KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 019

Montag. Sehr müde. Der Nachtschlaf war durchwachsen, denn das schwere Essen beim Griechen lag doch ein wenig zu sehr im Magen. Spontan einen Tag frei genommen und noch etwas nachgeschlafen. Seltsame, wirre Träume. Gegen zehn Uhr aufgestanden und mich gefreut: Ein Tag für mich!

Leider sieht es sehr nach Dauerregen aus.

* * *

Letztendlich habe ich einiges für den Haushalt getan und auch ein bisschen ,,The Witcher 3'' gespielt. Am späten Nachmittag gab es einen (recht gut gelungenen) Gemüse-Nudelauflauf. Manchmal sind es einfachen Dinge, die uns erfreuen!

* * *

Dienstag. Die Nacht war recht gut, ich hatte einen äußerst ausufernden Traum, dessen literarische Aufarbeitung vielversprechend zu sein scheint. Also habe ich bereits am Morgen ein paar Notizen dazu gemacht.

Außerdem: Gerichtstag!

Es waren vier Verhandlungen (alles Berufungsverfahren) angesetzt, von denen jedoch nur eine verhandelt wurde. Bei den anderen sind die Angeklagten nicht erschienen, weswegen zwei Berufungen verworfen wurden. Die dritte stammt von der Staatsanwaltschaft, weswegen der Angeklagte beim nächsten Termin vorgeführt wird.

Über das vierte Verfahren möchte ich nicht berichten, da ein paar Zeilen in einem öffentlichen Blog einer solchen Sache nicht gerecht werden können -- zumal ich als Schöffe ja auch nicht ,,aus dem Nähkästchen plaudern'' darf.

Den eigentlich geplanten Nachmittagsspaziergang musste ich wegen Regen unterbrechen und habe mich dem Aufschreiben des Traumes gewidmet. Ich möchte doch eine etwas größere Geschichte daraus machen und sie vielleicht in Episoden hier veröffentlichen.

* * *

Kurzgedicht:

Im Namen von Jean-Jacques Rousseau,
gibt es nur ein einziges ,,o''.

* * *

Mittwoch. Wieder so spät aus dem Bett! Immerhin war der Tag auf der Arbeit ganz gut. Der Comedian Abdelkarim hat nämlich in seinem Twitternamen HTML-Entities, um das Handle cool ausehen zu lassen. Da einer seiner Tweets aber in der Medienschau der Landesregierung gelandet ist und diese in unsere Datenbank importiert werden soll, haben die dem Script unbekannten Zeichen den Import abbrechen lassen (das Script ist übrigens von anno dunnemals). Ich habe eine Weile gebraucht, um in der Import-XML den Fehler zu finden, aber dann konnte ich mich für einen kleinen Moment wie ein Helf fühlen!

* * *

Am Sonntagabend ,,Birds of Prey'' gesehen. Irgendwie scheint ,,Women-Empowerment-Action-Komödie'' ein eigenes Genre geworden zu sein (,,Gunpowder Milchshake'' scheint auch darin zu passen). Ich fand den Film nett, albern und unterhaltsam. Die Action war gut und es machte Freude, den Damen dabei zuzusehen, wie sie mit tollen Moves irgendwelche doofen Muskelpakete zusammenhauen. Ewan McGregor chargierte den ,,Black Mask'' so dermaßen drüber, dass ich viel Lachen musste.

Einziges Problem: Ich verspüre eine unglaubliche Lust auf ein Eier-Sandwich ...

Sammelpost 018

Freitag. Die letzte Nacht war ein wenig besser. Ich bin zwar wieder nicht aus dem Bett gekommen, aber die Stimmung hebt sich ein wenig (oder besser: Sie normalisiert sich). Auch die innere Unruhe ist weniger geworden. Ich führe das auf die verstärkte Bewegung der letzten zwei Tage zurück: Wandern, körperlich anstrengende Arbeit im Bibliothekskeller, mehr Schritte im Alltag.

Ich versuche, ganz ruhig ins Homeoffice zu kommen. Heute will ich noch Aufräumen, denn es kommt die beste Ex-Frau von allen zu Besuch.

