KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Der Zug

Der Zug fuhr durch den Herbst wie durch ein Meer von Tränen. Zwischen den langsam kahl werdenden Bäumen standen Menschen aus Moos und schauten hinüber zu diesem Ungetüm aus Stahl und Dampf. Sie sammelten sich häufig an den Böschungen in der Nähe der Bahngleise, denn die diese ehernen Bänder waren ihnen unheimlich und trauten sich nicht, sie zu überqueren.

Der Heizer nahm seine Arbeit sehr ernst und man konnte fast die Funken aus dem Schornstein fliegen sehen. Der Zug hatte es eilig, denn bald würde die Dunkelheit über das Land kommen und bis dahin wollte man unbedingt in der Sicherheit des Bahnhofes eingefahren sein.

Hier draußen gab es noch weitaus Schlimmeres als Menschen aus Moos und in der Nacht, da lauern die Schrecken.

Neo Colonia Teil 2 (Repost)

Mit Schwindel und Schmerz kam ich wieder zu mir. Der Geruch von warmen Blut und Scheiße stieg mir in die Nase und ich musste würgen. Dann erst bemerkte ich den Lärm: Schüsse, lautes Klirren, metallisches Klappern. Dazu das Gewimmer der Sterbenden und darüber ein Gebrüll, als wolle ein Drache die gesamte Welt verschlingen. Wankend kam ich auf die Beine und sah mich um. Ich war kaum in der Lage, die toten und zerfetzten Männer und Pferde um mich herum zu sehen, da schob sich bereits etwas anderes in mein Blickfeld:
Ich blickte in eine Masse von heranstürmenden Feinden. Hunderte von ihnen rannten schreiend auf mich zu, die Piken zum Stoß gesenkt. Ich wusste nichts weiter, als mein Schwert zu ziehen und dem Tod ins Auge zu blicken.

Gerade als ich begann, die letzten Reste eines Gebetes zum Allmächtigen in meinem Gedächtnis zusammen zu kratzen, da bemerkte ich die Farben der sich nähernden Männer und die Wappen auf ihren Bannern:
Der Ochse von Krefeld flatterte neben dem Galgen von Gladbach. Daneben die Wappen kleinerer Häuser, die ich nicht kannte.
Das waren die Truppen vom Niederrhein! Unsere eigenen Leute!

Ich stand falsch herum!

Also reckte ich schnell mein Schwert in die Höhe und zeigte in die Richtung, wo ich die hessischen Stellungen vermutete. Dann brüllte auch auch und rannte ebenfalls los in die Richtung des Feindes, voller Sorge, irgendein übereifriger Bauer würde die Spitze seines Spießes in meinem Rücken versenken.

Was für ein lustiger Marsch! Um mich herum pfiffen die Kugeln der Feinde und obwohl mir die Knochen von meinem Sturz schmerzten als seien sie samt und sonders zerbrochen, rannte ich mit den wackeren Bauern hinüber zu den Hessen. Also wir in ihre Reihen brachen, schlugen wir fein drauf los und die hessischen Schützen rannten um ihr Leben!

Ich haute und stach mitten im Gewühl und weiter und weiter drangen wir vor. Einem spaltete ich den Schädel und der trug die Uniform eines Artilleristen. Wir waren bei den Geschützen angekommen!

Der Sieg war unser!

Der König von Hessen versuchte noch den Tag zu retten, indem er mit seinen Rittern die Kanonen zurück zu erobern suchte, doch er beendete sein edles Leben auf der Pike eines Sermer Freibauern.

„Hey! Du da! Wenn Du da Wurzeln schlagen willst - ich gieße Dich gerne mit meiner Pisse!“

Der Ruf des Bauern hinter mir riss mich aus meiner Erinnerung. Ich drehte mich um und sah ihm in sein kantiges, rotes Gesicht. Er hatte seinen Karren hinter sich stehen und hielt dessen Griffe in seinen Fäusten, als wolle er ihn auseinander reißen und mir um die Ohren hauen.

Dann fiel sein Blick auf das Schwert an meiner Seite und er wurde blass still.

Ich wandte mich wieder dem Tore zu und schritt lässig an den Wachen vorbei in die Stadt.

