KieselBlog

Flusskiesels Notizen

09.09.2020 bis 15.09.2020

Meine Ablage

09.09.2020

Der Name des Gottes Wotan bedeutet eigentlich ,,der Wütige''. ,,Wütig'' bedeutet so viel wie ,,außer sich sein'' im Sinne von Transzendenz. In den letzten Tagen bin ich immer wieder wütig.

,,Kopfig sein'' bedeutet für mich hingegen, bei mir selber zu sein, mich selbst zu fühlen und mich selbst zu denken. Wenn man ,,kopfig'' ist, ist man gleichzeitig auch eher fokussiert. Das Kopfigsein gelingt mir auch immer besser. Woran das wohl liegt? Passiert etwas mit mir? Ist es eine Art Todesahnung? Oder ist mein Zustand dem Umstand zu verdanken, dass ich in der letzten Zeit wieder mehr und mehr lese?

Letzteres wäre wünschenswert.


Ich lese gerade das Buch ,,Schönes neues England'' von Sam Byers. Die darin geschilderte Intellektuellenblase mit ihrer Kommentar- und Twittersucht stößt mich sehr ab und ich verspüre beim Lesen den Wunsch, mich wie eine empfindliche, nackte Schnecke in mein Haus zu verkriechen.

Momentan kreise ich sehr um mich selbst und ziehe mich immer weiter in mein eigenes Innere zurück.

Ich werde zu meinem eigenen Biedermeier.


Wahlplakate sind optische Umweltverschmutzung!


Alle kommen immer überall zu spät. Nur der Idiot ist pünktlich. Der Idiot bin ich.

Ab jetzt komme ich auch immer überall zu spät, noch später als die anderen.

Dann werden wir ja sehen, wer hier der Idiot ist!


Seit Monaten bin ich das erste Mal wieder im Sawadi, dem besten Thai-Imbiss der Welt. Der Laden wurde just in dem Moment geöffnet, als ich dort vorbeikam und es gab einen schönen Platz für mich. Eine schöne Gelegenheit, die ich gleich am Schopfe packte.


Immer wieder Aufreiben. Damit etwas bleibt.

Wenigstens ein bisschen.

10.09.2020

Gestern um 22 Uhr ins Bett und nachts mit pochendem Herzen aufgewacht. Mein Herz fühlte sich an wie ein kleiner Singvogel, der dessen Käfig mein Brustkorb war. Der Vogel flatterte und flatterte, aber die Rippen ließen ihn nicht gehen.

11.09.2020

Ein wenig über ,,Platons Gastmahl'' gelesen. Das gibt es als Reclamheftchen. Mit einem Mal verspüre ich eine große Lust auf diese kleinen gelben Dinger. Mit denen habe ich mir schon so manche Wartezeit an einer sauerländischen Bushaltestelle verkürzt.

Im Bücherregal finde ich Uwe Jochums ,,Kleine Bibliotheksgeschichte''. Das Büchlein muss noch von der Prinzenmutter sein. Melancholie erfüllt mich.


Heute vor 19 Jahre Jahren war der große Anschlag auf das World Trade Center.

14.09.2020

Urteilsverkündung im Landgericht. Die Eltern schauen schockiert. Der Anwalt sitzt da mit verschränkten Armen.

15.09.2020

Gestern Nacht träumte mir von einem Computerrollenspiel, in dem man einen Hund (oder einen Wolf) namens ,,Flex'' durch eine riesige offene Welt steuert. Zu Beginn war Flex noch ein Welpe und man musste Kleintiere jagen (Linksklick für einen Biss) und langsam wachsen. Nach dem Stufenaufstieg konnte man die Richtung für die körperliche Entwicklung angeben: Entweder in Richtung Windhund oder in Richtung Bär. Items und Waffen gibt es kaum in dem Spiel. Höchstens ein magisches Halsband, dass einem Zugang zu einem kleinen Inventar für Gegenstände ermöglicht oder ein Anhänger mit besonderen Heilkräften.

