Montag, 02.09.2019

04.09.2019 - Lesezeit: 3 Minuten

Die Nacht

Geschlafen wie ein Stein.

Der Morgen

Aufgewacht gegen 5:30 Uhr, noch mal rumgedreht. Gegen acht Uhr gehe ich runter zum Frühstück, obwohl ich keinen Hunger habe. Ich esse eher aus Pflichtgefühl oder auch damit mir später nicht flau wird.

Nach dem Frühstück noch aufs Zimmer und etwas ausgeruht. Dann Sachen zusammengepackt. Die Nervosität steigt und steigt. Dazu kommt bedingt durch die Umgebung ein Gefühl, als wäre ich im Urlaub.

Ich nehme den Bus nach Wildau.

An der TH

Zuerst humpele ich rüber ins Verwaltungsgebäude, um meinen Studentenausweis zu aktualisieren. Dazu muss man den in einen Automaten stecken und dort wird er dann neu bedruckt. Inzwischen ist der Ausweis ganz schön verschmiert. Dann ab in die Mensa an meinen Lieblingsplatz ganz hinen rum. Dort gehe ich noch einmal meine Präsentation durch. Die Zeit dehnt sich. Immer wieder sage ich mir, dass alles gut gehen wird, dass das Kolloquium ja eigentlich nur eine Formsache ist. Trotzdem steigt immer wieder Angst in mir hoch. Angst. Angst. Angst. Dazu eine eigentlich recht schöne Melancholie: Im Gegensatz zu anderen aus unserer Gruppe verbinde ich mit der Hochschule, den Gebäude und den Menschen hier nichts Negatives. Es war ein Privileg, dass ich dieses Studium absolvieren durfte und ich bin stolz darauf, dass ich es bis hier hin geschafft habe.

Am Ende der Campushauptstraße sehe ich die Treppe den Berg hoch. Ich hatte mich eigentlich schon längst von der Vorstellung verabschiedet, dort hinauf zu steigen, aber jetzt überlege ich, ob ich es nicht doch wagen sollte. Mal schauen, was der Rücken nach der Prüfung so sagt.

Auf dem Chip meines Studentenausweises sind noch über 13 Euro gespeichert. Also möchte ich nach dem Kolloquium noch ein paar Dinge in der Mensa holen. Ich könnte mir das Geld zwar auch auszahlen lassen, aber laut FAQ des Studierendenwerkes Potsdam würde dies ,,1-2 Wochen nach der Exmatrikulation durch den Mensaleiter'' erfolgen.
Is' klar!

Die Prüfung

Vorneweg: Ich habe bestanden!
Meine Performance war zwar grottenschlecht, aber ich war auch wohl doch zu schlecht vorbereitet und hatte mittendrin auch einen Blackout. Ich werde wohl nur eine mittlere Note bekommen, aber ich bin einfach nur froh, bestanden zu haben. Nach der Endnote fragt kein Mensch mehr.

Heimfahrt

Auf das Erklimmen des kleinen Berges und das Abschiednehmen von dort oben musste ich wegen Rückenschmerzen verzichten. Dafür bin ich dann wacker zur S-Bahn und bin zum Berliner Hauptbahnhof gefahren. Dort habe ich dann einen IC erwischt und hatte eine schöne Heimfahrt.

Kieselfunk

Bestanden

(aufgenommen am 04.09.2019)

Heute bin ich dankbar für:

Mein Bett