KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Dienstag, 30.06.2020

Gestern Nacht konnte ich wieder nicht Einschlafen. Obwohl ich schön müde war und auch keine schlimmen Gedanken in meinem Kopf herumspukten, wollte der Schlaf nicht kommen. Auch hatte ich wieder Ziegelsteine im Kopfkissen. Will meinen: Irgendwie hat immer etwas genervt. Ein Geräusch oder ein Haar oder eben das Kissen. Sicher habe ich zwischendurch auch mal geschlafen, aber die meiste Zeit war ich wach. Vielleicht sollte ich auch mal so eine Schlafüberwachungsapp ausprobieren.

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Aufgestanden um kurz vor fünf Uhr. Einigermaßen klar gekommen. Das Chromebook und den Alphasmart eingepackt, damit ich sowohl für das Blog als auch am Roman schreiben kann. Keine ideale Lösung, aber ich teste einfach mal alles aus: Der Alphasmart ist ideal für das Schreiben unterwegs und zwischendurch, für den Roman brauche ich mindestens das Chromebook, damit ich den bisher geschriebenen Text dabei habe.

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Die erste richtige Entscheidung des Tages: Jäckchen und Halstuch anziehen, denn es ist doch wenig frischer geworden. Allerdings scheine ich momentan eine unglaubliche Wärme auszustrahlen. Dazu tut noch der Rücken weh. Hängt vielleicht alles zusammen?

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Mir träumte von einem Menschen, der sich gegen einen heldenhaften Gott auflehnte. Er wurde vom Gott gedemütigt: Weil er des Gottes Weib angeschaut hatte, wachte der Mensch eines Morgens auf und war Teil eines Zauns. Später dann eskalierte der Streit und der Gott wollte den Mann ausweiden. Doch der Mann wehrte sich nicht — vielmehr lud er den Gott noch dazu ein. Es stellte sich heraus, dass das alles Teil eines perfiden Plans zur Vernichtung des Gottes war.

Es kamen auch weibliche Schutzgeister der Menschen vor, die ,,Phrygen'' hießen und die Einhaltung der Regeln durch Menschen und Götter überwachten.

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Im Büro fällt mir auf, dass ich meine Bildschirmbrille zu Hause vergessen habe. Dieser Tag wird also besonders anstrengend werden …

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Ein kleiner Trost: Heute bin ich sehr früh auf der Arbeit (06:15 Uhr) und habe Ruhe und Muße und es ist schön ruhig im Dienstgebäude. Der Kaffee dampft und durch das offene Bürofenster strömen frische Luft und das Gurren der Tauben. Der Tag kann beginnen!

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Pläne-Popäne! Eigentlich wollte ich heute Mittag mit dem Chromebook ,,irgendwie raus'' und in der Pause ein bisschen weiter schreiben. Aber dann haben mich meine Kolleginnen gefragt, ob ich nicht meine Mittagspause vorziehen könne (ich mache eh immer recht früh Pause), damit sie mit einem Kollegen zusammen Essen gehen könnten. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und bin um halb zwölf in die Kantine, denn mit so einer Uhr im Kopf möchte ich nicht meine Pause außerhalb des Dienstgebäudes verbringen. Vielleicht schreibe ich dann heute Abend ein wenig, wenn mir noch Kraft dafür bleibt.

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Beim Migrationsprojekt sind wir einen großen Schritt weiter und wir können den Host nun ansprechen (,,Hallo Host! Bis Du öfter hier?''). Komischerweise hat sich das lokale Programm immer wieder geweigert, die Angabe für den Port zu übernehmen und da unser Dienstleister sich auf einen Nicht-Standard-Port kapriziert hat, liefen die Testläufe mit der im Programm eingebauten Testroutine ins Leere (bzw. wurden die Anfragen von der Firewall geblockt). Nun saß ich vor der Anmeldemaske und dachte mir: ,,Wer sagt mir eigentlich, dass die Testroutine wirklich das selbe tut wie das Programm bei der Anmeldung? Vielleicht geht der Hersteller ja davon aus, dass eh die SQL-Standardports verwendet werden?''

Sprach's, tippte die Login-Daten ein und war flugs mit der migrierten Test-Datenbank verbunden!

Zwar möchte angesichts dieses Bugs (die Testroutine testet nicht die Eingaben, sondern etwas anderes …) meine Stirn die Tischplatte malträtieren, aber die Freude über den Erfolg überwiegt (und der Stolz darüber, dass ich den Fehler gefunden habe!).

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Es ist Mittagspause und ich bin müde. Heute müssen wir natürlich noch das Zusammenspiel zwischen Programm und migrierter Datenbank testen und da sind da noch so einige andere Dinge zu erledigen. Trotzdem hoffe ich auf einen frühen Feierabend und auf Schlaf in dieser Nacht. Während am Düsseldorfer Himmel Klumpenwolken am Fernsehturm vorüberziehen, kommt in mir der Verdacht auf, dass die Schlaflosigkeit der letzten Nacht mit einer späten Dusche zusammenhängen könnte. Mich machen Duschen (also die Tätigkeit des Duschens — nicht die Nasszelle an sich) ja eher wach. Vielleicht sollte ich mal die Kombination ,,Abends Lappen — morgens Brause!'' ausprobieren.

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Daheim mit den Eltern telefonierung und versucht, ein Schutzglas auf dem neuen Smartphone anzubringen. Leider stört der Kleber den Fingerabdrucksensor, also muss ich wohl oder übel mit der Displayschutzfolie (nicht: Transportschutzfolie) vorliebnehmen. Eigentlich ist das nicht so meine Art, aber ich fange an, die Tage bis zum 14 tägigen Urlaub runter zu zählen. Noch 8 Tage und der Rest von heute und ich habe einfach mal frei!

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Nun liegen schon ein paar Tage Blog auf dem Alphasmart und ich bin nicht dazu gekommen, sie auf den PC zu übertragen. Vielleicht sollte ich doch lieber wieder das Chromebook für das Bloggen nutzen.

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DISKUSSION: Die Kolumne über Lehrer*innen, die keiner drucken möchte | Bob Blume eine lesenswerte Kolumne, empfohlen von Christian.

Dazu passt auch noch sein Kommentar:

(Zitat) Schon 20 Jahre nach Platzen der ersten dotcom-Blase und vierundzwanzig Jahre nach Beginn der Initiative Schulen ans Netz bekommen Lehrerinnen jetzt einen Computer. (/Zitat)

hbml

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(Zitat) Flesch unterwegs mit der Leiche (/Zitat)

Dieser Satz könnte auch für sich alleine stehen.

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Noch schön auf dem Balkon gesessen.