Ein Geschenk für mich

Heute habe ich ein Päckchen von der Packstation abgeholt. Vor ein paar Tagen hat Christian nämlich eine Dublette geschossen (wie das Bibliothekswesen gerne nennen) und das überzählige Buch ausgelobt. Da nahm ich meinen ganzen Mut zusammen (und schob meinen Hang zur Übertreibung beiseite) und schrieb ihn um das Werk an.

Meine Freude war groß: Donald Woods: Biko - Schrei nach Freiheit

Vielen Dank für das Buch und die schöne Karte! Beide bekommen einen Ehrenplatz!

Dienstag, 08.09.2020

Einigermaßen geschlafen und um kurz nach fünf aufgestanden. Den Tag über irgendwie zermatscht. Die Besprechungen zogen sich und immerhin gab es zu Mittag in der Kantine Leber. Unser Sorgenkind in Form einer veralteten Datenbank und einer komplexen Kette an Prozessen mit mehreren Beteiligten hält uns mal wieder auf Trab.

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Was Stefan Rose über die BILD-Zeitung schreibt, ist zwar eigentlich überflüssig, weil schon von vielen Leuten gesagt — trotzdem in seiner Kompaktheit lesenswert.

Montag, 07.09.2020

Unruhig geschlafen. Bis ca. 1 Uhr nachts immer wieder Unterbrechungen. Trotzdem konnte ich mich einigermaßen erholen. Mir träumte, ich wäre ein Kleriker an einem mittelalterlichen Hof. Eine hohe Adelige kam zur. Die Verlobte des Prinzen — ihre Tochter — war zu ihr gekommen, da sie die Verlobung lösen wolle. Es sei etwas vorgefallen. Mutter also frug mich, ob ich etwas davon wisse. Ich verneinte. Dann meinte die Herrin, sie habe letztens gehört, der Prinz habe mal einen ganzen Tag ohne erkennbaren Anlass seine Rüstung getragen. Ob ich mich daran erinnen könne? Ich überlegte. Dann fiel es mir wieder ein: Ja! An dem Tag, als das Dach der Scheune brannte, trug der Prinz Waffen und Rüstung. In der Erleichterung darüber, dass der Brand schnell hatte gelöscht werden können, hatte ich das fast vergessen!

Ob es einen Zusammenhang gab?

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Mir träumte auch, dass bayerische Truppen gemeinsam mit den Franzosen unter dem Kommando von Kaiser Napoleon Aufständische bekämpften. Der Kaiser persönlich führte seine Truppen an und ich stürmte gemeinsam mit ihm einen Hügel hoch. Der Hügel wurde zu einem Berg und wir kletterten einen schmalen Felsensims entlang. Irgendwann konnten wir nur noch kriechen, so schmal war der Sims. Unter uns erstreckte sich das Lager der Aufständischen. Hoffentlich sahen die uns nicht! Wir konnten nicht vor und nicht zurück. Aufstehen würde eine Entdeckung und tödliche Schüsse zur Folge haben. Also blieben der Kaiser und ich liegen und bewunderten die wundervoll beschilderten Straßen des Lagers: ,,Oststraße'' stand da auf großen Tafeln, ,,Bergweg'' und ,,Weidenstraße''.

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Meine momentane (Baumwoll-)Maske ist doch dick, dass kaum Luft dadurch bekomme. Glücklicherweise habe ich immer OP-Masken dabei, die sind angenehmer.

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6 Tassen-Gerichte, die in wenigen Minuten fertig sind

Muss ich mal ausprobieren!

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Zu Mittag in der Kantine eine erstaunlich schmackhafte Linsensuppe gegessen.

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Müde und zäh zieht sich der Tag. Ein seltsam unangenehmes Gefühl aus der Erinnerung legt sich ab dem frühen Nachmittag um meinen Kopf und ich rede mich fast um Kopf und Kragen. Ein schlechtes Gewissen kommt zusätzlich von unten hoch. Ich wehre den Reflex ab, mir einen Kaffee zu kochen, denn heute morgen meinte es der Kantinier mal wieder zu gut mit mir.