Neo Colonia Teil 1 (Repost)

Neo Colonia öffnete seine Tore und die Menschen davor, meist Bauern aus dem Umland, strömten in die Stadt. In einer mehr oder weniger ordentlichen Schlange reihten sich ihre Karren hintereinander auf, so weit das Auge reichte. Nun aber setzte ein lautes Schreien und Fluchen ein und die Landmänner begannen, mit Gerten auf die Rücken von Ochse, Esel oder sogar Pferd zu schlagen. Die Reihe setzte sich in Bewegung und ich war in ihrer Mitte. Meine Habseligkeiten trug ich in einem Sack auf dem Rücken bei mir und ich war guten Mutes: In meinem Beutel klimperten Münzen und mit meinen guten Stiefeln ließ es sich trefflich durch den Kot der Straße stapfen.

Dazu schien die Sonne.

Während der Bauer vor mit seinem Karren voller Mohrrüben, Salatköpfe und Rettich mit der Torwache sprach und seinen Heiermann zahlte, schaute ich mir die stattliche Mauer an, welche die Stadt umschloss.

Sie bestand zu einem großen Teil aus Steinen von Gebäuden aus der alten Zeit - den Tagen vor dem Zusammenbruch. Das alte Colonia war in der großen Wirrnis mehrmals geplündert und niedergebrannt worden und selbst das neue Colonia hatte sich nicht immer gegen die Horden aus jener Weite hinter den Duisburger Schädelfeldern verteidigen können, welche immer wieder harte und wilde Stämme ausspuckte.

Doch der Rhein hatte den Bürgern - wie schon immer - reichlich Geld an die Türschwelle gespült und man hatte nach und nach begonnen, sich erfolgreich gegen die Räuber zur Wehr zu setzen.

Mehr und mehr der wilden Krieger waren nicht mehr in ihre toten Landen im Ruhrtal zurückgekehrt und irgendwann hatten die Stämme ihre Überfälle dann fast ganz aufgegeben.

Die letzte Gefahr für die Rheinlande war noch der König von Hessen gewesen, doch ihn hatte das vereinte Heer von Köln und Düsseldorf bei Koblenz vernichtend geschlagen. Die Vasallen vom Niederrhein hatten Fußtruppen geschickt und man hatte bis in das Bergische Land hinein Soldritter geworben.

Zu dieser Zeit war ich in den Diensten eines Freiherren von Mettmann gestanden und war mit ihm in den Krieg gezogen. Während sich die Sache am Tor hinzog, kam mir die Erinnerung hoch wie schlechter Wein der letzten Nacht:
Wir waren auf der Ostseite des Rheins nach Süden marschiert und standen nun vor Koblenz. Die kleine Stadt hing am Festungsberg wie ein Kind am Rockzipfel seiner Mutter. Rauch stand im blauen Junihimmel.

Zwischen der Stadt und uns wartete das Heer der Hessen. Die Frankfurter und Marburger Ritter bildeten die rechte Flanke und auf der linken hatte der König seine Geschütze positioniert. Er besaß noch eine Hand voll Haubitzen aus der Zeit vor der großen Wirrnis und sie waren seine gefürchtetste Waffe.

Solange jemand noch ein paar Schuss Munition für diese Kanonen hat, kann er eigentlich jede Formation aufbrechen, jedes Heer zerstreuen.

Zumindest dachten das die Hessen.

Stolz standen sie uns gegenüber aufgereiht. Ihre Banner wehten im Wind und die Ritter hatten ihre Rüstungen poliert. Die Fußtruppen im Zentrum standen ordentlich aufgereiht, Schützen hatten ihre Gewehre geschultert.

Ich stand gemeinsam mit den Bergischen Rittern auf unserer rechten Flanke - also direkt gegenüber der hessischen Artillerie. Hinter uns waren die Freibauern vom Niederrhein aufgestellt, links von uns die Kölner und Düsseldorfer Ritter und rechts von uns war nur der Rhein.

Dann ertönte ein Trompetensignal und wir griffen an.

Wenn der Feind mit Kanonen auf Dich schießt, dann hast Du drei Möglichkeiten: Entweder Du weichst zurück, Du gräbst Dich ein oder Du versuchst, ihn so schnell Du kannst zu erreichen, um ihm seinen verdammten Schädel einzuschlagen - und genau Letzteres taten wir.

