KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Kurze Pause!

Über das Wochenende macht da Blog hier eine Pause. Damit es hier nicht langweilig wird, werde ich mal ein paar Bilder hochladen und hier nach und nach erscheinen lassen.

Vielleicht hole ich die Tagebucheinträge nach.

Passt gut auf Euch auf und haltet Euch im Schatten!

Donnerstag, 30.07.2020

Relativ gut geschlafen. Erst wollte Morpheus nicht zu mir kommen (Bettgehzeit ca. 21:30 Uhr), dann war er aber da und ich bin erst gegen 0 Uhr das nächste Mal aufgewacht. Das ist für mich eine lange Schlafphase. Träume zu wirr, um sie aufzuschreiben. Irgendwas mit dem Thronfolger, der von einer langen Reise heim zu mir kam. Den Rest habe ich vergessen.

Aufgestanden um halb sechs. Die Sonne ging auf und ich war in guter Stimmung. Muskelkater vom gestrigen Ausflug, aber eher einer der angenehmen Sorte, der einen stolz macht, dass man was geleistet hat.

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Der Zug um viertel nach sechs war erstaunlich gut belegt (wenn auch nicht voll). Ich hatte Freude daran, während der Fahrt aus dem Fenster zu schauen. Der schöne Tag von gestern klang noch nach und diesen Zustand wollte ich noch eine Weile lang behalten.

Ein arbeitsreicher Tag lag vor mir.

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Die Kamera(s) des Note 10+ scheinen doch um einiges besser zu sein als das meiner guten Canon Ixus. Dafür ist Letztere einfach wesentlich handlicher als so ein großformatiges Smartphone. Ich werde jetzt in der nächsten Zeit mal mehr das Smartphone zum Knipsen benutzen -- immerhin werden die Fotos dann auch automatisch synchronisiert ...

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,,Herr Doktor! Bitte entfernen Sie mir dieses zufriedene Grinsen am dem Gesicht! Ich muss zur Arbeit!"

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Erwähnte ich bereits, wie wundervoll es ist, sein WhatsApp dauerhaft stumm geschaltet zu haben?

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Heute hatten die Kolleginnen (und wohl auch ich) glänzende Augen wegen des schöne Ausfluges gestern. Nur mal so fürs Protokoll.

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Schöne Frauen, die muffig gucken. #nichtmeinfetisch

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Mittagspause. Kantine. Die Sonne brennt. Die Frisur hält.

Spießbraten mit Rosenkohl und Kartoffeln. Ich hätte bei der Hitze eine leichtere Speise wählen können, aber mit Rosekohl kriegt man mich ja immer.

Danach eine Anleitung für Kacheln geschrieben. Hat aber nichts mit Heimwerken zu tun.

Feierabend gegen 17 Uhr. Daheim erst mal ein alkoholfreies Weizen (Paulaner. Recht lecker. Schmeckt mir nicht ganz so gut wie das Erdinger alkoholfrei und natürlich nicht so lecker wie das Pott's Weizen alkoholfrei, aber doch recht angenehm) und dann ging es Einkaufen. Irgendwie seltsam: Um mich herum haben alle über die Hitze gestöhnt, obwohl ich die Temperaturen noch recht erträglich fand. Normalerweise fange ich doch schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt an zu Schwitzen …

Später Musik gehört und mich von Emotionswellen tragen lassen. Momentan habe ich eine kleine Hochphase.

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Gegen die CSU hilft nur Ironie

Sehr unterhaltsamer Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Via Vorspeisenplatte

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Lars wundert sich darüber, dass in der Gastronomie so wenig Fleisch-Ersatzprodukte angeboten werden und ich vermute in den Kommentaren, dass es an den noch immer höheren Preisen liegt. Der Deutsche speist halt gerne billig.

Vielleicht ändert sich ja das mit der Zeit, denn es gibt ja immer mehr Angebote für Ersatzprodukte im Supermarkt zu kaufen. Vor meinem geistigen Auge entsteht eine Welt, in der vegane Schnitzel billiger sind als die aus Fleisch und die Kunden diese ganz instinktiv kaufen (,,Ist doch günstiger und schmeckt genauso gut!'').

