Flusskiesels Notizen

17.02.2020: Gedankengewitter

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Gestotterter Titel

Gestotterter Titel

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Trotz vieler Unterbrechungen recht gut geschlafen. Mir träumte, ich wäre in den Bau der Kasulen eingestiegen, doch leider war ich zu spät. Im gigantischen Hohlraum unter der Erde, vom Boden tief unten in der Dunkelheit bis zur Kuppeldecke in mehreren Metern Höhe, von den Laufwurzeln, welche die Luft durchschnitten bis hin zu den Plattformen war kein lebendes Wesen zu sehen. Die kleinen Kasulen lagen überall wild übereinander, dahingeschlachtet von einem übermächtigen Feind. Ich lief von einem kleinen Körper zum nächsten, doch sie waren alle tot. Ihre roten, runden Augen starrten ohne Leben.

Der Morgen

Mein Plan war gewesen, zeitig aufzustehen und die Zeit bis zur Physio schreibend und Kaffee trinkend zu verbringen, aber auch durch den seltsamen Traum (s.o.) mochte ich nicht aus dem Bett.

Die Physio lief ganz gut -- ich habe die Leistung etwas angezogen und das tat dem Rücken gut, der gestern und heute doch ganz schön zwackte.

Auf der Arbeit müde und lustlos.


Der Rücken ziept und zwackt und doch schaffe ich es immer mehr, gerade zu bleiben. Man muss sich auch mal Loben können.


Mittags einen dienstlichen Ausflug (Universitätsbibliothek Düsseldorf) mit der Mittagspause verbunden. An der Uni einen Kaffee getrunken. Penis-Graffiti fotografiert (Bilder folgen).

Befindlichkeiten

Mich beschäftigen wieder viele Dinge aus der Vergangenheit und ich ärgere mich deswegen. Mein lieber Freund O. hat mich gestern am Telefon versucht zu beruhigen: Kleine ,,Rückenfälle'' seien ganz normal auf dem Wege der Gesundung und er verglich das mit seinen Erfahrungen beim ,,Rauchen-Aufhören'': Er sei auch immer mal rückfällig geworden, aber die Abstände zwischen den Rückfällen wurden immer größer und irgendwann kamen dann keine mehr.

Wenn einem die Mütze brennt, dann tröstet das in diesem Moment nicht wirklich, aber irgendwie scheint mir, dass die Erkenntnis auch im aktuellen Hirndurcheinander durchscheint (zweimal ,,scheinen'' in einem Satz! Ich lass das mal so stehen!).

Schlimm ist so ein Gedankengewitter, wenn man auf der Arbeit herumhängt und sich weder auf den Job, noch auf die anderen Dinge konzentrieren kann.

Schreiben hilft, aber dazu habe ich ja gerade kaum Zeit.

Feierabend

Den Arbeitstag dann doch irgendwie geschafft. Nun noch nach Hause und ich kann die Füße hochlegen! Oder sollte ich nicht noch besser Einkaufen gehen? Lieber Morgen!

Ich freue mich schon auf Bett und Buch.


Ein Freund fragt mich, warum ich denn keine Playstation habe und ich weiß keine Antwort darauf. Nun -- eigentlich habe ich schon eine Antwort darauf! Sogar mehrere:

  • Ich habe keine Lust auf eine Playstation.
  • Ich komme mit diesen Controllern nicht zurecht.
  • Ich spiele so gut wie überhaupt nicht mehr am Computer, weil meine Tage ausgefüllt sind.
  • Ich möchte keine Online-Spiele spielen (in diese Richtung zielte die Frage des Freundes.

Wenn man jetzt rausgeht, kann man Vogelgezwitscher hören und das fühlt sich herrlich frühlingshaft an.

Gedankensalat

Immer wieder, ganz plötzlich, dieser irre, durchgeknallte, wahnsinnige Gedanke, ich könne mich doch mal bei Twitter anmelden.


Ich habe ja manchmal so Ideen für eine Geschichte, wo es gerade die Randgestalten sind, welche die Welt retten: Die Trinker, die Junkies, die Verrückten. Sie, die jeden Tag mit der Bierflasche vor dem Rewe hocken und saufen, sind in meiner Geschichte in Wirklichkeit eine schlagkräftige Geheimorganisation. Sie sind die Hüter des Grals, sie beschützen die Menschenwelt vor den Dämonen der Nacht.