Gemeinsam mit den Bergischen Rittern gab ich meinem Pferd die Sporen und wir stürmten los. Hinter uns marschierten die Niederrheiner in guter Formation.

Die Geschützmannschaften der Hessen begannen, hektisch um ihre Kanonen zu laufen. Dann geschah alles gleichzeitig:
Vor uns blitzten die Mündungen der Haubitzen auf und plötzlich stiegen um mich herum Säulen aus Dreck und Rauch auf. Mein Mettmanner Soldherr neben mir wurde von Splittern zerrissen. Aus irgend einem Grund sah ich nach links und sah - nichts.
Die Rheinischen Ritter waren nicht mit gestürmt.

Als dann noch die hessischen Musketen Rauch und Tod in unsere Reihen spuckten, wurde es mir klar:
Man hatte uns nur vorgeschickt, um das Feuer auf uns zu lenken.

Die Soldritter und Bauern sollten sterben, um kostbares rheinisches Blut zu schonen!

Ich hatte nicht viel Gelegenheit, mir über diesen Verrat Gedanken zu machen, denn mein Pferd wurde mit einem Mal unter mir in die Luft gehoben. Alles färbte sich grau um mich herum und ich wollte noch an den Zügeln reißen, da sah ich, dass mein Pferd gar keinen Kopf mehr hatte.

Dann kippte die Welt zur Seite und wurde schwarz.

Traumtagebuch 2021-10-10: Das Riesengebäude

Mir träumte, ich liefe mit Th. durch ein gigantisches Gebäude. Es ging Treppen rauf und runter. Wir gingen durch Türen und bestaunten Kellerräume. Immer wieder kamen wir an Ecken, die mir bekannt vorkamen, wie z.B. ein mit gemütlichen Sofas ausgestatteten Raum, der als Studierendencafé diente. Auch einen auf das Mittelalter spezialisierten Spielzeugladen fanden wir und diesen kleinen, sehr hellen Saal, an dessen Wand ,,Die Reputation der Kirche'' stand und wo ich mit der Ex-Frau mal eine Lesung besucht hatte. Von diesem Saal aus konnte man das Schwimmbad sehen und wir überlegte, wie wir um die Becken herumgehen konnten. Wir wollten nicht mit unseren Straßenschuhen über die nassen Fliesen laufen!

Traumtagebuch 2021-10-08: Brautwerbung und Star Trek

Mir träumte, ich wäre zu Besuch im Keller der alten Grundschule in Bösperde. Dort lief ich durch Gewölbegänge vorbei an groben Möbeln und einem Butterfass. Ich staunte, wie groß und labyrinthig hier alles war. Dann betrat ich einen Raum mit einem großen Kamin. Hier saßen Freunde an einem großen Tisch und es waren auch alte Leute da. Ich setzte mich abseits und schämte mich ein wenig dafür, dass ich außer meinem großen, grünen Bademantel nichts anhatte.

Jemand brachte einen Zettel und verkündete, dies wäre das Angebot eines Freiers für die Braut. Der Vater der Braut nahm den Zettel und da kam auch schon seine Tochter. Sie zupfte ihrem Vater den Wisch aus der Hand und las ihn. Dann schimpfte sie auf plattdeutsch. Ich konnte verstehen, dass sie mit dem Angebot überhaupt nicht einverstanden war. Alles viel zu wenig! Sie machte sich über ihren Freier lustig und die alten Leute lachten. Ich stand auf und ging hinaus. Weil sich der Gürtel meines Bademantels löste, schämte ich mich noch mehr.