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Die Sache mit den Krabbenbrötchen

(Via Caasn)

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Mehr kopfig sein!

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Bis nach 18 Uhr gearbeitet, da noch ein paar Rechnungen im Rechnungsorder lagen. Auf dem Heimweg ein seltsames, transzendentes Gefühl. Dazu paradoxerweise Sodbrennen aus der Hölle. Da habe ich die Linsensuppe mit Bockwurst wohl doch nicht so gut vertragen …

In der Apotheke im Düsseldorfer Hauptbahnhof habe ich mir dann ein Mittel gegen Sodbrennen gekauft. Die Apothekerin und ich hatten zwei gegensätzliche Interessen: Sie wollte mich gut, ausführlich und professionell beraten — ich hingen wollte DASS DAS SODBRENNEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH AUFHÖRT!! Erschwerend kam hinzu, dass die Dame einen starken osteuropäischen Akzent hatte und durch so eine Entenschnabelmaske sprach. Das Mittel allerdings löschte die Flammen in meinem Magen allerdings mit einem wohltuenden Nebel aus Menthol.

Ich war gerettet.

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Wie wir verlernen, Pause zu machen

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Spät daheim gewesen und einen Anruf aus der alten Heimat bekommen, der mich betroffen, aber auch lachend gemacht hat. Leider kann ich nicht mehr darüber berichten.

Zu spät ins Bett.

Sonntag, 06.09.2020

Die Nacht war recht unruhig, weil die Jungs in der Wohnung über mir Party gefeiert haben. Sie haben so eine Art Karaoke gemacht und man hörte beide mitsingen, ohne das jeweilige Lied zu hören. Der Basketballdribbler des Todes war auch wieder im Einsatz. Allerdings habe ich mir gedacht: ,,Was soll's? Es ist Samstag und die Burschen sind noch jung.'' Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Gespräche über mir gingen bis 4 Uhr.

Mir träumte unter anderen, dass die Bibliothek noch im alten Dienstgebäude wär und es wäre ein großer Tag: Im schneebedeckten Innenhof paradierte eine Ehrenformation der Feuerwehr. Leider schmolz der Schnee und das Schmelzwasser schwappte durch die großen Flügeltüren in die Bibliothek im Sockelgeschoss. Schnell schloss ich die Türen und erklärte meiner Chefin lang und breit den Sinn der Maßnahme, denn eigentlich wollten alle unbedingt die Parade sehen. Viele Gäste kamen, darunter auch meine Eltern, die mit dem Fahrrad angereist waren. Ich bot Bier an, obwohl in den beiden Hotelkühlschränken hinter meinem Schreibtisch nicht viel davon gebunkert war.

Später dann wurde ich in einen Action-Sex-Komödienfilm im Stil der 70er Jahre gebeamt. So eine Mischung aus ,,Rambo'' und ,,Lass jucken, Kumpel!''. Ein fast nackter Mann schoß mit einer Art Mitrailleuse aus der Hüfte auf eine Holzhütte, bevor eine Explosion ihn nach hinten warf und ihn auf eine zufällig stehende Lanze aufspießte. Die Wand der Holzhütte zerbrach und aus dem Inneren purzelten eine junge, blonde Frau und mehrere junge Männer — alle nackt und im Knäuel und glücklicherweise unverletzt. Verschämt gab die Frau zu, dass sie sich ,,einmal pro Woche'' so treffen würden und alle Leute lachten. Später lief ich durch Gänge und Treppenhäuser, gefolgt von einer älteren Frau, die mir unanständige Lieder sang. Das macht mir Angst und ich wurde immer schnell. Erst, als ich einen oder zwei andere Männer überholt hatte, ließ sie von mir ab und widmete sich einem anderen Herren. Ich öffnete wahllos eine der Türen und ging in ein Zimmer, wo eine sehr dicke Krankenpflegerin einer uralten, im Bett liegenden Frau die Fingernägel schnitt. Ich entschuldigte mich für mein Eindringen, lief schnell durch den Raum und wollte den Hinterausgang nehmen. Doch als ich diese Tür öffnete, war dahinter ein neue Raum, wo dieselbe dicke Krankenpflegerin einer anderen alten Frau die Nägel machte. Ich drehte mich um die nun war die Frau im ersten Zimmer alleine.