Der Abend

Daheim noch etwas Falsches gegessen und dann flugs ins Bett. Dort weiter gelesen und ich frage mich, warum ich das nicht jeden Tag tue.

Gelesen, geguckt und gehört

Zeugen Jehova: Closed Shop mit großer Außenwirkung | Telepolis


Leider eher peinlich | taz

Aminata Touré ärgert sich darüber, dass Deutsche sich die ,,Alman-Meme'' aneignen. Ob die Gags nun lustig sind oder nicht -- was soll daran schlimm sein? Wenn Migranten in Deutschland sich das (ja eigentlich beleidigende) ,,Kanacke'' aneignen oder Schwarze in den USA das Wort ,,Nigger'', dann ist das in meinen Augen eine gute Sache: Ein abwertender Begriff wird umgedeutet und voller Stolz von denjenigen benutzt, die durch ihn eigentlich abgewertet werden sollen. Ich selbst benutze inzwischen gerne den Begriff ,,Bio-Kartoffel'' für Deutsche ohne Migrationshintergrund (wobei ich die Bezeichnung ,,Kartoffel'' für Deutsche auch nie als beleidigend empfunden habe, denn Kartoffeln finde ich voll lecker).


Zuwanderer zahlen deutlich mehr ein, als sie in Anspruch nehmen | ZEIT online

Eine Studie der Techniker-Krankenkasse belegt den Effekt.

Kieselfunk

29 Heiacast

Link zur Episode

Ich liege im Heiabettchen und lese noch etwas.

16.02.2020: Adipöse Spaziergänge

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört
  4. Kieselfunk

Foto des Tages

Einer muss pinkeln

Einer muss pinkeln

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Einen erinnerungswerten Traum gehabt, ihn aber dann doch wieder vergessen. Am frühen Morgen schöne Gedanken an einen schönen Menschen gedacht.

Der Morgen

Schön lange im Bett geblieben und erst um elf Uhr aufgestanden. WDR2 dudelt aus dem Radio und der Kaffee schmeckt und ich freue mich schon auf das Frühstücksei. Die Wohnung ist noch immer fein sauber.

Der Plan

Heute will ich unbedingt einen längeren Spaziergang machen. Mein Rücken meldet sich, dass er Bewegung braucht. Sonst noch so auf der Agenda: Papierkram (Versicherung), Schreiben, Lesen, Baden, Telefonat mit Freund O. Vielleicht lasse ich Luxusgeschöpf mir heute mal was zu Futtern liefen.

Die Planänderung

Tja, und dann verweist die Kaltmamsell auf diesen Blogeintrag mit einer sehr bewegenden Geschichte über Adipositas und mir fällt auf, dass ich schon seit Wochen ,,wieder mit dem Aufschreiben anfangen'' will und es einfach immer weiter verschiebe. Heute wird kein Fastfood bestellt, sondern es gibt Magerquark! Außerdem gehe ich jetzt gleich nach dem Bloggen Spazieren, denn am Nachmittag soll es wieder Stürmen.

Der Spaziergang

Schön weit gelaufen und fast 20.000 Schritte gemacht. Über den Ruhrdeich ging es nach Kaßlerfeld und Hochfeld, dann durch die Innenstadt zurück. Abends haben die Füße gequalmt und der Rücken hat gezwickt, aber nach einer heißen Wanne ging es mit einem guten Buch in die Heia und bald schlummerte ich fein ein.

Gelesen, geguckt und gehört

DD355: Innovationen sind zu klein oder zu gross | Gunter Dueck

Via hmbl

Kieselfunk

28 Spaziercast

Link zur Episode Ich bin in der letzten Zeit zu faul gewesen. Deswegen: Loslaufen!

14.02.2020 bis 15.02.2020: Katertag, aber sauber!

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört
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Foto des Tages

In München gab es 125 Jahre lang kein Helles

In München gab es 125 Jahre lang kein Helles

Tagesgeplätscher

14.02.2020

Katertag. Ich nenne den Tag jetzt mal so, obwohl der Kater nicht allzu schlimm war. Zum Glück hatte ich frei, so dass ich mich tüchtig ausschlafen konnte. Am Nachmittag habe ich immerhin einen ordentlichen Einkauf hingelegt und am Abend kam mich der Thronfolger besuchen. Wir haben die fulminante extra-3-Folge vom 13.02.2020 geguckt (u.a. mit Oliver Kalofe und dem großartigen Max Giermann als Robert Habeck) und einen großen Haufen Chicken Wings gegessen (an dieser Stelle mal wieder ein Lob an die Heißluftfritteuse!).