Für die Tönniesse lohnt es sich in dieser Welt nicht mehr, Schweine am Fließband schlachten und zerlegen zu lassen. Sie investieren ebenfalls in vegetarische und vegane Produkte und in Ostwestfalen werden die Schlachthöfe und Zerlegereien zu Fabriken umgebaut, in denen Subunternehmer aus Bulgarien, Weißrussland und China im Akkord für einen Euro die Stunde vegane Frikadellen und Schnitzel am Fließband … oh wait!!!

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ROTFL

(Via fefe)

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,,CORONA: WANN WIRD ENDLICH DER KAMPFSTOFF ENTWICKELT?"

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Gegen halb elf (viel zu spät!) ins Bett.

Mittwoch, 29.07.2020

Eher mittelgut geschlafen, aber immerhin besser als mittelschlecht. So langsam scheint sich mein Schlaf wieder zu normalisieren.

Mir träumte, ich hätte meinen Geburtstag gefeiert und die Reste der Party am Vormittag darauf im Kühlschrank meiner Eltern gebunkert. Da ging plötzlich die Tür auf und … nein! Nicht Annegret und Hein kamen herein, sondern Freunde und Bekannte meiner Eltern. Es gab ein großes Hallo und sie setzten sich gemeinsam mit meinen Eltern an den großen Tisch im Esszimmer. Bier wurde gereicht und ich bot von den Partyresten an. Besonders die kleinen Fleischhäppchen kamen gut an.

Später feierten wir den Geburtstag meines Vaters mit einem ausladenden Picknick in der freien Natur. Sogar ein Partyservice kam und brachte Essen, Besteck und Geschirr. Zum Schluss waren alle weg bis auf meinen Vater und mich. Wir räumten alles zusammen und trugen alles zum Auto. Nur den abgeschmückten Weihnachtsbaum ließen wir die laaaange Wurm-Raupe zurück, die am Picknickplatz herumwürmelte.

Mein Vater würde mit dem Auto wegfahren und ich würde über den Feldweg zu Fuß zum Elternhaus laufen. Am Montag darauf wollten nämlich mein bester Freund Flöte und ich zur geheimen Vorfeier des Schützenfestes im Restaurant ,,Pisa'', welches im Gewerbegebiet liegen sollte. Über den ,,Schwarzen Weg'' würde man gut dorthin wandern können, meinte mein Vater.

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Aufgestanden um halb sechs. Aufgeregt, weil wir heute einen Referatsausflug in die ,,Zoom Erlebniswelt'' in Gelschenkirchen machen wollten. Ich bin bei so etwas ja immer aufgeregt. Da ich viel auf den Beinen sein würde, habe ich die neuen Treckingschuhe und ,,drunter'' die neue Laufhose angezogen. Die sitzt eng wie eine Radlerhose und verhindert das Wundscheuern meiner dicken Oberschenkel.

Leider war ich gestern zu müde und kaputt, um noch Einkaufen zu gehen. Also musste ich mir meinen Reiseproviant in der Bäckerei holen.

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Auf dem Weg zum Hauptbahnhof sehe ich zwei Industriekletterer, die sich auf ihre Arbeit vorbereiten. Was für eine faszinierende Tätigkeit! Was für Spezialisten! Gerade für jemanden wie mich, der sehr, sehr schwer ist und darüber hinaus auch Angst vor Höhen hat, sind diese Leute für mich wie Superhelden.

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Beim Bäcker belegte Brötchen geholt. Beim Anblick der ,,Corona-Erfassungsbögen'' muss ich daran denken, wie sehr man sich doch Anfang des Jahres über die ,,Bonpflicht'' auch für Kleinbeträge aufgeregt hat? Heute spricht kein Mensch mehr darüber.

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Ärgerlich: Manchmal vergessen die Google-Apps auf meinem Chromebook, dass sie einen Offline-Modus haben. Dann startet z.B. Google Docs nicht mehr. Zum Glück habe ich noch einen Text-Editor auf dem Gerät installiert (der nicht von Google stammt) und kann damit weiter Notizen machen. Wie wird das wohl werden, wenn Google die Chrome-Apps alle abschafft?

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Ich bin mal wieder viel zu früh unterwegs, aufgedudelt wie ein Grundschüler beim Wandertag. Wenigstens brauche ich mir keine Sorgen zu machen, zu spät zu kommen und ich kann mir nachher in Gelsenkirchen Zeit lassen beim Suchen der Straßenbahnhaltestelle.

