Im Düsseldorfer Hauptbahnhof liegt ein Mann. Ein anderer kniet daneben und schüttelt ihn. Die Rettungssanitäter kommen, der Notarzt fährt vor.
Wir hasten schnell weiter, überlassen die Profis die Arbeit. Ein paar Jugendliche stehen feixend dabei. Halten sich für unsterblich.
Die Farben verändern sich, tendieren klar ins Blaue.
Auf dem Treppenabsatz hinauf zum Gleis liegt eine schwarze Feder.
Also ist er hier, der Gevatter. Streift herum zwischen dem Fleisch.
Er ist gar nicht so, wie man denkt: Überraschend zärtlich kann er sein, mit seiner harten Hand. Er tritt hinter Dich und streicht Dir über den Kopf. Dann nimmt er Dich mit.
Am Bahnsteig fühle ich einen kalten Lufthauch.
Wie von großen, schwarzen Schwingen.
Archive for February, 2009
Durchgehetzter Heimweg
Thursday, February 26th, 2009Tchibo-Filiale in Meiderich zu
Wednesday, February 25th, 2009Flügel
Tuesday, February 24th, 2009Erst war da die Baustelle. Es wurden Schienen verlegt. Große Baugeräte keuchten.
Dann ging ich mit H. ein wenig abseits. Der Arme an Krücken. Der Boden war ganz weich und weiß, von dürrem Grass nur halb bedeckt.
Dann brach alles ein.
H. und ich hatten Glück, denn wir konnten uns noch halten. Ein schmaler, weisser Kamin blieb stehen und dort hielten wir uns fest. Da hingen wir nun über dem Abgrund, die Säule schwankte hin und her. Sie war so feuchtweich. Sie war aus Feta.
Ich wollte hinunterklettern, doch H. meinte, das wäre zu gefährlich. Ich hatte Angst.
Auf Anraten von H. schaute ich nicht nach unten, sondern in die Ferne. Die Bergspitzen sahen aus wie die Schrankwand in einem Wohnzimmer. Das war beruhigend.
Dann aber brach unser Fetaberg trotzdem ineinander. Zum Glück fielen wir auf seine Trümmer, d.h. weich.
Nomaden lasen uns auf. Ihr Scheich trug schwarze Gewänder und eine Pfauenfeder. Gastfreundlich nahm er uns auf.
Bei dem Zeltvolk las ich auch alte, heilige Schriften.
Ich weiss es nicht, aber vielleicht wuchsen mir deswegen die Flügel. Sie kamen, als ich gerade wieder zu Hause war. Schöne Flügel waren es, aus feinen Federn und mit kleinen Spoilern vorne.
Sie störten überhaupt nicht, auch nicht beim Sitzen oder Schlafen – und das Beste war:
Sie funktionierten!
Er flatterte ich nur ein wenig auf der Stelle, dann flog ich knapp über dem elterlichen Rasen (ich wollte nicht so tief fallen – hier hatte es keinen Fetakäse). Später dann ausgedehnte Rundflüge über den alten Acker.
Wunderschön. Wunderherrlich. Frei und luftig.
Nur der Vogelschrot stört bisweilen.
In Reih und Glied
Monday, February 23rd, 2009Ein Ausflug nach Duisburg-Ruhrort
Monday, February 23rd, 2009Der kleine Mann und ich machen einen Ausflug nach Ruhrort. Ruhrort, das ist der Stadtteil, wo sich Rhein und Ruhr treffen. Hier gibt es das Binnenschifffahrtsmuseum, die Mühlenweide (WDR4-Hafenkonzert) und einen riesigen Kaufland.
Man kommt mit der Linie 901 oder der Prignitzer Eisenbahn hier hin.
Mir gefallen hier besonders die vielen Kleinen Gassen und Straßen, welche zwar für Autofahrer die Hölle, für den Flaneur jedoch eine Wonne sind.






