KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Sammelpost 057

Montag. Für einen Montag einigermaßen gut aus dem Bett gekommen.

Leichte Trigger im Minutentakt.

Nicht gut. Gar nicht gut.

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Der Himmel ist klar und es ist kalt und trocken draußen. Am liebsten würde ich jetzt durch die Ruhrwiesen stapfen anstatt im Homeoffice zu sitzen. Nervenglühn und Feuer in der Brust.

Zwischendurch bin ich wieder bei mir und fühle mich mit mir selber wohl. Das war vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders und mir fällt ein, dass ich mich letztes Jahr im Lockdown doch häufig ganz schön einsam gefühlt habe.

Allerdings werde ich zunehmen haushaltsfaul, denn ich sage mir immer wieder: ,,Ach, das kannst Du ja auch morgen noch machen!''

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Vor der Gruppentherapie eine ordentlichen Spaziergang gemacht. Der hat mal wieder gut getan. Die Gruppe war für mich nicht so anstrengend wie sonst, trotzdem hat es danach sehr in mir gearbeitet. Obwohl für mich montags ja die Regel gilt: ,,Nach der Gruppe nichts vornehmen!'' habe ich die Küche gewischt (war echt mal nötig!). Danach zu lange am PC gezockt.

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Dienstag. Gut geschlafen mit seltsamen Reiseträumen. In einem wollten meine Eltern und ich mit einer Autofähre fahren und mein Vater bestand darauf, dass meine Mutter den Wagen auf das Schiff fahren solle. Ich hingegen musste noch mal schnell aufs Klo. Dort traf ich auf einen Mann, der die Hose seines Sohnes auswusch. Wir kamen ins Gespräch und er empfahl mir den Besuch einer bestimmten Gegend in den Niederlanden. Dort gäbe es ,,Dornenfelder'' und den ,,Deutschen Acker'', wo man herrlich wandern könne.

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Aufgestanden um halb acht und mit einem Kaffee ins Homeoffice. Über mir klöntern wieder die Handwerker herum.

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Leichte Übelkeit. Keine Ahnung, wo die herkommt.

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Weiterhin halte ich maximalen Abstand zur Wunderschönen und das tut mir gut. So kann sie mir nicht (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) weh tun.

Leider kann ich es nicht immer verhindern, sie zu sehen und das schmerzt jedes Mal.

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Mittags eine Meditation für schwere Situationen gemacht, die ich im MBCT-Kursus gelernt habe. Die hat sehr geholfen.

Zum Feierabend mit Freund Th. telefoniert und danach direkt an den PC, um mich mit dem mittelalterlichen Böhmen abzulenken.

Irgendwie habe ich fast den ganzen Tag nur am Schreibtisch gesessen.

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Mittwoch. Aufgestanden um acht Uhr und ins Homeoffice eingeloggt. Starke Netzwerkprobleme allüberall. Um nicht wieder den ganzen Tag im Bürostuhl abhänge, möchte ich die Mittagspause an der frischen Luft verbringen.

Viele Emotionen und Ängste kommen hoch.

Überlebensmodus.

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Mit etwas Glück kann ich mir in der nächsten Woche auf der Arbeit meine Booster-Impfung abholen.

Das wäre mal ein Lichtblick.

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In der Klausurtagung für meine neue Aufgabe (WebEx) bin ich eher lustlos und ich hoffe, dass sich das noch ändert.

Als virtuelle Pinnwand wird ,,Mural'' genutzt. So langsam ermüden mich die vielen Tools.

Die Klausurtagung zieht sich und ich werde sehr, sehr müde. Immerhin lässt die innere Unruhe nach. Zwischendurch haben ich mir Kaffee gemacht. Lerneffekt: Wenn man herzhaft gähnt und dann erst bemerkt, dass die Kamera noch an ist, wird man auch ohne Koffein wieder wach.

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Die Stadt Königs Wusterhausen, in der ich während meines zweiten Studiums häufig logierte, ist der Schauplatz eines furchtbaren Verbrechens geworden: Ein Mann hat seine Familie und dann sich selbst erschossen. Angeblich hatte er Angst vor den Konsequenzen, die ein gefälschtes Impfzertifikat seiner Ehefrau nach sich ziehen würde.

Wenn das wirklich den Tatsachen entspricht, dann fällt es mir schwer, darauf nicht zynisch zu reagieren. Da haben Leute Angst vor einer Impfung, nehmen sich aber aus Furcht vor Verhaftung das Leben.

Es schockierend und traurig.

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Was wir brauchen ist ein Impflicht zur Weihnachtszeit. Ein kleines, helles Impflicht.

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Nach 8 Stunden Videokonferenz bin ich mehr als durch. Kopf und Rücken schmerzen.

Die gute Nachricht des Tages: Am kommenden Dienstag habe ich meinen Booster-Termin.

Sammelpost 056

Mittwoch. Nachdem ich so schändlich spät im Bettchen lag, musste ich natürlich morgens Schlaf nachholen. Ich habe es jedoch auch trotz der Deutschen Bahn pünktlich zur Lagebesprechung geschafft. Die Schlagzeilen zu Corona verstärken in mir den Drang, daheim zu bleiben und ich bin heilfroh darüber, jetzt mehr Homeoffice machen zu können.

