Flusskiesels Notizen

25.03.2020: Durchseuchung im Gruppenchat

  1. Fotos
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Fotos

Rewe on tracks

Rewe on tracks

Tagesgeplätscher

Die Nacht und der Morgen

Die Nacht war, wie bereits gestern erwähnt, mehr oder weniger schlaflos. In den frühen Morgenstunden dann doch hier und da etwas Schlaf zusammengeklaubt. Morgens habe ich dann den Wecker ausgeschaltet und bin sofort wieder eingeschlafen. Das Ergebnis: Erst um Viertel vor neun in der Bibliothek, obwohl ich sie um acht Uhr hätte aufschließen müssen. Immerhin ist coronabedingt momentan so wenig los, dass das sicher keiner gemerkt hat.

Der Arbeitstag

Man merkt, dass ich die Leute so langsam ins Homeoffice reinwuseln, denn die Anzahl der Anfragen steigt. Auch haben wir unsere Leserinnen und Leser mal auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, dass man sich auch gerne temporär aus Zeitschriftenumläufe streichen lassen kann. Wir tragen die Abewesenheit dann in unser System ein und die Leute tauchen in dieser Zeit nicht auf den Umlaufzetteln auf. Ist die Abwesenheit rum, werden sie bei neuen Heften automatisch wieder an ihren Platz gesetzt.

Das kam ganz gut an und natürlich mussten wir hier und da ein wenig beraten und erklären.

Der Gruppenchat in unserem Voice-over-IP-Client entwickelt sich immer mehr zum nützlichen Kommunikatinskanal zwischen den Indianern in der Prärie (also: Vor Ort. Also: Ich) und denen im Tipi (Homeoffice).

Mittags gab es in der Kantine Bami Goreng mit Nudeln und Salat und es war gut. Ich gönnte mir ein Stück Käsekuchen zum Nachtisch.

Am Nachmittag hin und her gehüpft und irgendwann wurde der Parkplatz leerer und die Sonne wanderte und es wurde dunkler in der Bibliothek, bis dann die Reinigungskraft mit dem kräftigen osteuropäischen Akzent (,,Akzent'' ist dabei eine höfliche Untertreibung, denn ich verstehe kaum ein Wort von ihr) erst einmal -- Hauruck! -- das Licht einschaltete und sich an ihre Arbeit machte.

Der Abend

Relativ lange gearbeitet. Die Rückfahrt verlief recht angenehm und zügig. Daheim schnell die Eltern in der alten Heimat angerufen, danach die Prinzenmutter und den Thronfolger. Fischröllchen gemampft, geduscht.

Die Java-Nachhilfe verlief ganz gut: Dem Thronfolger scheinen die Java-Klassen nun ein Begriff zu sein und bis zur Vererbung ist es da nur ein kleiner Schritt. Heute soll er mit seinen Aufgaben schon mal anfangen und heute Abend kann ich ihm dann noch ein paar Fragen beantworten, falls er welche hat (ja, er hat sicher welche).

Gegen halb elf ins Bett.

Gedankensalat

Das Internet wird erdrosselt und alle haben Angst wie weiland Ende 1999.

Ich denke an meinen vollen Bücherschrank und an Kerzen.

Gelesen, geguckt und gehört

Diese Fotos von leeren Straßen und Plätzen sind wirklich beeindruckend.

Via

Kieselfunk

53 Kameraplanänderungen für alte Punkfotografen

Link zur Episode

Das neue Smartphone wird geschoben und stattdessen eine Kompaktkamera bestellt. Ich erinnere an Robert Gleim (Link in den Show Notes).

Interviewspaziergang mit Robert ,,ar/gee'' Gleim (gest. 2019): https://duessel-flaneur.de/mit-richard-gleim-an-der-duessel

24.03.2020: Kalte, klare Luft!

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Streets of Haarlem

Streets of Haarlem Was bin ich froh, dass ich vor der Corona-Krise noch in den Niederlanden war!

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Relativ gut geschlafen. Ich bin zwar immer wieder wach geworden und musste mal für kleine Leichtschläfer, bin aber immer wieder gut zurück in Morpheus' Arme gekommen. Träume nur in kleinen Splittern erinnerlich.

Der Morgen

Obwohl ich schon viel früher wach war (so um drei Uhr), bin ich erst um halb sechs aufgestanden. Die Erschöpfung und auch die Tablette vom Abend vorher saßen mir noch in den Knochen. Trotzdem ganz gut aus dem Bett gekommen. Die Tasche gepackt und um kurz nach sechs Uhr los gegangen. Auf den Straßen Duisburgs war wenig los, es war aber nicht wirklich ausgestorben. Der Himmel war strahlend blau und es waren nahezu keine Kondensstreifen zu sehen. Glücklich den RE1 um zwanzig nach sechs bekommen. Der Zug war relativ leer, die Fahrt angenehm.

Befindlichkeit

An meiner Stimmung während der Fahrt konnte ich erkennen, dass es mit der Psyche wieder bergauf ging und ich war voller Hoffnung, dies auch über den Tag halten zu können.

Und ewig grüßt das Klopapier

Gestern habe ich eine Nachricht von jemandem erhalten, der in einem Heim für Kinder und Jugendliche arbeitet. Denen geht zur Zeit das Klopapier aus und sie bekommen nirgendwo neues, weil die Hamsterdeutschen alles wegkaufen.

