KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 034

Dienstagmorgen. Wieder zu lange im Bett gewesen und mich darüber geärgert. Vorgenommen, aber morgen wieder brav und 5 Uhr aufzustehen und das auch durchzuziehen.

Der Nachtschlaf war allerdings ganz gut gewesen, wenn auch mit ziemlich vielen Unterbrechungen. Seltsame, unzusammenhänge Träume.

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Die Wunderschöne ist süß wie Tamarindensoße.

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In der Mittagspause in der Kantine gegessen (Putenschnitzel ,,Caprese''). Irgendwie müde und in trüber Stimmung -- sicher wegen des langen Schlafes.

Das innere Kind ist weinerlich. Neben dem Versuch, es mit Selbstliebe zu beruhigen, wäge ich die Frage in meinem Herzen ab, ob ich mir nicht mal ausnahmsweise einen Mittagskaffee gönnen sollte.

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Auf der Arbeit plant sich gerade eine Schulungsveranstaltung. Die Kollegin und ich, die wir durch die Veranstaltung führen werden, sind aber schon sehr erfahren darin. Es wird eh bald mal wieder Zeit.

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Ich bin übrigens jetzt stellvertrender ODA. Tolle Abkürzung, nicht?

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Am Nachmittag kroch eine immer stärker werdende Traurigkeit in mir hoch. Es war zwar noch alles unter Kontrolle, aber ich empfand diese Schwankungen doch beunruhigend. Auch bin ich von mir selber genervt, weil ich in Gedanken nicht von der Wunderschönen lassen kann, obwohl es doch augescheinlich keinen Sinn hat. Die Rolle als romantischer Minnesänger auf vergeblicher Mission steht mir auch nicht gerade gut.

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Mein Froster vereist langsam und ich versuche, ihn nach und nach zu leeren, um ihn abtauen zu können. Da fand ich letztens eine Tupperdose mit rötlichem Inhalt ohne Beschriftung. Eigentlich beschrifte ich das Gefriergut ja immer, aber hier hatte ich das wohl vergessen. Ich tippte auf Tomatensoße für Nudeln oder Pizza und stellte die Box in den Kühlschrank zum Auftauen.

Es handelte sich um Paprikagulasch und schmeckte vorzüglich zu den Spaggetti. Letztere habe ich übrigens eine Weil mit dem Gulasch mitgekocht und sie haben sehr schön dessen Geschmack angenommen.

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Mittwochmorgen. Die Nacht war einigermaßen gut. Ich wachte in ihr ca. auf und sie war gegen viertel nach vier zu Ende. Die Hoffnung für mein Projekt ,,Tagesstrukturen'' ist also vielleicht nicht ganz unberechtigt.

In meinen Träumen vervielfältigten sich meine Mobiltelefone und ich verglich iOS mit Android. Irgendwann fragte mich mein Vater, ob er mich zur Arbeit fahren solle. Wieviel Uhr hatten wir? Auf dem iPhone war es schon 11 Uhr durch! Ich musste ins Büro! Auf einem anderen Smartphone war es gerade halb vier durch und auf dem Videorekorder meiner Eltern sieben. Mein Vater lachte.

In den Fängen der ARD-Popnacht (,,Red Red Wine'') Kaffee und Bloggen.

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So langsam kann ich in schimmelgefährdeten Räumen (Bad, Schlafzimmer) die Heizung mal auf ,,1'' stellen.

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Schon interessant: Ich stehe superfrüh auf, bin tatsächlich halbwegs wach. Habe eigentlich eine ganze Menge Zeit. Jedoch schaue ich immer wieder auf die Uhr. Welchen Zug soll ich nehmen? Wann bin ich im Büro, wenn ich den oder den Zug nehme?

Da meine Arbeitszeiten flexibel sind, ist es eigentlich egal, ob ich um halb sieben oder um sieben Uhr auf der Arbeit bin -- beide Zeiten sind schon so früh, dass ich am Nachmittag zeitig nach Hause kann.

Trotzdem werde ich nervös. Entweder muss ich an dieser Unruhe arbeiten oder mir wirklich feste Zeiten setzen.

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Nach dem Besuch eines schreibkundigen Freundes bin ich wieder motiviert, mich wieder mit meinen Geschichten auseinander zu setzen. Um die Hemmschwelle klein zu halten, möchte ich mich an ein paar kleinen Kurzgeschichten versuchen.

Wenn die halbwegs gelingen, werde ich sie gerne hier posten.

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Im Büro angekommen, leichte Euphorie. Das muss dieser antidepressive Effekt des frühen Aufstehens sein. Oder liegt es am Kaffee?

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Ist dieses Ziehen in der linken Brust ein Anflug von Liebe oder doch nur ein Herzinfarkt?

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Wenn alle für Bürokratieabbau sind, dann bin ich dagegen!

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Auf der Arbeit beschäftige ich mich mit unserer geplanten neuen Aufstellungssystematik. Genauer gesagt, mit einem Teil davon. Grübel, grübel.

Im Baurecht gibt es übrigens den Begriff der ,,heranrückenden Bebauung''. Ich muss bei der Vorstellung von langsam und stetig vorrückenden Häusern doch arg lachen.