütte, bevor eine Explosion ihn nach hinten warf und ihn auf eine zufällig stehende Lanze aufspießte. Die Wand der Holzhütte zerbrach und aus dem Inneren purzelten eine junge, blonde Frau und mehrere junge Männer — alle nackt und im Knäuel und glücklicherweise unverletzt. Verschämt gab die Frau zu, dass sie sich ,,einmal pro Woche'' so treffen würden und alle Leute lachten. Später lief ich durch Gänge und Treppenhäuser, gefolgt von einer älteren Frau, die mir unanständige Lieder sang. Das macht mir Angst und ich wurde immer schnell. Erst, als ich einen oder zwei andere Männer überholt hatte, ließ sie von mir ab und widmete sich einem anderen Herren. Ich öffnete wahllos eine der Türen und ging in ein Zimmer, wo eine sehr dicke Krankenpflegerin einer uralten, im Bett liegenden Frau die Fingernägel schnitt. Ich entschuldigte mich für mein Eindringen, lief schnell durch den Raum und wollte den Hinterausgang nehmen. Doch als ich diese Tür öffnete, war dahinter ein neue Raum, wo dieselbe dicke Krankenpflegerin einer anderen alten Frau die Nägel machte. Ich drehte mich um die nun war die Frau im ersten Zimmer alleine.

Ich drehte also um und ging sicherheitshalber wieder durch die Tür zum Flur.

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Aufgestanden um halb zehn und die Sonne beschien einen klaren, schönen Frühherbst. Zum Frühstück gab es gekochte Eier, zwei Aufbackbrötchen und Kaffee. Das Radio plärrte Musik und Nachrichten und ein arbeitsreicher Sonntag (Putzen! Aufräumen!) lag vor mir, aber das schreckte mich nicht, denn ich war fit und ausgeruht.

Dann kam ,,Auf anderen Wegen'' im Radio und die Tränen flossen.

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Vom Querdenken

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Hilfe finden

Tipps für den Entzug. Das Blog ist übrigens grundsätzlich sehr zu empfehlen. Es ist hart, was man da zu lesen bekommt, aber die Geschichten bieten einen wichtigen Einblick in die Themen, Sucht und Entzug.

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Da Google Play Music ja bald Geschichte ist, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, bei der ich legal Musik als MP3-Dateien kaufen kann. Nun bin ich bei 7digital gelandet und schon das erste Lied gefunden! Mal schauen, wie das so weiter läuft.

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Selber schuld - Wenn das Kleid zu kurz ist

PS: Schon die Petition gegen Catcalling mitgezeichnet?

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Herbst in Neudorf

Herbst in Neudorf

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Putzplan in die Tat umgesetzt und zum Abend Zwiebelspätzle gekocht. Mit vollem Bauch auf dem Balkon gesessen und dann doch mal wieder Fledermäuse gesehen.