KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Samstag, 30.01.2021

Aus dem Leben

Die letzte Nacht war besser als die vorangegangene. In den frühen Morgenstunden hatte ich einen Alptraum: Ich hatte es verpennt, früh genug zum Frühstück zu gehen. Schnell rannte ich los, doch ich hatte noch meinen Schlafanzug an und lief ins Zimmer zurück, um mich umzuziehen. Während ich in meinem Schrank in den T-Shirts wühlte (die waren alle viel zu klein!), kam ein Typ in den Raum gestürmt, von dem ich mir einen Fantasyroman ausgeliehen hatte (es darin um Dämonen). Ich entschuldigte mich sofort bei ihm, dass ich das Buch bisher noch nicht zurückgegeben hatte, doch er meinte nur, er würde sich über jemand anderen ärgern und er wolle nur schnell etwas nachschlagen. Ein anderer Typ laberte mich zu, während ich mich in ein T-Shirt der Größe M zwängte. Als ich umgezogen war, kam meine Mutter vorbei und hielt mir wortlos einen Spiegel vor das Gesicht. Ich erschrak: Es war voller dicker Eiterpickel und aus zahlreichen Wunden troff Blut. Mein ganzes Gesicht war blutverschmiert. Außerdem waren mir meine Haare schon zum großen Teil ausgefallen. So konnte ich doch nicht unter die Leute gehen!

Das Frühstück musste wohl oder übel ausfallen.

* * *

Klinikmäßig war nicht viel los außer Temperaturmessen usw. Ich ging zum nahen Netto (dieser Discounter und ich werden wohl mehr warm miteinander: Bisher war ich noch nie in einem jener Läden, der nicht total klunterig war) und kaufte Waschmittel und löslichen Kaffee. Später eine schöne Spazierrunde über die Insel Grafenwerth nach Rhöndorf und von dort aus über Rommersdorf zurück in die Stadt. Leider stampfte ich gegen einen ziemlichen Schneeregen an, aber dafür hatte ich extra eine Regen-/Windjacke angezogen. Pünktlich zum Abendessen war ich wieder zurück in der Klinik.

Die Abendgestaltung bestand aus einem netten Homekneiping per Video über das Smartphone (für mich mit Tee und Wasser).

Gegen 21:30 Uhr ins Bett.

Aus dem Netz

Mit ein paar tausend Mann

(Zitat) ,,Och, was machst du denn hier? Gehste auch zur Union? Bist du allein hier? Wenn du willst, kann ich dich später mitnehmen, nach dem Spiel, kein Thema. Kannst du dir den Bus sparen.'' Er hat in einen Satz alles reingepackt, wofür andere Leute den halben Abend brauchen. Er ist mit zwei Bekannten unterwegs, von denen mir einer bekannt vorkommt, allerdings dachte ich, der wäre längst tot. Na, war wohl ein anderer. Irgendjemand ist ja immer tot. (/Zitat)