Ruhig gondele ich durch das morgendliche Ruhrgebiet. Der Zug ist nicht voll und Freude kommt in mir auf, dass wir diesen Tag ja eigentlich geschenkt bekommen, um ihn gemeinsam zu verbringen. Übrigens möchte ich ihm Zoo nachher Pommes essen!!

Unterwegs schalte ich mal kurz das WLAN-Modul des Chromebooks an. Ein WLAN hat die SSID ,,Mazemba''. Ein Hauch von Exotik weht durch die Regionalbahn.

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An der ZOOM-Erlebniswelt überkommt mich noch viel stärker das Gefühl von Klassenfahrt und Wandertag. Um diesem Gefühl die Ehre zu erweisen, statte ich einem nahen Discounter einen Besuch ab und kaufe eine Rolle Schokokekse. Dies gebietet die Tradition.

Nach und nach pilgern kleine Grüppchen vom Parkplatz zum Haupteingang. Meistens sind es Familien, mit schweren Rucksäcken bepackt. Die langsam stärker werdende Sonne holt sich den Tau von der Wiese. Mein Gehirn gaukelt mir den Geruch von Chlor in die Nase. Ich fühle mich wie der erste Gast im Freibad.

Es wird Zeit, zu den anderen zu gehen.

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Der Tag war wunderschön. Zu Beginn war es noch relativ leer und wir konnten ,,Afrika'' erkunden. ,,Alaska'' war schon etwas voller und viele Leute dachten sich, dass dort im hohen Norden Abstandsregeln nicht so wichtig wären. Danach eine längere Pause. Mir taten meine Fußgelenke durch die Überlastung ziemlich weh. Für ,,Asien'' (Orang-Utans!!) hat es aber noch gereicht. Die Stimmung war sehr gut und wir haben uns gut unterhalten. Es ist schön, wenn man seinen Kolleginnen (und auch der Chefin!) mal außerhalb des Dienstes begegnet.

Übrigens ist mir irgendwann eingefallen, warum der Laden ZOOM heißt: Die Tiere haben sehr große Gehege und man muss mitunter ranzoomen, um sie richtig zu sehen.

Die Rückfahrt nach Duisburg verlief schnell und unkompliziert. Der Fußweg vom Hauptbahnhof nach Hause zog sich, denn ich hatte mir trotz der Laufhose drunter einen Wolf gelaufen. Daheim erst einmal ein (alkoholfreies) Weizen und eine Dusche und Bepanthen für den Wolf.

Das Abendessen ließ ich mir vom Chines liefern. Es war gut wie immer. Dann habe ich mit einem lauferfahrenen Freund gechattet. Er hat mir den Tipp gegeben, explizit Laufunterwäsche zu kaufen. Ein Set habe ich mir dann sofort bestellt.

Den Rest des Tages habe ich auf dem Balkon gesessen und habe Fotos von der Kompaktkamera (die Handykamera habe ich kaum benutzt, weil das Note 10+ doch sehr groß ist) sortiert.

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(Zitat) "Schafft eure verdammten Ärsche aus der Scheiß-Kiste. Los, los, los, Beeilung! Ich gebe euch Feuerschutz." Wenn man als Actionfilmfan seine Kinder zur Schule bringt. (/Zitat)

Leise weht der Wind des Todes

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African Queen

Die African Queen

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Seminar für Führungskräfte

Seminar für Führungskräfte (Symbolbild)

Dienstag, 28.07.2020

Mittelgut mit vielen Unterbrechungen geschlafen. Immerhin wesentlich besser als in der Nacht zuvor. Sehr viele Träume. So viele, dass ich sie kaum alle aufschreiben kann.

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Mir träumte, ich säße in einem Bibliothekscafé mit einer schönen und klugen Frau. Sie hieß Meren und sie schaute mich aus fast schwarzen Augen an. Dabei redete sie von Politik und Projekten. Unter anderem erzählte sie, dass in der X-Straße ein hochmodernes Bordell gebaut werden solle und dass sie mit Freunden überlege, wie man dagegen vorgehen könne. Sie lehne Prostitution nämlich ab. Ich wollte ihr beipflichten, konnte aber das Wort ,,Prostitution'' nicht richtigen aussprechen, so sehr war ich in sie verknallt.

