KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 051

Mittwochabend. Daheim vor dem PC MBCT-Kursus via Zoom. Warten auf die anderen. Verlegenes Anschauen.

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Schnellhefter. Aber mehr so als Beruf.

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Der Kursus war wieder sehr gut. Achtsamkeit ist gerade bei meiner Erkrankung und meiner Störung wirklich wichtig. Jetzt gilt es, in der kommenden Woche das Erlernte auch anzuwenden.

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Donnerstag. Die Nacht war relativ gut. Um fünf Uhr schmiss mich ein furchtbarer Alarm aus dem Bett. Es war mein iPhone-Wecker, dem ich absichtlich den Weckersound ,,JETZT ABER SCHNELL AUS DEM BETT!!'' verpasst hatte.
Bin gut aus dem Bett gekommen. :-)

Es ist kalt geworden. Ich musste rennen, um einen früheren Zug zu bekommen. Momentan kommt es auf meiner Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf wegen einer dringenden Reparatur nämlich immer zu Zugausfällen und Verspätungen -- da nimmt man, was man kriegen kann.

Im Zug quatscht die Zugbegleiterin fröhlich mit einem Fahrgast. Eine angenehme Stimmung macht sich breit.

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Das Positive sehen: Meine Straßenbahnlinie in Düsseldorf hat eine Störung. Deswegen musste ich einen Teil der Strecke zu Fuß gehen und das hat gut getan und wach gemacht.

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Gestern habe ich ja noch bei Sawadi zu Abend gegessen (köstlich wie immer), jedoch denke ich darüber nach, die Kontakte in der nächsten Zeit wieder stärker einzuschränken. Der nächste Lockdown wird eh kommen, unke ich mal.

Außerdem habe ich mir mal noch einen Packen OP-Masken und Selbsttests bestellt. Erstere kann man auch nach der Pandemie (Erkältungszeit, Heuschnupfenzeit) gebrauchen und letztere gehen sicher gut weg, denn ich will mich jetzt selber regelmäßig testen (obwohl ich natürlich geimpft bin).

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Plötzlich diese unvorstellbar große Lust auf Käse. KÄSE!!!

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Am Wochenende bekomme ich wieder Besuch (wir werden uns alle drei vorher testen) und wir werden den Abend bei mir daheim verbringen. So langsam geht es wieder los mit dem Einigeln.

Allerdings muss ich noch die Bude putzen und einen Großeinkauf machen.

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Mittäglicher Dienstgang zur ULB Düsseldorf. Hier war ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr! Hochnebel liegt über der trüben Stadt. Vor der ULB steht ein Impfbus mit einer veritablen Schlange von Impflingen davor. Das freut mich! Jede Impfung hilft!

Ich hole mir in der Cafeteria ein Putenschnitzelbrötchen, dass ich wegen des gesperrten Innenbereichs draußen auf einer Parkbank verspeise. Studentys ziehen an mir vorbei. Sie unterhalten sich über Impfungen, allerdings aus wissenschaftlicher Sicht.

Mich erfreuen die vielen freundlichen und jungen Menschen hier.

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Am Nachmittag noch ein paar anstrengende Dinge erledigt und lange im Büro geblieben. Erschöpft, aber mit einem guten Gefühl Feierabend gemacht. Krankheitsbedingt werden wir morgen wohl ziemlich ausgedünnt sein, aber darüber mag ich mir jetzt keine Gedanken machen.

Als ich rausging stellte ich mir die Frage: ,,Was kann ich mir jetzt Gutes tun? Was würde mir gut tun?'' und ich kam zu dem Schluss, dass ich gerne zu Fuß durch das kalte und fast schon nächtliche Düsseldorf zum Hauptbahnhof laufen wollte.

Genau das habe ich getan. Meine Laune war wirklich gut. Sie wurde nur leicht von den schönen, hell und einladend leuchtenden Gastwirtschaften gemindert, da ich davon ausgehe, dass ich solche schönen Orte bald wieder für lange Zeit nicht mehr werde besuchen können (ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres!).

