KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Traumtagebuch 2021-10-08: Brautwerbung und Star Trek

Mir träumte, ich wäre zu Besuch im Keller der alten Grundschule in Bösperde. Dort lief ich durch Gewölbegänge vorbei an groben Möbeln und einem Butterfass. Ich staunte, wie groß und labyrinthig hier alles war. Dann betrat ich einen Raum mit einem großen Kamin. Hier saßen Freunde an einem großen Tisch und es waren auch alte Leute da. Ich setzte mich abseits und schämte mich ein wenig dafür, dass ich außer meinem großen, grünen Bademantel nichts anhatte.

Jemand brachte einen Zettel und verkündete, dies wäre das Angebot eines Freiers für die Braut. Der Vater der Braut nahm den Zettel und da kam auch schon seine Tochter. Sie zupfte ihrem Vater den Wisch aus der Hand und las ihn. Dann schimpfte sie auf plattdeutsch. Ich konnte verstehen, dass sie mit dem Angebot überhaupt nicht einverstanden war. Alles viel zu wenig! Sie machte sich über ihren Freier lustig und die alten Leute lachten. Ich stand auf und ging hinaus. Weil sich der Gürtel meines Bademantels löste, schämte ich mich noch mehr.

Später träumte mir noch, ich wäre im elterlichen Garten. Der Hof des Nachbarhauses war mit Mais bewachsen. Ich hielt ein Phasergewehr in meinen Händen. Captain Picard versteckte sich im Maisfeld und einige Kameraden gingen links von mir in Stellung. Dann wurden wir beschossen. Ich hatte kein freies Schußfeld und stürmte vor. Auf dem Hof und suchte Deckung hinter einem Fahrrad. Jetzt konnte ich die Angreifer sehen, die um die Hausecke schossen. Der Captain und meine Kameraden landeten ein paar Treffer und auch ich konnte mehrere Gegner ausschalten. Natürlich waren unsere Phaser auf Betäubung eingestellt und so konnten wir die Leute gefangennehmen. Es handelte sich um Männer und Frauen, die mit Phasern bewaffnet waren und die Rollkoffer hinter sich herzogen. Ich befahl ihnen, die Waffen niederzulegen und um meine Drohung zu untermauern, stellte ich meinen Phaser auf Zerstörung und vernichtete einen Mülleinmer auf dem Hof. Das half und so konnte ich die Gefangenen abführen.

Minne

Er schlich durch den nächtlichen Garten, die Laute wie eine Waffe im Anschlag. Die Stellen trockenen Grases auf dem weitläufigen Rasen mied er und nutzte lieber die Schatten der wundervoll symmetrisch geschnittenen Büsche.

Für seinen kolossalen Bauch konnte ich Sir Samuel Mirgrat erstaunlich elegant bewegen, dennoch stand ihm der Schweiß auf der Stirn. Dies lag aber nur zum Teil an der anstrengenden Kletterpartie über den hohen Zaun aus gusseisernen, bewehrten Stangen, sondern hauptsächlich an seiner Nervosität. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und ein Gedanke stand in Flammenschrift von innen an seine Stirne geschrieben: ,,Bald! Bald! Bald würde er Gewissheit haben!''

Dieser Gedanke verblasste lediglich vor ihrem Bild, das alles überstrahlte. Sie! Die Wunderschöne! Die Perfekte! Die Herrliche! Eine Göttin, wie sie selbst Michelangelo nicht schöner hätte formen können!

Ein Steinchen im Rasen riss Sir Mirgrat aus seinen Träumereien, indem er den dicken Mann über sich stolpern ließ. Samuel unterdrückte ein Fluchen. Er musste sich jetzt anstrengen! Sich zusammenreißen! Nur dann hätte er einen Chance, das Herz von Lady Eusebia Gottwacht für sich zu gewinnen.

Endlich war er an der Wand des Herrenhauses angekommen, in dem der Vater der Angebeteten seine Tochter gefangen hielt. Samuel war fast am Ziel. Er holte die vorher sorgsam gesammelten Steinchen aus der Tasche seines Wamses und warf sie vorsichtig an das Fenster, das ungefähr zwei Meter über ihm dunkel gähnte.

,,Klick! Klick!'' machten die Steinchen, als sie gegen die geschlossenen Fensterläden prallten und wieder zu Boden fielen. Klug wie er war, hatte Samuel extra helle Steine gesammelt, damit er sie auch im Dunkeln gut wieder auflesen würde können. Dies musste er auch mehrmals tun, doch irgendwann wurde seine Geduld belohnt: Die Läden öffneten sich und eine weiß gekleidete, große und schlanke Gestalt erschien im Fensterrahmen.