Das ärgert mich sehr.

Auf der Arbeit

Auf der Arbeit war ich erstaunlich motiviert. Der verbesserte Schlaf brachte Energie. Das fühlt sich gut an. Durch das geöffnete Fenster strömt frische, kalte Luft in die Bibliothek.

Blogroll

Mir ist aufgefallen, dass ich ja gar keine Blogroll hier habe. Mal schauen, ob ich dazu komme, das in den nächsten Tagen mal zu ändern.

Der Abend

Mit dem Thronfolger die Objektorientierung angegangen. Beim Erzeugen eines Objekts selber wieder an meinem Lieblingsfehler verzeifelt (versucht, mit einer statischen Methode eine nicht-statische Klasse anzusprechen). Viel gesucht und geflucht und dann eine Lösung gefunden, die eigentlich keine Lösung ist: Natürlich kann ich auch meine Klasse statisch machen -- aber wie kann ich eine Instanz einer nicht-statischen Klasse erzeugen, wenn mein Programm in einer statischen Main abläuft? Ich habe mal wieder das Gefühl, dass Java es sich selber unnötig kompliziert macht.

Die Nacht

Die Java-Sache ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ich konnte nicht Einschlafen. Auch hatte ich aus Frust vor dem Schlafengehen noch Banenenmilch und getrunken und etwas gegessen und dann kamen auch noch wieder die Ängste und die bösen Gedanken hoch. Irgendwann habe ich mir dann die Java-Lehrbücher geholt und habe darin gesucht und die (siehe oben) Nicht-Lösung gefunden. An einen geregelten Schlaf war nicht zu denken -- ich glaube, ich muss in das Thema mal

Gedankensalat

Einen Vorteil hat es schon, wenn ich ganz alleine in der Bibliothek bin: Ich kann die Heizung runter drehen und so viel Lüfte wie ich will. :-)

Außerdem kann ich in der Bibliothek laut Singen.

Gelesen, geguckt und gehört

Besuch – ist der weiter erlaubt? | law blog

(Zitat) Allerdings hat die Landesregierung richtig gehandelt, wenn sie keine Regelungen trifft, die letztlich nicht überprüfbar sind. Schwer vorstellbar nämlich, dass Ordnungsämter oder die Polizei sich Zutritt zu Wohnungen verschaffen, um dort Kontrollen vorzunehmen. Überdies sollte man auch keine Möglichkeiten eröffnen, auf welche die „Blockwarte“ unter unseren Mitbürgern nach Jahrzehnten erzwungener Inaktivität nur warten. (/Zitat)


Die drei dümmsten Sätze zur Pandemie -- eine schöne Sammlung!

Via Christian


Das Blog von Richard Gleim (verstorben 2019) habe ich immer gerne gelesen. Beim Lesen dieses Interview-Spazierganges mit ihm an der Düssel kommen Blogerinnerungen auf.

Kieselfunk

52 Hamster-Dickpics

Link zur Episode

Asoziale Hamsterkäufer und ein kleines Lied.

22.03.2020: Trübe im Sonnenschein

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört
  4. Kieselfunk

Foto des Tages

Qualiii

Qualiii

Tagesgeplätscher

Nachklapp 21.03.2020 (Samstag)

Den Tag verschlafen. Tiefe Erschöpfung, dazu noch verkatert. Depressive Stimmung. Irgendwann am Nachmittag die Notausgabe der ,,heute show'' gesehen. Oliver Welke in einem leeren Studio war auch irgendwie gespentisch. Dazu Spaggetti und vegetarische Bolognese. Immerhin die schmeckt gut.

Schon ein komischer Widerspruch: Da koche ich eine vegetarische Bolognese, aber meine Küche sieht hinterher so aus, als hätte ich darin ein Schwein geschlachtet.

Die Nacht

Immer wieder aufgewacht, doch trotz des Schlaftages immer wieder eingeschlafen. Großen Durst mit viel Wasser gestillt. Der Körper schien es zu brauchen.

Mir träumte, ich würde mit einer bunt gemischten Gruppe aus Familienangehörigen, Freunden und Schulkameraden einen Ausflug machen. Wir waren in einer Herberge oberhalb der Stadt untergebracht. Wir hatten Sportunterricht und haben Fußball gespielt. Dummerweise hatte ich vergessen, Socken anzuziehen und deswegen habe ich einen Großteil des Spieles verpasst, so lange brauchte ich, um die Turnschuhe aus- und wieder anzuziehen. Einmal habe ich auf Socken in der Spiel eingegriffen und hätte immerhin fast ein Tor geschossen.

Danach wurden die Quizfragen und die Aufgaben verteilt. Die Prinzenmutter und eine erste große Liebe C. hatten je ein Set vorbereitet. Die Fragen und Aufgaben waren Schnitzeljagd-artig. Irgendwann wollte ich C. etwas fragen und da hat sie mich ganz lieb angeschaut und mir einen Kuss auf die Wange gegeben. Ich war im Himmel! Dann wurde C. aber irgendwie traurig und beachtete mich nicht weiter.

Eine der Aufgaben war, runter ins Dorf zu gehen und in der Kirche nach einem Choral zu fragen. Leider hat es sehr stark geregnet.