* * *

Es fällt mir auch endlich wieder leichter, mich innerlich abzugrenzen, mich sozusagen von meinem Drang zu bestimmten Menschen abzukapseln. Ihr könnte Euch vorstellen, dass sonst so kleine unsichtbare Fühler von mir ausgehen, die krampfhaft versuchen, sich mit diesen Menschen zu verbinden. Funktioniert das nicht oder bricht die Verbindung ab, entsteht großer Schmerz (Verlustangst). Natürlich ist das für niemanden gesund: Mich selber macht so etwas krank und für die anderen (wenn sie es denn überhaupt bemerken) ist das unangenehm bis übergriffig, weil sie sich plötzlich für meine Stimmungen verantwortlich fühlen.

Eine Imagination, die ich in der Klinik gelernt habe, ist da besonders hilfreich: Ich stelle mir vor, dass mein innerer Schmerzpunkt (er liegt ungefähr in der Mitte der Brust) von einer Muschel umschlossen und geschützt wird.

* * *

Ich nutze das Homeoffice und die relative Ruhe, um ein bisschen konzeptionell zu arbeiten. Wir haben nämlich noch ein paar Aufgaben zu bestimmten Workflows auf dem Zettel und über die nachzudenken, geht im Tagesgeschäft leicht unter. In meiner Bude kann ich auch einfach mal auf- und abgehen beim Nachdenken. In der Bibliothek sieht das nämlich leicht seltsam aus.

* * *

Am Freitagabend kam die beste Ex-Frau von allen zu Besuch und wir haben gegrillt, gequatscht und getrunken. Es war ein schöner Abend.

* * *

Samstag, Wandertag! Es ging wieder meine Lieblingsrunde durch den Stadtwald bis zum Entenfang (dort die obligatorische Frikadelle mit Pilsken). Danach kehrte ich in der Kneipe ,,Zum Hocker'' ein und das war sehr nett.

Später daheim habe ich noch Reste von Freitag vergrillt.

* * *

Sonntag. Heute war Ausruhen angesagt. Ich bekam nacheinander Besuch von zwei Freunden und das war sehr schön. Abends ein bisschen zu lange auf dem Balkon gesessen.

Sammelpost 017

Dienstag. In den letzten zwei Nächten gut und traumreich geschlafen, trotzdem endlos müde. Zwischendurch immer wieder Anflüge von starker, brennender Sehnsucht.

Zusätzlich steigen Gespenster aus alten Zeiten aus dem Sumpf empor.

Heute ist Homeoffice und das passt mir gut in den Kram. Vielleicht gehe ich bei entsprechendem Wetter mal eine Runde in den Wald oder über die Felder (die es hier im Ruhrpott ja durchaus auch gibt).

Vielleicht muss ich mal wieder etwas innerlicher werden, anstatt mich im Außen zu verlieren.

* * *

Leider konnte ich nicht Spazieren gehen, da es dauernd geregnet hat. Fühlte mich wie eingesperrt. Etwas im Sachbuch gelesen, das hat mich abgelenkt. Später am PC gespielt.

Am Abend viel zu viel gegessen.

* * *

Kaum Nachtschlaf. Schwere, düstere Gedanken im Karussel. Wieder Angst vor einem erneuten depressiven Schub.

In den Morgenstunden krank gemeldet, dann kleine Schlafportionen nachgeholt. Immerhin einen luziden Traum gehabt (da er erotischer Natur war, schreibe ich ihn hier nicht auf).

Zerknirscht und mit schlechtem Gewissen am späten Vormittag aufgestanden und mir vorgenommen, den Tag wenigstens dazu zu nutzen, wieder zu mir zu kommen.

* * *

Gelaufen, gelaufen, gelaufen. Den Nachmittag war ich auf den Beinen, bis meine Füße schmerzten. Mit jedem Kilometer kam mein Gehirn wieder auf Spur, spürte ich mich selber wieder besser.

Die Erkenntnis: Bewegung ist für mich wirklich das A und O, um geistig stabil zu bleiben!

Ich merke immer mehr, wie die regelmäßige Nutzung von ProPerspektive Online mir hilft. Das regelmäßige Erfassen der Stimmung, das ,,Tagebuch'' (dessen Inhalte mal mit der Unterstützerin oder dem Unterstützer teilen kann) sind wirklich gute Tools, um mein eigenes Verhalten und die Emotionen zu reflektieren. In den einzelnen Modulen bekomme ich nach und mehr mehr Wissen und auch mehr Tools vermittelt.