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Donnerstag. Nach einer unruhigen Nacht müde ins Homeoffice. Fast den ganzen Tag in einer ViKo (,,Onboarding-Workshop'') zum Thema Open Data verbracht. Der Termin war sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Den Rest des Arbeitstages völlig erschöpft herumgepimmelt.

Nach Feierabend ein wenig aufgeräumt (das Schicksal des Unordentlichen ist das ständige Aufräumen) und ,,Kingdome Come'' gespielt. Das Spiel macht mir weiterhin unglaublichen Spaß: Zum einen läuft und reitet man durch eine sehr schöne, stimmungsvolle Landschaft, zum anderen sind die gelegentlichen Kämpfe sehr spannend und schwer. Vielleicht nehme ich mir am Wochenende mal so richtig viel Zeit zum Zocken, denn irgendwann wird meine Begeisterung auch wieder nachlassen.

Allerdings lädt das momentane Wetter und ,,die Situation'' ja dazu ein, vor dem PC abzuhängen.

Abends spontan Essen beim thailändischen Imbiss (,,Mr. Wasabi'') bestellt und es sehr genossen.

Zeitig zu Bett.

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Freitag. Lange in Morpheus' Armen verbracht. Ganz schön gemütlich, so ein Bett! Erst lustlos, dann immer motivierter im Homeoffice gearbeitet. Große Vorfreude auf den Besuch des Thronfolgers.

Da uns ,,Daredevil'' momentan zu düster ist, haben wir ,,Rick and Morty'' geguckt und uns beömmelt. War genau das Richtige!

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Samstag. Geschlafen, geschlafen, geschlafen. Mich irgendwann durch den kalten Regen zum Einkaufen gezwungen. Brokkoli-Kartoffel-Auflauf gemacht und abends ein bisschen Homekneiping.

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Sonntag. Wieder viel geschlafen. Mit Freunden telefoniert und einen Spaziergang gemacht. Abends dann thailändisches Essen und ,,Jurassic World: Fallen Kingdome'' geschaut.

Früh zu Bett.

Sammelpost 055

Freitag. Die Nacht war besser als die vorherige und ich konnte wieder arbeiten (Homeoffice). Habe mich mit unserem Steinzeit-CMS herumgeärgert.

Mittags ein Schläfchen.

Ich mag heute nicht rausgehen.

Ist es eigentlich statthaft, sich schon um 17 Uhr den Schlafanzug anzuziehen?

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Samstag. ,,Tag der Achtsamkeit'' von meinem MBCT-Kursus. War sehr gut und ich habe wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Nur einmal, als ich während einer Körperübung auf dem Fußboden auf dem Monitor meinen eigenen, graubesockten Fuß wie eine Sockenpuppe auftauchen sah, musste ich gar herzhaft lachen.

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Am späten Nachmittag kamen der Thronfolger und ein guter Freund zum Kochen vorbei. Es gab Nudeln in Lachs-Sahne-Weißwein-Soße und die waren sehr lecker.

Lange zusammengesessen.

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Sonntag. Viel und lange geschlafen. Rumgeschlufft. Die ersten Episoden von ,,Arcane'' geguckt und thailändisches Essen gegessen. Früh zu Bett.

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Montag. Wirre, wilde Träume voller Schießereien und Gewalt. Lange geschlafen und zermatscht ins Homeoffice. Rücken- und Kopfschmerzen.

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Mittags Feierabend, weil ich zur Personalausweisabholung musste. Die Fußgängerzone mit dem Weihnachtsmarkt großräumig umlaufen. Die Straßenbahn habe ich auch gemieden.

Die Kopf- und Rückenschmerzen vertrieb die frische Luft. Eine traurige Zeit beginnt, denn nun kann/möchte ich nicht mehr mal schnell in ein Café oder eine Wirtschaft auf ein Heißgetränk oder eine Kleinigkeit zu essen (ich weiß: Ich jammere auf hohem Niveau!).

Da ich seit dem Frühstück aber nichts gegessen hatte, bin ich doch in einen orientalischen Imbiss und habe ein halbes Hähnchen gegessen. Als es serviert wurde, hatte ich erst den Gedanken, dass man mir statt eines halben Grillhähnchens eine Art Hähnchendöner gemacht haben müsse. Es hatte bei der Bestellung auch ein paar Verständigungsschwierigkeiten gegeben. Passiv, wie ich bin, freundete ich mich mit der Situation an und aß erst einmal die zwei Stücke dünnes Fladenbrot mit einem leckeren, warmen Aufstrich, die obenauf lagen.

Dann nahm ich das große Fladenbrot hoch und darunter lag das halbe Hähnchen.

Es hat sehr gut und ungewöhlich geschmeckt. Dummerweise habe ich vergessen zu fragen, aus welchem Land die Würzung kommt. Satt und zufrieden ging ich meiner Wege.

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In der Gruppe war ich heute erst einmal sehr ruhig. Irgendwie war ich so bei mir, dass ich wenig erzählt habe. Trotzdem habe ich wieder einmal ein paar wichtige Dinge mitgenommen.

Daheim die Küche ein wenig aufgeräumt.

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Wozu nützt eigentlich eine Impfpflicht, wenn eh nicht genügend Impfstoffe da sind?

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Im Büro fand ich heute morgen eine Adventskarte und einen Schokobären von einer Kollegin vor. In der Karte steht etwas wirklich sehr liebes geschrieben und ich habe mich sehr über diese kleine Geste gefreut!