Am Hauptbahnhof lief die Deutsche Bahn wieder einen Verspätungsmarathon. Mein nächster Zug war voller Narren und da wollte ich mich nicht reinquetschen (Abstand, You know?). Der nächste fuhr mir auf einem anderen Gleis davon, aber dann hat es doch geklappt. In der ersten Klasse saß neben mir nur noch ein älterer Herr. Der hatte die OP-Maske unter das Kinn gezogen. Er saß mich an und entschuldigte sich dafür: ,,Ich setze die Maske gleich wieder auf! Ich musste nur laufen und bekomme nicht so gut Luft!''

Ich bedeutete ihm, dass das alles in Ordnung sei (er saß auch ganz schön weit weg) und kurz darauf hatte er die Maske wieder richtig im Gesicht.

Auch die Nase.

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Fröhlich daheimkommend musste ich mal die sanitären Einrichtungen meiner Wohnung besuchen. Dort stellte ich mit einer gewissen Verwunderung fest, dass in der Badewanne und im Klo dreckiges und stinkendes Wasser stand.

Schnell rief ich den Notklempner an, der auch bald kam. Er baute die Kloschüssel ab und steckte eine Spirale in das Abflussrohr. Das Badezimmer füllte sich mit Dreckwasser. Irgendwann hatte er es geschafft und zumindest das Klo konnte wieder benutzt werden. Beim Aufwischen des Dreckwassers fiel mir auf, dass dort unglaublich viel Steine, Sand und ähnliches dabei war. Nach dem Abgießen des Wassers blieb ordentlich viel davon übrig. Es gibt dafür nur eine Erklärung: Die ,,Handwerker'', welche die Wohnung über mir renovieren, haben ihren Schutt einfach ins Klo gekippt. Ich war auf hundertachtzig.

Gegen halb zwei völlig zerstört ins Bett.

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Freitag. Komplett fertig aufgewacht und auf der Arbeit Bescheid gegeben, dass ich später ankommen werde.

Im Büro dann den Vermieter angerufen, der mir versprach, den Handwerkern einen Anschiss zu verpassen. Da mein Badewannenabfluss noch immer dicht ist, kommt am Montag noch ein Klempner.

Noch immer sehr verärgert.

Den Wochenendbesuch musste ich absagen, denn meine Wohnung ist in einem furchtbaren Zustand. Vielleicht muss ich auch mal beim Thronfolger und seiner Mutter zum Duschen vorbeischauen.

Der Arbeitstag war auch noch sehr anstrengend: Eine Änderung bei den Nutzerberechtigungen in einer unserer Datenbank war schief gegangen (sie wird nicht von uns selbst administriert). Immerhin bekam ich direkt den zuständigen Kollegen beim Dienstleister an die Strippe, der schnell einen Kollegen von der Datenbanktruppe aktivieren konnte.

Unsere Mediendatenbank jedoch hat mir den letzten Nerv geraubt: Die Importdatei war fehlerhaft und nun haben wir eine Vielzahl von Dubletten in der Datenbank. Dazu haben einige einen (notwendigen) Dateianhang, andere nicht.

Mein ehemaliger Kollege und guter Freund Th. half mir, mit Hilfe von Excel die Dubletten mit und ohne Anhang herauszufiltern.

Montag mache ich mich dann an die Arbeit, den Scheiß zu bereinigen.

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Abends spontanes Homekneiping (via Videokonferenz). Es tat kurz, sich bei den Freunden auszukotzen.

Viel zu spät ins Bett.

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Samstag. Lange geschlafen. Den Tag herumgedödelt. Eine Dose Rindergulasch mit Letscho zusammen gekocht. Dazu Nudeln.

Mit einer Waschschüssel und einem Waschlappen in der Küche gewaschen. Ging eigentlich ganz gut.

Abends Film geguckt und auf dem Sofa eingeschlafen. Das eigentlich geplante Homekneiping verpasst.

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Sonntag. Wieder ein unglaubliches Schlafbedürfnis. Lange im Bett geblieben und mir schöne (!) Gedanken gemacht. Dann die Küche aufgeräumt, die Bettwäsche gewaschen und den Rest Letscho-Gulasch mit Nudeln gegessen.

Windows 11 installiert. Es läuft ganz gut auf dem PC.

Hundemüde.