(Disclaimer: Ich nutze diesen Dienst über meine Krankenversicherung kostenlos. Vom Anbieter Thieme oder dem Hoster Silvercloud bekomme ich nichts.)

* * *

Homöopathische Pestbehandlung. Erstverschlimmerung: Tod.

* * *

Donnerstag. Wieder eine Nacht mit wenig Schlaf. So langsam geht mir die Puste aus. Heute Abend will ich mal eine Extraportion Atosil nehmen.

Auf der Arbeit viel im Keller geschuftet. Die körperliche Betätigung hilft. Bin aber trotzdem in trauriger Stimmung.

Mittagessen alleine in der Kantine. Ich möchte irgendwie niemanden sehen. Das Essen (gefüllte Canneloni) schmeckt aber ziemlich gut.

* * *

Vor dem Feierabend kam mich eine ehemalige Kollegin besuchen, die ich schon seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr gesehen hatte. Wir haben viel gequatscht und das hat gut getan.

Danach bin ich zu Fuß mit einem ordentlichen Umweg zum Hauptbahnhof gelaufen. Das war auch gut, auch wenn ich wieder ordentlich geschwitzt habe.

Langsam kam ich wieder mehr zu mir und konnte mich innerlich besser von einem bestimmten Menschen (der mir sehr viel bedeutet) abgrenzen.

Manchmal wäre ich gerne eine Insel.

Sammelpost 016

Freitag. Uff! Viel zu lange auf dem Balkon gesessen gestern! Aber die Folge von ,,Geschichten aus der Geschichte'' über Camillo Castiglioni war einfach zu interessant und spannend.

Verknautscht, aber mit recht guter Stimmung aufgestanden. Ob ich nicht doch lieber mal ein Käffchen kochen sollte?

* * *

Mein neuer Bürostuhl ist da und nun sitze ich im Homeoffice wie ein Herr!

Mein neuer Bürostuhl

* * *

Von meiner Chefin habe ich nachträglich zum Geburtstag eine Tasse geschenkt bekommen, die mich doch sehr erfreut:

* * *

Tasse Mitarbeiter des Monats

* * *

In der Mittagspause noch schnell (jaaaa, ich weiß: Eigentlich sollte ich pausieren!) die neue Brille abgeholt. Ich bin sehr zufrieden, ja fast schon glücklich damit: Sie steht mir gut, sitzt prima und ich kann wieder toll sehen! Der Arbeitstag plätscherte ruhig vor sich hin. Nach einem frühen Feierabend aß ich zum ersten Mal seit dem Lockdown bei Sawadi und habe es wieder einmal echt genossen.

Danach ging ich noch auf ein paar Biere in den Finkenkrug. Abends schaute ich auf Netflix den Film ,,Solomon Kane''. Die ganze Zeit überlegte ich, ob ich den Film nicht schon einmal gesehen habe und warum ich mich dann nicht an ihn erinnern könne. Meine Erkenntnis nach dem Film war: Er ist dermaßen egal, dass ich ihn wohl einfach vergessen habe.

Schade um die schöne Geschichte!

* * *

Hameln

Samstag nach Hameln, Lars besuchen. Wir landeten im K3 und später noch im KaLeu. Ich traf Freunde und nette Leute, die ich bisher noch nicht kannte.

Die Rückfahrt am Sonntag zog sich ganz schön, aber ich habe im ICE einen anständigen Platz gekriegt und konnte sogar ein wenig schlafen.

Den Nachmittag Der dunkle Turm geschaut. Der Film war so ziemlich genau richtig für einen verkaterten Sonntag.

Früh zu Bett.

Sammelpost 014

Montag. Erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Nicht aus dem Bett gekommen und erst spät am Vormittag im Büro erschienen. Dann erst einmal E-Mails gelesen und den Posteingang aufgeräumt. Seltsame Stimmung, halb bei mir selber und halb woanders.

Mir schwirrt der Kopf beim Versuch, die Aufgaben zu sortieren.