Wegen eines gewissen kommunikativen Overkills (3 Vikos am Vormittag) war ich alleine in der Kantine und aß Entkeule mit Rosenkohl und Rosmarinkartoffeln. Sehr lecker!

Der Kantinenpächter machte einen verzweifelten Eindruck, weil jetzt die Homeofficepflicht wieder kommt und er nicht weiß, wann wie viele Leute im Dienstgebäude sind und er die Essensmengen schlecht kalkulieren kann.

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Nach der vierten Viko rauscht irgendwie alles durch den Kopf. Ich drucke eine Kabinettvorlage aus und schaue sie an wie eine Kuh ein Ufo anschauen würde.

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Feierabend im Dunkeln, was natürlich keine Kunst ist zu dieser Jahreszeit. Als letzter in der Bibliothek plötzlich starke Gefühlswallungen, die ich jedoch gut annehmen konnte. Weiter Erkenntnisse in das Gefühlstagebuch geschrieben.

Abends mit einem Freund telefoniert und beim Computerspielen das erste Mal seit langem komplett die Zeit verloren. Plötzlich war es 0 Uhr!

Sammelpost 054

Samstag. Lange im eigenen Jugendbett geschlafen. Gemütliches Frühstück im Wohnzimmer des Elternhauses. Dazu gute und lustige Gesprächt.

Gegen 14 Uhr fuhren wir dann wieder los. Th. brachte mich nach Duisburg und fuhr dann in seinen Wohnort weiter.

Ich machte es mir gemütlich und begann spontan damit, die Realverfilmung von ,,Cowboy Beebop'' auf Netflix zu schauen. Ich bin sehr begeistert von dem kruden Genre-Mix und dem abgedrehten Humor.

Später kam noch die beste Ex-Frau von allen auf einen Glühwein vorbei. In unseren Gesprächen war von Lachen bis Tränen alles dabei.

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Sonntag. Schön lange geschlafen. Zum Frühstück Spiegelei auf Toast, dazu Kaffee. Danach Bloggen.

Draußen fallen die gelben Blätter von den Bäumen. Ich habe ein angenehmes Herbstgefühl.

Küche und Bad geputzt. Das war anstrengend, aber endlich habe ich Fortschritte gemacht, meine Bude wieder wohnlicher zu machen. Abends beim Lieferdienst thailändisches Essen bestellt. Es war nicht so lecker wie das bei Sawadi, aber trotzdem ganz gut.

Weiter ,,Cowboy Bebop'' geschaut.

Früh zu Bett.

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Montag. Für eine Nacht von Sonntag auf Montag war der Schlaf ganz ordentlich. Ich wurde zwar häufig wach, konnte aber immer wieder einschlafen.

Aufgestanden um halb sieben zu Kaffee und Blog. Die ganzen Corona-Nachrichten machen mir Angst. Mir sind noch immer die eindringlichen Warnungen von RKI-Präsident Lothar Wieler im Kopf.

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In der Nacht fiel mir der Witz ,,Fußmatte Stølpr'' ein und im Wachzustand finde ich den überhaupt nicht mehr so lustig. Immerhin habe ich ihn nicht vergessen.

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Im Homeoffice lustlos. Leichte Trigger. Innere Unruhe steigt.

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Zwischendurch mal schnell zum Doc und das Rezept für meine Grippeschutzimpfung abgeholt. Jetzt muss ich nur noch einen Termin für die Impfung selber machen.

Für meine Booster-Impfung im Januar konnte ich noch nichts klar machen.

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Von der Wunderschönen halte ich mich jetzt fern, so gut es eben geht. Meine eigenen Gefühle tun mir nicht gut und ich gehe mal davon aus, dass sie eh nicht erwidert werden.

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Der Arbeitstag endete um 14 Uhr. Mich verwirren weiterhin die fröhlich blinkenden Buden in der Innenstadt. Ich möchte das nicht!

Ich gönne mir eine Kirsch-Mohnschnecke, die jedoch bei Essen auseinanderbricht und zu Boden fällt.

Das Schicksal ist ungerecht!

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In Duisburg kann man sich an den öffentlichen Impfstellen schon ab 5 Monaten nach der Zweitimpfung boostern lassen. Wenn das so stimmt, könnte ich mir ab dem 05.12. meine Drittimpfung abholen.

Das ist doch mal eine Perspektive!

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Die Gruppentherapie war wieder einmal sehr fordernd. Danach habe ich mir einen Döner geholt und einfach mal schön faul ,,Kingdom Come'' gespielt. In der Hauptstory hat die Spielfigur Heinrich seine ersten beiden [Kumanen](https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kiptschak_(Volk))-Krieger getötet und besitzt nun ein Pferd. Am späteren Abend begann der Hals zu kratzen, dazu Husten.

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**Dienstag.** Mit rauem Hals aufgewacht. Husten, Schnupfen. Im Büro Bescheid gegeben, dass ich wohl besser im Homeoffice bleibe. Schnell noch eine Viko für die Lagebesprechung gebucht. Danach AG-Sitzung (ebenfalls Viko). Ich trinke derweil Tee.