Befindlichkeit

Die letzten Tage habe ich viele lustige Memes bekommen und verschickt und versucht, Optimismus zu verbreiten. Aber das hat mich nur von meiner eigenen Angst abgelenkt.

Angst kommt hoch. Ich muss immer wieder Weinen. Ich habe nicht nur Angst um meine Lieben, sondern auch um mich selbst. Mit meinem Übergewicht bin ich bei einem schweren Verlauf ja auch gefährdet. Doch obwohl die Gefahr in Wirklichkeit für mich persönlich sicher überschaubar ist, fühle ich mich wie ein, dass nach einem Alptraum nach seinen Eltern ruft und niemand kommt, um es zu Trösten.

Der Morgen

Gegen halb neun aufgestanden und erst einmal geduscht. Hatte mich vorher wie ein Waldschrat gefühlt. Spiegeleier zum Frühstück, dazu Kaffee. Das rituelle Kaffeetrinken und das Durchgehen der RSS-Feeds bringen etwas Ruhe. Die Waschmaschine läuft (Bettwäsche) und nachher wird ein Tagesplan gemacht, z.B. will ich mal TeamViewer installieren und schauen, ob ich darüber dem Thronfolger besser Java-Nachhilfe geben kann.

Dummerweise habe ich es in den letzten Tagen nicht hingekriegt, ein Brot zu Backen.

Klopapier

Letztens irgendwo den beruhigenden Satz gelesen: ,,Solange Du eine Duschen und einen Waschlappen hast, kommst Du auch ohne Kopapier aus!''

Der Tag

Aufgeräumt, geputzt. Das besserte die Stimmung auf. Der Spaziergang zog mich dann aber wieder runter wegen der ganzen ,,Wir haben geschlossen!''-Zettel in den Schaufenstern. Abends dann mit dem Thronfolger TeamViewer ausprobiert, das hat Spaß gemacht.

Youtube geguckt.

Zum späteren Abend dann wieder Nervenglühn und Gedankengewitter.

Gelesen, geguckt und gehört

Wie unsinnig die Drosselung von Netflix und Youtube war sinnlos. Den Grund dafür kann man bei Fefe nachlesen.


Reservisten melden sich freiwillig, um in der Corona-Krise zu helfen.


Corona-Faktencheck von Correktiv.org

Via Christian


Volker Strübing schafft es im Schnipselfunk, das ,,C-Thema'' auch mal beiseite zu lassen und das tut wirklich mal gut. Sein Tipp: Alte Podcastfolgen hören!


Der wirklich wahre Ursprung von COVID-19. ;-)


Trailer The Green Knight.

Wow!


Dieses Video von Harald Lesch zu COVID-19 geht ja schon rum, es seit hier der Chronistenpflicht halber aber auch noch mal erwähnt.

Kieselfunk

49 Lebenszeichen und Befindlichkeiten

Link zur Episode

Ich bin noch am Leben dran, aber so richtig gut geht es mir nicht.

50 Befindlichkeits-Update

Link zur Episode

Aufräumen, Putzen -- das hilft bei der Befindlichkeit.

51 Botanischer Garten

Link zur Episode

Ich versuche, mich mit einem Spaziergang abzulenken. Gedanken über Restaurants.

20.03.2020: Vegetarischer Waldspaziergang

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Jung und alt

Jung und alt

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Gut eingeschlafen, dann unruhiger Schlaf ab 2 Uhr nachts. Irgendwann das Lied ,,You're the Voice'' im Ohr gehabt (ein Lied, welches ich ja eigentlich sehr mag) und tiefe Trauer verspürt. Dann wieder Eingeschlafen.

Mir träumte, ich würde zusehen, wie ein vierjähriger, blonder Junge lernt, mit Hilfe eines Raspberry Pi in ganz Amerika Kameras zu kontrollieren. Irgendwann wurde es dem Jungen zu langweilig und erst stand auf, ging zu einem der Monitor und stieg hinein. Ich folgte ihm. Wir gingen eine weite Wendeltreppe hoch und oben war so ein Turm-Restaurant mit großen Fenstern. In der Mitte des Hauptraumes ein Lounge-Tisch. Dort stellte sich das Kind hin und schaute die intelligent guckenden Menschen an, die um den Tisch saßen. Mir wurde erklärt, dass man eigentlich den US-Präsidenten interviewen wolle, er aber noch im Nebenzimmer säße, um seinen Burger mit Pommes aufzuessen. Erst jetzt fielen mir die vielen Security-Männer in schwarzen Anzügen auf. Ich sah mir nun auch die anderen Leute im Restaurant genauer an: Da waren zwei schlanke, schwarze Frauen, schön wie Models, die sich gegenüber saßen und bei den Händen hielten. Ein Schwarzer in einem Anzug mit Orden an der Brust stand an einem der Fenster und schien die Gegend zu bewundern. Neben mir stand ein junger Mann mit einem sehr dünnen Schnauzbart und aus seinen Nasenlöchern lief Blut.

Ich fasste mir selber an die Nase und auch aus meiner Nase lief etwas Blut. Der junge Mann schauten uns kurz verwirrt an, dann gingen wir beide wie auf ein Kommmando zum Ausgang. Immer mehr blutige Nasen waren zu sehen und auf der Treppe lagen die Sicherheitsleute blutig auf den Stufen. ,,Das kommt sicher vom Luftdruck!'' sagte der blutige Schnauzbart, doch ich zeigte auf einen abgetrennten Arm auf dem Boden und erwiderte: ,,Ich glaube nicht, dass so etwas vom Luftdruck kommt!''