Sie war es! Sie trug ihr langes, braunes Haar offen und der Mond beschien ihr edles Antlitz mit dieser wundervollen, leicht nach oben gebogenen Nase. Selbst von hier unten konnte Samuel ihre Augen blitzen sehen. Ihre vollen Lippen öffneten sich zu einem Lächeln und ein leichter, köstlicher Überbiss war zu sehen.

Sir Mirgrat griff nach der Laute. Seine Hände zitterten, als er zu spielen begann. Die ersten Akkorde waren vielleicht ein wenig unelegant, doch dann begann die Musik durch ihn hindurchzufließen und sein Spiel wurde sicherer.

Samuel spitzte die Lippen und holte tief Luft.

Leider kam kein Ton aus seinem Mund, denn in diesem Moment krachte etwas auf seinen Kopf. Flüssigkeit spritzte über ihn. Scherben klirrten. Der Nachttopf brach und auch sein Herz.

Verdattert stand Samuel da im Garten vor dem Fenster der Angebeteten, der Makellosen. Von oben perlte glockenhelles Gelächter auf ihn nieder, ganz wie der übelriechende Urin, der über seine Gesicht und seine Schulter lief.

Samuel ließ die Laute fallen. Dann drehte er sich um und verschwand in die Nacht.

Es war ein Traum gewesen. Nur ein Traum und nun war Sir Mirgrat erwacht.

Traumtagebuch 2021-09-19: Nena lebt!

Mir träumte, ich würde an einer Art Fortbildung in einer Bibliothek teilnehmen. In der Mitte des Raumes war eine Küche aufgebaut und ich wollte dort Möhren kochen. Die anderen Teilnehmer aber störten mich und so ging ich hinter die Ausleihtheke. Dort lag überall schmutzige Wäsche, was mich ärgerte.

Dann eine Eilmeldung auf meinem Diensthandy: Nena ist tot! Ich wollte die URL der Meldung sofort auf mein privates Handy weiterleiten, es gab im iPhone jedoch keine Funktion zum Teilen von Internetadressen. Wütend lief ich zu den Kollegen, um von der Nachricht zu berichten und um Rat zu fragen. Eine Kollegin war sehr betroffen, ein Kollege meinte: ,,Die hatte aber auch komische Ansichten!''

Die betroffene Kollegin fragte mich, ob sie nachher mal in mein Büro könne, um in Ruhe zu trauern und ich erlaubte Ihr das natürlich.

Wir standen zu mehreren um mein iPhone herum und ich beschwerte mich über Apple.

Heute morgen habe ich sofort gegoogelt und Nena lebt natürlich noch ...

Traumtagebuch 2021-09-17: Tanten, russische Mütter und Ritter Olaf

Mir träumte, ich würde zum Nachbarhaus rüber gehen, weil ich etwas in Ruhe zu erledigen hatte. Dort wohnten unglaublich viele alten Tanten: Tante Sophie, Tante Klara, Tante Hermine, Tante Loretta und Tante Edith.

Bis auf Tante Edith saßen alle im großen Wohnzimmer rund um den Tisch und schimpften über ,,Winkeladvokaten''. Tante Edith führte mich in einen kleinen Raum mit einem Schreibtisch und sorgte sich darüber, dass mir mein Chef wieder zu viel Arbeit aufbürden würde. Ich beruhigte sie und sagte, es handele sich um eine private Angelegenheit. Ungefragt erzählte Tante Edith davon, wie sie bei ihrer ersten Stelle aus Hausmädchen seinerzeit den ersten Stromausfall erlebt habe.

Später wollte ich noch einmal rüber zu den Tanten, war mir aber unsicher, ob ich nicht träumen und nachher beim Nachbarn einfach so ins Haus eindringen würde. Auf dem Klo sah ich mich im Spiegel gleich zweimal und machte mir Sorgen.

Ferner träumte mir, ich sei ein Russe und meine russische Mutter (die keinerlei Ähnlichkeit mit meiner tatsächlichen Mutter hatte) war schwer an Darmkrebs erkrankt.

Ich verfolgte wütend einen bösen Mann durch die Straßen. Irgendwann holte ich ihn ein und warf ihn zu Boden. Ich entdeckte bei mir die Fähigkeit, in die Gedanken anderer Menschen einzudringen und zwang den Mann, mit dem Kopf gegen eine Wand zu schlagen -- so wütend war ich!

Danach torkelte der Mann ein Stück weiter und explodierte. Meine Traum-Mutter filmte das und stellte den Clip mit einem Kommentar ins Internet.

Ich ging in die Schule und suchte meinen Klassenraum. Überall fand ich versteckte Kameras und die Menschen flohen. Sollte meine Traum-Mutter einen Bombenanschlag planen, um auch diesen ins Internet zu streamen?

Ich lief davon.

Ferner träumte mir, ich wäre ein Magier in einem Computerspiel. Um mir die lästigen Feinde vom Leibe zu halten, bestellte ich mir einen Ritter mit Namen ,,Olaf'' als Beschützer. Ich bedankte mich brav beim Programmierer des Spiels und lobte sein Werk in den höchsten Tönen.