Früh zu Bett.

15.02.2020
Die Nacht

Gut und relativ lange geschlafen. Bunte Träume. Aufgestanden um acht Uhr morgens und erst einmal Kaffee gemacht.

Zum Frühstück zwei Frühstückseier. Deswegen heißen die so!

Pläne für heute: Inne Stadt, Lattenrost bestellen, Putzen und Waschen. Später dann noch Nackensteaks (ich bin eine Stütze der Gesellschaft!) und Spargel grillen.

Berater-Affäre

Um die Berater-Affäre bei der Bundeswehr gibt es einen Podcast. Mal schauen, ob ich es schaffe, dort mal reinzuhören. Via Augen geradeaus!

Kudos vergeben

Mal wieder ein kleines Blog-Orga-Problemchen: Wenn ich meine Feeds durchlese, speichere ich Links auf interessante Texte gerne in Instapaper zum Späterlesen. Wenn ich die dann meinerseits bloggenswert finde, habe ich meist vergessen, wo ich die ursprünlich fand und das ärgert mich, denn ich möchte ja wenigstens zum Dank einen Link auf den ursprünglichen, verweisenden Blogeintrag da lassen -- meist von mir mit ,,Via'' eingeleitet. Vielleicht schreibe ich den Link auf den Blogeintrag bei Instapaper in das Feld ,,Summary'' ...

Projekt Lattenrost

Passend zur neuen Matratze einen neuen Lattenrost bestellt. Mal schauen, dass ich in der nächsten Woche mal einen Extra-Heimscheissertag einlegen kann.

Netflix

Netflix hat mir eine E-Mail geschrieben und fragt mich, wie es denn mit uns heute Abend wäre. Ich schaue aus dem Fenster ins sonnige Neudorf und spare mir eine Antwort.

Der Tag

Fleißig die Wohnung geputzt und stolz auf mich: Alles schön sauber und ordentlich! Danach in der Küche gesessen, Podcast und Hörbücher gehört und ein Bierchen genossen.

Ein guter Tag!

Gelesen, geguckt und gehört

Journal Dienstag, 11. Februar 2020 – Mein erstes mal BtM | Vorspeisenplatte

Die Kaltmamasell hat genug von den vielen ,,guten'' Ratschlägen bezüglich ihrer lädierten Hüfte und findet eine Lösung, wie sie mit dem vielen Gutgemeinten umgehen kann. Das ist sehr lustig.

Kieselfunk

26 Samstagmorgen

Link zur Episode

Nach dem Frühstück ist vor dem Lattenrostkauf! Ich berichte von den letzten Tagen und freue mich über das schöne Wetter.

27 Puppensamstag

Link zur Episode

Wohnung geputzt. Interview mit Rene Marek, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dunkle_Kristall:_%C3%84ra_des_Widerstands)>Der Dunkle Kristall - Ära des Widerstands.

13.02.2020: Deckel rund

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gelesen, geguckt und gehört

Foto des Tages

Setz Dir ne Mütze auf, es ist kalt!

Setz Dir ne Mütze auf, es ist kalt!

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Recht gut geschlafen, sehr früh aufgewacht. Träume nicht erinnerlich.

Der Morgen

Aufgestanden um vier Uhr, geduscht und nur einen gaaaanz kleinen Kaffee getrunken. Früher als sonst aus dem Haus und die Ruhe auf den Straßen genossen. Auch ist schön, dass ich heute keinen Rucksack dabei hatte, da ich mich am Nachmittag mit einem Freund zum Masterbetrinken treffe wollte.

Kommentare?

Ich überlege, vielleicht doch ein Kommentarsystem hier im Blog zu installieren. Vielleicht SNICKER? Ich weiß nicht. Ich weiß nicht.

Nachmittag und Abend

Mit Th. zum Mastertrinken ins Schumacher Brauhaus. Dort den Deckel rund gemacht und einen netten älteren Herr kennengelernt, der uns vom Beratergeschäft erzählte. Späer dann wie zwei Hüpfbälle schwer betrunken noch in die Altstadt. Der dortige Lieblings-Irish-Pub ist nun eine schlechte Karaoke-Bar. Nach einem Bier (Murphy's) zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, dort umarmungsreich verabschiedet.