Unten angekommen bat sich uns ein Bild des Grauens: Überall zerstückelte Leichen und um die Katastrophe komplett zu machen, stand vor dem Ausgang der Schwarze Ritter!

Ich blieb wie vom Donner gerührt stehen, während hinter der Schnauzbart das Weite suchte.

Wie konnte das sein? Ich hatte den Schwarzen Ritter doch besiegt?

Ich erinnerte mich an den Kampf, der in einer ganz ähnlichen Situation stattgefunden hatte. Ich erinnerte mich, wie schnell und stark und zäh er war und wie ihn nur mit Mühe hatte bezwingen können. Damals hatte ich noch Schwert und Schild mit magischen Kräfte und eine Rüstung getragen und nun stand ich im Schlafanzug vor meinem mächtigsten Gegner.

Geistesgegenwärtig stürzte ich mich auf ihn, rammte ihn mit meinem ganzen Körpergewicht und wir beiden fielen zu Boden -- er auf den Rücken und ich auf ihn drauf. Sein Schwert ließ er los und es landete klappernd auf den Fliesen des Foyers. Sein Helm verlor er ebenfalls und ich sah in zwei wunderschöne dunkelbraune Augen.

Das war nicht der Schwarze Ritter! ,,Osfa!'' rief ich atemlos. Osfa von den unbesiegbaren amüsanten Drei! Die große, schöne, witzige Osfa! Sie hatte sich das Gesicht schwarz und grau geschminkt.

Sie lachte mich fröhlich an.

,,Osfa!'' wiederholte ich mich ,,Was machst Du hier? Wie kommst Du in diese fremde Welt?''

Stirnrunzelnd fragte sie mich: ,,Was für eine fremde Welt?''

Was war hier passiert? War sie vielleicht aus Versehen in diesen Teil des Multiversums gekommen und war einfach in die falsche Situation hereingeplatzt? Hatten die Sicherheitsbeamten sie als Bedrohung gesehen und hatte sie sich einfach nur verteidigt?

Anstatt mir weiter Fragen zu stellen, küsste ich sie auf den Mund.

Ich weiß nicht, warum ich das tat (zugegeben: Ich weiß ziemlich genau, warum ich das tat!), denn Osfa und ich hatten uns zwar immer gut verstanden, mehr war da aber nicht gewesen.

Verwirrt richtete ich mich auf, stammelte Entschuldigungen. Doch die junge Frau lachte einfach weiter, nahm mich bei der Hand und zog mich nach draußen.

Wir liefen durch eine Landschaft aus grünen Hügeln und mit vielen kleinen Seen dazwischen. Sie sprang in einen dieser Seen und verwandelte sich dort in einen Otter. Sie wusch sich die Schminke vom Gesicht und tollte fröhlich im Wasser herum. Ich war unsicher, was ich tun sollte und verwandelte mich in einen Wolf, der am Ufer stehen blieb und ihr zusah.

Plötzlich kam ein Bär auf mich zu. Er war gerade ausgewachsen, noch grün hinter den Ohren. Er schrie mich an: ,,Was tust Du hier? Wer bist Du? Du stinkst nach Dämon! Nach Dämon!''

Bären und Wölfe hassen sich.

Bevor ich reagieren konnte, war Osfa schon an meiner Seite. Sie hatte sich in eine alte, kampferpropte Kriegerbärin verwandet. ,,Lass ihn in Ruhe!'' rief sie ihm zu ,,Er gehört zu mir!''

Der junge Bär entschuldigte sich kleinlaut und zog mit eingekniffenem Schwanz von dannen.

Ich schaute die Bärin neben mir verliebt an. Schaute in ihre schönen, dunkelbraunen Augen.

Der Morgen

Aufgestanden um halb sechs. Geduscht. Kaffee gemacht. Ins Homeoffice eingeloggt. Noch läuft alles flüssig. Wird ein arbeitsreicher Tag heute.

Befindlichkeit

Mischung aus Optimismus und Katastrophenstimmung. Die Fotos von den LKWs des italienischen Militärs, welche die Toten aus Bergamo abtransportieren, gehen mir nicht aus dem Kopf. Auf der anderen Seite schicken Freunde ermunternde Nachrichten und größtenteil ziemlich lustige Memes und Videos herum. Als ich gestern mit meinen Eltern telefoniert habe, hat mir meine Mutter erzählt, die beiden hätten einen Bericht aus einer Art Zwischenlager für Klopapier gesehen. Der Chef der Einrichtung zeigte die bis oben gefüllten Lagerhallen und erzählte dann, er habe bei sich auch schon verwundert den Drang verspürt, sich einen privaten Vorrat anzulegen. Wir haben uns ausgeschüttet vor Lachen.

Ab Montag muss ich hier meine kleine Höhle verlassen und nach Düsseldorf fahren, um dort meine Präsenzschicht zu schieben. Das macht mir langsam Sorgen -- aber wer weiß, was über das Wochenende alles geschieht.

