KieselBlog

Flusskiesels Notizen

Blogumzug

Ich habe mich -- spontan wie immer -- entschlossen, doch noch mal Wordpress eine Chance zu geben und nun findet Ihr die aktuellen Blogeinträge unter der Adresse:

http://kieselblog.flusskiesel.de

Den neuen RSS-Feed findet Ihr unter der Adresse:

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Dieses Blog wird noch eine gewisse Weile als Archiv stehen bleiben und dann irgendwann einfach verschwinden.

2022-08-31 Mittwoch - Flaschenpost wird teurer

Trotz vollem Bauch recht gut geschlafen. Mir träumte vom Tod auf dem Nil mit Peter Ustinov als Detektiv Hercule Poirot und alle, alle Männer trugen weiße Anzüge.

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Ich snooze bis halb neun und bin um kurz vor neuen im Homeoffice angekommen. Ich wühle mich durch ca. 150 E-Mails (garnicht so viele für fast zwei Monate Abwesenheit!) und sortiere mich langsam.

Grundanspannung.

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Die Flaschenpost liefert jetzt erst ab 49 Euro Bestellvolumen (sagt man das so?) kostenfrei. Zwischen 39 und 49 Euro kostet es 1,80 Euro. In meinen Augen ist das nicht sonderlich viel, wenn man bedenkt, dass einem die Kästen direkt vor die Wohnungstür gestellt werden.

Ich hoffe, dass von dem Geld die Fahrerinnen und Fahrer ein wenig von abbekommen.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

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Der -- relativ kurze -- erste Arbeitstag geht gut rum. Ein paar Dinge im Haushalt erledigt, aber schnell die Puste verloren.

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Ich bekomme eine WhatsApp-Sprachnachricht und da die fast eine Minute lang ist, weigere ich mich, sie anzuhören.

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Zu Mittag gab es heute Restsalat, den am Montag Freund M. vorbeigebracht hatte. Sehr lecker!

Ich spiele ein wenig Mount & Blade: Warband. Dieses Spiel gab es mal ganz billig oder gar kostenlos bei Steam oder Good old Games oder so. Auf jeden Fall fand ich es letztens in meiner Spiele-Bibliothek und es läuft auch auf dem Mac.

Diese Mischung aus Rollen- und Strategiespiel macht sehr viel Spaß -- es ist allerdings auch ganz schön komplex und vom Pferd aus Banditen zu jagen mehr als schwer.

Hoffentlich verdaddele ich nicht wieder soviel Zeit vor dem Rechner! Eigentlich wollte ich ja weniger Zocken ...

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Abends lese ich in der aktuellen ZEIT.

2022-08-30 Dienstag - Olga

Die Nacht war schlaflos. Warum nur? Vielleicht aufkeimende Nervosität, weil ich am Mittwoch wieder arbeiten werde?

Ich weiß es nicht.

Den Vormittag über Schlaf nachgeholt. Am Nachmittag holte mich Mitpatientin H. mit dem Auto ab und wir fuhren zur Gruppentherapie. Die Sitzung war wieder intensiv. Nachdem mich H. wieder vor der Haustür abgesetzt hatte, traute ich mich was und humpelte zu Olga und ihrem griechischem Imbiss um die Ecke. Dort aß ich zu viel, aber auch sehr, sehr lecker.

Daheim hockte ich noch ein Stündchen vor dem Rechner und rollte dann sehr früh ins Bett.

2022-08-29 Montag - Falschmüll

Recht gut geschlafen. Mir träumte, in einem Raumschiff flögen ein hübsches Cyborg-Mädchen (Influencerin) und ein hyperintelligenter Kodiak-Bär durch das All. Sie erlebten tolle Abenteuer.

Auch lief ich früh morgens durch die alte Heimat. Ich kaufte mir frische Brötchen und lief nach Hause. Eine sehr hübsche blonde Bäckereifachverkäuferin begleitete mich.

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Aufgestanden um Viertel nach sieben. Der Nacken schmerzt. Draußen ist es schon hell, die Luft ist erfreulich frisch.

Zum Frühstück eine Scheibe Brot mit Frischkäse und Radieschen und eine Scheibe mit Rindersalami.

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Wie der Westen die Russen zu Kriegsverbrechen zwingt

Enno Lenze berichtet wieder aus dem Krieg in der Ukraine.

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Heute ist das Internet zu Hause instabil. Da soll noch mal einer was gegen einen guten Offline-Modus sagen!! ;-)

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Das Projekt ,,Müll runter bringen'' ist erfolgreich abgeschlossen, auch wenn der Rücken danach schmerzt, als wolle er brechen (alles verspannt).