Dann verfolgten wir einen Kobold-Schamanen durch ein Höhlenlabyrinth. Immer wieder schloss er Türen vor uns. Ich öffnete sie immer einen Schlitz und sandte einen Feuerstrahl hindurch. Dann stürmte ich mit dem gezogenen Schwert vor mir in den Raum.

Nekropolis

Dieser Text vom Kiezschreiber hat mich an diesen alten Text von mir erinnert und da ich ihn wohl noch nie verbloggt habe, hole ich dies hier mal nach.

Wie gesagt: Der Text ist schon ein wenig älter...

Auf dem Fluss

Dank der Strömung kamen sie gut voran. Die Landschaft zog an ihrem Boot vorbei und der kleine John konnte sie sich bequem anschauen: Große, graue Findlinge lagen am Ufer herum und die Bäume waren hier klein und verkrüppelt. Selbst das Gras, das auf dem steinigen Boden wuchs, war ganz gelb. Erst an den Hängen etwas weiter weg wurden die Bäume größer und grüner. Kiefern und Tannen waren es hauptsächlich, dazwischen ein paar junge Eichen.

Die Luft war frisch und klar, sie waren auf Reisen - es war herrlich!

Er schaute zu seiner älteren Schwester auf, die neben im saß. Catherine war jetzt zwölf Jahre alt und seine Tante würde schon bald eine richtige Dame aus ihr machen. Ein bisschen wie eine Dame sah sie jetzt schon aus mit ihren langen braunen Haaren und den kleinen Sommersprossen in ihrem Gesicht. Ihre Ähnlichkeit mit Mutter versetzte ihm einen kleinen Stich und wieder spürte er die Tränen in sich aufsteigen. Aber diesmal weinte er nicht. Nicht wie bei ihrem Abschied, als Mutter ihn noch einmal in den Arm genommen hatte. John hatte dabei Heulen müssen und alle hatten verlegen weggeguckt. Jetzt aber blieb er tapfer und blickte nach vorne seinem älteren Bruder William in den rasierten Nacken. William würde als Knappe in Diensten ihres Onkels treten und beim nächsten Wiedersehen mit seinem Bruder würde dessen Haar sicher schon über die Schultern reichen. William würde dann fast ein Mann sein und er, John, auf dem Wege zum Knappen.

Der Nacken von William wurde John schnell langweilig, die Landschaft um sie herum war ebenfalls langweilig und so studierte er auch die anderen Mitglieder ihrer Gruppe: Da waren die beiden Hauskerle ihres Vaters, der mürrische alte Tibbs mit seinen dünnen, weißen Haaren und der Axt im Gürtel und der dicke Quentin mit seinem zufriedenen Grinsen. Auf seinen Oberschenkeln lag eine Keule. Langsam wandte sich John zum Heck des Bootes um. Dort saß am Steuer Harold, der Bogenschütze. Er war ein drahtiger, starker Söldner, der seinen Bogen immer griffbereit hatte. Vor ihm jedoch, direkt hinter John und seiner Schwester saß der schwarze Mann.

Dieser Ritter trug immer schwarze Gewänder und sein Gesicht, sein Hals und sein kahler Schädel waren voller Narben. Die Narben fanden sich sogar auf seinen Händen. Zu Hause munkelten die Dienstboten und Hauskerle, dass sein ganzer Körper über und über mit Narben bedeckt sei und dass die vielen weißen Linien magische Symbole bildeten. Bannzeichen. Schutzzeichen. Er sprach so gut wie nie ein Wort, so selten, dass ihn manche den „stummen Diener“ nannten.

Der schwarze Mann war vor einigen Jahren in Vaters Dienste getreten. John war da noch sehr klein gewesen. Alle hatten sich vor dem schwarzen Mann gefürchtet, erst recht, nachdem er in der Schlacht gegen die Hemming an der Seite von Vater gekämpft hatte. Die Hauskerle flüsterten am Feuer in der Halle vom Kampf des schwarzen Mannes, wie sein graues Schwert die Feinde reihenweise niedergemäht hatte und dass er ausgesehen habe wie einer der alten Schlachtengötter, über und über mit dem Blut der Hemmings bedeckt.

Nur der kleine John hatte keine Angst vor dem schwarzen Mann gehabt. Ihm war schon als kleines Kind eingefallen, dass es doch ganz natürlich sein musste, wenn so ein Mann so düster guckte und fast nie sprach. Ihm taten doch bestimmt die vielen Narben weh!

Auch John hatte Schmerzen, denn die Ruderbank, auf der er saß, war hart und schmal, selbst für einen kleinen Hintern wie er einen hatte. Aber John blieb tapfer und verzog nicht das Gesicht. Er rutschte nur ein wenig hin und her.