In der Mittagspause einen Spaziergang an den Rhein gemacht und der hat gut getan:

Mittagspause am Rhein

* * *

Wenn da so ein Thema in der Öffentlichkeit diskutiert wird und man selber den wahren Hintergrund und sogar Namen kennt, sie aber nicht öffentlich nennen darf, dann macht das ein seltsames Gefühl in einem.

* * *

Es klappt einigermaßen gut, mich von dem Menschen, der toxische Gefühle in mir auslöst, fernzuhalten. Es tut trotzdem weh und bindet viel Kraft und Aufmerksamkeit.

* * *

Als privilegierter weißer alter Sack ertrage ich den Pendlerverkehr mit Hilfe einer Fahrkarte für die erste Klasse.

Nun gerate ich immer Mal wieder in einen Gewissenskonflikt:

Oft setzen sich Menschen in die erste Klasse, die von außen betrachtet kein solches Ticket haben. Dies passiert häufig im RRX, da hier die entsprechende Beschilderung nicht sonderlich deutlich ist.

Mein Dilemma: Soll ich die Leute warnen, dass sie bei einer Kontrolle eine Straffe zahlen müssen oder falle ich hier selber auf meine eigenen Vorurteile rein?

Ich selbst sehe ja auch nicht gerade so aus, als könne ich mir das Ticket leisten ... bin ich es gar schuld, wenn andere Leute sich unberechtigterweise in die erste Klasse setzen weil sie denken: ,,Ach, wenn der abgerissene Typ hier sitzt, ist es bestimmt schon in Ordnung!''?

* * *

Großeinkauf im Edeka, dabei Podcast gehört. Ich tue das immer, um mich von dem beklemmenden Gefühl und der aufkeimenden Panik abzulenken, die mich in Supermärkten immer befällt.

Abends völlig schlaff ein paar Telefonate geführt und Dinge am PC erledigt. Danach ein bisschen Youtube geguckt und mich dabei etwas schmutzig gefühlt.

Gegen 22 Uhr ins Bett.

* * *

Dienstag. Wieder schlecht geschlafen, aber weiterhin nicht darüber geärgert -- im Gegensatz zu früheren Zeiten. Zwar bin ich um sechs Uhr eine halbe Stunde später als geplant aufgestanden, immerhin habe ich es geschafft, aus den Federn zu kommen. Ein frühes Frühstück (ein ,,Rosenbrötchen'' mit Radieschen und Schinken) gab Struktur. Danach Träume aufgeschrieben und Kaffee getrunken.

* * *

Nachdem ich mir schon eine Lizenz für iA Writer auf dem PC gekauft hatte, habe ich noch einmal tief in den Geldbeutel gegriffen und mir auch eine für mein Android-Smartphone gekauft. So kann ich auch leichter auf dem Handy bloggen. Zwar funktioniert dies mit der Demoversion auch ganz gut, aber die Anbindung an Google Drive (wo die Entwürfe liegen) ist so einfacher und außerdem möchte ich die Arbeit der Programmierinnen und Programmierer, deren Apps ich gerne und häufig nutze, auch honorieren.

Richtig billig ist das Programm nicht, aber der Preis ist es meiner Meinung nach wert.

* * *

Ich folge im Homeoffice einem Vortrag der Antisemitismusbeauftragten der Landesregierung NRW, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, welche in unserer Dienststelle zu Gast ist.

Fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten sich die inzwischen etablierte Videokonferenz-Etikette und schalten von sich aus Mikrofon und Kamera aus.

Um das VPN zu umgehen, habe ich mich mit meinem privaten PC eingewählt und kann nebenbei auch mal mein Blog sichern und andere Dinge tun.

Das Update meines Feedreaders FreshRSS auf die aktuelle Version hat auch geklappt. Uff!

Erfreulicher Effekt: Der Feedreader ist deutlich schneller geworden und das freut mich doch sehr.

* * *

Ich denke darüber nach, meinen Podcast Kieselfunk neu aufzusetzen, da mein bisheriges CMS Podcast Generator doch ein bisschen frickelig ist. Doch was wäre eine Alternative? Wordpress? Da müsste ich viel Energie und Zeit reinstecken, um die Installation abzusichern. Fremder Hoster? Dann wäre ich von anderen Anbietern abhängig, allerdings ist Podcasting momentan so in aller Munde, dass die großen Hoster sicher einigermaßen stabil aufgestellt sein sollte.