Später träumte mir noch, ich wäre im elterlichen Garten. Der Hof des Nachbarhauses war mit Mais bewachsen. Ich hielt ein Phasergewehr in meinen Händen. Captain Picard versteckte sich im Maisfeld und einige Kameraden gingen links von mir in Stellung. Dann wurden wir beschossen. Ich hatte kein freies Schußfeld und stürmte vor. Auf dem Hof und suchte Deckung hinter einem Fahrrad. Jetzt konnte ich die Angreifer sehen, die um die Hausecke schossen. Der Captain und meine Kameraden landeten ein paar Treffer und auch ich konnte mehrere Gegner ausschalten. Natürlich waren unsere Phaser auf Betäubung eingestellt und so konnten wir die Leute gefangennehmen. Es handelte sich um Männer und Frauen, die mit Phasern bewaffnet waren und die Rollkoffer hinter sich herzogen. Ich befahl ihnen, die Waffen niederzulegen und um meine Drohung zu untermauern, stellte ich meinen Phaser auf Zerstörung und vernichtete einen Mülleinmer auf dem Hof. Das half und so konnte ich die Gefangenen abführen.

Minne

Er schlich durch den nächtlichen Garten, die Laute wie eine Waffe im Anschlag. Die Stellen trockenen Grases auf dem weitläufigen Rasen mied er und nutzte lieber die Schatten der wundervoll symmetrisch geschnittenen Büsche.

Für seinen kolossalen Bauch konnte ich Sir Samuel Mirgrat erstaunlich elegant bewegen, dennoch stand ihm der Schweiß auf der Stirn. Dies lag aber nur zum Teil an der anstrengenden Kletterpartie über den hohen Zaun aus gusseisernen, bewehrten Stangen, sondern hauptsächlich an seiner Nervosität. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und ein Gedanke stand in Flammenschrift von innen an seine Stirne geschrieben: ,,Bald! Bald! Bald würde er Gewissheit haben!''

Dieser Gedanke verblasste lediglich vor ihrem Bild, das alles überstrahlte. Sie! Die Wunderschöne! Die Perfekte! Die Herrliche! Eine Göttin, wie sie selbst Michelangelo nicht schöner hätte formen können!

Ein Steinchen im Rasen riss Sir Mirgrat aus seinen Träumereien, indem er den dicken Mann über sich stolpern ließ. Samuel unterdrückte ein Fluchen. Er musste sich jetzt anstrengen! Sich zusammenreißen! Nur dann hätte er einen Chance, das Herz von Lady Eusebia Gottwacht für sich zu gewinnen.

Endlich war er an der Wand des Herrenhauses angekommen, in dem der Vater der Angebeteten seine Tochter gefangen hielt. Samuel war fast am Ziel. Er holte die vorher sorgsam gesammelten Steinchen aus der Tasche seines Wamses und warf sie vorsichtig an das Fenster, das ungefähr zwei Meter über ihm dunkel gähnte.

,,Klick! Klick!'' machten die Steinchen, als sie gegen die geschlossenen Fensterläden prallten und wieder zu Boden fielen. Klug wie er war, hatte Samuel extra helle Steine gesammelt, damit er sie auch im Dunkeln gut wieder auflesen würde können. Dies musste er auch mehrmals tun, doch irgendwann wurde seine Geduld belohnt: Die Läden öffneten sich und eine weiß gekleidete, große und schlanke Gestalt erschien im Fensterrahmen.

Sie war es! Sie trug ihr langes, braunes Haar offen und der Mond beschien ihr edles Antlitz mit dieser wundervollen, leicht nach oben gebogenen Nase. Selbst von hier unten konnte Samuel ihre Augen blitzen sehen. Ihre vollen Lippen öffneten sich zu einem Lächeln und ein leichter, köstlicher Überbiss war zu sehen.

Sir Mirgrat griff nach der Laute. Seine Hände zitterten, als er zu spielen begann. Die ersten Akkorde waren vielleicht ein wenig unelegant, doch dann begann die Musik durch ihn hindurchzufließen und sein Spiel wurde sicherer.

Samuel spitzte die Lippen und holte tief Luft.

Leider kam kein Ton aus seinem Mund, denn in diesem Moment krachte etwas auf seinen Kopf. Flüssigkeit spritzte über ihn. Scherben klirrten. Der Nachttopf brach und auch sein Herz.

Verdattert stand Samuel da im Garten vor dem Fenster der Angebeteten, der Makellosen. Von oben perlte glockenhelles Gelächter auf ihn nieder, ganz wie der übelriechende Urin, der über seine Gesicht und seine Schulter lief.

Samuel ließ die Laute fallen. Dann drehte er sich um und verschwand in die Nacht.

