Donnerstag, 08.08.2019

Die Nacht

Ganz gut geschlafen. Zwar ein- oder zweimal mit pochendem Herzen aufgewacht, aber ich denke, der Schlaf war ok. Nur wieder schlapp und mit müden Beinen aufgestanden. Werde heute dann mal einen Termin beim Doc deswegen machen.

Anonymer Briefkasten

Ach guck: Die ZEIT hat einen anonymen Briefkasten!

Karryk

Hoffe, heute mal wenigstens eine halbe Stunde an Karryk weiter schreiben zu können. Karryk ist übrigens nicht eine neue Maske für etwas wie Maatahabait, sondern der Name des Protagonisten des Romanes, den ich nun begonnen habe, ernsthaft zu schreiben.

Wenn ich mal etwas Material habe, werde ich hier vielleicht ein paar Leseproben posten, aber noch ist es dazu zu früh.

Die Nebenstrecke

Ein Bagger steht an der Nebenstrecke, schlafend. Er hat keine Schaufel an seinem Arm, sondern einen Greifer und der Bagger hat ihn geöffnet und stützt sich auf ihm ab wie auf einer Hand, die Finger geziert gespreizt.

Ich sitze heute mal gegen die Fahrtrichtung und diese Perspektive ist auch nicht schlecht. Mir scheint die Morgensonne ins Gesicht. Es wird nicht mehr lange dauern und ich werde hier in der Dunkelheit sitzen für ein halbes Jahr.

E-Scooter

Gefühlt ganz Deutschland kotet sich ja zur Zeit gepflegt wegen dieser neuen Elektrotretroller ein: Für die einen sind diese Dinger vom Heiland gesandte Hipster-Klimaretter-Geräte und für die anderen sind sie Werkzeuge des Teufels, mit der die apokalyptischen Reiter Jagd auf harmlose Fußgänger machen. Kurz nach der medienumtosten Freigabe der Roller fiel der verblüfften Öffentlichkeit dann auch noch auf, dass es durchaus gefährlich sein kann, wenn Volltrunkene elektrisiert mit 25 km/h durch die Gegend brettern. Ei der daus! Wer hätte das gedacht?

Mich selber treibt bei dem Thema jedoch mehr die Frage um, ob das Geschäftsmodell der Anbieter wirklich aufgeht: Man kackt die Stadt mit (wie ich hörte) rund 1.000 Euro teuren Geräten zu und beschäftigt Leute, welche eben jene Stadt jeden Abend abgrasen, damit die Pferdchen aufgeladen und wieder in Reih und Glied aufgestellt werden können und was passiert, wenn die oben bereits erwähnten Betrunkenen auf die Idee kommen, die Roller in den nächsten Teich oder Fluss werfen? Bleibt die Kommune (oder wem auch immer das Gewässer gehört) auf den Bergungskosten sitzen? Könnte man die Betreiberfirma eigentlich auch haftbar machen, wenn sie die Teile überall hinstellen? Was, wenn die Firmen mal pleite sind? Müssen dann wieder einmal die Kommunen ran (und damit der Steuerzahler), um hier die Folgen eines schlechten Geschäftsmodells auszubügeln?

Der Abend

Abends noch schnell mal rüber zur Mutter meines Sohnes, weil da noch meine Geburtsurkunde im Familienbuch schlummert. Mit ihr noch lange gequatscht. Später dann ein wenig auf dem Balkon gesessen und das laue Wetter genossen.

Kieselfunk

Geburtsurkunde

Heute bin ich dankbar für:

Die Ruhe während der morgendlichen Zugfahrt.