KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 023

Mittwochmorgen. Schlechte Nacht gehabt und durch den Durchfall noch immer sehr geschwächt. Daheim geblieben.

Mich beschäftigt sehr eine bestimmte Sache und ich kann erst eine wichtige Entscheidung treffen, wenn ich ganz bei mir bin. Das ist in meinem momentanen Zustand sehr schwierig.

Draußen ist es trüb und dunkel. Ich habe das Gefühl, irgendwie zwischen den Welten zu hängen.

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Nervenglühn. Es treibt mich aus der Wohnung und ich irre ziellos durch die Stadt. Erst in der Bewegung fällt mir auf, dass ich gerade dabei bin, zu depersonalisieren. Mit viel Mühe fokussiere ich mich auf mich selber. Erschöpfung und Unruhe, Unruhe und Erschöpfung.

Immerhin kann ich eine erwachsene und vernünftige Entscheidung treffen: Ich werde mir in der Gruppentherapie nächste Woche Rat holen.

Das beruhigt mich.

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Pause am Rheinufer. Ich bin spontan Richtung Neuenkamp abgebogen, weil ich dort noch nie war. Die Bewegung tut gut, die Bewegung tut besser. 

Einerseits ärgere ich mich, dass ich wieder einen Tag auf der Arbeit ausgefallen bin, andererseits bin ich froh und meine gesunde, erwachsene Entscheidung.

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Es ist schön, wenn man sich etwas, was unglaublich gerne tut, ganz fest vornimmt. Ich zum Beispiel gehe jetzt einmal pro Woche zu Sawadi, dem besten thailändischen Imbiss der Welt.

Versprochen!

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Irgendwann später bin ich in der Nähe der Rheinorange und in mir selbst kehrt Ruhe ein. Ich schreibe eine Dankesmail an meine liebe Brieffreundin, die mir in der o.g. Sache einen guten Rat gegeben hat.

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Donnerstag. Guter Nachtschlaf, trotzdem nicht aus dem Bett gekommen. War auch alles ein bisschen viel in der letzten Zeit. Was soll's? Dann bleibe ich heute einfach mal länger im Büro. Das ist mitunter auch ganz schön.

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Auf der Arbeit verknusel ich mich in eine recht anstrengende Recherche zum Thema Portalverbund der Kommunen. Entweder sind die Texte dazu technisch (womit der Anfragende nichs anfangen kann) oder es ist inhaltsloses Geschwurbel. Mal schauen, was ich da zusammenschustern kann ...

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In der Kantine gab es heute Currywurst mit Pommes. Warum auch nicht?

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Draußen scheint die Sonne und ich sitze noch im Büro. Es wieder wundervoll ruhig. Gedanken kommen, Gedanken gehen, Gedanken fließen. Gefühle fließen. Die Zeit scheint stillzustehen.

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Rheinorange:

Rheinorgange

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Nachgang Fotos aus dem Knüllermarkt:

Knüllermarkt: Farbenhölle

Knüllermarkt: Plastikblumen

Knüllermarkt: Affe 1

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Knüllermarkt: Geschmackvoll!

Knüllermarkt: Romantikhölle

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