KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Freitag, 27.11.2020

Die Nacht

Ich schlief gut und das war erfreulich bei der gestrigen Erschöpfung. Die Träume waren bunt und nicht unangenehm, aber kaum erinnerlich. Es scheint bei mir einen gewissen Zusammenhang zwischen der Qualität des Schlafes und der Traumerinnerung zu geben: Je besser ich schlafe, desto schlechter kann ich mich an meine Träume erinnern. Vielleicht war ich aber auch zu kaputt am Abend zuvor.

Mir träumte irgendwas Fantasy-artig (wie so häufig) und ich habe das Gefühl, dass auch mal wieder so etwas wie eine Handlung dabei war. Fetzen von einer Wohnung mit Terrasse kamen vor und ich bekam Besuch und ich frittierte Hähnchenteile. Später gab es Bier und ganz viele Leute kamen dazu. Jemand brachte eine große Kiste ,,Cola-Schwämme'' mit. Das waren Schwämme, die in Cola getaucht wurden für den Geschmack. Ich ging in einen kleinen orientalischen Imbiss in einem Einkaufszentrum und holte mir nach und nach leckere Gebäckstücke — erst salzig, dann süß. Zum Schluss wollte ich noch etwas von so kleinen, runden und knusprigen Teilchen haben. Der Inhaber hinter der Theke stellte mir die Schüssel vor die Nase und meinte, ich solle erst einmal probieren. Das tat ich und das kleine Teilchen war köstlich und das sagte ich auch. Da freute sich der Mann sichtlich und meinte, pro Stück würde er 50 Cent nehmen. Ich legte die Münze (die ich bereits in der Hand gehabt hatte) auf die Theke und verlangte nach einem weiteren Teilchen. Der Inhaber freute mich so sehr, dass er mir die gesamte Schüssel schenkte. Fröhlich ging ich damit zu einem Stehtisch. Zu mir gesellten sich ein paar junge Mädchen, die auch probieren wollten, aber sie plemperten die ganze Zeit mit Apfelsaftschorle herum.

iPhone

Seit gestern bin ich wieder ein iPhone-User! Allerdings nur dienstlich, denn meine geschätzte Vorgesetzte hat meinen langen und hartnäckigen Widerstand gegen ein Diensthandy in einer schwachen Sekunde rund um meine Beförderung durchbrochen und nun bekam ich es vor der Veranstaltung ausgehändigt. Es handelt sich um ein iPhone SE und ich fremdele ein wenig mit der Oberfläche, was allerdings daran liegt, dass ich ja ein ziemliches Gewohnheitstier bin und nun schon viele, viele Jahre Android nutze (mit dem Nova Launcher).

Wie schwer ich von Gewohnheiten lassen kann, sei mit dieser kleinen Anekdote beschrieben: Zu Beginn der Corona-Krise wurde die Dienstgebäude in der Kantine umgestaltet und die Tablettwagen für das gebrauchte Geschirr wanderten von einem Punkt in der Nähe des Ausgangs an eine andere Stelle. Ich wurde buchstäblich monatelang nach jedem Essen von Kantinenpersonal und Kollegen zurückgepfiffen, weil ich mit dem Tablett in der Hand zum Ausgang strebte.

Ich denke aber trotzdem, das ich mit dem Gerät zurechtkommen, auch wenn ich noch eine ganze Zeit auf den nicht existenten ,,Zurück''-Knopf neben dem Home Button tippen werde. Das iPhone SE ist schön handlich (mein Minitabletsmartphone Samsung Note 10+ ist gefühlt doppelt so groß) und es werden sehr fein E-Mails, Kalendereinträge, Todos und sogar Notizen mit ,,meinem'' Outlook synchronisiert.

