KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-08-04: Alptraum

Mir träumte, ich würde ziellos durch den Keller des Elternhauses laufen. Dann wollte ich ins Treppenhaus, doch da war die Mieterin und ich wollte nicht, dass sie mich in so einem verwirrten Zustand sieht. Bevor ich mich jedoch wieder in den Keller zurückziehen konnte, sagte sie so etwas wie ,,Morgen'' und ich grüßte zurück. Da kam sie in den Keller und ich versteckte mich hinter Getränkekästen.

Dann musste ich zur Arbeit. Auf dem Weg zum Bahnhof war der Himmel voller Angst. Jeder einzelne Schritt war unglaublich schwer. Der Hauptbahnhof in Düsseldorf war ganz rot. Der Nordtunnel war mit Toren versperrt und man sah nirgends Menschen. War der Bahnhof gesperrt worden? Doch durch den Haupteingang konnte ich hinein. Hier liefen Leute herum und in den Geschäften und Callcentern des Bahnhofes wurde gearbeitet. Die Angst drückte mir die Brust und ich begann zu wimmern. Ich wollte nicht, dass mich Kollegen so sehen, aber ich musste ja zur Arbeit! Also hieß es: Schritt für Schritt, Träne für Träne. Irgendwann hatte ich es durch den Bahnhof geschafft und auf dem Vorplatz traf ich die besondere Kollegin. Sie fragte, was mit mir los sei und ich antwortete: ,,Ich habe Angst!'' -- ,,Wovor denn?'' wunderte sie sich und ich erwiderte: ,,Das weiß ich nicht!''

Dann wollte ich über die Straße und als ich in deren Mitte angelangt war, konnte ich mich nicht mehr bewegen vor Panik. Ich zitterte am ganzen Körper und die Autos fuhren auf mich zu.

(Disclaimer: Auch wenn es für mich mitunter nervlich sehr anstrengend ist, gehe ich gerne zur Arbeit. Ich habe -- wie ich es ja schon häufiger hier geschrieben habe -- sehr liebe Kolleginnen, die mich schon mehr als einmal aufgefangen haben.)

Traumtagebuch 2021-08-02: Wieder in der Schule

Mir träumte mal wieder, ich müsse als Erwachsener für eine gewisse Zeit zurück in die Schule. Da ich allerdings auf Mannschaftsfahrt in einem Hotel war, hatte ich darauf überhaupt keine Lust. Missmutig nahm ich meine schwarze Ledertasche von früher und ging ins Klassenzimmer. Fast alle Plätze waren schon besetzt, also musste ich relativ weit vorne sitzen. Ich hatte keinen Stundenplan und aus Bockigkeit hatte ich keine Bücher eingepackt und bekam es mit der Angst zu tun: Religion in der ersten und Mathe in der zweiten Stunde!

Doch mein Sturkopf war stärker und ich fragte meine Schulkameraden links und rechts neben mir, warum wir denn überhaupt noch als Erwachsene in die Schule müssten. Von links kam die Antwort: ,,Weil man halt muss.'' und von rechts: ,,Weil es eine Frage der Ehre ist!''

Ich war nicht überzeugt.

Traumtagebuch 2021-07-15: Monsterliebe

Mir träumte, ich wäre in einem Hotel unter der Erde und eine wunderschöne Hexe erzählte mir von einem herrlichen See oben an der Oberfläche. Dort wolle sie schwimmen gehen und sie bezirzte mich, sie dazu zu begleiten. Da ich gerade eh meine Monstergestalt hatte, machte ich mich sofort auf den Weg. Mit dem Aufzug fuhr ich ins Erdgeschoß. Dort wartete die wunderschöne Hexe auf mich und sprach mit anderen Hexen. Sie machten sich milde lustig über unsere Verliebtheit.

An der Oberfläche angekommen, ertönten Sirenen und ich bekam es mit der Angst zu tun: Begann der große Krieg? Sollten wir nicht besser wieder unter die Oberfläche? Doch die wunderschöne Hexe meinte, wenn ich mich unter der Erdoberfläche verstecken würde, würde in binnen kürzester Zeit verschwinden. Ein Atomkrieg würde sicher nicht ausbrechen.

Ich beobachtete, wie am Himmel gigantische Luftschiffe in Stellung gingen und hatte so meine Zweifel.

Traumtagebuch 2021-07-02: Die Auffahrt

Mir träumte, ich säße im Auto meines Vaters und wir stünden unten auf der Straße. Es kamen Menschen, viele Menschen, die Auffahrt herunter: Die Fischer-Chöre, Rentner, Kindergartengruppen. Ich wollte jedoch die Auffahrt hinauffahren, doch hatte ich Angst, jemanden anzufahren. Langsam rollte ich die Auffahrt hinauf und sagte laut vernehmlich durch das offene Fenster: ,,Wenn die Leute ein ganz klein wenig zur Seite gehen würden, könnte ich das Auto in die Garage fahren und die alle hätten mehr Platz!''