Beim Frühstück höre ich die Nachrichten vom Deutschlankfunk. Es gibt jetzt auch Ausgangssperren in Freiburg. Plötzlich überkommt mich siedendheiß die Erkenntnis: Das ist ja alles echt! Das passiert wirklich! Das ist kein Gedankenspiel, keine Angstfantasie! und ich schaue aus dem Fenster und meine kleine Straße steht voller Autos und alle Autos stehen und keines fährt und niemand läuft herum und ich dann muss ich Weinen. Ich lerne ja zur Zeit, meine eigenen Gefühle zu akzeptieren und lasse die Tränen laufen. Einzig macht mir jetzt Sorgen, dass jemand von der Arbeit anrufen könnte und ich ins Headset heule. Das wäre mir schon peinlich (komisch: Darüber hier zu Schreiben ist mir nicht peinlich).

Kurz darauf geht es schon besser. Tapfer bleiben! Durchhalten)!

Es ist ganz leise draußen. Nur die Vöglein zwitschern.

Homeoffice

Der Tag war arbeitsreich und anstrengend. Wir wollen jetzt vermehrt unsere digitalen Angebote bewerben und dafür müssen Listen erstellt werden dafür habe ich mein Konvertierungsskript auf die Schnelle angepasst.

Der Wald und der Abend

Pünktlich um 16 Uhr Feierabend und einen Spaziergang in den Wald gemacht. Aus dem kleinen Spaziergang wurde dann einer von gut zwei Stunden.

Abends dann vegetarische Bolognese gekocht. Das hat dann bis in die Nacht gedauert. Stimmung wurde schlechter und schlechter. Bis drei Uhr morgens wach geblieben, Podcasts gehört, immer wieder geweint.

Gedankensalat

Um die Folgen der Krise in unserem Land zu mildern, hat die Bundesregierung beschlossen, 40 Millarden Rollen Klopapier an die Bevölkerung zu verteilen. Die Kirchen und werben für das Klopapierfasten. Die Fastenzeit wird hierfür extra verlängert. Das Motto: ,,Sieben Wochen ohne!''

Gelesen, geguckt und gehört

Der Kiezschreiber mal wieder:

(Zitat) Vier Wege, mit dem Virus umzugehen: Panik, Verdrängung, Humor und Kontrollzwang (Toilettenpapier!). (/Zitat)

Kieselfunk

48 Die Natur ist meine Kneipe!

Link zur Episode

Ein herrlicher Waldspaziergang!

19.03.2020: Ausgangssperre für Eingänge

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört

Foto des Tages

Walfisch

Walfisch

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Tief und fest geschlafen, morgens zermatscht und gerädert aufgewacht. Anstrengende Zeiten für dicke Teddybärchen!

Der Morgen

Kaffee half mich in die Arbeit zu bringen. Homeoffice bei Sonnenschein. Zum Frühstück zwei weichgekochte Eier auf Brot. Die Homeoffice-Infrastruktur knirscht ganz schön: Um mir ein paar hundert Megabyte Daten zu schicken, die eigentlich in einem Netzlaufwerk liegen, hat mir eine Kollegin vor Ort die Dateien in unsere behördeneigene Owncloud hochgeladen und ich konnte sie dann weiterleiten. Auch kam Outlook arg ins Stottern und die Telefonie über das Internet hakelte auch. Da sind wir auf die Chatfunktion unseres Cisco-Jabber-Clients ausgewichen und das hat hervorragend funktioniert. So ein Gruppenchat kann ganz schön kuschelig sein. :-)

Für meinen gestrigen Einsatz kam persönliches Lob von höherer Stelle und das hat mich erstaunlich stark gefreut.

Mittags mal raus

In der Mittagspause Einkaufen gewesen. Der kleine Rewe war gut besucht, auch hier kein Toilettenpapier, kaum noch Mehl und Brot. Von allem anderen war reichlich vorhanden. Viel Fisch gekauft, denn ich liebe Bismarckhering.

Der Nachmittag

Am Nachmittag dies und das für das Intranet erledigt. Alte Meldungen gelöscht, was ziemlich lange gedauert hat. Feierabend gegen halb fünf.

Der Abend

Abends dann ein unerfreuliches Telefongespräch. Da hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Auf die Schnelle wird jetzt täglicher Nachhilfeunterricht via Videochat gemacht. Dann habe ich am Abend wenigstens auch eine sinnvolle Aufgabe. Mal schauen, wie das mit Google Hangouts oder Skype so klappt.

Zum Abendessen Ofengemüse (Fenchel-Zuccini) mit etwas Feta. Dazu Kartöffelchen aus der Heissluftfritteuse und Zaziki.

Gedankensalat

In der Küche sitzen, die langsam dunkler wird. Auf einmal kommt die Stille um die Ecke und hüllt Dich ein. Es ist still. Die Welt ist still. Du bist still.

Der Reflex in Dir ist groß, schnell das Radio einzuschalten, um die Stille zu verdrängen, zu verjagen.

Doch dann gibst Du Dich der Stille hin und badest in ihr. Die Welt wird freundlicher.


Gelesen, geguckt und gehört

Coronavirus: Applaus für die Helfer | tagesschau.de

Beim Lesen hatte ich Tränen vor Rührung in den Augen (ok -- ich bin auch ziemlich nah am Wasser gebaut). Tolle Aktion!