Daheim dann noch ein Absackerbier und schnell in Morpheus' Armen versunken.

Ein toller Tag!

Gelesen, geguckt und gehört

Marcel ist online. Gelesen um 13:42 Uhr | UARRR.org

Über die Pest des Online-Status. Marcel hat da wirklich Recht! Werde die Funktionalität in WhatsApp mal ausschalten ...


Der Feind in meinem Feed | Republik.ch

Wie man durch (echt oder nur scheinbar) gehackte Social-Media-Accounts vor Gericht landen kann.


Pilot zur neuen Kolumne: Die Wette | Constantin Seibt Die Kolumne von Constantin Seibt auf Republik.ch über ADHS fängt schon mal sehr fulminant an!

12.02.2020: Roboterträume

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  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Panik-Apotheke

Panik-Apotheke

Tagesgeplätscher

Der Nachklapp

Seltsam gefühlt am Abend und einen kleinen Fressflash gekriegt. Ich weiß nicht, was zur Zeit mit mir los ist: Einerseits bin ich recht gut bei mir (trotz der Schlafprobleme), andererseits habe ich das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist, so als gäbe es einen Fehler in der Matrix. Auch sind die Schlafprobleme nicht auf nervöse Zustände wie sonst zurückzuführen, sondern eher so, als wäre ich überhaupt nicht müde (was ich aber bin).

Die Nacht

Konnte wieder erst nicht Einschlafen, dann ging es doch relativ gut.

Cyborg Alan

Mir träumte, ich wäre ein Entwickler und ich hätte aus meinem Freund Alan (er sah aus wie der Mönch Athelstan in Vikings einen Cyborg gemacht, nachdem er bei einem schweren Unfall viele Gliedmaßen verloren hatte. Da Alan ein Soldat war, machte ich einen Kämpfer aus ihm und irgendwann war es endlich soweit und wir konnten mit auf einen Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Dort sollte Alan sich beweisen. Doch als der Einsatz (eine Patrouille oder eine Wache) kurz bevor stand, bekam die Führung kalte Füße und man wollte ihn nicht exponieren. Ich war erleichtert und wütend und verzweifelt zur gleichen Zeit: Einerseits wollte ich Alan nicht in Gefahr bringen, andererseits hatte ich so unglaublich viel Arbeit in das Projekt gesteckt und wollte nun zeigen, dass Alan funktionierte. Alan bemerkte das natürlich und wollte gegen den Befehl der Führung trotzdem rausgehen, doch ich sagte ihm: ,,Nein! Du bist ein Soldat, vergiss das nicht! Wenn Du dem Befehl nicht gehorchst, werden sie denken, dass das wegen Deiner Implantate ist und dann werden sie Dir die Teile wieder herausoperieren und dann ist kaum noch etwas von Dir übrig! Ich werde mit ihnen sprechen! Ich werde sie überzeugen!''

Dann stapfte ich raus.

Ich weiß nicht, ob ich mir wirklich Sorgen um meinen alten Freunde machte oder ob mir das Projekt wichtiger war als alles andere!

Cyborg Flusskiesel

Später träumte mir, ich wäre selber ein Cyborg oder ein Roboter (dies wechselte innerhalb des Traumes immer wieder) und ich sah so aus wie ,,Chappy''. Ich erinnere mich, dass ich immer viel traurig war, weil ich keinen menschlichen Körper mehr hatte und dass ich als KI ja nur ein Backup, eine Kopie eines echten Menschen (eben desjenigen, der gerade diese Zeilen schreibt) war. Ich hatte auch große Angst davor, einfach abgeschaltet zu werden und damit zu sterben, denn ich war ein Prototyp und wenn der nicht nützlich ist, braucht man ihn ja nicht mehr.

Vor anderen Dingen hatte ich keine Angst mehr: Einmal stand ich nachts in meiner dunklen Wohnung, als plötzlich ein Einbrecher auf den Balkon kletterte und versuchte, die Tür zum Wohnzimmer aufzuheben. Ich ging einfach auf ihn zu und schaute ihm durch das Glas der Balkontür zu. Was sollte mir auch passieren? Er konnte mir nicht wirklich etwas tun: Ich war ziemlich gut gepanzert und hätte ihn mit einem einzigen Schlag meiner Faust töten können. Doch ich war nicht aggressiv und ich wollte ihm auch nichts tun. Als er mich entdeckte und füchterlich erschrank, hatte ich sogar Angst, er würde vom Balkon fallen.