Hat jemand Meinungen dazu?

* * *

Mittagspause mit Salat, Brötchen und Kaffee auf dem Balkon.

Mir ist klar geworden, dass ich im Homeoffice richtig Pause machen muss, anstatt ,,mal schnell was'' zu erledigen. Ich mache im Homeoffice ja eh zu wenig PC-Pausen.

Sammelpost 013

Mittwochmorgen. Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass. Gestern habe ich mich mit einer ehemaligen Mitstudentin aus dem ersten Studium (lang, lang ist's her!) getroffen. Wir haben stundenlang am Rhein gesessen und haben gequatscht. Es war nett, lustig und gehaltvoll. Ich war erst spät wieder zu Hause. Die Nacht war voller wirrer Träume und ich bin gut gelaunt aufgewacht. Aufgestanden gegen neun Uhr und in kindlich-fröhlicher Stimmung durch die Wohnung gehopst.

Die Gespräche gestern haben mich zu einem Entschluss gebracht, der einerseits schmerzt, mich auf der anderen Seite aber auch befreit.

Zum Frühstück Spiegelei auf ,,Saftkornbrot'', dazu Kaffee. Im Radio ein Gitarrenkonzert von Vivaldi. Im Hintergrund rauscht der Regen.

Der Regen entbindet mich auch von der selbst auferlegten Pflicht, etwas ,,unternehmen'' zu müssen. Stattdessen will ich lieber die Wohnung aufräumen und putzen, denn das ist mal wieder überfällig.

* * *

Die letzte Urlaubswoche geht zu Ende und ich wünschte, ich hätte doch vier Wochen genommen.

* * *

Im Erdgeschoss unter mir werden noch immer die beiden leerstehenden Wohnungen saniert und das nervt nach den vielen Wochen dann doch ganz schön.

* * *

Einen Termin für eine Stuhlberatung gemacht. Das hat nichts mit Verdauung zu tun, sondern mit meinem Rücken.

* * *

Erwähnte ich, dass mich meine neue Brille einen horrenden Betrag kosten wird? Ich will nicht jammern, denn Rücklagen dafür sind vorhanden und ich möchte bei einem Ding, welches ich den ganzen Tag auf der Nase herumtrage, nicht sparen.

Das neue Gestell gefällt mir ganz besonders.

* * *

Zeitsprung auf Freitag: Seit ein paar Tagen geht es mir wieder schlechter. Ein Gespräch hat mich auf den Gedanken gebracht, dass ich mich von einer bestimmten Person fernhalten sollte, da sie doch sehr narzisstische Züge aufweist. Ich denke wieder viel über meine Affäre mit einer Narzisstin nach, schlafe schlecht und bleibe tagsüber lange im Bett und auf dem Sofa.

Sammelpost 012

Den Sonntag viel geschlafen. Außerdem die gesamte erste (und bisher einzige) Staffel von ,,Sweet Tooth'' gesuchtet. Die Serie hat mich voll gepackt und auch sehr berührt. Vor allen Dingen das Pandemie-Setting war unheimlich.

* * *

Auch wenn ich ,,die Sache'' eigentlich ganz gut im Griff habe zur Zeit, kam im Laufe des Tages immer wieder heftiges Herzeleid auf. Immerhin hat die Angebetete am Wochenende mal an mich gedacht.

* * *

In der Nacht auf Montag wieder viel geschlafen. Mein Schlafbedürfnis ist momentan sehr groß. Als am Morgen die Träume dann immer wirrer und beunruhigender wurden, bin ich um halb zehn aufgestanden. Die letzte Urlaubswoche beginnt!

In mir wächst das Gefühl, in meinem Urlaub zu wenig unternommen zu haben. Dabei habe ich mich ja auch viel ausgeruht und gelesen, also etwas für meinen Kopf getan.

Diese Woche will ich nun wieder mehr Struktur in meinen Alltag bringen (was mir ja besonders schwer fällt -- vor allen Dingen, wenn mir keine Struktur von außen vorgegeben wird).