Heute Abend würden sie bei der Totenstadt ankommen und dort würden sie ihren Onkel treffen. William und Catherine würden mit ihm mitgehen, während die Hauskerle flussaufwärts nach Hause fahren würden.

John und der schwarze Mann aber würden weiterreisen bis ins Hochland. Dort würden beide in den Dienst von Lord Laren treten.

Aber erst die Totenstadt! John wurde ganz mulmig bei dem Gedanken daran. Angeblich wohnten in dieser Stadt wirklich nur tote Menschen. Das Volk der Hymren hatte diese Stadt gebaut und noch immer brachten ihre goldenen Barken ihre Verstorbenen dorthin. Die Alten erzählten, dass die Toten in der Stadt durch die Straßen liefen und in Häusern wohnten so als ob sie noch lebten. John schüttelte den Kopf, um diese Gedanken zu vertreiben. Er durfte keine Angst haben! Er wollte doch mal ein Ritter werden - und Ritter hatten vor nichts und niemandem Angst!

„Zappele nicht so herum!“ sagte da seine Schwester zu ihm „Wir sind ja bald da.“

John riss sich zusammen und konzentrierte sich wieder auf Williams Nacken.

Der Fluss glitt dahin.

In der Stadt

Sie legten am späten Nachmittag im kleinen Hafen der Totenstadt an, wo ihr Onkel sie mit seinen Leuten bereits erwartete. Ein paar Sang, das Dienervolk der Hymren, halfen ihnen beim Festmachen des Bootes und trugen ihr Gepäck von Bord, argwöhnisch von allen beobachtet. Sang gelten als diebisch und faul. Onkel half Catherine beim Austeigen und nahm sie, William und John in den Arm. Er war ein herzlicher Mann. Ob Lord Laren auch so freundlich sein würde?

Der Onkel war nur wenig größer als William und der hatte einen kräftigen Rumpf, der auf zu kurzen Beinen saß. In seinem roten Gesicht prangte ein großer Schnäuzer, schon grau - ganz im Gegensatz zu seinem blonden, struppigen Haupthaar.

Während William dem Onkel erzählte, was er als Page alles erlebt hatte, bestaunte John die Totenstadt. Obwohl der Hafen mit seinen kleinen Gebäuden durch eine hohe Mauer von der Stadt abgetrennt war, konnte man dahinter die Dächer großer Häuser erkennen. Auch einige Türme stießen in den Himmel. John staunte, denn diese Türme waren größer als die ihrer Burg zu Hause!

Auf dem Kai war ausser ihnen, Onkels Hauskerlen und einigen Sang niemand zu sehen. Es war auch seltsam still, bis auf Williams Geplapper gab es kaum einen Laut.

Dann kam der Abschied.

William und John umarmten sich, Catherine küsste ihn auf die Stirn. Gerne wäre er mit ihnen mit zu Onkels Burg gegangen und hätte die Tante und die Vettern und Cousinen besucht, aber der schwarze Mann meinte nur, Vater hätte eindeutige Anweisungen gegeben. Einen Lord Laren ließe man nicht warten. Der Onkel sprach noch kurz und leise mit dem schwarzen Mann, John konnte nicht verstehen, was. Ihm fiel aber auf, dass der Onkel den Ritter nicht ein einziges Mal ansah.

Dann nickte der Onkel plötzlich, trat auf John zu und auch er schloss seinen Neffen in die Arme.

John sah seinen Geschwistern beim Aufbruch zu: Der Onkel ritt am der Spitze des Zuges, gefolgt von William und Catherine. Sein Bruder war sichtlich stolz, seine Schwester saß ruhig und würdevoll auf ihrem Pferd. Sie war die Einzige, die sich später noch einmal zu ihm umdrehte. Die Hauskerle des Onkels bildeten mit dem Gepäck die Nachhut.

John blickte ihnen hinterher, bis sie nur noch ein Punkt am Horizont waren.

Nun verabschiedeten sich auch Tibbs, Quentin und Harold von ihnen. Die drei wollten bis zum Einbruch der Dunkelheit so weit wie möglich von der Totenstadt entfernt sein, also legten sie sich in die Riemen und paddelten gegen die Strömung an.

„Wir müssen weiter.“ sagte da plötzlich jemand hinter ihm. John zuckte zusammen. Der schwarze Mann! Ihn hatte er ganz vergessen!

John wandte sich um. Der Ritter musterte ihn mit seinem kalten, unergründlichen Blick. John fiel auf, dass die Augen des Mannes noch schwärzer waren als seine Kleidung. Wie schwarze Steine in denen sich die Flammen eines hellen Feuers spiegelt.