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Trübes, trauriges Wetter. Das Drinnen ist schön warm. In der Mittagspause habe ich mir eine Dose mit einem Wurst-Eintopf aufgemacht und Nudeln dazu gekocht. Genau für einen solchen Fall habe ich so etwas im Haus. Ich möchte nämlich nicht hinaus in den Sprühregen zum Einkaufen. Da würde meine Erkältung nur weiter wachsen und ich stecke nachher noch jemanden an. Nachmittag Referatslage, wahrscheinlich die letzte, in der so viele vor Ort sind.

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Nach Feierabend am PC gespielt und eine weitere Folge meiner Serie geschaut. Es fühlte sich ganz gut an, auch mal einen richtig faulen Nachmittag und Abend in der Wohnung zu verbringen.

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**Mittwoch.** Recht gut geschlafen. Seltsame Träume. Mir träumte wie schon so oft in letzter Zeit, dass ich irgendwo anders sei (in diesem Fall eine Art Urlaub am Meer) und es ist immer entweder der Abreisetag oder ein Tag davor und ich bin schon aufgeregt, weil ich noch packen muss und ich nichts vergessen will. Diesmal hatten wir noch einmal Unterricht, bevor es heimwärts gehen sollte und war nervös, weil wir ja durch ein fremdes Land zum Flughafen mussten. Einmal ging ich noch ans Meer und suchte mir einen Platz zwischen deutschen Rentnern. Später zeigten mein alter (leider schon verstorbener) Schulfreund N. und ich uns unsere Füller und verglichen ihre Federstärken. Dann träumte mir noch, dass ich bei meinen Eltern im Garten eine seltsame Installation sah: In eine Pflanze war eine Actionsfigur eingearbeitet und es sah aus, als würde der Spielzeugmann langsam aufgelöst. Dann bewegte sich etwas in der Pflanze und ein Wesen mit dem Kopf eines [Predators](https://de.wikipedia.org/wiki/Predator_(Film)) entschlüpfte ihr. Es handelte sich um ein verkleidetes Eichhörnchen. Meine Mutter erklärte mir, dass sei die Installation einer Künsterlin und ich war fasziniert und angewidert zugleich.

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Aufgestanden um 6:30 Uhr und schon spürte ich meinen Emotionen nach. Im Radio höre ich, dass es eine Stellwerksstörung in Duisburg gibt und da habe ich mit meiner kleinen Erkältung ja Glück gehabt. Meine Gedanken sind bei meinen ebenfalls mit dem ÖPNV pendelnden Kolleginnen.

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Weiter Gefühlsachtsamkeit und Gefühlsakzeptanz. Hilfreich und schwierig zugleich. Ich beobachte, dass meine ständige Müdigkeit weniger geworden ist. Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?

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Es ist weiterhin grau und trüb draußen. Im Laufe des Vormittages wieder ein leichter Trigger, der meine Gefühlsaktzeptanz auf die Probe stellt. Scham, Angst, Wut sowie das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein, sind sehr präsent.

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Irgendwann ließen die unangenehmen Emotionen nach. Zu Mittag gab es Kirschjogurt aus dem Glas.

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**Donnerstag.** Die Nacht durchgehustet und mich am Morgen krank gemeldet, da ich selbst für das Homeoffice zu fertig bin. Das ist meine erste ,,richtige'' Erkältung seit Beginn der Pandemie und ich muss sagen: Darauf kann ich gerne verzichten. Ich habe auch eine Idee, wo ich mich angesteckt haben könnte (heutzutage achtet man ja auf so etwas): Nach der Gruppe am Montag bin ich ein Stück des Heimwegs mit einer Mitpatientin gelaufen und wir haben uns unterhalten. Dabei haben wir die Masken abgenommen (ein Fehler!) und sie hat gehustet. Natürlich kann ich mich auch im Zug oder sonstwo angesteckt haben, aber dieser Weg erscheint mir der Wahrscheinlichste.

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Mittags mal eben zur Apotheke. Usseliges Wetter, Halskratzen. Ein komisches Gefühl. Der Plan für heute: Ein warmes Wannenbad, etwas Gesundes kochen und früh ins Bett.

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Um halb drei am Nachmittag ist der Tag gefühlt schon zu Ende. Einigel-Modus.

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Einer der schönsten Momente der letzten Zeit war der, als ich die Autostart-Einstellungen von Windows 11 gefunden habe.

Sammelpost 053

Mittwoch Trotz recht gutem Schlaf nicht aus dem Bett gekommen. Musste sogar einen dienstlichen Termin absagen. Bin einfach zu erschöpft.

Ich denke, ich muss jetzt was tun, um nicht in eine depressive Phase zu rutschen.

Reflexion und Analyse helfen. Gibt es ,,Baustellen'', die ich loswerden kann? Wo kann ich was abschichten oder mich rausziehen?

Gerne würde ich mir ein paar Tage freinehmen oder wenigstens Homeoffice am Stück machen, aber die ,,Handwerker'' (diejenigen, welche Schutt ins Klo kippen) bohren den lieben langen Tag in der Wohnung über mir herum und der Lärm ist kaum auszuhalten.

Am trüben, dunkeln Wetter kann ich auch nichts ändern.

Ich finde aber sicher schon was!