Einmal bekam ich Besuch von einem lieben Menschen und auch er war traurig, denn der Mensch, dessen Persönlichkeit ich besaß, war ja schon tot (Roboter-Variante). Er versuchte aber, sich nichts anmerken zu lassen. Zum Abschied haben wir uns umarmt und ich konnte gut die Wärme seines Körpers spüren, obwohl einer meiner Techniker immer behauptete, ich könne das nicht sondern ich würde Temperaturen nur als Zahlen angezeigt bekommen.

Ein andermal war ich zu Besuch in einer großen Buchhandlung und man brachte mich für eine kurze Zeit in einem Hinterzimmer unter, wo ich herumstand (das macht einem Robotor ja nichts aus). Dann erwischte man einen renitenten Ladendieb und brachte ihn zu mir. Ich sollte auf ihn aufpassen, bis die Polizei eintreffen würde. Er wollte an mir vorbei aus dem Zimmer laufen, doch ich legte ihm einfach nur meine Hand auf die Schulter und drückte ihn sanft und unaufhaltsam nach unten.

Später dann bekam ich dann von meiner Ärztin eine Spritze in den Rücken (Cyborg-Variante). Das tat furchtbar weh und die Ärztin wunderte sich darüber. Meine biologische Komponente hatte wohl eine Infektion und ich hatte große Angst davor, zu sterben.

Die Ärztin und ich verstanden uns sehr gut: Immer scherzten wir und wir spielten uns gegenseitig die Pointen wie Bälle zu. Einmal, als sie mich mal wieder veräppelte, legte ich meine Hände an meine Hüften und machte ,,Pühh!'', als wäre ich beleidigt. Daraufhin sagte die Ärztin nachdenklich, so etwas machte ich in der letzten Zeit häufiger. Da wurde mir klar, dass ich unter ständiger Beobachtung stand.

Irgendwann war es soweit und man wollte schauen, welche Waffen denn nun am besten für mich passen würden. Das war nicht leicht für mich, denn ich wusste ja: Ich war der Prototyp. Würde alles glatt laufen, so würde man mehr von mir machen und wir wären dann Soldaten und sicher würde man uns zu dunklen Zwecken missbrauchen. Würde ich mich allerdings weigern, so wäre das mein Untergang: Projekt gescheitert, Maschine abgeschaltet.

Der Morgen

Um kurz nach vier wach geworden und aufgestanden. Der Schlaf und die Träume haben der Psyche wohl ganz gut getan: Das Gefühl, irgendetwas sei seltsam falsch, ist abgeklungen.

Kaffee getrunken. Träume aufgeschrieben. Zeitig losgegangen. Kurz nach dem Losgehen bemerkt, dass ich die Wasserflasche zu Hause habe stehen lassen. Noch mal zurück in die Küche. Beim Rausgehen mit der Umhängetasche aus Versehen den Ofen eingeschaltet. Zum Glück habe ich das noch bemerkt (und der Ofen war nur einfach an und hätte nicht geheizt), trotzdem ist mir mal mit Erschrecken klar geworden, dass man nichts, überhaupt nichts auf einem Herd stehen lassen sollte!

Der Vormittag

Morgens zu früh zum Frühstück in die Kantine und dort lange auf die Kollegen gewartet. Versucht, einfach nur zu sein und stattdessen Nachrichten via SMS abgerufen (ja, das geht), da das Zauberhandy oben im Büro geblieben war. Die (eigentliche ehemaligen) Kollegen erzählen von Verwerfungen und Zerwürfnissen und mir wird ganz schwindelig davon. Immerhin lässt das Gefühl langsam mehr und mehr nach, dass die Realität seit gestern einen Webfehler hat (,,Webfehler'' wie in ,,Weben'' -- nicht wie in ,,Web''!).

Danach im Büro die Aufgaben sortiert und mich wieder schlecht gefühlt.