Leider hätte ich auch noch über den Dachfirst fahren müssen und das war aus baulichen Gründen unmöglich.

Später sortierte ich Postkarten und Fotos. Dabei fand ich heraus, dass mein alter Freund MJ im ,,Was-ist-Was?''-Buch über Pferde als Statist zu sehen war. Er war auf einigen auf alt getrimmten Fotographien als Knecht zu sehen.

Ich war sehr stolz.

Traumtagebuch 2021-07-01: Undichte Waschmaschine und unverständlicher Installateur

Mir träumte, ich wäre mit mehreren Leuten im Urlaub und wir würden uns eine große Ferienwohnung teilen. Ich war alleine in der Wohnung und in der Mitte der Wohnküche war ein Haufen mit allerlei Gerümpel, bestehend aus persönlichen Sachen, Besteck und sonstigen Kram. Ich nutzte die Waschmaschine, um mir Kaffee zu kochen. Das ging ganz einfach: Kaffee oben in das Waschmittelfach, die Maschine auf 90 Grad stellen und schon konnte ich unten in der Trommel Kaffee in meinen großen Thermoschlauch zapfen.

Dummerweise war die Maschine undicht und die ganze Wohnküche stand plötzlich unter Wasser. Da es nicht weichen wollte, suchte ich einen Abfluss und fand eine vergitterte Kachel. Das Gitter war jedoch übermalt worden und deswegen verstopft. Ich brach kurzerhand die Kachel heraus und das Wasser floss schnell ab.

Später kamen die anderen Leute und ich versuchte, das Gerümpel, welches nun um den Abfluss herum verteilt lag, zu sortieren. Dabei fand ich tolle Stifte mit vielen großartigen Zusatzfunktionen. Man erzählte mir, bei einer Bankbesichtigung hätten die Banker ihnen diese Stifte zum Geschenk gemacht.

Ferner träumte mir, ich läge vormittags im Bett und es klingelte an der Tür. Ich stand auf und öffnete sie. Der gesamte Hausflur sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen: Der Putz war von den Wänden und Kabel hingen herab. Überall arbeiteten Handwerker und im Hintergrund trugen Leute Umzugskartons. Ein Mann stand vor mir und redete auch mich in einem für mich vollkommen unverständlichen osteuropäischen Akzent ein. Ich verstand nur etwas von ,,Gastherme''. Die war jedoch schon gewartet worden und der Schornsteinfeger war auch schon dagewesen. Immer wieder bat ich um Wiederholung und entschuldigte mich. Da kam der Chef des Mannes vorbei und nahm mich beseite. Er legte mir die Hand auf die Schulter, was mir ein wenig unangenehm war in diesen Zeiten. Der Chef erklärte, dass man bei der Wartung letztens vergessen hatte, eine Kontrollmessung vorzunehmen und dass man das nun nachholen wolle.

Erleichtert ließ ich den Installateur in mein Badezimmer und legte mich wieder ins Bett.

Traumtagebuch 2021-06-30: Bauarbeiten und Superhelden

Mir träumte, ich wäre bei meinen Eltern und dort gab es im Garten große Umbauarbeiten. Ein LKW mit Bauarbeitern fuhr vor und meine Aufgabe bestand darin, mit einem Eimer Erde von der Terasse durch die Wohnung, das Treppenhaus und den Keller in den Garten zu bringen. Das war nicht so einfach, denn in der Waschküche stand ein Fahrrad. Mein Vater erzählte mir, dass der alte Apfelbaum weg müsse und er wolle sich nun einen ,,Baumentaster'' besorgen. Vielleicht könne man das auch über die Versicherung regeln.

Ich schnappte mir meinen Eimer und lief los.

Weiter träumte mir, ich wäre ein Superheld und ich ging mit anderen Superhelden auf Patrouille. Mit dabei war F., eine Freundin meiner Ex-Frau. Sie konnte sich unsichtbar machen und wollte unentdeckt in einem Park nach dem Rechten sehen.

Meine Superkraft bestand darin, dass ich unglaublich widerstandsfähig und stark war. Ich lief in den Hafen und sah dort schon bald jemand Verdächtigen: Ein Mann belud eine Art Schlauchbootfloß und trug dabei ein Sturmgewehr. Ich stellte den Mann zur Rede und fragte ihn nach seinem Dienstausweis. Vielleicht war er im Auftrag der Regierung unterwegs?