Immerhin habe ich die erste Stunde des Tages mit Kaffee, RSS-Feeds und einem Körnerbrötchen mit Schinken sehr genossen.

* * *

Das Radio läuft: In den Nachrichten wird berichtet, dass irgendwas diskutiert wird.

Da nich' für!

* * *

Bei einer Runde Besorgungen auch beim Optiker vorbeigeschaut, da das Gestell meiner Gleitsichtbrille verbogen ist. Es hat sich herausgestellt, dass der Rahmen einen Riss hat und ich ein neues Gestell brauche. Genau dies hatte ich befürchtet, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ein Termin für das neue Brillengestell ist schon gemacht.

* * *

Bei ProPerspektiveOnline das erste Einstiegsmodul gemacht. Bisher eher informativ denn mit Übungen. Trotzdem fühlt es sich für mich an, als ob ich wieder mehr Kontrolle über mein Leben bekomme. Die Achtsamkeitsübungen (= Meditationen) sind auch ganz gut.

* * *

Was fressen Motten eigentlich, wenn sie keine Anziehsachen kriegen?

* * *

Die Nacht auf Dienstag war weitgehend schlaflos, obwohl ich keinen echten Grund dafür erkennen kann. Vielleicht war ich überschlafen. Das warme Wetter hatte sicher auch dazu beigetragen. Am Dienstagmorgen länger als geplant im Bett geblieben.

Das neue Brillengestell gefällt mir ganz gut. Nur sind meine Gläser zu schwach und brauche neue. Da wird einiges an Geld aus meiner Tasche fließen. Trotzdem freue ich mich auf die neue Brille.

* * *

Das Buch ,,Weniger schlecht programmieren'' von Kathrin Passig und Johannes Jander bei der Buchhandlung abgeholt. Lars hatte es mir empfohlen und mir ein paar Auszüge vorgelesen. Bei einigen Beispielen habe ich mich schon ein bisschen ertappt gefühlt ...

* * *

Am frühen Nachmittag ging es nach Düsseldorf zu einem kleinen Ausflug. Dort habe ich meine Mostert-Vorräte aufgefüllt:

Gewürzladen Düsseldorf Altstadt

Zu Mittag gab es das wirklich sehr leckere Falafel vom ,,Libanon Express''. Genau das richtige für so einen warmen Tag!

Im Spee'schen Park habe ich mich ausgeruht und diese Zeilen hier geschrieben.

Sammelpost 011

Mittwoch: Der geburtstägliche Abend auf dem Balkon wurde zu einer Nacht auf dem Balkon. Dementsprechend malade fühlte ich mich am Mittwoch darauf. Was soll's?! Man hat nur einmal im Jahr Geburtstag.

Für so einen Sofakatertag ist der Film ,,Die glorreichen Sieben'' hervorragend geeignet. Danach gab es noch eine halbe Folge ,,Disenchantment'' und es ging früh ins Bett.

* * *

Donnerstag: Wohnung aufgeräumt, Einkaufen gewesen. Zu Mittag ein Minifladenbrot mit Feta und Salat gegessen. Danach Mittagsschlaf. Auf dem Balkon weiter ,,Deutsche Krieger'' gelesen (das Kaiserreich ist nun passé und auch die Weimarer Republik liegt in den letzten Zügen).

Am Nachmittag machte ich einen Spaziergang durch das Naherholungsgebiet auf dem Kaiserberg. In der angenehmen Kühle des Waldes habe ich ein wenig E-Mails geschrieben und gebloggt. Gerade fällt es mir schwerer, mich auf Dinge einzulassen, die mir gut tun. Die altbekannte Mischung aus Aufregung und Müdigkeit meldet sich wieder, ist aber aushaltbar. Der innere Knoten aus Angst in meiner Brust hat sich weitgehend gelöscht. Das Sertralin scheint zu wirken.

* * *

Podcastempfehlung: ,,Erzähl mir was Gutes'' von und mit Susan Link und Markus Barth.

* * *

Dieses Jahr wurden bei jeder Gelegenheit Freibadpommes über den grünen Klee gelobt.

Ist das irgendein Insiderwitz, den ich nicht verstanden habe?

* * *

Schon lange kein Foto mehr gepostet:

Bloggen im Wald