Ein Grund für meine komische Stimmung eine nun doch steigende Nervosität ist gefunden: Freund T. und ich wollen an Altweiber eine Party in einem Nachbarministerium besuchen und ich habe uns dafür die Karten besorgt. Nun habe ich eine der Karten verbummelt und da Eintrittskarten bei mir WICHTIGE DOKUMENTE sind, dürfen (dürfendürfendürfendürfendürfen) die nicht verloren gehen. Aber irgendwie war ich abgelenkt, habe die Karten in meine Umhängetasche gestopft und da ist dann wohl eine von denen beim Rauspopeln des Podcastaufnahmegerätes, der Handschuhe oder eines weißen Kaninchens (was weiß denn ich) herausgefallen und hat eine ganz eigene Reise um die Welt angetreten.

Ich hoffe, ich kann nun noch eine weitere Karte besorgen, sonst stehe ich ziemlich dumm da.

Bloggereien

Ich sammele zur Zeit immer alle Einzelteile eines Blogeintrages in Evernote in einem eigenen Notizbuch und abends (oder am nächsten Morgen) trage ich sie zu einem Eintrag zusammen. Das geht ganz fein, finde ich!

Der Nachmittag

Am Nachmittag auf einer hochrangig besuchten Verabschiedungsfeier gewesen und Schnittchen gegessen.

Gedankensalat

Anschussverendung


Morgens auf dem Weg zur Arbeit zwitschern seit ein paar Tagen wieder Vögelchen. Das ist sehr schön.

Gelesen, geguckt und gehört

THE JESUS ROLLS Trailer (2020) | YouTube

,,Jesus'', der Typ aus ,,The Big Lebowski'' bekommt seinen eigenen Film


Birr Castle: Wie Lord Rosse mit dem Leviathan Spiralgalaxien entdeckte | Burgerbe-Blog

Faszinierende Geschichte


Das kultivierte Chaos – Republik

Tolle Fotos aus Durban.


Das Leidmedium | Republik.ch

Die NZZ habe ich eine Zeit lang ganz gerne gelesen, aber das hier ist ja wirklich gruselig!


Gehirnwäsche in der Höhenluft | Die Wahrheit

Hier einmal ,,Die Wahrheit'' über die NZZ. Wie gewohnt unterhaltsam.


Kieselfunk

23 Herdcast

Link zur Episode

Warum man keine Dinge auf dem Herd stehen lassen sollte. Sonst noch: Kalter Wind, Befindlichkeiten.

24 Unicast

Link zur Episode

Nach einem langen Arbeitstag zur Unibibliotek. Ich war auf einer Abschiedsfeier und habe Reden gehört. Vögel zwitschern.

25 Kebbelei beim Thai

Link zur Episode

Ich gönne mir was in Tamarindensoße. Wie ich einmal fast mit einer Kellnerin gerungen hätte.

11.02.2020: Hagelslag

  1. Foto des Tages
  2. Tagesgeplätscher
  3. Gedankensalat
  4. Gelesen, geguckt und gehört
  5. Kieselfunk

Foto des Tages

Bergmann-Bier in Dortmund

Bergmann-Bier in Dortmund

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Unruhig. Konnte trotz Müdigkeit nicht einschlafen. Ich könnte ja der spätabendlichen Dusche die Schuld geben, aber ich glaube nicht, dass der Effekt einer Abendbebrausung die ganz Nacht anhält. Bis auf einen privaten Termin in der nächsten Zeit gibt es jedoch nichts, was mich aufregen könnte.

Später dann stundenweise geschlafen. Mir träumte von UN-Generälen, die in Düsseldorf lebten und die sogar für das Nachlegen von Brennholz in ihrem Kamin ihre Bediensteten herbeiklingelten. Der Rest der Nacht war wirr.

Der Morgen

Vom Licht des Weckers geweckt, bin ich um ca. Viertel nach vier aufgestanden. Zügig die Morgenwäsche erledigt und den Rucksack gepackt. Es endlich mal geschafft, nicht wie sonst viel zu viel Kaffee zu kochen (unsereiner ist ja Handaufbrüher!).

Der Mittag und der Nachmittag

Mittags mit Kolleginnen zum Kirchplatz und ich habe zum ersten Mal beim ,,Frieten Piet'' gegessen. Geschmack ist sehr gut, allerdings sind die Portionen erstaunlich groß.

Am Nachmittag dann plötzlich Hagelschlag. Dicke Brocken kamen über Düsseldorf runter.

Der Abend

Abends noch mit einem Freund telefoniert und spontan die große Badputzung um einen weiteren Tag verschoben. Irgendwann muss auch Feierabend sein!

Gedankensalat

Als das Wetter langsam ungemütlich wurde, legte sich Gott dann doch auf die andere Seite.