Dann kamen plötzlich viele junge Leute in das Café. Sie verteilten sich überall und das Gespräch zwischen Meren und mir brach ab. Dann ergriff eine große Blondine das Wort. Es sei Zeit, über die Übergabe der Aufgaben zu sprechen, sagte sie. Dann schaute sie Meren an und meinte: ,,Das könntest Du doch übernehmen!''

Meren jedoch verzog das Gesicht. ,,Ich bin nur privat hier.'' sagte sie und begann zu Weinen.

Gerne wäre ich zu ihr gegangen um sie zu Trösten, aber da waren zu viele Tische im Weg und so konnte ich nur mit hängenden Schultern dastehen und sie bemitleiden.

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Mir träumte außerdem, ich wäre in einer anderen, alten Zeit in einer mehrfach ummauerten Stadt. Ich ging in den äußeren Ring, der ,,Suchmauer'' genannt wurde. Hier gab es direkt an der hohen, roten Mauer einen kleinen Markt. Dieser Markt hatte die Besonderheit, dass er auch in der Nacht bewacht wurde, denn hier gab es besondere Spezialitäten an besonderen Ständen, die jeden Abend aus den Ständen genommen und in Schließfächer verstaut wurden. Die Schließfächer waren in die hohe, rote Mauer eingelassen.

Ich ging zum Stand der zwei Brüder. Es handelte sich bei den beiden um Zwillinge, welche die dreißig noch nicht ganz erreicht hatten. Der eine von ihnen hatte das Glitzern der Magie in den Augen und er war derjenige, der dem kundigen Kunden die besten Amulette und Zauberzutaten anbot. Seinem Bruder ging die Magie komplett ab und er half mit und passte mit auf, dass kein Langfinger etwas Wertvolles stahl.

Während ich ein paar Medaillons begutachtete, vom Strahlen des einen Bruders beleuchtet, bemerkte ich eine seltsame Gestalt, die an mir vorbei ging. Sie trug fremdartige Kleidung. Kleidung, die zu dieser Zeit in diesem Teil der Welt sicher von niemandem getragen wurde. Ich verabschiedete mich von den Händlern und versprach, bald wieder zu kommen. Dann nahm ich die Verfolgung der Gestalt auf. Die Schnallen an den Lederriemen, die seine Kleidung zusammen hielten, würden erst hunderte Jahre später in Mode kommen — das wurde mir klar. Meine rechte Hand wanderte zu dem Nierendolch an meinem Gürtel. Die seltsame Gestalt beschleunigte seine Schritte, schien meine Anwesenheit bemerkt zu haben. Wir verließen den Markt und gingen hintereinander her durch einen schneckenartigen Mauergang, der zum nächsten inneren Tor führt. Von diesem Wesen vor mir drohte Gefahr, das spürte ich. Mein zweites Gesicht begann zu sprechen und ich sah eine Zeitenkonjunktion auf diese Welt zukommen. Ich würde eine Taube fangen und opfern müssen, um wieder durch die Zeiten zu reisen — in eine Zeit, die ich nur allzu gerne verlassen hatte.

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Der erste Arbeitstag seit zwei Wochen. Ich war noch ganz meschugge von der Froschpille am Abend vorher, aber es ging einigermaßen. Der Arbeitsweg (,,Die Maske'') war wieder nervig.

Auf der Arbeit hatten wir erst einmal zwei längere Besprechungen. Dann habe ich mich um ein bisschen Kleinkram gekümmert und habe einen Ausflug zur ULB Düsseldorf gemacht, denn es wollten zwei Fernleihbücher abgeholt werden. Leider hat das ,,Ex Libris'', das kleine Café an der ULB, wegen Corona noch immer geschlossen.

Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, wird das wohl auch noch eine ganze Weile so bleiben.

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Feierabend gegen halb sechs. Eigentlich wollte ich einen asiatischen Imbiss in meiner Nähe ausprobieren, aber der hat nur außer Haus verkauft und ich hatte keine Lust, mit Berge von Styropor durch Neudorf zu laufen. Also ging es zu Olga, dem hervorragenden griechischen Imbiss bei mir ,,umme Ecke''. Die haben aber Urlaub. Deswegen gab es daheim kleine Kartoffeln mit Zwiebeln und Sucuk aus der Heißluftfritteuse.

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So wie Sebastian Puffpaff möchte ich auch mal im Supermarkt ausrasten.