Das wohl momentan lustigste Video im Internet! :-)

Via


Letztens las ich eine kleine Meldung aus dem Kreis Heinsberg. Dort hatten Supermärkte einen Lieferdienst organisiert, um die Menschen in Quarantäne versorgen zu können. Auch das Deutsche Rote Kreuz wollte helfen und stellte einen Transporter mit Fahrer zu Verfügung.

Diese Hilfen wurden aber nicht in Anspruch genommen, denn Familien, Freunde und Nachbarn haben sich selber um ihre Mitmenschen gekümmert.

An diese Meldung musste ich denken, als dieses Interview mit Historiker Rutger Bregman las.


Ein schon etwas älteres Video, aber trotzdem anschauenswert: Till Reiners über menschliche Dummheit


Folge 4 der ADHS-Kolumne von Constantin Seibt ist auch mal wieder lesenwert!

18.03.2020: Helden im Homeoffice

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört
  4. Kieselfunk

Foto des Tages

Zandvoort

Zandvoort

Tagesgeplätscher

Die Nacht und der Morgen

Unruhige Nacht. Länger liegen geblieben und mich erst um 9 Uhr eingeloggt. Von den vier Kolleginnen, die eigentlich vor Ort sein müssten, sind drei krank. Nach kurzer Absprache mit der Leitung bin ich dann nach Düsseldorf, um zu helfen. Außerdem passte es ganz gut, mal wieder im Dienstgebäude zu sein, weil ich noch einen zusätzlichen Laptop kriege (ich kann damit auch in einem anderen System arbeiten).

Das Draußen fühlt sich komisch an: Die Geschäfte, die keine Supermärkte oder Apotheken sind, haben zu und trotzdem wirkt alles ganz normal. Die Sonne scheint und mir wurde es in meiner dicken Jacke zu warm.

Der Zug um die Mittagszeit ist ziemlich leer. Die Türen an den Enden des Zuges sind abgesperrt. Ich vermute, dass die Lokführer so ohne Ansteckungsgefahr ein- und aussteigen können.

Auf der Arbeit bin ich froh, den Weg auf mich genommen zu haben, denn mal ein paar bekannte Gesichter zu sehen tut gut.

Ein weiterer Homeoffice-Vorteil

Ich gebe weniger Geld aus. :-)

Arbeitsreicher Abend

In der Bibliothek haben wir auf Notbetrieb umgestellt: Es ist ab jetzt immer nur eine Person vor Ort und die anderen drei arbeiten im Homeoffice. Es wird wöchentlich rotiert (bis auf eine Kollegin, die eine schwere Vorerkrankung hat und deswegen die ganze Zeit im Homoffice verbleibt). Ich bin nächste Woche mit Pendeln dran.

Im Intranet stand coronabedingt eine Umbauaktion an und da unser CMS ja aus der Steinzeit ist, war das sehr aufwändig. Um das auch live testen zu können, habe ich das am Abend gemacht. Der Test war erfolgreich und als ich dann die Restarbeiten erledigen wollte, ist das CMS abgeschmiert. Da kam Stimmung auf! Immerhin konnte ich mir einreden, dass meine Änderungen nicht am Absturz schuld sein könnten, weil das CMS ja dann schon beim Test die Grätsche gemacht hätte.

Ich habe mir dann erstmal ein Bier aufgemacht und eine Schnitte gegessen. Eine halbe Stunde später kam dann eine Nachricht meiner Chefin: ,,Sieht doch gut aus!''
Wieder am Rechner konnte ich sehen, dass die Änderungen alle online und das CMS wieder da waren. Uff!

Pointe: Am nächsten Morgen erhielt ich eine Mail vom Hoster, dass das CMS um diese Uhrzeit automatisch wegen des Backups heruntergefahren wird.

Gelesen, geguckt und gehört

Das law blog gibt Hinweise, wie es mit Mitgliedschaften im Fitnessstudio usw. aussieht, wenn der Laden coronabedingt geschlossen ist


3D-Drucker rettet Corona-Patienten in Italien das Leben | futurezone.at Via


Weißt du, wen ich lange nicht mehr gesehen hab? | studio glumm

Wieder eine schöne Geschichte mit viel Mensch darin!

Kieselfunk

47 Zugfahrt

Link zur Episode

Ich fahre ausnahmsweise mal wieder nach Düsseldorf.

17.03.2020: Happy St. Patrick's Day!

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört

Foto des Tages

Lütge-Eck

Lütge-Eck

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Unruhig geschlafen. Das Möhren-Durcheinander hat wohl ein bisschen Durcheinander in meinem Bauch veranstaltet. Zwar bin ich gut eingeschlafen, aber ab zwei Uhr nachts war ich wach und es gluckerte und gluckste und ich hatte einen furchtbaren Durst. Durch den Versuch, den Durst mit Wasser zu stillen, blähte sich der Bauch noch mehr auf. Irgendwann ging es dann wieder. Vermutlich habe ich einfach zu viel von dem Durcheinander gegessen (ist aber auch lecker!). Den Rest gibt es heute zu Mittag, da ist hoffentlich genügend Zeit bis zur Nacht.

Während des Wachliegens kamen mir unangenehme und böse Gedanken, aber ich konnte mich noch rechtzeitig einfangen.