Ich drehte also um und ging sicherheitshalber wieder durch die Tür zum Flur.

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Aufgestanden um halb zehn und die Sonne beschien einen klaren, schönen Frühherbst. Zum Frühstück gab es gekochte Eier, zwei Aufbackbrötchen und Kaffee. Das Radio plärrte Musik und Nachrichten und ein arbeitsreicher Sonntag (Putzen! Aufräumen!) lag vor mir, aber das schreckte mich nicht, denn ich war fit und ausgeruht.

Dann kam ,,Auf anderen Wegen'' im Radio und die Tränen flossen.

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Vom Querdenken

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Hilfe finden

Tipps für den Entzug. Das Blog ist übrigens grundsätzlich sehr zu empfehlen. Es ist hart, was man da zu lesen bekommt, aber die Geschichten bieten einen wichtigen Einblick in die Themen, Sucht und Entzug.

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Da Google Play Music ja bald Geschichte ist, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, bei der ich legal Musik als MP3-Dateien kaufen kann. Nun bin ich bei 7digital gelandet und schon das erste Lied gefunden! Mal schauen, wie das so weiter läuft.

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Selber schuld - Wenn das Kleid zu kurz ist

PS: Schon die Petition gegen Catcalling mitgezeichnet?

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Herbst in Neudorf

Herbst in Neudorf

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Putzplan in die Tat umgesetzt und zum Abend Zwiebelspätzle gekocht. Mit vollem Bauch auf dem Balkon gesessen und dann doch mal wieder Fledermäuse gesehen.

Samstag, 05.09.2020

Den Vormittag verschlafen. Dann den dringend nötigen Einkauf beim Discounter gemacht.

Später einen langen Spaziergang die Mülheimer Straße (die in Mülheim ,,Duisburger Straße'' heißt) entlang nach Mülheim gemacht. Eigentlich hatte ich vor, in einem griechischen Restaurant einzukehren, wo ich im letzten Jahr mal gut gespeist habe. Leider gibt es das Restaurant dort nicht mehr. Vielleicht eine weitere wirtschaftliche Existenz, die Corona auf dem Gewissen hat. Zurück nach Duisburg bin ich mit der Straßenbahn gefahren und bin dann bei Angelo eingekehrt, wo es ja auch (eine sehr leckere) griechische Küche gibt.

Gegen halb zehn ins Bett.

Freitag, 04.09.2020

Nachdem ich wegen eines Notfalls im Haus (ich war nicht beteiligt, aber es war laut und das Blaulicht des Krankenwagens goß eine beängstigende Tatort-Atmosphäre in meine Wohnung) konnte ich erst nicht einschlafen, aber dann ging es noch. Von den Träumen erinnere ich nur noch den einen, in dem der Thronfolger, seine Mutter und ich mit einem Reisebus unterwegs waren und der dann oben im Heimatdorf hielt. Wir mussten aussteigen, aber der Thronfolger (wie meistens in meinen Träumen war er auch hier wieder recht klein, vielleicht fünf Jahre alt) wollte einfach nicht und ich musste mit ihm diskutieren. Erst als ich ausstieg und dem Busfahrer sagte, er müsse sich dann wohl ab jetzt um den Jungen kümmern (ich war echt sauer), packte er seine Sachen zusammen und wollte aussteigen. Doch er fand seine Jacke nicht und fing an zu Weinen. Ich hatte mich inzwischen wieder gefangen, stieg wieder in den Bus und half bei der Suche. Gleichzeitig versuchte ich, den Kleinen damit zu beruhigen, dass der Verlust der Jacke jetzt auch nicht so schlimm sei und wenn die am Ende der Tour wieder auftauchen würde, bekämen wir die sicher zurück. Irgendwann waren wir wieder draußen und dann musste ich noch einmal in den Bus, da ich meine Jacke vergessen hatte.