Von uns wird übrigens nicht verlangt, außerhalb der Dienstzeit erreichbar zu sein und ich überlege, ob ich nicht einfach zum Arbeitsbeginn der Präsenztage mein privates Handy auf die mobile Dienstnummer umleiten, dieses dann einschließen und nur noch mit dem iPhone in der Bibliothek herumlaufen sollte. Das erscheint praktisch zu sein, denn ich könnte mir so schnell Dinge und Aufgaben direkt elektronisch notieren anstatt den Umweg über einen Notizblock zu nehmen (mein schlechtes Gedächtnis ist legendär).

Es bleibt spannend!

Blogformatierungsgedöns

In der letzten Zeit blogge ich doch wieder mehr (sowohl was die Regelmäßigkeit als auch die Länge der Einträge angeht) und ich möchte thematisch zusammenhängende Absätze gerne auch zusammenfassen und so führe ich mal testweise wieder Zwischenüberschriften ein. Die haben für potentielle Lesefröschlein den Vorteil, dass die Einträge nicht so zerfasert sind und sich Sätze, die sich z.B. mit meiner Arbeit befassen, nicht über den gesamten Eintrag verteilt sich. Mir machen sie es leichter, im Text zu navigieren.

Schreiben tue ich die Einträge übrigens Google Docs und lasse sie dann vom Docs-Addon ,,Docs to Markdown'' derart umwandeln, dass ich sie ins Blog kopieren kann.

Vielleicht integriere ich demnächst auch wieder die Leseliste in die Blogposts.

Linux auf dem Chromebook

Ein Thread auf Reddit brachte mich dazu, es noch einmal mit Linux auf dem neuen Chromebook zu probieren. Die Einstellungsmöglichkeiten dazu waren nämlich da, nur die Installation hatte bisher nicht funktionieren wollen. Ich schaute nach und: Tadaa! Crostini war installiert! Ich startete die Konsole und war so froh über den schwarzen Bildschirm mit dem blinkenden Cursor, dass man wohl meiner Profession (das zweite Studium!) angehören muss, um meine Freude zu verstehen. Thunderbird war rappelschnell installiert und eingerichtet. Auf dem ja recht schmalbrüstigen Chromebook geriert sich mein Lieblingsmailclient zwar ein wenig behäbig, aber alles funktioniert prima. Endlich kann ich unterwegs offline E-Mails lesen und beantworten!

Homeofficetag und Feierabend

Arbeit war wieder reichlich vorhanden und es wurde nicht langweilig. Leider habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte.

Am späten Nachmittag telefonierte ich noch etwas hektisch mit einem alten Freund und dann kam mich auch schon der Thronfolger besuchen. Wir bestellten Pizza. Ich traute mich, mir eine kleine Pizza zu bestellen, denn ich denke, nach der anstrengenden Woche hatte ich mir diesen Luxus verdient. Die Pizza beim Lieblingspizzaboten war wieder sehr gut, nur aß ich viel zu schnell. Immerhin hatte ich den Lerneffekt, dass mich eine ,,kleine'' Pizza genauso satt macht wie eine ,,große'' — nur, dass ich danach nicht vollkommen vollgefressen bin. Gemeinsam schauten wir ein paar Folgen Gotham. Wie viele Staffeln diese Serie wohl hat (ja, ich weiß: Ich könnte nachschauen, aber so ist der Zauber irgendwie größer …)? Es ist auf jeden Fall eine schöne Tradition und die Charaktere haben sich nach und nach immer weiter verändert. Hoffentlich bleibt mein Lieblingscharakter Alfred Pennyworth so nett und sympathisch wie eh und je …

Miniwanderung

Da ich am Abend homeofficebedingt nur ca. 3.000 Schritte auf der Uhr hatte, bin ich gemeinsam mit dem Thronfolger aufgebrochen und habe eine sehr große Runde durch Neudorf und Duissern gedreht. Zwischendurch habe ich dabei mit meinem Vater telefoniert, Podcasts gehört und kurz die Kumpels beim Homekneiping via Videokonferenz besucht. Am Ende war ich bei 16.500 Schritten und gegen 22 Uhr fiel ich vollkommen erschöpft ins Bett.