Manchmal reicht ein Funke aus

08.07.2019 - Lesezeit: ~1 Minute

Manchmal reicht ein winziger Funke aus und das Feuer der Erinnerung lodert auf:
Ich stehe da im Bahnhof inmitten der hastenden Menschen, inmitten des Lärm der Züge, der Lautsprecher, doch ich sehe nichts, ich höre nichts.

Ich bin in der Vergangenheit.
Ich sehe ihr Gesicht:
Die hohen Wangenknochen.
Der Mund, wie gemacht fürs Lachen und um ihn mit Küssen zu bedecken.
Das lange, wallende, nussbraune Haar und mitten darin die überraschend blauen Augen voller Leben.

Wir sind draußen in der Natur, ein sachter Wind spielt mit ihren Haaren. Ich stupse ihre Nase und sie lacht. Ganz tief sauge ich ihren Geruch ein der mich umgibt: Das Gras, der Duft der Sonne und natürlich die Schöne selber; eine Mischung aus Frau und Apfelshampoo.

Sie lehnt ihren großen, schlanken Körper an mich und ich bin ganz betört von ihr. Ein Moment voller Hoffnung und Verlangen.

Die Erinnerung trage ich in mir. Sie in einem Schatzkästlein inmitten meines Herzens.

Die Erinnerung an einen perfekten Tag in den Schmalzwiesen zu Rottenburg.