Gelesen, geguckt und gehört

NRW und Thüringen: Über das Ziel hinaus…?! | Landtagsblog

Eine kleine Einordnung.


Die Schlacht um England | Republick.ch

Vorgeschichte und Erklärung des Brexit


,,Energie der Zukunft'', Teil 6: Der Geist muss zurück in die Flasche | Republik.ch

Verfahren, mit denen man CO2 aus der Atmosphäre entfernen könnte, werden vorgestellt und verglichen.


Das beste Bier der Welt wird von belgischen Mönchen gebraut | NZZ

Hach! Eigentlich könnten die Mönche viel mehr von ihrem Bier brauen und verkaufen oder es wenigstens teurer machen -- aber das halten sie für unethisch und würde es lieber billiger machen.

Kieselfunk

20 Kamerahandyfrage

Link zur Episode

Ich stehe vor der Frage: Kaufe ich mir eine Kompaktkamera oder lieber ein neueres Smartphone mit einer besseren Kamera? Ich wäge Für und Wider ab und das Ergebnis lautet: Ich habe gerade eh kein Geld!

21 Kaltwindcast

Link zur Episode

Brrr! Es ist ganz schön windig. Ich muss die Aufnahme abbrechen, weil ich kalte Hände bekomme. Hoffentlich kann man überhaupt etwas verstehen. Irgendwas mit Handy.

22 Erhagelte Erleuchtung

Link zur Episode Vollgehagelt nach Hause gekommen. Ich denke, ich habe eine gute Idee, was die Kamera-/Smartphonefrage angeht.

07.02.2020 bis 10.02.2020: Der Sturm reißt uns in Fetzen

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Foto des Tages

Der Fernsehturm erwartet die Aliens

Der Fernsehturm erwartet die Aliens

Tagesgeplätscher

07.02.2020

Müder Freitag. Nach der Physio einen guten Zug nach Düsseldorf erwischt, denn wegen der Unterbesetzung habe ich auf meinen Home-Office-Tag ausfallen lassen. Vor mich hin gearbeitet. Am Nachmittag alleine in der Bibliothek gewesen und eine Sturmwarnung ins Intranet gestellt. Das hat mich dazu inspiriert, den Dienst-Laptop mit nach Hause zu nehmen.

Abends mit dem Thronfolger die erste Folge von ,,Die Deutschen'' geguckt. Dazu gab es Pommes und Chicken Wings aus der Heißluftfritteuse.

08.02.2020

Mich mit meinem Schwager in Dortmund getroffen. Bei herrlichem Sonnenschein am Bergmann-Kiosk gesessen. Danach ins Hövels-Brauhaus und zum Fußballgucken ins ,,Lütge-Eck''. Ich bin zwar kein Dortmund-Fan, aber es war sehr schön. Leider viel zu viel Bier getrunken.

09.02.2020

Tag verschlafen. Netflix geguckt. Der Leichnam der kleinen Lia wurde gefunden.

10.02.2020

Sturm!! Zum Glück hatte ich ja am Freitag schon den Dienst-Laptop mitgenommen und als dann am Morgen überhaupt kein Zug fuhr, konnte ich meinen Home-Office-Tag von Freitag nachholen.

Ich saß schön am Schreibtisch und habe dem Draußen dabei zusehen können, wie es sich durchpusten und nassregnen ließ. Ein gerüttelt Maß Kaffee brachte die Birne wieder auf die Spur.

Der Arbeitstag ging dank zahlreicher Intranet-Aufträge und dem Bearbeiten des Medienarchivs flott voran. Gerade Letzteres beschäftigt mich in der letzten Zeit sehr und ich hätte nicht übel Lust, mich mal wieder mehr mit Suchmaschinen zu befassen.

Nach Feierabend ein paar Haushaltsdinge erledigt. Die Treppe wollte mal wieder gewischt werden und da man das ja ,,für die Nachbarn'' macht, bin ich da immer hinterher. Dann noch die Küche und dann ging es an den (privaten) Laptop für Orga-Dinge: YNAB und Konto abgleichen, Rechnungen bezahlen usw.

Gedankensalat

In Love with the Pott.

Ich bin ein Landkind aus dem Sauerland und doch liebe ich das Ruhrgebiet. Es ist so heruntergekommen und kaputt wie ich -- und doch strahlt sein Herz hell in der Nacht.