Ärger: Jemand hat Restmüll in die blaue Tonne geworfen! Das gibt bestimmt Ärger! Ich widerstehe dem Impuls, die Restmülltüten (immerhin) in die Restmülltonne umzufüllen, aber das kriege ich mit meinem kaputten Körper momentan nicht hin.

Ist auch nicht meine Sache.

2022-08-28 Sonntag - Autoland Balkonien

Guter Nachtschlaf.

Mir träumte, ich hätte meine schriftliche Abiturprüfung in Englisch. Wir Schülerinnen und Schüler versammelten uns in einem hellen Raum. Als Herr Dr. S. die handgeschriebenen Aufgabenzettel verteilte (jeder bekam zwei ganz individuelle Aufgaben zur Auswahl), musste ich dringend aufs Klo und meldete mich. Ich durfte noch schnell los und verließ den Klassenraum. Als ich über den vollen Pausenhof lief, sah ich noch andere Prüflinge und befürchtete, man könne uns zusammen sehen, denn wie jeder weiß, darf immer nur ein Prüfling alleine zur Toilette, sonst ist die gesamte Prüfung ungültig!

Doch als ich wieder im Klassenraum ankam, war dieser leer. Auf meinem Tisch lag ein Zettel von Dr. S.

Auf diesem stand: ,,Alle anderen mussten auch aufs Klo! Prüfung wird etwas nach hinten geschoben! Der Terminator sitzt in Raum 12. Bitte besuchen Sie ihn! Gruß, S.''

Ich ging sofort in die kleine Kammer mit der Nummer 12 direkt nebenan. Dort saß Dr. S. vor einem Stapel Papier. Er zeigte mir ein Stück herausgerissenes Zeitungspapier. Ich laß vor: ,,Lieber Markus, ich sende Dir diese Nachricht über die Schulpost. Mir geht es nicht gut: Diana, meine Geliebte, ist schwanger, will aber nicht aufhören, Drogen zu nehmen. Auf bald! Dein, M.''

Dr. S. saß mich lange und eindringlich an. Dann mahnte er mich eindringlich, meinen Freund M. nicht alleine zu lassen, mich um ihn zu kümmern. Ich konnte nur nicken. Gerne hätte ich so etwas gesagt wie: ,,Sicher! Aber erst möchte ich meine Prüfung überstehen!'', konnte aber nur schamvoll nicken.

Nur nicken.

Zurück im Klassenraum verteilte Dr. S. die Aufgabenzettel weiter. Ich hatte zur Auswahl:

,,What are the excuses of the Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG)?'' und ,,Torsten Sträter wants to put a love letter into the jacket of the girl you love and he asks you, where this jacket hangs. What do you do?''

Ich entschied mich für die Liebesaufgabe, denn wenn ich mein Herz berühren kann, fließen die Worte von ganz alleine. Dr. S. kam noch mal an meinen Tisch und machte den Vorschlag, bei M.'s Motorrad (er fuhr eine schwere Maschine) einen ,,Stockholmer'' zu machen. Verwirrte zuckte ich mit den Schultern. Was ist ein ,,Stockholmer''?

Man erklärte mir, dass man mit einem Stockholmer ein Motorrad überall hin verfolgen konnte. Auf diese Weise könnte ich meine Pflicht, auf M. in dieser schweren Zeit besser aufpassen.

Ich nickte noch einmal und widmete mich meiner Klausur.

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Aufgestanden gegen 10 Uhr. Fühle mich frisch und fröhlich. Die Sonne scheint und es ist nicht heiß! Ich kann wieder etwas besser auftreten und die Cicalfate-Salbe hat auch gegen die leicht ekligen Hautirritationen geholfen.

Die Stimmung ist ganz gut, würde ich sagen!

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Ich lese einen Artikel über die katastrophale Hitzewelle in China und die gute Laune verfliegt. Vielleicht sollte ich sonntags besser überhaupt keine Nachrichten mehr konsumieren!

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Ein lesenswerter Artikel von Stefan Anpalagan: Die Bundeswehr wurde nicht kaputtgespart. Nur habe ich nicht verstanden, wer denn so etwas behauptet:

Manch einer weiß auch, wer an alledem schuld ist: Die Linken. Die Pazifisten. Die Studenten. All die langhaarigen Öko-Arschlöcher, die unsere Bundeswehr auf dem Gewissen haben.

Jeder weiß doch, welche Parteien in den letzten Jahrzehnten die Regierung gestellt haben!

Außerdem: Den Eindruck zu erwecken, dass die Materialmängel der Bundeswehr z.T. auch darauf zurückzuführen sei, dass Nazis Munition und Ausrüstung gestohlen hätten. Fahren die jetzt mit Panzern durch die Gegend?