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Nach einer langen und anstrengenden ViKo mit einem anschließend recht vollem Aufgabenzettel (keine Beschwerde: Alles Sachen zu meinen Projekten, damit ich weiterkomme) ging es in die Mittagspause in die Landtagskantine Nordrhein-Westfalen. Dort war ich nämlich schon seit Jahren nicht mehr und mein Los in der Lunch-Lotterie hatte diesen Treffpunkt vorgeschlagen. Ich aß ein sehr leckeres Sauerbratenragout mit Gnocchi und unterhielt mich sehr angenehm mit einem jungen Kollegen.

Gerne würde ich dort regelmäßig essen gehen, aber ich fürchte, dass Corona mir einen Strich durch die Rechnung machen wird.

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Kaum bin ich im Büro, strömt der Regen.

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Am Nachmittag programmiert. Erst habe ich einen doofen Fehler gemacht und dann auch noch lange gebraucht, um ihn zu finden. Letztendlich die geplante Kleinigkeit funktioniert und ich habe etwas über globale Variablen in php gelernt.

Feierabend mit Kopfschmerzen und einem seltsamen Gefühl.

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Fast hätte ich den MBCT-Kursus sausen gelassen, mich aber dann doch dafür entschieden. Wie immer war genau das eine gute Entscheidung, denn meine Kopfschmerzen verschwanden und ich konnte mich sogar mit einem meiner momentan schwierigsten Gefühle verbinden.

Danach habe ich noch ein bisschen am PC gespielt (Heinrich lernt gerade Bogenschießen und Jagen) und bin gegen 22 Uhr ins Bett gegangen.

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Donnerstag. Homeoffice wegen Klempnertermin! Die Aufregung und Nervosität deswegen kommt zu meinen momentanen emotionalen Aufwallungen noch dazu. Man kann bei mir gerade weniger von ,,Gefühlsakzeptanz'' als von einem Bad in den Emotionen sprechen.

Ich schreibe viele Beobachtungen in mein Tagebüchlein.

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Der Klempner war da und hat den Abluss wieder flott gemacht. Nach dem Feierabend werde ich erst einmal das Bad putzen und dann entweder Baden oder Duschen.

Die Arbeit im Homeoffice fluppt ganz gut. Ich darf weiter an meinem Konvertierungsprogramm arbeiten und es entwickelt sich ganz gut. Momentan bereinige ich Fehler im Programm und in den Stammdaten. Außerdem wird noch an Aussehen der ausgegebenen Liste gefeilt.

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Gerade flattert durch das Netz, dass es in Deutschland möglicherweise deswegen mit dem Impfen so langsam vorangeht, weil die STIKO angeblich von Anthroposophen durchseucht* ist.

Das steigt bei mir gehörig der Blutdruck.

*Sorry für den Wortwitz!

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Abends nach der Dusche noch viel zu lange Kingdom Come Delieverance gespielt, weil es so gut lief. Heinrich hat zum ersten Mal einem Raubüberfall getrotzt und erfolgreich gewildert hat er auch. Mit dem erbeuteten Wild konnte ich er sich sogar ein Kettenhemd kaufen.

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Freitag. Vermatscht, aber früh aufgestanden und nach Düsseldorf gefahren. Mit Freund Th. gemeinsam negativ auf Corona getestet, denn wir wollen heute meine Eltern besuchen.

Mit einer Kollegin habe ich an einer Workflow-Übersicht gearbeitet und wir waren zu unserer Überraschung recht schnell damit fertig.

Danach lauschte ich einem Vortrag über Selbstfürsorge.

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Nach dem mittäglichen Feierabend ins Sauerland gefahren und dort einen sehr schönen Abend verbracht. Es war eine tolle Erfahrung, einem guten Freund die Gegend und das Haus zu zeigen, in denen man aufgewachsen ist, vor allen Dingen aber hat er meine Eltern kennen gelernt. Th. hat auch zwei seiner Klemmbausteinmaschinen mitgebracht und mein Vater war sehr fasziniert davon.

Sammelpost 052

Sonntagabend. Müde, müde, müde. Ich schaue den neuen Trailer von The Batman an. Irgendwie gefällt der mir und irgendwie verstehe ich nicht, warum man diesen Film überhaupt gemacht hat.

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Zum späteren Abend hin traurig.

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Hatte ich schon erzählt, dass ich wegen des noch verstopften Abflusses im Bad mich nur mit dem Waschlappen waschen kann?

Das hat irgendwie ganz gut geklappt. Vielleicht mache ich das demnächst ja häufiger, denn es spart im Gegensatz zum Duschen Wasser und Energie.

Allerdings freue ich mich schon wie Bolle auf die nächste ,,richtige'' Dusche.

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Montag. Unruhige Nacht. Wieder zu lange geschlafen. Mir spontan den Tag frei genommen, denn ich hätte nach Düsseldorf fahren, den Laptop holen und dann wieder um 12 Uhr in der Bude sein müssen, weil dann der Klempner kommen soll. Die ganze Jongliererei mit den Terminen war mir dann doch zuviel.

In der Nacht träumte mir von der Wunderschönen. Sie hatte eine neue, total abgefahrene Frisur mit langen Glitterbändern darin. Sie erzählte begeistert von ihrem Friseurbesuch und nannte ständig Hairstyling-Fachbegriffe, die ich nicht verstand. Sie selbst saß in einem Sessel ausgestreckt und trug ein geschlitztes Kleid und ich musste mich zwingen, nicht auf ihre langen Beine zu starren. Ich kniete vor ihr und einmal habe ich sie aus Versehen berührt. Das machte aber nichts. Später kam sie noch zu mir und zeigte mir ihre neuen Armbänder.