Gelesen, geguckt und gehört

Keine Lust auf Politik | Pufpaffs Happy Hour

Gut gesagt!


Wer zahlt den Hausmeisternotdienst?

Ein für Mieter interessantes Urteil.


Vom Nazi-General zum Management-Guru | Republik.ch

(Zitat) In der Praxis war der autoritäre NS-Staat dennoch erdrückend stark, aber es wurden strukturelle Vorkehrungen zu seiner Schwächung getroffen. Die Nazis errichteten ein «polykratisches Herrschafts­modell». Es wurden ständig miteinander rivalisierende Macht­institutionen geschaffen: sowohl die SS als auch die Wehrmacht; sowohl der Sicherheitsdienst als auch die Gestapo; sowohl die allmächtige Vierjahresplan-Behörde von Hermann Göring als auch das Reichswirtschaftsministerium. Der Nazi-Staat war ein grosses Chaos der miteinander rivalisierenden, missionsgebundenen Verwaltungsagenturen, welche die institutionalisierten Zuständigkeits bereiche permanent unterliefen. (/Zitat)


Schlaf statt Wache

Eine amüsante Posse aus der Schweizer Militärgeschichte. Eine Posse, die immerhin gut ausgegangen ist.

Kieselfunk

18 Republik-Cast

Link zur Episode

Bevor ich mich auf den Weg zur Physio mache, noch schnell eine Aufnahme. Republik.ch.

Link zum Interview


19 Sturmfrei

Link zur Episode

In Neudorf ist nach Sabine alles senkrecht. Ich habe einen Home-Office-Tag eingelegt und nach Feierabend was im Haushalt gewurschtelt. Sonst ist nichts passiert.

06.02.2020: Früh raus, spät rein!

  1. Foto des Tages
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  4. Kieselfunk

Foto des Tages

Duisburg ist nicht Berlin

Duisburg ist nicht Berlin

Tagesgeplätscher

Die Nacht

Recht unruhig geschlafen, aber immerhin hinreichend. Husten und Halsweh klingen ab.

Mir träumte, ich würde in einer neuen, modernen und geheimen Behörde anfangen. Gemeinsam mit einer Gruppe von jungen Mitarbeitern versuchte ich, eine Verschwörung aufzudecken. Als ich mein neues Büro bezog, bekam ich schon zwei Opduktionsberichte auf den Tisch. Auf dem einen stand handschriftlich geschrieben: ,,Inkl. Anmerkungen des Leberarztes!!!''

Aus Angst vor Entdeckung nahm ich die Berichte nun immer mit und lief damit durch das Gebäude. Wir gingen bis unter das Dach und um wieder nach unten zu kommen, nahmen wir die Wasserrutsche.

Huiiih!! War das ein Spaß!

Der Morgen

Wegen akuter Wachheit um kurz vor vier Uhr aufgestanden. Immerhin genügend Zeit für den Kaffee!

Der Tag

Lange im Büro gewesen. Auf der Heimfahrt Podcasts gehört. Sonst ist nicht viel passiert. Abends hat mich noch ein Freund angefunkt mit einer grandiosen Idee für ein Karnevalskostüm.

Verschiedenes

Ich teste zur Zeit das Republick.ch, ein Online-Magazin, das als Genossenschaft organisiert ist. 14 Tage kann man Probelesen und dann entscheide ich, ob ich das Magazin für 20 Euro im Monat abonniere.

Gelesen, geguckt und gehört

«Ein mörderisches System»: Konstruierte Vergewaltigung, manipulierte Beweise | Republik.ch

Eigentlich ist dieses Interview schon mehrfach durch das Internet gereicht worden. Ich möchte es aber trotzdem hier dokumentieren, weil es so wichtig ist.


Die «China Cables» bringen diese Uigurin ins Visier Chinas | NZZ

Wir brauchen mehr Leaks!


Wenn die UmP mit der UwP …

Wie schnell man doch in den Fokus strafrechtlicher Ermittlungen geraten kann – zumindest, wenn man einen türkischen Namen trägt. :-/


Immer mehr Bombenentschärfungen? | WDR

MP3-Direktlink. Ein Interview mit einem Kampfmittelräumer.

Kieselfunk

17 Frühmorgenskaltcast

Link zur Episode

Die Erkältung klingt ab. Ganz schön früh aufgestanden! Stotterschlaf.