Der Morgen

Trotz des schlechten Schlafes gut aus dem Bett gekommen. Geduscht. Bei herrlichem Sonnenschein (draußen) den Laptop für das Homeoffice angeschmissen (drinnen). Die beiden noch ausstehenden Physio-Termine erst mal abgesagt. Ich mache neue Termine, wenn sich die Lage etwas geklärt hat.

Gestern waren ja die Aufbackbrötchen bei Aldi nahezu ausverkauft. Seltsamerweise waren noch von den Brötchen welche da, die gerade eh im Angebot waren. Zum Frühstück zwei davon in die Heissluftfritteuse geschmissen und mit gekochten Eiern belegt. Sehr gut!

Die Sache mit dem Klopapier

So langsam keimt in mir der Verdacht, dass die Menschen Klopapier jetzt einfach aus Prinzip hamstern: Wenn schon alle Klopapier kaufen, will ich nicht der Depp sein, der keines mehr kriegt! Vielleicht ist es auch eine Art Wettbewerb: Deutschland sucht den Super-Hamster.

Krieg

Ein entfernter Bekannter -- ein noch recht junger Mann -- hat versucht, seinen alten Großeltern zu erklären, dass sie jetzt besser nicht mehr rausgehen und er gerne für sie Einkaufen kann. Als sie partout nicht verstehen wollten, was denn los sei, hat er ihnen gesagt: ,,Das ist jetzt wie Krieg!''

Da hat die Oma angefangen zu Weinen.

Der Abend

Nach Feierabend noch lange auf dem Balkon gesessen und sinniert. Später Podcasts gehört.

Gedankensalat

Halbblut im Vollbild.

Gelesen, geguckt und gehört

Christian gibt Tipps für das Homeoffice und hat eine Spielekartei online gestellt. Vielleicht hilft das ja Eltern, ihre Kinder in dieser Situation ein wenig abzulenken.


Maximilian Buddenbohm war Einkaufen:

(Zitat) Eine komplett ausgedacht klingende Szene, aber so ist es nun einmal im Moment: Im Rewe steht eine ältere Dame vor einem Regal und schimpft über die Ausländer, die uns jetzt das ganze Mehl wegkaufen, während ein Regal weiter zwei vermutlich türkischstämmige Jugendliche laut fragen, ob jetzt alle Deutschen endgültig verrückt geworden seien, oder warum schleppen die da alle plötzlich kiloweise Mehl raus? Hallo? Und die Mitarbeiter des Ladens knien dazwischen, füllen unentwegt nach und murmeln immer wieder: “Leute, Leute …” (/Zitat)


Nicht alle Leute sind verantwortungsbewusst und möchten die Alten und Kranken in unserem Lande schützen. Das macht mich traurig und wütend. Via.


Die Republik berichtet über ,,Fast Science'' und ihren Chancen und Risiken. Lesenwert!


Ein gewisser Herr Straubhaar von der Welt hat wohl Lack gesoffen und fordert, dass man in Deutschland die jungen und gesunden mit Corona infizieren soll, damit die heilige Kuh der Wirtschaft nicht so sehr geschädigt wird. Hat der Volkwirtschaftler Herr Straubhaar noch nicht mitbekommen, dass es noch vollkommen unklar ist, wie lange man nach einer überstandenen Corona-Erkrankung gegen den Virus immun ist?

Ich denke, Herr Straubhaar und alle, die seiner Meinung sind, könnten sich ja freiwillig isolieren und infizieren und so mit gutem Beispiel vorangehen!

16.03.2020: Nagetierakquise

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört

Foto des Tages

Im Grabe vereint

Im Grabe vereint

Tagesgeplätscher

Rückschau

Das Wochenende sehr ruhig verbracht: Geputzt, ein bisschen eingekauft und mich ausgeruht. Am Samstag auf dem Balkon gegrillt.

Die Nacht

Unruhig geschlafen und viel wirres Zeug geträumt. Mir träumte, meine Wohnung sähe aus wie eine Mischung aus meiner aktuellen und unserer alten Wohnung in Meiderich. Ich lag im Bett und auf einmal lag neben meinem Bett ein kleines Kind und mir war sofort klar, dass ich dieses Kind nur halluziniere. Es war der Thronfolger mit vielleicht drei Jahren. Auch wenn das Kind nicht real war, kümmerte ich mich darum, bis es seine Sachen packte, um zum Kindergarten zu gehen. Ich habe ihn an der Wohnungstür noch einmal gedrückt und ihm eingeschärft, im Straßenverkehr aufzupassen.

Der Morgen

Mit schwummerigen Gehirn aufgestanden. Kaffee und zwei, in der Heissluftfritteuse aufgebackene Brötchen von gestern. Heute arbeite ich im Homeoffice, denn ich bin jetzt so eine Art Reservist: Gestern Abend rief mich meine Vorgesetzte an und erzählte, alle Referate würden eine Art Reserve bilden, die möglichst im Homeoffice arbeitet und einspringen kann, wenn die KollegInnen vor Ort krank werden. Ob ich etwas dagegen hätte, ab heute im Homeoffice zu arbeiten ...?

Habe ich natürlich nicht. Im Laufe des Tages soll es wohl weitere Informationen geben.


