KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 025

Dienstagmorgen. Trotz guten Nachtschlaf nicht aus dem Bett gekommen. Zu süß waren die Träume. Allerdings schleichen sich wieder altbekannte Gedanken in meinen Kopf und auf die muss ich aufpassen.

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Klima retten - Schnitzel essen!

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Es gibt da diesen Film mit dem Titel "A silent Place" (zu deutsch: "Ein stilles Örtchen"). Darin irrt eine Familie über die von Aliens zerstörte Erde auf der Suche nach einem Klo.

Auf was für tolle Ideen diese Drehbuchschreiber immer kommen!

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Ich empfinde die schlechte Laune eines bestimmten Menschen als Zurückweisung. Das innere Kind hat Angst. Es weint. Ich versuche, es zu trösten.

,,Es ist alles gut!'' sage ich zum inneren Kind ,,Du bist nicht alleine. Ich bin bei Dir!''

Um uns schließen sich die Schalen einer Auster. Sie schützt uns beide, damit wir uns sicher fühlen können.

In der Mittagspause mit einem Kollegen gespeist und nett gequatscht. Auch über mögliche zukünftige Projekte gesprochen Darüber muss ich allerdings mal in Ruhe nachdenken.

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Die Heimfahrt ist ein bisschen hetzig. Immerhin habe ich meine Briefwahlunterlagen in den Briefkasten geworfen.

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Der Sonnenwall in Duisburg macht dem ersten Teil seines Namens alle Ehre. Mit meinem Termin komme ich ganz gut ins Bürgeramt. Man tippt sein Geburtsdatum in den Checkin-Automaten und bekommt eine Wartemarke. Es zieht sich. Das Personal ist freundlich, der Fußboden ist es nicht.

Mit einem lauten ,,Ding-Dong'' werden die Wartenden an die Schalter gerufen. Alles ist unwirklich und die linke Ferse schmerzt.

Immerhin gibt es WLAN! In einem deutschen Bürgeramt! Das ich das noch erleben darf!!

Nach einigen Minuten rauscht es im Kopf. Die Stimmen der Menschen hallen durch den Flur. Alles wird unwirklich.

Eigentlich sollte man nur betrunken zum Bürgeramt.

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Nachdem der Behördengang erledigt ist, gehe ich auf ein Bier ins Café Museum. Die Sonne scheint, die Leute sind gut drauf und am Nebentisch bestellt eine ältere Dame Asbach-Cola.

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Eine spätsommerliche Friedlichkeit kriecht aus den spärlichen Wolken am Himmel. Selbst die Trinkerszene an der Bushaltestelle verhält sich ruhig.

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Mittwochmorgen. Was soll das? Was soll das? Nach einem schönen Abend, bei dem ich mit einem alten Freund ein wundervolles und positives Telefonat geführt hatte, ging ich zu Bett und schlief bald ein. Eine Stunde später wachte ich wieder auf und es fühlte sich so an, als würden eisige Hände mich in die Matratze drücken. Immer, wenn ich wieder kurz wegnickte, plagten mich Alpträume, in denen ich vor tausenden von Ratten weglief wie durch Gelee.

Morgens musste ich mich nach der schlaflosen Nacht voller Dämonen wieder krank melden und fühle mich schlecht. Mein Gewissen plagt mich.