John ging zu seinem Beutel und hob ihn auf. Warum weiß ich eigentlich nicht seinen Namen? Dachte John während er den Trageriemen über seine Schulter schob und er stellte die Frage einfach:

„Sag mir, warum weiß ich Deinen Namen nicht? Wie heißt Du?“

Obwohl seine Frage ja ganz natürlich und auch nicht unhöflich war, fühlte sich John, als habe er etwas Unanständiges getan. Der schwarze Mann schwieg einen furchtbar langen Moment, dann sagte er in seiner leisen, knurrigen Stimme:

„Hegin.“

John nickte.

Der schwarze Mann ging los und John lief ihm hinterher.

Hegin. Ein seltsamer Name! Ob der schwarze Mann aus dem Norden kam? Dort hießen die Leute so komisch. Es würde auch dazu passen, dass der schwarze Mann so groß war. John dachte auch an die Geschichten vom geheimnisvollen Thule, von den Kriegern aus dem Norden, und von den Schlachten, die die Ritter des Reiches gegen sie geschlagen hatten. Er träumte von den schlanken Drachenschiffen und dem Blut, dass die Ebenen der Marschen getränkt hatte.

Da riss ein lautes Geräusch John aus seinen Tagträumen und er sah auf.

Vor ihnen war ein großes Tor in der Mauer aufgetaucht. Es war mit Kupfer beschlagen und das Metall war so glatt poliert, dass es wie Gold in der Sonne funkelte. Seine Flügel schwangen mit einem lauten Knarren auf. Hegin schritt einfach hindurch und John folgte ihm. Es war niemand zu sehen.

Die Häuser, die sie passierten, waren einfache, kleine Steinhäuser, fast so, wie man bei John zu Hause auch baute. Nur hatte hier jedes Gebäude große Glasfenster.

Hier wohnten also die Toten der Hymren!

Ob die Leichen in den Häusern wie in einer Gruft aufgebahrt lagen? Oder waren sie dort gestapelt? Wurde eigentlich jeder Hymren hier bestattet? Dann müssten hier ja viele, viele hundert, vielleicht sogar tausend Tote in den Häusern sein!

John fröstelte.

Pötzlich blieb Hegin stehen.

„Hab keine Angst,“ sagte er und selbst seine leise grollende Stimme kam John in dieser toten Stadt so laut vor wie ein Donner. „Solange Du in meiner Nähe bleibst, kann Dir nichts passieren - und vergiss eines nicht:

Wir wollen sie nicht stören!“

John wagte nicht, etwas zu sagen, also nickte er und es ging weiter.

Nach einer Weile bemerkte John, dass die Häuser auf der rechten Straßenseite einfacher und klobiger wurden und sie hatten auch keine Glasfenster mehr. Es roch nach Essen.

Einen Moment lang drängte sich das Bild von bleichen, kalten Gestalten an Pfannen und Kochtöpfen in Johns Kopf, doch diesen Gedanken schob er schnell beiseite.

Vor einem dieser Häuser trafen sie auf eine Gruppe Männer. Es waren Sang. Einige von ihnen standen auf der Straße herum, andere hockten auf dem Pflaster und hatten Flaschen neben sich stehen. Sie waren offensichtlich betrunken.

Drei der Männer gingen auf sie zu und starrten sie feindselig an. Sie hatten alle pechschwarzes Haar und ebenso scharze, stoppelige Bärte. Ihre Augen waren dunkel und auf den Köpfen trugen sie diese lustige, braune Mütze, die alle Sang trugen. Doch die Männer hier waren überhaupt nicht lustig. Der vorderste der Sang steckte die Daumen in seinen Gürtel und seine Augen glitzerten böse.

John wich unwillkürlich auf die linke Straßenseite aus, nur Hegin stapfte völlig unbeeindruckt weiter. Er legte die linke Hand an den Knauf seines Schwertes und da wichen die Sang wieder zurück. John ging einen Schritt schneller.

John war jetzt ganz nah an einem der Fenster und sah in das Haus hinein.

Da drinnen war eine gut eingerichtete, kleine Stube. Sie wurde von einem großen Kamin beherrscht. Auf dem Sims standen Kerzenständer und kleine Figuren aus Silber. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch mit einer Art Krug darauf, darin war ein Strauß aus frischen Schnittblumen. Die Wände sahen aus, als hätte man dort bemalte Stoffe aufgehängt. Auf einem roten Diwan (John hatte noch nie einen Diwan gesehen, aber das musste einer sein, so weich sah er aus) saß, in eine dunkelbraune Hose und eine ebenso dunkelbraune Jacke gekleidet, eine Leiche.

Der Tote war ganz dünn und ausgemergelt, das Gesicht kaum noch zu erkennen. Die Haut der Leiche war getrocknet und die Lippen hatten sich zurückgezogen, so dass es aussah, als würde der Tote die Zähne fletschen. Auf dem Kopf trug er keine Kopfbedeckung, nur dünne Strähnen aus grauem Haar waren da, sorgsam gekämmt.

