Dienstag, 08.10.2019

09.10.2019 - Lesezeit: 5 Minuten

Die Nacht

Relativ gut geschlafen. Es dauerte ein bisschen, bis ich ins Traumschlummerland kam, aber dann war der Schlaf ganz gut.

Der Traum

Mir träumte, ich wäre mit dem Clochard Fli und der Verrückten Martha in Paris. Schönes Paris! Stadt der Liebe! Während Fli und ich uns ausruhten, ging Martha los, um die Besitzer der Schnapsläden anzuschreien. Sie mochte es nicht, wenn die Bevölkerung vergiftet würde. Später liefen wir gemeinsam durch die Straßen, denn die beiden wollten mir etwas zeigen. Wir kletterten durch ein Fenster eines großen Backsteingebäudes und dann auf dessen Flachdach. Dort probten Fli und Martha ein Theaterstück ein. Währenddessen öffnete ich ein Dachfenster und stieg ein. Ich betrat ein rustikal eingerichtetes Schlafzimmer. Auf einem Stuhl neben dem Bett lag eine Jägerkluft und wie unter Hypnose ging ich auf den Nachttisch zu. Ich zog die Schublade auf und holte die darin liegende Pistole heraus. Das Magazin war gefüllt und ohne Nachzudenken steckte ich die Waffe ein und kletterte wieder auf das Dach.

Fli und Martha hatten mit ihren Proben aufgehört und schauten über die Brüstung hinweg. Ich gesellte mich zu Ihnen: Man konnte ein gigantisches Fabrikgebäude sehen und darum Stacheldraht, Stacheldraht und noch einmal Stacheldraht. Fli erzählte, diese Fabrik nenne man ,,Die Akademie'' und die Arbeiter dort wären eingesperrt und sie müssten ihr Werk unter Höllenqualen verrichten. Der Besitzer der Fabrik sei durch und durch böse. Ich musste an den Tisch mit der Jägertracht denken und fühlte plötzlich schwer das Gewicht der Pistole in meiner Hosentasche. Dann sah man einen Mann auf das Gebäude zugehen. Er ging gerade, trug weder Jacke noch Hut und seine Augen konnte man selbst von hier oben gut sehen. Er richtete seinen stechenden Blick auf uns und wir warfen uns zu Boden.

Die Revolution hatte begonne. Fli und Martha führten die Menschenmenge an, die Richtung Akademie strömte. Kinder sangen Revolutionslieder und viele hatten einfache Schnapppistolen mit Leuchtstoffmunition dabei. Plakate und Schilder wurden hochgehalten. Ich lief mit im Strom der Menge. Als wir auf dem Platz vor der Akademie ankamen und sich die Tore öffneten und die blassen, ausgemergelten Arbeiter herauskamen und von den Demonstranten in Empfang genommen wurden, schaute ich mich um:
Der Platz hatte nur einen einzigen Zugang und von dort kamen noch mehr Menschen herbei. Das war eine perfekte Falle! Vor meinem geistigen Auge sah ich die Gendarmen die Straße mit einem Maschinengewehr sperren und konnte eine furchtbare Vorstellung nicht mehr wegschieben -- die Vorstellung von Handgranaten, die direkt in die Menge geschleudert würden.

Fli begann auf einer improvisierten Bühne mit einer Rede und ich rannte in Panik weg. Ich rannte durch Straßen, ich rannte durch Gassen. Ich rannte über Wege und ich rannte über Felder.

Mit einem Mal stand ich in einem Wald. Ich musste die Stadt verlassen haben! Mir kam ein Bild in den Sinn:
Ein Mann in Jägertracht, der mit entgegekam. Ein Mann mit stechenden Augen. Ich zog die Pistole aus der Tasche und lud sie durch.

Der Morgen

Aufgewacht um vier Uhr, dann aber noch mal eingeschlafen bis kurz nach sechs Uhr (der Wecker ist als Backup auf sieben Uhr gestellt). Gut rausgekommen aus den Federn und ich konnte mich langsam wieder in mein Morgenritual reingrooven. Diese Woche habe ich noch keine feste Anfangszeit und ich habe bemerkt, dass mich das am Küchentisch ein bisschen verunsichert: Soll ich schon mal los? Soll ich noch was bleiben? Wann käme ich an, wenn ich jetzt losginge? Ich denke, ab morgen werde ich zum einen früher aufstehen und mich wieder Stück für Stück an meine Zeit zwischen vier und fünf Uhr ranzurobben und mir dann auch feste Zeiten für die Fahrt raussuchen.

Der RE19 ist heute ein richtiger Zug! So mit Lok und Waggons und nicht so ein Kleinbus auf Schienen wie sonst. Das ist sehr angenehm, denn die klassischen Waggons bieten eine Menge Platz.

Der Lacher des Tages

Spam von ,,Prof. Schulte''. Betreff: ,,Damit steht er wie ein Brett!''

Aktuelle Lage

In der Institution, in der ich ja seit diesem Jahr arbeite, benutzt man gerne den Begriff ,,Lage'': Referatslage, Abteilungslage, Arbeitslage. Ich finde das prima, immerhin kenne ich mich ja schon sehr gut mit der Rücken- und der Seitenlage aus!

Kieselfunk

Matratzentag 1

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