Ich muss ein bisschen aufpassen, nicht in eine Art Bunkermentalität zu verfallen und mich sozusagen selbst in Quarantäne zu sperren. Stattdessen sollte ich heute auch mal an die frische Luft und Einkaufen muss ich eh und ich muss auch unbedingt was Kochen, sonst ernähre ich mich zu ungesund.


Ein Freund von mir hat eine Blutkrankheit und dürfte da wohl als ziemlicher Risikopatient im Falle einer Corona-Infektion gelten. Ich habe ihm heute Morgen eine SMS geschickt mit dem Angebot, für ihn Einkaufen gehen zu können.


Die andere Kolleginnen mit ,,Reservistenstatus'' melden sich aus dem Home-Office zur Stelle. Hoffentlich haben wir genügend zu tun. Viele unserer Bibliothekstätigkeiten hängen ja doch sehr an der pyhsischen Präsenz vor Ort. Immerhin schreibt mir eine Kollegin, wie schön es doch sei, in Jogginghose zu arbeiten und ich schaue an mir runter und sehe meine Jogginghose und muss dann doch herzhaft Lachen. Gibt es schon ein finnisches Wort für ,,Zu Hause in Jogginghose arbeiten?''

Ich müsste ja noch einen Fachartikel über mein Studium schreiben ... vielleicht fange ich damit heute an.

Im Laufe des Vormittags gibt es dann für uns einen Plan: Die Reservisten (ich mag es, diesen militärischen Begriff für uns zu benutzen, obwohl ich weiß, dass das Blödsinn ist!) arbeiten diese Woche im Home-Office und in der nächsten Woche wechseln wir.


Ärgerlich ist, wenn Du die Bibliotheksseite im Intranet des ehemaligen Ministeriums (damit ist gemeint: Das Ministerium, in dem ich vorher tätig war) aktualisieren willst, die URL für das Redaktionssystem jedoch als Lesezeichen auf dem (Ministeriums-)PC im Büro herumlungert.

Mmpf!

Update
Die URL wurde mir zugemailt und ich konnte die (kleinen) Änderungen vornehmen. Mir ist langweilig.


Eine gute Nachricht: Ein für uns in der Bibliothek sehr, sehr wichtiger Vertrag wurde unterschrieben! Juchuu!!


Neben der sich dahin schleppenden Arbeit sammele ich in meinem Kopf Kochideen für diese Woche Homeoffice. Die heute in der Frühe gelesenen Tagebuchblogartikel sind da sehr hilfreich. Die ganz hamsterfreie Einkaufsliste wächst und wächst und ich hoffe, die Sachen alle zu bekommen.

Der Nachmittag

Die leeren Regale im Aldi haben mich dann doch nervös gemacht. Als dann auch noch Hackfleisch und Tomatenmark für die geplante Bolognese-Soße ausverkauft waren ist mir eingefallen, dass jetzt eine ganze Menge Leute einen Haufen Nudeln im Keller stehen haben und ihnen wohl eingefallen sein muss, dass Nudeln ohne Soße ziemlich langsam schmecken. Da musste ich Lachen und alles war wieder in Ordnung.

Ich werde die Tage vegetarische Bolognese machen, denn Räuchertofu gab es noch reichlich.

Der Abend

Abends noch die eilige Tagesmeldung ins Intranet gestellt und ,,Möhren-Durcheinander'' gekocht (Bolo gibt es erst in den nächsten Tagen). Hat Spaß gemacht und geschmeckt, aber ich habe eine Portion zu viel gegessen.

Schnell müde geworden, gegen 21 Uhr ins Bett. Noch ein paar Zeilen gelesen.

Gelesen, geguckt und gehört

Mir ist aufgefallen, dass ich auch in dieser Rubrik zu starr werde und infolgedessen (das schreibt man wirklich zusammen!) eher kurz aufliste, anstatt etwas über die Links zu schreiben. Vielleicht kann ich das ja mal ein wenig auflockern.

Christian schreibt über sein Lieblingsgemälde und das lässt in mir den Wunsch keimen, mal wieder ein Kunstmuseum zu besuchen. Das dürfte coronabedingt momentan schwierig werden, aber es kommen ja noch andere Tage und die Kunst läuft einem nicht weg.

Gelobt sei das Virus | Kiezschreiber

Corona als Chance: Statt zentral alles in China herzustellen, sollten wir wieder mehr auf heimische Produktion setzen!


Führen wir gerade einen Krieg gegen Flüchtlinge? | Republik

Eine Analyse.


[Die Gottseibeiuns-App | Buddenbohm & Söhne](https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2020/03/08/die-gottseibeiuns-app/

(Zitat) Denn in der Wikipedia steht auch, dass die Melodie zu seinem Schlager “Musik! Musik! Musik!” mit der bekannten Zeile “Ich brauche keinen Millionen …” den späteren Titelsong der Muppetshow ergeben hat, das ist mir unfassbarer Weise nie aufgefallen. Wie wenig man aufpasst! (/Zitat)

Ist mir auch noch nie aufgefallen.


Corona | Hauck & Bauer :-)


Corona tralala | sagichdoch? *Via Christian


Der Titel dieses Interviews mit Dr. Mark Benecke klingt in Pandemie-Zeiten zwar ein bisschen makaber, aber es geht darin wirklich nicht um Corona! Versprochen!

Dr. Mark Benecke: Die Menschheit wird aussterben