Aber das alles bemerkte John nicht wirklich, denn da war etwas, was ihn schlagartig erstarren ließ.

Die Augen.

Sie sahen ihn an.

Die Augen des Toten waren nicht verfallen oder ausgetrocknet, kein trüber Film bedeckte sie. Nein. Sie waren ganz hell und klar.

Und sahen ihn an.

John konnte nicht anders als zurückzuschauen. Er fühlte, wie ihm kalter Schweiß den Rücken herunterlief.

Sein Herz setzte einen Schlag aus, als ihn plötzlich jemand an der Schulter berührte.

„Wir wollen sie nicht stören!“ zischte Hegin und John riss sich von dem Anblick los. Hegin sagte nichts und ging einfach weiter. John folgte ihm.

Den Rest des Weges sah er nicht vom Boden auf.

Die Nacht

Die Herberge war ein wuchtiges Gebäude, errichtet aus dicken, grauen Steinen. Die Fenster hatten stabile Läden und waren so hoch über dem Boden, dass John nicht hineinsehen konnte. Die Schwelle zur schweren Tür aus Eichenholz befand sich auf der Höhe von Johns Brust und man musste über eine breite Holzleiter ins Innere klettern.

John gefiel das ganz gar nicht, denn er kannte diese Bauweise von zu Hause:

So baute man, wenn man sich vor Feinden schützen musste.

Drinnen mussten sie noch an zwei Sang vorbei, die in einer kleinen Stube mit dicken Knüppeln Wache hielten. Dann kamen sie in einen langen Flur, dessen linke Wand die Seite einer hohen Treppe war. Hier begrüßte sie die Wirtin. Sie war ebenfalls eine Sang - die erste Frau, die John hier zu Gesicht bekam - und sie war klein und rund und freundlich. Vor Hegin verneigte sie sich respektvoll, aber John streichelte sie voller Freude den Kopf und die Wangen. Erst wunderte sich John, warum die Frau so entzückt von ihm war, aber dann fiel ihm ein, dass es hier vielleicht nur weniger oder gar keine Kinder gab.

Hegin sprach nur kurz mit der Wirtin in der klangvollen, aber für John völlig unverständlichen Sang-Sprache und ging dann ohne zu Zögern die Treppe hinauf. Er schien sich hier auszukennen.

Ihr Zimmer war einfach, aber komfortabel eingerichtet, in den zwei Betten lag halbwegs frisches Stroh und John konnte auch kein Ungeziefer darin entdecken. Es gab ausserdem noch einen einfachen Tisch und zwei Stühle, aus dem gleichen Holz gezimmert, wie der gesamte Raum. Teppiche oder Wandbehänge gab es nicht. Trotzdem gab es hier etwas, was John faszinierte:

Das Fenster.

Es war aus Glas!

Wie ganz feines Eis hing es in seinem Rahmen und John fuhr mit den Fingern seine glatte Oberfläche entlang. Durch es hindurch konnte man die Straße sehen und das Haus gegenüber. Es handelte sich um einen ebenso schmucklosen, groben Bau wie ihre Herberge - nur waren seine Fenster noch kleiner als hier und die Eingangstüre war größer. John fiel auf, dass jetzt ein paar Sang-Männer davor herumlungerten.

Noch bevor er Hegin danach fragen konnte, klopfte es an der Tür und die Wirtin brachte das Abendessen.

Sie stellte ein Tablett mit dampfenden Schalen auf den Tisch, tätschelte Johns Wange und ging dann nach ein paar Verbeugungen wieder hinaus. Das Essen bestand aus Dingen, die John in seinem Leben noch nie gesehen hatte:

Warme Teigröllchen, gefüllt mit Gemüse und deftig gewürzt, Lange, weiche Fäden, von denen Hegin behauptete, man würde sie aus Mehl herstellen. Dazu Möhren und Zwiebeln in einer würzigen Tunke.

Es schmeckte wunderbar! John langte tüchtig zu. Da Hegin nur wenig aß, bekam John auch dessen Anteil. Bald darauf sank er mit vollem Bauch in sein Bett. Hegin hingegen hatte sein Schwert abgeschnallt und vor sich auf den Tisch gelegt. „Schlaf ruhig,“ sagte er und seine Stimme hatte mit einem Mal einen beruhigenden, warmen Klang, „ich werde solange wachen.“

John versank in einen tiefen Schlaf. In seinen Träumen fuhren gelbe, tote Sang mit Booten den Fluß hinauf. Die Boote sahen aus wie Teigröllchen und waren mit Gemüse gefüllt.