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Auf dem PC werkelt Windows 11 ganz nett vor sich hin. Das Startmenue in der Mitte ist sehr nett (erinnert doch stark an MacOS ...), auch wenn ich zum Runterfahren des Rechners immer noch in die linke Ecke des Desktops klicke.

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Gestern noch von der Packstation ein Paket mit neuen OP-Masken und Selbsttests abgeholt.

Man tut, was man kann.

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Der Klempner war da, ist aber unverrichteter Dinge wieder abzogen, weil für die Rohrreinigung der Nachbar unter mir da sein muss. Das hätte man mir ja auch mal vorher sagen können ...

Der Unruhelevel ist momentan bei ungefähr 70% und ich beginne, mich über alles und jeden zu ärgern.

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Nun konnte ich doch zur Gruppentherapie und das war sehr gut. Ich konnte über meine Probleme sprechen und habe gute Rückmeldungen erhalten. Danach traf ich mich mit dem Thronfolger im Ostenende zum Essen (montags ist der Laden immer recht leer und da traue ich mich noch).

Daheim musste ich meine kleinen Aktivboxen vom PC abklemmen, weil die plötzlich so einen Robotersound machten. Keine Ahnung, ob das was mit den Boxen oder mit Windows 11 zu tun hat (Soundkarten-Treiber?), aber ich steige auf das Headset um. Beim Herumrücken des PCs wegen der Anschlüsse finde ich meinen alten Kaweco-Füller wieder und freue mich.

Am PC noch ein wenig ,,Kingdome Come'' gespielt. Gegen 22:30 Uhr ins Bett.

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Dienstag. Recht gut geschlafen. Träume nicht erinnerlich. Aufgestanden vor dem Weckerklingeln und zwar um halb sechs.

Zum ersten Mal in meinem Leben mir in der Küche die Haare gewaschen. Meinen älteren Durchlauferhitzer für Warmwasser (einen mit ,,ewigem Licht'') habe ich mal ausgeschaltet, denn das bisschen Wasser für das Waschen kann ich auch mit dem Wasserkocher erhitzen. Es ist erstaunlich, wie gut das Ganze klappt.

Mit dem Nachbarn unter mir habe ich freundlichen Kontakt via WhatsApp wegen eines erneuten Klempnertermins. Ich nehme aber an, dass das Ganze noch eine Weile dauern wird.

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Ich übe mich in Gefühlsaktzeptanz. Nicht einfach. Mir ist klar geworden, dass ich in der letzten Zeit zu sehr im ,,Austernmodus'' war, um mich selbst vor meinen Gefühlen zu schützen. Allerdings sollte ich viel mehr mit ihnen arbeiten.

Ganz schön anstrengend.

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Für ganz persönliche Notizen (,,Gefühlstagebuch'') nutze ich nun wieder vermehrt mein schwarzes ,,Leuchtturm 1917''-Büchlein. Dort kommen Erlebnisse und Dinge hinein, die im Blog nichts zu suchen haben.

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Mittagsspazierung durch Düsseldorf-Bilk. Trübes Wetter, frische Luft. Ich bin gerade sehr innerlich und da benötige ich Abstand. Einige Sticker für meinen Instagram-Kanal fotografiert.

Tat gut.

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Entgegen meinen privaten Lockdown-Plänen noch einmal bei Sawadi essen gewesen (,,Dienstag ist Sawadi-Tag!''). Ich fürchte, dass war das letzte Mal seit langem und ich habe es genossen.

Daheim ganz schön platt vom Arbeitstag mit seinen Anforderungen. Diese waren heute -- neben meinen eigenen Baustellen -- menschlicher Art.

Abends habe ich noch ein wenig ,,Kingdom Come'' gespielt und mit dem komplexen Kampfsystem beschäftigt. Holy Shit! Da muss ich aber noch üben.

Zeitig zu Bett.

Sammelpost 051

Mittwochabend. Daheim vor dem PC MBCT-Kursus via Zoom. Warten auf die anderen. Verlegenes Anschauen.

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Schnellhefter. Aber mehr so als Beruf.

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Der Kursus war wieder sehr gut. Achtsamkeit ist gerade bei meiner Erkrankung und meiner Störung wirklich wichtig. Jetzt gilt es, in der kommenden Woche das Erlernte auch anzuwenden.

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Donnerstag. Die Nacht war relativ gut. Um fünf Uhr schmiss mich ein furchtbarer Alarm aus dem Bett. Es war mein iPhone-Wecker, dem ich absichtlich den Weckersound ,,JETZT ABER SCHNELL AUS DEM BETT!!'' verpasst hatte.
Bin gut aus dem Bett gekommen. :-)

Es ist kalt geworden. Ich musste rennen, um einen früheren Zug zu bekommen. Momentan kommt es auf meiner Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf wegen einer dringenden Reparatur nämlich immer zu Zugausfällen und Verspätungen -- da nimmt man, was man kriegen kann.

Im Zug quatscht die Zugbegleiterin fröhlich mit einem Fahrgast. Eine angenehme Stimmung macht sich breit.

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Das Positive sehen: Meine Straßenbahnlinie in Düsseldorf hat eine Störung. Deswegen musste ich einen Teil der Strecke zu Fuß gehen und das hat gut getan und wach gemacht.