Sicher ist ein großer Teil des Mangels hausgemacht (wobei man da scharf zwischen der Bundeswehr, dem Bundesverteidigungsministerium und dem Beschaffungsamt der Bundeswehr unterscheiden sollte!), aber das Einstreichen der ,,Friedensdividende'' war meiner Meinung nach ein ,,Kaputtsparen'', wenn man es überspitzt ausdrücken will: Will man eine Armee haben, die ein Land wie die Bundesrepublik effektiv verteidigen kann, dann kostet das nun mal eben eine unglaubliche Menge Geld.

Ein paar Beispiele: Schweres Gerät wie Panzer stehen unter einer sehr großen physischen Belastung, die im zivilen Alltagsleben kaum vorkommt. Unsere Autos sind nämlich in der Regel wunderbar wartungsarm.

Damit ein Panzer im Feld nicht plötzlich ausfällt werden im Idealfall bestimmte Teile nach einer gewissen Zeit / Fahrleistung auf Verdacht ausgetauscht. Das kostet richtig Geld (nicht nur das Ersatzteil, sondern auch die Arbeitskraft und die Vorhaltung der entsprechenden Infrastruktur), ist aber letztendlich billiger als wenn ein Panzer im Feld abgeschleppt werden muss oder -- befindet er sich im Gefecht -- aufgegeben und als Totalverlust abgeschrieben werden muss (wir gehen jetzt mal davon aus, dass die Besatzung in rechtzeitig verlassen kann).

Das Beispiel wird noch deutlicher, wenn man fliegendes Material anschaut: Geht bei einem Eurofighter im Flug ein wichtiges Teil kaputt, kann es zum Absturz kommen.

Diese ganze Infrastruktur hat man ,,outgesourced'' oder einfach so platt gemacht. Ähnlich wie bei der Deutschen Bahn, wo die Bahnbetriebswerke eingedampft worden sind.

Das selbe Muster, allüberall.

Trotzdem ein sehr guter Artikel! :-)

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Endlich kann ich wieder ein wenig mehr für den Haushalt tun, muss mich aber immer wieder bremsen, denn für den Fuß und den Rücken wird es schnell zu viel.

Am Nachmittag kommt mir der Gedanke, dass ich auch mal etwas tun kann, was nicht oben auf der Todo-Liste steht, sondern etwas, was ich tun möchte. Nach einer Pause grabe ich meine toten Balkonkästen um. Wegen meines Fußes habe ich die nämlich in der Hitzezeit nicht gegossen und da lebt nun nichts Sichtbares mehr. Ich streue lange abgelaufene Basilikumsamen in die Erde und gieße tüchtig. Vielleicht wächst davon ja etwas, damit ein wenig grün auf meinen Balkon kommt. Sommerblumensamen habe ich auch bestellt -- in dem Bewusstsein, dass es auch für die ein wenig spät ist.

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Fritz Tietz (ja, der Typ von ,,Kowalski''!) hat ein tolles Feature zum ,,Autoland Deutschland'' gemacht:
Zu viele, zu schnell

Große Hörempfehlung!

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Den frühen Abend verbringe ich im Schlafanzug auf dem Balkon. Endlich kann man es aushalten!

Zeitig zu Bett.

2022-08-27 Samstag - Ideal-App

Wieder besser geschlafen. Es wird doch langsam ein wenig kühler. Aufgestanden um 9 Uhr und zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten geduscht. Es war herrliche, auch wenn ich viel nur auf dem linken Bein stand und irgendwann der Rücken schmerzte.

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Zur Winnetou-Hysterie hat Erik Zielke einen sehr passenden Kommentar geschrieben.

Überraschenderweise bringt ,,T-Online'' ein bisschen Licht in einen der eher schattigeren Teile der ,,Diskussion'':
"Winnetou"-Verbot bei der ARD? Das steckt dahinter

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Gegen Mittag kommt die beste Ex-Frau von Allen auf einen Kaffee vorbei. Wir quatschen 2,5 Stunden lang und das ist ganz schön.

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Später kommt dann der Thronfolger zum wöchentlichen Herrenabend vorbei. Ich bringe ihm KeePass als Passwortmanager und vor allen Dingen als offenes Format für Login-Datenbanken nahe. Hoffentlich nutzt er dieses Werkzeug auch.

Dann gibt es Pizza und weitere Episoden der zweiten Staffel von ,,The Punisher''. Sehr interessant, wie sich der Protagonist Frank Castle verändert und er mehr und mehr zwischen dem eigentlich herzensguten Kerl und einem komplett wahnsinnigen Gewaltverbrecher hin und her irrlichtert.

