KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Montag, 27.07.2020

Eine furchtbare Nacht. Um halb zehn habe ich das Licht ausgemacht, war ruhig und froh und ausgeglichen. Nur der Schlaf wollte und wollte nicht kommen. Stattdessen fing mein Bauch an zu blubbern. Später in der Nacht dann Durchfall. Die erste kurze Schlafphase kam erst um halb fünf morgens. Ich musste mich an meinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub krank melden und das ist mir sehr unangenehm.

Mit der Schlaflosigkeit und dem elenden Gefühl kamen natürlich wieder schlechte und böse Gedanken und auch wieder der Ekel. Immerhin habe ich einen Verdacht, was für meine Schlaflosigkeit zu einem großen Teil verantwortlich ist. Da muss ich mal dran arbeiten.

* * *

Vom frühen Morgen an in kurzen Intervallen (20-30 Minuten) geschlafen und hauptsächlich unangenehme Dinge geträumt: Zum Beispiel träumte mir, dass ich eine Freund besuchen würde, der mit einem Typen in einer WG wohnte. Der Typ war eigentlich ganz nett, leider hatte er so Flöhe oder Wanzen oder so, die in unregelmäßigen Abständen schwarmartig von ihm weg sprangen und in der Wohnung herumkrabbelten. Mein Freund meinte, man solle auf gar keinen Fall irgendwelche Krümel in der Wohnung liegen lassen. Sie würden fast nur auswärts essen. Nach einem solchen Ausbruch der Viecher musste man die Betten in spezielle Desinfektions-Säcke stecken, um sich in der Nacht nicht auch zu infizieren.

* * *

Draußen regnet es ausdauernd und das passt zu meiner momentanen Stimmung. Ich hoffe, die Stimmung von gestern Abend wieder aufbauen zu können, bin aber total platt und zerknirscht.

* * *

Ein bisschen Tagebuch mit dem Füller geschrieben. Dort kommen Dinge hinein, die im Blog nichts zu suchen haben.

* * *

Das Höllenreich der Mitte

* * *

Auf der Vorspeisenplatte fand ich diesen interessanten Artikel über ein Forschungsprojekt, wo man Armen in Afrika 1000 Dollar schenkt und schaut, was passiert. Wäre so etwas nicht die bessere Entwicklungshilfe? Die Ergebnisse sind spannend und erinnern mich an einen Artikel, den ich mal vor längerer Zeit gelesen habe (leider finde ich den nicht mehr). Darin ging es um die positiven Effekte von legaler, gesteuerter Arbeitsmigration nach Frankreich. Das Geld floss nämlich zurück in die armen Familien, die — genau wie im verlinkten Artikel — den Reichtum nicht etwa für kurzfristigen Konsum ausgegeben, sondern investiert haben.

* * *

(Zitat) Ich war bei zwei Fahrradhändern im Umkreis von 1 km, einer davon der selbsternannte Hollandradspezialist, und wollte eine neue Vorderradlampe kaufen und gleich montiert bekommen, die aktuelle ist doch etwas funzelig für mein Sicherheitsbedürfnis. Der erste hatte keine Zeit, der zweite fragte relativ unfreundlich, ob das Rad bei ihnen gekauft worden sei, sie reparierten ausschließlich eigene Räder. Auf meine Antwort, das Rad sei älter als ihr Geschäft, also nein, kam ein pampiges „dann wird es ja höchste Zeit für ein neues.“ Man kann das gern augenzwinkernd sagen, aber bei pampig bin ich raus. Ja gut, dann kaufe ich halt im Internet, wer nicht will, der hat schon. Ich will kein Gejaule des Einzelhandels vor Ort mehr hören. (/Zitat)

Ein Kessel Buntes

Ich hatte in den letzten Tagen recht nette Einzelhandelserlebnisse, aber grundsätzlich hat Kiki recht: Der Einzelhandel sollte sich an die eigene Nase fassen, bevor er über das Internet jammert.

* * *

Sehr geschwächt wegen des Durchfalls und der durchwachten Nacht. Nachmittags mal draußen gewesen und unglaublich geschwitzt. Es für mich zu schwül, zu warm.

* * *

Berliner Flughafen BER: der erste große Test, 3188 Tage nach geplantem Start

Ein sehr netter und launiger Artikel vom großen Test-Tag bei Heise.

* * *

Die Eisenhower-Matrix ist Murks

Ich habe mal unter einen Chef gearbeitet, der sich wohl nach der Eisenhower-Matrix gerichtet hat und kann Vanessa nur bestätigen: Die Mitarbeiter fühle sich nicht ernst genommen und wenn sie nicht so einfach weg können (z.B. weil sie im öffentlichen Dienst sind), dann verfallen sie in eine Schulterzuck-Mentalität (,,Das muss der Chef entscheiden!'').

* * *

Den Abend bis ca. 20 Uhr auf dem Balkon lesend verbracht, dann den Schweiß des Tages abgeduscht und noch bis 21 Uhr im Bett weitergelesen und Tagebuch geführt.