Die Laune des Thronfolgers stieg dadurch merklich.

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Wieder lange im ,,Riechtwieich'' gelegen. Aufgestanden um halb acht und erst mal an den Rechner — Homeoffice!

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Der Kiezschreiber über die Causa Nawalny:

Offenbar ist in Russland ein Russe vergiftet worden. Dergleichen mag geschehen. In Amerika pflegt man sich gegenseitig zu erschießen. Andere Völker, andere Sitten.

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Ich habe mir die Erweiterung NosScript installiert und plötzlich sieht das Internet ganz anders aus.

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Alufolie drauf und gute Nacht

Eine lesenswerte Kolumne von Mely Kiyak.

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Es gibt eine Petition, dass ,,Catcalling'' strafbar oder eine Ordnungswidrigkeit werden soll und das finde ich unterstützenswert.

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Ein recht ereignisloser Homeofficetag. Immerhin konnte ich der Vorgesetzten eine recht komplizierte Abfrage bezüglich des gekippten EU-US Privacy Shields erklären und schrieb nach ihrer Einordnung ein paar salbungsvolle Zeilen dazu. Schön, wenn man miteinander spricht (nicht ironisch gemeint)!

Gegen 17 Uhr kam der Thronfolger zu Besuch. Da ich in der vergangenen Woche nicht einmal zum Einkaufen gekommen war, haben wir mal wieder was zu Futtern bestellt und statt Pizza mal nen Burger.

Der Thronfolger: ,,Kann ich mir auch nen 400 Gramm-Burger bestellen?''
Ich: ,,Na, klar!''

Seine Beilage hat er dann nicht geschafft — ich hatte mir glücklicherweise in weiser Voraussicht einen ,,normalen'' 200 Gramm-Burger bestellt. Lecker waren beide.

Geguckt haben die wieder die aktuelle Episode ,,Extra 3'' und danach weiter ,,Gotham''. Ich begleitete den Thronfolger nach Hause und habe dort noch mit seiner Mutter geredet. Sie gab mir den Tipp für einen schönen Rundwanderweg um Duisburg, den ich mal — natürlich in Etappen — in Angriff nehmen werde.

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David Kebekus hat die Bibliotheken für sich entdeckt und da geht einem wie mir natürlich das Herz aus. Zitat aus dem Podcast ,,Lass hör'n'' mit ihm und Jan van Weyde:

Bibliothek ist das Beste!

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Den späteren Abend ,,The Umbrella Academy'' gebingewachted. Ist eigentlich nicht meine Art, aber die Serie hat es mir echt angetan.

Viiiel zu spät ins Bett.

Donnerstag, 03.09.2020

Nachklapp vom Vortag: Als ich mich schon bettfertig gemacht hatte, klingelte mein Handy. Es war Freund Th., der sehr wütend über seinen (und meinen ehemaligen) Chef war. Wir sprachen bis spät in die Nacht. Ich habe geredet, gelabert, getröstet, gewarnt und ermutigt. und jetzt noch bin ich selbst auf hundertachtzig bei dem Gedanken, dass dieser Typ (mein Ex-Chef) es mal wieder fast geschafft hat, einen seiner Leute dazu zu bringen, die Brocken hinzuschmeißen.

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Unruhig geschlafen und um halb neun aufgestanden. Gerichtstag! Die Beweisfindung wurde abgeschlossen und das Gericht hat sich beraten. Demnächst ist Urteilsverkündung und vielleicht kann ich danach ja hier etwas mehr erzählen.

Am Nachmittag erst eine Runde mit Stöcken und Kumpel J. durch Duissern, danach auf dem Sofa eingeschlafen und irgendwie nichts mehr auf die Reihe gekriegt. Zwei Folgen ,,The Umbrella Academy'' geguckt und mir gefällt die Serie weiterhin sehr gut: Eine gute Mischung aus Spannung, Humor und Drama. Dazu gute Musik.

Gegen 21 Uhr ins Bett.