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Neuigkeiten von meinem ewigen Hobby, dem Ausprobieren von Clients für diverse Dinge des Lebens!

Heute: Lese-Apps für meine RSS-Feeds und für meine ,,Später-Lesen''-Einträge!

Meine RSS-Feeds sammele ich mit einer eigenen Installation von FreshRSS auf meinem Server ein. Lesen kann ich die dann entweder mit dem Browser oder mit der App ReadKit, die eine sehr, sehr schöne Leseoberfläche bietet (ich mag es gerne klar und schlicht und mit großen Buchstaben). Netterweise ist ReadKit auch ein RSS-Reader und man kann das Programm auch mit einer FreshRSS-Installation synchronisieren.

Noch schöner wird die ganze Sache dadurch, dass mit der selben App auch meine ,,Später-Lesen''-Einträge bei Wallabag (nicht selbst gehostet) abgerufen werden können.

Das funktioniert alles so gut und ist nicht nur schön dargestellt sondern auch durchdacht mit Tastaturkürzeln usw., dass ich für ReadKit ein Abo abgeschlossen habe (ca. 10 Euro im Jahr).

Erst heute habe ich gemerkt, dass es auch eine iOS-Version von ReadKit gibt und ich so die von mir ungeliebte Wallabag-App vom meinem iPad löschen kann.

Wie häufig sind es die kleinen Dinge, die mir Freude machen!

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Noch eine App-Geschichte: Bisher nutzte ich gerne für schnelle Textnotizen den schönen und schlanken Dienst https://simplenote.com/, der von den Leuten stammt, die auch Wordpress machen. Der läuft gut im Browser, synchronisiert fix auf den gängigen Plattformen und wurde von mir auch dazu benutzt, Tröts für Mastodon (hier mein Profil) oder WhatsApp-Nachrichten offline vorzuschreiben.

Nun bin ich ja wieder MacUser (iPhone, iPad und Mac Mini) und kann auch nun auf allen meinen Geräte das apple-eigene Programm ,,Notizen'' verwenden mit. Wenn dies für mich funktioniert, hätte es folgende Vorteile:

  • Es gehört zu den Bordmitteln (keine App eines anderen Anbieters notwenig).
  • Die Synchronisierung über iCloud funktioniert wirklich phantastisch schnell und einfach.
  • Es ist in die Systeme (macOS und iOS) perfekt integriert (passt eigentlich zu ,,Bordmittel''). Ich kann z.B. eine neue Schnell-Notiz (,,Wuahahahahahaha! Ich muss diese Zeichenkette jetzt mal ganz schnell irgendwo hin kopieren, damit sie nicht verloren geht!!!!11elf'') einfach dadurch öffnen, indem ich mit der Maus ganz rechts unten klicke.

Ich probiere das mal eine gewisse Zeit aus und entscheide dann, ob ich demnächst nicht einfach eine App weniger auf meinen Endgeräten haben werde.

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Nicht so gut: Ich bin mit Programmen, ihren Funktionalitäten und ihrer Oberfläche nahezu nie zufrieden.

Total super: Ich habe große Freude daran, die Suche nach der ,,idealen App'' niemals aufzugeben, probiere aus und lerne ständig dazu.

2022-08-26 Freitag - Digitalisierung der Klassiker

Die Nacht ... naja ...

Morgens kurz in eine Videoschalte, dann noch ein wenig Schlaf nachgeholt. Der Himmel ist bedeckt, es hat sich ein wenig abgekühlt. Die Wohnung ist aber leider noch stark aufgeheizt.

Noch immer kein Tropfen Regen.

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Im Podcast ,,Lage der Nation'' gibt es einen Zweiteiler über die Digitalisierung (oder besser: Nicht-Digitalisierung) der öffentlichen Verwaltung in Deutschland:

Was soll ich sagen? Schuldig im Sinne der Anklage! Verschlimmert wird die Situation auch noch dadurch, dass sich viele Führungskräfte mehr damit beschäftigen, sich vor den anderen aufzuplustern als gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Ich habe auch selbst schon mehr als einmal erlebt (allerdings in wesentlich kleinerem Maßstab als in den beschriebenen Beispielen), dass Projekte stockten oder sogar fast scheiterten, weil ein Logo angeblich ,,franselig'' war oder ein anderes Design-Element nicht ,,optisch gerade''.

Das Problem sind Führungskräfte ohne jegliche (!) Fachkompetenz, die aber trotzdem meinen, sich ,,einbringen zu müssen'', anstatt einfach nur dafür Sorge zu tragen, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit machen können.