Ein lauter Schrei weckte John auf. Es war dunkel, nur durch das Fenster drang fahles Licht. Direkt neben dem Fenster stand Hegin. Sein Schwert steckte in der Scheide und er hielt es in seiner Linken. Von der Straße drang Lärm zu ihnen hinauf. Was war los? Waren die Toten auferstanden? Plötzlich war John hellwach und kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Vor seinem inneren Auge sah er eine Armee von Leichnamen durch die Straßen ziehen, die Gesichter zu einem ewigen Grinsen verzogen …

„Keine Angst,“ sagte da Hegin vom Fenster her, ohne ihn anzusehen „Du bist in Sicherheit.“ John wollte aufstehen, doch Hegin bedeutete ihm mit einer Handbewegung, liegen zu bleiben. In diesem seltsamen Licht hier sah der Ritter aus wie eine alte Statue.

Endlich traute sich John zu fragen:

„Was ist los?“ flüsterte er.

Hegin atmete hörbar ein. „Die Männer der Sang,“ erklärte er leise „sind nicht besonders diszipliniert. Sie trinken gerne und dann vergessen manchmal welche von ihnen, vor Mitternacht in einer Unterkunft zu sein. Irgendwann ist es dann zu spät und die Türen sind verschlossen.“

John stellten sich die Nackenhaare auf. Was geschah denn, wenn man um Mitternacht noch draußen war? Johns Körper verkrampfte sich, er traute sich nicht, sich zu bewegen. In ihm tauchten wieder die Bilder der Toten auf, wie sie in ihren Häusern aufstanden, mit wackelndem Schritt auf die Straßen gingen, auf der Jagd nach allem, was lebte.

Der Lärm ebbte ab. Als es wieder ganz still war, drehte Hegin seinen Kopf und sah ihn an. Dann kam er zu ihm herüber und legte ihm die rechte Hand auf die Stirn. Sie war rau, warm und trocken. Hegin sprach ein Wort, das John nicht verstand und dann schlief der Junge sofort wieder ein.

Als John am nächsten Morgen erwachte, war Hegin schon auf und hatte bereits gepackt. Die Sonne schien fröhlich zum Fenster hinein. John hatte tief und traumlos geschlafen. Er hatte nicht einmal mitbekommen, dass das Frühstück hereingebracht worde war!

Es gab runde Bällchen aus gekochtem Getreide. Sie waren kalt und es gab diesmal keine Tunke dazu. Trotzdem war John hungrig und aß mit Appetit, bis er aus dem Fenster auf das gegenüberliegende Haus sah. Da fiel ihm die letzte Nacht ein und er hatte keinen Hunger mehr. Er stand auf und wischte sich die Finger an seinem Hemd ab.

Er wollte nur noch weg aus dieser unheimlichen Stadt!

Hegin bezahlte ihre Unterkunft mit ein paar Münzen und sprach noch kurz mit der Wirtin, die John über die Haare strich wie einem kleinen Kind und ihm noch einen Honigkuchen zusteckte. Die Wächter öffneten das Tor, John und Hegin schulterten ihr Gepäck und sie traten auf eine sonnendurchflutete Straße hinaus.

John winkte noch zum Abschied und schon ging es los. Hegin sprach wieder, ohne John anzuschauen:

„Bis zum Nordtor ist es nicht weit. Bis zum Mittag sind wir aus der Stadt heraus. Dort besorgen wir uns dann Pferde.“

John nickte.

Im hellen Licht des Tages sah die Stadt seltsam freundlich aus. Ab und zu trafen sie auf einen Sang, der die Straße fegte oder etwas an einem Haus reparierte. Dies hier hätte auch eine der großen Städte im Süden sein können, wäre es nur nicht so still gewesen - und wenn seine Bewohner keine vertrockneten Leichen wären.

Wieder stellten sich Johns Nackenhaare auf und er schritt kräftig aus. Er wollte diesen verfluchten Ort endlich hinter sich lassen!

In die Fenster sah er nicht mehr.

Traumtagebuch 2021-08-28: Die Waldbibliothek

Mir träumte, die Bibliothek, in der ich arbeite, wäre mitten im Wald -- ohne Wände, ohne Dach. Auf dem Weg dorthin kam man an glitzernden Kristallen vorbei, die im Licht der aufgehenden Sonne flackerten. Das war ein wunderschöner Anblick. In der Bibliothek sollte eine Prüfung stattfinden und überall standen unsicher die Prüflinge herum. Im Hintergrund tranken ein paar komische Typen Dosenbier. Ich setzte mich an meinen Arbeitsplatz (eigentlich toll, so ein Schreibtisch zwischen den Bäumen!) und startete Thunderbird. Leider war die Version für mein aktuelles Betriebssystem total kompliziert aufgebaut und überall öffneten sich kleine Fenster mit aktuellen Informationen zum Mailserver und so weiter. Ein sehr junger Kollege kam zu mir und erzählte mir irgendwelche Dinge. Dann musste ich los und dafür sorgen, dass die Besucherinnen und Besucher ihre Kontaktdaten zur Nachverfolgung an die E-Mail-Adresse der Bibliothek schickten. Als ich zurück an meinen Arbeitsplatz kam, war mein schöner neuer teurer privater Bürostuhl verschwunden. Sicher hatte sich ein Prüfling den geschnappt! Ich wurde total wütend und ging auf die Suche nach ihm. Sollte ich den Übeltäter erwischen -- ich würde Anzeige erstatten.