Es stellte sich heraus, dass er es auf einen Mann namens ,,Kovac'' abgesehen hatte und da ich die Situation nicht einschätzen konnte, begleitete ich den Mann auf seinem Floß. Vorher verabschiedete er sich traurig von seinen zwei kleinen Kindern.

Die Fahrt war rasant und wir schubsten viele Schwimmer und Wasserfahrradfahrer beiseite. Irgendwann kamen wir an einer schwimmenden Stadt an, die gerade von einer anderen schwimmenden Stadt angegriffen wurde.

Das war die Erklärung: Atlantis! Der Mann war ein Agent von Atlantis und hatte sich in eine Frau vom Festland verliebt. Doch nun rief ihn die Pflicht zur Verteidigung seiner Heimat und er würde nie mehr zu seinen Liebsten zurückkehren können.

Wir gingen in Stellung und kämpften heldenhaft gegen Kovac und seine Bande.

Später lag ich im Superheldenhauptquartier auf meiner Matratze und erzählte meinen Mitsuperhelden die ganze Geschichte. Einige knuddelten mich zum Dank für meine Taten. Es waren viele unterschiedliche Heldinnen und Helden da: Katzenhafte Wesen, gerüstete Krieger und auch ein Roboter der mir Süßigkeiten schenkte.

Traumtagebuch 2021-06-15: Kampf im Schnee

Mir träumte, ich wäre mit anderen Leuten in einer Schneelandschaft und wir schauten hinaus auf den Horizont, als plötzlich von unserer rechten Seite her der Angriff lief. Soldaten griffen an und links von uns gingen unsere Verteidiger in Stellung. Eine schöne Frau mit langen, braunen Haaren und ich rannten hinter die Stellungen der Verteidiger. Die Frau hatte einen weißen Schneeanzug an und war gut getarnt, ich hingegen wollte hinter einen der Sandsackhaufen in Deckung gehen. Irgendwann wurde klar, dass die Verteidiger auf verlorenem Posten standen. Auf unserer linken Flanke würden sie bald durchbrechen und Leuchtspurmunition zuckte über den dunklen Himmel. Wir liefen nach rechts. Wir waren gerade am Ende der Stellungen angekommen, da umfassten die Angreifer unsere linke Flanke. Es wurde wild geschossen. Einige unserer Soldaten stiegen auf die Ladefläche eines offenen LKWs. Wir fragte, ob wir mitfahren durften und als alle nickten, stiegen wir dazu. Es ging los über einen eisigen Höhenzug, doch dann waren die Soldaten plötzlich alle tot und der LKW fuhr über eine Klippe. Wir sprangen ab und landeten in einem Schwimmbecken. Die schöne Frau hielt sich an mir fest und ich schwamm verzweifelt, denn die Welt hinter uns war ein verschwommener Vorhang. Dort wollten wir nicht hindurch! Irgendwann hielten wir uns am Beckenrand fest und schnauften durch. Doch da sah ich große, grüne Füße unter dem Vorhang hervorlugen!

Traumtagebuch 2021-05-27: Tropfen für den Chinesen

Mir träumte, ich wäre unterwegs in der Welt. Als ich wieder bei meinem Elternhaus ankam, fand dort eine große Challenge statt: Hundert männliche Singles versuchten, so lange wie möglich wach zu bleiben und die letzten zehn bekamen als Preis ein Date. Ich war ein wenig neidisch auf die Sieger. Ich beobachtete einen jungen Mann, der traurig seinem besten Freund dabei zusah, wie er mit einer netten Frau zum Date aufbrach. ,,Viel Spaß Euch im Park!'' rief er und er tat mir leid.

Später war ich in der Küche und es kam wieder dieser junge Chinese herein, der unbedingt etwas von meinen Schlaftropfen haben wollte. Ich suchte händeringend nach einem kleinen Behältnis, um ihm ein wenig abfüllen zu können, doch ich fand nur große Tupperdosen. Eine davon füllte ich mit der China-Suppe, die auf dem Herd stand. Der Chinese sah sehr hungrig aus. Dann überfiel mich das schlechte Gewissen, denn die Weitergabe der Schlaftropfen ist ja verboten. Ich würde mich selber zum Dealer machen!

Hier in der Küche und auch nebenan im Wohnzimmer konnte ich ihm allerdings nichts sagen, denn überall wuselten Leute herum. Ich bat ihn nach draußen auf den Hof, aber dort kamen meine Eltern mit einem rollenden Gestell, auf dessen Spitze ein asiatisches Kleinkind heulte wie ein Wolf. Der Chinese schrie das Kind an und es wurde ruhig. Alle fragten mich nach meinem Befinden und ich fühlte mich bevormundet.