KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Montag, 07.09.2020

Unruhig geschlafen. Bis ca. 1 Uhr nachts immer wieder Unterbrechungen. Trotzdem konnte ich mich einigermaßen erholen. Mir träumte, ich wäre ein Kleriker an einem mittelalterlichen Hof. Eine hohe Adelige kam zur. Die Verlobte des Prinzen — ihre Tochter — war zu ihr gekommen, da sie die Verlobung lösen wolle. Es sei etwas vorgefallen. Mutter also frug mich, ob ich etwas davon wisse. Ich verneinte. Dann meinte die Herrin, sie habe letztens gehört, der Prinz habe mal einen ganzen Tag ohne erkennbaren Anlass seine Rüstung getragen. Ob ich mich daran erinnen könne? Ich überlegte. Dann fiel es mir wieder ein: Ja! An dem Tag, als das Dach der Scheune brannte, trug der Prinz Waffen und Rüstung. In der Erleichterung darüber, dass der Brand schnell hatte gelöscht werden können, hatte ich das fast vergessen!

Ob es einen Zusammenhang gab?

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Mir träumte auch, dass bayerische Truppen gemeinsam mit den Franzosen unter dem Kommando von Kaiser Napoleon Aufständische bekämpften. Der Kaiser persönlich führte seine Truppen an und ich stürmte gemeinsam mit ihm einen Hügel hoch. Der Hügel wurde zu einem Berg und wir kletterten einen schmalen Felsensims entlang. Irgendwann konnten wir nur noch kriechen, so schmal war der Sims. Unter uns erstreckte sich das Lager der Aufständischen. Hoffentlich sahen die uns nicht! Wir konnten nicht vor und nicht zurück. Aufstehen würde eine Entdeckung und tödliche Schüsse zur Folge haben. Also blieben der Kaiser und ich liegen und bewunderten die wundervoll beschilderten Straßen des Lagers: ,,Oststraße'' stand da auf großen Tafeln, ,,Bergweg'' und ,,Weidenstraße''.

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Meine momentane (Baumwoll-)Maske ist doch dick, dass kaum Luft dadurch bekomme. Glücklicherweise habe ich immer OP-Masken dabei, die sind angenehmer.

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6 Tassen-Gerichte, die in wenigen Minuten fertig sind

Muss ich mal ausprobieren!

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Zu Mittag in der Kantine eine erstaunlich schmackhafte Linsensuppe gegessen.

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Müde und zäh zieht sich der Tag. Ein seltsam unangenehmes Gefühl aus der Erinnerung legt sich ab dem frühen Nachmittag um meinen Kopf und ich rede mich fast um Kopf und Kragen. Ein schlechtes Gewissen kommt zusätzlich von unten hoch. Ich wehre den Reflex ab, mir einen Kaffee zu kochen, denn heute morgen meinte es der Kantinier mal wieder zu gut mit mir.

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Die Sache mit den Krabbenbrötchen

(Via Caasn)

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Mehr kopfig sein!

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Bis nach 18 Uhr gearbeitet, da noch ein paar Rechnungen im Rechnungsorder lagen. Auf dem Heimweg ein seltsames, transzendentes Gefühl. Dazu paradoxerweise Sodbrennen aus der Hölle. Da habe ich die Linsensuppe mit Bockwurst wohl doch nicht so gut vertragen …

In der Apotheke im Düsseldorfer Hauptbahnhof habe ich mir dann ein Mittel gegen Sodbrennen gekauft. Die Apothekerin und ich hatten zwei gegensätzliche Interessen: Sie wollte mich gut, ausführlich und professionell beraten — ich hingen wollte DASS DAS SODBRENNEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH AUFHÖRT!! Erschwerend kam hinzu, dass die Dame einen starken osteuropäischen Akzent hatte und durch so eine Entenschnabelmaske sprach. Das Mittel allerdings löschte die Flammen in meinem Magen allerdings mit einem wohltuenden Nebel aus Menthol.

Ich war gerettet.

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Wie wir verlernen, Pause zu machen

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Spät daheim gewesen und einen Anruf aus der alten Heimat bekommen, der mich betroffen, aber auch lachend gemacht hat. Leider kann ich nicht mehr darüber berichten.

Zu spät ins Bett.