Es war ein Traum gewesen. Nur ein Traum und nun war Sir Mirgrat erwacht.

Traumtagebuch 2021-09-19: Nena lebt!

Mir träumte, ich würde an einer Art Fortbildung in einer Bibliothek teilnehmen. In der Mitte des Raumes war eine Küche aufgebaut und ich wollte dort Möhren kochen. Die anderen Teilnehmer aber störten mich und so ging ich hinter die Ausleihtheke. Dort lag überall schmutzige Wäsche, was mich ärgerte.

Dann eine Eilmeldung auf meinem Diensthandy: Nena ist tot! Ich wollte die URL der Meldung sofort auf mein privates Handy weiterleiten, es gab im iPhone jedoch keine Funktion zum Teilen von Internetadressen. Wütend lief ich zu den Kollegen, um von der Nachricht zu berichten und um Rat zu fragen. Eine Kollegin war sehr betroffen, ein Kollege meinte: ,,Die hatte aber auch komische Ansichten!''

Die betroffene Kollegin fragte mich, ob sie nachher mal in mein Büro könne, um in Ruhe zu trauern und ich erlaubte Ihr das natürlich.

Wir standen zu mehreren um mein iPhone herum und ich beschwerte mich über Apple.

Heute morgen habe ich sofort gegoogelt und Nena lebt natürlich noch ...

Traumtagebuch 2021-09-17: Tanten, russische Mütter und Ritter Olaf

Mir träumte, ich würde zum Nachbarhaus rüber gehen, weil ich etwas in Ruhe zu erledigen hatte. Dort wohnten unglaublich viele alten Tanten: Tante Sophie, Tante Klara, Tante Hermine, Tante Loretta und Tante Edith.

Bis auf Tante Edith saßen alle im großen Wohnzimmer rund um den Tisch und schimpften über ,,Winkeladvokaten''. Tante Edith führte mich in einen kleinen Raum mit einem Schreibtisch und sorgte sich darüber, dass mir mein Chef wieder zu viel Arbeit aufbürden würde. Ich beruhigte sie und sagte, es handele sich um eine private Angelegenheit. Ungefragt erzählte Tante Edith davon, wie sie bei ihrer ersten Stelle aus Hausmädchen seinerzeit den ersten Stromausfall erlebt habe.

Später wollte ich noch einmal rüber zu den Tanten, war mir aber unsicher, ob ich nicht träumen und nachher beim Nachbarn einfach so ins Haus eindringen würde. Auf dem Klo sah ich mich im Spiegel gleich zweimal und machte mir Sorgen.

Ferner träumte mir, ich sei ein Russe und meine russische Mutter (die keinerlei Ähnlichkeit mit meiner tatsächlichen Mutter hatte) war schwer an Darmkrebs erkrankt.

Ich verfolgte wütend einen bösen Mann durch die Straßen. Irgendwann holte ich ihn ein und warf ihn zu Boden. Ich entdeckte bei mir die Fähigkeit, in die Gedanken anderer Menschen einzudringen und zwang den Mann, mit dem Kopf gegen eine Wand zu schlagen -- so wütend war ich!

Danach torkelte der Mann ein Stück weiter und explodierte. Meine Traum-Mutter filmte das und stellte den Clip mit einem Kommentar ins Internet.

Ich ging in die Schule und suchte meinen Klassenraum. Überall fand ich versteckte Kameras und die Menschen flohen. Sollte meine Traum-Mutter einen Bombenanschlag planen, um auch diesen ins Internet zu streamen?

Ich lief davon.

Ferner träumte mir, ich wäre ein Magier in einem Computerspiel. Um mir die lästigen Feinde vom Leibe zu halten, bestellte ich mir einen Ritter mit Namen ,,Olaf'' als Beschützer. Ich bedankte mich brav beim Programmierer des Spiels und lobte sein Werk in den höchsten Tönen.

Dann verfolgten wir einen Kobold-Schamanen durch ein Höhlenlabyrinth. Immer wieder schloss er Türen vor uns. Ich öffnete sie immer einen Schlitz und sandte einen Feuerstrahl hindurch. Dann stürmte ich mit dem gezogenen Schwert vor mir in den Raum.