KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 053

Mittwoch Trotz recht gutem Schlaf nicht aus dem Bett gekommen. Musste sogar einen dienstlichen Termin absagen. Bin einfach zu erschöpft.

Ich denke, ich muss jetzt was tun, um nicht in eine depressive Phase zu rutschen.

Reflexion und Analyse helfen. Gibt es ,,Baustellen'', die ich loswerden kann? Wo kann ich was abschichten oder mich rausziehen?

Gerne würde ich mir ein paar Tage freinehmen oder wenigstens Homeoffice am Stück machen, aber die ,,Handwerker'' (diejenigen, welche Schutt ins Klo kippen) bohren den lieben langen Tag in der Wohnung über mir herum und der Lärm ist kaum auszuhalten.

Am trüben, dunkeln Wetter kann ich auch nichts ändern.

Ich finde aber sicher schon was!

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Nach einer langen und anstrengenden ViKo mit einem anschließend recht vollem Aufgabenzettel (keine Beschwerde: Alles Sachen zu meinen Projekten, damit ich weiterkomme) ging es in die Mittagspause in die Landtagskantine Nordrhein-Westfalen. Dort war ich nämlich schon seit Jahren nicht mehr und mein Los in der Lunch-Lotterie hatte diesen Treffpunkt vorgeschlagen. Ich aß ein sehr leckeres Sauerbratenragout mit Gnocchi und unterhielt mich sehr angenehm mit einem jungen Kollegen.

Gerne würde ich dort regelmäßig essen gehen, aber ich fürchte, dass Corona mir einen Strich durch die Rechnung machen wird.

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Kaum bin ich im Büro, strömt der Regen.

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Am Nachmittag programmiert. Erst habe ich einen doofen Fehler gemacht und dann auch noch lange gebraucht, um ihn zu finden. Letztendlich die geplante Kleinigkeit funktioniert und ich habe etwas über globale Variablen in php gelernt.

Feierabend mit Kopfschmerzen und einem seltsamen Gefühl.

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Fast hätte ich den MBCT-Kursus sausen gelassen, mich aber dann doch dafür entschieden. Wie immer war genau das eine gute Entscheidung, denn meine Kopfschmerzen verschwanden und ich konnte mich sogar mit einem meiner momentan schwierigsten Gefühle verbinden.

Danach habe ich noch ein bisschen am PC gespielt (Heinrich lernt gerade Bogenschießen und Jagen) und bin gegen 22 Uhr ins Bett gegangen.

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Donnerstag. Homeoffice wegen Klempnertermin! Die Aufregung und Nervosität deswegen kommt zu meinen momentanen emotionalen Aufwallungen noch dazu. Man kann bei mir gerade weniger von ,,Gefühlsakzeptanz'' als von einem Bad in den Emotionen sprechen.

Ich schreibe viele Beobachtungen in mein Tagebüchlein.

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Der Klempner war da und hat den Abluss wieder flott gemacht. Nach dem Feierabend werde ich erst einmal das Bad putzen und dann entweder Baden oder Duschen.

Die Arbeit im Homeoffice fluppt ganz gut. Ich darf weiter an meinem Konvertierungsprogramm arbeiten und es entwickelt sich ganz gut. Momentan bereinige ich Fehler im Programm und in den Stammdaten. Außerdem wird noch an Aussehen der ausgegebenen Liste gefeilt.

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Gerade flattert durch das Netz, dass es in Deutschland möglicherweise deswegen mit dem Impfen so langsam vorangeht, weil die STIKO angeblich von Anthroposophen durchseucht* ist.

Das steigt bei mir gehörig der Blutdruck.

*Sorry für den Wortwitz!

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Abends nach der Dusche noch viel zu lange Kingdom Come Delieverance gespielt, weil es so gut lief. Heinrich hat zum ersten Mal einem Raubüberfall getrotzt und erfolgreich gewildert hat er auch. Mit dem erbeuteten Wild konnte ich er sich sogar ein Kettenhemd kaufen.

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Freitag. Vermatscht, aber früh aufgestanden und nach Düsseldorf gefahren. Mit Freund Th. gemeinsam negativ auf Corona getestet, denn wir wollen heute meine Eltern besuchen.

Mit einer Kollegin habe ich an einer Workflow-Übersicht gearbeitet und wir waren zu unserer Überraschung recht schnell damit fertig.

Danach lauschte ich einem Vortrag über Selbstfürsorge.

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Nach dem mittäglichen Feierabend ins Sauerland gefahren und dort einen sehr schönen Abend verbracht. Es war eine tolle Erfahrung, einem guten Freund die Gegend und das Haus zu zeigen, in denen man aufgewachsen ist, vor allen Dingen aber hat er meine Eltern kennen gelernt. Th. hat auch zwei seiner Klemmbausteinmaschinen mitgebracht und mein Vater war sehr fasziniert davon.