Gefunden habe ich den Stuhl leider nicht.

Traumtagebuch 2021-08-03: Draußen schlafen

Meine Eltern gingen auf Reisen und mein Vater (der ein König war), befahl, dass wir alle während der Gewittersaison draußen schlafen sollten, denn die Gefahr, dass wir im Haus nach einem Blitzeinschlag verbrennen würden, sei zu groß. Also versammelten sich viele Menschen im elterlichen Garten und man rollte Matratzen und andere Matten aus. Erst war es noch ganz lustig: Es wurde gegrillt, Bier getrunken und Fußball gespielt. Doch als es zum Schlafen ging, fing der Ärger an: Nicht nur hatte ich die saubere Wäsche zusammen mit Bohnen und Speck in den Trockner getan und es war eine Art Eintopf daraus geworden, so dass ich am nächsten Morgen die Kleidung dort herausfischen und ganz neu waschen müsste, es war auch furchtbar eng im Garten und ich wurde auf meiner Matte ständig von irgendwelchen Füßen getreten. Auch haben mich ein paar Leute geärgert und am Einschlafen gehindert. Mehrmals suchte ich einen neuen Schlafplatz und trat dabei aus Versehen einer Frau auf das Bein. Auf das Feld hinter dem Garten konnte ich auch nicht ausweichen, denn dort lebten die großen Waldameisen, deren Krieger faustgroß waren. Der Biss dieser Tiere war so dermaßen schmerzhaft, dass sich kein Räuber an sie heranwagte und deswegen wirkten die Ameisenkrieger ziemlich gelangweilt, wenn sie nicht gerade Formaldienst hatten.

Irgendwann hatte ich genug und ich ging ins Haus, um in meinem Bett zu schlafen. Es gab ein großes Theater und die Leute schrien mich an, ich solle das nicht tun, ich würde verbrennen usw.

Ich ging trotzdem. Als ich endlich in meinem Bett lag, fing es an zu Regnen und ich wurde gewahr, dass das Dachfenster offen stand. Ich wollte es zumachen, doch der Mechanismus war unglaublich kompliziert. Irgendwann hatte ich das gesamte Fenster in der Hand und versuchte, es wieder in die Halterungen zu stecken. Mehrere Männer kamen mir zu Hilfe und zeitweise flatterte das Fenster im nun aufkommenden Sturm nur noch an wenigen Gummibändern herum.

An Schlaf war nicht zu denken!

Traumtagebuch 2021-08-04: Alptraum

Mir träumte, ich würde ziellos durch den Keller des Elternhauses laufen. Dann wollte ich ins Treppenhaus, doch da war die Mieterin und ich wollte nicht, dass sie mich in so einem verwirrten Zustand sieht. Bevor ich mich jedoch wieder in den Keller zurückziehen konnte, sagte sie so etwas wie ,,Morgen'' und ich grüßte zurück. Da kam sie in den Keller und ich versteckte mich hinter Getränkekästen.

Dann musste ich zur Arbeit. Auf dem Weg zum Bahnhof war der Himmel voller Angst. Jeder einzelne Schritt war unglaublich schwer. Der Hauptbahnhof in Düsseldorf war ganz rot. Der Nordtunnel war mit Toren versperrt und man sah nirgends Menschen. War der Bahnhof gesperrt worden? Doch durch den Haupteingang konnte ich hinein. Hier liefen Leute herum und in den Geschäften und Callcentern des Bahnhofes wurde gearbeitet. Die Angst drückte mir die Brust und ich begann zu wimmern. Ich wollte nicht, dass mich Kollegen so sehen, aber ich musste ja zur Arbeit! Also hieß es: Schritt für Schritt, Träne für Träne. Irgendwann hatte ich es durch den Bahnhof geschafft und auf dem Vorplatz traf ich die besondere Kollegin. Sie fragte, was mit mir los sei und ich antwortete: ,,Ich habe Angst!'' -- ,,Wovor denn?'' wunderte sie sich und ich erwiderte: ,,Das weiß ich nicht!''

Dann wollte ich über die Straße und als ich in deren Mitte angelangt war, konnte ich mich nicht mehr bewegen vor Panik. Ich zitterte am ganzen Körper und die Autos fuhren auf mich zu.

(Disclaimer: Auch wenn es für mich mitunter nervlich sehr anstrengend ist, gehe ich gerne zur Arbeit. Ich habe -- wie ich es ja schon häufiger hier geschrieben habe -- sehr liebe Kolleginnen, die mich schon mehr als einmal aufgefangen haben.)