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Gestern habe ich ja noch bei Sawadi zu Abend gegessen (köstlich wie immer), jedoch denke ich darüber nach, die Kontakte in der nächsten Zeit wieder stärker einzuschränken. Der nächste Lockdown wird eh kommen, unke ich mal.

Außerdem habe ich mir mal noch einen Packen OP-Masken und Selbsttests bestellt. Erstere kann man auch nach der Pandemie (Erkältungszeit, Heuschnupfenzeit) gebrauchen und letztere gehen sicher gut weg, denn ich will mich jetzt selber regelmäßig testen (obwohl ich natürlich geimpft bin).

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Plötzlich diese unvorstellbar große Lust auf Käse. KÄSE!!!

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Am Wochenende bekomme ich wieder Besuch (wir werden uns alle drei vorher testen) und wir werden den Abend bei mir daheim verbringen. So langsam geht es wieder los mit dem Einigeln.

Allerdings muss ich noch die Bude putzen und einen Großeinkauf machen.

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Mittäglicher Dienstgang zur ULB Düsseldorf. Hier war ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr! Hochnebel liegt über der trüben Stadt. Vor der ULB steht ein Impfbus mit einer veritablen Schlange von Impflingen davor. Das freut mich! Jede Impfung hilft!

Ich hole mir in der Cafeteria ein Putenschnitzelbrötchen, dass ich wegen des gesperrten Innenbereichs draußen auf einer Parkbank verspeise. Studentys ziehen an mir vorbei. Sie unterhalten sich über Impfungen, allerdings aus wissenschaftlicher Sicht.

Mich erfreuen die vielen freundlichen und jungen Menschen hier.

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Am Nachmittag noch ein paar anstrengende Dinge erledigt und lange im Büro geblieben. Erschöpft, aber mit einem guten Gefühl Feierabend gemacht. Krankheitsbedingt werden wir morgen wohl ziemlich ausgedünnt sein, aber darüber mag ich mir jetzt keine Gedanken machen.

Als ich rausging stellte ich mir die Frage: ,,Was kann ich mir jetzt Gutes tun? Was würde mir gut tun?'' und ich kam zu dem Schluss, dass ich gerne zu Fuß durch das kalte und fast schon nächtliche Düsseldorf zum Hauptbahnhof laufen wollte.

Genau das habe ich getan. Meine Laune war wirklich gut. Sie wurde nur leicht von den schönen, hell und einladend leuchtenden Gastwirtschaften gemindert, da ich davon ausgehe, dass ich solche schönen Orte bald wieder für lange Zeit nicht mehr werde besuchen können (ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres!).

Am Hauptbahnhof lief die Deutsche Bahn wieder einen Verspätungsmarathon. Mein nächster Zug war voller Narren und da wollte ich mich nicht reinquetschen (Abstand, You know?). Der nächste fuhr mir auf einem anderen Gleis davon, aber dann hat es doch geklappt. In der ersten Klasse saß neben mir nur noch ein älterer Herr. Der hatte die OP-Maske unter das Kinn gezogen. Er saß mich an und entschuldigte sich dafür: ,,Ich setze die Maske gleich wieder auf! Ich musste nur laufen und bekomme nicht so gut Luft!''

Ich bedeutete ihm, dass das alles in Ordnung sei (er saß auch ganz schön weit weg) und kurz darauf hatte er die Maske wieder richtig im Gesicht.

Auch die Nase.

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Fröhlich daheimkommend musste ich mal die sanitären Einrichtungen meiner Wohnung besuchen. Dort stellte ich mit einer gewissen Verwunderung fest, dass in der Badewanne und im Klo dreckiges und stinkendes Wasser stand.

Schnell rief ich den Notklempner an, der auch bald kam. Er baute die Kloschüssel ab und steckte eine Spirale in das Abflussrohr. Das Badezimmer füllte sich mit Dreckwasser. Irgendwann hatte er es geschafft und zumindest das Klo konnte wieder benutzt werden. Beim Aufwischen des Dreckwassers fiel mir auf, dass dort unglaublich viel Steine, Sand und ähnliches dabei war. Nach dem Abgießen des Wassers blieb ordentlich viel davon übrig. Es gibt dafür nur eine Erklärung: Die ,,Handwerker'', welche die Wohnung über mir renovieren, haben ihren Schutt einfach ins Klo gekippt. Ich war auf hundertachtzig.

Gegen halb zwei völlig zerstört ins Bett.

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Freitag. Komplett fertig aufgewacht und auf der Arbeit Bescheid gegeben, dass ich später ankommen werde.

Im Büro dann den Vermieter angerufen, der mir versprach, den Handwerkern einen Anschiss zu verpassen. Da mein Badewannenabfluss noch immer dicht ist, kommt am Montag noch ein Klempner.

Noch immer sehr verärgert.

Den Wochenendbesuch musste ich absagen, denn meine Wohnung ist in einem furchtbaren Zustand. Vielleicht muss ich auch mal beim Thronfolger und seiner Mutter zum Duschen vorbeischauen.

Der Arbeitstag war auch noch sehr anstrengend: Eine Änderung bei den Nutzerberechtigungen in einer unserer Datenbank war schief gegangen (sie wird nicht von uns selbst administriert). Immerhin bekam ich direkt den zuständigen Kollegen beim Dienstleister an die Strippe, der schnell einen Kollegen von der Datenbanktruppe aktivieren konnte.

