KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Mittwoch, 29.07.2020

Eher mittelgut geschlafen, aber immerhin besser als mittelschlecht. So langsam scheint sich mein Schlaf wieder zu normalisieren.

Mir träumte, ich hätte meinen Geburtstag gefeiert und die Reste der Party am Vormittag darauf im Kühlschrank meiner Eltern gebunkert. Da ging plötzlich die Tür auf und … nein! Nicht Annegret und Hein kamen herein, sondern Freunde und Bekannte meiner Eltern. Es gab ein großes Hallo und sie setzten sich gemeinsam mit meinen Eltern an den großen Tisch im Esszimmer. Bier wurde gereicht und ich bot von den Partyresten an. Besonders die kleinen Fleischhäppchen kamen gut an.

Später feierten wir den Geburtstag meines Vaters mit einem ausladenden Picknick in der freien Natur. Sogar ein Partyservice kam und brachte Essen, Besteck und Geschirr. Zum Schluss waren alle weg bis auf meinen Vater und mich. Wir räumten alles zusammen und trugen alles zum Auto. Nur den abgeschmückten Weihnachtsbaum ließen wir die laaaange Wurm-Raupe zurück, die am Picknickplatz herumwürmelte.

Mein Vater würde mit dem Auto wegfahren und ich würde über den Feldweg zu Fuß zum Elternhaus laufen. Am Montag darauf wollten nämlich mein bester Freund Flöte und ich zur geheimen Vorfeier des Schützenfestes im Restaurant ,,Pisa'', welches im Gewerbegebiet liegen sollte. Über den ,,Schwarzen Weg'' würde man gut dorthin wandern können, meinte mein Vater.

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Aufgestanden um halb sechs. Aufgeregt, weil wir heute einen Referatsausflug in die ,,Zoom Erlebniswelt'' in Gelschenkirchen machen wollten. Ich bin bei so etwas ja immer aufgeregt. Da ich viel auf den Beinen sein würde, habe ich die neuen Treckingschuhe und ,,drunter'' die neue Laufhose angezogen. Die sitzt eng wie eine Radlerhose und verhindert das Wundscheuern meiner dicken Oberschenkel.

Leider war ich gestern zu müde und kaputt, um noch Einkaufen zu gehen. Also musste ich mir meinen Reiseproviant in der Bäckerei holen.

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Auf dem Weg zum Hauptbahnhof sehe ich zwei Industriekletterer, die sich auf ihre Arbeit vorbereiten. Was für eine faszinierende Tätigkeit! Was für Spezialisten! Gerade für jemanden wie mich, der sehr, sehr schwer ist und darüber hinaus auch Angst vor Höhen hat, sind diese Leute für mich wie Superhelden.

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Beim Bäcker belegte Brötchen geholt. Beim Anblick der ,,Corona-Erfassungsbögen'' muss ich daran denken, wie sehr man sich doch Anfang des Jahres über die ,,Bonpflicht'' auch für Kleinbeträge aufgeregt hat? Heute spricht kein Mensch mehr darüber.

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Ärgerlich: Manchmal vergessen die Google-Apps auf meinem Chromebook, dass sie einen Offline-Modus haben. Dann startet z.B. Google Docs nicht mehr. Zum Glück habe ich noch einen Text-Editor auf dem Gerät installiert (der nicht von Google stammt) und kann damit weiter Notizen machen. Wie wird das wohl werden, wenn Google die Chrome-Apps alle abschafft?

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Ich bin mal wieder viel zu früh unterwegs, aufgedudelt wie ein Grundschüler beim Wandertag. Wenigstens brauche ich mir keine Sorgen zu machen, zu spät zu kommen und ich kann mir nachher in Gelsenkirchen Zeit lassen beim Suchen der Straßenbahnhaltestelle.

Ruhig gondele ich durch das morgendliche Ruhrgebiet. Der Zug ist nicht voll und Freude kommt in mir auf, dass wir diesen Tag ja eigentlich geschenkt bekommen, um ihn gemeinsam zu verbringen. Übrigens möchte ich ihm Zoo nachher Pommes essen!!

Unterwegs schalte ich mal kurz das WLAN-Modul des Chromebooks an. Ein WLAN hat die SSID ,,Mazemba''. Ein Hauch von Exotik weht durch die Regionalbahn.

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An der ZOOM-Erlebniswelt überkommt mich noch viel stärker das Gefühl von Klassenfahrt und Wandertag. Um diesem Gefühl die Ehre zu erweisen, statte ich einem nahen Discounter einen Besuch ab und kaufe eine Rolle Schokokekse. Dies gebietet die Tradition.

Nach und nach pilgern kleine Grüppchen vom Parkplatz zum Haupteingang. Meistens sind es Familien, mit schweren Rucksäcken bepackt. Die langsam stärker werdende Sonne holt sich den Tau von der Wiese. Mein Gehirn gaukelt mir den Geruch von Chlor in die Nase. Ich fühle mich wie der erste Gast im Freibad.

Es wird Zeit, zu den anderen zu gehen.

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Der Tag war wunderschön. Zu Beginn war es noch relativ leer und wir konnten ,,Afrika'' erkunden. ,,Alaska'' war schon etwas voller und viele Leute dachten sich, dass dort im hohen Norden Abstandsregeln nicht so wichtig wären. Danach eine längere Pause. Mir taten meine Fußgelenke durch die Überlastung ziemlich weh. Für ,,Asien'' (Orang-Utans!!) hat es aber noch gereicht. Die Stimmung war sehr gut und wir haben uns gut unterhalten. Es ist schön, wenn man seinen Kolleginnen (und auch der Chefin!) mal außerhalb des Dienstes begegnet.

Übrigens ist mir irgendwann eingefallen, warum der Laden ZOOM heißt: Die Tiere haben sehr große Gehege und man muss mitunter ranzoomen, um sie richtig zu sehen.

Die Rückfahrt nach Duisburg verlief schnell und unkompliziert. Der Fußweg vom Hauptbahnhof nach Hause zog sich, denn ich hatte mir trotz der Laufhose drunter einen Wolf gelaufen. Daheim erst einmal ein (alkoholfreies) Weizen und eine Dusche und Bepanthen für den Wolf.

Das Abendessen ließ ich mir vom Chines liefern. Es war gut wie immer. Dann habe ich mit einem lauferfahrenen Freund gechattet. Er hat mir den Tipp gegeben, explizit Laufunterwäsche zu kaufen. Ein Set habe ich mir dann sofort bestellt.

Den Rest des Tages habe ich auf dem Balkon gesessen und habe Fotos von der Kompaktkamera (die Handykamera habe ich kaum benutzt, weil das Note 10+ doch sehr groß ist) sortiert.

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(Zitat) "Schafft eure verdammten Ärsche aus der Scheiß-Kiste. Los, los, los, Beeilung! Ich gebe euch Feuerschutz." Wenn man als Actionfilmfan seine Kinder zur Schule bringt. (/Zitat)

Leise weht der Wind des Todes

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African Queen

Die African Queen

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Seminar für Führungskräfte

Seminar für Führungskräfte (Symbolbild)