Solange das ,,Wasserkopf-Problem'' in den deutschen Verwaltungen nicht gelöst wird, können wir alle auf die Digitalisierung noch lange warten.

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Ich bin ganz schön müde und lege mich nach dem Mittagessen hin. Das tut gut.

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Lieferessen von Taboule. Sehr leckeres Schawarma, aber unglaublich mächtig. Ich hänge kugelig-plauzig in den Seilen.

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Gedankengang:
Im Zuge dieser Winnetou-Hysterie (,,Ich lasse mir meinen Winnetou nicht wegnehmen!'') kommt mir mal wieder der Gedanke, was das eigentlich mit diesen ,,Klassikern'' soll. Die liest heutzutage doch kaum noch jemand! Die Bücher von Karl May: Kitschige Dialoge, umständliche Sprache des 19. Jahrhunderts. Warum müssen Schüler:innen eigentlich Goethe lesen? Der sagt ihnen doch nichts mehr!

Damit will ich die Bedeutung von Goethe und Schiller für die deutsche Literatur und auch die Sprache (,,des Pudels Kern'') auf gar keinen Fall schmälern! Jedoch ... warum das krude Zeug Kindern zumuten? Warum reichen nicht ein paar Auszüge und Erläuterungen, warum deren Werke in der Rückschau wichtig sind?

Selbst mein ganz persönlicher Klassiker, der Herr der Ringe, ist für viele junge Menschen wegen seiner gestelzten Sprache und seiner Langatmigkeit unlesbar. So what?

Gibt es keine modernen Bücher, die wichtig sind?

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Später am Abend schaue ich in die Serie Y: The Last Man rein. Sie packt mich sofort, obwohl es sich ja um eine Endzeit-Dystopie handelt und mich solche Themen ja eher ängstigen. Die Serie handelt davon, dass plötzlich (!) alle männlichen Säugetiere und damit auch die Männer sterben. Nur ein Mann und sein (männliches) Kapuziner-Äffchen überleben.

Das ist alles unglaublich spannend inszeniert und ich fiebere mit der neuen amerikanischen Präsidentin und ihrem Team mit, wie sie versuchen, die Ordnung so gut es eben geht wieder herzustellen. Besonders hervorgehoben werden die Ingenieurinnen (von denen es nicht allzu viele gibt) und die nun die einzigen Menschen sind, die lebensnotwendige Infrastruktur am Laufen halten können.

Nach der dritten Episode musste ich mich fast schon gewaltsam vom Monitor lösen und ins Bett gehen.

2022-08-25 Donnerstag - Fußkühlung

Elend schlecht geschlafen. Es war einfach zu heiß. Die Träume waren wirr und sind bis zum Vormittag verflogen. Gerne wäre ich früh aufgestanden, um die relative Kühle des Morgens zu nutzen, aber ich habe es einfach nicht geschafft und um 8 Uhr war es schon ganz schön warm.

Vielleicht komme ich diese Nacht ja besser und früher in den Schlaf (Schlafhygiene!).

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In der Hitze mag ich nicht so recht etwas tun. Der innere Kritiker macht Stunk. Meist versuche ich, ihn mit Kleinigkeiten zu füttern.

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Mit Hilfe eines Rollhockers, einer Krücke, einer Greifzange, eines Wischmops sowie diverser Reinigungsmittel befreie ich das Klo und dessen unmittelbare Umgebung vom gröbsten Schmutz. Dabei fallen ständig Dinge um und meine Nachbarn müssen sich mein wütendes Geschrei anhören.

Danach bin ich vollkommen fertig und lege meine beiden (!) geschwollenen Füße in kaltes Wasser.

Ja, das ist alles unappetitlich -- aber was soll ich erst sagen?

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Die Fußkühlung tut wohl. Das Fußwasser werde ich in einer kleinen Wanne auf dem Balkon sammeln und dann nach und nach über Mordor ausgießen. Es ist ganz ordentlich warm, aber an und an kommt ein kühles Lüftlein vorbei. Mordor liegt danieder -- aber was soll es auch sonst machen?

Mehrere Flaschen Mineralwasser verschwinden in meinem Bauch, ohne dass ich häufiger ,,muss'' -- ,,stilles Schwitzen'' nennt man das (zumindest ich nenne es so).

Ich lese den sehr ausführlichen Artikel in der ZEIT über die Fallpauschalen im Gesundheitssystem (hinter der Bezahlschranke).

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„Wenn Du größere Hände hast“ – Erinnerung an Seife

Dieser Blogeintrag über das Händewaschen, über Seife und eine Tante berührt mich auf eine besondere Art.