Unsere Mediendatenbank jedoch hat mir den letzten Nerv geraubt: Die Importdatei war fehlerhaft und nun haben wir eine Vielzahl von Dubletten in der Datenbank. Dazu haben einige einen (notwendigen) Dateianhang, andere nicht.

Mein ehemaliger Kollege und guter Freund Th. half mir, mit Hilfe von Excel die Dubletten mit und ohne Anhang herauszufiltern.

Montag mache ich mich dann an die Arbeit, den Scheiß zu bereinigen.

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Abends spontanes Homekneiping (via Videokonferenz). Es tat kurz, sich bei den Freunden auszukotzen.

Viel zu spät ins Bett.

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Samstag. Lange geschlafen. Den Tag herumgedödelt. Eine Dose Rindergulasch mit Letscho zusammen gekocht. Dazu Nudeln.

Mit einer Waschschüssel und einem Waschlappen in der Küche gewaschen. Ging eigentlich ganz gut.

Abends Film geguckt und auf dem Sofa eingeschlafen. Das eigentlich geplante Homekneiping verpasst.

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Sonntag. Wieder ein unglaubliches Schlafbedürfnis. Lange im Bett geblieben und mir schöne (!) Gedanken gemacht. Dann die Küche aufgeräumt, die Bettwäsche gewaschen und den Rest Letscho-Gulasch mit Nudeln gegessen.

Windows 11 installiert. Es läuft ganz gut auf dem PC.

Hundemüde.

Sammelpost 050

Dienstag. Am Nachmittag durch eine Nichtigkeit voll getriggert worden. Konnte mich noch gerade so fangen. Eigentlich hätte ich noch länger bleiben sollen, bin dann aber schon um halb fünf nach Hause.

Ich muss wohl lernen, in den Schmerz zu gehen.

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Zwischen Düsseldorf und Duisburg Schäden an der Strecke. Ein gewaltiger Rückstau von Zug sammelt sich an. Wir Pendler sind aber auch selber schuld: Warum kaufen wir uns nicht alle ein Auto und stehen -- Brumm! Brumm! -- auf der Autobahn? Wenn wir die doitsche Autoindustrie retten wollen, müssen über kurz oder lang sämtliche Deutschen (auch Kinder und Greise) ein Auto besitzen. Andernfalls gilt das Gesetz des ewigen Wachstums nicht mehr und alles bricht zusammen!

(Beinhaltet Sarkasmus)

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Das neue Hörbuch von Max Goldt gekauft und da ich zum Hören bisher eher das ,,kleine'' iPhone denn das ,,große'' Samsung nutze, habe ich mir auf dem PC iTunes zum Synchronisieren installiert. Mit dem Installieren und Syncen und Updaten konnte ich ganz gut das Schreiben prokrastinieren, weil ich irgendwie wohl doch nicht an den Schmerzpunkt wollte.

Ich lasse das mal ohne Wertung so stehen.

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Mittwoch. In Nachhinein muss ich feststellen, dass ich am Vortag komplett außer mir war. Durch das Verschieben und Verdrängen wurde ich derart nervös, dass es in der schlaflosen Nacht in einen Fressflash mündete. Atsoil half nur wenig.

Am Mittwochmorgen krank gemeldet. Bin überhaupt nicht arbeitsfähig. Muss irgendwie auf Spur kommen.

Reflexion.

Ich muss den Tag dazu nutzen, mich zu beruhigen und selber zu finden. Dann muss ich am Schmerzpunkt arbeiten.

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Irrwelt, Wirrwelt.
Verzerrte Welt.

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Die Bauarbeiten in der Wohnung über mir treiben mich erst in den Wahnsinn und danach auf die Straße.

Im Nachhinein ein Glücksfall, denn die frische Herbstluft und die Bewegung tun der Seele gut.

Zwischendurch versuche ich mich an ein paar Achtsamkeitsübungen. Die Gefühle (Angst, schlechtes Gewissen, Sehnsucht, noch mehr Angst) sind chaotisch, der Geist beruhigt sich langsam.

Die Situation, in der ich bin, erscheint mir seltsam unwirklich.

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Ich widerstehe dem Drang, ,,Dinge zu erledigen'' und widme mich ganz der Beruhigung des Geistes. Mittags kehre ich kurz nach Hause für eine kleine Pause zurück. Die Motivation, meine ,,Baustellen'' jetzt intensiv anzugehen, ist sehr hoch.

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Mittags gehe ich nach Hause, um mich auszuruhen. Als die Pause der Handwerker beendet ist, begebe ich mich wieder nach draußen. Meine Hände zittern, mir ist kalt. Ich trinke im ,,Copenhagen Coffee Lab'' einen Milchkaffee. Das ,,Copenhagen Coffee Lab'' ist so ein hippes Bäckereicafé mit Dinkelbrot und Sauerteig. Eigentlich ganz nett. Der Milchkaffee schmeckt gut und belebt ein wenig.

Der junge Mann vom Personal ist sehr freundlich.

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Ein Waldspaziergang tat besonders gut. Herbstlaub umraschelte meine Schuhe und der Wald leuchtete in bunten Farben.

Ich war komplett außer mir, aber ich habe mich auch selber wieder hereingelassen.